Geocaching
7 Beiträge
26.04.2010, 15:27#1
Ich will in diesem Thread auf eine mittlerweile gar nicht mehr so neue Freizeitbeschäftigung aufmerksam machen, zu der es interessanterweise hier noch gar keinen Thread, sondern nur ein paar Verweise aus längst vergangener Zeit gibt.

Der Sport nennt sich "Geocaching" und kann als moderne Schnitzeljagd bezeichnet werden. Es geht, kurz gesagt, darum: Eine Person (der "Owner") versteckt einen "Cache" (das ist ein idealerweise wasserdichter Behälter, in dem ein Logbuch und, abhängig von der Größe auch Tauschgegenstände Platz haben) und veröffentlicht dessen GPS-Koordinaten im Internet. Die Suchenden laden sich diese Koordinaten herunter bzw. übertragen sie auf ihr GPS-Gerät und suchen die Box am angegebenen Ort. War man erfolgreich, trägt man sich in das Logbuch des Caches ein und kann auch Gegenstände tauschen. Zum Abschluß folgt noch ein Eintrag ("Log") auf der Website des Geocaches.
Die beschriebene Suchweise ist die simpelste (und einfachste) Form, der so genannte "Traditional Cache". Natürlich gibt es aber wesentlich spannendere Formen des Cachens:

Im Jahr 2000 wurde in den USA der erste Geocache gelegt. Seitdem ist die Spielergemeinde rasant angewachsen und heute kennt allein die bekannteste Plattform geocaching.com über 1.000.000 Geocaches weltweit. Auch in Österreich, wo 2002 der erste Cache gelegt wurde, vergrößerte sich die Anzahl der Caches stetig. Aktuell liegen in Österreich 14.800 Caches. Um einen Cache zu legen, müssen bestimmte Voraussetzungen (zB Abstandsregeln) erfüllt werden, die ein "Reviewer" vor Freischaltung des Caches kontrolliert. Eine Qualitätskontrolle (Spannung, Durchdachtheit etc.) führt der Reviewer allerdings nicht durch. Seit einiger Zeit gibt es aber eine zusätzliche freiwillige Qualitätskontrolle, die optional bei jedem Cache angezeigt werden kann.
Mitmachen kann jeder, der über einen GPS-Empfänger verfügt. Um sich die Koordinaten des Caches bzw. die Startkoordinaten eines Multi-Caches anzeigen zu lassen und den Cache dann im Internet loggen zu können, ist eine kostenlose Registrierung auf geocaching.com erforderlich.
Nähere Informationen hier: Wikipedia, geocaching.com, aj-gps, Österreichischer Reviewer-Blog, YT-Video "Geocaching in Wien"
Auch in Wien liegen zahlreiche Caches - oft an Orten, die man ohne den Cache nicht so schnell entdecken bzw. bewußt wahrnehmen würde. Speziell "Multi-Caches" absolviere ich gerne, um neue und unbekannte Gegenden zu erkunden. Ich möchte in Folge auf einige Caches in Wien und Umgebung aufmerksam machen, die mir besonders gut gefallen haben und vielleicht einen kleinen Anreiz darstellen:
Eine Auswahl an guten Caches mit besonderer Nahebeziehung zum Verkehr in Wien:
Weitere sehr faszinierende Caches in Wien ohne Nahebeziehung zum Verkehr:
Um den Beitrag nicht unnötig noch mehr in die Länge zu ziehen, möchte ich auf die zahlreichen schönen und interessanten Wander- und Naturcaches in der näheren Umgebung Wiens gar nicht näher eingehen.
Nur der Weg des Magiers soll stellvertretend für die tolle Dämonentor-Serie in den Fischauer Vorbergen westlich von Wiener Neustadt genannt werden - eine Serie, die mir und auch Freunden schon zu vielen Tagen vergnüglichem Wanderspaß in einer atemberaubend schönen Landschaft verholfen hat.
So weit mein Bericht zu dieser etwas alternativen Sportart - nun wird sich von den hier Eingeweihten wohl niemand mehr über seltsame, im Dickicht mit Blick auf den Boden herumstromernde Gestalten mit GPS-Gerät wundern.
Edits: Korrektur, Bildeinfügung

Der Sport nennt sich "Geocaching" und kann als moderne Schnitzeljagd bezeichnet werden. Es geht, kurz gesagt, darum: Eine Person (der "Owner") versteckt einen "Cache" (das ist ein idealerweise wasserdichter Behälter, in dem ein Logbuch und, abhängig von der Größe auch Tauschgegenstände Platz haben) und veröffentlicht dessen GPS-Koordinaten im Internet. Die Suchenden laden sich diese Koordinaten herunter bzw. übertragen sie auf ihr GPS-Gerät und suchen die Box am angegebenen Ort. War man erfolgreich, trägt man sich in das Logbuch des Caches ein und kann auch Gegenstände tauschen. Zum Abschluß folgt noch ein Eintrag ("Log") auf der Website des Geocaches.
Die beschriebene Suchweise ist die simpelste (und einfachste) Form, der so genannte "Traditional Cache". Natürlich gibt es aber wesentlich spannendere Formen des Cachens:
- ein "Multi-Cache" inkludiert noch zahlreiche Rätsel, die gelöst werden müssen, ehe man sich der Suche des Caches widmen kann. Diese Rätsel können entweder durch örtliche Gegebenheiten (zB Schilder) ermittelt werden oder auch eigens für den Cache angebracht sein (Tafeln, kleine versteckte Boxen).
- bei einem "Mystery-Cache" existieren keine Startkoordinaten, sondern es muß zuhause ein Rätsel gelöst werden, ehe mit der Suche begonnen werden kann. Diese Rätsel können durchaus sehr anspruchsvoll sein (bestimmte trigonometrische Aufgaben, Bilderrätsel aber auch historische Rätsel, Recherchen etc.). Durch dieses Rätsel erhält man dann die Koordinaten und kann dort den finalen Cache aufsuchen.
- "Earthcaches" bestehen nicht aus einer herkömmlichen "Cachebox". Vielmehr will der Earthcache auf eine bestimmte, meist geologische Besonderheit oder besondere landschaftliche Schönheit hinweisen. Als "Log" ist ein Foto des GPS-Empfängers mit dem jeweiligen Ziel erforderlich, manchmal müssen auch zusätzliche Aufgaben gelöst werden.

Im Jahr 2000 wurde in den USA der erste Geocache gelegt. Seitdem ist die Spielergemeinde rasant angewachsen und heute kennt allein die bekannteste Plattform geocaching.com über 1.000.000 Geocaches weltweit. Auch in Österreich, wo 2002 der erste Cache gelegt wurde, vergrößerte sich die Anzahl der Caches stetig. Aktuell liegen in Österreich 14.800 Caches. Um einen Cache zu legen, müssen bestimmte Voraussetzungen (zB Abstandsregeln) erfüllt werden, die ein "Reviewer" vor Freischaltung des Caches kontrolliert. Eine Qualitätskontrolle (Spannung, Durchdachtheit etc.) führt der Reviewer allerdings nicht durch. Seit einiger Zeit gibt es aber eine zusätzliche freiwillige Qualitätskontrolle, die optional bei jedem Cache angezeigt werden kann.
Mitmachen kann jeder, der über einen GPS-Empfänger verfügt. Um sich die Koordinaten des Caches bzw. die Startkoordinaten eines Multi-Caches anzeigen zu lassen und den Cache dann im Internet loggen zu können, ist eine kostenlose Registrierung auf geocaching.com erforderlich.
Nähere Informationen hier: Wikipedia, geocaching.com, aj-gps, Österreichischer Reviewer-Blog, YT-Video "Geocaching in Wien"
Auch in Wien liegen zahlreiche Caches - oft an Orten, die man ohne den Cache nicht so schnell entdecken bzw. bewußt wahrnehmen würde. Speziell "Multi-Caches" absolviere ich gerne, um neue und unbekannte Gegenden zu erkunden. Ich möchte in Folge auf einige Caches in Wien und Umgebung aufmerksam machen, die mir besonders gut gefallen haben und vielleicht einen kleinen Anreiz darstellen:
Eine Auswahl an guten Caches mit besonderer Nahebeziehung zum Verkehr in Wien:
- Multi-Cache-Serie "Bergbahnen in Wien": Drahtseilbahn, Zahnradbahn, Knöpferlbahn
- D-Wagen / Tram D (erstellt von einem User dieses Forums, Cache derzeit leider inaktiv)
- Es fährt kein Zug (vergessener Verschiebebahnhof Breitenlee)
- Lost Place - Waldbahn (in Rodaun)
- Verschwundene Gleise (in Breitenlee)
- Zugspitze (witzige Idee, leider momentan inaktiv)
Weitere sehr faszinierende Caches in Wien ohne Nahebeziehung zum Verkehr:
- I hab halt a Faible für Ober St. Veit (Rundgang durch Ober St. Veit)
- Lost Place - Luftnachrichten (Luftnachrichtenkaserne Mauer)
- Aschenmarkt (Intensiv-Besuch am Naschmarkt)
- 4 1/2 Häuser (netter kurzer Multi-Cache in der Inneren Stadt, auch etwas Verkehrsbezug, Stage 5 kam hier mal als Rätsel vor)
- St. Stephens (ja, auch am Stephansdom ist ein Cache versteckt)
- Horrorgeschichten aus dem Prater (sehr unterhaltsamer Rundgang durch den Wiener Prater)
- Noch mehr Häuser (in Gedichtform abgefaßter, spannender Rundgang)
- Arrows (ein genial kreativer Rundgang durch die Innenstadt anhand etwas unkonventioneller "Wegweiser")
- Midnight rambler (Nachtcache mit Reflektoren im Schwarzenbergpark - gruslig!)
- Return to Sender (schöner Wienerwald-Cache mit tollen Aussichtspunkten)
Um den Beitrag nicht unnötig noch mehr in die Länge zu ziehen, möchte ich auf die zahlreichen schönen und interessanten Wander- und Naturcaches in der näheren Umgebung Wiens gar nicht näher eingehen.
Nur der Weg des Magiers soll stellvertretend für die tolle Dämonentor-Serie in den Fischauer Vorbergen westlich von Wiener Neustadt genannt werden - eine Serie, die mir und auch Freunden schon zu vielen Tagen vergnüglichem Wanderspaß in einer atemberaubend schönen Landschaft verholfen hat.
So weit mein Bericht zu dieser etwas alternativen Sportart - nun wird sich von den hier Eingeweihten wohl niemand mehr über seltsame, im Dickicht mit Blick auf den Boden herumstromernde Gestalten mit GPS-Gerät wundern.

Edits: Korrektur, Bildeinfügung
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von bernhard222 (26.04.2010, 15:40)
26.04.2010, 18:09#2
Das habe ich letztes Jahr mit meiner Klasse gemacht. Hat echt Spaß gemacht.
26.04.2010, 19:19#3
@bernhard222: Ich lese mir alle paar Wochen immer wieder Beschreibungen dieser Freizeitbeschäftigung durch und muss zugeben, dass mich die Idee eigentlich ziemlich fasziniert!
Ich habe mir eigentlich schon vorgenommen, Geocaching einmal auszuprobieren, doch fehlt mir derzeit einfach die Zeit dafür. Ich hoffe dass im Sommer etwas daraus wird!
Ich habe mir eigentlich schon vorgenommen, Geocaching einmal auszuprobieren, doch fehlt mir derzeit einfach die Zeit dafür. Ich hoffe dass im Sommer etwas daraus wird!
04.10.2011, 01:39#4
RE: Geocaching
Haha, ich wollt gerade einen neuen Thread aufmachen und fragen, ob jemand gute Caches mit ÖPNV-Bezug kennt, aber dann hab ich den hier gefunden. 
Leider alles eher weiter weg, also was für's Wochenende, und die Wochenende mit super Wetter sind ja leider vorbei ...
(Bis auf einen, bei dem mit die T-Wertung zu hoch ist.)
Die hier hab ich ja alle noch nicht gemacht, dafür eine Cache-Serie am 32A, die nicht so wirklich interessant war.
Mal schaun ob ich da was mach, mittlerweile hat sich ja auch was verändert am Angebot.
Meine Favoritenliste, alle ohne ÖPNV-Bezug:
Ich bin gerade eher dabei, ein paar Mystery-Caches zu knacken, die sind oft interessanter als das Suchen vor Ort. *g*
Achja, für die, die lieber Multis haben (Bernhart gehört ja dazu) und es gerne etwas länger haben (von mir noch nicht gemacht):

Leider alles eher weiter weg, also was für's Wochenende, und die Wochenende mit super Wetter sind ja leider vorbei ...
(Bis auf einen, bei dem mit die T-Wertung zu hoch ist.)
Die hier hab ich ja alle noch nicht gemacht, dafür eine Cache-Serie am 32A, die nicht so wirklich interessant war.
Mal schaun ob ich da was mach, mittlerweile hat sich ja auch was verändert am Angebot.
ZitatOriginal von bernhard222
Weitere sehr faszinierende Caches in Wien ohne Nahebeziehung zum Verkehr:
Meine Favoritenliste, alle ohne ÖPNV-Bezug:
- Das goldene Kalb - Die Technik als Apokalypse - mitten im Donaupark, bei drei faszinierenden Statuen. So einen großen Cache muß man in der vermuggelten Gegend einmal finden.

- Es währt im Grünen der Ewigkeit - Beim Simmeringer Friedhof, also sehr gut öffentlich zu erreichen (Bahnhof Simmering). Das Versteck dort hat mir einfach gut gefallen, vom Ambiente her (so schön ruhig dort) als auch vom Versteck selbst --> nachschaun *g*
(Bei der Gelegenheit kann man auch zum Warmwerden den Plattformcache beim Bahnhof Simmering machen, so interessant, daß man extra her fährt, ist er aber auch nicht.
- Der is nix fia Di! - Super für Anfänger, ein lustiger Fund für Kenner (unweit der ehemaligen Remise VOR im Rudolf-Bednar-Park)
- Die wahre Liebe - ein etwas anderer Behälter auf der Floridsdorfer Brücke
- Ich liebe Dich - Ein T5-Cache mitten in Wien, von mir mangels Ausrüstung und Mut noch nicht geloggt.
Dafür findet man ihn sofort. *thihi*
Ich bin gerade eher dabei, ein paar Mystery-Caches zu knacken, die sind oft interessanter als das Suchen vor Ort. *g*
Achja, für die, die lieber Multis haben (Bernhart gehört ja dazu) und es gerne etwas länger haben (von mir noch nicht gemacht):
- Rundumadum - Nette 120 km Fußmarsch um Wien.
- München - Venedig - Zwar nicht in Wien, aber geht durch Österreich durch - für die ganz Harten unter euch.

28.11.2011, 00:08#5
Auch sehr empfehlenswert (dieses WE gemacht):
Es lebe der Zentralfriedhof! - Park der Ruhe und Kraft und Borromäuskirche
Zentralfriedhof 1. Tor - Führung durch den Alten Israelitischen Friedhof (im Gegensatz zum Neuen Israelitischen Friedhof frei zugänglich am Zentralfriedhof) - mit bekannten Persönlichkeiten wie den Rothschilds, der Familie Gerngross, Arthur Schnitzler, Friedrich Torberg und Gerhard Bronner.
Der Zentralfriedhof ist überhaupt ein interessanter Ort. Mich wundert es, daß er im Winter bis 17 Uhr geöffnet hat, da wirds ja im Dezember doch schon recht dunkel. Auch heute hab ich ab halb 5 vieles nimmer so gut gesehn.
Edit:
Und hier noch einer, der manchen von euch leicht fallen dürfte: D-68159 (bitte hier keine Lösung posten!)
Es lebe der Zentralfriedhof! - Park der Ruhe und Kraft und Borromäuskirche
Zentralfriedhof 1. Tor - Führung durch den Alten Israelitischen Friedhof (im Gegensatz zum Neuen Israelitischen Friedhof frei zugänglich am Zentralfriedhof) - mit bekannten Persönlichkeiten wie den Rothschilds, der Familie Gerngross, Arthur Schnitzler, Friedrich Torberg und Gerhard Bronner.
Der Zentralfriedhof ist überhaupt ein interessanter Ort. Mich wundert es, daß er im Winter bis 17 Uhr geöffnet hat, da wirds ja im Dezember doch schon recht dunkel. Auch heute hab ich ab halb 5 vieles nimmer so gut gesehn.
Edit:
Und hier noch einer, der manchen von euch leicht fallen dürfte: D-68159 (bitte hier keine Lösung posten!)
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von ibi (28.11.2011, 00:13)
23.12.2011, 21:05#6
Multi-Cache-Serie "Bergbahnen in Wien": Drahtseilbahn, Zahnradbahn, KnöpferlbahnDie Auswahl ist gut. Ich habe eine App dafür. Macht viel Spaß !
- D-Wagen / Tram D (erstellt von einem User dieses Forums, Cache derzeit leider inaktiv)
- Es fährt kein Zug (vergessener Verschiebebahnhof Breitenlee)
- Hotel Wien Flughafen ( am Flughafen )
- Lost Place - Waldbahn (in Rodaun)
- Verschwundene Gleise (in Breitenlee)
- Zugspitze (witzige Idee, leider momentan inaktiv)
18.03.2016, 20:44#7
Salzburg auf andere Art und Weise entdecken
City Caching Salzburg / Zweites Umweltquiz startet am 15. April
https://salzburg-verkehr.at/salzburg-auf-ande…und-weise-entdecken/
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https://salzburg-verkehr.at/salzburg-auf-ande…und-weise-entdecken/