Straßenbahntunnel Schottentor - Oper (war: Vorrang für die U-Bahn-Linie 5)
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21.01.2012, 15:05#41
Barrierefreiheit... welch holdes Wort.
Rein haltestellenmäßig läge die Verlängerung in der Geraden, das heißt man könnte die üblichen "Gehsteigkanten" mit 15-20cm machen, damit hat man sogar eine Verbesserung gegenüber dem status quo in der Schleife.
Die Verlängerung wäre unbedingt so zu planen, dass zumindest der Haltestellenbereich NICHT signagesichert ist sondern auf Sicht gefahren wird, damit sind schienengleiche Übergänge möglich, die "Gehsteigkante" wird eben an zwei oder drei Stellen abgesenkt, einmal beim Zugang zur U2 und einmal am stadtseitigen Ende der Haltestelle. Hauptsache bei den meisten Türen des ULFs (idealerweise bei allen) ist eine passende Kante vorhanden. Die WL sind zwar Meister darin, es sich selbst unnötig schwer zu machen, aber wir müssen ihnen bei unseren Planspielchen ja nicht gerade eine Steilvorlage geben und versuchen sie im Voraus zu übertreffen. Ich bin eher dafür, die einfachste mögliche Lösung zu suchen.
Rein haltestellenmäßig läge die Verlängerung in der Geraden, das heißt man könnte die üblichen "Gehsteigkanten" mit 15-20cm machen, damit hat man sogar eine Verbesserung gegenüber dem status quo in der Schleife.
Die Verlängerung wäre unbedingt so zu planen, dass zumindest der Haltestellenbereich NICHT signagesichert ist sondern auf Sicht gefahren wird, damit sind schienengleiche Übergänge möglich, die "Gehsteigkante" wird eben an zwei oder drei Stellen abgesenkt, einmal beim Zugang zur U2 und einmal am stadtseitigen Ende der Haltestelle. Hauptsache bei den meisten Türen des ULFs (idealerweise bei allen) ist eine passende Kante vorhanden. Die WL sind zwar Meister darin, es sich selbst unnötig schwer zu machen, aber wir müssen ihnen bei unseren Planspielchen ja nicht gerade eine Steilvorlage geben und versuchen sie im Voraus zu übertreffen. Ich bin eher dafür, die einfachste mögliche Lösung zu suchen.
28.01.2012, 15:45#42
Die Verlängerung wäre unbedingt so zu planen, dass zumindest der Haltestellenbereich NICHT signagesichert ist sondern auf Sicht gefahren wird, damit sind schienengleiche Übergänge möglich, die "Gehsteigkante" wird eben an zwei oder drei Stellen abgesenkt, einmal beim Zugang zur U2 und einmal am stadtseitigen Ende der Haltestelle. Hauptsache bei den meisten Türen des ULFs (idealerweise bei allen) ist eine passende Kante vorhanden. Die WL sind zwar Meister darin, es sich selbst unnötig schwer zu machen, aber wir müssen ihnen bei unseren Planspielchen ja nicht gerade eine Steilvorlage geben und versuchen sie im Voraus zu übertreffen. Ich bin eher dafür, die einfachste mögliche Lösung zu suchen.Ja fein, dann haben wir wenigstens nicht einmal den Standard der alten Südtirolerplatz-Station erreicht (glaube das war 1969). Toll!

28.01.2012, 17:05#43
Und?!? Ziel dieses Bauwerks ist aus meiner Sicht nichts anderes, als eine Ringquerung ohne komplizierte Ausfädeleien zu bewerkstelligen. Und Gleisquerungen sind meiner Meinung nach bei weitem fahrgastfreundlicher als Passagen mit Stiegen und Liften!
Die Verlängerung wäre unbedingt so zu planen, dass zumindest der Haltestellenbereich NICHT signagesichert ist sondern auf Sicht gefahren wird, damit sind schienengleiche Übergänge möglich, die "Gehsteigkante" wird eben an zwei oder drei Stellen abgesenkt, einmal beim Zugang zur U2 und einmal am stadtseitigen Ende der Haltestelle. Hauptsache bei den meisten Türen des ULFs (idealerweise bei allen) ist eine passende Kante vorhanden. Die WL sind zwar Meister darin, es sich selbst unnötig schwer zu machen, aber wir müssen ihnen bei unseren Planspielchen ja nicht gerade eine Steilvorlage geben und versuchen sie im Voraus zu übertreffen. Ich bin eher dafür, die einfachste mögliche Lösung zu suchen.Ja fein, dann haben wir wenigstens nicht einmal den Standard der alten Südtirolerplatz-Station erreicht (glaube das war 1969). Toll!
28.01.2012, 21:17#44
Und?!? Ziel dieses Bauwerks ist aus meiner Sicht nichts anderes, als eine Ringquerung ohne komplizierte Ausfädeleien zu bewerkstelligen. Und Gleisquerungen sind meiner Meinung nach bei weitem fahrgastfreundlicher als Passagen mit Stiegen und Liften!
Hast du schon mal registriert, wie viele Menschen diese Passage benützen (und das nicht nur um in eine Straßenbahn zu steigen)? Das ist ein ständiges Hin-und-her-Gerenne. Und wie viele Linien möchtest du zwischen diesen Leuten durchbinden? Bildest du dir wirklich ein, dass sich diese Menschenmengen alle lieb und brav und konstruktiv dem Schienenverkehr gegenüber verhalten? Wer übernimmt denn die Verantwortung? Die Straßenbahnfahrer vielleicht? Fahrgastfreundlich gut und schön, aber wer bürgt für die Sicherheit der (zum Teil sicher disziplinlos) querenden Passanten, der Fahrgäste, der Fahrer? Nicht umsonst war schon am Südtiroler Platz vor rund 40 Jahren ein Queren nicht möglich. Und wenn du jetzt meinst, bei der jetzigen Schleife gibt es auch keine Sicherheitsvorkehrungen, so kann ich nur sagen, der Vergleich hinkt gewaltig, denn es gibt keinen Anreiz das Gleis zu queren: Gegenüber ist nur eine Betonwand. Und nicht zuletzt: Denkst du im Ernst, irgend eine zuständige Behörde würde einen derartigen Betrieb genehmigen? Wenn es dir nur um die Querung des Rings geht, die kannst du oberirdisch genau so gut haben, ohne untauglichen Klim-Bim unter der Erde. Nicht böse sein, aber ich halte die Idee 2-3 Linien einfach zwischen hunderten Passanten "shared space" spielen zu lassen für unrealistisch.
Gruß Öffi Freund

28.01.2012, 22:45#45
Nicht böse sein, aber ich halte die Idee 2-3 Linien einfach zwischen hunderten Passanten "shared space" spielen zu lassen für unrealistisch.
Dann empfehle ich dir mal die Kreuzung Quellenstraße/Favoritenstraße zu besuchen, wo sich das von dir als unrealistisch eingestufte Szenario tagtäglich problemlos abspielt (bei deutlich mehr Passanten!).

28.01.2012, 22:45#46
Und?!? Ziel dieses Bauwerks ist aus meiner Sicht nichts anderes, als eine Ringquerung ohne komplizierte Ausfädeleien zu bewerkstelligen. Und Gleisquerungen sind meiner Meinung nach bei weitem fahrgastfreundlicher als Passagen mit Stiegen und Liften!
Hast du schon mal registriert, wie viele Menschen diese Passage benützen (und das nicht nur um in eine Straßenbahn zu steigen)? Das ist ein ständiges Hin-und-her-Gerenne. Und wie viele Linien möchtest du zwischen diesen Leuten durchbinden? Bildest du dir wirklich ein, dass sich diese Menschenmengen alle lieb und brav und konstruktiv dem Schienenverkehr gegenüber verhalten? Wer übernimmt denn die Verantwortung? Die Straßenbahnfahrer vielleicht? Fahrgastfreundlich gut und schön, aber wer bürgt für die Sicherheit der (zum Teil sicher disziplinlos) querenden Passanten, der Fahrgäste, der Fahrer? Nicht umsonst war schon am Südtiroler Platz vor rund 40 Jahren ein Queren nicht möglich. Und wenn du jetzt meinst, bei der jetzigen Schleife gibt es auch keine Sicherheitsvorkehrungen, so kann ich nur sagen, der Vergleich hinkt gewaltig, denn es gibt keinen Anreiz das Gleis zu queren: Gegenüber ist nur eine Betonwand. Und nicht zuletzt: Denkst du im Ernst, irgend eine zuständige Behörde würde einen derartigen Betrieb genehmigen? Wenn es dir nur um die Querung des Rings geht, die kannst du oberirdisch genau so gut haben, ohne untauglichen Klim-Bim unter der Erde. Nicht böse sein, aber ich halte die Idee 2-3 Linien einfach zwischen hunderten Passanten "shared space" spielen zu lassen für unrealistisch.
Gruß Öffi Freund
Wie funktionieren nur Straßenbahnstrecken in Fußgängerzonen?!

29.01.2012, 09:01#47
Wie funktionieren nur Straßenbahnstrecken in Fußgängerzonen?!
Habe das selbst auf der Meidlinger Haupstraße noch erlebt, da ich dort gewohnt habe. War nicht so übel. Lässt sich aber mit dem "Reindl" nicht wirklich vergleichen und zwar aus folgenden Gründen:
1) In der Fußgängerzone flanieren die Leute eher entlang der Strecke (Geschäfte, Auslagen) und kreuzen nur bei Bedarf (Interessantes auf der anderen Straßenseite).
2) Die Fußgängerzonen haben keine Ballung von Menschen. D.h. im "Reindl" habe ich es mit Mengen auf kleinem Raum zu tun (Passanten, die gar nichts von der Straßenbahn wollen, Fahrgastströme die stoßweise aus der U2 kommen, etc.) und der Weg dieser Menschen führt kreuz und quer.
3) In der Fußgängerzone siehst du die Tram von weitem kommen und kannst dein Verhalten danach richten, hier würde sie (stadtauswärts) plötzlich aus einem Tunnel erscheinen und genau an jenem Punkt der Passage, wo die meisten Leute hin und her rennen.
Darum finde ich die Idee der "Reindl" Querung (unterirdisch) ohne Sicherheitsmaßnahmen nicht so bestechend. Abgesehen vom Kostenfaktor für eine technisch mögliche Untertunnelung der Herrengasse (siehe dazu meine früheren postings). Und wenns nur um die Ringquerung geht, das machen andere Linien auch oberirdisch (Liniwn 1, D). Um auf die Machbarkeit kurz zurück zu kommen: Da war ein posting, das bezweifelt hat, dass eine oberirdische Trasse in der Herrengasse Platz hat. Wenn dem wirklich so ist, wie stellt ihr euch dann eine unterirdische Trasse vor, die breitenmäßig viel mehr Platz braucht (Freiraum links und rechts, Konstruktionsstärke Tunnelwände links und rechts usw. Ich habe nichts gegen eine Straßenbahn in der Herrengasse, aber unterirdisch ist das verbratenes Geld (man denke allein an die U3 Unterquerung!). Ich habe manchmal das Gefühl, manche wünschen sich die "Reindl"-Querung nur, "weils halt so schön wär" (Erfüllung eines Traums).
Gruß Öffi Freund

Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Öffi Freund (29.01.2012, 09:04)
29.01.2012, 09:37#48
Wie funktionieren nur Straßenbahnstrecken in Fußgängerzonen?!
Habe das selbst auf der Meidlinger Haupstraße noch erlebt, da ich dort gewohnt habe. War nicht so übel. Lässt sich aber mit dem "Reindl" nicht wirklich vergleichen und zwar aus folgenden Gründen:
1) In der Fußgängerzone flanieren die Leute eher entlang der Strecke (Geschäfte, Auslagen) und kreuzen nur bei Bedarf (Interessantes auf der anderen Straßenseite).
Ich empfehle dir ein weiteres mal, zum Reumannplatz zu fahren! Im Kreuzungsbereich Quellenstr./Favoritenstr. kreuzen in den Spitzenzeiten pro Minute hunderte Leute die Gleise!
2) Die Fußgängerzonen haben keine Ballung von Menschen. D.h. im "Reindl" habe ich es mit Mengen auf kleinem Raum zu tun (Passanten, die gar nichts von der Straßenbahn wollen, Fahrgastströme die stoßweise aus der U2 kommen, etc.) und der Weg dieser Menschen führt kreuz und quer.
Am Reumannplatz ist das doch genauso der Fall. Unmittelbar vor dem angesprochenen Kreuzungplateau hast du den U1-Ausgang, wo alle paar Minuten eine ganze Menge an Leuten rauskommt, von denen viele danach gar nicht zur Bim wollen aber trotzdem auf eine Querung des Gleiskörpers angewiesen sind. Nicht zu vergessen die vielen Leute aus der FUZO Favoritenstraße.
3) In der Fußgängerzone siehst du die Tram von weitem kommen und kannst dein Verhalten danach richten, hier würde sie (stadtauswärts) plötzlich aus einem Tunnel erscheinen und genau an jenem Punkt der Passage, wo die meisten Leute hin und her rennen.
Dass hier entsprechende Baumaßnahmen getätigt würden, steht wohl außer Frage. Das Tunnelportal müsste ja nicht zwingend dort sein, wo jetzt der Trünkel steht, sondern könnte auch im Zuge einer Erweiterung der Passage etwas nach hinten verschoben werden. Den Bahnsteig der Straßenbahn (in FR stadtauswärts) könnte man dann direkt unter der Schottengasse anlegen und erst dort beginnen lassen, wo jetzt eben der Trünkel steht. So würde die Bim definitiv vor erreichen der Passage stehenbleiben.
29.01.2012, 10:31#49
Den Bahnsteig der Straßenbahn (in FR stadtauswärts) könnte man dann direkt unter der Schottengasse anlegen und erst dort beginnen lassen, wo jetzt eben der Trünkel steht. So würde die Bim definitiv vor erreichen der Passage stehenbleiben.
Das ist eine recht gute Idee, finde ich, wenn man die unterirdische Querung für notwendig erachtet. Für mich bleibt aber die Frage: "Brauchen wir das überhaupt?" Wenn wir schon immer wieder kritisieren, dass für den U-Bahn Bau Geld zum Fenster hinaus geschmissen wird, warum wollen wir dann dort eine? Denn die Tunnelkosten werden nicht kleiner, nur weil statt U-Bahn-Wagerln Straßenbahnwagerln durch fahren. Denn eine "herkömmliche" USTRAB-Trasse in einfacher Tieflage wie am Gürtel kannst du nicht bauen (z.B. U3 Querung!). Es wäre, wenn man schon das "Reindl" benützen will, zu untersuchen, ob bei dem zurückgesetzten Bahnsteig dann der breite Teil der Schottengasse noch lang genug ist um an die Oberfläche zu kommen. Kostenmäßig wäre die oberirdische Trasse Herrengasse-Augustinerstraße (mit wahrscheinlich notwendiger Schnürstelle zwischen Teinfaltstraße und Strauchgasse) m.M.n. die einzig realistische Lösung.
Gruß Öffi Freund

29.01.2012, 11:04#50
Genau aus diesen Kostengründen schreibe ich die ganze Zeit von einer Rampe so nah wie möglich innerhalb des Rings und anschließend Führung im Niveau... ansonsten hast du völlig recht!
Variante 2 ist Reindl zuschütten (nur den U2-Zugang mit neuen Abgängen belassen) und eine komplett oberirdische Führung. Wenn man allerdings nur ein oder zwei Linien durchbindet müsste man dann eine zweigleisige Schleife für die restlichen Linien bauen.
Variante 2 ist Reindl zuschütten (nur den U2-Zugang mit neuen Abgängen belassen) und eine komplett oberirdische Führung. Wenn man allerdings nur ein oder zwei Linien durchbindet müsste man dann eine zweigleisige Schleife für die restlichen Linien bauen.
29.01.2012, 16:14#51
Variante 2 ist Reindl zuschütten (nur den U2-Zugang mit neuen Abgängen belassen) und eine komplett oberirdische Führung.
Na ja, so radikal müsste es ja nicht sein. Ich sehe kein Hindernis, den Ring oberirdisch zu queren, solange die Querung entlang der südlichen Seite der Schottengasse erfolgt. Warum? Weil der Ring eine Einbahn Richtung Börse ist und die Straßenbahn somit in derselben Grünphase queren kann wie die Achse Währinger Straße-Schottengasse grün hat (und der MIV sich nicht aufpudeln muss!). Das "Reindl" könnte ruhig als Fußgänger- und Schleifen-Passage so wie es ist weiter bestehen (schließlich kostet ja auch der Abriss (oder das Zuschütten wie du es nennst) Geld. Allerdings würde ich, wenn es nach mir ginge, noch zwei weitere Maßnahmen setzen:
1) Eine eingleisige Verbindung Mölker Bastei-Schottengasse (gabs schon mal als Schleife der Linien 43 und 44 vor dem Bau des "Reindls") um eine Linienführung vom Ring Richtung Alser Straße / Währingerstraße zu ermöglichen (Gegenrichtung gibts ja schon). Da hats hier im Forum schon Diskussionen gegeben wie eine Linie 44 (über Südring) wieder zur jetzigen Linie einbiegen kann. Das war aber alles ein wenig krampfig. Am nächsten kam meinem Vorschlag noch der Lachkater, der (ähnlich wie bei der Abzweigung der Linie 9 am Gürtel) ein Gleis in die Nebenfahrbahn des Rings vorschlug. Da das m.M.n. Schwierigkeiten mit dem Radius geben könnte und eine eigene Ampelphase erfordern würde (MIV = kreisch!). Und was würde ich dort ums Eck führen? Die Verlängerung des 71ers (bis zur Börse nicht wirklich Bedarf, "Fahrgastbruch" beim Schottentor).
2) Zweigleisige Verbindung durch den Straßenzug Schwarzspanierstraße-Garnisongasse (gabs auch schon: Linien E2 und G2) mit Gleisdreiecken an beiden Enden: Dann kann ich mir nicht nur aussuchen, ob ich den 37 oder den 44 über den Südring fahren lasse, sondern ich kann im Notfall jeweils nur die obere oder die untere Schleife benützen. Übrigends: den 1er und den 44er würde ich - wie hier an anderer Stelle schon vorgeschlagen - ab J. N. Berger Platz abtauschen, damit Ottakring auch zum Schottentor kommt.
Beide Maßnahmen sind keine große Sache. Und was würde ich durch die Herrengasse durchbinden? Eine Linie 62-41 und - falls Verstärkung erforderlich - den relatv kurzen 42er bis zur Bösendorfer Schleife (Anschluss U1, U4 (U2 haben wir bereits beim Schottentor) und WLB. Mehr Linien würde ich mit Rücksicht auf die Schnürstelle (Verschlingung) in der Herrengasse nicht dort durchschicken!
Liebe Grüße Öffi Freund
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29.01.2012, 20:32#52
Rausgeschmissenes Geld sind Tunnels nur dort wo nichts ist und auch kaum jemals was sein wird, aber nicht im dichtbesiedelten Gebiet. Ein Tunnel vom Schottentor über Herrengasse zum Karlsplatz, egal ob U-Bahn oder Straßenbahn, ist die einzig vernünftige Lösung - wegen dem schnellen Vorankommen auf dieser Strecke,
und auch weil Straßenbahnen in Fußgängerzonen einfach nur stressig sind, man darf nicht vergessen daß sie ja auch von hinten kommen. Und selbst wenn sie von vorne kommen und man sie sieht - was ist wenn zb. am Glatteis mal jemand stolpert? Und viele Leute machen den Fehler "schnell noch rüber" zu wollen (noch dazu schauen sie dabei oft nur in eine Richtung), ausserdem sind so manche Leute (vielleicht Kinder oder Jugendliche, aber auch Erwachsene) leichtsinnig oder unvorsichtig, und es ist ziemlich unmenschlich sowas einfach mit "selber schuld, hätten aufpassen sollen" abzutun; wenn es welche aus dem eigenen Familien- oder Freundeskreis trifft wird man von da an wohl weniger geneigt sein sowas zu sagen. Klar ist es so daß man gefälligst aufzupassen hat, aber trotzdem gibt es Situationen des Lebens wo man die Gefahr nicht auch noch fördern braucht, und daher sage ich:
Straßenbahnen gehören nicht in Fußgängerzonen, und auch nicht in enge Straßen wo innerhalb der Gehwege keine Fahrbahn sondern nur Gleise sind (Unterschied zum Auto: der lange Bremsweg).
und auch weil Straßenbahnen in Fußgängerzonen einfach nur stressig sind, man darf nicht vergessen daß sie ja auch von hinten kommen. Und selbst wenn sie von vorne kommen und man sie sieht - was ist wenn zb. am Glatteis mal jemand stolpert? Und viele Leute machen den Fehler "schnell noch rüber" zu wollen (noch dazu schauen sie dabei oft nur in eine Richtung), ausserdem sind so manche Leute (vielleicht Kinder oder Jugendliche, aber auch Erwachsene) leichtsinnig oder unvorsichtig, und es ist ziemlich unmenschlich sowas einfach mit "selber schuld, hätten aufpassen sollen" abzutun; wenn es welche aus dem eigenen Familien- oder Freundeskreis trifft wird man von da an wohl weniger geneigt sein sowas zu sagen. Klar ist es so daß man gefälligst aufzupassen hat, aber trotzdem gibt es Situationen des Lebens wo man die Gefahr nicht auch noch fördern braucht, und daher sage ich:
Straßenbahnen gehören nicht in Fußgängerzonen, und auch nicht in enge Straßen wo innerhalb der Gehwege keine Fahrbahn sondern nur Gleise sind (Unterschied zum Auto: der lange Bremsweg).
29.01.2012, 22:36#53
Ok, lieber Josh, ist deine Meinung. Wie das technisch durchführbar ist, darüber zerbrichst du dir nicht den Kopf, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Straßenbahnen gehören nicht in Fußgängerzonen (so sagst du). Und was machen wir dann am Reumannplatz? Vergraben wir dann dort die Linie 6 (und 67 solange sie noch fährt) unter der U1? Und wie bauen wir den Herrengassen-Tunnel deiner Meinung nach? Vom "Reindl" weg, dessen Ausführung mit Schienen quer durch die Fußgängerpassage einer Bim in der Fußgängerzone gleich zu halten ist (siehe vorherige Beiträge, und nicht nur meine)? Widersprichst du dir da nicht selbst ein bisschen? Oder hast du dazu ohnedies keine Überlegungen angestellt? Langsam wird es fad, sich immer wieder mit Beiträgen zu beschäftigen, die alle anderen, vorher gegangenen zu ignorieren scheinen. Oder mit Goethe zu sprechen: "Getretner Quark wird breit, nicht stark." 

30.01.2012, 00:33#54
Als ob so ein Tunnel dort was völlig undurchführbares wäre.
Es ist klar daß das größere Umbauten erfordert. Vielleicht Rampe schon weiter vorne beginnen lassen. Und daß zwei Tunnel sich kreuzen gibt es auch sonst wo im Netz.
Aber mir ist auch rätselhaft wieso es nicht schon damals, als man die Schleife gebaut hat, zu Bauvorleistungen kam; die Verknüpfung der Linien die am Karlsplatz und Schottentor enden bietet sich doch geradezu an.
Es ist klar daß das größere Umbauten erfordert. Vielleicht Rampe schon weiter vorne beginnen lassen. Und daß zwei Tunnel sich kreuzen gibt es auch sonst wo im Netz.
Aber mir ist auch rätselhaft wieso es nicht schon damals, als man die Schleife gebaut hat, zu Bauvorleistungen kam; die Verknüpfung der Linien die am Karlsplatz und Schottentor enden bietet sich doch geradezu an.
30.01.2012, 10:23#55
Lieber Josh! Undurchführbar ist baulich so ziemlich gar nichts. Es ist nur eine Frage der Kosten-Nutzen-Rechnung. Und wenn ich der Ansicht bin, dass ich unbedingt eine direkte Verbindung zwischen Oper und Schottentor brauche (dass sich das anbietet (und immer angeboten hat), da gebe ich dir voll und ganz recht), so werde ich für die Lösung stimmen, die in Hinsicht auf die oben zitierte Rechnung die größten Realisierungschancen besitzt. Natürlich darf man auch träumen, aber wie heißt es so schön? "Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum." Und das hat mich bis zu einem gewissen Grad zum Realisten gemacht.
Warum keine baulichen Vorkehrungen (außer den beiden von mir schon zitierten Säulenreihen)? Hab zwar schon mal eine Vermutung dazu gepostet, sags aber gern noch einmal: Die Planung und der Bau des "Reindls" fällt in eine Zeit (1959 bis 1961) in der man dem damaligen Zeitgeist entsprechend meinte, man könne eine autogerechte Stadt herstellen. Straßenbahnen wurden als obsolet betrachtet und hatten in den Gedanken an die Zukunft nichts verloren (deswegen begann damals die Umstellungswelle auf Autobus). Also kam man davon ab um mehr oder minder teures Geld eine völlig neue Linie für dieses "veraltete" Verkehrsmittel zu bauen, änderte die ursprüngliche Planung ab und traf keine weiteren baulichen Vorkehrungen (wie immer die auch ausgesehen hätten). Die beiden Säulenreihen (konzipiert für die ursprünglich geplante Weiterführung) beließ man. Nicht weil man damals daran dachte, vielleicht die Verlängerung doch mal zu bauen, sondern weil sie der Umplanung nicht im Wege standen (wozu Geld für eine Umplanung dort ausgeben, wo keine erforderlich ist?).
Herzliche Grüße Öffi Freund
Warum keine baulichen Vorkehrungen (außer den beiden von mir schon zitierten Säulenreihen)? Hab zwar schon mal eine Vermutung dazu gepostet, sags aber gern noch einmal: Die Planung und der Bau des "Reindls" fällt in eine Zeit (1959 bis 1961) in der man dem damaligen Zeitgeist entsprechend meinte, man könne eine autogerechte Stadt herstellen. Straßenbahnen wurden als obsolet betrachtet und hatten in den Gedanken an die Zukunft nichts verloren (deswegen begann damals die Umstellungswelle auf Autobus). Also kam man davon ab um mehr oder minder teures Geld eine völlig neue Linie für dieses "veraltete" Verkehrsmittel zu bauen, änderte die ursprüngliche Planung ab und traf keine weiteren baulichen Vorkehrungen (wie immer die auch ausgesehen hätten). Die beiden Säulenreihen (konzipiert für die ursprünglich geplante Weiterführung) beließ man. Nicht weil man damals daran dachte, vielleicht die Verlängerung doch mal zu bauen, sondern weil sie der Umplanung nicht im Wege standen (wozu Geld für eine Umplanung dort ausgeben, wo keine erforderlich ist?).
Herzliche Grüße Öffi Freund

30.01.2012, 10:26#56
Aber mir ist auch rätselhaft wieso es nicht schon damals, als man die Schleife gebaut hat, zu Bauvorleistungen kam; die Verknüpfung der Linien die am Karlsplatz und Schottentor enden bietet sich doch geradezu an.
Damals, 1961, wäre das vollkommen unnötig gewesen, weil es noch ein vollwertiges Straßenbahnnetz gegeben hat. Verbindungen zwischen Schottentor und Karlsplatz konnten ja über 2er-Linie und Ring erfolgen. Das Jonas-Reindl wurde also wohl ganz bewusst so ausgelegt, dass es nur als Endstation dient.
Im übrigen funktionieren Straßenbahnen in Fußgängerzonen durchaus. Wirf z.B. einmal einen Blick nach Amsterdam, dort ist die Strecke auch noch quasi eingleisig (Schnürstellen), die Straßenbahn kommt also "unvorhersehbar" immer aus unterschiedlichen Richtungen ... und trotzdem stapeln sich dort, oh Wunder, nicht die Leichen...
30.01.2012, 10:51#57
Damals, 1961, wäre das vollkommen unnötig gewesen, weil es noch ein vollwertiges Straßenbahnnetz gegeben hat. Verbindungen zwischen Schottentor und Karlsplatz konnten ja über 2er-Linie und Ring erfolgen. Das Jonas-Reindl wurde also wohl ganz bewusst so ausgelegt, dass es nur als Endstation dient.EINE Straßenbahnverbindung zwischen Karlsplatz und Schottentor gibt es sogar heute noch, nennt sich 1

30.01.2012, 11:08#58
Damals, 1961, wäre das vollkommen unnötig gewesen, weil es noch ein vollwertiges Straßenbahnnetz gegeben hat. Verbindungen zwischen Schottentor und Karlsplatz konnten ja über 2er-Linie und Ring erfolgen. Das Jonas-Reindl wurde also wohl ganz bewusst so ausgelegt, dass es nur als Endstation dient.Ist klar. Aber die Einstellungswelle hatte damals bereits begonnen.
30.01.2012, 20:44#59
Im übrigen funktionieren Straßenbahnen in Fußgängerzonen durchaus. Wirf z.B. einmal einen Blick nach Amsterdam, dort ist die Strecke auch noch quasi eingleisig (Schnürstellen), die Straßenbahn kommt also "unvorhersehbar" immer aus unterschiedlichen Richtungen ... und trotzdem stapeln sich dort, oh Wunder, nicht die Leichen...
Aber wer mutwillig Argumente dagegen sucht, wird immer welche finden (siehe Josh bzgl. Glatteis
) 31.01.2012, 14:14#60
Bei deinem Vorschlag der oberirdischen Querung des Rings unter Beibehaltung der unteren Gleisanlagen stehen dir leider einige Dinge im Weg. Erstens ist die Ein- und Ausfädelung der Gleise zum Ring fast nur mit dem lästigen Schlenker Schwarzspanierstraße - Garnisongasse - Universitätsstraße möglich, es sei denn man opfert in der äußeren Schottengasse im Bereich der Rampe zwei Fahrspuren UND konstruiert für die Tramway eine Signallösung, die Flankenfahrten verhindert (vom Ring kommende Züge und aus dem Reindl kommende). Zweitens stehen die diversen Abgänge zur Passage an der Ringaußenseite teilweise ziemlich handfest im Weg.Variante 2 ist Reindl zuschütten (nur den U2-Zugang mit neuen Abgängen belassen) und eine komplett oberirdische Führung.
Na ja, so radikal müsste es ja nicht sein. Ich sehe kein Hindernis, den Ring oberirdisch zu queren, solange die Querung entlang der südlichen Seite der Schottengasse erfolgt. Warum? Weil der Ring eine Einbahn Richtung Börse ist und die Straßenbahn somit in derselben Grünphase queren kann wie die Achse Währinger Straße-Schottengasse grün hat (und der MIV sich nicht aufpudeln muss!). Das "Reindl" könnte ruhig als Fußgänger- und Schleifen-Passage so wie es ist weiter bestehen (schließlich kostet ja auch der Abriss (oder das Zuschütten wie du es nennst) Geld. Allerdings würde ich, wenn es nach mir ginge, noch zwei weitere Maßnahmen setzen:
1) Eine eingleisige Verbindung Mölker Bastei-Schottengasse (gabs schon mal als Schleife der Linien 43 und 44 vor dem Bau des "Reindls") um eine Linienführung vom Ring Richtung Alser Straße / Währingerstraße zu ermöglichen (Gegenrichtung gibts ja schon). Da hats hier im Forum schon Diskussionen gegeben wie eine Linie 44 (über Südring) wieder zur jetzigen Linie einbiegen kann. Das war aber alles ein wenig krampfig. Am nächsten kam meinem Vorschlag noch der Lachkater, der (ähnlich wie bei der Abzweigung der Linie 9 am Gürtel) ein Gleis in die Nebenfahrbahn des Rings vorschlug. Da das m.M.n. Schwierigkeiten mit dem Radius geben könnte und eine eigene Ampelphase erfordern würde (MIV = kreisch!). Und was würde ich dort ums Eck führen? Die Verlängerung des 71ers (bis zur Börse nicht wirklich Bedarf, "Fahrgastbruch" beim Schottentor).
2) Zweigleisige Verbindung durch den Straßenzug Schwarzspanierstraße-Garnisongasse (gabs auch schon: Linien E2 und G2) mit Gleisdreiecken an beiden Enden: Dann kann ich mir nicht nur aussuchen, ob ich den 37 oder den 44 über den Südring fahren lasse, sondern ich kann im Notfall jeweils nur die obere oder die untere Schleife benützen. Übrigends: den 1er und den 44er würde ich - wie hier an anderer Stelle schon vorgeschlagen - ab J. N. Berger Platz abtauschen, damit Ottakring auch zum Schottentor kommt.
Beide Maßnahmen sind keine große Sache. Und was würde ich durch die Herrengasse durchbinden? Eine Linie 62-41 und - falls Verstärkung erforderlich - den relatv kurzen 42er bis zur Bösendorfer Schleife (Anschluss U1, U4 (U2 haben wir bereits beim Schottentor) und WLB. Mehr Linien würde ich mit Rücksicht auf die Schnürstelle (Verschlingung) in der Herrengasse nicht dort durchschicken!
Liebe Grüße Öffi Freund
Was eine Verbindung Ring - 43er angeht gibt es meiner Meinung nach nur zwei sinnvolle Lösungen. Entweder bei der Grillparzerstraße in die äußere Nebenfahrbahn schwenken und von der nahezu gerade in die 43er-Schleife. Oder mitten auf freier Strecke direkt in die 43er-Schleife, da steht nur ein Mast handfest im Weg. Dafür gibt es dort nur die UVLSA von der EM-Kurzführung, bei der Grillparzerstraße ist eine Ampel.
Besser gefiele mir fast ein Gleis in der äußeren Schottengasse und ein Linksbogen vom inneren Ringgleis in eben dieses, nach der bestehenden Haltestelle. Dessen Einmündung in die 43er-Schleife erfordert allerdings eine Linksabbiegephase. Meiner Meinung nach ist dank Reindl dort alles komplett verhackt und verbaut.
Wenn man zwei Linien durchbindet, oder gar drei, könnte man allerdings eine der beiden Schleifen auflassen und alle verbleibenden Linien durch die selbe Schleife schicken.
Zur Innenstadtstrecke: die Herrengasse ist nicht der einzige Flaschenhals... die Schottengasse zwischen Helferstorferstraße und Freyung ist (mit Mühe und wenn man den Mehrzweckstreifen beseitigt) 5m von Gehsteig zu Gehsteig (soweit man das aus dem Stadtplan herausmessen kann). Die Herrengasse bis zur Bakngasse ist allerdings noch schlimmer (4m).