2014-03-04 | Komplettausfall Linien U3 + U6, Teilausfall Linie U4

52 Beiträge · Seite 3 von 3
05.03.2014, 14:23#41
Naja, für so ein Ereignis ist es praktisch unmöglich, im wahrsten Sinne des Wortes überall Gelbjacken aufzustellen und umfassend detailliert zu informierten. Shit happens und in diesem Fall kann ich den WL kaum Vorwürfe machen, das hätte in so einer Situation wohl niemand viel besser managen können.
Man hätte einiges besser managen können. Für was gibt es die "Notffallpläne"? Und zweitens hätte man auch auf die Schnellbahn verweisen können was nicht geschehen ist (zB. Meidling - Floridsdorf da kommen schon einige U-Bahnlinien die teilweise oder ganz ausgefallen sind zusammen). Was definitiv nicht passiert ist :rolleyes: . Andere Verkehrsunternehmen darüber zu informieren (ÖBB, WLB, etc.) war wohl auch zu viel :daumenrunter: .
05.03.2014, 14:55#42
Ich glaub es ist keine Frage, dass da gestern vieles nicht so ablief, wie es hätte sein sollen. Da krachte ein großer Berg an kleinen Versäumnissen auf einmal ein... It was a black, black day :(
05.03.2014, 15:03#43

Medienberichte (und leider auch die der Wiener Linien selbst) sind immer mit etwas Vorsicht zu betrachten. Ich interpretiere das eher so: Die normale Hardwarekomponente ist ausgefallen und beim Umschalten aufs Backup gab es einen weiteren Hardwaredefekt. Also wurde auf "Anlage 3", die Besetzung der Ortsstellwerke, zurückgegriffen. Stutzig macht mir nur, dass dies bereits zwei Mal passiert ist.

Ähnlich hat das heute in "heute mittag" der zu Gast gewesene Geschäftsführer Dipl.-Ing Steinbauer erklärt:(jeweils ~ 1 Woche lang online)

Kleines (für Betroffene enttäuschendes) News-Update:

Nach U-Bahn-Chaos: Keine Entschädigung

Einen Tag nach dem wohl größten Ausfall im U-Bahnnetz haben die Wiener Linien die Ursache bei einem Fehler in der Datenübertragung ausgemacht. Generell wird es für die betroffenen Fahrgäste „keine Entschädigung“ geben.


„Wir bieten ja nicht eine Linie an, wir bieten ja ein Netz an. Man verliert Zeit, aber man kann trotzdem in der Stadt jeden Punkt mit zeitlichen Verlusten erreichen. Daher gibt es hier global keine Entschädigungen. Wenn jemand ein spezifisches Problem hat, wie etwa eine versäumte Prüfung, dann kann er sich natürlich an unseren Kundendienst wenden und wir werden versuchen eine Lösung zu finden", sagte Wiener Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer gegenüber „Heute Mittag“. [...]

Beste Grüße
VT

EDIT: Update ergänzt
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von VT 5081 (05.03.2014, 15:16)
05.03.2014, 17:14#44
Übertragungs­feh­ler war Grund für U-Bahn-Chaos

Geschäftsführer Steinbauer: System werde nun "auf Herz und Nieren geprüft".

Nach dem Stillstand der U-Bahnlinien U3 und U6 sowie dem Teilausfall der U4, gestern Dienstag, haben sich die Wiener Linien auf Fehlersuche begeben: Fündig geworden ist man bei der Datenübertragung zwischen der zentralen U-Bahn-Leitstelle in Erdberg und den einzelnen Stellwerken. Zwei Netzwerkswitches wurden bereits ausgetauscht, wie ein Sprecher der Wiener Linien am Mittwoch mitteilte.

Um auf Nummer sicher zu gehen und ein derartiges Problem in Zukunft möglichst auszuschließen, werde man in den nächsten Tagen noch vier weitere Switches, die als Kopplungselement zwischen zwei Netzwerken fungieren, austauschen. "Dann wird das System auf Herz und Nieren geprüft", wie der Geschäftsführer der Wiener Linien, Günter Steinbauer, in einer Aussendung zitiert wird. Damit soll verhindert werden, dass die Datenübertragung erneut gestört wird: Aufgrund der fehlenden Signale aus der Leitstelle mussten die Züge gestern in den Stationen stehen bleiben.

Am System an sich - der Fernsteuerung der automatischen Stellwerke, die gestern Abend für den Ausfall sorgte - will man grundsätzlich aber nichts ändern. "Das System hat zehn Jahre lang bestens funktioniert, jetzt haben zum ersten Mal zwei Hardware-Teile Probleme gemacht", erklärte der Sprecher der Wiener Linien. Das Back-up werden auch in Zukunft die Mitarbeiter der Wiener Linien sein, die im Notfall die Stellwerke manuell bedienen können.

Auf Facebook fielen die Reaktionen der Fahrgäste zu den Ausfällen unterschiedlich aus. Während die einen ärgerliche Kommentare hinterließen, nahmen andere das enstandene Chaos eher locker.
05.03.2014, 17:52#45
)Was definitiv nicht passiert ist :rolleyes: . Andere Verkehrsunternehmen darüber zu informieren (ÖBB, WLB, etc.) war wohl auch zu viel :daumenrunter: .

stimmt. darüber haben sich viele in der S-Bahn in Floridsdorf aufgeregt. Die hätten nicht aussteigen müssen hätte es Infos gegeben. So weit denken die Wiener Linien ja nicht.
Bei den Durchsagen wurde ein SEV zwischen MEIDLING und Hütteldorf erwähnt. Da wusste man nicht die genaue Strecke. Hätte ja beim Bahnhof sein können.

Wieder mal ist der 8er besonders abgegangen.
05.03.2014, 18:51#46
Heute Nachmittag war auf "Kronehit" von einem Netzteilschaden die Rede.

Na gut, wenn man bedenkt, dass das Level der gesamten Textinhalte dort nicht sehr anspruchsvoll ist, kann man es ja noch nachvollziehen:
Ein Switch ist ein "Teil" in einem "Netz"(werk) .... dann wird für Kronehit eben ein Netzteil draus Bild
06.03.2014, 18:41#47
U-Bahn-Chaos: Eine Geste der Versöhnung

Der U-Bahn-Ausfall in Wien war hausgemacht - die Verkehrsbetriebe sollten dafür Tickets spendieren


Wien - Die Wiener Linien transportieren jährlich über 900 Millionen Fahrgäste. Kein Bemmerl. Und wer jemals in anderen Metropolen mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs war, weiß das dichte Wiener U-Bahn-, Bim- und Busnetz zu schätzen. Dennoch gibt es auch an der schönen blauen Donau Zeiten, in denen man es bereut, ein Ticket gelöst zu haben. In den vergangenen Wochen häuften sich die Pannen, die manche U-Bahn-Linien stundenlang außer Gefecht gesetzt haben.

Schön, dass die Wiener Linien die vermutliche Ursache ziemlich schnell gefunden haben. Bleibt aber immer noch die Frage, ob die betroffenen Fahrgäste nicht mehr davon haben sollten als die bloße Zusicherung, dass eine derart gravierende Unterbrechung nicht mehr so schnell vorkommt. Immerhin wurde ja eine mit dem Ticket gekaufte Leistung nicht erbracht. Und von höherer Gewalt kann bei einem Hardwarefehler (zwei kaputte Netzwerk-Switches) wohl nicht die Rede sein.

Bei der ÖBB beispielsweise gibt es bei Zugverspätungen Entschädigungen für Fahrgäste: 25 Prozent des Fahrpreises bei einer Verspätung ab einer Stunde, das Doppelte ab 120 Minuten Delay.
Auch Fluggäste haben ein Anrecht auf "Money back", wenn der gebuchte Flieger unzumutbar lange nicht abhebt. Es muss ja nicht unbedingt Geld für stehengelassene Öffibenutzer sein, ein 24-Stunden-Ticket wäre zumindest eine Geste der Versöhnung.
06.03.2014, 22:24#48
U-Bahn-Chaos: Eine Geste der Versöhnung

Der U-Bahn-Ausfall in Wien war hausgemacht - die Verkehrsbetriebe sollten dafür Tickets spendieren


Wien - Die Wiener Linien transportieren jährlich über 900 Millionen Fahrgäste. Kein Bemmerl. Und wer jemals in anderen Metropolen mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs war, weiß das dichte Wiener U-Bahn-, Bim- und Busnetz zu schätzen. Dennoch gibt es auch an der schönen blauen Donau Zeiten, in denen man es bereut, ein Ticket gelöst zu haben. In den vergangenen Wochen häuften sich die Pannen, die manche U-Bahn-Linien stundenlang außer Gefecht gesetzt haben.

Schön, dass die Wiener Linien die vermutliche Ursache ziemlich schnell gefunden haben. Bleibt aber immer noch die Frage, ob die betroffenen Fahrgäste nicht mehr davon haben sollten als die bloße Zusicherung, dass eine derart gravierende Unterbrechung nicht mehr so schnell vorkommt. Immerhin wurde ja eine mit dem Ticket gekaufte Leistung nicht erbracht. Und von höherer Gewalt kann bei einem Hardwarefehler (zwei kaputte Netzwerk-Switches) wohl nicht die Rede sein.

Bei der ÖBB beispielsweise gibt es bei Zugverspätungen Entschädigungen für Fahrgäste: 25 Prozent des Fahrpreises bei einer Verspätung ab einer Stunde, das Doppelte ab 120 Minuten Delay.
Auch Fluggäste haben ein Anrecht auf "Money back", wenn der gebuchte Flieger unzumutbar lange nicht abhebt. Es muss ja nicht unbedingt Geld für stehengelassene Öffibenutzer sein, ein 24-Stunden-Ticket wäre zumindest eine Geste der Versöhnung.

Ja Hauptsache Füße auf den Sitz, mit Dönner die U-Bahn verstinken und mit E.T. nach Hause telefonieren aber wehe die fährt einmal nicht! :rolleyes:
08.03.2014, 11:37#49
So, jetzt die dümmste aller Fragen:
Ungefähr jede zweite U-Bahn-Station hat Stationsaufsicht, die zumindest zu Bürozeiten auch besetzt ist. Warum bringt man der nicht das händische Bedienen der Stellwerke bei, sodass nicht eine Stunde lang Leute von irgendwo anreisen müssen?
08.03.2014, 11:58#50
"Bürozeiten" klingt gut :D . Bis auf einige Ausnahmen sind Stationen mit Stationsüberwachung von 0-24 Uhr besetzt. Die Funktion als Stellwerker sind "Höherdienste". Wenn mich nicht alles täuscht. Es gibt Stationswarte die die Schulung des Stellwerkers haben aber eben nicht alle. Und das heißt auch nicht, dass die Leitstelle dann einfach her gehen kann und den jenigen (der die Schulung besitzt) von der Station abzieht, da die Station besetzt bleiben muss. Man könnte natürlich hergehen und die Station durch die "Mobile Truppe" besetzten lassen. Das dauert aber auch, weil du nicht weißt wo die gerade sind und bringt relativ wenig wenn keine U-Bahn fährt ;) .
08.03.2014, 19:23#51
So, jetzt die dümmste aller Fragen:
Ungefähr jede zweite U-Bahn-Station hat Stationsaufsicht, die zumindest zu Bürozeiten auch besetzt ist. Warum bringt man der nicht das händische Bedienen der Stellwerke bei, sodass nicht eine Stunde lang Leute von irgendwo anreisen müssen?

Ähm, bin zwar kein Experte was Lohnkosten, Dienstzeiten etc. angeht, aber die Idee hat was. :]

Ich wäre dafür, wenn es einigermaßen machbar wäre :daumenhoch:

81 er
09.03.2014, 15:14#52
So, jetzt nehmen wir mal unsere Hände zu Hilfe und zählen die ständig bestzten Stationen ab! 8-)
Wobei......bei fast allen Stellwerken gibt es eine besetzte Stationsüberwachung.