Geplante Straßenbahnstillegung in den 1960/1970er-Jahren
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15.04.2012, 01:20#21
Meines Wissen nach (bitte mich korrigieren, wenn es nicht stimmt) wollten die damaligen Wiener Verkehrsbetriebe den 11er gar nicht Einstellen-das Verhängnis war die Gleiskreuzung mit den Gleis von Wien Nord Frachtenbf. zur Donau-Uferbahn( siehe auch"Bahn im Bild79-die Verbindungsstrecken im Raume Wien"Seite73), das die ÖBB in den 1970er-Jahren elektrifizierten;weil die ÖBB bekanntlich mit einen anderen Stromsystem fahren als die Straßenbahn, mußte der 11er "weg".
.) Der 80er zum Lusthaus existiert weiter, ebenso der 11er
15.04.2012, 09:41#22
Meines Wissen nach (bitte mich korrigieren, wenn es nicht stimmt) wollten die damaligen Wiener Verkehrsbetriebe den 11er gar nicht Einstellen-das Verhängnis war die Gleiskreuzung mit den Gleis von Wien Nord Frachtenbf. zur Donau-Uferbahn( siehe auch"Bahn im Bild79-die Verbindungsstrecken im Raume Wien"Seite73), das die ÖBB in den 1970er-Jahren elektrifizierten;weil die ÖBB bekanntlich mit einen anderen Stromsystem fahren als die Straßenbahn, mußte der 11er "weg".Stimmt genau. Aber notwendig wäre das bei gutem Willen auch nicht gewesen: Die Haller Straßenbahn (Innsbrucker Linie 4, heute nicht mehr existent) kreuzte auch die elekrifizierte Westbahn, alledings schon mit ein bisschen technischem Aufwand.
15.04.2012, 09:54#23
Man konnte damals auch nicht ahnen, welche Bedeutung der 11er bekommen würde. Es genügte ja tagsüber der Betrieb mit Solo-B im 10 Min-Takt, in der HVZ wurden sie um einen Bw verstärkt.Der kurzzeitige Betrieb mit E1/c3 diente nur Einschulungsfahrten.Somit war die Umstellung auf Bus kein Problem. Und dass eines Tages die Gleisschleife Donaukai - Nordbahnhof verschwinden würde, konnte sich auch niemand vorstellen. Nachhaltigkeit war damals ein völlig unbekannter Begriff. Und genau an dieser "Nachhaltigkeit" wird auch die Verlängerung der Linie 0 zum F.Engels-Platz scheitern: Weil man ja nachhaltig Parkplätze sichern muss, deren Verlust man durch die Tramverlängerung befürchtet.
15.04.2012, 21:12#24
Und dass eines Tages die Gleisschleife Donaukai - Nordbahnhof verschwinden würde, konnte sich auch niemand vorstellen.Ist die jetzt eigentlich noch in Betrieb bzw. befahrbar und wenn ja, wann sie soll sie endgültig aufgelassen werden?
15.04.2012, 21:33#25
Ist nicht mehr in Betrieb. Beim Handelskai steckt die Haltscheibe drin.Und dass eines Tages die Gleisschleife Donaukai - Nordbahnhof verschwinden würde, konnte sich auch niemand vorstellen.Ist die jetzt eigentlich noch in Betrieb bzw. befahrbar und wenn ja, wann sie soll sie endgültig aufgelassen werden?
16.04.2012, 16:01#26
Stimmt genau. Aber notwendig wäre das bei gutem Willen auch nicht gewesen: Die Haller Straßenbahn (Innsbrucker Linie 4, heute nicht mehr existent) kreuzte auch die elekrifizierte Westbahn, alledings schon mit ein bisschen technischem Aufwand.
Gibt es nicht auch in Linz eine derartige Gleiskreuzung? Wo ist das Problem dabei?
16.04.2012, 16:08#27
Gibt es nicht auch in Linz eine derartige Gleiskreuzung?
Dort ist der Eisenbahn-Teil IIRC nicht elektrifiziert. :-)
Beste Grüße
VT
16.04.2012, 16:08#28
Wo ist das Problem dabei?
Wahrscheinlich § 15 (3) Straßenbahnverordnung:
(3) Straßenbahnstrecken dürfen Strecken anderer öffentlicher Eisenbahnen nicht höhengleich kreuzen.
16.04.2012, 16:10#29
Wo ist das Problem dabei?
Wahrscheinlich § 15 (3) Straßenbahnverordnung:
(3) Straßenbahnstrecken dürfen Strecken anderer öffentlicher Eisenbahnen nicht höhengleich kreuzen.
Das ist aber kein technisches Problem, sondern eine - meiner Ansicht nach ziemlich fragwürdige - Bestimmung. Und wie gesagt: m.W. gibt es in Linz noch eine solche Kreuzung. Und der zitierte Paragraph der Strab-VO sagt nichts darüber aus, dass er nur für elektrifizierte Strecken gilt. Übrigens stellt sich die Frage, ob nach diesem Paragraphen die Strecken privater Eisenbahnen schon höhengleich gekreuzt werden dürfen.

Edit: Zwei Sätze hinzugefügt.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Ferry (16.04.2012, 16:41)
16.04.2012, 16:43#30
Ich will jetzt nicht nachschauen, aber es gibt am Ende der StrabVo einen Passus, wonach bestimmte Bestimmungen in bestimmten Fällen nicht zur Anwendung kommen müssen, was in Linz der Fall war.
16.04.2012, 17:49#31
Ich will jetzt nicht nachschauen, aber es gibt am Ende der StrabVo einen Passus, wonach bestimmte Bestimmungen in bestimmten Fällen nicht zur Anwendung kommen müssen, was in Linz der Fall war.
Es ist §63 der der Behörde da recht großen Spielraum lässt:
§ 63. (1) Die Behörde kann im Einzelfall andere als in dieser Verordnung vorgeschriebene
Vorkehrungen zulassen, wenn den Erfordernissen der Sicherheit und Ordnung des Betriebes zumindest in
demselben Maße Rechnung getragen wird.
(2) Wenn es in Hinblick auf die Sicherheit und Ordnung des Betriebes erforderlich ist, kann die
Behörde im Einzelfall auch Maßnahmen vorschreiben, die über die Bestimmungen dieser Verordnung
hinausgehen.
In Linz gibt es ja sogar zwei Gleiskreuzungen, wobei eine davon erst 2008 (also schon unter der StrabVO 1999) im Rahmen der Verlängerung der Pöstlingbergbahn gebaut wurde. Allerdings sind beide nicht elektrifiziert.
17.04.2012, 08:09#32
In Linz gibt es ja sogar zwei Gleiskreuzungen, wobei eine davon erst 2008 (also schon unter der StrabVO 1999) im Rahmen der Verlängerung der Pöstlingbergbahn gebaut wurde. Allerdings sind beide nicht elektrifiziert.
Ich glaube aber nicht, dass die Elektrifizierung das Problem wäre. Es geht grundsätzlich um die Frage, ob - und falls ja, unter welchen Umständen - das Kreuzen von Straßenbahn- mit Eisenbahnstrecken zulässig ist. Und da sehe ich - eine entsprechende Regelung durch Lichtsignale vorausgesetzt - eigentlich kein Problem. Und technisch - wenn beide Strecken elektrifiziert sind - erst recht nicht; es bedarf ja nur eines ausreichend großen Isolierstückes im Kreuzungsbereich der Oberleitungsanlagen. Daher sprach ich auch von einer fragwürdigen Bestimmung; umso mehr, als - wie sich in Linz zeigt - diese ohnehin von der Behörde jederzeit außer Kraft gesetzt werden kann und auch wird.
17.04.2012, 12:17#33
- eine entsprechende Regelung durch Lichtsignale vorausgesetzt -
mW wurden in Linz zusätzlich zur Regelung durch Lichtsignale auch Schutzweichen vorgschrieben
17.04.2012, 12:30#34
- eine entsprechende Regelung durch Lichtsignale vorausgesetzt -
mW wurden in Linz zusätzlich zur Regelung durch Lichtsignale auch Schutzweichen vorgschrieben
Was ist hier mit Schutzweichen gemeint?
17.04.2012, 12:44#35
Außerdem gab es ja früher auch in Wien einige Gleiskreuzungen Straßenbahn/Vollbahn (360er in Rodaun, 32er auf der Pragerstraße, 158er mit der Verbindungsbahn, O mit der Verbindung Nord-Nordwestbahnhof, u.a.) und ich glaube gelesen zu haben, daß die Klagenfurter Straßenbahn die Südbahn Niveugleich gekreutzt hat. Was die Gleiskreuzung beim 11er betrifft, könnte ich mir Vorstellen daß man schon eine Lösung finden hätte Können (soferne man auch gewollt hätte . . nur wollten die Wr.Linien damals
??). Vielleicht ist meine Vorstellung etwas Laienhaft (also bitte mich jetzt nicht verdammen-bin kein Techniker
), aber was wäre wenn man genau dort, wo die Fahrdrähte zusammenkommen, bei der Vollbahn einen Glasfieber-Streckentrenner einbaut, der genau solange ist, daß das Schleifstück von der Straßenbahn links und rechts die Vollbahnfahrdräte nicht berührt (zzgl. natürlich Sicherheitsabstand wegen Überschlag). Einziger Nachteil wäre, daß die Vollbahn diese Kreuzung mit Schwung durchfahren müßte (was kein so schlimmes Problem sein kann, weil Glasfieber-Streckentrenner sind ja recht zahlreich verbaut).
??). Vielleicht ist meine Vorstellung etwas Laienhaft (also bitte mich jetzt nicht verdammen-bin kein Techniker
), aber was wäre wenn man genau dort, wo die Fahrdrähte zusammenkommen, bei der Vollbahn einen Glasfieber-Streckentrenner einbaut, der genau solange ist, daß das Schleifstück von der Straßenbahn links und rechts die Vollbahnfahrdräte nicht berührt (zzgl. natürlich Sicherheitsabstand wegen Überschlag). Einziger Nachteil wäre, daß die Vollbahn diese Kreuzung mit Schwung durchfahren müßte (was kein so schlimmes Problem sein kann, weil Glasfieber-Streckentrenner sind ja recht zahlreich verbaut). 17.04.2012, 12:55#36
Was ist hier mit Schutzweichen gemeint?Die Schutzweichen dienen als Flankenschutz und sollen eine Kollision zwischen einer PBB-Garnitur und der Vollbahn vermeiden.
Grundstellung der Weiche --> Richtung Prellbock
Bildquelle
21.05.2012, 10:22#37
Außerdem gab es ja früher auch in Wien einige Gleiskreuzungen Straßenbahn/Vollbahn (360er in Rodaun, 32er auf der Pragerstraße, 158er mit der Verbindungsbahn, O mit der Verbindung Nord-Nordwestbahnhof, u.a.)Da gab es noch die Kreuzung der Linie 72 auf der Simmeringer Hauptstraße kurz vor Schwechat (heute Unterführung). Die hatte für die Straßenbahntrasse sogar einen niedlichen, eigenen Bahnschranken (neben dem Hauptschranken für die Fahrbahn). Auch dieser Kreuzung machte die ÖBB Elektrifizierung den Garaus (was natürlich nicht notwendig gewesen wäre).