Unbenutzte Gleise auf Schwedenbrücke
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19.05.2012, 12:08#1
Hallo!
Ich hoffe, ihr könnt meinem Gedächtnis auf die Sprünge helfen. Auf der Schwedenbrücke gibt es unbenützte Straßenbahngleise. Wurden die je benutzt und wenn ja, von welcher Linie? Ich weiß, die Einstellung des N und des 21er ist nicht lange her, aber könnte es einer der beiden gewesen sein?
Ich hoffe, ihr könnt meinem Gedächtnis auf die Sprünge helfen. Auf der Schwedenbrücke gibt es unbenützte Straßenbahngleise. Wurden die je benutzt und wenn ja, von welcher Linie? Ich weiß, die Einstellung des N und des 21er ist nicht lange her, aber könnte es einer der beiden gewesen sein?
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von danielb (19.05.2012, 12:13)
19.05.2012, 12:17#2
Also diese Gleise sind von der ehemaligen Linie 21, zur Zeit wird dieses Gleis noch etwas adaptiert dort fährt dann die Ersatzlinie für die U1 die Linie 68 von Otto Probst Platz bis Schwedenplatz. Es fehlt noch die Oberleitung soviel ich heute gesehen habe
19.05.2012, 15:30#3
Kleiner historischer Ausflug: Bis zum Bau der U1, als es in der Praterstraße noch eine Straßenbahn gab, lagen auf der Schwedenbrücke 2 Gleise: Dort kamen jene Linien bis zum Ende der Praterstraße, die dann am Kai Richtung Schottenring weiter fuhren (Ak, Bk, in der HVZ 24k und 25k) und fuhren über die Schwedenbrücke zum Kai (die zum Stubenring fahrenden Linien A, B, 24R und 25R) benützten die Aspernbrücke bei der Urania.
19.05.2012, 20:39#4
Sofern nicht mein bisheriger Wissensstand und die Informationen im Straßenbahnjournal-Wiki falsch sind, fuhren auch die zuerst über den Kai verkehrenden Ring-Rund-Linien über die Aspern- und nicht über die Schwedenbrücke.
19.05.2012, 22:16#5
Sofern nicht mein bisheriger Wissensstand und die Informationen im Straßenbahnjournal-Wiki falsch sind, fuhren auch die zuerst über den Kai verkehrenden Ring-Rund-Linien über die Aspern- und nicht über die Schwedenbrücke.Das stimmt so - die Route Praterstraße - Schwedenbrücke wurde nur in Ausnahmefällen befahren.
20.05.2012, 06:56#6
Das stimmt so - die Route Praterstraße - Schwedenbrücke wurde nur in Ausnahmefällen befahren.Das stimmt nur ab einem gewissen Zeitpunkt (den ich aber erst aus den Unterlagen heraus suchen muss). In den Fünfzigerjahren (so weit zurück meinte ich) herrschte dort schon Linienbetrieb.
20.05.2012, 08:08#7
Lt. dem Wienplan von 1953 / 1956 verkehrte die Linie C in beiden Richtungen über die Schwedenbrücke. Weiters, wenn ich es richtig lese, die Linie O.
20.05.2012, 13:29#8
Lt. dem Wienplan von 1953 / 1956 verkehrte die Linie C in beiden Richtungen über die Schwedenbrücke. Weiters, wenn ich es richtig lese, die Linie O.Passt!
Das stimmt nur ab einem gewissen Zeitpunkt (den ich aber erst aus den Unterlagen heraus suchen muss). In den Fünfzigerjahren (so weit zurück meinte ich) herrschte dort schon Linienbetrieb.Sorry! Habe mich geirrt! Die Praterstraße war im Bereich zwischen Aspernbrückengasse und Schwedenbrücke tatsächlich ohne regelmäßigen Linienverkehr. Das Gedächtnis hat mir einen Streich gespielt: Den Linienverkehr gab es nach 1945 nur 1966, als die Aspernbrücke und der J.Raab-Platz umgebaut wurden (möglicherweise auch mal zwischendurch bei besonderen Anlässen. (Quelle: Bahn im Bild, die wiener Buchstabenlinien)

21.05.2012, 10:42#9
Sorry! Habe mich geirrt! Die Praterstraße war im Bereich zwischen Aspernbrückengasse und Schwedenbrücke tatsächlich ohne regelmäßigen Linienverkehr. Das Gedächtnis hat mir einen Streich gespielt: Den Linienverkehr gab es nach 1945 nur 1966, als die Aspernbrücke und der J.Raab-Platz umgebaut wurden (möglicherweise auch mal zwischendurch bei besonderen Anlässen. (Quelle: Bahn im Bild, die wiener Buchstabenlinien)
Dass aber die Schwedenbrücke früher planmäßig zweigleisig befahren wurde, stimmt trotzdem: die befuhr nämlich bis 1973 - bis zu ihrer Umlenkung über Praterstern - die Linie O.
21.05.2012, 11:15#10
Dass aber die Schwedenbrücke früher planmäßig zweigleisig befahren wurde, stimmt trotzdem: die befuhr nämlich bis 1973 - bis zu ihrer Umlenkung über Praterstern - die Linie O.Ja natürlich. Drum habe ich ja zum posting zuvor auch "passt" gesagt. Denn da war ja auch seinerzeit noch die Linie C (die dem Bau des Jonas-Reindls zum Opfer gefallen ist (+ 13.02.1960)). Gruß Öffi Freund

21.05.2012, 16:25#11
Seinerzeit fuhren etliche Linien dort im Laufe der Jahre. Aber der O war die Letzte und erschien mir deshalb erwähnenswert. Die Haltestelle FR Favoriten war übrigens mitten auf der Brücke!Dass aber die Schwedenbrücke früher planmäßig zweigleisig befahren wurde, stimmt trotzdem: die befuhr nämlich bis 1973 - bis zu ihrer Umlenkung über Praterstern - die Linie O.Ja natürlich. Drum habe ich ja zum posting zuvor auch "passt" gesagt. Denn da war ja auch seinerzeit noch die Linie C (die dem Bau des Jonas-Reindls zum Opfer gefallen ist (+ 13.02.1960)). Gruß Öffi Freund
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Ferry (21.05.2012, 16:38)
21.05.2012, 16:35#12
Seinerzeit fuhren etliche Linien dort im Laufe der Jahre. Aber der O war die Letzte und erschient mir deshalb erwähnenswert. Die Haltestelle FR Favoriten war übrigens mitten auf der Brücke!Klar. War ja auch nicht als Kritik gemeint. Ich habe nur den Zeitraum ab 1945 betrachtet. Wenn man die "eingestellten Straßenbahnlinien in Wien" liest, dann kann man nur staunen, was da alles drüber gerumpelt ist. Lieben Gruß Öffi Freund

21.05.2012, 18:36#13
Zitat von »Ferry« Dass aber die Schwedenbrücke früher planmäßig zweigleisig befahren wurde, stimmt trotzdem: die befuhr nämlich bis 1973 - bis zu ihrer Umlenkung über Praterstern - die Linie O. Ja natürlich. Drum habe ich ja zum posting zuvor auch "passt" gesagt. Denn da war ja auch seinerzeit noch die Linie C (die dem Bau des Jonas-Reindls zum Opfer gefallen ist (+ 13.02.1960)). Gruß Öffi Freund
Meiner Erinnerung fuhr aber der C-Wagen, jedenfalls aber seine "Nachfolgelinie" 24 und später 16 über die Marienbrücke und Gredlerstraße zur Taborstraße.
21.05.2012, 18:52#14
Meiner Erinnerung fuhr aber der C-Wagen, jedenfalls aber seine "Nachfolgelinie" 24 und später 16 über die Marienbrücke und Gredlerstraße zur Taborstraße.Stimmt so! Als wir als Gymnasiasten im alten Dianabad (voll funktionsfähig in einem Ruinenbau) Schwimmunterricht hatten, war der Treffpunkt vor dem Seiteneingang nahe der Kurve von der Gredlerstraße zur Marienbrücke. Schüler, die mit der Straßenbahn kamen, sprangen kühn in dieser Kurve ab, um sich den Fußweg von der Hst. zum Badeingang zu sparen.
21.05.2012, 21:08#15
Meiner Erinnerung fuhr aber der C-Wagen, jedenfalls aber seine "Nachfolgelinie" 24 und später 16 über die Marienbrücke und Gredlerstraße zur Taborstraße.Werde in meinen Unterlagen kramen. Hat sicher Gültigkeit, wahrscheinlich erinnere ich mich an frühere Zeiten (Bin Jahrgang 1947). Die kriegszerstörte Marienbrücke war die letzte die wieder aufgebaut wurde. Bis zu dem Zeitpunkt spielte sich alles auf der Schwedenbrücke ab. Werde versuchen herauszufinden, ab wann die wieder befahrbar war.
21.05.2012, 21:08#16
Zitat von »Ferry« Dass aber die Schwedenbrücke früher planmäßig zweigleisig befahren wurde, stimmt trotzdem: die befuhr nämlich bis 1973 - bis zu ihrer Umlenkung über Praterstern - die Linie O. Ja natürlich. Drum habe ich ja zum posting zuvor auch "passt" gesagt. Denn da war ja auch seinerzeit noch die Linie C (die dem Bau des Jonas-Reindls zum Opfer gefallen ist (+ 13.02.1960)). Gruß Öffi Freund
Meiner Erinnerung fuhr aber der C-Wagen, jedenfalls aber seine "Nachfolgelinie" 24 und später 16 über die Marienbrücke und Gredlerstraße zur Taborstraße.
Das stimmt offensichtlich für 1956, 1953 lief der gesamte Verkehr in beiden Richtungen noch über die Schwedenbrücke, wenn der damalige Plangestimmt hat.
21.05.2012, 21:20#17
Das stimmt offensichtlich für 1956, 1953 lief der gesamte Verkehr in beiden Richtungen noch über die Schwedenbrücke, wenn der damalige Plangestimmt hat.Hat ihn schon! Die Marienbrücke wurde erst am 25. Oktober 1953 durch Bürgermeister Franz Jonas eröffnet. Bis dorthin lief alles über die Schwedenbrücke.
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22.05.2012, 08:04#18
War das nicht die Salztorbrücke, die einen Fußgängersteg ersetzte?
Die kriegszerstörte Marienbrücke war die letzte die wieder aufgebaut wurde.
Bei der Gelegenheit: Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass die Hollandstraße deshalb so breit ist, weil in ihr einmal eine Straßenbahn fahren sollte. Stimmt das?
22.05.2012, 08:56#19
So gesehen, haben wir also beide Recht! An 1953 kann ich mich allerdings zwangsläufig nicht erinnern, aber sobald ich der Kunst des Lesens und Schreibens mächtig war, konnte ich bald alle Bim-Strecken auswendig. Hätte es damals schon "Wetten, daß" gegeben, hätte ich mich für die Kinderwette bewerben können...
Auch die Dianabad-Ruine sehe ich noch vor meinem geistigen Auge; die letzte Brücke über den Donaukanal, die wiederhergestellt wurde, war übrigens die Salztorbrücke. In jenem Stadtplan, den wir in der 2.Klasse Volksschule (1956) für den Heimatkundeunterricht bekamen, war sie noch als "zerstört" eingezeichnet.
Auch die Dianabad-Ruine sehe ich noch vor meinem geistigen Auge; die letzte Brücke über den Donaukanal, die wiederhergestellt wurde, war übrigens die Salztorbrücke. In jenem Stadtplan, den wir in der 2.Klasse Volksschule (1956) für den Heimatkundeunterricht bekamen, war sie noch als "zerstört" eingezeichnet.
22.05.2012, 09:12#20
War das nicht die Salztorbrücke, die einen Fußgängersteg ersetzte?Salztorbrücke ist richtig (1960). Ich habe mit der Marienbrücke die letzte Brücke, die Schienen trägt, gemeint. Die Sache mit der Hollandstraße ist mir neu, aber unmöglich ist sie auch nicht. Ich werde wieder mal in meinen Unterlagen kramen. Gruß Öffi Freund
Bei der Gelegenheit: Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass die Hollandstraße deshalb so breit ist, weil in ihr einmal eine Straßenbahn fahren sollte. Stimmt das?
