Übernahme von Regionalbahnen durch das Land Oberösterreich

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07.02.2014, 15:40#41
Barrierefreiheit auf der Mühlkreisbahn zu teuer
Die barrierefreien Triebwagen auf der Mühlkreisbahn sind - nach nur zehn Jahren - ab März Geschichte.


Der Desiro wurde erst 2004 stolz auf der Mühlkreisbahn eingeführt. Nun ist er zu schwer um im Bedarfsfall auf Tieflader verladen zu werden. Bild: vowe

Als Österreichs größter Mobilitätsanbieter ist es Ziel der ÖBB, allen Kunden ein bequemes Reisen mit der Bahn zu ermöglichen...", so werben die Bundesbahnen im Online-Reiseportal. Für die Mühlkreisbahn gilt das aber nicht mehr: Nach dem angekündigten Aus für den modernen Desiro-Triebwagen auf der Mühlkreisbahn häufen sich die Beschwerden verärgerter Bürger. Das Vorgänger- und Nachfolgermodell 5047 ist nämlich nicht barrierefrei gebaut – und übrigens auch nicht klimatisiert. "Natürlich verstehen wir den Unmut der Fahrgäste, allerdings ist die Umstellung eine technische Notwendigkeit, die wir einfach nicht ändern können", sagt ÖBB-Sprecher Mario Brunnmayr. Dazu sei allerdings angemerkt, dass früher im 5047 auch noch Zugpersonal verfügbar war, um beim Ein- und Ausstieg behilflich zu sein. Brunnmayr gibt zu: "Wenn kein Personal am Zug ist, ist es natürlich auch schwierig zu helfen." Heißt im Klartext: Menschen mit Beeinträchtigung oder Mütter mit Kinderwägen werden schlicht im Stich gelassen.

Mehr Lösungsvorschläge als ein "Wir bitten um Verständnis" gibt es seitens der Bundesbahnen nicht. Die Tatsache, dass ab März eben nur mehr die alten Triebwagen fahren, wird hingenommen. Daran sieht man, dass die Mühlkreisbahn längst aufgegeben wurde. Die Bundesbahnen wissen, dass die Strecke nur ein "Problem auf Zeit ist". Letztlich ist die Abkehr von der Barrierefreiheit nur ein weiterer Schritt in der Taktik der jahrelangen kontinuierlichen Verschlechterung. Das Problem ist, dass der Aufschrei in der Region nicht wirklich groß ist. Außer beherzten Aktivisten kümmert sich im Bezirk Rohrbach nicht wirklich jemand um die Bahn. Das Engagement der lokalen Politik kann maximal als halbherzig bezeichnet werden. Leidtragende sind die Pendler im unteren Abschnitt, die die Bahn auch wirklich nutzen – aus dieser Ecke kommen auch die meisten Beschwerden.

Es fehlt der Wille

Die Argumentation, warum man überhaupt wieder auf die alten 5047 umstellt, ist schnell erklärt: Der Desiro sei mit 70,6 Tonnen zu schwer. Sein Vorgänger bringt gerade einmal 46 Tonnen auf die Waage. Dies sei für die Eisenbahnbrücke gerade noch tragbar. Doch ab Sommer fahren ja überhaupt keine Züge mehr auf der Eisenbahnbrücke und auch der 5047er muss dann in Urfahr gewartet werden und kreuzt folglich ausschließlich zwischen Urfahr und Aigen. Warum der Desiro nicht für diesen Inselbetrieb geeignet ist? "Im Notfall können wir den 5047 auf einen Tieflader laden. Beim Desiro wäre das nur mit erheblichem finanziellen Aufwand möglich", sagt Mario Brunnmayr. Dennoch würde sich mit gutem Willen und eben finanziellem Aufwand auch dieses Problem lösen lassen.

Was letztlich fehlt, ist der Wille, eine vernünftige Zugverbindung in das Mühlviertel aufrechtzuerhalten, und eine Politik, die das auch einfordert – oder eben ehrlich sagt: "Das können wir uns nicht leisten, sperren wir ab Rottenegg zu."

Zu schwer

Bis zum Sommer dürfen auf der Eisenbahnbrücke noch die alten Triebwagen verkehren. Der Desiro ist ab März zu schwer. Es gehe um „Windspitzen“, heißt es seitens der ÖBB. Wenn kein Zug mehr über die Brücke fahren kann, ist in Ausnahmefällen der Transport via Tieflader nötig. Dieser käme beim Desiro schlicht zu teuer.


Zugkunft Mühlkreisbahn

[ ----> VIDEO ]

Die Solidarwerkstatt berichtet von der bewussten Verlotterung und nicht Sanierung der Hochwasserschäden 2002 an der ÖBB Strecke Mühlkreisbahn. Zum Spielball geworden zwischen Landespolitik, Stadtpolitik und Interessen des Städtischen Nahverkehrsbetreibers Linz AG, wird diese verkehrstechnisch notwendige Nebenbahn auf Kosten der Steuerzahler/Innen und Pendler/Innen, aufgerieben. Statt einer Sanierung der Mühlkreisbahn, soll diese einem vierfach teureren Straßenbahnneubau auf halber Streckenlänge weichen. Das ist keinesfalls im Interesse der Bahn benützenden Menschen und Pendler/Innen.
Länge:
11:[0]5
17.02.2014, 21:45#42
Quelle: http://kurier.at/chronik/oberoesterreich/mueh…gestiegen/51.517.795
Zitat
Letztes Update am 15.02.2014, 16:26

„Das Land ist den ÖBB nie auf die Zehen gestiegen“

Ex-ÖBB-Manager Robert Struger über den
desolaten Zustand und die Zukunft der Mühlkreisbahn.


Robert Struger, geboren
1951, war bis 2009 ÖBB-Regionalmanager für den Personenverkehr in
Oberösterreich. Dem studierten Bauingenieur ist die Mühlkreisbahn ein
besonderes Anliegen. Die aktuelle Situation auf der Regionalbahn,
meint der Linzer, sei aber leider ein Paradebeispiel dafür, wie man
Potenziale eines öffentlichen Verkehrsmittels nicht ausschöpft.

KURIER: In einem Leserbrief schreiben Sie, dass es bei der Mühlkreisbahn fünf nach zwölf ist. Warum?

Robert Struger: Die Politik hat schon vor der letzten
Landtagswahl gesagt, dass es grundlegende Verbesserungen geben wird.
Seither wurde aber nur geredet, passiert ist gar nichts. Auch die Leute
glauben nicht mehr daran, dass sich etwas verbessern wird.


Das ist der Vorwurf, den man der Politik machen kann. Technisch ist die Mühlkreisbahn doch noch zu retten.

Natürlich ist das möglich. Dass die ÖBB die Linzer Eisenbahnbrücke samt
Verbindungsgleis an die Linz AG abgegeben hat, erschwert allerdings die
Situation. Eine Überstellung von Trieb- und Erhaltungsfahrzeugen auf
direktem und kurzem Weg ist dadurch nicht mehr möglich. Alles, was sich
auf der Mühlkreisbahn bewegt, muss aufwendig auf der Straße zu den
Werkstätten hinter dem Hauptbahnhof transportiert werden. Denn dort wird
sowohl die Wartung der Fahrzeuge als auch die Reinigung gemacht. Ohne
die Verbindung Eisenbahnbrücke ist zu erwarten, dass sich die Qualität
für die Reisenden auf der Mühlkreisbahn massiv verschlechtern wird.


Haben die ÖBB die Eisenbahnbrücke abgegeben, um ihren Abschied von der Mühlkreisbahn zu beschleunigen?

Das Dilemma begann schon in den 1980ern. Die Stadt Linz war nie
wirklich bereit, über eine Sanierung der Brücke und eine Kostenteilung
zu reden. Eine gemeinsame Lösung war nicht im Interesse der Stadt. Es
wäre also falsch, der ÖBB allein die Schuld zu geben. Aber die Brücke
einfach ohne Perspektiven abzugeben, war falsch. Auch weil es einen
aufrechten Verkehrsdienstevertrag mit dem Land Oberösterreich gibt.


Dieser Vertrag läuft noch bis zum Jahr 2017. Sind die ÖBB
dadurch in der Pflicht, die Qualität aufrechtzuerhalten oder ist der
Vertrag zu zahnlos?


Der Vertrag ist überhaupt nicht zahnlos. Er enthält sehr genaue
Formulierungen über die Qualität des Verkehrsangebots. Das Land muss
diese Qualität aber auch einfordern. Bei den Langsamfahrstellen wurde
der ÖBB-Infrastruktur nicht auf die Zehen gestiegen.


Warum?

Möglicherweise , weil im Hintergrund bereits ein Deal mit der Linz AG
gelaufen ist, die Mühlkreisbahn durch eine Straßenbahn zu ersetzen.


Für die Regiotram wäre eine Umspurung der gesamten Strecke
notwendig, dafür könnte die regionale Straßenbahn dann von Rohrbach bis
zum Hauptbahnhof durchfahren. Um das Projekt ist es zuletzt allerdings
sehr ruhig geworden. Vor eineinhalb Jahren hat SPÖ-Verkehrslandesrat
Reinhold Entholzer den Mühlviertlern diese Variante noch als quasi fix
verkauft.


Man hat den Leuten damals vorgegaukelt, dass das Projekt schon relativ
weit gediehen ist. In Wahrheit war und ist es nichts anderes als ein
Vorprojekt ohne Betriebskonzept mit einem extrem langen Weg bis zur
Umsetzung. Außerdem muss man bedenken, dass die Regiotram nicht ohne die
zweite Straßenbahnachse funktioniert. Das wäre die Vorbedingung. Die
zweite Straßenbahnachse braucht aber die Eisenbahnbrücke. Die Regiotram
ist also in der zeitlichen Hierarchie das Letzte, was kommt.


Wann könnte es denn so weit sein?

Selbst wenn die Politik wirklich dahinter ist, dauert das mindestens
zwei Legislaturperioden. Dann ist jeder Politiker von heute Geschichte
und keiner wird sich mehr an irgendetwas erinnern.


Aktuell kommen mehr als 80 Prozent der Pendler mit dem Auto
nach Linz. Ist die Mühlkreisbahn wirklich noch ein entscheidendes
Verkehrsmittel?


Ohne Mühlkreisbahn würden zusätzlich 5000 Pendler ohne ordentliche
öffentliche Verkehrsverbindung mit dem Auto vor den Toren der Stadt
stehen. Das müsste eigentlich auch in Linz jemanden aufwecken. Da ist
Handlungsbedarf.


Von einem Pendler aus dem oberen Mühlviertel, der nicht
direkt an der Mühlkreisbahn wohnt, kann man derzeit aber nur schwer
verlangen, dass er mit dem Zug zur Arbeit fährt.


Die Politik glaubt immer, dass die Fahrzeit das allein Entscheidende
ist. Eine Beschleunigung der Mühlkreisbahn ist ohne Zweifel notwendig.
Aber ebenso notwendig ist, dass der Reisende die Zugfahrt sinnvoll
nutzen kann, zum Beispiel zum Arbeiten oder Lesen. Damit gewinnt er
quasi Lebenszeit. Wenn es dann noch ein ordentliches Angebot mit guten
Taktverkehr gibt, dann gewinnt man sehr schnell sehr viele Leute auf die
Schiene zurück. Das beweisen auch internationale Beispiele.


Was würde eine Modernisierung der bestehenden Normalspur kosten?

Ich glaube, dass man mit 40 bis 60 Millionen Euro die Infrastruktur der Bahnstrecke maßgeblich verbessern kann.


Das wäre nicht einmal ein Zehntel von dem, was der Linzer Westring kosten soll.

So würde ich nicht argumentieren. Es gibt einen Vergleich, der für sich
spricht. Eine Schmalspur-Regiotram bis Kleinzell würde uns die halbe
Strecke um den vierfachen Preis bringen. Sie soll ja 160 Millionen Euro
kosten. Die Attraktivierung der gesamten bestehenden Normalspurstrecke
bis hinauf nach Aigen wäre um ein Viertel des Geldes möglich.


Die Regiotram soll bis Rohrbach führen, nicht nur bis nach Kleinzell.

Das ist doch eine Illusion. Es wird gesagt, man baut einmal bis
Kleinzell und schaut dann, ob man weiterbaut, wenn sich der Betrieb
bewährt. Da weiß doch jeder gelernte Österreicher sofort, dass in
Kleinzell Schluss ist.


Man hört, die ÖBB planen bereits jetzt einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ab Rottenegg.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es solche Pläne gibt. Dahintersteckt
offenbar das Bestreben der ÖBB, sich auf der Mühlkreisbahn von der
Schiene zurückzuziehen.


Das Land soll die Mühlkreisbahn von den ÖBB übernehmen. Warum dauert es so lange, bis alles unter Dach und Fach ist?

Da geht es um viel Geld und das Land will sich die Strecke in keinem schlechten Zustand unterschieben lassen.


Glauben Sie, dass die ÖBB noch in die Mühlkreisbahn investieren werden?

Wenn die ÖBB als Schienenverkehrsunternehmen ernst genommen werden
wollen, dann werden sie wohl die Langsamfahrstellen beseitigen müssen.
Auch, um ihre vertraglichen Verpflichtungen einzuhalten.


Das wird aber nur dann passieren, wenn der Verkehrslandesrat dahinter ist.

Zumindest so lange die Eisenbahnbrücke befahrbar ist, wäre es
wünschenswert, dass das Land das einfordert. Der Desiro dürfte ja jetzt
doch weiter auf der Mühlkreisbahn fahren. Eine Gefahr ist allerdings,
dass Triebfahrzeuge durch Unfälle oder Defekte ausfallen. Die Wartung
wird ohne Eisenbahnbrücke sehr aufwendig.


Ein Blick in die Zukunft: Wer soll die Strecke nach der Übernahme durch das Land weiterbetreiben?

Das wird es sicher Interessenten geben. Die Mühlkreisbahn mag nicht ins
Infrastruktur-Konzept der ÖBB passen, für andere Unternehmen ist die
Strecke aber auf jeden Fall interessant. Es geht ja immerhin um eine
vom Land bestellte Verkehrsleistung. Selbst die ÖBB-Personenverkehr AG
könnte sich bewerben. Es wäre also möglich, dass die ÖBB weiter auf der
Strecke fährt, obwohl diese dann nicht mehr der ÖBB-Infrastruktur AG
gehört.

Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von umweltretter (17.02.2014, 21:49)
23.02.2014, 20:40#43
Widerstand gegen Schmalspurbahn wird größer
MüHLVIERTEL. Die Bürgermeister wünschen sich mehr Unterstützung von "ihren" Abgeordneten.

Die Mühlkreisbahn ist immer noch im Gespräch – Unsicherheit bestimmt die Diskussion. Bild: (Weihbold)

Zwar hat Landesrat Reinhold Entholzer (SP) zugesagt, dass die Desiro-Triebwagen auch weiterhin auf der Mühlkreisbahn verkehren sollen, doch die Diskussion um die Zukunft der Bahn ebbt nicht ab. Die Initiative "Zugkunft Mühlkreisbahn" forderte Mittwochabend mehr Unterstützung von der heimischen Politik. Auch die Bürgermeister fühlen sich im Stich gelassen. Doch wo liegen die größten Probleme der Mühlkreisbahn? Ein Erklärungsversuch:

1 Die ÖBB-Infrastruktur: In dem Moment, als das Wort RegioLiner – mittlerweile firmiert ja die Haider-Idee unter RegioTram – auftauchte, wurden die Arbeiten an der Infrastruktur eingestellt. Weil der Betrieb der Bahn nur bis 2017 im Verkehrsdienstvertrag festgeschrieben ist, besteht für die ÖBB-Infrastruktur auch nicht wirklich Handlungsbedarf.

2 Die Stadt Linz hat naturgemäß überhaupt kein Interesse, dass eine normalspurige Bahn in das Mühlviertel führt. Der Stau an der Stadteinfahrt stört die Stadtväter nur wenig. Vorschläge von Pendlerinitiativen zur Linderung des Stauproblems wurden und werden in Linz gänzlich ignoriert, zumal diese auch eher halbherzig eingefordert werden. Aus Linzer Sicht reicht eine Straßenbahnlösung bis Rottenegg völlig aus.

3 Das Land Oberösterreich scheint grundsätzlich gewillt, die Nebenbahnen zu übernehmen. Allerdings sind die Verhandlungen dazu noch nicht einmal gestartet. Laut Landeshauptmann Pühringer sollen diese noch im ersten Halbjahr 2014 stattfinden. Vorher will man sich aus taktischen Gründen nicht festlegen.

4 Die Eisenbahnbrücke: Stadt, Land, ÖBB und die politischen Fraktionen werfen sich gegenseitig Untätigkeit vor. Fest steht, dass Handlungsbedarf besteht und bis zur Sanierung oder dem Neubau einer Brücke die Donau mit einem normalspurigen Schienenfahrzeug nicht gequert werden kann. Deshalb sprechen sich die Landesräte Hiesl und Entholzer (nach Haider und Kepplinger) für eine schmalspurige Lösung aus. Damit – so soll es den Menschen im Mühlviertel schmackhaft gemacht werden – ist es möglich, die Donau auch ohne Eisenbahnbrücke zu queren und eine Durchbindung zum Hauptbahnhof zu schaffen.

5 Die Kosten: 166 Millionen Euro wurden bei der Präsentation der RegioTram veranschlagt. Damit würde die Straßenbahn allerdings erst bis Rohrbach fahren. Vor allem das Umspuren auf die in Linz üblichen 900 Millimeter schlägt hier zu Buche – Triebwagen nicht eingerechnet.

6 Die Urfahraner sind fleißige Zugfahrer und überhaupt der Grund dafür, dass die Mühlkreisbahn noch lebt. 5000 Fahrgäste nützen täglich die Bahn. Für die Pendler in Puchenau, Ottensheim und Walding ist die Mühlkreisbahn eine echte Alternative zum Auto.

7 Die Rohrbacher wurden von der Bahn kontinuierlich vertrieben. Nach dem Hochwasser 2002 wurden wichtige Reparaturmaßnahmen verschleppt. Von den damaligen Fahrgastzahlen von mehr als 1000 Gästen pro Tag kann man nördlich des Saurüssels nur mehr träumen. Immerhin fahren noch 550 bis 600 Passagiere täglich mit. Weshalb die Initiative "Zugkunft Mühkreisbahn sowie Abt Martin Felhofer und einige Bürgermeister auch "mehr Engagement von den heimischen Landespolitikern einfordern.

8 Viele Ideen: Viele Menschen machen sich Gedanken zur Mühlkreisbahn. In der Bevölkerung hat man allerdings keine rechte Freude mit der Schmalspur-Lösung. Treffendstes Argument: Während der Bauphase (Umspurung) steht der gesamte Bahnbetrieb. Man kann vorerst mit einem Umstiegs-Terminal in Urfahr leben, hat aber die Möglichkeit einer späteren normalspurigen S-Bahn-Lösung noch nicht gänzlich aufgegeben.

9 Die Zukunft: Alles hängt davon ab, wie schnell sich das Land zur Übernahme der Regionalbahnen entscheiden kann und wie es mit der Eisenbahnbrücke in Linz weitergeht.

"Ich bitte die Politik, Ja zu sagen zur Mühlkreisbahn. 2019 haben wir in Schlägl die Landesausstellung, bis dorthin müssten wir ein gutes Konzept haben. Schließlich könnte man direkt in die Ausstellung hinein fahren. Eine bessere Werbung für den öffentlichen Verkehr gibt es nicht.“
Abt Martin Felhofer, Schlägl

"Die Lokal- und Landespolitik muss endlich das tun, was wir Bürgermeister fordern. Wir haben uns schon mehrmals für die Beibehaltung der Normalspur ausgesprochen. Am Land will man das aber offensichtlich nicht hören. Wir müssen den Druck erhöhen.“
Wilhelm Peinbauer, Bürgermeister in Oepping
07.03.2014, 12:13#44
Eisenbahnbrücke soll abgetragen werden

Es bleibt dabei: Die marode Linzer Eisenbahnbrücke soll abgetragen und durch einen Neubau ersetzt werden. Das steht nach der gestrigen Linzer Gemeinderatssitzung fest.


ÖVP und FPÖ wollten zwar per Dringlichkeitsantrag eine Volksbefragung erreichen, und die Grünen beantragten eine Bürgerbeteiligung. Doch keiner der Anträge fand in der Nacht eine Mehrheit.

Bild
ORF

Weg frei für EU-weite Ausschreibung
Damit sei der Weg frei für eine EU-weite Ausschreibung des Wettbewerbs um den Brückenneubau, heißt es aus dem Büro von SPÖ-Vizebürgermeisterin Karin Hörzing. Diese Ausschreibung soll bereits, heute, Freitag starten.

Beste Grüße
VT
08.03.2014, 00:31#45
Gibt das Land drei Nebenbahnen dem Zusperren preis?
LINZ/WIEN. Die Verhandlung zwischen Land Oberösterreich, ÖBB und Verkehrsministerium über die Übernahme der vier Nebenbahnen (Mühlkreis, Hausruck, Almtal und Aschacher Bahn) starten neu. Das Land hat während der fast eineinhalbjährigen Verhandlungspause aber die Strategie geändert. Damit ist die Zukunft dreier Strecken unsicherer denn je.

In die stillgelegten Verhandlungen zwischen Bund und Land Oberösterreich über die Zukunft von vier Bahnstrecken kommt wieder Bewegung. Doch seit Verhandlungsabbruch Ende 2012 haben sich die Positionen verändert: Das Land will nur noch die Mühlkreisbahn übernehmen, nicht mehr die Hausruckbahn, die Almtalbahn und die Aschacher Bahn. Deren Zukunft ist damit unsicherer denn je.

Denn die ÖBB wollen die defizitären Bahnen an das Land abgeben – oder zusperren. Bis 2017 sind sie an den mit dem Land vereinbarten Verkehrsdienstvertrag gebunden. Was danach passiert, soll unter dem Dach der ÖBB passieren, ist aus dem Landhaus zu hören. SP-Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer könnte sich vorstellen, dass das Land bei "Attraktivierungsmaßnahmen" mitzahlt. Damit will der ehemalige Eisenbahner ein Zusperren verhindern. "Ich sehe Potenzial für die Bahnen. Wenn die FACC ihr Werk in Ort im Innkreis ausbaut und dahinter eine Bahnstrecke vorbeiführt, sollte es eine Station geben", sagt Entholzer. Richtung Grünau (Almtalbahn) sieht Entholzer ein touristisches Interesse – was allerdings mit einigen Ausflugszügen abgedeckt werden könnte.

Viele warnen vor Übernahme

Das Interesse, diese Bahnen in Landeseigentum zu übernehmen, dürfte bei den Landespolitikern deutlich abgeflaut sein. Vor allem die Landes-VP will mit den Strecken "keine stinkenden Erdäpfel" (Landeshauptmannstellvertreter Franz Hiesl) in die Hand bekommen. Das steht im Gegensatz zu einem einstimmigen Landtagsbeschluss im Dezember 2012. Doch seither haben sich etliche warnende Stimmen zu Wort gemeldet. Dass das Land drei Regionalbahnen so zum Zusperren freigibt, will Hiesl nicht gelten lassen. "Uns interessiert die Mühlkreisbahn. Die brauchen wir, um den Verkehr in Linz zu entlasten." Und ergänzt: "Zum Zusperren übernehmen wir keine Bahn." Das Zusperr-Image solle den ÖBB bleiben. In Niederösterreich hat die Landespolitik das Aus von Nebenstrecken zu verantworten, davor sind Oberösterreichs Politiker gewarnt.

Bei der Übernahme der Mühlkreisbahn drückt das Land aufs Tempo. Bis Sommer glaubt Hiesl, dass ein Abschluss möglich ist. Dabei weiß das Land nach wie vor nicht, wie die Zukunft der Mühlkreisbahn aussieht. Entholzer will eine Regiotram, die bis zu 90 km/h schnell ist und im Linzer Straßenbahnnetz weiterfahren kann. Ob bis Rottenegg, bis Kleinzell (dort gibt es einen großen Parkplatz), ist noch nicht entschieden. Diese teure Variante (Investitionen von 160 Millionen Euro) wäre keine Insellösung.

ÖBB wollen verhandeln

Mit 60 Millionen Euro deutlich billiger (und schneller umzusetzen) wäre die Sanierung der bestehenden Strecke – mit dem großen Nachteil, dass alle Fahrgäste in Urfahr umsteigen müssten. "Auch das ist eine Variante", sagt Hiesl.

Die ÖBB sagen, ihr altes Angebot gelte. Das hieße für die Mühlkreisbahn: 50 Prozent Beteiligung an den Investitionen und bis zu sieben Millionen Euro an gemeinwirtschaftlichen Leistungen für den laufenden Betrieb.

OÖN-Grafik

Heiße Erdäpfel Nebenbahnen: SP, Grüne und FP wollen Schiene erhalten
LINZ. Unterschiedliche Vorstellungen über Zukunft von vier Strecken in Oberösterreich.
Heiße Erdäpfel Nebenbahnen: SP, Grüne und FP wollen Schiene erhalten

Auf welchen Bahnstrecken könnte es bald dunkel bleiben? Diskussion um Nebenbahnen voll entbrannt

Am Dienstag haben die OÖNachrichten exklusiv berichtet, das Land Oberösterreich wolle nicht alle vier Nebenbahnen übernehmen, die die ÖBB abgeben wollen. Dabei geht es um die Hausruck-, die Aschacher, die Almtal- und die Mühlkreisbahn. Letztere steht außer Streit. Diese könnte schon in den nächsten Monaten in Landeseigentum übergehen. Wie die Strecke entwickelt werden soll, darüber gibt es aber keine Einigung.

Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer (SP) präzisiert nach dem Bericht, er werde für den Erhalt aller vier Bahnen kämpfen. Er bestätigte, die Hausruckbahn und die Almtal-Strecke sollen im Besitz der ÖBB bleiben. Anders als die VP will Entholzer die Aschacher Bahn übernehmen und mit der Linzer Lokalbahn verbinden.

Die Verkehrssprecherin der Grünen, Ulrike Schwarz, stößt sich an der Formulierung Hiesls, der von den Nebenbahnen als "stinkende Erdäpfel" sprach: "Es kann nicht sein, dass diese zum ungeliebten Spielball von Bund, ÖBB und Land werden und wie eine heiße bzw. ,stinkende‘ Kartoffel herumgereicht werden." Hiesl dazu: "Wir werden keine Nebenbahn übernehmen, die desolat ist und bei der daher nur eine Schließung in Frage kommt. Diesbezüglich sind die ÖBB und das Verkehrsministerium gefordert, den Nebenbahnen neues Leben einzuhauchen." Schwarz schimpft, dass Oberösterreich bei Straßenbau-Projekten wie dem Westring mitzahle. "Bei der Finanzierung des Verkehrs auf der Schiene fehlt das Geld an allen Ecken und Enden."

Für den Erhalt ist auch Günther Steinkellner (FP): "Die Regionalbahnen sind wesentlicher Teil des Öffi-Systems. Ein Wegfall hätte gravierende Folgen für Pendler und Schüler", so der FP-Klubobmann.

Fakten zu den Nebenbahnen

1 Verkehrsdienstevertrag: Die ÖBB bedienen die Nebenlinien bis 2017. So lange sind sie dem Land Oberösterreich vertraglich verpflichtet. Länger will die Staatsbahn die verlustreichen Strecken nicht bedienen.

2 Verkehrskonzepte: In Salzburg und Südtirol wurden Bahnen gut vertaktet, die Passagierzahlen steigen. Befürworter sagen, das sei auch auf Strecken in Oberösterreich möglich. Vari-anten (Regioliner, Normalbreite) gibt es, aber keine Einigung.

3 Finanzierung: Die Hälfte der Investitionen und den Betrieb müsste das Land finanzieren. Skeptiker warnen vor dem unbekannten Betreiberrisiko.
09.03.2014, 18:28#46
Für die Aschacher Bahn ist der letzte Zug noch nicht abgefahren
EFERDING. Die wieder aufgeflammte Diskussion über die Nebenbahnen weckt im Eferding neue Hoffnung, dass die lange vernachlässigte Bahnlinie Aschach-Wels erhalten und attraktiviert werden könnte.

In der Diskussion um den Erhalt der Regionalbahnen hofft man im Pendlerbezirk Eferding auf neuen Schwung und auf eine Zukunft der Aschacher Bahn. Nur mehr ein Zugspaar verkehrt auf der Strecke zwischen Aschach und Wels. Die Züge wurden durch Busse im Regionalverkehr ersetzt, der Güterverkehr hingegen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt.

"Es gibt Pläne, die Bahn mit der Linzer Lokalbahn zu verbinden und dadurch eine attraktive Bahnverbindung zu erreichen" sagt Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer. Außerdem wäre der Wegfall des Güterverkehrs ein schwerer wirtschaftlicher Schlag für die Region Eferding.

Günter Neumann, Geschäftsführer des Verkehrsunternehmens Stern & Hafferl, das die LILO betreibt, sieht Chancen für die Nebenbahn. "Vor allem auf der Strecke von Aschach nach Eferding und dann weiter nach Linz ist Potenzial vorhanden. Da gibt es ein Konzept vom Land, das bereits vor rund zehn Jahren gemacht wurde."

Güterverkehr legt deutlich zu

Was vielfach unterschätzt werde, sei der Güterverkehr auf der Strecke. "Er hat deutlich zugenommen. Die Region würde ein großes Problem bekommen, wenn das alles auf die Straße verlegt würde", sagt Neumann. Stern&Hafferl hat mit Rail Cargo Austria, die den Güterverkehr auf der Aschacher Bahn abwickelt, einen Subvertrag und stellt Lok und Lokführer zur Verfügung. Die ÖBB selbst halten sich bedecket, wie hoch die beförderte Gütermenge ist.

LAbg. Erich Pilsner (SP) betont die Wichtigkeit der Aschachbahn für die Region. "Finanzreferent Pühringer muss in Wien intensiv verhandeln. Wir brauchen ein klares Bekenntnis zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs und den gleichen Einsatz wie beim Bau wichtiger Straßen."

LAbg. Jürgen Höckner hofft auf die Möglichkeit, die Aschacher Bahn in die Linzer Lokalbahn einbinden zu können, versteht aber auch die Bedenken bezüglich der Kosten von Landesseite. "Die LILO muss sich positionieren, welchen Beitrag sie leisten will. Ob die Bahnlinie auch entsprechend genützt würde, dafür sind noch Studien notwendig", sagt der VP-Bezirksparteiobmann.
Bahnhof in Warteschleife

Solange die Verhandlungen zwischen Bund und Land nicht abgeschlossen sind, hängt auch die Sanierung des veralteten Eferdinger Bahnhofes in der Warteschleife. Er ist im Besitz der ÖBB und nicht der LILO. "Wir bekommen keine Rückmeldung von den ÖBB, ich befürchte, dass sie auf Zeit spielen", sagt Höckner.

Auch im Hinblick auf die Landesausstellung 2022, die Eferding mit Peuerbach austrägt, wünschen sich die Eferdinger einen zeitgemäßen Bahnhof. Auf diesen hofft auch Stern&Hafferl-Chef Neumann: "Er gehört dringend auf modernen Standard gebracht, doch die ÖBB zieren sich."
11.03.2014, 07:51#47
Desiro auf Mühlkreisbahn bis 2019 fixiert
ÖBB investieren nochmals in Eisenbahnbrücke. Sie bleibt bis Ende 2014 für Züge befahrbar. Zusätzlich errichten die ÖBB eine neue Servicehalle für die Wartung von Zügen in Rottenegg. Diese soll Anfang des Jahres 2015 fertig sein.

Die intensiven Gespräche zwischen Landeshauptmann-Stellvertreter Reinhold Entholzer und den ÖBB sind zu einem erfreulichen Abschluss gekommen: "Wir haben gemeinsam eine Lösung erarbeitet, die sicher stellt, dass die Desiro Züge noch bis zum Jahr 2019 auf der Mühlkreisbahn verkehren können," sagt Entholzer, der sich ausdrücklich bei den Verantwortlichen der ÖBB für die lösungsorientierte Zusammenarbeit bedankt.

"Auch die ÖBB haben signalisiert, dass in Sachen Zukunft der Mühlkreisbahn nun rasch Verhandlungen starten müssen. Mit Ministerin Bures, die ihre Gesprächsbereitschaft gegenüber dem Landeshauptmann bereits im Jänner 2014 schriftlich kundgetan hat, sind nun alle Verhandlungspartner/innen bereit die Sache in die Hand zu nehmen. Ich gehe jetzt davon aus, dass die Verhandlungen möglichst schnell wieder aufgenommen werden können," so Reinhold Entholzer weiter.
"Unsere Konzepte für die Mühlkreisbahn NEU liegen auf dem Tisch. Jetzt muss es das Ziel sein, die Modernisierung der Bahnstrecke voran zu treiben. Der heutige Verhandlungserfolge ist ein bedeutender Zwischenschritt dazu. Besonders wichtig ist es mir in den Verhandlungen ein Ergebnis zu erreichen, das den Erhalt aller Regionalbahnen in Oberösterreich beinhaltet. Das wäre ein klares Bekenntnis zum Öffentlichen Verkehr, wie ich es schon mehrmals eingefordert habe," schließt Reinhold Entholzer.

Neue Servicehalle in Rottenegg
Um die von vielen als unglücklich empfundene Situation rund um die Linzer Eisenbahnbrücke und die Mühlkreisbahn zu verbessern, gehen die ÖBB nun in die Offensive: Die ÖBB investieren noch einmal in die Eisenbahnbrücke Linz, damit sie bis Ende 2014 für Züge befahrbar bleibt. Zusätzlich bauen die ÖBB in Rottenegg eine Servicehalle für die Wartung von Zügen, die ab Anfang 2015 fertig sein soll. Daher können die bei den Fahrgästen beliebten Desiro-Züge bis 2019 auf der Mühlkreisbahn im Einsatz bleiben. Die ÖBB werden ihre Verträge mit dem Bund und dem Land einhalten. Durch diese Schritte erhält der Partner – das Land Oberösterreich – nun noch mehr Zeit für seine Entscheidung über die Zukunft der Mühlkreisbahn. Denn es gilt die Zeit nach 2019 zu planen und dafür Entscheidungen zu treffen.

Der Zugverkehr über die Brücke wird nun bis Ende 2014 ermöglicht und muss dann eingestellt werden. Das gilt auch für die städtischen und überregionalen Busse. Autos, Radfahrer und Fußgänger können die Brücke bis auf weiteres benützen. Die Zukunft der Eisenbahnbrücke wurde bereits bilateral zwischen ÖBB und der Stadt Linz gelöst: Die Linz Linien werden die Brücke mit Ende des Jahres übernehmen.

Die Erhaltungsarbeiten an der Brücke sowie eine neue Servicehalle erlauben den Einsatz der Desiro-Züge bis 2019. Die Fahrzeuge sind bei den Kunden sehr beliebt, erlauben aber nur bei den Haltestellen Puchenau und Aigen-Schlägl das barrierefreie Ein- und Aussteigen. Bei allen anderen 17 Haltestellen besteht wie bisher ein Höhenunterschied von 20 Zentimetern.

Zukunft der Regionalbahnen: Rückkehr an Verhandlungstisch wünschenswert
Das Land Oberösterreich hat die Verhandlungen über die Zukunft der Regionalbahnen in der Vergangenheit bereits zweimal abgebrochen. Dadurch konnte bisher kein bindendes Ergebnis erzielt und umgesetzt werden, was die Ursache für die offene und schwierige Situation auf den Regionalbahnen, so auch rund um die Mühlkreisbahn, ist. Das Angebot der ÖBB zur partnerschaftlichen Übergabe von sieben oberösterreichischen Regionalbahnen inkl. einem Investitionspaket ist aber nach wie vor aufrecht. Der Abschluss kann, wie er bereits Ende 2012 ausgemacht war, jederzeit erfolgen, sobald das Land dazu bereit ist. In anderen Bundesländern haben die Übernahmen durch die Länder gut funktioniert: Die steigenden Fahrgastzahlen auf der Pinzgaubahn in Salzburg oder der Mariazellerbahn mit neuen Fahrzeugen in Niederösterreich sind ein klarer Beleg dafür.

http://www.meinbezirk.at/ottensheim/politik/desiro-auf-muehlkreisbahn-bis-2019-fixiert-d870834.html
16.03.2014, 18:36#48
13.03.2014

Landtag einig
ALLE Nebenbahnen in OÖ müssen erhalten bleiben

Ein klares Bekenntnis zum Erhalt ALLER Regionalbahnen in Oberösterreich legte gestern der oö. Landtag ab. Sämtliche Parteien unterstützten nämlich einen entsprechenden Antrag der FPÖ.


Nachdem zuletzt LH Josef Pühringer und sein Vize Franz Hiesl (beide ÖVP) erklärt hatten, dass das Land nur die Mühlkreisbahn übernehmen wolle, befürchten viele, dass die ÖBB die Aschacher-, die Hausruckund die Almtalbahn stilllegen werden. Vorausgesetzt, sie werden nicht vom Land übernommen.

Deshalb hat die FPÖ im Landtag am Donnerstag einen Initiativantrag gestellt. Darin heißt es, "die oö. Landesregierung wird aufgefordert, im Rahmen ihrer Möglichkeiten für den Erhalt aller Regionalbahnen in OÖ zu sorgen." ÖVP, SPÖ und Grüne stimmten zu. Jetzt muss sich nur noch ein Termin zwischen Land und Bund finden, um über eine Übernahme zu verhandeln.
(© Gerald Schwab)
25.10.2014, 15:25#49
"Pühringer: "Mühlkreisbahn hat das größte Potenzial"": ----> http://www.meinbezirk.at/ottensheim/politik/p…enzial-d1126168.html
07.11.2014, 20:24#50
"Bald Lokalbahn zwischen Gmunden und Laakirchen?" ----> http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/sal…irchen;art71,1534372
03.12.2014, 21:20#51
"Bald Lokalbahn zwischen Gmunden und Laakirchen?" ----> http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/sal…irchen;art71,1534372
So schnell kann's gehen, die Pläne wurden wieder begraben: ----> "Müssten Brücke bauen, das tun wir sicher nicht"
04.12.2014, 09:24#52
"Bald Lokalbahn zwischen Gmunden und Laakirchen?" ----> http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/sal…irchen;art71,1534372
So schnell kann's gehen, die Pläne wurden wieder begraben: ----> "Müssten Brücke bauen, das tun wir sicher nicht"
Wieso müsste man eine Brücke bauen?
04.12.2014, 10:00#53
Wieso müsste man eine Brücke bauen?


Weil die Strecke im Zuge der Umfahrung Gmunden Ost dort unterbrochen wurde:
Anhänge
Gmunden.jpg
25.12.2014, 01:03#54
"Bald Lokalbahn zwischen Gmunden und Laakirchen?" ----> http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/sal…irchen;art71,1534372
So schnell kann's gehen, die Pläne wurden wieder begraben: ----> "Müssten Brücke bauen, das tun wir sicher nicht"
Wieso müsste man eine Brücke bauen?
Hier ein neuer Artikel mit weiteren Hintergründen:

Verwirrspiel um alte Güterbahnstrecke zwischen Oberweis und Gmunden
GSCHWANDT. Gmundner Ostumfahrung unterbricht die Bahnlinie – Brücke wird vorerst nicht gebaut.

Edmund Brandner 22. Dezember 2014 - 00:04 Uhr

Die Arbeiten an der Gmundner Ostumfahrung im Gemeindegebiet von Gschwandt schreiten zügig voran (wir berichteten). Die 2015 fertiggestellte Straße zerschneidet aber eine Eisenbahnlinie: Auf der Trasse der alten Pferdeeisenbahn verläuft die ÖBB-Güterstrecke zwischen Lambach und Gmunden.

120 Waggons pro Jahr

Bis Laakirchen ist die Linie dank der Papierfabriken bestens ausgelastet. Weiter als bis Oberweis fahren dagegen nur noch wenige Züge. Sie haben eine einzige Lieferadresse: 120 Waggons pro Jahr versorgen den Sanitärkeramikhersteller ÖSPAG mit rund 3000 Tonnen Ton aus Deutschland.

Weil die Strecke für die ÖBB wirtschaftlich nicht interessant ist, gibt der Konzern sie jetzt ab. Über Inserate werden Interessenten gesucht. Aus der Verkehrsabteilung des Landes ist zu hören, dass die Landesregierung die Nebenlinie übernehmen könnte.

Was allerdings nichts daran ändert, dass die Gleise dem Straßenprojekt im Weg stehen und in absehbarer Zukunft demontiert werden müssen. Laut ÖBB kommt es deshalb von April bis Juni 2015 zu einer Streckenunterbrechung. Was bedeuten würde, dass danach wieder gefahren werden kann. Und das geht nur, wenn eine Brücke errichtet wird. Doch davon ist keine Rede.

Offenbar sind sich VP und SP auf Landesebene nicht einig, wie es weitergehen soll. VP-Straßenbaulandesrat Franz Hiesl sieht keine Zukunft für die Strecke zwischen Oberweis und Gmunden. Im Büro von Verkehrslandesrat Reinhold Entholzer denkt man hingegen darüber nach, der Strecke in absehbarer Zeit neues Leben einzuhauchen – in Form einer Stadt-Regio-Tram zwischen Laakirchen und Gmunden. Die Brücke würde man freilich erst errichten, wenn dieses Projekt spruchreif ist.

Will heißen: Die Güterbahnstrecke wird vorerst wohl sterben.

Eisenbahnfreunde in Gmunden sind alarmiert. "Die Zerstörung dieses Gmundner Bahnanschlusses wäre eine Tragödie", sagt der pensionierte Lehrer Franz Pucher. "Nicht nur, weil diese Strecke eine lange Tradition hat. Sie trägt auch dazu bei, den Güterverkehr auf der Straße zu vermeiden."

Der ÖSPAG-Mutterkonzern Laufen Bathrooms AG in Wilhelmsburg (NÖ) verfolgt die Entwicklung ebenfalls aufmerksam. "Wir können unsere Rohstoffe theoretisch auch per Lkw nach Gmunden transportieren", sagt Laufen-Managerin Regine Perina. "Nur würden wir langsam gerne wissen, was die Verantwortlichen wirklich vorhaben."

Lokalbahn Lambach – Gmunden

Die Lokalbahnlinie von Lambach über Laakirchen nach Gmunden entstand 1859 auf einem Teilstück der vormaligen Pferdeeisenbahntrasse. Von der 25 Kilometer langen Strecke ist nur der Abschnitt Lambach – Stadl-Paura elektrifiziert.
Ursprünglich betrieben die ÖBB die Bahnlinie sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr. 1988 wurde der Personenverkehr jedoch eingestellt, und inzwischen endet die Normalspurstrecke in Gmunden-Engelhof. Im Güterverkehr bedient die Strecke heute vor allem die Papierfabriken in Steyrermühl und Laakirchen sowie eine Kiesgrube in Roitham. Nach Gmunden (ÖSPAG-Werk) fahren nur noch ein paar Güterzüge pro Woche.
15.04.2015, 22:10#55
Gmunden ist von Lambacher Bahn abgeschnitten
GSCHWANDT. Die Eisenbahnlinie von Laakirchen nach Gmunden (Lambacher Bahn) ist tot.

Sie wird seit Tagen von der Trasse der Gmundner Ostumfahrung durchschnitten und ist deshalb nur noch bis Oberweis für Züge befahrbar.

Zuvor gab es lange Diskussionen innerhalb der Landesregierung, ob eine Brücke für die Eisenbahn errichtet werden sollte. Die ÖBB stellten den Personenverkehr auf der Strecke 1988 ein, zuletzt fuhren nur noch vereinzelt Güterzüge zum Gmundner Öspag-Werk.

Jetzt übernimmt die Landesregierung die Trasse, um sie vorerst zu erhalten. Die SP möchte die Strecke zwischen Laakirchen und Gmunden in die Stadt-Regio-Bahn einbinden. VP-Bezirksobmann Hannes Peinsteiner begrüßt die Idee. Nicht jedoch Laakirchens VP-Bürgermeister Anton Holzleithner. Dieser befürchtet einen Kaufkraftabfluss in Richtung Gmunden, wenn Züge wieder fahren. (ebra)
25.10.2015, 18:55#56
Verkehrsbezogenes im neuen schwarzblauen Arbeitsübereinkommen Oberösterreichs:

Infrastruktur
Um auf die rasanten Entwicklungen im Bereich Mobilität vorbereitet zu sein, soll das oberösterreichische Gesamtverkehrskonzept evaluiert und überarbeitet werden.

Um eine weitere Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs zu erreichen, sollen die Grundlagen für ein attraktives Jahresticket für den gesamten öffentlichen Verkehr in Oberösterreich erarbeitet werden.

Um die angespannte Verkehrslage in Linz zu entlasten und den Zentralraum nicht durch unnötig lange Bauarbeiten zu behindern, wird die rasche Umsetzung des Westrings vereinbart. Um auch eine Ostumfahrung für Linz realisieren zu können, ist das dafür notwendige Trassenfestlegungsverfahren zügig voranzutreiben.

Wir bekennen uns zur Schaffung eines bedarfsgesteuerten, verkehrsträgerübergreifenden öffentlichen Verkehrssystems mit besonderer Schwerpunktsetzung auf den ländlichen Bereich, wodurch dieser verstärkt in den öffentlichen Verkehr eingebunden werden soll.

Wir beabsichtigen, die in Betrieb befindlichen Regional- und Nebenbahnen aufrecht zu erhalten, wobei eine Schwerpunktsetzung bei der Attraktivierung der Mühlkreisbahn rasch zu erfolgen hat. Hier ist eine taktgenaue Abstimmung mit dem Linzer Straßenbahnsystem und einer attraktiveren Umstiegsmöglichkeit voranzutreiben. Die für den Personenverkehr stillgelegten Bahnen werden vereinbarungsgemäß nicht wieder in Betrieb genommen.

Beim Verkehrsdienstevertrag ist sicherzustellen, dass die Betriebsqualität eingehalten wird und Langsamfahrstellen unverzüglich beseitigt werden.

Die Attraktivierung und Aufwertung des Linzer Flughafens sind notwendig, um auch die internationale Erreichbarkeit des Wirtschaftsstandortes zu garantieren. Zu diesem Zweck gilt es auch, die Anbindung des Flughafens mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu verbessern.

Alle Überschreitungen der Straßenverkehrsordnung sind gleichermaßen zu ahnden. Insbesondere darf es zu keinen ungerechtfertigten Ungleichheiten bei der Strafverfolgung zwischen in- und ausländischen Verkehrsteilnehmern kommen.

Bestehende Straßen- und Brückenbauprojekte werden weiter verfolgt und finalisiert, insbesondere ist das bundesländerübergreifende Projekt „Mauthausner Brücke“ bei der B3/B123 rasch fertig zu stellen.
26.10.2015, 17:19#57
Zitat
Wir beabsichtigen, die in Betrieb befindlichen Regional- und Nebenbahnen aufrecht zu erhalten, ( . . . )

man beachte bitte "Wir beabsichtigen"und

Zitat
Bestehende Straßen- und Brückenbauprojekte werden weiter verfolgt und finalisiert ( . . . )

"bestehende werden" !

Ich sehe das dann so:"Wir haben zwar beabsichtigt, aber leider . ." (Rest kann sich jeder denken), und die Bahn ist trotzdem weg . . .

Zitat
Die für den Personenverkehr stillgelegten Bahnen werden vereinbarungsgemäß nicht wieder in Betrieb genommen.


War nicht anders zu erwarten, fragt sich nur, wer das vereinbart hat(vom wem ist es ausgegangen).

Zitat
Wir beabsichtigen, die in Betrieb befindlichen Regional- und Nebenbahnen aufrecht zu erhalten, wobei eine Schwerpunktsetzung bei der Attraktivierung der Mühlkreisbahn rasch zu erfolgen hat. Hier ist eine taktgenaue Abstimmung mit dem Linzer Straßenbahnsystem und einer attraktiveren Umstiegsmöglichkeit voranzutreiben.

Scherzerl! Wenn die Linzer Eisenbahnbrücke abgerissen wird, ist die Mühlkreisbahn TOT!
Der Inselbetrieb wird sicher keine Zukunft haben.

Aber war nichts anderes zu erwarten, Gesichter wechseln, Farben wechseln, die Sch * * * bleibt die Gleiche.
Grüsse-SchienenWolf

Edit:Fehler ausgebessert
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von SchienenWolf (26.10.2015, 17:54)
27.10.2015, 21:15#58
Scherzerl! Wenn die Linzer Eisenbahnbrücke abgerissen wird, ist die Mühlkreisbahn TOT!

Es sei denn sie "verfolgen" weiterhin das Ziel eine Regionalbahn auf 900 mm umzuspuren und dort mit Straßenbahnen herumzufahren. Wieso man auf der neuen Brücke nicht einfach statt den Straßenbahn-, Bahngleise hinlegt. Noch schöner wäre natürlich eine elektrifizierung, aber das wäre ja nicht einmal ein zu erträumen.
27.10.2015, 22:05#59
@Schienenwolf: Der ganze Post ist Pessimismus und Schwarzmalerei par excellence... :rolleyes:

Meines Winnssens nach ist z.B. sogar geplant, die Straßenbahn über die neue Brücke zu bauen...
09.05.2016, 00:38#60
Die Gespräche beginnen wieder einmal von vorne: ----> Heimische Lokalbahnen: Karten werden wieder neu gemischt