Broschüren über U1, U2 und U4 aus den 80ern
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21.11.2011, 20:48#21
immerhin sind ja viele der Reisenden wahlberechtigt
Ähm, schau dir die Wahltendenzen an, und dann überleg bitte nochmal, ob Wahlberechtigung wirklich viel mit Reife und Kompetenz zu tun hat, ich sehe das nämlich etwas anders...

21.11.2011, 20:55#22
Guter Punkt... 

22.11.2011, 01:00#23
Dazu muss ich als Fahrgast aber bereits im ÖBB-Bereich sein, für viele ist es einfacher einfach gleich die U-Bahn zu nehmen, vor allem, wenn man die S-Bahn nicht täglich benötigen würde!Die Züge nach Wolfsthal sind auf sämtlichen Displays durch ein Flugzeugsymbol gekennzeichnet und Chris Lohner sagt bei den Bahnsteigsansagen auch immer "über Flughafen Wien" durch. Da gehört also schon viel Dummheit dazu, den Zug nicht zu finden.
Sehe ich eigentlich auch so. Gerade was das Beschriften der Züge über den Flughafen angeht, kann man eigentlich nicht wirklich viel besser machen... Und dass ich einmal aufgrund von falschen Fahrtzielanzeigen wo hinfuhr, wo ich gar nicht hin wollte, ist mir auch noch nie passiert...Gerade bei jenen Zügen, die nicht überall stehen bleiben, wird das ja ebenfalls an den Displays vermerkt, also wer lesen kann ist klar im Vorteil!
Bei den Wiener Linien und der U-Bahn brauche ich nur auf dem richtigen Bahnsteig zu stehen und gar nicht mehr darauf zu achten, was auf dem einfahrenden Zug draufsteht, weil die Linie und die Richtung immer dieselbe ist (Bahnsteigsperren und seltene Kurzführungen ausgenommen).
Bei der Straßenbahn ist das dasselbe und auch da sind die Leute schon oft verwirrt, wenn Kurzführungen angezeigt werden bzw. empört, wenn die Linie kurzgeführt wird ... Logik hilft da wenig, der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier! Und dass "bahn fahren" tatsächlich von vielen als kompliziert angesehen wird sieht man auch schön am SLogan der WESTbahn "wir machen bahn fahren wieder einfach" (oder so ähnlich.
Ein tatsächlicher Kritikpunkt an der S-Bahn ist auch das Linienschema nach Gänserndorf mit der S1, aber zurück nach Floridsdorf fährt man dann mit irgendwas anderem, als ob die meisten Leute in Gänserndorf über Wien Meidling hinausfahren würden! Ein weiterer ist die von Zeit zu Zeot wechselnden Linienbezeichnungen (S3/S4/S5) und die von Fahrplanperiode zu Fahrplanperiode wechselnden Außenastverknüpfungen. Würde man die U-Bahnen alle 5 Jahre umbennenen oder umfärben, würde sich ja auch niemand auskennen, man denke nur an den Aufstand bei der Linie 71, wie sie zum 4er werden sollte!
Man müsste sich halt auf eine fixe Linienführung einigen, auf eine fixe Linienbezeichnung, die in beide Richtungen gleich ist und eine nicht ändernde Farbe für jede Linie! Damit wäre schon viel gewonnen!
22.11.2011, 01:24#24
dennoch ist es interessant, dass es Leute gibt, welche auf der Relation Floridsdorf-Landstraße U6 und U4 benutzen anstatt umsteigefrei mit der S-Bahn zu fahren!
Die Wiener Linien fördern ja solchen Unsinn noch, wenn sie einen beispielsweise in Wien Mitte per Plakat über U4-U1 zum Praterstern schicken.
Gerade bei jenen Zügen, die nicht überall stehen bleiben, wird das ja ebenfalls an den Displays vermerkt, also wer lesen kann ist klar im Vorteil!
Was mich dabei wundert ist, daß es nimmer durchgesagt wird. Früher gabs auf der S-Bahn-Stammstrecke Durchsagen wie "Dieser Zug hält in allen Bahnhöfen und Haltestellen" bzw. "Dieser Zug hält in Wien Erzherzog-Karl-Straße und Wien Simmering." oder "Dieser Zug hält bis Wiener Neustadt in ...."
Wieso hat man das ersatzlos aufgelassen?
22.11.2011, 01:32#25
Dazu muss ich als Fahrgast aber bereits im ÖBB-Bereich sein, für viele ist es einfacher einfach gleich die U-Bahn zu nehmen, vor allem, wenn man die S-Bahn nicht täglich benötigen würde!
Für die U-Bahn muß man auch erst im U-Bahn-Bereich sein. Zudem gibt es zum Glück schon ein paar WL-Stationen, bei denen man die ÖBB-Abfahrtsanzeige bei der WL-Haltestelle sieht.
Bei den Wiener Linien und der U-Bahn brauche ich nur auf dem richtigen Bahnsteig zu stehen und gar nicht mehr darauf zu achten, was auf dem einfahrenden Zug draufsteht, weil die Linie und die Richtung immer dieselbe ist (Bahnsteigsperren und seltene Kurzführungen ausgenommen).
Das stimmt erstens bei Bus und Straßenbahn nicht (da sollte man zumindest aufs Liniensignal schauen), zweitens gibt es auch innerhalb einer Linie Abweichungen, vor allem bei Autobuslinien.
Bei der S-Bahn hat man obendrein Bahnsteigsanzeigen (mit Liniennummern!) und Ansagen.
Bei der Straßenbahn ist das dasselbe und auch da sind die Leute schon oft verwirrt, wenn Kurzführungen angezeigt werden bzw. empört, wenn die Linie kurzgeführt wird ... Logik hilft da wenig, der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier! Und dass "bahn fahren" tatsächlich von vielen als kompliziert angesehen wird sieht man auch schön am SLogan der WESTbahn "wir machen bahn fahren wieder einfach" (oder so ähnlich.
Es machen sich eher viele Leute selbst zu kompliziert. Sieht man bei Fahrscheinautomaten, wo Leute anscheinend des Lesens nicht mächtig sind, wenn sie sie bedienen wollen.
Ein tatsächlicher Kritikpunkt an der S-Bahn ist auch das Linienschema nach Gänserndorf mit der S1, aber zurück nach Floridsdorf fährt man dann mit irgendwas anderem, als ob die meisten Leute in Gänserndorf über Wien Meidling hinausfahren würden!
Willst Du lieber mittendrin die Linienbezeichnung ändern?
Außerdem find ich das Konzept watscheneinfach: Die S1 bringt mich immer richtung Gänserndorf, d.h. ich muß nicht einmal überlegen, ob die Richtung überhaupt stimmt und der Zug mich ned versehentlich richtung Süden bringt. Denn nach Süden fährt ja eine andere Linie.
Ein weiterer ist die von Zeit zu Zeot wechselnden Linienbezeichnungen (S3/S4/S5) und die von Fahrplanperiode zu Fahrplanperiode wechselnden Außenastverknüpfungen. Würde man die U-Bahnen alle 5 Jahre umbennenen oder umfärben, würde sich ja auch niemand auskennen
Bei Buslinien macht man das doch auch ständig.
22.11.2011, 02:36#26
@ibi:
ich habe nur versucht die Ansicht vieler Fahrgäste auf den Punkt zu bringen, warum die S-Bahn nicht so bekannt und beliebt ist, wie sie es sein könnte!
Was man aus der S-Bahn machen könnte sieht man am Image der S45!
Ich kann mir auch oft nur an den Kopf greifen, was manche Leute nicht verstehen, trotzdem muss man sich überlegen, wie man einem Routinierten Autofarer die Vorzüge der Öffis schmackhaft machen kann!
Ich würde das zielgebundene Konzept aufgeben, die U1 heißt ja auch nicht U1 Richtung Norden und U11 in Richtung Süden! Es findet in Wien keine Anwendung bei Autobussen, Regionalbussen, Straßenbahnen und U-Bahnen, warum also bei S-Bahnen (im Übrigen auch nicht konsequent, siehe die wesentlich logischeren Linien S40, S45, S50, S60, S7 und S80).
Bei Autobuslinien macht man das auch nicht ständig, sondern eher selten und wenn dann ändert sich eher der unwesentliche Teil einer Linie (zB. 39A Heiligenstadt-Jägerstraße, 80B Taborstraße-Praterstern, 11A und 82A Krieau-Stadion), auch wenn sich sicherlich vereinzelte (!) Gegenbeispiele finden!
Dass die Wiener Linien und die ÖBB die S-Bahn unterschiedlich darstellen ist sicherlich auch nicht gerade sinnvoll, die ÖBB zeichnet die U1 ja auch rot und die U2 lila ein ... bei den Wiener Linien sind es ja nur blaue Linien, aber da fehlt eben eine gewisse Linientreue, ich meine welcher Wiener kennt schon die Farben aller S-Bahn-Linien und welcher Wiener kennt nicht alle Farben der Wiener U-Bahn-Linien? - Ich gestehe: ich kenne nicht einmal die Farbe der S45, welche ich fast täglich benutze!
ich habe nur versucht die Ansicht vieler Fahrgäste auf den Punkt zu bringen, warum die S-Bahn nicht so bekannt und beliebt ist, wie sie es sein könnte!
Was man aus der S-Bahn machen könnte sieht man am Image der S45!
Ich kann mir auch oft nur an den Kopf greifen, was manche Leute nicht verstehen, trotzdem muss man sich überlegen, wie man einem Routinierten Autofarer die Vorzüge der Öffis schmackhaft machen kann!
Ich würde das zielgebundene Konzept aufgeben, die U1 heißt ja auch nicht U1 Richtung Norden und U11 in Richtung Süden! Es findet in Wien keine Anwendung bei Autobussen, Regionalbussen, Straßenbahnen und U-Bahnen, warum also bei S-Bahnen (im Übrigen auch nicht konsequent, siehe die wesentlich logischeren Linien S40, S45, S50, S60, S7 und S80).
Bei Autobuslinien macht man das auch nicht ständig, sondern eher selten und wenn dann ändert sich eher der unwesentliche Teil einer Linie (zB. 39A Heiligenstadt-Jägerstraße, 80B Taborstraße-Praterstern, 11A und 82A Krieau-Stadion), auch wenn sich sicherlich vereinzelte (!) Gegenbeispiele finden!
Dass die Wiener Linien und die ÖBB die S-Bahn unterschiedlich darstellen ist sicherlich auch nicht gerade sinnvoll, die ÖBB zeichnet die U1 ja auch rot und die U2 lila ein ... bei den Wiener Linien sind es ja nur blaue Linien, aber da fehlt eben eine gewisse Linientreue, ich meine welcher Wiener kennt schon die Farben aller S-Bahn-Linien und welcher Wiener kennt nicht alle Farben der Wiener U-Bahn-Linien? - Ich gestehe: ich kenne nicht einmal die Farbe der S45, welche ich fast täglich benutze!
22.11.2011, 09:56#27
immerhin sind ja viele der Reisenden wahlberechtigt
Ähm, schau dir die Wahltendenzen an, und dann überleg bitte nochmal, ob Wahlberechtigung wirklich viel mit Reife und Kompetenz zu tun hat, ich sehe das nämlich etwas anders...
Schau dir an, was die Alten wählen, und dann überleg bitte nochmals, ob Wahlberechtigung wirklich viel mit Reife und Kompetenz zu tun hat.

22.11.2011, 10:41#28
Ich fahr jetzt wos Kalt draussen ist fast täglich die Relation Floridsdorf - Wien Mitte mit der S-Bahn
Ich finde Sie toll, in der früh mit fast 3 Minuten Takt muss man nie lang warten udn kann in jeden Zug einsteigen der Richtung Süden fährt - ich sehe daher das Problem nicht wirklich
Ich finde Sie toll, in der früh mit fast 3 Minuten Takt muss man nie lang warten udn kann in jeden Zug einsteigen der Richtung Süden fährt - ich sehe daher das Problem nicht wirklich

22.11.2011, 11:34#29
Was mich dabei wundert ist, daß es nimmer durchgesagt wird. Früher gabs auf der S-Bahn-Stammstrecke Durchsagen wie "Dieser Zug hält in allen Bahnhöfen und Haltestellen" bzw. "Dieser Zug hält in Wien Erzherzog-Karl-Straße und Wien Simmering." oder "Dieser Zug hält bis Wiener Neustadt in ...."Das hat man aufgelassen, als man überall die Infodisplays mit allen Abfahrtszeiten der nächsten Stunde(n) aufgehängt hat. Jetzt liest man die Haltestellen eben dort nach. Züge die nicht überall halten werden zusätzlich auf den Bahnsteigsanzeigen mit "hält nicht in allen Stationen" gekennzeichnet.
Wieso hat man das ersatzlos aufgelassen?
22.11.2011, 13:21#30
Ich fahr jetzt wos Kalt draussen ist fast täglich die Relation Floridsdorf - Wien Mitte mit der S-BahnDas Problem ist, dass das eben nicht alle wissen unter Anderem deshalb, weil die Wiener Linien die S-Bahnlinien nicht ordentlich darstellen in Ihren Netzplänen, die S-Bahn ist ja vermutlich auch besser als Ihr Ruf, aber wie zB ibi auch schrieb schicken einen die WIener Linien gerne von Floridsdorf nach Wien Mitte mit U6 und U4 (er dürfte sich dabei auf die Klebefolien beziehen, welche die Wiener Linien bei gewissen Veranstaltungen in einigen oder allen (?) Stationen aushängen, welche die "beste" Route markieren).
Ich finde Sie toll, in der früh mit fast 3 Minuten Takt muss man nie lang warten udn kann in jeden Zug einsteigen der Richtung Süden fährt - ich sehe daher das Problem nicht wirklich
Das Intervall von 3-9 Minuten ist auch subideal, niemand versteht wirklich warum man manchmal 9 minuten warten muss, wenn man dann doch wieder nur 3 Minuten warten muss und die Lücke am Matzleinsdorfer Platz gehört auch beseitigt, bleibt zu hoffen, dass dies mit Eröffnung des Hauptbahnhofes geschehen wird indem man die Pottendorfer Linie mit der S60 oder der S80 verknüpft, anstatt sie in die Stammstrecke zu führen!
(Vor einiger Zeit habe ich mich ja gefragt, ob jemand den Verlauf der einst geplante Linienführung des südlichen U6-Nord-Astes zur Traisengasse kennt ... also niemand im Forum? - hätte mich sehr interessiert!
EDIT: Lässt sich scheinbar aus einer Grafik aus dem Netzentwurf M rauslesen (bei der es den Ast nach Heiligenstadt nicht gegeben hätte): Währinger Straße/Voksoper wie gehabt, die Station Nussdorfer Straße auf Höhe der Alserbachstraße, Friedensbrücke, Wallensteinplatz, Traisengasse, über der Donau dann eine Station südlich der jetzigen Station "Neue Donau" und schließlich nach Floridsdorf ... so ganz durchdacht war das wohl noch nicht ... die Nussdorfer Straße und die Gürtelbögen nördlich von der Währinger Straße einfach stillzulegen ... und die Situation zwischen Michelbeuern und Nussdorfer Straße / Alserbachstraße wäre wegen der Steigung wohl auch nicht ideal gewesen, es sei denn man hätte bereits die Station Währinger Straße/Volksoper unter die Erde verlegt ...)
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von 38ger (22.11.2011, 13:44): Eigene Frage beantwortet
22.11.2011, 16:40#31
Bei Straßenbahnen wird auf den Netzplänen auch keine Doppel- oder Dreifachlinie eingezeichnet, nur weil mehrere Linien auf einer bestimmten Strecke fahren, warum also sollte es bei der S-Bahn anders sein?
Ich denke die Linienbezeichnung der S-Bahn könnte nicht logischer sein als sie es derzeit ist. Mit Ausnahme des Abschnitts zwischen Stockerau und Floridsdorf stellt sich außerhalb Wiens im übrigen nie die Frage welche die "richtige S-Bahn-Nummer" wäre, weil sowieso nur genau eine Linie in den Abschnitten fährt. Und das "Problem" von Kurzführungen könnte auf diese Weise auch nicht gelöst werden. Zugegeben, es ist innerhalb Wiens "lästig", wenn man es eilig hat und eine S-Bahn "gerade noch erwischen" könnte, dass es eine S6 oder S7 sein könnte, andererseits reichen 5 Sekunden und ein Blick auf irgendein Display um festzustellen, um welchen Zug es sich handelt. Bei Fernzügen springt man ja auch nicht einfach irgendwo auf und hofft den richtigen Zug zu erwischen... Und wenn jemand es nicht schafft sich auf diese Weise im ÖV zurecht zu finden, dann sollte man einen Führerscheinentzug in Erwägung ziehen, weil der/diejenige dann eigentlich auch nicht im Stande sein kann sich im IV richtig zu verhalten...
Bzgl. der Verbindung von S6 und S60/80: es könnte sein, dass die Verbindung zur Stammstrecke im Zuge der (völlig hirnrissigen) Umstellung von Links- auf Rechtsverkehr bereits soweit verändert wird, dass ein planmäßiger Verkehr nur mehr theoretisch denkbar ist, weil sonst die anderen Züge zu sehr beindert würden.
Ich denke die Linienbezeichnung der S-Bahn könnte nicht logischer sein als sie es derzeit ist. Mit Ausnahme des Abschnitts zwischen Stockerau und Floridsdorf stellt sich außerhalb Wiens im übrigen nie die Frage welche die "richtige S-Bahn-Nummer" wäre, weil sowieso nur genau eine Linie in den Abschnitten fährt. Und das "Problem" von Kurzführungen könnte auf diese Weise auch nicht gelöst werden. Zugegeben, es ist innerhalb Wiens "lästig", wenn man es eilig hat und eine S-Bahn "gerade noch erwischen" könnte, dass es eine S6 oder S7 sein könnte, andererseits reichen 5 Sekunden und ein Blick auf irgendein Display um festzustellen, um welchen Zug es sich handelt. Bei Fernzügen springt man ja auch nicht einfach irgendwo auf und hofft den richtigen Zug zu erwischen... Und wenn jemand es nicht schafft sich auf diese Weise im ÖV zurecht zu finden, dann sollte man einen Führerscheinentzug in Erwägung ziehen, weil der/diejenige dann eigentlich auch nicht im Stande sein kann sich im IV richtig zu verhalten...
Bzgl. der Verbindung von S6 und S60/80: es könnte sein, dass die Verbindung zur Stammstrecke im Zuge der (völlig hirnrissigen) Umstellung von Links- auf Rechtsverkehr bereits soweit verändert wird, dass ein planmäßiger Verkehr nur mehr theoretisch denkbar ist, weil sonst die anderen Züge zu sehr beindert würden.
22.11.2011, 20:25#32
An 38: Ich kann zwar nichts Definitives über den U6 Ast zur Traisengasse sagen, erinnere mich aber an Folgendes: In dieser Zeit war die Verwaltung noch von der Wahnidee besessen, man könne eine "autogerechte Stadt" kreieren. So gab es damals folgende Planung (die angeblich bereits weit fortgerschritten war): Eine Schnellstraße (autobahnmäßig) vom Gürtel etwa bei Michelbeuern abzweigend und als "Kahlschlag" zur Alserbachstraße von dort weiter zur Wallensteinstraße und das Gelände der Nordwestbahn querend zur Donau. Über diese und dann weiter Richtung Floridsdorf (Quelle: Diverse Berichte in den einschlägigen Massenmedien). Ein Bekannter, der im Bereich der Wiener Linien arbeitete (und zu dem ich keinen Kontakt mehr habe) berichtete mir damals, dass in diesem Fall geplant sei, eine U-Bahn unter dieser Schnellstraße zur Traisengasse zu führen (Anschluss an die S-Bahn). Die Ausbindung wäre dann im Bereich Michelbeuern erfolgt, da dort das Straßenniveau des inneren Gürtels sogar zum Teil über dem der Gleistrasse liege (siehe Ausbindung des 18G vor dem Krieg). Geblieben ist von der Wahnidee des MIV nur die Brigittenauer Brücke (aus politischen Gründen um die damals völlig marode Vöest zu stützen). Dass es damals mehrere solche Wahnideen gegeben hat, dürfte hier bekannt sein: Ausbau des Flötzersteigs als "Rennbahn" von der A1 nach Ottakring und Hernals (!!) und Ausbau der A1 im Wienflussbett bis zum Karlsplatz (!!!).
Grüße Öffi Freund
Grüße Öffi Freund
22.11.2011, 21:35#33
und die Lücke am Matzleinsdorfer Platz gehört auch beseitigt, bleibt zu hoffen, dass dies mit Eröffnung des Hauptbahnhofes geschehen wird indem man die Pottendorfer Linie mit der S60 oder der S80 verknüpft, anstatt sie in die Stammstrecke zu führen!Ja, so ist es geplant. Zwar halten dann alle Stammstreckenzüge am Matzleinsdorfer Platz, allerdings ist die derzeitige Einbindung der Pottendorfer Linie in die Stammstrecke vom Verkehrswert her doch viel sinnvoller als die vorgesehene Verknüpfung mit der S60!
Bzgl. der Verbindung von S6 und S60/80: es könnte sein, dass die Verbindung zur Stammstrecke im Zuge der (völlig hirnrissigen) Umstellung von Links- auf Rechtsverkehr bereits soweit verändert wird, dass ein planmäßiger Verkehr nur mehr theoretisch denkbar ist, weil sonst die anderen Züge zu sehr beindert würden.Wozu baut man dann diese aufwendige Überwerfung beim Matzleinsdorfer Platz?
23.11.2011, 01:39#34
Wozu baut man dann diese aufwendige Überwerfung beim Matzleinsdorfer Platz?Die Über- bzw- Unterwerfungen im Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs haben nichts mit Rechts- oder Linksverkehr zu tun. Sie dienen der Ermöglichung eines Richtungsbetriebes am Hauptbahnhof, also dass in dieselbe Richtung am selben Bahnsteig umgestiegen werden kann (siehe Station Längenfeldgasse, dort über- bzw. unterquert auch vor und nach der Station jeweils ein Gleis der U6 die Trasse der U4).
Informationen dazu:
http://hauptbahnhof-wien.at/de/Projekte/Bahnhof/Gleisanlagen/index.jsp
23.11.2011, 07:44#35
[...] Die Ausbindung wäre dann im Bereich Michelbeuern erfolgt, da dort das Straßenniveau des inneren Gürtels sogar zum Teil über dem der Gleistrasse liege (siehe Ausbindung des 18G vor dem Krieg). [...]Der Übergang des 18G von Straßenbahn auf Stadtbahn v.v. war aber bei der Gumpendorfer Straße!
23.11.2011, 07:58#36
Der Übergang des 18G von Straßenbahn auf Stadtbahn v.v. war aber bei der Gumpendorfer Straße!
Im Bereich Michelbeuern lag aber auch noch eine ebenerdige Schleife:
http://xover.htu.tuwien.ac.at/~tramway/fotoki…stria-fotos&msg=8413
Beste Grüße
VT
EDIT: Link ergänzt
23.11.2011, 14:36#37
VT 5081 hat recht. Es wurden Züge des 18G auch kurzgeführt, fädelten bei Michelbeuern aus, folgten dem Gefälle des Gürtels Richtung Währinger Straße und wendeten dann durch einen Bogen der Stadtbahntrasse (etwa bei der heute noch existierenden Kapelle) um dann über den Gürtelanstieg die Stadtbahntrasse auf der anderen Seite wieder zu erreichen. Auf alten Stadtplänen findest du diese Schleife eingezeichnet.
24.11.2011, 23:56#38
Danke für die Bilder, aber ich kann darauf nix lesen. Kannst du es nicht scannen, besser fotografieren oder abtippen??? Bildchen ansehen ist ja nett, aber bissl sinnlos. Bis auf die U1 Tafeln mit integrierter Uhr, die sehen heute betrachtet ziemlich witzig aus 
gehtjanx

gehtjanx
25.11.2011, 16:41#39
Man beachte die Beispiele:Wozu baut man dann diese aufwendige Überwerfung beim Matzleinsdorfer Platz?Die Über- bzw- Unterwerfungen im Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs haben nichts mit Rechts- oder Linksverkehr zu tun. Sie dienen der Ermöglichung eines Richtungsbetriebes am Hauptbahnhof, also dass in dieselbe Richtung am selben Bahnsteig umgestiegen werden kann (siehe Station Längenfeldgasse, dort über- bzw. unterquert auch vor und nach der Station jeweils ein Gleis der U6 die Trasse der U4).
Informationen dazu:
http://hauptbahnhof-wien.at/de/Projekte/Bahnhof/Gleisanlagen/index.jsp
1.: "Der ICE von Salzburg nach Budapest hält am selben Bahnsteig wie der an
der gegenüberliegenden Bahnsteigkante einfahrende railjet von Graz nach
Bratislava."
2.: "Der Interregio von St. Pölten nach Bruck/Leitha fährt neben einer S-Bahn von Wiener Neustadt nach Marchegg ein."
Wenn zumindest ein einziger Zug halbwegs realistisch wäre, aber bis die Strecke über Marchegg nach Bratislava elektrifiziert sein wird werden noch Lichtjahre vergehen ...
Zum "Interregio" ist ja nichts hinzuzufügen, bei der S-Bahn Wr.-Neustadt-Marchegg wäre ja noch die Führung über Floridsdorf-Gänserndorf denkbar, wenn die Züge über die Stammstrecke geführt würden, was aber nicht der Fall ist ... womit hier zumindest die Möglichketi einer "Diesel-S-Bahn" Wr. Neustadt - Marchegg übrigbleibt, was wir dann aber wohl doch nicht hoffen wollen!

25.11.2011, 17:16#40
Der Begriff "S-Bahn" hat mit Strom oder Diesel nichts zu tun. Auf der Marchegger Ostbahn fahren schon jetzt Dieselzüge de facto als S80 herum (Südbahnhof-Raasdorf mit Halt in allen Stationen), sie tragen lediglich die Bezeichnung "R".
Gerade bei jenen Zügen, die nicht überall stehen bleiben, wird das ja ebenfalls an den Displays vermerkt, also wer lesen kann ist klar im Vorteil! 