Übernahme von Regionalbahnen durch das Land Oberösterreich

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26.11.2013, 12:13#21
Kein ÖBB-Geld mehr für Eisenbahnbrücke

Die ÖBB wollen die Erhaltung der Linzer Eisenbahnbrücke 2014 einstellen. Ab März werde Zugverkehr eingestellt, mit Schulschluss auch der Busverkehr. Zudem sei ab Sommer jederzeit mit einem Aus für den Pkw-Verkehr zu rechnen, so die ÖBB.


Es sei nicht Aufgabe der ÖBB innerstädtische Straßenbrücken zu erhalten, heißt es heute in einer Aussendung. Die Erhaltung der Brücke koste im Jahr eine halbe Million Euro. Kürzlich ist das 112 Jahre alte Bauwerk aus dem Denkmalschutz entlassen worden. Nun muss entschieden werden, was weiter passiert, denn die Brücke wird als Donauquerung noch gebraucht.

ÖBB nicht verantwortlich
Die ÖBB begründen ihren Schritt damit, dass die Brücke für sie keinen Verkehrsnutzen mehr habe und die Instandhaltung enorme Kosten verursache. „Die Kernkompetenz der ÖBB-Infrastruktur AG ist es nicht, innerstädtische Straßenbrücken zu erhalten, dafür sind andere verantwortlich“, so die ÖBB.

Im März nächsten Jahres werde der ohnehin schon seltene Eisenbahnverkehr ganz eingestellt, im Sommer, nach Schulschluss, dann auch der Busverkehr. Pkw können bis auf weiteres fahren, es müsse aber aus Sicherheitsgründen dann auch jederzeit mit einer Sperre für den Individual-Verkehr gerechnet werden.

Bild
ORF

Brücke zum Kauf angeboten
Stadt Linz und das Land Oberösterreich könnten die Brücke jederzeit übernehmen, wie das vor einem Jahr vereinbart wurde. Die neuen Eigentümer könnten dann die Belastbarkeit der Brücke durch Reparaturen verlängern.

Die Stadt will neben der alten eine neue Brücke für Pkw, Busse, Radfahrer, Fußgänger und eine neue Straßenbahnachse bauen, die dann mittels Verschiebetechnik an den alten Standort gerückt wird.

Das hätte den Vorteil, dass die Verkehrsverbindung nur wenige Wochen unterbrochen ist - vorausgesetzt, dass die bestehende Flussquerung noch so lang benutzt werden kann. Die Kostenschätzung aus dem Jahr 2011 liegt bei etwa 60 Mio. Euro für das Projekt.

ÖVP: „Denkmal zuerstört“
Die ÖBB haben eine wichtige Linzer Verkehrsverbindung verkommen lassen und damit auch ein Denkmal zerstört. Daher ist es nur logisch, dass die Bundesbahnen nun für eine Ersatzlösung auch zur Kasse gebeten werden, sagte die Linzer Klubobfrau Elisabeth Manhal (ÖVP).

SPÖ: „Schnelle Entscheidungen“
Verkehrsstadträtin Karin Hörzing (SPÖ) sagt: „Jetzt versuchen wir so schnell wie möglich Entscheidungen herbeizuführen wie man zu einer neuen Brücke kommt, bis dahin muss man schauen, wie lange tatsächlich die alte noch befahrbar sein wird.“ Sie spricht sich einmal mehr für einen Neubau am selben Standort aus.

Links:
• Eisenbahnbrücke neu im Gemeinderat (ooe.ORF.at; 15.10.13) [...]

Beste Grüße
VT
03.12.2013, 15:00#22
Eisenbahnbrücke wird erneut gesperrt

Die marode Linzer Eisenbahnbrücke wird erneut für den KFZ-Verkehr gesperrt - dieses Mal von 9. bis längstens 20. Dezember jeweils von 8.00 bis 16.30 Uhr.


Fußgänger können das Bauwerk während der Reparaturarbeiten ungehindert passieren, Fahrräder müssen geschoben werden, teilte die zuständige Vizebürgermeisterin Karin Hörzing (SPÖ) am Dienstag mit.

Brücke kann während Stoßzeiten benutzt werden
Gemeinsam mit den ÖBB als Eigentümer sei vereinbart worden, dass die Brücke zumindest während der Stoßzeiten in der Früh und am Abend sowie in den Nachtstunden benützt werden kann, so Hörzing. Sie pocht auf einen Schulterschluss aller Fraktionen für die Errichtung einer neuen Donauquerung: „Diese dringend notwendige und unaufschiebbare kurzfristige Sperre zeigt, dass sich die Eisenbahnbrücke dem Ende ihrer technisch möglichen Benutzbarkeit nähert.“

Kein Geld der ÖBB mehr
Erst in der Vorwoche war bekannt geworden, dass die ÖBB die Erhaltungsarbeiten an dem 113 Jahre alten Bauwerk einstellen - Mehr dazu in Kein Geld mehr für Eisenbahnbrücke (ooe.ORF.at; 26.11.13). Ab Mitte 2014 dürfen keine Busse mehr fahren, was den städtischen Verkehrsbetreiber Linz Linien rund 620.000 Euro pro Jahr kosten dürfte. Zudem droht die Sperre für den Pkw-Verkehr. Die fehlende Donauquerung erhöht den Druck, Baustellen in der Verkehrsplanung - wie die Zukunft der Mühlkreisbahn oder einen Brückenneubau - abzuarbeiten.

Beste Grüße
VT
03.12.2013, 17:00#23
Brücke kann während Stoßzeiten benutzt werden
Gemeinsam mit den ÖBB als Eigentümer sei vereinbart worden, dass die Brücke zumindest während der Stoßzeiten in der Früh und am Abend sowie in den Nachtstunden benützt werden kann, so Hörzing. Sie pocht auf einen Schulterschluss aller Fraktionen für die Errichtung einer neuen Donauquerung: „Diese dringend notwendige und unaufschiebbare kurzfristige Sperre zeigt, dass sich die Eisenbahnbrücke dem Ende ihrer technisch möglichen Benutzbarkeit nähert.“
Technisch gesehen: Schwachsinn. Entweder die Brücke ist so irreparabel, dass eine Gefährdung besteht, dann kann sie nicht in der HVZ (und da schon aus Belastungsgründen überhaupt nicht) benützt werden. Oder sie hält das ohne jede Gefährdung aus, dann "nähert sie sich nicht dem Ende ihrer technisch möglichen Benutzbarkeit". Das ist wieder einmal ein politisch initiierter Schmarrn! :baby: :daumenrunter:
05.12.2013, 20:24#24
Gipfel zur Eisenbahnbrücke gefordert

FPÖ und Grüne verlangen angesichts der neuerlichen tagelangen Sperre der maroden Linzer Eisenbahnbrücke einen Gipfel zwischen Stadt und Land. Das Treffen sollte noch vor Weihnachten stattfinden.


Die zuständige Vizebürgermeisterin Karin Hörzing (SPÖ) hatte am Dienstag mitgeteilt, dass das Bauwerk von 9. bis längstens 20. Dezember tagsüber nicht befahren werden darf - Mehr dazu in Eisenbahnbrücke wird erneut gesperrt (ooe.ORF.at).

„Schuss vor den Bug“
„Die Brückensperre soll als Schuss vor den Bug dienen - wir müssen sofort handeln, sonst läuft uns die Zeit davon“, betonte der Linzer FPÖ-Obmann Stadtrat Detlef Wimmer. Sowohl für die Menschen in Linz als auch die Pendler aus dem Umland sei eine Dauersperre, die es ohne Lösung bald geben werde, völlig unzumutbar. Wenn sich das städtische Verkehrsressort nicht direkt mit dem Land einigen kann, müsse ein Krisengipfel, an dem sich auch die Eigentümerin ÖBB beteiligen sollen, einberufen werden.

„Es droht ein unverantwortlicher Stillstand“
Es sei bereits fünf nach zwölf, der Handlungsbedarf eklatant, so die Verkehrssprecherin der oberösterreichischen Grünen, Ulrike Schwarz. „Wenn jetzt nicht gehandelt wird, droht sowohl auf der Schiene als auch auf der Straße ein unverantwortlicher Stillstand.“ Im Zuge der Bundes-Koalitionsgespräche heute, Donnerstag, müssten auch die Verhandlungen zu einer Übernahme der Regionalbahnen zur Sprache kommen, zudem brauche es eine Lösung der „Eisenbahnbrücken-Misere“, die eine faire finanzielle Verteilung der Lasten bringe.

Kein Geld mehr der ÖBB für die Brücke
Ende November hatten die ÖBB bekannt gegeben, dass sie die Erhaltungsarbeiten an der 113 Jahre alten Donauquerung einstellen - Mehr dazu in Kein Geld mehr für Eisenbahnbrücke (ooe.ORF.at; 26.11.13). Ab Mitte 2014 dürfen keine Busse mehr fahren, was den städtischen Verkehrsbetreiber Linz Linien rund 620.000 Euro pro Jahr kosten dürfte. Zudem droht die Sperre für den Pkw-Verkehr. Die fehlende Donauquerung erhöht den Druck, Baustellen in der Verkehrsplanung - wie die Zukunft der Mühlkreisbahn oder einen Brückenneubau - abzuarbeiten.

Beste Grüße
VT
27.12.2013, 20:39#25
ÖAMTC und ARBÖ fordern Entscheidung

Die Autofahrerclubs ÖAMTC und ARBÖ fordern gemeinsam mit der Stadtpolizei eine rasche Entscheidung über die Zukunft der Linzer Eisenbahnbrücke. Denn auch nach der letzten Reparatur sei die für Linz so wichtige Donauquerung desolat.


In einer gemeinsamen Aussendung fordern ARBÖ, ÖAMTC und die Polizei sowohl die Stadt Linz als auch das Land Oberösterreich auf, beim Thema Eisenbahnbrücke schnellstens zu einer Entscheidung zu kommen. Es werde über verrostete Nieten diskutiert. Aber für die Bewohner der Stadt Linz und für Pendler wären Nägel mit Köpfen deutlich hilfreicher.

Essentieller Bestandteil der Infrastruktur
Die Eisenbahnbrücke sei ein essentieller Bestandteil der Linzer Verkehrsinfrastruktur und für Fußgeher, Radfahrer und Öffi-Benutzer genauso wichtig wie für Autofahrer, sagt ÖAMTC-Landesdirektor Josef Thurnhofer. Nach kurzfristig notwendigen Reparaturarbeiten und einer zehntägigen Sperre sei die Eisenbahnbrücke in Linz zwar seit kurzem wieder offen. Am desolaten Zustand dieser wichtigen Donauquerung hätten die jüngsten Renovierungsmaßnahmen freilich nichts geändert.

Bis jetzt sei unklar, wie es mit der Eisenbahnbrücke weitergeht. Bekanntlich haben die ÖBB angekündigt, 2014 die Erhaltung des Bauwerks einzustellen.

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foto-kerschi.at/Werner Kerschbaummayr

Umsetzung des Gesamtverkehrskonzepts behindert
Das ungewisse Schicksal der Linzer Eisenbahnbrücke behindere nicht nur den fließenden Verkehr, sondern auch die Umsetzung des Linzer Gesamtverkehrskonzepts. Für die zweite Linzer Schienenachse mit Verbindung in den Raum Gallneukirchen wäre eine funktionierende Flussquerung im Bereich Eisenbahnbrücke nämlich die Grundvoraussetzung.

Die Eisenbahnbrücke muss gleich am Beginn des neuen Jahres sowohl in der Linzer Verkehrspolitik als auch beim Land Oberösterreich allerhöchste Priorität haben. Man kann ein Problem nicht jahrelang vor sich herschieben, man müsse irgendwann auch Verantwortung übernehmen, so ARBÖ-Landesgeschäftsführer Thomas Harruk und sein Kollege Thurnhofer vom ÖAMTC.

Beste Grüße
VT
27.12.2013, 21:07#26
Fällt irgendeinem Id**** in unserer tollen Regierung auf das es sich hier um eine Brücke handelt. Da gibt es jetzt 3 Wege:
1.)Renovieren
2.)Neubauen
3.)Abreißen

Wenn es den Bürgern wichtig ist dann Renoviert man sie oder baut eine neue wenn nicht dann Abreißen! Ob die ÖBB nun Geld gibt oder nciht ist vollkommen Egal. Das Geld wandert sowieso nur von der rechten in die linke Hosentasche, oder Schlussendlich an den Bauunternehmer. Was ist so schwierig? Darf ich ihnen bei der Entscheidungsfindung helfen, es gibt 3 Optionen oder wenn es ihnen schwer fällt dann nehmen wir halt nur zwei und werfen Münze Behalten oder Abreißen! :boese: Und für sowas kriegen die Geld, unglaublich! Herr schmeiß Hirn aufs Linzer Rathaus...
27.12.2013, 22:11#27
Zitat
Fällt irgendeinem Id**** in unserer tollen Regierung auf das es sich hier um eine Brücke handelt. Da gibt es jetzt 3 Wege:

1.)Renovieren

2.)Neubauen

3.)Abreißen

Wenn es den Bürgern wichtig ist dann Renoviert man sie oder baut eine neue wenn nicht dann Abreißen! Ob die ÖBB nun Geld gibt oder nciht ist vollkommen Egal. Das Geld wandert sowieso nur von der rechten in die linke Hosentasche, oder Schlussendlich an den Bauunternehmer. Was ist soschwierig? Darf ich ihnen bei der Entscheidungsfindung helfen, es gibt 3Optionen oder wenn es ihnen schwer fällt dann nehmen wir halt nur zwei und werfen Münze Behalten oder Abreißen! :boese: Und für sowas kriegen die Geld, unglaublich! Herr schmeiß Hirn aufs Linzer Rathaus...
Wenn es nur so einfach wäre wie du es nur beschreibst :rolleyes:
Das Problem ist das der Baustill der Brücke eine Rarität geworden ist weil viele schon darunter glauben mussten. (Reisst man sie ab dann hat man ein Baustill vieleicht sogar ausgerottet(wie viele Brücken existieren noch in Österreich mit den selben Baustill?))
Der Grund warum die Politiker sie los werden will ist, weil die Brücke nicht sehr Wirtschaftlich ist (zu teure Renovierungskosten, kaum befahrbar)

Mein Vorschlag wäre vieleicht zu teuer aber jeder hätte dannach was davon. Eine neue Brücke bauen die nur für den Verkehr gedacht ist (Auto, Bus (vieleicht wieder Eisenbahn?), und die alte Brücke Renovieren lassen für Fußgänger und Radfahrer.
27.12.2013, 23:18#28

Das Problem ist das der Baustill der Brücke eine Rarität geworden ist weil viele schon darunter glauben mussten. (Reisst man sie ab dann hat man ein Baustill vieleicht sogar ausgerottet(wie viele Brücken existieren noch in Österreich mit den selben Baustill?))
Gitterbrücken gibt es noch mehr als man glauben könnte auf diversen Nebenbahnen (Kamptal, Almtalbahn, ...).


Der Grund warum die Politiker sie los werden will ist, weil die Brücke nicht sehr Wirtschaftlich ist (zu teure Renovierungskosten, kaum befahrbar)

Das selbe Problem gab es in den 1980er-Jahren schon einmal und damals konnte man sich auch einigen, auch wenn die Kosten damals über 45 Millionen Schilling betrugen. Wenn man will ist alles möglich ...
24.01.2014, 14:04#29
Wieder Gipfel zur Eisenbahnbrücke

Wie geht es mit der Linzer Eisenbahnbrücke weiter? Diese Frage versuchen am Freitag Vertreter von Stadt Linz, Land Oberösterreich, der ÖBB und der Linz-Linien bei einem neuerlichen „Brückengipfel“ zu klären.


Eine Brücke verbindet zwei Ufer. Die Linzer Eisenbahnbrücke spaltet jedoch seit einigen Jahren die Politik in der Landeshauptstadt. Die SPÖ ist für eine neue Brücke, welche die 113 Jahre alte Eisenbahnbrücke ersetzen soll. Entsprechende Beschlüsse im Gemeinderat hat die SPÖ mit Unterstützung der Grünen durchgesetzt. Die ÖVP und ein privater Verein wollen verhindern, dass die alte Brücke weggerissen wird. Allerdings kommt die Instandhaltung der Brücke mittlerweile teuer.

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ORF

ÖBB braucht Eisenbahnbrücker nicht mehr
Eine halbe Million Euro hat der Eigentümer ÖBB jährlich in die Brücke gesteckt. Ab März kündigten die ÖBB an, die Instandhaltung zu stoppen, weil die ÖBB die Eisenbahnbrücke nicht mehr brauche. Die derzeit noch durchgeführten Fahrten der Mühlkreisbahn zur Wartung zum Hauptbahnhof könnten auch in Urfahr erledigt werden, heißt es bei den ÖBB.

Die Stadt Linz steckt nun in einem Dilemma. Nach den Gemeinderatsbeschlüssen soll zwar eine neue Donaubrücke parallel zur Eisenbahnbrücke gebaut werden, aber bis dahin könnten fünf bis zehn Jahre vergehen. Solange müsste die alte Brücke noch halten, damit es nicht zu einem Verkehrschaos kommt.

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KPPK Ziviltechniker GmbH

20.000 Fahrzeuge täglich
Täglich fahren 20.000 Fahrzeuge und zwei Buslinien über die Brücke, die umgeleitet werden müssten. Über die entstehenden Kosten für den Erhalt der alten und Bau der neuen diskutieren am Freitag Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer (SPÖ), Straßenbaureferent Franz Hiesl (ÖVP), die Linzer Verkehrsstadträtin Karin Hörzing (SPÖ), sowie Vertreter von ÖBB und Linz-Linien im Büro von Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ). Denn die Linz-Linien wollen in Zukunft mit einer neuen Straßenbahnlinie, der Nummer 4, über die Brücke fahren.

Beste Grüße
VT
24.01.2014, 21:14#30
Am Ende des Tages schaut's nun so aus:

Ergebnis des Gipfelgesprächs zur Eisenbahnbrücke
Bürgermeister Klaus Luger: "Die Linz AG wird den für Linz wesentlichen Bahnstreckenabschnitt mit der Brücke übernehmen!"


Linz (OTS) - Die Bahnstrecke vom Mühlkreisbahnhof bis zur Hafenstraße inklusive Eisenbahnbrücke soll von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) an die Linz AG abgetreten werden. Darauf einigten sich heute grundsätzlich Vertreter beider Unternehmen sowie die zuständigen PolitikerInnen aus Stadt und Land bei einem Gipfelgespräch zur Zukunft der Eisenbahnbrücke. Konkrete Details, wie der Zeitpunkt des Eigentumsübergangs und die Kosten, werden rasch in eigenen Vertragsverhandlungen bis Mai festgelegt. Bürgermeister Klaus Luger ist mit diesem Gesprächsergebnis zufrieden: "Das Heft des Handelns für die Zweite Straßenbahnachse liegt nun alleine in Linz!"

Aufgrund des desolaten Zustands der Eisenbahnbrücke sowie der Ankündigung der ÖBB, den Bahnverkehr über diese Brücke einzustellen und in weiterer Folge bis zum heurigen Sommer die Brücke abzutragen, hat Bürgermeister Klaus Luger zu einem Gipfelgespräch über die weitere Vorgehensweise eingeladen. Der Einladung gefolgt sind die Linzer Verkehrsreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing, die beiden Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl und Ing. Reinhold Entholzer, Vorstandssprecher Ing. Mag. (FH) Andreas Matthä und Mag. Franz Hammerschmied von der ÖBB Infrastruktur AG sowie Generaldirektor Mag. Alois Froschauer und DI Erich Haider von der Linz AG.

"Bei unserem heutigen Gespräch teilten uns die ÖBB mit, dass der Schienenverkehr über die Brücke jedenfalls bis zum Sommer eingestellt wird. Danach hat das staatliche Eisenbahnunternehmen keinen Bedarf mehr für die Brücke und sieht es auch nicht mehr als ihre Aufgabe, die Brücke zu erhalten", erörtert Bürgermeister Klaus Luger. "Auf der anderen Seite ist die Donauquerung und der anschließende Schienenstrang ein wesentlicher Bestandteil der Zukunftskonzepte Zweite Schienenachse und RegioTram. Deshalb hat sich die Linz AG bereit erklärt, den gesamten Bahnstreckenabschnitt vom Mühlkreisbahnhof bis in die Hafenstraße zu übernehmen, inklusive der Eisenbahnbrücke."

Die Details dieser Übernahme werden nun zwischen den ÖBB und der Linz AG ausverhandelt. Offen ist, neben dem konkreten Zeitpunkt, an dem die Eigentumsrechte an der Schieneninfrastruktur und der Brücke auf die Linz AG übergehen soll, vor allem die Höhe der Kosten für den Erwerb.

Linz-AG-Aufsichtsratsvorsitzender Bürgermeister Klaus Luger zeigt sich nach dem Gespräch erleichtert: "Ich bin froh, dass mit Linz AG und ÖBB zwei unternehmerisch denkende Partner einen Ausweg aus der bislang sehr komplexen Lage gefunden haben. Für die Stadtentwicklung bedeutet dieses Ergebnis, dass wir nun eigenständig die für Linz so wichtigen Verkehrsprojekte vorantreiben können."

Weiters wurde im Einvernehmen mit Landeshauptmann-Stellvertreter Hiesl und Landeshauptmann-Stellvertreter Entholzer vereinbart, dass die LinzAG umgehend mit der sogenannten Einreichplanung beginnen kann. Im Vorfeld werden letzte Streckendetails zwischen Land Oberösterreich, Stadt Linz und LinzAG abgeklärt.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.

Beste Grüße
VT
30.01.2014, 17:05#31
Österreich, 2014: Auf einer Bahn wird der Niederfluranteil auf 0% gesenkt:


Ab März keine Niederflur-Triebwagen mehr auf der Mühlkreisbahn

Das Aus für den barrierefreien "Desiro" auf der Mühlkreisbahn ist besiegelt.


LINZ/MÜHLVIERTEL. Laut ÖBB wird bereits ab März 2014 der Niederflur-Triebwagen "Desiro" (5022) nicht mehr auf der Mühlkreisbahn-Strecke verkehren. Dann stehen den Fahrgästen bis zum Jahr 2017, wenn sich die ÖBB endgültig völlig von der Mühlkreisbahn zurückzieht, nur mehr der ältere Triebwagen 5047, früher "Ruckzuck" genannt, zur Verfügung. Dieser hat keinen barrierefreien Einstieg, ist also beispielsweise für Frauen mit Kinderwägen, ältere Leute oder Behinderte ein Problem. "Unsere Mitarbeiter werden bei Bedarf helfen", sagt ÖBB-Pressesprecher Mario Brunnmayr.

Kritik von Grünen und Blauen
Der Abzug des "Desiro" auf der Mühlkreisbahn hängt mit der Eisenbahnbrücke zusammen. Die Linz AG wird die Eisenbahnbrücke ab dem Sommer von der ÖBB übernehmen. Das Land OÖ, die Stadt Linz, die ÖBB und die Linz AG einigten sich vergangene Woche beim "Brückengipfel". Ab dem Sommer wird auch der leichtere ÖBB-Triebwagen 5047 nicht mehr die Brücke passieren dürfen. "Wartungen und Services werden künftig auf dem Mühlkreisbahnhof durchgeführt", so Brunnmayr. Für die Verkehrssprecherin der Grünen, Ulrike Schwarz, bedeutet dies einen weiteren "Rückschritt und Qualitätsverlust". Schwarz: "Der ÖBB-Vorstand lässt 5000 Bahnpendler buchstäblich auf der Straße stehen." Nach Information der Grünen, die mit mehreren Eisenbahn-Experten in Kontakt ist, wird die ÖBB die Hauptwartung nur auf dem Hauptbahnhof durchführen können. Die Zuggarnituren müssten dann per Lkw-Tieflader überstellt werden. Auch FP-Klubobmann Günther Steinkellner fürchtet, dass mit der Übernahme der Eisenbahnbrücke durch die Linz AG das endgültige Aus für die Mühlkreisbahn droht. ÖBB-Sprecher Brunnmayr garantiert, "dass es keine Qualitätsverluste bei den Bahntakten gibt".
30.01.2014, 17:51#32
Ja, spinnen die jetzt komplett?? :rolleyes: :evil: :boese:
30.01.2014, 18:33#33
Ja, spinnen die jetzt komplett?? :rolleyes: :evil: :boese:
Ich finde das einfach nur mehr traurig! :rolleyes:
31.01.2014, 02:26#34
Ja, spinnen die jetzt komplett?? :rolleyes: :evil: :boese:
Ich finde das einfach nur mehr traurig! :rolleyes:


Aber verständlich, dass die ÖBB Ihre neuesten Fahrzeuge nicht ausgerechnet auf eine Strecke schicken wollen, die sie ab 2017 ohnehin nicht mehr befahren werden und von der sie diese Fahrzeuge auch nicht mehr so leicht auf das eigentliche Stammnetz zurückfahren können ... bleibt nur zu hoffen, dass man sich wirklich zu einer ordentlichen Lösung durchringen kann, die möglichst weit in Richtung Aigen verläuft.
31.01.2014, 03:57#35
Weiß jemand von euch wie weit es mit der WESTbahn im Raum Oberösterreich aussieht? Laut Medienberichten haben sich diese auch für die Neuausschreibungen beworben.

lg sheldor
31.01.2014, 09:07#36
Ja, spinnen die jetzt komplett?? :rolleyes: :evil: :boese:
Ich finde das einfach nur mehr traurig! :rolleyes:


Aber verständlich, dass die ÖBB Ihre neuesten Fahrzeuge nicht ausgerechnet auf eine Strecke schicken wollen, die sie ab 2017 ohnehin nicht mehr befahren werden.
Auch bei den WL war es lange Jahrer Usus, auf Linien, deren Einstellung beschlossen und daher absehbar war, das älteste Wagenmaterial einzusetzen, um den Fahrgästen den Umstieg auf Bus möglichst schmackhaft zu machen (z.B. 13er).
31.01.2014, 14:25#37
Weiß jemand von euch wie weit es mit der WESTbahn im Raum Oberösterreich aussieht? Laut Medienberichten haben sich diese auch für die Neuausschreibungen beworben.

lg sheldor


Klingt für mich (reine Mutmaßung!) nach einem Pseudo-Angebot um vortäuschen zu können, dass man andere Bahnen als Wien-Salzburg auch betreiben würde, wenn man sie nur lassen würde ... so lange die im Minus sind und es keine Expansionspläne nach München / Innsbruck / Hütteldorf-Hbf.-Flughafen oder derartiges gibt kann ich mir nicht vorstellen, dass die ernsthaft im (Eisenbahn-) Nahverkehr aktiv werden wollen?

Schon im EBFÖ nachgeschaut? (wo man neuerdings registriert sein muss um auch nur Text (!) im Forum lesen zu dürfen ... :rolleyes:
31.01.2014, 16:39#38
Schon im EBFÖ nachgeschaut? (wo man neuerdings registriert sein muss um auch nur Text (!) im Forum lesen zu dürfen ...

Mittlerweile geht's wieder unregistriert...
31.01.2014, 20:44#39
Weiß jemand von euch wie weit es mit der WESTbahn im Raum Oberösterreich aussieht? Laut Medienberichten haben sich diese auch für die Neuausschreibungen beworben.

Welche Neuausschreibungen?
07.02.2014, 11:48#40
Wirbel um ÖBB-Pläne für die Mühlkreisbahn

Der Plan der ÖBB, auf der Mühlkreisbahn bald nur noch alte Züge einzusetzen, lässt immer mehr Kritik aufkommen. Neben politischen Parteien melden sich auch Pendler zu Wort, die kritisieren, dass sie einen Komfortverlust hinnehmen müssen.


Die ÖBB planen, ab März auf der Strecke nach Aigen keine modernen „Desiro“ Garnituren mehr verkehren zu lassen, weil die 70 Tonnen schweren Dieseltriebwagen nicht mehr über die marode Linzer Eisenbahnbrücke fahren dürfen. Eine andere Überstellungsstrecke gibt es nicht. Nach einem Treffen zwischen Vertretern des Landes und den ÖBB gibt es noch keine Entscheidung. Die ÖBB wollen aber in den kommenden Wochen noch einmal die technischen Gegebenheiten überprüfen.

Grüne wollen „aktive Bürgerbeteiligung“
Der Brückenneubau sei für viele Linzer eine Herzensangelegenheit und das sei ein guter Grund sie in die Entscheidung einzubinden, sagt die Grüne Stadträtin Eva Schobesberger. Sie sollen aus drei ausgewählten Projekten ihr Lieblingsprojekt wählen können. Die Grünen wollen daher im nächsten Gemeinderat im März einen Antrag zum Thema „aktive Bürgerbeteiligung“ einbringen.

Die ÖVP begrüßt den Vorstoß der Linzer Grünen. Er eröffne einen neuen Weg zu einer demokratischen Entscheidung über die Zukunft der Eisenbahnbrücke, meint die Linzer ÖVP-Klubobfrau Elisabeth Manhal. Die ÖVP will ebenfalls einen Antrag einbringen. Die Linzer sollen über zwei Lösungen abstimmen können. Einerseits über den Erhalt der Eisenbahnbrücke und die zwei Brücken-Lösung. Andererseits über Abriss und Ersatz durch das erstgereihte Neubauprojekt.

ÖVP schlägt Volksabstimmung vor
Dem ÖVP-Vorschlag nach einer Volksabstimmung über den Erhalt der Brücke, können die Linzer Grünen nichts abgewinnen. Die Klubobfrau der Grünen, Gerda Lenger, verweist darauf, dass trotz einer Generalsanierung Sicherheitsmängel nicht auszuschließen seien. Es sei an der Zeit, die Realitäten zur Kenntnis zu nehmen.

FPÖ wirft Grünen Augenauswischerei vor
Die freiheitliche Verkehrssprecherin Susanne Walcher hinterfragt das Demokratieverständnis der Grünen und spricht von einer Augenauswischerei. Denn diese hätten unlängst einen FPÖ-Vorschlag, die Linzer über Renovierung bzw. Abriss der Eisenbahnbrücke zu befragen, abgelehnt. Walcher fordert, die Linzer zuerst zu befragen ob sie überhaupt eine neue Donaubrücke möchten oder ob die Eisenbahnbrücke doch saniert werden soll.

Beste Grüße
VT