Prof. Heinz Fink verstorben

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25.02.2013, 17:54#1
Soeben bei der "Railway Media Group" gefunden:

Prof. Heinz Fink verstorben

Prof. Heinz Fink war ein Liebhaber der Straßenbahn und hat uns mit seinen Publikationen viel Freude bereitet. Leider konnte er aus gesundheitlichen Gründen ein weiteres Buch nicht mehr in Angriff nehmen. Als Andenken an ihn können wir in seinen Büchern lesen. Am 22.02.2013 sagte er für immer "Auf Wiedersehen!".

Heinz, wir werden dich nicht vergessen! Ruhe in Frieden!

Stille Grüße
VT
25.02.2013, 18:12#2
Schade, dass es sich nicht mehr ausgegangen ist für das letzte Buch. Ich habe fast alle seine Bücher. Sehr interessant und bunt durchgemischt die Bilder. Sie sind immer eine Lese wert. Mein Beileid an die Familie.

Aus seinem letzen Werk (Seite 83)"(...) möchte ich auf mein nächstes Buch mit dem Titel "Tramway in und nach den Weltkriegen" aufmerksam machen. Es erscheint - so Gott will - 2013."
25.02.2013, 21:19#3
Weiß jemand wie alt Herr Fink wurde?
26.02.2013, 12:08#4
Man kann zu den Texten von Heinz Fink stehen wie man will (und das meine ich sowohl inhaltlich als auch grammatikalisch), man muss den Büchern jedoch, was die Aufnahmen und manches historische Beiwerk betrifft, zusprechen, dass sie eine willkommene Ergänzung zur rein fachlichen Literatur darstellen. Ich kann mich noch erinnern, dass mein erster Beitrag in diesem Forum die Frage war, ob irgend Jemand je etwas von der von Fink angesprochenen, temporären Straßenbahnlinie 107 gehört hat. Die erste Antwort darauf war von 95B: "Glaube nie etwas aus einem Finkbuch" (oder so ähnlich). Ich habe damals Heinz Fink angeschrieben und ihn ersucht, mir ein Foto der in seinem Besitz befindlichen Innenbesteckung zu senden, was er auch getan hat. Ich habe das Foto hier in das Forum gestellt, jedoch so gut wie keinerlei Reaktion erhalten. Ungefällig war Herr Fink also keineswegs und ich werde ihn in guter Erinnerung behalten.
26.02.2013, 16:52#5
Ich habe damals Heinz Fink angeschrieben und ihn ersucht, mir ein Foto der in seinem Besitz befindlichen Innenbesteckung zu senden, was er auch getan hat. Ich habe das Foto hier in das Forum gestellt, jedoch so gut wie keinerlei Reaktion erhalten. Ungefällig war Herr Fink also keineswegs und ich werde ihn in guter Erinnerung behalten.
Das ändert aber nichts daran, dass es möglicherweise eine Innenbesteckung dieser Linie, vielleicht sogar Pläne zu deren Instradierung, die Linie selbst aber nie gegeben hat. Wenn das behauptet wird, ist es schlicht und einfach falsch, und eine Innenbesteckung ist noch lange kein Beweis. Es ist heutzutage, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, nicht allzuschwer, sich Innenbesteckungen aller möglichen (und unmöglichen) Linien so anzufertigen, dass sie von echten kaum zu unterscheiden sind.

Apropos: Könntest du das Foto noch einmal ins Forum stellen? Ich habe es gesucht, aber nicht gefunden.
26.02.2013, 17:27#6

Apropos: Könntest du das Foto noch einmal ins Forum stellen? Ich habe es gesucht, aber nicht gefunden.

----> Straßenbahn Linienrätsel

Beste Grüße
VT
26.02.2013, 17:55#7

Apropos: Könntest du das Foto noch einmal ins Forum stellen? Ich habe es gesucht, aber nicht gefunden.

----> Straßenbahn Linienrätsel
Danke! Eigenartig, dass ich mit der Suchfunktion nicht darauf gestoßen bin. Wenn ich "107" eingebe (ohne Quotes), erhalte ich den Hinweis, dass nichts Passendes gefunden wurde.
26.02.2013, 17:58#8

Eigenartig, dass ich mit der Suchfunktion nicht darauf gestoßen bin. Wenn ich "107" eingebe (ohne Quotes), erhalte ich den Hinweis, dass nichts Passendes gefunden wurde.

"107" ist mit drei Zeichen um eins zu kurz für die neue Suchfunktion. "Linie 107" hat in dem Fall aber funktioniert...

Beste Grüße
VT
26.02.2013, 18:07#9

Eigenartig, dass ich mit der Suchfunktion nicht darauf gestoßen bin. Wenn ich "107" eingebe (ohne Quotes), erhalte ich den Hinweis, dass nichts Passendes gefunden wurde.

"107" ist mit drei Zeichen um eins zu kurz für die neue Suchfunktion. "Linie 107" hat in dem Fall aber funktioniert...
Danke für den Hinweis - wäre natürlich schön, wenn man statt "Nicht gefunden" einen entsprechenden Hinweis "Suchtext zu kurz" o.ä. erhalten würde. Nebenbei finde ich nicht, dass drei Zeichen zu kurz sind - es geht ja eher um die erhaltenen Treffer als um die Länge des Suchtextes. Wenn ich in diesem Forum nach "Linie" suchen würde, würde ich vermutlich auch mit Treffern überschüttet, obwohl der Begriff mit 5 Zeichen nicht zu kurz für die Suchfunktion ist.
26.02.2013, 19:58#10
Das ändert aber nichts daran, dass es möglicherweise eine Innenbesteckung dieser Linie, vielleicht sogar Pläne zu deren Instradierung, die Linie selbst aber nie gegeben hat. Wenn das behauptet wird, ist es schlicht und einfach falsch, und eine Innenbesteckung ist noch lange kein Beweis. Es ist heutzutage, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, nicht allzuschwer, sich Innenbesteckungen aller möglichen (und unmöglichen) Linien so anzufertigen, dass sie von echten kaum zu unterscheiden sind.
Natürlich ist das möglich. Aber ich halte Herrn Fink nicht für den Typ, der als Fälscher auftritt. Natürlich kann ihm auch wer was Gefälschtes angedreht haben. Ich habe mittlerweile mich mit dem Bau der Ostbahnunterführung beschäftigt und da gab es tatsächlich einen Zeitraum in dem der 6er unterbrochen war. Ich habe den Zettel nur im Moment verlegt. Sobald ich ihn ausgegraben habe, werde ich die Daten posten. Was ich mir nicht vorstellen kann ist, dass für Monate die Strecke Simmering - Ostbahnunterführung nicht befahren war. Ob das allerdings ein eigenes Liniensignal kreiert hat bleibt ungewiss. 107 wäre zumindest logisch gewesen, da 7 am Grässlplatz endete und 106 bereits vergeben war. Aber was war nicht alles in der Nachkriegszeit möglich?
26.02.2013, 21:48#11
Zum Gedenken an Herrn Prof. Heinz Fink
Da auch mein Bücherschrank als Remise vieler seiner Bücher zu bezeichnen ist, ist es mir ebenfalls ein Anliegen, seinen Angehörigen, Freunden und Wegbegleitern mein Beileid auszusprechen und mich posthum vor dem großen Straßenbahn-Freund Prof. Heinz Fink zu verneigen.

Schmökert man in seinen Büchern, erkennt man sofort, mit welch großer Liebe er daran gearbeitet hat und wie wichtig es ihm war, die Tramway aus allen Perspektiven zu zeigen. Wem es gegönnt war, bei einer seiner Buchpräsentationen anwesend zu sein, der hat einen ruhigen, bescheidenen Menschen getroffen, der sich niemals in den Mittelpunkt des Geschehens gedrängt hat, aber trotzdem bereitwillig und stets freundlich lächelnd seine Werke signiert hat.

Unvergessen bleibt mir auch die Schilderung meiner Mutter, die – als sie ihn erstmals angerufen hat, um ein nettes Geschenk für mich zu bestellen – die Adresse genannt hat. Voller Begeisterung hat er ihr sofort und sehr ausführlich berichtet, dass es von 1943 bis 1947 unweit unserer Wohnung eine von der Straßenbahn erschlossene Gemüse-Bezirksabgabestelle gegeben hat. Sein Versprechen, sich bei ihr zu melden, wenn ein neues Buch erscheint, hat er auch sehr verlässlich eingehalten.

Wenn er inhaltlich mitunter oft kritisiert worden ist, werde aber sicherlich nicht nur ich sein Lebenswerk und Vermächtnis trotzdem stets in Ehren halten. Und so wie er in der Widmung seiner Bücher all jener Freunde, die nicht mehr unter uns sind, gedacht hat, müssen wir uns nun von ihm zwar verabschieden, in Vergessenheit wird er aber bestimmt nicht geraten.

In großer Dankbarkeit und Trauer,
67er
Anhänge
Gedenkbild_H_Fink.JPG
26.02.2013, 22:22#12
Auch von mir Beileidswünsche an Familie und Freunde. Auch bei mir residieren etliche Fink-Bücher (vor allem jene jüngeren Datums, die älteren sind ja eher schwer aufzutreiben) und es war und ist stets eine Freude, sich die Bilder, die Prof. Fink so eifrig zusammengetragen hat, anzuschauen.

Über inhaltliche Unebenheiten mußte man einfach zugunsten der Fotos hinwegsehen.
27.02.2013, 11:52#13
Hier kommen die versprochenen Daten: Linie 6 vom 19.11.1945 - 5.1.1946 nur bis Gellertplatz, 6.1.1946 - 20.1.1946 Ablenkung zur Lehmgasse, 21.1.1946 - 8.9.1946 wiederum bis Gellertplatz. Das bedeutet, dass der Streckenabschnitt Ostbahnunterführung - Simmering vom November 1945 bis zum September 1946 nicht von der Linie 6 befahren wurde. Das wäre dann jener Zeitraum gewesen in welchem die (mögliche) Linie 107 den Verkehr wahrgenommen hätte (immerhin ca. 9 Monate!). Die Tage vom 6.1. bis 20.1. könnten jene sein, an denen die Linie 6-gestrichen verkehrt haben könnte, da in diesem Zeitraum der gesamte Abschnitt Favoritenstraße - Gellertplatz - Ostbahnunterführung sonst ohne Verkehr gewesen wäre. Für mich klingt das plausibel, wenn es auch kein Beweis für die Linie 107 ist. Dass es zur temporären Einführung dieses "Ersatzverkehrs" keine umfangreichen Formalitäten gegeben haben könnte sondern Improvisation vorherrschte, erscheint mir für eine Zeit, in der sogar Arbeitstriebwagen mit Personenanhängern zur Bewältigung des öffentlichen Verkehrs herangezogen wurden, zumindest möglich.

In Erinnerung an Prof. Heinz Fink Öffi Freund
28.02.2013, 10:24#14
Hier kommen die versprochenen Daten: Linie 6 vom 19.11.1945 - 5.1.1946 nur bis Gellertplatz, 6.1.1946 - 20.1.1946 Ablenkung zur Lehmgasse, 21.1.1946 - 8.9.1946 wiederum bis Gellertplatz. Das bedeutet, dass der Streckenabschnitt Ostbahnunterführung - Simmering vom November 1945 bis zum September 1946 nicht von der Linie 6 befahren wurde. Das wäre dann jener Zeitraum gewesen in welchem die (mögliche) Linie 107 den Verkehr wahrgenommen hätte (immerhin ca. 9 Monate!).
Und du meinst, dass es bei einer derart langen Betriebsdauer dieser neuen Linie - und das bereits nach dem Krieg - nicht irgendwelche Unterlagen geben müsste? Wo es von allen damals betriebenen Linien genau Aufzeichnungen über den Betrieb und die Betriebsdauer gibt? Das kann ich mir nicht vorstellen. Außerdem: was waren die Gründe dafür, dass der genannte Streckenabschnitt in dieser Zeit vom 6er nicht befahren werden konnte? Wenn dort ein 6er nicht fahren konnte, wird es ein 107er ja wohl auch nicht gekonnt haben. Und selbst wenn die Linie 6 betriebsbedingt eine Zeitlang geteilt geführt wurde: welchen Sinn hätte es gehabt, einem kurzem Teilstück eine andere Linienbezeichnung zu geben?

Ich unterstelle Fink keineswegs Betrugsabsichten, aber wer seine Bücher kennt, weiß, dass die Texte darin oft - na sagen wir mal - nicht sehr genau recherchiert sind. Ich stelle auch die Echtheit der gezeigten Besteckung nicht in Frage - das könnte ich nur, wenn ich sie vor mir hätte - aber dass es nie eine Linie 107 gegeben hat, steht außer Frage.

PS: Es wurden Signalscheiben bzw. deren Pläne für Linien angefertigt, die dann nie gekommen sind. Es müsste also von dieser Linie 107 zumindest Pläne einer Signalscheibe geben. Wie ich dir aus gut unterrichteter Quelle verraten kann, gibt es die nicht.
28.02.2013, 11:33#15
Auch ich möchte mich meinen Vorpostern anschließen, und der Familie und den Freunden Prof.Finks mein Beileid ausssprechen.
Auch kann ich nur sagen, daß ich seine Bücher immer gerne gelesen habe, die Bilder waren immer sehr interressant, er hat auch Bilder veröffentlicht, die nicht schon wo anders publiziert waren (also "neue" Bilder).
Sicher haben einige in seinen Büchern aufgestellten Behauptungen nicht den Tatsachen entsprochen;aber erstens gibt es auch in anderen "Fachbüchern" z.T.gravierende Fehler, außerdem wurden in der Vergangenheit nicht so genaue Aufzeichnungen geführt, bzw. gingen diese verloren, vielfach ist man dann auf Wissen aus "2ter Hand" angewiesen,vielleicht auch auf mündliche Erzählungen-vielleicht spielt dann die Erinnerung den jenigen einen Streich.
Auch kann man vielleicht "Zeitungsenten" nach Jahrzehnten nicht mehr als solche erkennen.
Alles in allen kann gesagt werden, daß Heinz Fink versucht hat,mit viel Liebe und Akribie Fakten für seine Bücher zusammenzutragen.
Daß Ihm dabei auch Fehler unterlaufen sind, finde ich ist verzeihbar(ich gehe auch einmal davon aus, daß er das meiste alleine gemacht hat, und eher keinen "redaktionellen Mitarbeiterstab" gehabt hat).
28.02.2013, 11:42#16
Außerdem: was waren die Gründe dafür, dass der genannte Streckenabschnitt in dieser Zeit vom 6er nicht befahren werden konnte? Wenn dort ein 6er nicht fahren konnte, wird es ein 107er ja wohl auch nicht gekonnt haben.
Da habe ich mich vielleicht nicht genügend ausführlich geäußert: Nicht befahrbar war lediglich die Ostbahnunterführung (es handelte sich also nur um eine Streckenunterbrechung in diesem Bereich, d.h. ein durchgehender Verkehr der Linie 6 war nicht möglich. Grund war die teilweise Zerstörung der Ostbahnbrücke durch Kriegsereignisse (ob Bomben oder Artilleriebeschuss bei der Einnahme Wiens oder Sprengung durch deutsche Truppen weiß ich nicht). Die Unterbrechungsdauer hing mit der Wiederherstellung der Brücke und der Unterführung zusammen. Die Streckenteile beidseits der Unterführung waren befahrbar. Ich habe auch nicht behauptet, dass es diese Linie 107 gegeben hat, sondern dass eine Möglichkeit dazu besteht. Wenn du sagst, dass jede Linie immer genauestens dokumentiert ist, so wirst du mir ja auch Antwort bezüglich der HVZ-Linie O-gestrichen geben können (habe ich an anderer Stelle gepostet, aber nie eine Antwort erhalten). Und wenn du meinst, die hat es nicht gegeben, so muss ich dich berichtigen, denn ich bin in den Sechzigerjahren selbst damit gefahren. Was die Signalscheiben betrifft: Wenn ich mich recht erinnere, gab es auch Linien, die als Langzeitprovisorium keine Signalscheiben besaßen (ich glaube 37/40 war eine solche, die hatte - je nach Fahrtrichtung auf einer Seite 40 und auf der anderen 37 stehen). Gruß Öffi Freund ;)
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Öffi Freund (28.02.2013, 11:47)
28.02.2013, 12:27#17
Wenn du sagst, dass jede Linie immer genauestens dokumentiert ist, so wirst du mir ja auch Antwort bezüglich der HVZ-Linie O-gestrichen geben können (habe ich an anderer Stelle gepostet, aber nie eine Antwort erhalten). Und wenn du meinst, die hat es nicht gegeben, so muss ich dich berichtigen, denn ich bin in den Sechzigerjahren selbst damit gefahren.
Ich bestreite keineswegs, dass es die gab; im Gegenteil, ich habe sie selbst noch erlebt und ich kann mich noch gut an die K-kx erinnern, die auf dieser Linie fuhren - im Gegensatz zum normalen "O", auf dem bereits moderneres Wagenmaterial eingesetzt war. Was deine Frage nach einer Antwort zur HVZ-Linie betrifft, so kann ich sie dir nicht geben, weil ich nicht über das einschlägige Material verfüge - was aber nicht heißt, dass ein solches nicht existiert. Wenn du auf diese Frage bislang keine Antwort erhalten hast, dann möglicherweise deswegen, weil diejenigen, die dir eine Antwort geben könnten, an der von dir geposteten Stelle nicht mitlesen.

Zitat
Was die Signalscheiben betrifft: Wenn ich mich recht erinnere, gab es auch Linien, die als Langzeitprovisorium keine Signalscheiben besaßen (ich glaube 37/40 war eine solche, die hatte - je nach Fahrtrichtung auf einer Seite 40 und auf der anderen 37 stehen). Gruß Öffi Freund ;)
Das ist richtig. Trotzdem bleibt die Frage, weshalb man bei einer Linie, die kriegsbedingt und auf absehbare Dauer in zwei Teilstücke gespalten war, eines dieser Teilstücke mit einer neuen Linienbezeichnung versehen hätte sollen. Das wurde ja in anderen Fällen auch nicht gemacht - so musste z.B. der 62er 1974 infolge von Kanalbauarbeiten fast ein halbes Jahr geteilt geführt werden, aber trotzdem wurden beide Teilstücke mit "62" bezeichnet. Beim 37/40 ergab sich die Bezeichnung durch die Verknüpfung beider Außenäste ja von selbst, "Bruchstrichlinien" gab es in Wien schon vorher; das war nichts Neues.

Es ist auch denkbar, dass das Signal für eine ganz andere Linie gedacht war, die mit dem Krieg und seinen Folgen überhaupt nichts zu tun hat. Wie gesagt: ich schließe ja nicht aus, dass daran gedacht war, eine solche Linie einzuführen. Nur geschehen ist es eben nie.
28.02.2013, 22:11#18
Wie schon mehrmals betont: Ich behaupte nicht, dass es die Linie 107 gegeben hat. Du behauptest, dass es die Linie in keinem Fall gegeben hat (allerdings mangelt es dir an Beweisen die deine Aussage untermauern würden, denn die Aussage, dass es keine Blechschilder gegeben hat, sagt im Hinblick auf die Linie 37/40 gar nichts aus). Und deine Quellen nennst du ja nicht. Bevor ich hier weiter schreibe möchte ich hier noch einmal betonen: Ich behaupte hier nicht die Existenz der Linie 107, sondern die Möglichkeit, dass es so etwas gegeben haben könnte, während du der Meinung bist, dass es diese Linie absolut nicht gegeben hat. Es gibt Punkte die dafür und solche, die dagegen sprechen:

Punkte dafür:


  1. Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass die Geiselbergstraße rund 9 Monate ohne öffentlichen Verkehr gewesen ist, obwohl die Strecke befahrbar war. Auch nur mit einem Pendeltriebwagen muss hier ein Ersatzverkehr stattgefunden haben. Wie brachte man Fahrgästen bei, dass der Verkehr vor der Ostbahnunterführung enden würde?


  2. Linie 37/40: „Dort werden aber die gestrichenen Liniensignale nicht erwähnt, die offenbar dem Übereifer des Bahnhofs Gürtel zu verdanken und auch sachlich falsch sind, da mit dem Signal 37/40 eine neue Linienbezeichnung geschaffen wurde, die sich zwar an den Strecken der beiden Linien orientieren sollte, deren Endpunkte aber frei definiert werden konnten. Bei der ersten von 1948 bis 1951 wegen Unbefahrbarkeit der innerhalb des Gürtels liegenden Streckenteile notwendigen Verwendung dieser Linienverknüpfung wurde lediglich, wie dann auch beim zweiten Mal gehandhabt, obwohl da laut Dienstauftrag Signalscheiben vorgesehen waren, die Besteckung der Dachsignale, auf der einen Seite 37 und auf der anderen 40, vorgeschrieben.“ Als Innenbesteck wurden die Signale 37 und 40 nebeneinander auf einer Routentafel aufgeklebt. Wie du siehst, gibt es durchaus Überreaktionen aus Bahnhöfen die nicht durch Verordnungen gedeckt sind.


  3. Die Logik des Liniensignals (von mir bereits erwähnt): Die Linie 7 endete am Grässlplatz (also auf der Simmeringer Seite der nicht befahrbaren Unterführung. Dies wäre der Anfang der Ersatzlinie nach Simmering gewesen. Das Signal 6 hätte die Fahrgäste verwirrt (Linie bis Westbahnhof). Das Signal 106 war bereits besetzt.

    Punkte dagegen:


    1. Es gibt keine Aufzeichnungen über diese Linie und keine Blech-Dachsignale, scheinbar auch keine Entwürfe. Diese Mitteilung kommt aus einer „zuverlässigen Quelle“, die jedoch nicht genannt wird.


    2. Wäre das Signal 107 für eine nicht zustande gekommene Linie vorgesehen worden, wo hätte diese verkehren sollen? Am westlichen Ende waren alle Strecken linienmäßig abgedeckt, am östlichen Ende hätte es lediglich die Möglichkeit eines verlängerten 6ers zum Zentralfriedhof gegeben (Allerheiligenlinie?) oder eine Verlängerung nach Kaiserebersdorf (Überdeckung der Linie 73). Beides scheint nich sehr wahrscheinlich: Ersteres weil die Allerheiligenlinien auch bei Verlängerung ihr Liniensignal beibehielten, zweiteres wegen der Frequenz mehr als unwahrscheinlich.


    3. Die Echtheit der Innenbesteckung 107 ist nicht belegt (interessant ist das Datum am unteren Rand).

      Ich würde nie wagen zu behaupten, dass es diese Linie tatsächlich gegeben hat, während du (ohne wirklichen Beweis und ohne Quellenangabe) sagst: „Diese Linie hat es nie gegeben“.


      Was die Linie O-gestrichen betrifft: Wenn du so gute Quellen hast, wieso kannst du dann nicht feststellen, von wann bis wann diese Linie in Verkehr stand?
01.03.2013, 08:19#19
Wie schon mehrmals betont: Ich behaupte nicht, dass es die Linie 107 gegeben hat. Du behauptest, dass es die Linie in keinem Fall gegeben hat (allerdings mangelt es dir an Beweisen die deine Aussage untermauern würden
Wenn du es nicht zur Kenntnis nehmen willst, kann ich nichts machen. Diese Diskussion führt zu nichts. Geh dich in der einschlägigen Literatur - das sind nämlich auch meine "Quellen" - informieren, und du wirst sehen, dass dort nirgendwo eine Linie 107 auch nur erwähnt wird. Und ansonsten glaube was du willst, für mich ist jetzt EOT.
01.03.2013, 17:07#20
Geh dich in der einschlägigen Literatur - das sind nämlich auch meine "Quellen" - informieren,
Na ja, jetzt ist es klar: Was nicht wo gedruckt ist, gibt es nicht (weil nicht sein kann, was nicht sein darf). Diese Quellen hab ich auch. Aber in einem gebe ich die völlig recht: Eine Diskussion mit dir führt zu gar nichts (da denkst du nur geradlinig mit Scheuklappen vor dich hin). Ende der Vorstellung.