[PM] Neues U-Bahn-Zeitalter für Wien: U5 fährt vollautomatisch

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02.06.2015, 10:23#1
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Neues U-Bahn-Zeitalter für Wien: U5 fährt vollautomatisch

Ausschreibung für neue U-Bahn-Züge startet in Kürze

Wien (OTS) - Mit der U5 bekommt Wien nicht nur den Lückenschluss im Wiener U-Bahnnetz, sondern startet auch in ein neues technologisches Zeitalter. Mit der für 2023 geplanten Inbetriebnahme der Linie U5 wird die erste U-Bahn in Wien vollautomatisch unterwegs sein. Ein besseres Störungsmanagement, besseres Kundenservice, leichteres Einhalten der Fahrpläne im Normalbetrieb und vor allem im Störungsfall, sowie mehr Sicherheit durch Bahnsteigtüren, sind nur einige der Vorteile des vollautomatischen Betriebes.

"Mit der Umsetzung des neuen Konzeptes für den U-Bahn-Betrieb läutet Wien ein neues U-Bahnzeitalter ein. Der Öffentliche Verkehr gewinnt immer mehr an Bedeutung - das zeigt sich ganz besonders in Wien. Deshalb ist es mir wichtig, dass wir mit unseren Investitionen nicht nur neue Verbindungen schaffen, sondern durch den Einsatz modernster Technik auch den Komfort und die Sicherheit aller Fahrgäste laufend verbessern. Nur so können wir den Mobilitätsbedürfnissen der Menschen ideal entsprechen", erklärt Infrastrukturminister Alois Stöger.

"Die Fahrgastmilliarde steht vor der Tür. Wir brauchen neue Konzepte für das Mehr an Fahrgästen und die Möglichkeit, Intervalle weiter zu verdichten. Dies ermöglicht ein vollautomatischer U-Bahn-Betrieb. Mit der U5 bauen wir eine smarte U-Bahn für unsere smarte City, die technologisch dem Stand der Technik entspricht und auch sicherheitstechnisch Verbesserungen bringt", erklärte Öffi-Stadträtin Renate Brauner am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz.

Neue Züge für vollautomatischen Betrieb

"Wir haben durch den Bau der U5 die große Chance, den vollautomatischen Betrieb zu testen und gleichzeitig mit der Umrüstung der bestehenden Stationen Erfahrungen in der Modernisierung unseres Systems zu machen. In Kürze starten wir die europaweite Ausschreibung für die Anschaffung der nächsten U-Bahn-Generation, die auf der U5 vollautomatisch unterwegs sein wird. Neben neuester Technik sind dabei natürlich Wirtschaftlichkeit, Fahrgastkomfort, Barrierefreiheit und Sicherheit zentrale Kriterien für die neuen Züge", so Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien.

Ein vollautomatischer U-Bahnbetrieb - also ohne Fahrpersonal im Fahrerstand - ist im U-Bahn-Bau heute Stand der Technik. Viele Städte, unter anderem Nürnberg, Lille, Singapur, Dubai, Barcelona, Paris, Kopenhagen, Lyon, London und Budapest, nutzen bereits diese Form des Betriebes. Besonders bei Neubauprojekten wird weltweit immer mehr auf vollautomatischen U-Bahn-Betrieb gesetzt.

Vollautomatischer Betrieb erhöht Qualität und Zuverlässigkeit

Die Wiener Linien haben in monatelangen Vorbereitungen internationales Know-How eingeholt und die für Wien sinnvollste Möglichkeit eines vollautomatischen U-Bahnbetriebes ausgearbeitet. Ein besseres Störungsmanagement, kürzere Intervalle und höhere Leistungsfähigkeit, sowie leichteres Einhalten der Fahrpläne sind die großen Vorteile dieser Betriebsart. Die Bahnsteige der U5 werden mit Bahnsteigtüren ausgestattet sein, die zusätzlich auch zur Sicherheit beitragen. So verhindern sie etwa das Betreten der Gleise und vermeiden dadurch Störungen von denen viele Fahrgäste betroffen sind. Die bestehenden Stationen (Rathaus, Volkstheater, Museumsquartier und Karlsplatz) werden mit Bahnsteigtüren nachgerüstet und die Neubaustation beim Frankhplatz, sowie alle weiteren künftigen Stationen der U5, entsprechend den technischen Erfordernissen der Bahnsteigtüren gebaut. Über kabellose Verbindungen (z.B. WLAN) werden die vollautomatisch betriebenen Züge mit der Leitstelle in Erdberg kommunizieren.

Videoüberwachung mit live-Aufschaltungsmöglichkeiten, Sprechverbindungen direkt in den Zug und ein eigener Linien-Supervisor in der Leitstelle werden den künftigen vollautomatischen U-Bahn-Betrieb ergänzen. Fahrgäste können wie bisher über den Notruf mit den Wiener Linien in Kontakt treten, sie werden künftig in die Leitstelle verbunden, von wo aus zum Beispiel Rettungskräfte bei der Erkrankung von Fahrgästen benachrichtigt werden und das Störungsmanagement koordiniert wird.

MitarbeiterInnen rücken näher an die Fahrgäste

Bereits heute hat die Wiener U-Bahn ein gut funktionierendes, halbautomatisches Betriebssystem, bei dem das Fahrpersonal hauptsächlich Abfertigungsvorgänge erledigt, während die Züge über die Leitstelle ferngesteuert werden können.

Künftig sollen die Aufgaben der MitarbeiterInnen bei vollautomatischem U-Bahn-Betrieb in Richtung Fahrgäste erweitert werden und der Job serviceorientierter und abwechslungsreicher gestaltet werden. So wird auch mit vollautomatischem Betrieb Fachpersonal mit Fahrausbildung benötigt, das im Netz und in Zügen mobil unterwegs sein wird und im Störungsfall rasch vor Ort sein kann. Vor allem aber sollen mehr MitarbeiterInnen den Fahrgästen mit Service und Information zur Verfügung stehen.

Ausschreibung: Neue U-Bahn-Züge für Wien

Weil das Wiener U-Bahn-Netz in den nächsten Jahren weiter wächst und die Fahrzeuge über die entsprechende Technik für den vollautomatischen Betrieb verfügen müssen, startet demnächst eine europaweite Ausschreibung für bis zu 45 neue U-Bahn-Züge. Die Ausschreibung wird auch einen Wartungsvertrag für die Züge mit dem zukünftigen Hersteller beinhalten.

Die neuen Fahrzeuge ersetzen einerseits 24 alte "Silberpfeil"-Züge und bedeuten darüber hinaus die notwendige Vergrößerung des Fuhrparks für das wachsende
U-Bahn-Netz. Die neuen Züge werden künftig nicht nur auf der U5 im vollautomatischen Betrieb, sondern auch auf den Linien U1 bis U4 unterwegs sein - dort aber wie gewohnt mit Fahrpersonal.

Neueste Technik, Wirtschaftlichkeit und Fahrgastkomfort

Die künftigen Züge werden durchgängig begehbar und barrierefrei zugänglich sein sowie mit Klimatisierung, Videoüberwachung und moderner Fahrgastinformation ausgestattet sein.

Nach derzeitigem Stand könnte schon 2018/2019 der erste Zug für Testfahrten im Einsatz sein. Der weitere Lieferzeitraum erstreckt sich voraussichtlich von 2020 bis 2029. Die europaweite Ausschreibung wird - wie bei der letzten Straßenbahnausschreibung - zweistufig durchgeführt. In einem ersten Schritt, der so genannten Bietersuche werden potenzielle Hersteller gesucht, die über das Know-how, die Kompetenz wie auch die wirtschaftlichen Möglichkeiten verfügen, solch einen Auftrag zu erfüllen und auch schon Erfahrungen mit vollautomatischen
U-Bahnen vorweisen können.

Ergebnis der Ausschreibung bis Ende 2016 geplant

Bei diesem Bieterverfahren werden die qualifiziertesten Hersteller ermittelt, die dann am Verhandlungsverfahren der Ausschreibung teilnehmen. In dieser zweiten Phase wird schließlich der Bestbieter ermittelt.

Begleitet wird der gesamte Ausschreibungsprozess von externen Vergabeexperten. Einen Zuschlag an den Bestbieter erwarten die Wiener Linien nach derzeitigem Stand gegen Ende 2016.
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02.06.2015, 10:49#2
Das klingt super, freu mich drauf! :) :daumenhoch:
02.06.2015, 11:16#3
Was mir beim vollautomatischem Betrieb am besten gefällt ist das man in der ersten Reihe sitzen kann und nach vorne sieht. Leider wird es in Wien nicht solche Fahrzeuge geben wo man das auch machen kann da diese auf anderen Linien im "Normalbetrieb" auch fahren werden:(
02.06.2015, 12:08#4
Man wird bei den fahrerlosen Zügen bestimmt nach vorne raussehen können, während die herkömmlichen Züge einen Führerstand haben, das geht schließlich auch bei der Pariser Type MP 89, die es in zwei Ausführungen gibt (mit und ohne Führerstand). Natürlich würde die fahrerlose Version dann auch nur auf der U5 fahren können.
02.06.2015, 12:24#5
Bahnsteigtüren ;-( ;-( ;-(

Zitat von Lion\
Man wird bei den fahrerlosen Zügen bestimmt nach vorne
raussehen können, während die herkömmlichen Züge einen Führerstand haben, das geht schließlich auch bei der Pariser Type MP 89, die es in zwei Ausführungen gibt (mit und ohne Führerstand). Natürlich würde die fahrerlose Version dann auch nur auf der U5 fahren können.

So wie ich das verstehe werden die Züge alle gleich sein...
02.06.2015, 13:02#6
Ich begrüße die Entscheidung für ein vollautomatisches System auf der U5. Ich erwarte mir dadurch geringere Betriebskosten, weniger Störungen und eine exaktere Einhaltung der Fahrpläne. Fahrerlose U-Bahnen gibt es ja bereits in vielen Städten und von gröberen Problemen wäre mir nichts bekannt.

Interessant wäre, ob man auch die Neubaustrecke der U2 bereits mit Bahnsteigtüren ausrüstet, die man ja auch im konventionellen Betrieb benützen kann. Bei einer etwaigen Umrüstung der U2 auf fahrerlosen Betrieb würde man sich dann einen etwaigen Umbau der neuen Stationen ersparen.

Außerdem fände ich eine Nachrüstung der Station Schottentor mit Bahnsteigtüren sinnvoll, um die Sicherheit auf dem regelmäßig überfüllten Bahnsteig zu erhöhen.
02.06.2015, 13:10#7
Ich verstehe es auch so, dass nur ein Typ gekauft wird. Ist auch sinnvoller. Dann ist man bei schadhaften Garnituren flexibler.

Allerdings kann ich die Vorteile nicht so ganz nachvollziehen
Zitat
Ein besseres Störungsmanagement, kürzere Intervalle und höhere Leistungsfähigkeit sowie leichteres Einhalten der Fahrpläne sind die großen Vorteile dieser Betriebsart.

Ob jetzt ein Fahrer oder kein Fahrer im Zug sitzt ist fürs Störungsmanagement ziemlich egal.
Kürzere Intervalle und höhere Leistungsfähigkeit: Ist ja mit LZB schon sehr gut - oder hat man in Wien ein wenig leistungsfähiges System?
Besseres Einhalten der Fahrpläne: ?

Für mich bleiben die Vorteile: Wenig Personalkosten
Die Bahnsteigtüren sind natürlich auch ein Vorteil - aber unabhängig davon ob vollautomatischer Betrieb oder nicht.
Dieser Beitrag wurde 4-mal editiert, zuletzt von Taurus (02.06.2015, 13:19)
02.06.2015, 13:52#8
Zitat von Lion\
Natürlich würde die fahrerlose Version dann auch nur auf der U5 fahren können.
Wie andere schon geschrieben haben: Es soll nur eine Version geben, mit Führerstand. So stehts in der Pressemeldung:
Die neuen Züge werden künftig nicht nur auf der U5 im vollautomatischen Betrieb, sondern auch auf den Linien U1 bis U4 unterwegs sein - dort aber wie gewohnt mit Fahrpersonal.

Ob jetzt ein Fahrer oder kein Fahrer im Zug sitzt ist fürs Störungsmanagement ziemlich egal.
Stimmt! Wenn sogar Züge mit Fahrer vom Störungsmanagement vergessen werden, freue ich mich auf das Störungsmanagement ohne Personal im Zug.

Kürzere Intervalle und höhere Leistungsfähigkeit: Ist ja mit LZB schon sehr gut - oder hat man in Wien ein wenig leistungsfähiges System?
Die Takte in Wien sind IMHO mit die besten. 2.5 ... 3 min in der Spitze pro Linie sind schwer zu schlagen. Allerdings fahren die Linien alle unabhängig voneinander - zumindest auf getrennten Gleisen. Die Leistungsfähigkeit bezahlt der Fahrgast mit längeren Umsteigewegen. Bahnsteiggleicher Übergang ist in Wien selten.
In anderen Netzen verkehren mehrere Linien auf dem selben Gleis, sogar gemischt führerlos <-> konventionell. Bahnsteigtüren braucht man da auch nicht. Die können durchaus den Dienst versagen, ... 8o Störungsmanagement :D

Besseres Einhalten der Fahrpläne: ?
Irgendwas muss man der Presse erzählen.
02.06.2015, 14:20#9
Auch im Standard ist von nur einer Version die Rede, da habe ich wohl die Pressemeldung falsch verstanden. Schade eigentlich, hätte mich gefreut, nach vorne auf die Strecke rausschauen zu können.
Zitat
Eine Fahrerkabine wird es auch weiterhin geben, denn die neuen Modelle sollen auch im konventionellen Streckennetz eingesetzt werden und mehrere alte "Silberpfeile" ersetzen.
02.06.2015, 15:01#10
Zitat von Lion\
Natürlich würde die fahrerlose Version dann auch nur auf der U5 fahren können.
Sagt wer? Da bei der Wiener U-Bahn ja jetzt schon über LZB gefahren wird, wäre ein Betrieb auf anderen Strecken vermutlich auch möglich, soferne die neuen Fahrzeuge ansonsten kompatibel zu den alten gehalten sind.
02.06.2015, 15:17#11
Wenn die Abfertigung automatisch wäre könnten doch schon jetzt alle Züge automatisch fahren, oder?
02.06.2015, 15:22#12
Wenn die Abfertigung automatisch wäre könnten doch schon jetzt alle Züge automatisch fahren, oder?
Ja. Wobei - wenn ich das richtig interpretiere - die Abfertigung auch in Zukunft nicht automatisch sein wird bzw. wird zumindest ein Begleiter am Zug sein, der den Abfertigungsvorgang überwacht. So wird es z.B. auch bei der Londoner DLR (Docklands Light Railway) gehandhabt.
02.06.2015, 17:43#13
Man kann ja wunderbar die Wirkung von gutgemachter PR beobachten, wenn man die Zeitungsberichte rund um die fahrerlose U5 liest (absoluter Tiefpunkt wiedereinmal die "Kronen-Zeitung" ).
Und nein, es fahren nicht in allen anderen EU-Hauptstädten nur mehr ausschließlich fahrerlose U-Bahnen herum, und auch Städte, die schon lange fahrerlose Linien haben, haben auch heute noch Linien die konventionell mit Fahrer unterwegs sind (und die entgegen ursprünglicher Planung auch weiterhin mit Fahrern betrieben werden bleiben)(z.Bsp. Paris).
Vor einigen Jahren gab es einen fachlich gut fundierten Bericht bezüglich fahrerlosen Betrieb in der schweizer "Eisenbahn-Revue".
Besonders "toll" sind dann Meldungen wie "das schafft viele neue Arbeitsplätze"(wäre mir aber neu, Zweck einer Automatisierung ist üblicherweise das Einsparen von Personal), oder "Die Automatisierung bewirkt genau das Gegenteil von dem, was viele glauben - es kommt zu einer Annäherung zwischen Kunden und Personal" (welches Personal denn - außer man sitzt neben dem ex WiLi-Mitarbeiter, wenn der dann zum AMS fährt).
Der einzige Zweck einer fahrerlosen Bahn ist es, Fahrpersonal einzusparen!
Dann das Argument Sicherheit: Absolutes Totschlagargument, ich empfehle für die Steuerungs-Software-Entwicklung die Selben Software-Unternehmen zu engagieren die die Software für die Boeing 787 Dreamliner oder den Airbus A 400 entwickelt haben, das wird dann eine todsichere Angelegenheit </sarcasm off>
Grundsätzlich:Künstliche Intellegenzen gibt es in Sci-Fi-Filmen, in der Realität wird es immer Situationen geben, wo eben nur ein Mensch richtig entscheiden kann.
Nur mir ist auch klar, das ein Mensch aus Fleisch & Blut am Monatsende seinen Gehalt kriegt und somit mehr kostet als eine Maschine (was mMn auch der einzige Grund ist, warum man jetzt dieses System einführen will.
Grüsse-SchienenWolf
02.06.2015, 18:40#14
Da die U5 mit w-lan fahren wird besteht leider eine hack Gefahr! :(
02.06.2015, 19:36#15
Warum man ein fahrerloses System, dessen einziger fahrgastrelevanter Vorteil die Ermöglichung eines 90-Sekunden-Intervalls ist, ausgerechnet auf der U5 einbauen will - die als Linie mit geringem Verkehrswert wohl kaum öfter als alle 4 Minuten fahren wird - und nicht auf einer stärker frequentierten Linie, erschließt sich mir nicht.
02.06.2015, 20:01#16
Der einzige Sinn hinter so einem Schwachsinn ist der Betriebswirtschaftliche und das kotzt mich einfach nur an.
Die Fahrer werden alle umgeschult werden zu Kundenbetreuern oder "Service-Agents", die etwa den selben Zweck erfüllen werden wie die Talent-Zugbegleiter. Fahrkarten kontrollieren, beim Halt am Bahnsteig rausschauen, die Tür schließen und dann sich im Führerstand einsperren und mit dem Lokführer sprechen. Wobei letzteres nicht mehr funktionieren wird, die werden halt Handyspielen. Und für diese Tätigkeit, die nebenbei die Sicherheit einschränkt (im Unfall- oder Störungsfall ist immer ein Triebfahrzeugführer besser, als ein schlecht ausgebildeter Kundenbetreuer, ein Leitstellenmitarbeiter oder sogar niemand) werden die auch noch weniger verdienen, versteht sich, sonst hätte es ja keinen Sinn.
Ich möchte ja nicht zu Stadtbahnzeiten zurück aber durch dieses ständige automatisieren, Bahnhöfe und Bahnsteige verbessern (wenn man z.b. den Bahnhof Obertraun-Dachsteinhöhlen, ein gepflegter Bahnhof wo der Fahrdienstleiter noch Blumen gießt, Kaffee verkauft und das Klo nichts kostet weil er sich nicht zu schade ist das selbst zu putzen, mit so tollen faden Einkaufszentren mit Haltestellenfunktion, wie den Wiener Hbf, vergleicht ist das einfach nur schade). Und jetzt kommen auch noch Türen (damit man in der U-Bahn ein Aufzug Gefühl bekommt) und Mitarbeiter einsparen wird der (ÖV-)Verkehr einfach nur eine trostlose und langweilige Angelegenheit. Mit gelangweilten Mitarbeitern keinen Triebfahrzeugführern die Spaß am Beruf haben und mit einem gewaltigen Einschnitt in die Sicherheit. Außerdem werden auch die Übergriffe auf Mitarbeiter wieder steigen, immerhin sind sie dann Omnipresent.
Sollten die Wiener Linien überhaupt auf Mitarbeiter im Zug verzichten, was ich mir nicht vorstellen kann und will so erzeugt man wiedermal Arbeitslose, wobei ich als U-Bahnfahrer auch die Tätigkeit als (U-Bahn-)Zugbeleiter wie Arbeitslosigkeit sehen würde. Was soll das nur für ein langweiliger Job werden. Den ganzen Tag im Zug stehen und vielleicht in den Tages-Randzeiten Fahrkarten kontrollieren. ;-(
Es kann doch nicht sein das mittlerweile immer nur Kosten reduziert werden müssen und den super tollen BWLern die Mitarbeiter einfach wurscht sind, die Fahrgäste ebenso, Freunde und Fans sowieso. Hauptsache es ist billig und man kann diesen Rückschritt (in den Medien) als Fortschritt verkaufen.
Einfach nur grausam.

@wienerlinienfan, ich will dem gar keine Antwort widmen aber wie und warum sollte man eine U-Bahn per WLAN betreiben!?

Zitat
Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von »lol515« (Heute, 20:12)

Muss mich entschuldigen, aber der Beitrag wurde angefressen geschrieben... :boese:
Dieser Beitrag wurde 8-mal editiert, zuletzt von lol515 (02.06.2015, 20:13)
02.06.2015, 21:08#17
Warum man ein fahrerloses System, dessen einziger fahrgastrelevanter Vorteil die Ermöglichung eines 90-Sekunden-Intervalls ist, ausgerechnet auf der U5 einbauen will - die als Linie mit geringem Verkehrswert wohl kaum öfter als alle 4 Minuten fahren wird - und nicht auf einer stärker frequentierten Linie, erschließt sich mir nicht.

Irgendwo muss man es ja testen. Und wo, wenn nicht bei der neuen, vorerst noch kurzen U5? Wer sagt, dass es nicht irgendwann auf den anderen U-Bahn-Linien eingesetzt wird?
02.06.2015, 21:34#18
Ich bin vor gut 15 Jahren in London schon mit einer Fahrerlosen U Bahn mitgefahren, dort gab es keine Bahnsteigtüren oder ähnliches.
Aber wie man durch den Fahrerlosen Betrieb das Intervall besser einhalten möchte ist mir trotzdem ein Rätsel, denn wenn die Leute beim Fahrgastwechsel nicht schneller sind als gewöhnlich wird es eben auch nicht schneller gehen als sonst.
Aber wir werden ja sehen wie es dann wirklich kommen wird, bin mir sicher die Wiener Linien werden schon eine Lösung finden wie man auch einen Fahrerlosen Betrieb führen kann und dadurch noch mehr Chaos und Störungen hinein bringt, darin sind sie ja Spezialist:)
02.06.2015, 21:42#19
Was mir zugegebenermaßen jetzt erst einfällt; Wie ist das bei einer Störung? Wenn wegen eines technischen Gebrechens der Zug im Tunnel liegen bleibt? Natürlich, nicht viel anders als jetzt, irgendwann/irgendwie wird der Zug zur nächsten Station gezogen/geschleppt-aber:jetzt sind dann viele Fahrgäste alleine, kein Fahrer da, der Sie vielleicht mit Ansagen informiert, da ist meiner Meinung nach schon die Gefahr groß, wenn einer erst mal zum "flippen" anfängt, das eine Panik ausbricht, die Leute sich dann irgendwie aus den Zug "hinauswurschtl´n", dann aufs Gegengleis rennen, oder zu nahe an die Stromschiene kommen, etc.
Dann bekommen die neuen Stationen auch Bahnsteigtüren.
Gut-das heißt die Züge müssen punktgenau stehenbleiben.
Jetzt folgendes Szenario:wegen eines technischen Gebrechens bleibt ein Zug in der Station liegen, die Türen gehen nicht auf, weil der Zug nicht exakt am Haltepunkt angekommen ist. Selbst wenn man die Zugtüren jetzt öffnet, steht man dann vor der geschlossenen Bahnsteigtür bzw. Bahnsteigwand, d.h. die Fahrgäste sind im Zug dann eingeschlossen.
Wenn ich jetzt mir jetzt vorstelle daß wegen des technischen Defektes vielleicht ein Brand ausbricht (wird natürlich NIIIIIE passieren) dann "Prost-Mahlzeit".
Anderes, weniger bedrohliches Szenario:Wenn jetzt ein paar Lausbuben ein "Pickerl" auf einen IR-Sensor von einer Lichtschranke draufkleben, und kein Personal da ist-klar kommt sicher irgendwann wer und bringt das in Ordnung, nur wie lang dauert das dann?
02.06.2015, 22:07#20
Erst vor wenigen Wochen gab das BMVIT einen Erlass heraus, der die Einsparung von Zugpersonal stark kritisiert:
Schaffnerloser Betrieb: BMVIT-Erlass erfordert Umdenken

Noch dazu ist es auch nicht das erste mal das Zwischenfälle passieren, weil ein Triebfahrzeugführer eine Situation beim Fahrgastwechsel nicht erkannte. Man erinnere nur an Enkplatz, oder: http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/J/J_0…nameorig_371576.html

Zusätzlich zu den von @schienenwolf angesprochenen Punkten sehe ich auch noch die Gefahr das die Kunden viel unzufriedener werden. Vor allem in Abendstunden gibt es einige nette U-Bahnfahrer die noch warten während man zur U-Bahn rennt. Oder die sogar nochmal die Türen öffnen. Wie stellt man sich das von den Wiener Linien vor? Einfach den Fahrgästen sagen, kommt pünktlich Computer denken nicht? Ja, stimmt, ist aber nicht sehr Kundenfreundlich.