Fahrgastmitnahme innerhalb Wiens bei Regionalbuslinien (war: Comeback für den 61A)

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01.10.2012, 11:32#1
Der folgende Beitrag bezieht sich auf diesen Beitrag im Thread "Comeback für den 61A".

Also ich glaube das hat sich seit der Einführung des VOR schon herumgesprochen, daß man innerhalb der Stadtgrenze mit jedem Linienbus bzw. Zug mit dem Kernzonenfahrschein fahren kann.
Diese Diskussion hatten wir vor einiger Zeit schon einmal, und ich kann hier nur wiederholen, dass das zumindest in Einzelfällen nicht stimmt. Es gibt z.B. einen Bus von Wien nach Eisenstadt (ich glaube, Linie 566). Der hält stadtauswärts auf Wiener Stadtgebiet nur zum Einsteigen und umgekehrt stadteinwärts nur zum Aussteigen. Daher kannst du diesen Bus in Wien mit einem Wiener Fahrschein nicht benützen, worauf dich auch der Fahrer ggf. hinweist. Ein Ein- und Aussteigen ist nur auf niederösterreichischem bzw. burgenländischem Gebiet erlaubt; ist angeblich durch die Konzession so festgelegt. Wie es in Eisenstadt ist, weiß ich nicht.
02.10.2012, 18:17#2
Also ich glaube das hat sich seit der Einführung des VOR schon herumgesprochen, daß man innerhalb der Stadtgrenze mit jedem Linienbus bzw. Zug mit dem Kernzonenfahrschein fahren kann.
Diese Diskussion hatten wir vor einiger Zeit schon einmal, und ich kann hier nur wiederholen, dass das zumindest in Einzelfällen nicht stimmt. Es gibt z.B. einen Bus von Wien nach Eisenstadt (ich glaube, Linie 566). Der hält stadtauswärts auf Wiener Stadtgebiet nur zum Einsteigen und umgekehrt stadteinwärts nur zum Aussteigen. Daher kannst du diesen Bus in Wien mit einem Wiener Fahrschein nicht benützen, worauf dich auch der Fahrer ggf. hinweist. Ein Ein- und Aussteigen ist nur auf niederösterreichischem bzw. burgenländischem Gebiet erlaubt; ist angeblich durch die Konzession so festgelegt. Wie es in Eisenstadt ist, weiß ich nicht.

Stimmt nur teilweise - wenn ich in Wien in den 566 einsteige, kann ich beim Lenker den Fahrschein genauso "ab Stadtgrenze" verlangen, wie auf allen anderen grenzüberschreitdenden Bussen oder auf Bahnstrecken. Außerdem bin ich schon mehrmals in einen 566 in Inzersdorf/Draschestraße in Richtung Südtiroler Platz eingestiegen, wenn der vor dem 66/67A daherkam und noch kein Fahrer hat mich abgewiesen.
03.10.2012, 08:21#3
Stimmt nur teilweise - wenn ich in Wien in den 566 einsteige, kann ich beim Lenker den Fahrschein genauso "ab Stadtgrenze" verlangen, wie auf allen anderen grenzüberschreitdenden Bussen oder auf Bahnstrecken.
Das steht ja nicht im Widerspruch zu dem, was ich geschrieben habe. Natürlich musst du, falls du einen Fahrausweis für die Kernzone hast, nicht noch einmal für die Fahrt innerhalb Wiens zahlen. Maßgebend ist, dass du innerhalb von Wien ein-, aber erst in Niederösterreich wieder aussteigst.

Zitat
Außerdem bin ich schon mehrmals in einen 566 in Inzersdorf/Draschestraße in Richtung Südtiroler Platz eingestiegen, wenn der vor dem 66/67A daherkam und noch kein Fahrer hat mich abgewiesen.
Es dürfte - wie so oft - im Ermessen des Fahrers liegen, ob er dich mitnimmt. Wie mir ein Fahrer einmal erklärt hat, sieht die Konzession der Linie eine Beförderung ausschließlich innerhalb von Wien nicht vor, d.h., entweder der Einsteige- oder Aussteigepunkt muss außerhalb von Wien liegen. Genaugenommen dürfte dich der Fahrer also nicht einsteigen lassen. Tut er es doch, tut er es auf eigene Gefahr - theoretisch könnten die WL Zivilkontrollore ausschicken und testen, ob Fahrgäste innerhalb von Wien mitgenommen werden. Ist das der Fall, kann der Fahrer - und vermutlich auch sein Dienstgeber - ziemlich Ärger bekommen, weil gegen die Konzessionsbestimmungen verstoßen wurde.
03.10.2012, 09:20#4
Dann muss der Fahrer schon ziemlich alt sein und noch die Gewohnheiten vor der Inkludierung in den VOR mitbekommen haben.

Das Bedienungsverbot/Mitnahme von Fahrgästen innerhalb Wiens wurde schon lange aufgehoben. Ist ja auch bei der Busam-Linie 392 so; beim 260er wurde zumindest die Hst. Montecucculiplatz am Fahrplan nur mit Einstieg stadtauswärts, retour nur mit Ausstieg versehen. Wie es am 360er aussieht, weiß ich momentan nicht auswendig, aber hier gibt es glaub ich das Bedienungsverbot noch.

Das sich Fahrer am 566er weigern, liegt meist daran, weil es nicht bekannt ist oder weil man es aufgrund des engen Fahrplans es immer eilig hat.
03.10.2012, 09:25#5
Dann muss der Fahrer schon ziemlich alt sein und noch die Gewohnheiten vor der Inkludierung in den VOR mitbekommen haben.

Das Bedienungsverbot/Mitnahme von Fahrgästen innerhalb Wiens wurde schon lange aufgehoben. Ist ja auch bei der Busam-Linie 392 so; beim 260er wurde zumindest die Hst. Montecucculiplatz am Fahrplan nur mit Einstieg stadtauswärts, retour nur mit Ausstieg versehen. Wie es am 360er aussieht, weiß ich momentan nicht auswendig, aber hier gibt es glaub ich das Bedienungsverbot noch.

Das sich Fahrer am 566er weigern, liegt meist daran, weil es nicht bekannt ist oder weil man es aufgrund des engen Fahrplans es immer eilig hat.
Das kann natürlich möglich sein. Ich kann nur das wiedergeben, was man mir erzählt hat - ich gebe allerdings zu, dass das schon einige Jahre zurückliegt. Für Wiener Fahrgäste geändert hat sich an der Situation allerdings bis heute nichts, zumindest nicht bei den Fahrern, die mich beim in-die-Stadt-fahren abgewiesen haben (das letzte mal erst vor ca. 2 Monaten!).
03.10.2012, 09:35#6

Wie es am 360er aussieht, weiß ich momentan nicht auswendig, aber hier gibt es glaub ich das Bedienungsverbot noch.

Ausnahme dort: ca. eine Handvoll Nachtkurse.

Beste Grüße
VT
03.10.2012, 10:00#7
Dann muss der Fahrer schon ziemlich alt sein und noch die Gewohnheiten vor der Inkludierung in den VOR mitbekommen haben.

Das Bedienungsverbot/Mitnahme von Fahrgästen innerhalb Wiens wurde schon lange aufgehoben. Ist ja auch bei der Busam-Linie 392 so; beim 260er wurde zumindest die Hst. Montecucculiplatz am Fahrplan nur mit Einstieg stadtauswärts, retour nur mit Ausstieg versehen. Wie es am 360er aussieht, weiß ich momentan nicht auswendig, aber hier gibt es glaub ich das Bedienungsverbot noch.

Das sich Fahrer am 566er weigern, liegt meist daran, weil es nicht bekannt ist oder weil man es aufgrund des engen Fahrplans es immer eilig hat.
Das kann natürlich möglich sein. Ich kann nur das wiedergeben, was man mir erzählt hat - ich gebe allerdings zu, dass das schon einige Jahre zurückliegt. Für Wiener Fahrgäste geändert hat sich an der Situation allerdings bis heute nichts, zumindest nicht bei den Fahrern, die mich beim in-die-Stadt-fahren abgewiesen haben (das letzte mal erst vor ca. 2 Monaten!).


Das kommt vielleicht darauf an, wo du einsteigen willst. Laut dem derzeitigen Fahrplan darf man bei den Kursen stadtauswärts überall ein- und aussteigen, bei denen stadteinwärts hält der Bus ab der "Siedlung Blumental" nur zum Aussteigen.

Eine ähnliche Regelung gibt es übrigens bei den Dr.-Richard-Bussen auf der Brünner Straße.
03.10.2012, 10:39#8
Dann einfach beim VOR beschweren. Sollen die denen das mal klarmachen mittels Dienstanweisung.
03.10.2012, 23:53#9
Also ausgeschrieben wurde jetzt der Betrieb der Linie 61A im Abschnitt Vösendorf-Siebenhirten - Liesing :sbahn:. Die Linienführung entspricht von Vösendorf-Siebenhirten bis zur Kreuzung Carlbergergasse/Brunner Straße (Haltestelle Carlbergergasse) jener der bestehenden Linie 255, dann geht es über die Brunner Straße weiter bis zur Ketzergasse (Haltestelle Siebenhirten, Brunner Straße) und ab dort wie die Linie 207 zum Bahnhof Liesing.

Betriebszeit ist täglich von ca. 6 Uhr bis Mitternacht. Standardmäßig wird ein 30-Minuten-Takt angeboten, der in der Hauptverkehrszeit von Montag bis Freitag auf ein Intervall von 15 Minuten verdichtet wird.
Danke für die Informationen! Insgesamt eine noch verkrümmtere Streckenführung als derzeit, (nur um Parallelfahrten mit 60A und 62A zu vermeiden?). Trotzdem akzeptabel.
Die Betriebszeitausweitung auf Abend und Sonntage ist sehr positiv, hoffentlich sind damit keine Einschränkungen auf der Linie 207 verbunden.

Was mich derzeit noch beschäftigt, ist das die Alternativstrecke:

Liesinger Platz - Breitenfurter Straße - Kaiser Franz Josef Straße - Elisengasse - Pfitznergasse - Ketzergasse - Willergasse - Breitenfurter Straße - Gütenbachstraße - Jägerweggasse - Breitenfurter Straße - Willergasse - Ketzergasse - Manowardagasse - Elissengasse - Kaiser Franz Josef Straße - Breitenfurter Straße - Liesinger Platz, dies entspricht momentan einen Teil der Linie 253; 259 sowie 60A.
Hier wird es sicher bei den betreffenden Linien noch geringfügige Änderungen geben.
Was meinst du mit dem Wort "Alternativstrecke"? Das ist wohl eher eine künftige Verlängerung, sobald die Konzessionen dort frei werden, oder?
Dann könnte man jedenfalls den zeitraubenden Umweg der Linie 253 über Rodaun endlich wieder streichen. :daumenhoch:

Es gibt z.B. einen Bus von Wien nach Eisenstadt (ich glaube, Linie 566). Der hält stadtauswärts auf Wiener Stadtgebiet nur zum Einsteigen und umgekehrt stadteinwärts nur zum Aussteigen. Daher kannst du diesen Bus in Wien mit einem Wiener Fahrschein nicht benützen, worauf dich auch der Fahrer ggf. hinweist. Ein Ein- und Aussteigen ist nur auf niederösterreichischem bzw. burgenländischem Gebiet erlaubt;
Wie "64er" schon richtig geschrieben hat, gilt das nur stadteinwärts. Stadtauswärts darf man überall ein- UND aussteigen. Siehe Linienfahrplan. :achtung:

Dann muss der Fahrer schon ziemlich alt sein und noch die Gewohnheiten vor der Inkludierung in den VOR mitbekommen haben.

Das sich Fahrer am 566er weigern, liegt meist daran, weil es nicht bekannt ist oder weil man es aufgrund des engen Fahrplans es immer eilig hat.
Nein, sondern weil's fahrplanmäßig so vorgesehen ist!
Es geht hier ja nicht nur um rechtliche Belange, sondern auch um eine vernünftige Verkehrslösung. Regionalbusse, die parallel zu innerstädtischen Verkehrsmitteln fahren, würden nicht nur zu Letzteren eine Konkurrenz darstellen, sondern auch äußerst viel Zeit verlieren, wenn sich innerstädtische Fahrgäste für ein paar Stationen in einen Hochflur-/Überlandbus drängen.
Dann muss der Fahrer schon ziemlich alt sein und noch die Gewohnheiten vor der Inkludierung in den VOR mitbekommen haben.

Das Bedienungsverbot/Mitnahme von Fahrgästen innerhalb Wiens wurde schon lange aufgehoben. Ist ja auch bei der Busam-Linie 392 so; beim 260er wurde zumindest die Hst. Montecucculiplatz am Fahrplan nur mit Einstieg stadtauswärts, retour nur mit Ausstieg versehen. Wie es am 360er aussieht, weiß ich momentan nicht auswendig, aber hier gibt es glaub ich das Bedienungsverbot noch.

Das sich Fahrer am 566er weigern, liegt meist daran, weil es nicht bekannt ist oder weil man es aufgrund des engen Fahrplans es immer eilig hat.
Das kann natürlich möglich sein. Ich kann nur das wiedergeben, was man mir erzählt hat - ich gebe allerdings zu, dass das schon einige Jahre zurückliegt. Für Wiener Fahrgäste geändert hat sich an der Situation allerdings bis heute nichts, zumindest nicht bei den Fahrern, die mich beim in-die-Stadt-fahren abgewiesen haben (das letzte mal erst vor ca. 2 Monaten!).
Dann einfach beim VOR beschweren. Sollen die denen das mal klarmachen mittels Dienstanweisung.
Anstatt zu vermuten und zu spekulieren, wie die Situation auf dieser und jener Linie sein könnte, hilft jederzeit ein Blick in den jeweiligen Linienfahrplan. :lampe: ;)
04.10.2012, 08:27#10
Nein, sondern weil's fahrplanmäßig so vorgesehen ist!
Es geht hier ja nicht nur um rechtliche Belange, sondern auch um eine vernünftige Verkehrslösung. Regionalbusse, die parallel zu innerstädtischen Verkehrsmitteln fahren, würden nicht nur zu Letzteren eine Konkurrenz darstellen, sondern auch äußerst viel Zeit verlieren, wenn sich innerstädtische Fahrgäste für ein paar Stationen in einen Hochflur-/Überlandbus drängen.

Zitat
Anstatt zu vermuten und zu spekulieren, wie die Situation auf dieser und jener Linie sein könnte, hilft jederzeit ein Blick in den jeweiligen Linienfahrplan. :lampe: ;)
Da widersprichst du dir aber jetzt selbst: einerseits schreibst du, man solle auf den Fahrplan schauen, aus dem hervorginge, dass ein Ein- und Aussteigen stadtauswärts auf Wiener Stadtgebiet durchaus vorgesehen wäre, andererseits schreibst du weiter oben, es sei fahrplanmäßig nicht vorgesehen. Also was jetzt?

Und im übrigen nützt mir der Fahrplan - aus dem m.M.n. auch nicht dezidiert hervorgeht, dass bei stadtauswärtigen Fahrten der Bus innerhalb von Wien verwendet werden kann - nichts, wenn der Fahrer mich mit einem "Nejt" abweist, wie es mir vor nicht allzulanger Zeit passiert ist. Der Fahrer fragt dich ja bzw. musst du sagen, wie weit du fahren willst. Wenn du da sagst: "Bis Siedlung Blumental", dann läßt er dich gar nicht erst einsteigen, und zwar deswegen, weil er dort, wenn niemand einsteigen will, auch nicht stehenbleibt. Bei stadtauswärtigen Fahrten ist ein Halt bei Stationen auf Wiener Stadtgebiet nämlich nicht vorgesehen, wenn niemand einsteigen will.

Letztlich bringt diese Diskussion nicht viel: probier' es einfach mal selbst aus - und du wirst ja sehen, was dann passiert.
04.10.2012, 23:46#11
Nein, sondern weil's fahrplanmäßig so vorgesehen ist!
Es geht hier ja nicht nur um rechtliche Belange, sondern auch um eine vernünftige Verkehrslösung. Regionalbusse, die parallel zu innerstädtischen Verkehrsmitteln fahren, würden nicht nur zu Letzteren eine Konkurrenz darstellen, sondern auch äußerst viel Zeit verlieren, wenn sich innerstädtische Fahrgäste für ein paar Stationen in einen Hochflur-/Überlandbus drängen.

Zitat
Anstatt zu vermuten und zu spekulieren, wie die Situation auf dieser und jener Linie sein könnte, hilft jederzeit ein Blick in den jeweiligen Linienfahrplan. :lampe: ;)
Da widersprichst du dir aber jetzt selbst: einerseits schreibst du, man solle auf den Fahrplan schauen, aus dem hervorginge, dass ein Ein- und Aussteigen stadtauswärts auf Wiener Stadtgebiet durchaus vorgesehen wäre, andererseits schreibst du weiter oben, es sei fahrplanmäßig nicht vorgesehen. Also was jetzt?
Hab's nicht präzise genug formuliert. Das "fahrplanmäßig nicht vorgesehen" bezog sich auf stadteinwärts.

Zitat
Und im übrigen nützt mir der Fahrplan - aus dem m.M.n. auch nicht dezidiert hervorgeht, dass bei stadtauswärtigen Fahrten der Bus innerhalb von Wien verwendet werden kann - nichts, wenn der Fahrer mich mit einem "Nejt" abweist, wie es mir vor nicht allzulanger Zeit passiert ist. Der Fahrer fragt dich ja bzw. musst du sagen, wie weit du fahren willst. Wenn du da sagst: "Bis Siedlung Blumental", dann läßt er dich gar nicht erst einsteigen, und zwar deswegen, weil er dort, wenn niemand einsteigen will, auch nicht stehenbleibt. Bei stadtauswärtigen Fahrten ist ein Halt bei Stationen auf Wiener Stadtgebiet nämlich nicht vorgesehen, wenn niemand einsteigen will.
Der Fahrplan nützt sehr wohl. Wenn ein Fahrer nämlich anders agiert, hat man das Recht, sich zu beschweren! :lampe:

Zitat
Letztlich bringt diese Diskussion nicht viel: probier' es einfach mal selbst aus - und du wirst ja sehen, was dann passiert.
Das ist leider kein Maßstab. Nur weil etwas passiert, heißt es nicht, dass das korrekt ist. Was Busfahrer auf manchen Regionalbuslinien aufführen (Abkürzungen fahren, Haltestellen auslassen, gar nicht fahren, etc.) widerspricht in vielen Fällen dem Fahrplan - und trotzdem ist es unkorrekt bzw illegal.
Um es auf den Punkt zu bringen: Der Fahrplan ist sehr wohl die Grundlage für den Fahrgast. Wenn ein Lenker aus irgendwelchen Gründen auch immer anders agiert, hat man das Recht auf eine Beschwerde(, der in solchen Fällen meist auch nachgegangen wird).
05.10.2012, 10:40#12

Zitat
Und im übrigen nützt mir der Fahrplan - aus dem m.M.n. auch nicht dezidiert hervorgeht, dass bei stadtauswärtigen Fahrten der Bus innerhalb von Wien verwendet werden kann - nichts, wenn der Fahrer mich mit einem "Nejt" abweist, wie es mir vor nicht allzulanger Zeit passiert ist. Der Fahrer fragt dich ja bzw. musst du sagen, wie weit du fahren willst. Wenn du da sagst: "Bis Siedlung Blumental", dann läßt er dich gar nicht erst einsteigen, und zwar deswegen, weil er dort, wenn niemand einsteigen will, auch nicht stehenbleibt. Bei stadtauswärtigen Fahrten ist ein Halt bei Stationen auf Wiener Stadtgebiet nämlich nicht vorgesehen, wenn niemand einsteigen will.
Der Fahrplan nützt sehr wohl. Wenn ein Fahrer nämlich anders agiert, hat man das Recht, sich zu beschweren! :lampe:
Aus dem Fahrplan geht aber nicht definitiv hervor, dass der Bus bei stadtauswärtigen Fahrten bei Haltestellen auf Wiener Stadtgebiet anhält, wenn dort niemand einsteigen will. Dein selbst vorgebrachtes Argument bzgl. Konkurrenz zu den WL gilt für stadtauswärtiige Fahrten ja wohl genauso wie für Stadteinwärtige, oder nicht?

Der Fahrer sagt einfach, er bleibt dort nur stehen, wenn jemand einsteigen will, sonst fährt er durch. Jetzt kannst du es riskieren, entweder trotzdem einzusteigen und kannst Glück haben, wenn bei "deiner" Aussteigstelle jemand anderer einsteigen möchte, oder du hast Pech gehabt und der Fahrer fährt einfach weiter. Und wenn du großes Pech hast, steigt innerhalb von Wien niemand mehr ein und du kannst erst bei der ersten Haltestelle in NÖ aussteigen und darfst eine Zone nachzahlen.

Zitat
Das ist leider kein Maßstab. Nur weil etwas passiert, heißt es nicht, dass das korrekt ist.
Mag sein, aber was nützt dir das in dieser Situation? Hinterher beschweren hilft dir jetzt wenig. Und nocheinmal - und ich habe schon mit einigen Fahrern gesprochen: Sie sind auf Wiener Stadtgebiet bei stadtauswärtigen Fahrten nicht verpflichtet, bei einer Station anzuhalten, wo niemand einsteigen will (detto bei stadteinwärtigen Fahrten, wenn niemand aussteigen will). Anders wär's, wenn dort keine städtische Buslinie fahren würde, aber nachdem das nicht der Fall ist, ist es eben so, und es macht ja auch Sinn. Eine Überlandbuslinie ist keine städtische Buslinie!
05.10.2012, 11:04#13
Laut dem beim VOR abrufbaren Fahrplan sind bei der Linie 566 aber tatsächlich die Kurse stadtauswärts uneingeschränkt nutzbar (also Ein- UND Aussteigen innerhalb Wiens), wohingegen bei den stadteinwärtigen der Bus nur zum Aussteigen hält. Wenn niemand aussteigen will, fährt er durch. Ich weiss jetzt aber nicht, ob man diese Informationen als Fahrgast den Stationsaushängen so entnehmen kann, insofern ist der Linienplan graue Theorie, die wenig hilft, wenn man sich vor Ort mit dem Fahrer darum streiten muss. Sinn würde wohl machen, das zuständige Verkehrsunternehmen damit zu befassen, damit entweder die Fahrpläne (und Aushänge) korrekt angepasst werden und/oder die Fahrer entsprechend geschult werden.
05.10.2012, 12:52#14
Ich würde das einmal dem Verkehrsverbund mailen. Wenn der Postbus aus welchem Grund auch immer innerstädtisch keine Fahrgäste befördern will, ist das durchaus legitim, sollte aber aus Gründen des Kundendienstes im Fahrplan (und in der Online-Fahrplanauskunft) vermerkt sein. Sonst sind Fahrgäste, die nicht mit den örtlichen Sitten vertraut sind, verwirrt. In Hütteldorf herrschen zum Glück andere Sitten, man darf mit dem 249 auch innerstädtische Fahrten zurücklegen, obwohl man dafür ja auch den 49A verwenden könnte :daumenhoch:
06.10.2012, 00:16#15

Zitat
Und im übrigen nützt mir der Fahrplan - aus dem m.M.n. auch nicht dezidiert hervorgeht, dass bei stadtauswärtigen Fahrten der Bus innerhalb von Wien verwendet werden kann - nichts, wenn der Fahrer mich mit einem "Nejt" abweist, wie es mir vor nicht allzulanger Zeit passiert ist. Der Fahrer fragt dich ja bzw. musst du sagen, wie weit du fahren willst. Wenn du da sagst: "Bis Siedlung Blumental", dann läßt er dich gar nicht erst einsteigen, und zwar deswegen, weil er dort, wenn niemand einsteigen will, auch nicht stehenbleibt. Bei stadtauswärtigen Fahrten ist ein Halt bei Stationen auf Wiener Stadtgebiet nämlich nicht vorgesehen, wenn niemand einsteigen will.
Der Fahrplan nützt sehr wohl. Wenn ein Fahrer nämlich anders agiert, hat man das Recht, sich zu beschweren! :lampe:
Aus dem Fahrplan geht aber nicht definitiv hervor, dass der Bus bei stadtauswärtigen Fahrten bei Haltestellen auf Wiener Stadtgebiet anhält, wenn dort niemand einsteigen will.
Natürlich geht das hervor. Solange keine Fußnote "Nur zum Einsteigen" bei den betroffenen Haltestellen angeführt ist (wie es etwa bei der Linie 360 teilweise der Fall ist), darf ich dort ein- und aussteigen!

Der Fahrer sagt einfach, er bleibt dort nur stehen, wenn jemand einsteigen will, sonst fährt er durch. Jetzt kannst du es riskieren, entweder trotzdem einzusteigen und kannst Glück haben, wenn bei "deiner" Aussteigstelle jemand anderer einsteigen möchte, oder du hast Pech gehabt und der Fahrer fährt einfach weiter. Und wenn du großes Pech hast, steigt innerhalb von Wien niemand mehr ein und du kannst erst bei der ersten Haltestelle in NÖ aussteigen und darfst eine Zone nachzahlen.
Nein, denn dann hat der Fahrer entweder keine Ahnung oder er wurde falsch eingeschult oder der Fahrplan ist fehlerhaft. In jedem Fall bin ich im Recht, wenn ich eine laut Fahrplan mögliche Fahrt zurücklegen will! :achtung: Falls man in die Situation kommt, einem unbelehrbaren Fahrer zu begegnen, hat man zwar, wie du auch richtig geschrieben hast, womöglich in dieser Situation kurzfristig Pech gehabt, kann aber davon ausgehen, dass nach einer entsprechenden Beschwerde die Situation korrigiert wird (je nach Situation entweder durch Zurechtweisen des Fahrers seitens des Verkehrsunternehmens oder Verbundes, Entschädigung an den Fahrgast oder Korrektur eines fehlerhaften Fahrplans)!

Anders wär's, wenn dort keine städtische Buslinie fahren würde, aber nachdem das nicht der Fall ist, ist es eben so, und es macht ja auch Sinn. Eine Überlandbuslinie ist keine städtische Buslinie!
Ich fordere ja nicht, dass man dort innerstädtischen Verkehr unbedingt zulassen soll. Ich betone nur, dass der Fahrplan der Realität entsprechen muss (und umgekehrt)!

Laut dem beim VOR abrufbaren Fahrplan sind bei der Linie 566 aber tatsächlich die Kurse stadtauswärts uneingeschränkt nutzbar (also Ein- UND Aussteigen innerhalb Wiens), wohingegen bei den stadteinwärtigen der Bus nur zum Aussteigen hält. Wenn niemand aussteigen will, fährt er durch. Ich weiss jetzt aber nicht, ob man diese Informationen als Fahrgast den Stationsaushängen so entnehmen kann
Vor Ort passt meines Wissens alles. Stadteinwärts hängen einfach keine Fahrpläne an den Haltestellen, weil man eh nicht einsteigen kann. Anders (aber ebenso vor Ort korrekt) ist die Situation auf der Favoritenstraße (Linien 368, 467, 469), wo man auch stadteinwärts einsteigen darf und daher auch stadteinwärts Fahrpläne an den Haltestellen hängen.
06.10.2012, 12:37#16
Nein, denn dann hat der Fahrer entweder keine Ahnung oder er wurde falsch eingeschult oder der Fahrplan ist fehlerhaft.
Ich vermute letzteres, weil ich eben schon mit einigen Fahrern - und da waren auch durchaus Freundliche dabei - gesprochen habe, und die mir glaubwürdig versichert haben, dass sie stadtauswärts nur Fahrgäste nach NÖ mitnehmen dürfen und bei den innerstädtischen Stationen ein Anhalten nur zum Aussteigen nicht erlaubt ist. Im Gegenteil, wenn ein WL-Fahrer das sieht und weitermeldet, kann der 566-Fahrer sogar Probleme bekommen, denn den WL werden ja auf diese Art Kunden weggeschnappt. Und wie mir erklärt wurde, ist es auch von der Konzession her nicht vorgesehen. Der falsche Fahrplan ist natürlich ärgerlich, aber nicht die Schuld der Fahrer am 566er, die sich weisungsgemäß verhalten. Und wenn dich wirklich ein Fahrer in Wien aussteigen läßt, verhält er sich zwar kundenfreundlich, aber eigentlich nicht weisungsgemäß.
07.10.2012, 22:12#17
Anders (aber ebenso vor Ort korrekt) ist die Situation auf der Favoritenstraße (Linien 368, 467, 469), wo man auch stadteinwärts einsteigen darf und daher auch stadteinwärts Fahrpläne an den Haltestellen hängen.

Bis vor etwa zwei Jahren versuchte ich gelegentlich, an der Haltestelle Alaudagasse in FR Reumannplatz anstatt des 67ers in den für mich bequemeren, da schnelleren und direkteren Bus (368/467/469) einzusteigen; dies wurde mir zuletzt nicht gestattet, was mich stutzig machte. Ich suchte den dortigen Fahrplanaushang nach etwaigen Hinweisen ab und wurde auch fündig: es war dort tatsächlich vermerkt, dass der Bus an jener Haltestelle "nur zum Aussteigen hält". Interessant, dass mittlerweile zumindest dieser Hinweis entfernt worden ist.
08.10.2012, 10:08#18
Laut dem beim VOR abrufbaren Fahrplan sind bei der Linie 566 aber tatsächlich die Kurse stadtauswärts uneingeschränkt nutzbar (also Ein- UND Aussteigen innerhalb Wiens), wohingegen bei den stadteinwärtigen der Bus nur zum Aussteigen hält. Wenn niemand aussteigen will, fährt er durch.

Lustigerweise gab zumindest in der letzten Fahrplanperiode bei der Fahrplanauskunft den Bug, dass man bei der Hst. Kliebergasse in den 566 einsteigen kann/soll um zum Südtiroler Platz zu gelangen. Ich hab es auch schon einmal erlebt, dass der Fahrer bei der Haltestelle keine Türfreigabe gab obwohl hier einige Fahrgäste aussteigen wollten mit dem Argument: ,,Ich kann da jetzt nicht stehen bleiben, die Ampel wird gleich grün und ich habs eilig." :rolleyes:
10.10.2012, 20:32#19
Viele Regionallinien sind für die Beförderung von Fahrgästen vom Umland nach Wien
(zu Verkehrsknotenpunkte oder weitere Haltestellen) konzessioniert bzw. für
die Beförderung retour.
Eine "Fernbuslinie" dient eben der schnellen Beförderung zwischen dem Umland und
der Stadt.
Oft ist eine innerstädtische Bedienung weder vorgesehen, noch genehmigt, weil es
meist eh zahlreiche parallelführende städtische Linien gibt.
Außerdem würde die Einhaltung und Bedienung aller Stationen die Fahr- und Umlaufzeiten
in die Region deutlich erhöhen und den Regionalbus unnötig aufhalten.

Fahrpläne:
Es kommt immer wieder vor, dass die Fahrpläne bzw. Fußnoten der Verkehrsunternehmen
nicht mit denen des VOR (Homepage) gleich sind! Auf manchen Strecken hängen
VOR-Fahrplanaushänge, auf anderen die der Unternehmen.

Zitat von umweltretter

Es geht hier ja nicht nur um rechtliche Belange, sondern auch um eine vernünftige Verkehrslösung. Regionalbusse, die parallel zu innerstädtischen Verkehrsmitteln fahren, würden nicht nur zu Letzteren eine Konkurrenz darstellen, sondern auch äußerst viel Zeit verlieren, wenn sich innerstädtische Fahrgäste für ein paar Stationen in einen Hochflur-/Überlandbus drängen.
:daumenhoch:

Zitat von 64er

Wenn der Postbus aus welchem Grund auch immer innerstädtisch keine Fahrgäste befördern will, ist das durchaus legitim, sollte aber aus Gründen des Kundendienstes im Fahrplan (und in der Online-Fahrplanauskunft) vermerkt sein.

Das ist eigentlich ja eh der Fall. Oder die entsprechenden Station sind gar nicht mal am Fahrplan drauf :P
Zitat

In Hütteldorf herrschen zum Glück andere Sitten, man darf mit dem 249 auch innerstädtische Fahrten zurücklegen, obwohl man dafür ja auch den 49A verwenden könnte :daumenhoch:

Falsches Beispiel :daumenrunter:
Der 249er (und 250er) ist keine Regionalbuslinie im "klassischen" Sinn!
Das ist im Prinzip eine Stadtlinie, die halt ein bißchen über die Stadtgrenze hinausfährt, aber planmäßig an jeder Haltestelle stehenbleibt. Dies ist
auch eindeutig im Fahrplan und an den Haltestellen ersichtlich.

Anders schaut es bei den Linien 351, 447, 547 aus. Das sind noch "alte" ÖBB-Linien, die früher nur vereinzelt Haltestellen in der Linzer Straße bedien(t)en.
So stand bis vor wenigen Jahren die Station Bujattigasse FR. stadtauswärts nur zum Einsteigen zur Verfügung. Wollte dort keiner einsteigen, fuhr der Bus durch.
Irgendwie verständlich, da man dorthin eh alle paar Minuten mit insgesamt 6 Linien fahren kann. Da werden die Fahrgäste nach Purkersdorf usw. nur
unnötig aufgehalten.
Die Stationen Wolfersberggasse und Utendorfgasse werden von diesen Regionallinien überhaupt nicht eingehalten, erst wieder die ab der Samptwandnergasse.
Die 547er-Schnellkurse bleiben überhaupt noch seltener stehen.

Zitat von Ferry

Im Gegenteil, wenn ein WL-Fahrer das sieht und weitermeldet,....

:D :D :D :D :D :D :D
hast Du diesen Satz wirklich ernst gemeint?

Einem Großteil der Lenker ist es doch schon total wurscht, was in ihren Fahrzeugen passiert (4 Kinderwagen, Roller, Verschmutzung, Rauferei...),
da wird sich doch kaum wer um so solche Sachen scheren :D :D
Ich zweifle auch sehr, dass viele von Ein- und Aussteigeverbote überhaupt wissen.
10.10.2012, 22:45#20
Viele Regionallinien sind für die Beförderung von Fahrgästen vom Umland nach Wien
Falsches Beispiel :daumenrunter:
Der 249er (und 250er) ist keine Regionalbuslinie im "klassischen" Sinn!
Das ist im Prinzip eine Stadtlinie, die halt ein bißchen über die Stadtgrenze hinausfährt, aber planmäßig an jeder Haltestelle stehenbleibt. Dies ist
auch eindeutig im Fahrplan und an den Haltestellen ersichtlich.

Anders schaut es bei den Linien 351, 447, 547 aus. Das sind noch "alte" ÖBB-Linien, die früher nur vereinzelt Haltestellen in der Linzer Straße bedien(t)en.
So stand bis vor wenigen Jahren die Station Bujattigasse FR. stadtauswärts nur zum Einsteigen zur Verfügung. Wollte dort keiner einsteigen, fuhr der Bus durch.
Irgendwie verständlich, da man dorthin eh alle paar Minuten mit insgesamt 6 Linien fahren kann. Da werden die Fahrgäste nach Purkersdorf usw. nur
unnötig aufgehalten.
Die Stationen Wolfersberggasse und Utendorfgasse werden von diesen Regionallinien überhaupt nicht eingehalten, erst wieder die ab der Samptwandnergasse.
Die 547er-Schnellkurse bleiben überhaupt noch seltener stehen.


Ok, stimmt, du hast natürlich recht. Bei den Linien auf der Linzer Straße stimmen aber alle veröffentlichten Fahrpläne miteinander überein. Auch aus den Fahrplänen beim VOR (und der Fahrplanauskunft) geht hervor, dass die Linien 351, 447 und 547 bei einigen Haltestellen durchfahren. Wenn das beim 566 nicht so ist, wäre es an der Zeit, das dem VOR zu melden, dass der das ändert.