Zukunftsvision Verbindung Heiligenstadt - Floridsdorf und Folgeprojekte

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21.05.2012, 21:26#21
Wer die täglichen Staus in der Barawitzkagasse, Gunoldstraße und der Nordbrücke kennt, sollte das Fehlen einer direkten öffentlichen Verbindung zwischen den Bezirken 19 und 21 nicht in Frage stellen. Diese Relation ist im Moment wirklich nicht attraktiv und würde, je nach Destination, mindestens dreimaliges Umsteigen erfordern.

Wie schon vorher geschrieben wäre man gezwungen mind. 3 mal umzusteigen, um vom 19. (angenommener Ausgangspunkt zwischen Unterdöbling und Heiligenstadt - sprich: die Hauptstauzone) in den 21. zu kommen.

Wie kommst du darauf, dass für eine Fahrt vom 19. in den 21. Bezirk mindestens ein dreimaliges Umsteigen erforderlich wäre? Liegt das Ziel an der Linie 31, der U6 oder der Schnellbahn-Stammstrecke (die einen nicht unerheblichen Teil von Floridsdorf abdecken), dann muss maximal zweimal umgestiegen werden:

Regionalbusse aus Klosterneuburg (- D/U4) - U6
D - U6
37 - U6
38 - U6
U4 - U6/Schnellbahn-Stammstrecke
U6 (die Station Spittelau liegt im Einzugsbereich der südöstlichen Bezirksteile von Döbling)
S45 - U6/Schnellbahn-Stammstrecke
10A - D/37/38/U4/S45/11A/35A/39A - U6(/31/Schnellbahn-Stammstrecke/)
11A - 31/U6/Schnellbahn-Stammstrecke
35A - U6
38A - D/U4/11A/39A - U6(/Schnellbahn-Stammstrecke)
39A - 31/U6
43A - 43 - U6
21.05.2012, 21:47#22
Meine Formulierung war falsch, da ich einige Verkehrswege vermischt habe und einem Denkfehler anheim gefallen bin. Mea culpa. :( Ich werde diese auch sofort ausbessern.
Die Anbindung an den 31er ist im Moment allerdings nur durch den 39A gewährleistet (den 11A lasse ich wegen der geringen Bedeutung für "Zentraldöbling" außer acht), die im Juli aber durch den 5B gekappt wird.
21.05.2012, 21:49#23
Ich kann dem Wunsch nach einer Verbindung Döbling - Floridsdorf nur zustimmen, da ich denke, dass sich durch eine direkte Linie der Modal Split in dieser Relation noch deutlich für den ÖV verbessern lässt. Konkret habe ich bisher immer an eine 10A-Verlängerung gedacht (teilweise mit Busspur), ob eine Straßenbahn auf dieser Relation sinnvoll ist, weiß ich nicht.
22.05.2012, 00:01#24
Für die Relation Heiligenstadt - Floridsdorf gibt es S45 und U6/S-Bahn, ich denke das reicht aus. Ich würde eher befürworten, die Linie 11A auf Straßenbahn umzustellen (oder einen verlängerten O nach Heiligenstadt führen).
22.05.2012, 07:59#25
Zitat von schienenchaos
Wo kommen die her? Wo wollen die hin? Tatsächlich nach Floridsdorf? Und wo dort?

Wenn man sich in der HVZ in Döbling bewegt, erkennt man, dass die letzten Ausläufer des Staus auf der Nordbrücke/Gunoldstraße in der Krottenbachstraße zu finden sind und sich auch dort teilweise bis zur S-Bahnhaltestelle erstreckt. In weiterer Folge fahren die meisten via Gunoldstraße-Nordbrücke in den 21./22.
Ja, klar fahren sie in den 21./22. - weil die Nordbrücke selber in den 21. führt, und die Donauuferautobahn auch noch in den 22.(es fahren ja auch nicht alle Autos der A23 Richtung Süden nach Liesing weil sie durch Liesing fahren...) Das allein sagt aber nichts über die Qantität des Ziel- und Qellverkehrs in diesen beiden Bezirken bezüglich des 19.Bezirks (Ziel/Quelle liegen wohl auch außerhalb Wiens jenseits der transdanubischen Bezirke!), noch sagt es darüber etwas aus, ob ich diesen Ziel/Quellverkehr mit einer Straßenbahnlinien Floridsdorf - Heiligenstadt erfolgreich abwickeln kann.
Nochmals: ich negiere ja nicht grundsätzlich die Sinnhaftigkeit einer Verbindung Floridsdorf - Döbling, denke aber, eine Straßenbahn ist (derzeit) eine etwas zu große Kanonenkugel... falls jemand konkrete Zahlen hat, die so etwas rechtfertigen - OK! :)

Zitat von Öffi Freund
Zitat von 317
Weil ich es für illusorisch und realitätsfremd halte, die Gunoldstraße für den Individualverkehr zu sperren, dass verlagert den Stau nur, löst ihn aber nicht auf.

Die brauchst du nicht sperren. Auf der Brücke gibt es 5 MIV Spuren (2 Richtung Döbling, 3 Richtung Brigittenau). Die einzig schmale Stelle ist die Unterführung (insgesamt 3 Spuren).
Und warum glaubst du, staut sich der Verkehr in der Gunoldstraße und Muthgasse??? Wegen viel Verkehr und vieler Ampeln! Die Ampeln wirst du schwerlich wegkriegen (MIV ist KEIN optimal selbstregulierendes System ;) ), den Verkehr auch nicht einfach. Laut deiner Idee würde außerdem die Straßenbahn genau durch die dreispurige Unterführung gehen.

Zitat von Öffi Freund
Zitat von 317
Vielleicht wäre Adalbert Stifter Straße - Klosterneuburger Straße verkehrswirksamer? Oder gar Forsthausstraße? Beide genannten Straßenzüge sind mit ausreichender Verve mit Straßenbahngleisen belegbar - wenngleich mit ein wenig Umweg. Das meinst du doch hoffentlich ironisch? Erste Variante ein U-Hakerl wie beim 12A, zweite Variante: Da kannst du die Zufahrt zur Begleitstraße dann tatsächlich für den MIV sperren bevor du auf die Gunoldstraße kommst. Der Fasching beginnt doch erst im November?
Teilweise :P - aber warum wäre das so undenkbar (ok, abgesehen von der Fahrzeitverlängerung)? Die Erschließungswirkung in der Lorenz Müller Gasse ist enden wollend.
22.05.2012, 09:25#26
Teilweise - aber warum wäre das so undenkbar (ok, abgesehen von der Fahrzeitverlängerung)? Die Erschließungswirkung in der Lorenz Müller Gasse ist enden wollend.
Die Fahrtzeitverlängerung bei der Forsthausgasse wäre ok. Aber wie bringst du die Bim vom Ende derselben zur Gunoldstraße ohne mit der Zu- und Abfahrt zur und von der Donaukanalbegleitstraße zu kollidieren. Dazu ist mir nichts eingefallen. Den doch ein wenig an ein U-Hakerl erinnernden Weg über Adalbert-Stifter-Straße und Klosterneuburger Straße halte ich in puncto Linienführung doch etwas gewagt.

Laut deiner Idee würde außerdem die Straßenbahn genau durch die dreispurige Unterführung gehen.
Ja das ist die Schwachstelle. Besser wäre natürlich ein Gleis über die Muthgasse zu führen (dann wären in der Unterführung nur 1 Gleis plus ein Fahrstreifen in jeder Richtung, was ich vertretbar finde), ABER: Durch die Unterführung Mooslackengasse bringst du keine Tram durch (zu niedrig) also müßte die den Umweg über Amtshaus und Q19 nehmen. Und ob das wünschenswert ist? Die Frage wäre noch ob es möglich ist, die Unterführung einzutiefen (das würde aber einigen Aufwand bei der Kanalisation bringen, denn die ist bereits jetzt bei Starkregen im A...)
22.05.2012, 09:58#27
Teilweise - aber warum wäre das so undenkbar (ok, abgesehen von der Fahrzeitverlängerung)? Die Erschließungswirkung in der Lorenz Müller Gasse ist enden wollend.
Die Fahrtzeitverlängerung bei der Forsthausgasse wäre ok. Aber wie bringst du die Bim vom Ende derselben zur Gunoldstraße ohne mit der Zu- und Abfahrt zur und von der Donaukanalbegleitstraße zu kollidieren. Dazu ist mir nichts eingefallen. Den doch ein wenig an ein U-Hakerl erinnernden Weg über Adalbert-Stifter-Straße und Klosterneuburger Straße halte ich in puncto Linienführung doch etwas gewagt.
Hm, jetzt fährt doch dort auch ein Gelenkbus umher, dort gibt es wunderschöne Kreuzungen mit Lichtzeichenanlagen geregelt, ausreichend breite Straßen (eigener Gleiskörper geht sich halt nicht unbedingt aus).

Den doch ein wenig an ein U-Hakerl erinnernden Weg über Adalbert-Stifter-Straße und Klosterneuburger Straße halte ich in puncto Linienführung doch etwas gewagt.
Ich eh auch - wie überhaupt eine Straßenbahn Floridsdorf - Heiligenstadt an sich.. :rolleyes:

Laut deiner Idee würde außerdem die Straßenbahn genau durch die dreispurige Unterführung gehen.
Ja das ist die Schwachstelle. Besser wäre natürlich ein Gleis über die Muthgasse zu führen (dann wären in der Unterführung nur 1 Gleis plus ein Fahrstreifen in jeder Richtung, was ich vertretbar finde), ABER: Durch die Unterführung Mooslackengasse bringst du keine Tram durch (zu niedrig) also müßte die den Umweg über Amtshaus und Q19 nehmen. Und ob das wünschenswert ist? Die Frage wäre noch ob es möglich ist, die Unterführung einzutiefen (das würde aber einigen Aufwand bei der Kanalisation bringen, denn die ist bereits jetzt bei Starkregen im A...)
Genauso abenteuerlich wie in der Gunoldstraße staut es in der Muthgasse (speziell südlich der Ampel mit der B227-Abfahrt). Ich glaub einfach nicht, dass die Bim den MIV dort ratzeputz wegsaugt, und genauso wenig ich ein Verfechter von "Freie Fahrt für freie Bürger" bin, halte ich den MIV für komplett sinnlos. Den MIV im benannten Bereich weiter einschränken macht höchstens den Stau länger (und damit eventuell in anderen Straßenzügen auswirklich), die Straßenbahn aber nicht voller.
22.05.2012, 12:06#28
Im übrigen sind die Fahrzeiten von Bus und Straßenbahn nicht zwangsläufig unterschiedlich, denn wo ein eigener Gleiskörper möglich ist, dort ist auch eine Busspur möglich.
So wenige Gründe es gibt nach Heiligenstadt zu fahren, so wenige Gründe gibt es nach Floridsdorf zu fahren (beides ist weder Fortgehszene, noch Arbeitsplatzzentrum, noch Bildungscluster, noch Ausflugsziel).
Wenn man vom 19. in den 21. will kann man auch die zehn Schritte in den 9. zur U6 gehen, dann brauch man nicht mal umsteigen ...
Die Linie 33 und 30 sind deshalb "getrennt" worden (vereinfacht ausgedrückt), weil es über die Floridsdorfer Brücke keine allzustarke Verkehrsnachfrage gibt.
Von Floridsdorf und von der Stammstrecke kommt man auch mit der U6 zur Franz-Josefs Bahn und zur S40 (und nicht nur mit der S45).
Mit der S45 kommt man zwar nicht direkt nach Floridsdorf, aber zum Handelskai und damit zu allen Linien der Stammstrecke, so schlecht ist die Verbindung 19.-21. also gar nicht!
Ein 5B hat mMn ein beschränktes Fahrgastaufkommen und ist für die Relation Heiligenstadt-Praterstern relativ unbrauchbar, da man mit U4-U1 trotz Umsteigen wesentlich schneller ist, der Bus ist lediglich für die Feinverteilung im 20. zuständig und hat mMn kein Potential für eine Straßenbahn bzw. läge die Auslastung vermutlich irgendwo zwischen 33er und 42er!

1) Floridsdorf ist kein Arbeitsplatzzentrum? Kennst du den Bezirk? Was wird das mit dem neuen Krankenhaus (dort fährt der 30er vorbei)? Träumst du?

2) 10 Schritte zur U6? Kennst du das Märchen von den "7 Meilen Stiefeln" und ist das für dich Realität? Oder glaubst du die Wiener Bevölkerung besteht nur aus Jugendlichen ohne körperliche Behinderungen?

3) Die Linien 30 und 33 wurden nicht wegen zu geringer Nachfrage über die Floridsdorfer Brücke getrennt, sondern um den 32er los zu werden, weil der wiederum für die Attraktivierung der Linie 26 herhalten musste. Warum dürfen Leute aus der Innenstadt zwar direkt zur Brünner Straße (31), aber nicht mehr zur Prager Straße (+ 32) fahren?

4) Was den Anhang mit dem 5B betrifft: Habe ich ja selbst gesagt, dass es dazu 2 Voraussetzungen geben muss: Erstens den Bau der vorgeschlagenen Neubaustrecke und zweitens das Abwarten der Inanspruchnahme. Mag sein, dass sich das nicht rechnet, aber rein prinzipiell jetzt einmal etwas zu dem ständigen Wirtschaftsgejammere gesagt: Der öffentliche Verkehr ist eine gemeinnützige, sozial erforderliche Institution. Solche ständig von der wirtschaftlichen Seite zu beleuchten ist der falsche Weg. Da gehen wir im Krebsgang zurück in die Gründerzeit. Auch der Rettungsdienst und die Feuerwehr rechnen sich nicht, aber in einer funktionierenden Gemeinschaft sind wir verpflichtet, sie zu unterhalten. Oder schau dir die Post an: Die rechnet sich auch nicht, aber wir benötigen sie und was herauskommt wenn ein gemeinnütziges Unternehmen an die Börse geht um Aktionäre zu befriedigen (was bei solchen Unternehmen meistens ohnedies misslingt) sehen wir bei der Post ja gerade.

5) Wenn du den 5B zwischen 33 und 42 ansiedelst, dann können wir die beiden Straßenbahnlinien ja ruhig einstellen, wenn es nach dir geht, oder?

Freue mich auf deine Antwort! Gruß Öffi Freund ;)
1.) Der Knoten Floridsdorf ist kein Arbeitsplatzzentrum von überregionaler Bedeutung, nicht wichtiger als Ottakring, oder Gersthof. Das neue Krankenhaus willst Du von der U6-Station "Floridsdorf" aus sicherlich nicht zu Fuß aufsuchen, im Falle einer Linie Heiligenstadt-Stammersdorf sähe das natürlich anders aus, dennoch vermute ich, dass die meisten Fahrgäste aus Stammersdorf in Floridsdorf in die U6, oder die S-Bahn umsteigen würden und nicht ausgerechnet Heiligenstadt als Ziel haben.
2.) i-Tüpferl-Reiterei, aber ich gestehe, dass damit ich begonnen habe damit, dass ich darauf hingewiesen habe, dass die U6 keine 200 Meter entfernt ist vom 19. Bezirk, "zehn Schritte" war natürich nicht wortwörtlich gemeint, fällt in die Kategorie "umgangssprache" für so undefinierte und subjektive Aussagen, wie "kurzer Weg".
3.) An den 32er erinner ich mich nicht mehr wirklich, der 31/5er und später der 33er fuhren jedenfalls noch nach der Existenz des 32ers von der Josefstädter Straße bis zur Brünner Straße. Die Umstrukturierung erfolgte im Zuge der Überprüfung, ob man den 33er nach Stammersdorf verlängern soll, oder nicht, dabei ist scheinbar herausgekommen, dass der Bedarf zwischen Brünner Straße (Schleife vom 33er) und Stammersdorf höher ist, als der zwischen Floridsdorf und Friedrichs-Engls-Platz, weshalb der 33er gekürzt wurde und im östlichen Abschnitt teilweise durch den 30er ersetzt wurde.
4.) Hast Du schon, aber es geht nicht darum irgendwie irgendwelchen Nutzen zu stiften, sondern eben den größtmöglichen (idealer Weise bei möglichst niedrigen Kosten) und da sind Linien, wie 11A, 13A, 26A, oder 48A schon wesentlich wichtigere Linien, in welche man das Geld eher investieren sollte.
5.) 33er und 42er einstellen ... Ich kann nicht behaupten, dass ich dafür wäre, aber man kann nicht leugnen, dass es sich um die unnötigsten Linien von Wien handelt, beim 42er macht eine Führung als Bim nur Sinn, weil die Strecke Schottentor-Michelbeuern ohnehin erhalten werden muss und die restlichen Gleisanlagen bereits da sind. Wenn es seit jeher eine Linie 42 zur Herbeckstraße geben würde statt der Linie 40, dann wäre ich mir nicht sicher, ob man diese Verschlechterung nicht einfach gewohnt wäre und sich damit abgibt, dass man von der Herbeckstraße entweder in den 41er umsteigen muss, oder eben einen kleinen Umweg fährt. Das ist zwar kein Wunschszenario und gegenüber dem gewohnten Status Quo klingt es wie ein Horrorszenario, aber wenn es seit jeher so wäre, würde sich vermutlich niemand daran stören. Ich persönlich wäre ja für eine Aufwertung der Linie 42 durch eine Verlängerung über Hernals nach Dornbach, sodass die Linie auch angeschlossen ist an die Linien 10, 44, 43, S45, 10A und ein paar andere.
Die Straßenbahnlinie Brigittaplatz braucht man mMn wirklich nicht, der 33er als solcher kann keine ernst gemeinte Lösung sein, eine Einstellung der 33er-Kurse zwischen Augasse und Friedrichs-Engls-Platz wäre jedenfalls kaum ein Verlust, ein 5B könnte die Linie mMn durchaus ersetzen, das wäre zwar eine Verschlechterung für einige Leute, aber der Rahmen jener, welche just den 33er unbedingt brauchen ist wirklich sehr gering.

@ neue Linien schaffen neuen Verehr:
Das stimmt zwar, aber sinnvoll sind sie eben vor allem dort, wo sie viel (!) Verkehr schaffen, was ich mir zwischen Heiligenstadt und Floridsdorf nicht vorstellen kann.

@ Staus in der Barawitzkagasse und auf der Floridsdorfer Brücke, würde ich vermuten, dass die meisten Leute von der Barawitzkagasse über die Lände in die Stadt fahren und von der Floridsdorfer Brücke aus die meisten Leute entweder ebenso über die Lände in die Stadt fahren, oder eben über den Gürtel weiterfahren und beide Relationen gibt es ja bereits öffentlich U4 Heiligenstadt-Stadt und U6 Floridsdorf-Gürtel
22.05.2012, 12:53#29
Also ich bin auch der Meinung das die Verbindung Heiligenstadt-Floridsdorf nicht von nöten ist, und wenn dann nur mit einem Bus so wie der 34A früher, nur mit anderem Ausgangspunkt, eben Heiligenstadt, denn der Stau auf der Nordbrücke ist zwar da, aber in den meisten fällen gibt es nur einen Zeitverlust von wenigen Minuten, da ist man noch immer schneller als über die Floridsdorfer Brücke. Eine Straßenbahn für diesen Abschnitt zu errichten finde ich für eine weniger gute Idee, denn auf diesen Abschnitten würde es nicht von Vorteil sein.

Was aber interessant wäre ob es vernünftig wäre Heiligenstadt als Ausgangspunkt zu wählen, denn Heiligenstadt ist nicht das Zentrum des 19. die Verbindung Heiligenstadt-Floridsdorf ist ja mit der S45 U6 oder schnellbahn ohnehin nicht schlecht, o.k. einmal umsteigen, aber am Handelskai fährt ja sowieso alle paar Minuten eine U oder S Bahn. Es würde andere Strecken geben die man ins auge fassen sollte.

z.B den 31er bis zum Schwedenplatz verlängern, wäre mit der neuen Gleisschleife möglich, man würde sich auch einmal umsteigen ersparen, für all jene die zur U1 möchten.

oder ich hätte den 30er bis nach Kagran verlängert, dann bräuchten auch so einige Leute nicht in Floridsdorf umsteigen.

Die VRT beginnt am Karlsplatz bei der Museumshaltestelle, dann wäre auch das Gleis am Schwedenplatz frei für den 31er.

Den 71er nicht bis zur Börse sondern bis Schottenring,(kleine Gleisbauarbeiten erforderlich) dann wäre die U4 auch noch einmal bedient und die Linie würde nicht im nichts bei der Börse enden.

Das Problem ist, Ideen gibt es ja so einige, die Umsetzung darf nur nicht zu kompliziert sein, denn zusätzliche kosten sind ja nicht gerne gesehen.

Warum der 13A nicht auf Gelenker umgestellt wird ist mir sowieso völlig unklar, wegen ein paar Parkplätzen, nicht bös sein, aber wenn man eine Bim bauen möchte gehen um ein vielfaches mehr Parkplätze drauf. Es wäre mal eine Kompromisslösung mit Gelenkern zu fahren, aber mit Kompromissen gibt man sich eben nicht gerne zufrieden.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von normalbuerger (22.05.2012, 14:52)
22.05.2012, 14:37#30
Die Straßenbahnlinie Brigittaplatz braucht man mMn wirklich nicht, der 33er als solcher kann keine ernst gemeinte Lösung sein, eine Einstellung der 33er-Kurse zwischen Augasse und Friedrichs-Engls-Platz wäre jedenfalls kaum ein Verlust, ein 5B könnte die Linie mMn durchaus ersetzen, das wäre zwar eine Verschlechterung für einige Leute, aber der Rahmen jener, welche just den 33er unbedingt brauchen ist wirklich sehr gering.



Also was den 33er betrifft hätte ich eine Vorschlag. Man ändert die Linienführung des 5A wie folgt: Engerthstraße nach der Haltestelle Allerheiligengasse über Donaueschingenstraße bis Pasettistraße, weiter wie bisher über Hellwagstraße( man würde sich den Umweg über die Traisengasse ersparen, ist mir rätselhaft warum man dort überhaupt hin fährt, wegen der Schnellbahn kanns ja nicht sein, die erreicht man ja anders auch, bei der Haltestelle Lorenz Böhler UKH ist es ja auch nicht viel weiter zur S Bahn, man kann so gute 2 min Fahrzeit einsparen) dann über die Pappenheimgasse bis zur Jägerstraße(Problem bekannt über die Engstelle in der Pappenheimgasse, gibts halt ein paar Parkplätze weniger:) ist ja nur mal so ein kleiner Vorschlag) dann die Jägerstraße bis Wallensteinstraße und zur Rauscherstraße über Wasnergasse zum Gaußplatz(um auf die Schule in der Wasnergasse nicht zu vergessen.

Mit dieser kleinen Änderung könnte man die linie 33 einstellen, denn das Gebiet ist mit dem 5A bedient, die Fahrgäste müssen zwar ein paar minuten einbüßen, aber die Verbindung Engelsplatz Brigittaplatz wäre noch da, und der Bus fährt nicht durch die Dammstraße wo eh eher weniger los ist.

Was natürlich stimmt, die parallelführung in der Jägerstraße ist nicht unbedingt effizient, aber es würde mir ja nur darum gehen das die Direkte Verbindung erhalten bleiben würde, was ja nicht unbedingt notwendig ist, denn 31 und 5B fahren ja sowieso auch dort hin!



Eine Verbindung die ich viel nötiger finden würde, wäre von einer P&R Anlage in Strebersdorf(müßte erst gebaut werden, eh klar) zur Spittelau. Da würde sich so ein schnellautobus anbieten, ohne einer haltestelle dazwischen, so könnte man viele Pendler abfangen, die müßten dann garnicht einmal auf die Nordbrücke. Der Bus bekommt auf der Rampe auf die Nordbrücke quasi eine Busspur, wäre ja platz da wenn alle etwas zusammen rücken:) dann bis zur Spittelau U Bahn, der Bus kann dann gleich wieder Retour über Gürtelbrücke fahren.

Für viele Pendler ist die zeit ausschlaggebend, wenn sie zu viel Zeit verlieren, dann investieren sie ihr Geld lieber in Parkscheine als öffentlich zu fahren, diese Verbindung wäre schnell und Fahrgäste wären bestimmt auch genug da. In Klagenfurt gibt es ja schon so ein Projekt, da ist der Parkplatz KOSTENLOS und der Transfer in die Stadt EBENSO, und es wird super angenommen, denn die Leute sind ja nicht blöd, wenn man Gratis fährt, fährt gleich mal jemand! Leider hat man das in Wien noch nicht begriffen, das man nur so die Leute locken kann, Schnelle Verbindung zum Nulltarif, dann steigen die Pendler um!
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von normalbuerger (22.05.2012, 14:48)
22.05.2012, 15:53#31
@Normalbürger: Deine Vorschläge in Ehren - aber die gehen weit an den politischen Gegebenheiten und anderen Realitäten vorbei! Aber dennoch: Weiter so, die Stadt braucht Visionen! Pass aber auf, dass du nicht ins Querulanten- bzw. Lächerlichkeiteneck gedrängt wirst! Mein Tipp: Trotz Visionen stets auf dem Teppich bleiben!
22.05.2012, 17:05#32
Das ist mir schon klar das meine Vorschläge nicht immer so ganz Realität werden können, aber bei manchen Vorschlägen ist auch was dabei was zu verwirklichen wäre. Z.b das mit dem 5A das man ihn nicht mehr über die Traisengasse führt, denn das ist mehr als unnötig.
Ja und die anderen Dinge sind Visionen aber manchmal sind Visionen notwendig;)
22.05.2012, 18:11#33
z.B den 31er bis zum Schwedenplatz verlängern, wäre mit der neuen Gleisschleife möglich, man würde sich auch einmal umsteigen ersparen, für all jene die zur U1 möchten.

oder ich hätte den 30er bis nach Kagran verlängert, dann bräuchten auch so einige Leute nicht in Floridsdorf umsteigen.

Die VRT beginnt am Karlsplatz bei der Museumshaltestelle, dann wäre auch das Gleis am Schwedenplatz frei für den 31er.

Den 71er nicht bis zur Börse sondern bis Schottenring,(kleine Gleisbauarbeiten erforderlich) dann wäre die U4 auch noch einmal bedient und die Linie würde nicht im nichts bei der Börse enden.
Schließe mich prinzipiell der Sache an, dass man immer Visionen haben muss. Jetzt ein paar konkrete Dinge: Das mit dem 31er zum Schwedenplatz klappt nicht, er kann zwar über die Schwedenbrücke in die Schleife einfahren und gelangt auch in die Gredlerstraße, aber von dort gibt es keinen Gleisbogen von der Marienbrücke zurück Richtung Schottenring. Das mit dem 71 beim Schottenring haut auch nicht ohne Gleisbauarbeiten hin, denn es gibt zwar eine doppelte Gleisverbindung von der Strecke des 31ers in die Kaigleise, aber keine von den Ringgleisen in die 31er Gleise und somit nicht zur Schleife. Das jetzt nur mal so betrachtet ohne über Rentabilität und ähnliches nachzudenken. Gruß Öffi Freund :)
22.05.2012, 18:26#34
Das das ganze nicht ohne Gleisbauarbeiten klappt ist ganz klar, wäre aber nicht so kostenintensiv. Es wird ja immer bei so manchen Vorschlägen geschrieben das man halt nicht umsteigen muß, das waren 2 Beispiele wo man ganz einfach den Leuten das umsteigen ersparen könnte, es wäre nur eine kurze Verlängerung der Linie nötig.

Um auf das eigentliche Thema dieses Threads zurüch zu kommen, Heiligenstadt-Floridsdorf mit einmal umsteigen ist doch sowieso top, warum dann eine Direktverbindung wenn diese ja eigentlich nicht nötig ist? Bin auch der Meinung das der bedarf dafür nicht gegeben ist, denn es gibt nicht soviele Leute die diese Verbindung brauchen. Da würde es andere Destinationen geben.
22.05.2012, 18:26#35
Ich bin zwar ein Straßenbahnliebhaber und lese mir gerne jeden Vorschlag durch, allerdings halte ich nichts von einer Bim aus dem 19. in den 21. Bezirk. Will man diese Relation attraktivieren, dann würde es schon reichen, die S45-Station Unterdöbling zu reaktivieren. Mit dieser Haltestelle wären zusätzlich zu 35A, 38 und 39A auch der 10A und 37er an die S45 angebunden bzw. gäbe es aus dem Bereich Barawitzkagasse/Hohe Warte/Ruthgasse eine weitere Schnellbahnstation in Gehweite. Man müsste also nicht mehr nach Heiligenstadt, Spittelau oder zum Gürtel fahren sondern könnte schon vorher bei einer der drei S45-Stationen (Krottenbachstr., Ober- und Unterdöbling) in die Schnellbahn ein- oder umsteigen. Die Umsteigezeit am Handelskai hält sich dank S-Bahn und U6 ohnehin sehr in Grenzen (eben nachgesehen: 18.21h - 18.30h: 7 (!) Züge innerhalb von 9 Minuten vom Handelskai nach Floridsdorf!). Relationen á la Silbergasse - Großjedlersdorf wären mit 10A/39A - S45 - S1/U6 - 31 in knapp 30 Minuten erledigt... (aktuell: 36-42 Minuten!)
22.05.2012, 20:11#36
Die Diskussion um die S45 hatten wir vor einigen Monaten bereits in einem anderen Thread. Die Reaktivierung der Station Unterdöbling ist mit Sicherheit kein Fehler, wobei die rasche Verlängerung vom Handelskai zur Donaumarina (mit Haltstelle bei der Reichsbrücke) in meinen AUgen Priorität haben sollt. Immerhin würde die S45 dann alle U-Bahnlinien miteinander verbinden und die Reisezeiten auch in den 22.) deutlich verkürzen.
22.05.2012, 20:59#37
wobei die rasche Verlängerung vom Handelskai zur Donaumarina (mit Haltstelle bei der Reichsbrücke) in meinen AUgen Priorität haben sollt. Immerhin würde die S45 dann alle U-Bahnlinien miteinander verbinden und die Reisezeiten auch in den 22.) deutlich verkürzen.
Das kann ich auch befürworten. Aber Achtung: Das wäre ein "gutes Argument" die Verlängerung des O-Wagens zum Friedrich Engels Platz (oder auch meinetwegen die Umstellung des 11A auf Straßenbahn) zu killen. Nicht dass das wirklich logisch wäre, aber was ist schon bei diversen Einstellungen logisch?

dann würde es schon reichen, die S45-Station Unterdöbling zu reaktivieren.
Ob es reichen würde, kann ich nicht sagen. Aber dafür bin ich seit Jahren. :daumenhoch:
22.05.2012, 22:20#38
(...) Und was die "konkurrenzlose Schnelligkeit" betrifft, so habe ich in diesem Forum schon genug Beiträge gelesen, die wiederum die "Umsteigzwänge" beklagen. Ob es allerdings je Untersuchungen gegeben hat um festzustellen, was den Fahrgästen wirklich wichtig ist, hat mir bis jetzt noch Niemand beantworten können. :daumenrunter:


Derartige Studien gibt es doch wie Sand am Meer (wenn auch vielleicht nicht sehr prominent publiziert) und die Ergebnisse sind wenig überraschend immer gleich: es besteht der Wunsch nach schnellen, direkten und häufigen Verbindungen! Dummerweise ist für jeden Bürger die Direktverbindung eine andere, weshalb eben die wichtigsten Relationen Priorität haben und andere Verbindungen mit Umsteigezwängen behaftet sind. Hinzu kommt, dass wir kein leeres Spielbrett vor uns haben, sondern das historisch gewachsene Verkehrsnetz einer Millionenstadt. Da mag nicht jede Schnellverbindung ideal sein - sei es wegen Fehlplanungen, oder einfach weil sich die Verkehrsbedürfnisse (Quellen und Ziele) in den vergangenen 100 Jahren vielfach verändert haben - aber sie sind Realität. Und auf Basis dieser Mischung von Faktoren halte ich es nicht für notwendig eine Direktverbindung zwischen Heiligenstadt und Floridsdorf zu schaffen, weil erstens die bestehende Verbindung durchaus gut ist und zweitens die wenigsten Fahrgäste direkt nach Heiligenstadt und Floridsdorf wollen, sondern beide Stationen nur "Zwischenhalte" sind. Für sinnvoller halte ich daher zu überlegen ob bzw. wo die Zubringerlinien optimierbar sind.
23.05.2012, 10:02#39
Derartige Studien gibt es doch wie Sand am Meer (wenn auch vielleicht nicht sehr prominent publiziert)
Kannst du mir welche nennen? Das ist jetzt nicht polemisch gemeint, sondern weil mich entsprechende Statistiken wirklich für meine Überlegungen interessieren würden. :daumenhoch:
23.05.2012, 10:14#40
wobei die rasche Verlängerung vom Handelskai zur Donaumarina (mit Haltstelle bei der Reichsbrücke) in meinen AUgen Priorität haben sollt. Immerhin würde die S45 dann alle U-Bahnlinien miteinander verbinden und die Reisezeiten auch in den 22.) deutlich verkürzen.
Das kann ich auch befürworten. Aber Achtung: Das wäre ein "gutes Argument" die Verlängerung des O-Wagens zum Friedrich Engels Platz (oder auch meinetwegen die Umstellung des 11A auf Straßenbahn) zu killen. Nicht dass das wirklich logisch wäre, aber was ist schon bei diversen Einstellungen logisch?



Jetzt kann man abwägen, ob man die S45 durchbringen will mit dem Argument, dass der 20. Bezirk dann bessere Argumente gegen den O-Wagen hat (haha!), oder ob man mit der (vorläufig?) "abgewürgten" O-Wagen-Verlängerung ein zusätzliches Argument für die S45-Verlängerung benutzen will. Aber ich sehe selbst wenn die beiden Projekte in einen Zusammenhang gebracht werden, daas jeweils andere Projekt nicht abgewürgt, da wäre es schon naheliegender einfach darauf zu verweisen, dass der O-Wagen zwischen Praterstern und Handelskai parllel zur existierenden S-Bahn verläuft, was er im Übrigen ja bereits jetzt zwischen Südtiroler Platz und Praterstern macht - und zwar ohne auch nur eine einzige S-Bahn-Station auszulassen!
Daher finde ich es doch ein wenige lächerlich sich davor ernsthaft zu fürchten, denn als Parallelführung würden das selbst die Wiener Linien (welche das Projekt zudem wollen) nicht einstufen!