Zweigleisiger Ausbau und Elektrifizierung der Marchegger Ostbahn

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03.02.2015, 20:07#61
Der aktuelle Stand der Dinge dürfte sein, dass Mitte/Ende 2015 mit den Vorarbeiten begonnen wird und ab Mitte 2016 dann das Gleisprovisorium befahren wird. Mit Ende 2018 sollte dann die Strecke bis Aspern fertig sein. Quelle: EBFÖ
Wird das 2. Gleis vielleicht Mitte 2016 (wie auf diesem Plan S.8 ersichtlich) gebaut?
03.02.2015, 21:03#62
Nein. Bis dahin wird alles für die Bauarbeiten vorbereitet und das Gleisprovisorium errichtet. Ab dieser Sperre Ende Juli 2016 befahren dann alle Züge das neue Provisorium und die wirklichen Bauarbeiten (Errichtung der Haltestellen und Unterführungen) beginnen. In etwa Ende 2017 soll dann die neue Strecke eingleisig fertig sein. Dann wird das Provisorium entfernt und das zweite Gleis errichtet. Ende 2018 soll alles fertig sein in dem Abschnitt. :]
05.02.2015, 00:44#63
Bis 2018 sind die erst in Aspern? War nichtmal der Plan die gesamte Strecke zu elektrifizieren... Bis wann? 2150?
05.02.2015, 02:03#64
Elektrifiziert bis Aspern (Nord): 2017
Zweigleisig bis Aspern (Nord): 2018
Zweigleisig und elektrifiziert bis Devínska Nová Ves: ~2030
05.02.2015, 10:14#65
http://en.wikipedia.org/wiki/T%C5%8Dkaid%C5%8D_Shinkansen
Zitat
Construction of the line began on 20 April 1959 under JNR president Shinji Sogō and chief engineer Hideo Shima. It was completed in 1964 ...
Über 500km wurden in 6 Jahren gebaut. Und hier braucht man für 4km 3 Jahre.
Wie kann das nur sooo lange dauern.
05.02.2015, 10:49#66

Ende 2018 soll alles fertig sein in dem Abschnitt. :]

Wieso verschieben sich die Fertigstellungarbeiten? Die sollten ja eigentlich bereits im Frühling im Modul 1a fertig werden. ?(
05.02.2015, 10:54#67
Ich glaube man wird hier die Strecke wie in jüngerer Vergangenheit generell gleichzeitig komplett erneuern. Asphalt Untergrund etc... Die Unterführungen müssen ja auch gebaut werden, die Unterführung Hausfeldstraße war eigentlich nur eine Vorarbeit. Hier ein Bild von der Koralmbahn, wie ich mir denke wie das ganze wahrscheinlich in Angriff genommen wird. Mir ist aufgefallen, daß erst vor ein paar wenigen Wochen der Bewuchs neben der Ostbahn zwischen Hausfeldstraße und der künftigen Aspern (Nord) zurückgeschnitten wurde,. Sieht eher aus als ob wer abgebissen hätte statt es normal zurückzuschneiden.
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Koralm.jpg
05.02.2015, 12:02#68
http://en.wikipedia.org/wiki/T%C5%8Dkaid%C5%8D_Shinkansen
Zitat
Construction of the line began on 20 April 1959 under JNR president Shinji Sogō and chief engineer Hideo Shima. It was completed in 1964 ...
Über 500km wurden in 6 Jahren gebaut. Und hier braucht man für 4km 3 Jahre.
Wie kann das nur sooo lange dauern.

Weils halt Österreich ist (leider).. :rolleyes: :(
05.02.2015, 14:53#69
Elektrifiziert bis Aspern (Nord): 2017
Zweigleisig bis Aspern (Nord): 2018
Zweigleisig und elektrifiziert bis Devínska Nová Ves: ~2030


~2030 liegt auch nur daran, dass da eine mehrjährige Baupause vorgesehen ist (vermutlich aus finanziellen Gründen).
24.02.2015, 17:26#70
Wie lange soll eigentlich nach Endausbau die Fahrtzeit vom Hauptbahnhof nach Bratislava sein?
24.02.2015, 17:54#71
Wie lange soll eigentlich nach Endausbau die Fahrtzeit vom Hauptbahnhof nach Bratislava sein?

Es wird eine Kantenfahrzeit von 45 Minuten angestrebt (00/30-Knoten am Wiener Hauptbahnhof, 45/15-Knoten in Bratislava).
03.03.2015, 02:20#72
Am Bahnhof Marchegg gehen die Arbeiten bzw. die Vorbereitungen dazu schon los. Hier ein paar Bilder vom 9.2.2015
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image.jpgimage.jpgimage.jpgimage.jpgimage.jpgimage.jpg
03.03.2015, 06:11#73
Der Bahnhofsumbau Marchegg wurde zu einem eigenständigen Projekt und die Realisierung vorgezogen.
03.03.2015, 19:40#74
Zitat von Pressemeldung ÖBB, 27.02.15
In Marchegg entsteht ein moderner Bahnhof
Im Februar 2015 haben die Bauarbeiten zur Errichtung des neuen Bahnhofs Marchegg begonnen. In weniger als 12 Monaten Bauzeit wird der Bahnhof Marchegg kundenfreundlich und barrierefrei umgebaut. Die Modernisierung wird den Reisekomfort deutlich erhöhen und den Bahnhof attraktiver machen. Die Arbeiten umfassen auch die Errichtung einer neuen Park&Ride-Anlage. Bahn und Individualverkehr werden durch den Umbau optimal miteinander verknüpft. Die Arbeiten finden unter laufenden Betrieb statt, wodurch der Bahnverkehr aufrechterhalten werden kann. Im Dezember 2015 soll der neue Bahnhof Marchegg den Reisenden als moderne Verkehrsstation zur Verfügung stehen. Heute haben den Spatenstich vorgenommen.
Der Umbau des Bahnhofs Marchegg erfolgt in zwei Realisierungsstufen. In der ersten Stufe werden der Nordteil und der Ostkopf, in der zweiten Stufe der Südteil inklusive des Westkopfes umgebaut. Der Projektbereich reicht von der Überführung "Friedweg" im Westen bis ca. 200 Meter nach der Unterführung "Schlosshoferstraße" im Osten. Für die Entwässerung der Gleisanlagen ist die Errichtung von zwei Versickerungsbecken notwendig.
Ein besonders wichtiger Aspekt beim Umbau des Bahnhofs ist die Barrierefreiheit. Ein neuer Personendurchgang mit Liften, höhere Bahnsteige für ein niveauloses Ein- und Aussteigen sowie ein Blindenleitsystem schaffen dafür die Voraussetzungen.
Gleich zu Beginn des Bahnhofsumbaus wird mit den Arbeiten am neuen Personendurchgang begonnen. Dieser wird auf der Höhe des ehemaligen Zollamtsgebäudes errichtet. Er unterquert die neuen Gleise in einem Winkel von 90 Grad zur Bahnachse. Der Personendurchgang verbindet den Randbahnsteig mit dem zukünftigen Inselbahnsteig. Um einen barrierefreien Zugang von der Park&Ride-Anlage zum Inselbahnsteig zu ermöglichen, werden die Auf- sowie Abgänge mit Personenaufzügen ausgestattet.
Die gesamte Investitionssumme für den Bahnhofsumbau Marchegg inklusive der Errichtung der neuen Park&Ride-Anlage beläuft sich auf rund 20 Mio. Euro. Die Park&Ride-Anlage kostet ca. 700.000,- Euro, wobei die ÖBB 50% übernehmen, das Land Niederösterreich 45% und die Stadt Marchegg 5%.
Das Projekt Wien – Bratislava ist Teil des transeuropäischen Netzes, TEN-Projekt 17, das Paris, Straßburg, Stuttgart, Mün­chen über Wien mit Bratislava verbindet und soll künftig in die Baltisch-Adriatsche Achse, von Danzig über Kattowitz nach Bratislava und Wien eingebunden werden. Das grenzüberschreitende Ausbauvorhaben sieht den zwei­gleisigen Ausbau und die Elektrifizierung der bestehenden ÖBB-Strecke 117 vom Bahnhof Stadlau bis zur Staatsgrenze nächst Marchegg vor, welche auf slowakischer Seite weiter fortgeführt wird. Bei diesem Projekt handelt es sich um den Ausbau einer Bestandsstrecke mit der "längsten Geraden" (rund 32,5 km) im österreichischen Eisenbahnnetz. Der Ausbau einer eingleisigen Dieselstrecke zu einer zweigleisigen, elektrifizierten Hochleistungsstrecke unter lau­fendem Betrieb, stellt eine besondere Herausforderung dar. Im Bereich des Einfahrtsbogens vor Marchegg wird die Gleisachse auf eine Länge von ca. 1,4 km verschoben, die Abrückung erfolgt um bis zu 70 m nach Norden. Weiters werden die Streckenhöchstge­schwindigkeit auf 160 km/h angehoben, die Eisenbahnkreuzungen durch Unter-oder Überführungen bzw. Ersatzwege aufgelassen sowie die Verkehrsstationen neu gestaltet und mit niveaufreien Zugängen versehen.
04.03.2015, 17:03#75
Es wird eine Kantenfahrzeit von 45 Minuten angestrebt (00/30-Knoten am Wiener Hauptbahnhof, 45/15-Knoten in Bratislava).

Kommt dann ein 30 Minuten-Takt?

Interessant wirds auch wo die Systemtrennung stattfindet. Marchegg?
04.03.2015, 17:12#76
Interessant wirds auch wo die Systemtrennung stattfindet. Marchegg?
Alles andere als auf der Marchbrücke würde mich sehr überraschen, wenn du die Systemtrennstelle 15kV/25kV meinst.
04.03.2015, 17:32#77
Hm stimmt, die Marchbrücke ginge auch.
Eine Trennstelle im Bahnhof hätte aber den Vorteil, daß man nicht für jeden Zug eine Mehrsystemlok braucht. Vor allem für den Güterverkehr könnte ein Lokwechsel in Marchegg praktikabler sein. Die Os Marchegg - Bratislava scheinen ja ausgestorben zu sein.

Auch andernorts hat man die Trennstelle meistens in einem Bahnhof (Innichen, Brenner, Hegyeshalom, Břeclav, Ebenfurth, ...). Die NSB ist da eine Ausnahme, dort hält sich der Güterverkehr aber auch stark in Grenzen.
04.03.2015, 17:43#78
Aber bei 282 Stück 1116 braucht man sich über soetwas keine Gedanken mehr machen! Ich bin mir ziemlich sicher, dass über kurz oder lang die ÖBB 1116 mit Güterzügen bis in den Güterbahnhof Bratislava-Východ im Osten der Stadt fahren werden. Die Errichtung einer Trennstelle auf freier Strecke ist viel billiger und es geht genauso. Wenn du dir die Bahnhöfe Ebenfurth, Hegyeshalom, Spielfeld, Brenner o.ä. ansiehst, die wurden alle schon vor längerer Zeit elektrifiziert. In letzter Zeit werden Systemtrennstellen auf freier Strecke errichtet, siehe z.B. Breclav, Gmünd NÖ, Summerau. Ich glaube, man wird es verkraften, wenn man mit den 1142, 1144, 1016 und 402x nicht in die Slowakei fahren kann :D+



EDIT:
Zitat
Eine Systemtrennstrecke Bauart „Flury“ (gemäß ED 5327) ist im km 37.906 situiert. Die
Trennung erfolgt zwischen dem Netz der ÖBB (15kV; 16,7Hz) und dem der ŽSR (25kV;
50Hz). Die Befahrung erfolgt in beiden Richtungen mit gehobenem Stromabnehmer und
Hauptschalter aus.
Im Netz der ÖBB ist ein Befahren einer Systemtrennstelle mit 2 angehobenen
Stromabnehmern eines Triebfahrzeuges nicht zulässig. Ein Kurzschließen beider
Energieversorgungsunternehmen ist somit ausgeschlossen, da bei Doppeltraktion die TFZ
elektrisch nicht miteinander verbunden sind.
Für den Fehlerfall, dass die Systemtrennstelle mit eingeschaltetem Hauptschalter befahren
wird, ist bei der Systemtrennstelle ein geerdetes Mittelstück vorgesehen, welches eine
Abschaltung des Leistungsschalters im speisenden Unterwerk und des Hauptschalters am
Triebfahrzeug zur Folge hat. Somit wird eine Verbindung der benachbarten
Energieversorgungssysteme verhindert.
Quelle: http://www.oebb.at/infrastruktur/de/5_0_fuer_….jsp?nodeId=45509403

km 37,906 ist ca. am ersten Brückenbogen über dem Fluss von Marchegg kommend, also gerade noch auf österreichischem Staatsgebiet. Meiner Meinung nach ist diese Stelle suboptimal, da in km 37,676 das Einfahrsignal Bf. Marchegg aus SVK kommend ist, und das könnte im worst case bei einem geschobenen Wendezug und "Halt" zeigendem Signal knapp werden!
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von 1216.226 (04.03.2015, 17:54)
04.03.2015, 17:54#79
Ok, auch gut. :D

Bis dahin hat man hoffentlich auch genug neue Schnellbahngarnituren, um die S80 zum hl. st. verlängern zu können.
04.03.2015, 18:04#80
Ab Dezember 2015 wird es in einer ersten Realisierungsstufe die neue S80 zwischen Wien Hirschstetten und Wien Hütteldorf geben. Mit der Fertigstellung der Hst. Wien Aspern wird sie dorthin verlängert, später eventuell bis Purkersdorf bzw. Raasdorf. Also bis die S80 in Bratislava ankommt, wird es noch ein paar Jahre dauern :D und alle neuen ÖBB cityjet sind zweisystemfähig.