Betriebsablauf im 2. WK

40 Beiträge · Seite 2 von 2
20.11.2010, 13:39#21
Zitat
Original von 95B
[...] Am Tramwaytag hat es ja auch geklappt: Der ausgestellte L war zugänglich... und nix ist passiert.

Für den L gibt's im Fall des Falles ja auch noch relativ viele Ersatzteile oder -Exponate... ;-)

Beste Grüße
VT
20.11.2010, 18:30#22
Ich verstehe das auch nicht ganz, da es ja auch sehr interessant wäre in den ein oder anderen Wagen hineinzugehen! Zum einen ist dies in den meisten anderen Bahnmuseen möglich, und die Wagen sind nicht kaputt, zum Anderen dürften Wagen der Generation K, L, M, H, etc. ziemlich unkapputtbar sein. Sie haben 1-2 Weltkriege und Jahrzehnte harter Beanspruchung überlebt, dann werden sie ein paar hundert Besuchr pro Jahr auch überleben und fahren auch heute noch (öfter al in anderen Städten!) oft im dichten Verkehrsgewühl mit "normalen" Passagieren (Tramwaytag, Streckeneröffnungen/einstellungen, Nacht er Museen etc.) Und was Ersatzteile angebalngt, sollte mal eine Reparatur nötig sein: Holz, Lack, Leder und Glas sollte auch heutenoch aufzutreiben sein.
20.11.2010, 22:39#23
Zitat
Original von 95B
Es geht sicher nicht darum, die Wagen rundherum zu betatschen. Aber viele Leute haben beispielsweise nicht die erforderliche Körpergröße, um vom Boden aus durch die Wagenfenster ins Wageninnere blicken zu können. Wenn es nicht verboten wäre, könnte man sich ja an den Griffstangen festhalten und von der unteren Trittstufen durch die Tür einen Blick in den Wagen erhaschen.

Da wäre es sicher besser, Aussichtsplattformen zu bauen, über die ein Blick ins Wageninnere auch kleineren Personen leicht möglich ist (ich glaube sogar, dass ich so etwas schon mal gesehen habe).

Zitat
... woraufhin sich gleich eine andere Frage aufwirft: Warum müssen bei uns alle Wagen hermetisch abgeschlossen sein? Es geht doch nichts kaputt, wenn der eine oder andere Wagen zugänglich ist - schon gar nicht bei den Besucher-"Massen", die das Straßenbahnmuseum an jedem Öffnungstag stürmen. Am Tramwaytag hat es ja auch geklappt: Der ausgestellte L war zugänglich... und nix ist passiert.

Leider dürfte es wohl so sein, dass dann bestimmte Gegenstände im Wageninneren plötzlich "Flügel bekommen" würden - oder anders gesagt, es besteht wohl die Befürchtung, dass diesfall alles, was nicht niet- und nagelfest ist, geklaut würde. Und ich nehme mal an, dass diese Befürchtung auf einschlägigen Erfahrungen beruht.

Die Alternative, in jedem Wagen ein "Aufsichtsorgan" zu postieren, dürfte wohl aus personellen Gründen nicht machbar sein. Am Tramwaytag war durch die hohe Besucherzahl und die Menschenmenge ein zuverlässiger Schutz gegeben - auch der kühnste Dieb würde es wohl nicht wagen, vor Dutzenden anderer z.B. eine Tafel abzuschrauben. Im Straßenbahnmuseum sind hingegen - wie du ja selber schreibst - die Wagen die meisten Zeit vollkommen unbeaufsichtigt, da wäre einem solchen Treiben Tür und Tor geöffnet.
20.11.2010, 22:59#24
Zitat
Original von Ferry
Zitat
Original von 95B
Es geht sicher nicht darum, die Wagen rundherum zu betatschen. Aber viele Leute haben beispielsweise nicht die erforderliche Körpergröße, um vom Boden aus durch die Wagenfenster ins Wageninnere blicken zu können. Wenn es nicht verboten wäre, könnte man sich ja an den Griffstangen festhalten und von der unteren Trittstufen durch die Tür einen Blick in den Wagen erhaschen.

Da wäre es sicher besser, Aussichtsplattformen zu bauen, über die ein Blick ins Wageninnere auch kleineren Personen leicht möglich ist (ich glaube sogar, dass ich so etwas schon mal gesehen habe).

An ein oder zwei vor einigen Jahren in den Erdberger Hallen gesehene Exemplare erinner' ich mich auch noch dunkel (neben dem SM 6115 und dem "Exkursionswagen" 2101?). Würde man mehr davon aufstellen, wär' aber sicher das Gezeter mancher Fotofreaks groß... :-))

Beste Grüße
VT

EDIT: Tipp-Ex
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von VT 5081 (21.11.2010, 01:03)
20.11.2010, 23:48#25
Zitat
Original von VT 5081
An eine oder zwei vor einigen Jahren in den Erdberger Hallen gesehene Exemplare erinner' ich mich auch noch dunkel (neben dem SM 6115 und dem "Exkursionswagen" 2101?). Würde man mehr davon aufstellen, wär' aber sicher das Gezeter mancher Fotofreaks groß... :-))


Man könnte ja "mobile Aussichtsplattformen" auf das jeweils freie Gleis zwischen den "Exponaten" setzen und damit zusätzlich einen Spaßfaktor für die jüngsten Besucher des Straßenbahnmuseums realisieren :P
20.11.2010, 23:59#26
Zitat
Original von VT 5081
Zitat
Original von Ferry
Zitat
Original von 95B
Es geht sicher nicht darum, die Wagen rundherum zu betatschen. Aber viele Leute haben beispielsweise nicht die erforderliche Körpergröße, um vom Boden aus durch die Wagenfenster ins Wageninnere blicken zu können. Wenn es nicht verboten wäre, könnte man sich ja an den Griffstangen festhalten und von der unteren Trittstufen durch die Tür einen Blick in den Wagen erhaschen.

Da wäre es sicher besser, Aussichtsplattformen zu bauen, über die ein Blick ins Wageninnere auch kleineren Personen leicht möglich ist (ich glaube sogar, dass ich so etwas schon mal gesehen habe).

An eine oder zwei vor einigen Jahren in den Erdberger Hallen gesehene Exemplare erinner' ich mich auch noch dunkel (neben dem SM 6115 und dem "Exkursionswagen" 2101?). Würde man mehr davon aufstellen, wär' aber sicher das Gezeter mancher Fotofreaks groß... :-))

Beste Grüße
VT

Ein "Bravo" an Deine Erinnerung!

Foto Nr. 22521
21.11.2010, 01:02#27
Zitat
Original von Linie 38
Man könnte ja "mobile Aussichtsplattformen" auf das jeweils freie Gleis zwischen den "Exponaten" setzen und damit zusätzlich einen Spaßfaktor für die jüngsten Besucher des Straßenbahnmuseums realisieren :P

Kurzer Gedankenblitz vor meinem letzten Posting: "Trittleiterverleih an der Kassa!" *g* Damit hätte man auch gleich mehrere Fliegen (Fahrzeug-Innenräume von außen besichtigen, ungewöhnliche Foto-Perspektiven schaffen) mit einer Klappe geschlagen. Und für den imaginären Paranoiker, der Kratzer im Lack befürchtete, weil eine Leihleiter zu knapp an irgendeiner Blechpartie aufgebaut werden könnte, gäb's wohl auch passende Gegenargumente (Stichwort: Polsterung kritischer Kanten). Versicherungstechnische Fallstricke müßte man auch noch irgendwie umgehen - ob entsprechend verklausulierte Formulare reichen würden? ("Ich, der Unterzeichnete, erkläre hiermit, über einen ausreichend funktionierenden Gleichgewichtssinn, genügend Trittsicherheit, wenig Höhenangst und genug Augenmaß zu verfügen, um das mir für die Dauer des Museumsbesuches leihweise überlassene Hilfsmittel auf eigenes Risiko und eigene Gefahr benützen zu können, ohne mir selbst, anderen Personen oder Ausstellungsstücken dabei irgendwelche Schäden zuzufügen.")

Beste Grüße
VT
21.11.2010, 03:13#28
Zitat
Original von VT 5081
Zitat
Original von Linie 38
Man könnte ja "mobile Aussichtsplattformen" auf das jeweils freie Gleis zwischen den "Exponaten" setzen und damit zusätzlich einen Spaßfaktor für die jüngsten Besucher des Straßenbahnmuseums realisieren :P

Kurzer Gedankenblitz vor meinem letzten Posting: "Trittleiterverleih an der Kassa!" *g* Damit hätte man auch gleich mehrere Fliegen (Fahrzeug-Innenräume von außen besichtigen, ungewöhnliche Foto-Perspektiven schaffen) mit einer Klappe geschlagen. Und für den imaginären Paranoiker, der Kratzer im Lack befürchtete, weil eine Leihleiter zu knapp an irgendeiner Blechpartie aufgebaut werden könnte, gäb's wohl auch passende Gegenargumente (Stichwort: Polsterung kritischer Kanten). Versicherungstechnische Fallstricke müßte man auch noch irgendwie umgehen - ob entsprechend verklausulierte Formulare reichen würden? ("Ich, der Unterzeichnete, erkläre hiermit, über einen ausreichend funktionierenden Gleichgewichtssinn, genügend Trittsicherheit, wenig Höhenangst und genug Augenmaß zu verfügen, um das mir für die Dauer des Museumsbesuches leihweise überlassene Hilfsmittel auf eigenes Risiko und eigene Gefahr benützen zu können, ohne mir selbst, anderen Personen oder Ausstellungsstücken dabei irgendwelche Schäden zuzufügen.")

Beste Grüße
VT


Obwohl das könnte helfen :D: http://www.amazon.de/Faltbarer-Tritt-Hocker-J…C3%BCn/dp/B002KLRAVO
21.11.2010, 15:53#29
Vielleicht alles nur wegen dem 4berger?
21.11.2010, 17:18#30
Zitat
Original von Winnetou
Vielleicht alles nur wegen dem 4berger?

So restriktiv war man schon etwas länger... (BTW: "Tags" sind nicht unbedingt ein neuzeitliches Phänomen, wie man hier sehen kann.)

Beste Grüße
VT
22.11.2010, 08:08#31
Zitat
Original von VT 5081
(BTW: "Tags" sind nicht unbedingt ein neuzeitliches Phänomen, wie man hier sehen kann.)

Siehe auch hier: http://www.kyselak.at/
22.11.2010, 10:42#32
Betriebsablauf im 2. WK
Ich denke, dass ein zarter Hinweis auf das eigentliche Thema "Betriebsabläufe im 2. WK" angesichts der letzten Beiträge nicht ganz unangebracht ist.
22.11.2010, 22:29#33
RE: Betriebsablauf im 2. WK
Ein Bild, das die Luftschutzverdunkelung im Wageninneren zeigt, habe ich in der Festbroschüre "75 Jahre Wiener Verkehrsbetriebe" auf Seite 33 gefunden:

Foto Nr. 26261
23.11.2010, 01:18#34
Das heißt also die blauen Fenster kamen erst später, nehme ich an.
Interessant auch dass bei der Verdunklung anscheinend jede Stadt ihr eigenes Süppchen kochte. Von blauen Fenstern, über Springrollos, Lampenzylinder und blaue Innenlampen war alles vertreten.

Wie wurden eigentlich die Stadtbahnstationen verdunkelt?
23.11.2010, 18:49#35
Zitat
Original von 95B
Zitat
Original von VT 5081
(BTW: "Tags" sind nicht unbedingt ein neuzeitliches Phänomen, wie man hier sehen kann.)

Siehe auch hier: http://www.kyselak.at/

Eine Kyselak-Verewigung wird ja auf einem der beiden Obelisken in der Schwarzenberg-Allee in Neuwaldegg konserviert!
24.11.2010, 19:11#36
Um auch wieder was zum Thema zu schreiben: 1965 - also zur 20-jährigen Wiederkehr des Kriegsendes - brachte die damalige Tageszeitung "Express" eine Dokumentation in der Form von Auszügen aus den Originalartikeln des "Völkischen Beobachters" aus den letzten Kriegstagen. Dabei waren auch die täglich geänderten Abweichungen der Straßenbahnlinien aufgelistet. Wäre vielleicht einmal interessant, in der Zeitschriftensammlung der Nationalbibliothek nachzustöbern...
27.11.2010, 08:04#37
RE: Betriebsablauf im 2. WK
Zitat
Original von Chicago Flyer
Ich denke, dass ein zarter Hinweis auf das eigentliche Thema "Betriebsabläufe im 2. WK" angesichts der letzten Beiträge nicht ganz unangebracht ist.

Sowas ist ausschliesslich den Admins vorbehalten ;) 8-)
Das ist ein sehr Interessanter Thread, allgemein :daumenhoch:, da es um eine Zeit geht, die ich selber nicht mehr miterleben durfte.
27.11.2010, 12:22#38
RE: Betriebsablauf im 2. WK
Zitat
Original von 911-Turbo
Das ist ein sehr Interessanter Thread, allgemein :daumenhoch:, da es um eine Zeit geht, die ich selber nicht mehr miterleben durfte.

ich denke, hier wäre der Ausdruck mußte wohl angebrachter :boese:
Seien wir alle miteinander froh, daß uns diese Ereignisse erspart blieben und hoffen wir, daß das auch weiter so bleibt!
27.11.2010, 13:18#39
RE: Betriebsablauf im 2. WK
Zitat
Original von Ottakring
Zitat
Original von 911-Turbo
Das ist ein sehr Interessanter Thread, allgemein :daumenhoch:, da es um eine Zeit geht, die ich selber nicht mehr miterleben durfte.

ich denke, hier wäre der Ausdruck mußte wohl angebrachter :boese:
Seien wir alle miteinander froh, daß uns diese Ereignisse erspart blieben und hoffen wir, daß das auch weiter so bleibt!

Ich habe mich falsch ausgedrückt. Tut mir leid. Nicht gleich böse sein bitte :O :(
27.11.2010, 18:10#40
Meine Großmutter wurde im 1.Weltkrieg als Schaffnerin verpflichtet, wovon ich noch ein Foto habe.
Anhänge
44783- Scannen-01.jpg