Konkreter Vorschlag Hatzl fordert U3-Verlängerung nach Kaiserebersdorf

72 Beiträge · Seite 2 von 4
21.02.2015, 16:30#21
Selbst wenn ich davon teilweise profitieren könnte, würde ich beispielsweise eine Verlängerung der U4 nach Klosterneuburg, die auch schon irgendwo mal angedacht wurde, als nicht sinnvoll betrachten.
Ohne jetzt auf Sinnhaftigkeit oder Notwendigkeit einzugehen sehe ich für die Realisierung technische Schwierigkeiten: Eine eigene Strecke zu bauen halte ich aus Platzmangel für unmöglich (neben dem Leopoldsberg ist gerade mal Platz für die Straße und die FJB). Also müsste eine U die Bahngleise benützen. Dazu müßte aber die gesamte U4 auf neue Zweisystemfahrzeuge umgestellt werden, nicht nur was den Antrieb, sondern auch was die Sicherungsanlagen betrifft (schließlich sind die Sicherheitsprogramme von U-Bahn und ÖBB völlig verschieden). Des weiteren würde man für die Stationen zweierlei Bahnsteighöhen (U-Bahn, ÖBB) benötigen, d.h. es müssten in jeder Station zwei verschieden hohe, hintereinander liegende, mit einer Rampe verbundene Bahnsteige geschaffen werden, was zu einer nicht mehr vertretbaren Bahnsteiglänge führen würde (Stationen wären somit Nußdorf, Weidling und Kierling (Kahlenbergerdorf wird von den ÖBB ja ignoriert und würden dort U-Bahn Bahnsteige genügen)). Solche Bahnsteige kenne ich in den USTRAB-Bereichen in Stuttgart aus der Zeit, als dort auf Dreischienengleisen neben der jetzigen Regelspur-Bim auch noch 1000mm Züge fuhren. Aber das waren eben keine langen Eisenbahn- und U-Bahn-Züge, sondern eben Straßenbahnen. Die Möglichkeit U-Bahnen über Bahngleise ins Umland zu schicken wurde meiner Meinung nach damit längst vertan und braucht man sich daher auch nicht mehr den Kopf darüber zu zerbrechen.
23.02.2015, 10:37#22
Wenn man die UBahn in der Simmeringer Hauptstraße baut, wäre das nicht nur wesentlich billiger, sondern man würde sich auch das Umladen der Züge auf ÖBB-Wagons für Überstellungen in die Zentralwerkstätte ersparen.

Und was bringt eine direkte Verbindung entlang der Simmeringer Hauptstraße zur S-Bahn vorbei an den Wohnsiedlungen? :rolleyes:
Wie gesagt, ich kenne mich in der Gegen zu wenig aus. Wenn man die S-Bahn-Station nach einer Kurve über die Kaiserebersdorfer Straße und die Wohnsiedlungen erreich, ist mir das auch recht.

Aber jedenfalls müsste es eine Verknüpfung mit der S-Bahn geben, um hier Pendlerströme zu erreichen.
23.02.2015, 12:39#23
Wenn man die UBahn in der Simmeringer Hauptstraße baut, wäre das nicht nur wesentlich billiger, sondern man würde sich auch das Umladen der Züge auf ÖBB-Wagons für Überstellungen in die Zentralwerkstätte ersparen.

Und was bringt eine direkte Verbindung entlang der Simmeringer Hauptstraße zur S-Bahn vorbei an den Wohnsiedlungen? :rolleyes:
Wie gesagt, ich kenne mich in der Gegen zu wenig aus. Wenn man die S-Bahn-Station nach einer Kurve über die Kaiserebersdorfer Straße und die Wohnsiedlungen erreich, ist mir das auch recht.

Aber jedenfalls müsste es eine Verknüpfung mit der S-Bahn geben, um hier Pendlerströme zu erreichen.


Ja der Meinung bin ich auch, den die U3 Verlängerung ohne :sbahn: verknüpfung hätte wenig Sinn. Wie sie dazwischen fährt wäre mir da ganz egal
23.02.2015, 13:58#24
Ohne jetzt auf Sinnhaftigkeit oder Notwendigkeit einzugehen sehe ich für die Realisierung technische Schwierigkeiten: Eine eigene Strecke zu bauen halte ich aus Platzmangel für unmöglich

Unterirdisch geht immer. :D

Also müsste eine U die Bahngleise benützen. Dazu müßte aber die gesamte U4 auf neue Zweisystemfahrzeuge umgestellt werden, nicht nur was den Antrieb, sondern auch was die Sicherungsanlagen betrifft (schließlich sind die Sicherheitsprogramme von U-Bahn und ÖBB völlig verschieden).

Die "Programme" sind weniger das Problem, eher die Hardware. Die U4 verwendet LZB (Linienzugbeeinflussung), die FJB aber PZB (Punktzugbeeinflussung).

Des weiteren würde man für die Stationen zweierlei Bahnsteighöhen (U-Bahn, ÖBB) benötigen, d.h. es müssten in jeder Station zwei verschieden hohe, hintereinander liegende, mit einer Rampe verbundene Bahnsteige geschaffen werden, was zu einer nicht mehr vertretbaren Bahnsteiglänge führen würde

... und einen massiven Umbauaufwand bedeuten würde. Man müßte wegen der Verlängerung der Bahnsteige ja auch den ganzen Weichenbereich verschieben, was insbesondere in Nußdorf erhebliche Platzprobleme bedeuten würe. Da halte ich separate parallele Bahnsteige (so wie in Heiligenstadt) noch für realistischer.

Es gibt da aber noch zwei andere massive Probleme:

1. Klosterneuburg Kierling ist derzeit nicht einmal ein Bahnhof. Für einen Ausbau auf vier Bahnsteige ist dort aber definitiv kein Platz (im Westen Busbahnhof, im Osten Park&Ride, was man dann ja noch viel mehr brauchen wird).
2. Eine U-Bahn sorgt für gravierende Kapazitätseinbußen auf der Franz-Josefs-Bahn. Wenn man die Wägen nicht extra für die kurze Strecke ertüchtigt, dann wird die v_max deutlich unter der Streckenhöchstgeschwindigkeit liegen.
Außerdem soll die U-Bahn ja noch mehr Halte als die S40 haben, aber wohl deutlich öfter als alle 30 Minuten fahren. Wo soll da noch Platz sein für S40 und R/REX?

Davon abgesehen sehe ich den Sinn nicht. Umsteigen in Heiligenstadt geht recht komfortabel. Falls die S40 den Bedarf nicht abdeckt, dann kann man die immer noch verdichten.
23.02.2015, 14:11#25
Ich sehe noch ein weiteres Problem: Wiener Linien und Eisenbahn verwenden unterschiedliche Radreifen-/Spurkranzprofile.
Wenn :ubahn: -Bahnwagen auf der Eisenbahn fahren sollen, müßte man dann die Räder an diesen ändern, und 2tens dann auch alle Weichen/Gleiskreuzungen bei der :ubahn: -Bahn umbauen.
Ich könnte mir vorstellen daß das sehr teuer und bei laufenden Betrieb wohl auch sehr schwierig werden wird.
Grüsse-SchienenWolf
23.02.2015, 15:58#26
Das währe das kleinere Problem, ich sag nur WLB. Die haben sogut wie alle Weichen mittlerweile mit beweglichen Flügelschienen, da gibt es kein Weichenherz, das Probleme verursachen könnte
23.02.2015, 16:47#27
Wo soll da noch Platz sein für S40 und R/REX?

An den nicht gerade schwachen Güterverkehr hat auch noch niemand gedacht.

Falls die S40 den Bedarf nicht abdeckt, dann kann man die immer noch verdichten.

Und selbst wenn man dann schon alle S40-Züge mit Doppelgarnituren führt könnte man auch noch die Buslinien verstärkt führen und selbst dann wäre man dann immer noch von U-Bahn-tauglichen Fahrgastfrequenzen weit entfernt.


Wie gesagt, ich kenne mich in der Gegen zu wenig aus.
Ja das merkt man! Dann bleib lieber bei den U6-Träumereien ...
23.02.2015, 17:06#28
Wie gesagt, ich kenne mich in der Gegen zu wenig aus.
Ja das merkt man! Dann bleib lieber bei den U6-Träumereien ...
Zum Glück bin ich nicht so sensibel wie Philemon08.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Berni229 (23.02.2015, 17:09)
01.03.2015, 13:00#29
Warum eigentlich bis Kaiserebersdorf; würde zum Leberberg nicht reichen?
01.03.2015, 16:14#30
Interessant wärs entlang der Kaiser-Ebersdorfer-Straße oder gleich etwas nörlicher durch die Felder. Dort gibts noch eine Menge Potential für Wohnungen. Das wird vielleicht in 20 Jahren oder so relevant und hängt sehr vom Bevölkerungswachstum ab.
01.03.2015, 17:04#31
Interessant wärs entlang der Kaiser-Ebersdorfer-Straße oder gleich etwas nörlicher durch die Felder. Dort gibts noch eine Menge Potential für Wohnungen. Das wird vielleicht in 20 Jahren oder so relevant und hängt sehr vom Bevölkerungswachstum ab.
Das ist aber schon sehr sehr unwahrscheinlich, dass das dortige Grünland in Bauland umgewidmet wird. Das ist ja nicht so wie in Aspern wo man auf der grünen Wiese die Wohnungen aus dem Boden schießen lassen kann - dort gibt es ja keine Gärtnereien und Gemüsebauern. Und selbst wenn es dort jemals Gebäude geben sollte wäre eine Anbindung mit einer Straßenbahn das sinnvollste (eine Art "Simmeringer-Haiden-Tangente").

Da könnte man dann folgendes Liniennetz in Kaiserebersdorf aufziehen:

- 71: Börse - Simmering - Zentralfriedhof - Etrichstraße - Kaiserebersdorf
- 72: Enkplatz - Simmering - Zentralfriedhof - Leberberg - Kaiserebersdorf
- 73: Schwarzenbergplatz - Hauptbahnhof - Gräßlplatz - Simmering - Kaiserebersdorfer Straße - Kaiserebersdorf
- 74: ? - Simmering - Unter der Kirche - Lindenbauergasse - Simmeringer Haide - Kaiserebersdorf

An eine Verlängerung zum HUMA kann man natürlich auch denken und den 6er kann man beim Betriebsbahnhof Simmering kürzen. Die Baukosten wären natürlich weit unter jenen einer U-Bahn - von den Betriebskosten (und an die denkt anscheinend niemand) ganz zu schweigen. Und eine Ortsbildverschandelung durch eine Stelzenbahn oder U-Bahn mit diversen Gebäuden und Lüftungsanlagen braucht man dort unten in der schon jetzt nicht unbedingt zauberhaften Gegend wirklich nicht.
01.03.2015, 17:22#32
Also möglich wäre es schon. Am Donaufeld oder in Liesing gabs auch auch Felder und Gewächshäuser. Jetzt stehen Wohnhäuser dort und es werden noch einige dazu kommen.
01.03.2015, 18:22#33


Da könnte man dann folgendes Liniennetz in Kaiserebersdorf aufziehen:

- 71: Börse - Simmering - Zentralfriedhof - Etrichstraße - Kaiserebersdorf
- 72: Enkplatz - Simmering - Zentralfriedhof - Leberberg - Kaiserebersdorf
- 73: Schwarzenbergplatz - Hauptbahnhof - Gräßlplatz - Simmering - Kaiserebersdorfer Straße - Kaiserebersdorf
- 74: ? - Simmering - Unter der Kirche - Lindenbauergasse - Simmeringer Haide - Kaiserebersdorf

An eine Verlängerung zum HUMA kann man natürlich auch denken und den 6er kann man beim Betriebsbahnhof Simmering kürzen. Die Baukosten wären natürlich weit unter jenen einer U-Bahn - von den Betriebskosten (und an die denkt anscheinend niemand) ganz zu schweigen. Und eine Ortsbildverschandelung durch eine Stelzenbahn oder U-Bahn mit diversen Gebäuden und Lüftungsanlagen braucht man dort unten in der schon jetzt nicht unbedingt zauberhaften Gegend wirklich nicht.

Interessante Idee! Den 74er würde ich vielleicht sogar vom Reumannplatz kommen lassen... Den 6er würde ich aber beim Zentralfriedhof wenden lassen.
01.03.2015, 19:51#34
Den 6er würde ich aber beim Zentralfriedhof wenden lassen.

Wozu braucht man noch eine dritte Linie zwischen Simmering und dem Zentralfriedhof? Durch den 71er und 72er hätte man sowieso einen 3-Minuten-Takt zur HVZ, da würde es durch den 6er mit seinem 4 bis 5-Minuten-Takt nur zu einer Überlastung und unnötigen Konvoifahrten kommen. Wäre also nicht gerade förderlich für die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit.
02.03.2015, 10:37#35
Falls das wirklich kommt, würde ich trotzdem viel darauf wetten, dass man die U-Bahn entlang der Simmeringer Hauptstraße in Hochlage baut. Erschließt die meisten Wohngebiete genauso bzw. mit 1-2 Straßenbahnstationen und kommt wesentlich billiger.
Außerdem wird man nicht den Zentralfriedhof und vor allem die Zentralwerkstätte im großen Bogen umfahren.
02.03.2015, 13:26#36
Den 6er würde ich aber beim Zentralfriedhof wenden lassen.

Wozu braucht man noch eine dritte Linie zwischen Simmering und dem Zentralfriedhof? Durch den 71er und 72er hätte man sowieso einen 3-Minuten-Takt zur HVZ, da würde es durch den 6er mit seinem 4 bis 5-Minuten-Takt nur zu einer Überlastung und unnötigen Konvoifahrten kommen. Wäre also nicht gerade förderlich für die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit.

Jaja, hast Recht, war ja nur eine Idee. :)
02.03.2015, 13:33#37
Falls das wirklich kommt, würde ich trotzdem viel darauf wetten, dass man die U-Bahn entlang der Simmeringer Hauptstraße in Hochlage baut.
Und wo sollte nach deiner Meinung in der Simmeringer Hauptstraße Platz dafür sein ?
Auf welcher Höhe sollte sie dann aus dem Untergrund auftauchen ?
Erschließt die meisten Wohngebiete genauso bzw. mit 1-2 Straßenbahnstationen und kommt wesentlich billiger.
Der Satz ist aber nicht ohne weiters zu verstehen, bitte um genauere Erklärung was du da meinst.
Ich bezweifle auch sehr dass eine U-Bhan wesentlich billiger kommt als das von User 29er vorgeschlagene Liniennetz.
02.03.2015, 13:47#38
Falls das wirklich kommt, würde ich trotzdem viel darauf wetten, dass man die U-Bahn entlang der Simmeringer Hauptstraße in Hochlage baut.
Und wo sollte nach deiner Meinung in der Simmeringer Hauptstraße Platz dafür sein ?
Auf welcher Höhe sollte sie dann aus dem Untergrund auftauchen ?
Erschließt die meisten Wohngebiete genauso bzw. mit 1-2 Straßenbahnstationen und kommt wesentlich billiger.
Der Satz ist aber nicht ohne weiters zu verstehen, bitte um genauere Erklärung was du da meinst.
Ich bezweifle auch sehr dass eine U-Bhan wesentlich billiger kommt als das von User 29er vorgeschlagene Liniennetz.
Natürlich ist Platz in der Simmeringer Hauptstraße, die Straßenbahn hat jetzt ja auch einen eigenen Gleiskörper.

Ich meine, dass man Wohnsiedlungen mittels Straßenbahn an diese U-Bahn anbinden kann.

Und natürlich ist eine U-Bahn teurer als eine Straßenbahn, leistet aber auch wesentlich mehr. Sonst hätten wir in Wien ja gar keine U-Bahn bauen dürfen.
02.03.2015, 14:16#39
Falls das wirklich kommt, würde ich trotzdem viel darauf wetten, dass man die U-Bahn entlang der Simmeringer Hauptstraße in Hochlage baut.
Und wo sollte nach deiner Meinung in der Simmeringer Hauptstraße Platz dafür sein ?
Auf welcher Höhe sollte sie dann aus dem Untergrund auftauchen ?

Natürlich ist Platz in der Simmeringer Hauptstraße, die Straßenbahn hat jetzt ja auch einen eigenen Gleiskörper.

Ich meine, dass man Wohnsiedlungen mittels Straßenbahn an diese U-Bahn anbinden kann.

Jetzt widersprichst du dich da doch ein wenig.
Du sagst vorher, dass du glaubst dass die U-Bahn in Hochlage kommt. Also müsste nach deiner zweiten Antwort die Straßenbahnschienen zumindest ab Abstellhalle Simmering verschwinden um Platz für die U-Bahn zu haben.
So nun eine Frage an dich. Wie sollen die Strab-Garnituren zur Zentralwerkstätte befördert werden ?
Auf den U-Bahngleisen oder mittels Straßenroller? Nach deiner Intepretation wären zumindest eine Ersatzstrecke durch die Kaiserebersdorfer Straße notwendig, um zur Werkstätte zu kommen und auch die Wohnsiedlungen mittels Straßenbahn an eine U-Bahn-Station an der Simmeringer Hauptstraße oder nachfolgend irgendwo in der Etrichstraße anbinden zu können. Genauso könntest du auch mitteilen wo sich dann die Wendeanlage (eventuell auch Abstellhalle) für die U-Bahn befinden soll.
Mit deinem letzten Satz vermischt du Äpfel mit Birnen. Wenn ich etwas zu bestimmen hätte wäre zumindest eine Linie zusätzlich zur U1 weiterhin durch die Graf Starhemberg-Gasse gefahren.
02.03.2015, 17:13#40
Nach deiner Intepretation wären zumindest eine Ersatzstrecke durch die Kaiserebersdorfer Straße notwendig, um zur Werkstätte zu kommen und auch die Wohnsiedlungen mittels Straßenbahn an eine U-Bahn-Station an der Simmeringer Hauptstraße oder nachfolgend irgendwo in der Etrichstraße anbinden zu können.
Genau das wäre mein Vorschlag.

Kann man meiner Meinung nach schon vor einer möglichen U-Bahn-Verlängerung bauen.