[PM] U-Bahn durch Exterritorialgebiet

84 Beiträge · Seite 2 von 5
08.05.2010, 19:35#21
Zitat
Original von 38ger
stimmt schon, dass die Opposition die Vorbeiführung der U2 am Hauptbahnhof bisher geschlossen als Problem empfand, aber ob das den Grünen oder Schwarzen tatsächlich so wichtig wäre, dass sie es zur Koalitionsbedingung (!) machen würden?


Es wäre sicher nicht die einzige und wichtigste Koalitionsbedingung. Aber es wäre eine Sache, die die SPÖ leicht hergeben könnten.
Die U2-Süd ist ja auch in den zuständigen Magistratsabteilungen in der Form nicht unumstritten (um es nett auszudrücken), und diese Pressemeldung interpretiere ich als ein Vorfühlen, um vielleicht das Projekt doch noch ohne großen Gesichtsverlust kippen zu können.
08.05.2010, 19:45#22
Zitat
Original von moszkva tér

Und wer sagt, dass in Wien U-Bahnen nach sinnvollen Überlegungen gebaut werden?

Unter Einhaltung dieser Bedingung dürfte ja gar keine U-Bahn mehr gebaut werden! 8o


EDIT: Schrägstrich vergessen!
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von hema (08.05.2010, 19:46)
09.05.2010, 16:54#23
Zitat
Original von moszkva tér
Natürlich ist der wahre Grund, dass man dem schwarzen Währing keine U-Bahn bauen will - aber als blöde Ausrede taugt die Botschaft allemal!

Ich bin mir gar nicht so sicher, dass es wirklich an der Parteipolitik liegt. Nach Hernals wird ja auch keine U-Bahn gebaut.

Der Grund liegt viel eher in den "Drittbeteiligten", wie ich sie mal nennen will, die am U-Bahn-Bau entscheidend mitschneiden: Immobilienmakler, Spekulanten, Bauherren, Einkaufszentren usw. Dafür ist in Gersthof einfach kein Platz.
09.05.2010, 18:10#24
Zitat
Original von moszkva tér
Und es ist auch ziemlich gewiss, dass egal ob Grüne oder Schwarze, diese als Koalitionsbedingung die Führung der U2 zum Hauptbahnhof verlangen werden.

Das bezweifle ich sehr!
10.05.2010, 09:47#25
Was vielleicht wenige wissen-
in Berlin fuhr die Nord-Süd S-Bahn im Tunnel genau UNTER der amerikanischen Botschaft (Neustädtische Kirchstraße) durch. Bis zum Umzug der Botschaft vor ein paar Jahren (an den heutigen/bis 1945 genutzten Platz) gab es da also einen quasi "exterritorrialen Tunnel". :lampe:
10.05.2010, 10:10#26
Zitat
Original von Der Einbügler
Was vielleicht wenige wissen-
in Berlin fuhr die Nord-Süd S-Bahn im Tunnel genau UNTER der amerikanischen Botschaft (Neustädtische Kirchstraße) durch. Bis zum Umzug der Botschaft vor ein paar Jahren (an den heutigen/bis 1945 genutzten Platz) gab es da also einen quasi "exterritorrialen Tunnel". :lampe:

Des homma jo no nie.... :lampe:
10.05.2010, 15:17#27
Zitat
Original von 95B
Alle Staaten sind völkerrechtlich gleichrangig und in ihrem Gebiet machtvollkommen. Daher gehört auch das Botschaftsgelände zum Hoheitsgebiet des Gastgeberlandes.

Das ändert aber nichts daran, dass - zumindest in Österreich - z.B. die Polizei Botschaftsgrund nur mit Zustimmung des Botschafters oder seines Stellvertreters betreten darf, und diese Zustimmung ist vorher einzuholen, ist zeitlich befristet und muss schriftlich vorliegen.

Ich glaube, dass das Führen einer U-Bahn-Trasse unterhalb von Botschaftsgrund sehr wohl problematisch werden könnte, wenn die betroffene Botschaft bzw. das betroffene Land seine Zustimmung verweigert. Daraus können jahrelange Rechtsstreitigkeiten entstehen, die Plan- und Bauvorhaben derart verzögern, dass es gleich einfacher ist, eine andere Trassenvariante zu wählen. Davon abgesehen glaube ich nicht, dass die Republik (Außenministerium) es gerne sähe, wenn es wegen einer Wiener U-Bahn zu diplomatischen Unstimmigkeiten käme, d.h. in diesem Fall würde der Bund vermutlich entsprechend Druck auf die Wiener Stadtegierung - immerhin wird die U-Bahn ja auch Mitteln des Bundes bezahlt - ausüben.

Und wie ja schon angesprochen wurde: warten wir ab, wie die Wiener Stadtregierung am 11.10.2010 aussehen wird.
10.05.2010, 20:03#28
Hallo erstmal
Bin neu hier und möchte mich in meinem Eröffnungspost mal vorstellen.
So, da das nun erledigt ist (^^) ab zum Thema.

Ich hatte bislang immer Variante 3 für realistischer gehalten als die, welche "moszkva tér" vorgeschlagen hat. So sieht man es ja auch in der Grafik vom Eröffnungspost.

Ich fände es intelligenter die U2 direkt zum Hauptbahnhof zu verbinden, aber bitte. Ich frage mich, wohin diese Seilbahn wohl führen wird, von der einige reden. Eine sinnvolle Ergänzung zur U2 wäre sie aber wohl kaum, aber sicher ein netter Touristenmagnet.

Hoffen wir mal darauf, dass die U2 direkter zum Bahnhof fahren wird und solche Mühseligkeiten wie das Ausdisskutieren mit Botschaften den Wiender Linien erspart bleiben wird :)

Mit freundlichen Grüßen,
euer neuer User an Board,
Metrophiler
10.05.2010, 20:18#29
RE: Hallo erstmal
Zitat
Original von Metrophiler
Ich fände es intelligenter die U2 direkt zum Hauptbahnhof zu verbinden

Nicht wirklich. Wer würde am Hauptbahnhof in die U2 einsteigen? Da würde ich ja sogar in die U1 ein- und am Karlsplatz umsteigen, wenn ich zum Museumsquartier will. Zum Rennweg gibt's die S-Bahn und zum Schwarzenbergplatz den D-Wagen. Wer also sollen die Fahrgäste einer U2-Süd zum Hauptbahnhof sein?

Die U2 gehört nach Süden gar nicht verlängert. So einfach ist das.
10.05.2010, 20:20#30
Der Rennweg und der Schwarzenberplatz bräuchten schon eine Anbindung wie ich das sehe.

Aber viel wichtiger finde ich, die Leute von der Seestadt Aspern zum Hauptbahnhof zu bringen. Die bräuchten die U2 beim Hauptbahnhof ;)

Etwas ausgebessert
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Metrophiler (10.05.2010, 20:28)
10.05.2010, 20:24#31
Zitat
Original von Metrophiler
Der Rennweg und der Schwarzenberplatz bräuchten schon eine Anbindung wie ich das sehe.

Wieso das? Reichen denn die S-Bahn, der O- und der D-Wagen nicht, die diese Relation bedienen?

Zitat
Aber viel wichtiger finde ich, die Leute von der Seestadt Aspern zum Hauptbahnhof zu bringen. Die bräuchten die U2 beim Südbahnhof ;)

Da ist man aber sicher nicht schneller, wenn man direkt mit der U2 fährt, da diese zwei Schlangenlinien um die U1 machen würde. Ich wohne in Aspern und würde selbst bei einer U2 zum Hauptbahnhof am Praterstern in die U1 umsteigen - und die Leute aus der Seestadt können sowieso gleich mit der S80 fahren. :lampe:
10.05.2010, 20:26#32
Auch was dran.

Aber vielleicht wird die U2 ja mal eines Tages (wie auf der Grafik im Firstpost zu sehen) weiter verlängert. Zum Keplerplatz, oder Reumannplatz. Wenn man bedenkt wie viele Leute im 10ten wohnen...

Wenn die U2 direkt zum Hauptbahnhof fahren würde, dann wäre diese Verlängerungsmöglichkeit wohl nicht möglich.
10.05.2010, 20:32#33
Zitat
Original von Metrophiler
Zum Keplerplatz, oder Reumannplatz.

... wo es bereits jetzt eine U-Bahn gibt, die schneller im Zentrum ist als eine hypothetische Schlangenlinien-U2. :lampe:
Du kannst es also drehen und wenden, wie du willst - die U2 nach Süden zu verlängern ist ziemlicher Schwachsinn.
10.05.2010, 20:35#34
Ich bin ja auch davon ausgegangen die U2 vom Reumannplatz bzw. Keplerplatz NOCH weiter zu verlängern, aber das steht wohl noch in den Sternen geschrieben.

Ok, du hast recht, wenn es tatsächlich einmal eine U5 geben sollte, den in diesem Fall wird ja ein neuer Ast ab der Station "Rathaus" hinzu gefügt. Dann könnte, die U2 (die bis dahin ja eine U5 ist, in diesem Abschnitt zumindest) weiterhin bis Karlsplatz fahren, da die U2 dann ohnehin auch in den Süden kommt und diesen effizienter befährt als sie es auf dieser (von dir so schön ausgedrückt) Schlangenlinie tun würde.
11.05.2010, 13:48#35
Zitat
Original von Metrophiler
Der Rennweg und der Schwarzenberplatz bräuchten schon eine Anbindung wie ich das sehe.

Der Schwarzenbergplatz??? Unter der Annahme, dass die SL 71 eines Tages wie und unter welcher Bezeichnung auch immer bis Karlsplatz verlängert wird, sinkt dessen Bedeutung als Umsteigepunkt gegen null. Es fährt dann dort nichts mehr, was nicht vom Karlsplatz - und damit von einem bereits bestehenden Verkehrsknotenpunkt - aus erreichbar wäre.

Die Relation Karlsplatz - Schwarzenbergplatz war einst eine Straßenbahnhaltestelle bzw. ist heute noch eine Bushaltestelle. Es würde zu Wien passen, wenn diese Relation auch auf eine U-Bahn-Strecke angewendet würde. Das wäre dann ungefährt dasselbe wie Volkstheater - Lerchenfelder Straße. Und was aus letzterer Station gworden ist, wissen wir ja... ;)

Da würde es noch mehr Sinn machen, eine Station "Unteres Belvedere" zu errichten, da hätten wenigstens Touristen was davon.
11.05.2010, 17:40#36
Ich muss ja mal dazu sagen, dass ich eigentlich nicht all zu viel von der jetzigen U2-Stammstrecke (Karlsplatz - Schottenring) halte. Man hätte sie gleich ordentlich verlängern sollen, anstelle so eine "Mini-Ubahn" als Ustraba-Ersatz zu bauen. Aus so einer Stammstrecke lassen sich nicht wirklich gute Verlängerungen verwirklichen. Aber egal, ist jetzt passiert, kann man nichts machen.

In Anbetracht dessen, dass die U5 ja mal von Dornbach die jetzige Strecke vom Rathaus bis hin zum Karlsplatz (und eben in Zukunft vielleicht auch zum Hauptbahnhof) bedienen wird, ist eine Verlängerung zur Gudrunstraße (bzw. Hauptbahnhof, je nachdem) vielleicht doch keine schlechte Idee. Die Leute aus der Umgebung Güpferlingstraße und die ganzen anderen Grätzl welche die zukunftige U5 bedienen könnte, würden vielleicht nicht völlig abgeneigt sein, von einer direkten Verbindung zum Hauptbahnhof ;)
11.05.2010, 17:48#37
Besser als eine U5 nach Hernals und Dornbach wäre es, den 43er vernünftig auszubauen. Sowas wie in Budapest die Linien 4 und 6 würden mir in den Sinn kommen. Dazu gibts aber einen anderen Thread über den 43er.

Zitat aus Wikipedia:
Die Straßenbahnlinien 4 und 6, die mit Ausnahme des einen Streckenendes in Süden von Buda denselben Streckenabschnitt ringförmig um die Altstadt von Pest herum befahren, gehören zu den meistbenützten Straßenbahnlinien, wurden im Frühjahr 2006 erneuert und mit dem längsten Straßenbahnwagen der Welt (den Niederflurwagen Combino Plus von Siemens) ausgestattet.
11.05.2010, 19:22#38
Ein erster Schritt wäre es einmal, vernünftige Netzpläne herauszugeben, auf denen neben den U-Bahn- auch die Straßenbahn-, Schnellbahn- und wichtige Buslinien verzeichnet sind.
Wenn mehr Personen - insbesondere Ortsfremden und Ahnungslosen - die Zweckmäßigkeit des Wiener Straßenbahnnetzes bekannt werden würde (und dieselbe noch gesteigert würde) könnte man einige Wiener Straßenbahnlinien (6, 43, 49) sicher bald mit den hochfrequentierten Budapester Linien 4 und 6 vergleichen.

Gestern hörte ich zum Beispiel zwei junge Burschen, die sich am Schottentor beratschlagten, wie sie denn am besten zum Gürtel kämen. Sie einigten sich dann auf U2 - U3 - U6 bis Alser Straße. X(
11.05.2010, 19:24#39
Was ist an unseren Netzplänen den so schlecht?

Warum hast du besagte Jugendliche nicht eines Besseren belehrt?
11.05.2010, 19:29#40
Zitat
Original von Metrophiler
Was ist an unseren Netzplänen den so schlecht?

Daß nur das U-Bahn-Netz ordentlich abgebildet wird. Die Schnellbahn ist entweder gar nicht oder als blauer Mischmasch gekennzeichnet, bei dem sich keiner auskennt.
Nötig wären kleine, kostenlose Faltpläne analog den Nightline-Cards, die es einmal vor Ewigkeiten gab. Auf die Vorderseite ein Plan mit den erwähnten Linien, auf die Rückseite eine Übersicht über die Betriebszeiten (Erste/Letzte Fahrt) und ein kleiner Nachtbusplan. Voilà!

Zitat
Original von Metrophiler
Warum hast du besagte Jugendliche nicht eines Besseren belehrt?

War zu mühsam. :D
OK, fairerweise muß man sagen, daß es am U2-Bahnsteig war, der 43er also keine sichtbare Alternative bot. :P