Siezen vs. Duzen

35 Beiträge · Seite 1 von 2
24.08.2016, 10:40#1
Überhaupt gehört das "Liebe Fahrgäste" und "kann nicht fahren" abgeschafft. Das formuliert jedes Volksschulkind besser und das Ergebnis hört sich an als wolle man die Fahrgäste für dumm verkaufen.
Früher hat es jahrelang mit einer schöneren Ausdrucksweise ohne weiteres funktioniert...
24.08.2016, 15:11#2
Überhaupt gehört das "Liebe Fahrgäste" und "kann nicht fahren" abgeschafft. Das formuliert jedes Volksschulkind besser und das Ergebnis hört sich an als wolle man die Fahrgäste für dumm verkaufen.
Früher hat es jahrelang mit einer schöneren Ausdrucksweise ohne weiteres funktioniert...
Boykottierst du auch IKEA, weil man dort mir "du" angesprochen wird? Zugegeben, manchmal klingen die Formlierungen seltsam, aber das "Liebe Fahrgäste" ist da wirklich das kleinste Problem.
25.08.2016, 01:06#3
Überhaupt gehört das "Liebe Fahrgäste" und "kann nicht fahren" abgeschafft. Das formuliert jedes Volksschulkind besser und das Ergebnis hört sich an als wolle man die Fahrgäste für dumm verkaufen.
Früher hat es jahrelang mit einer schöneren Ausdrucksweise ohne weiteres funktioniert...
Boykottierst du auch IKEA, weil man dort mir "du" angesprochen wird? Zugegeben, manchmal klingen die Formlierungen seltsam, aber das "Liebe Fahrgäste" ist da wirklich das kleinste Problem.

Wo liest Du hier einen Boykott heraus? ?(
25.08.2016, 07:12#4
Überhaupt gehört das "Liebe Fahrgäste" und "kann nicht fahren" abgeschafft. Das formuliert jedes Volksschulkind besser und das Ergebnis hört sich an als wolle man die Fahrgäste für dumm verkaufen.
Früher hat es jahrelang mit einer schöneren Ausdrucksweise ohne weiteres funktioniert...
Boykottierst du auch IKEA, weil man dort mir "du" angesprochen wird? Zugegeben, manchmal klingen die Formlierungen seltsam, aber das "Liebe Fahrgäste" ist da wirklich das kleinste Problem.
@Schienenfreak->Ich boykottiere alles,wo ich "geduzt" werde(& wehre mich ggf. mit allen Mitteln dagegen).
Sowas nennt man in Österreich eine Unkultur und absolute Respektlosigkeit seinem Gegenüber.
Ausnahmen bei mir->Im Forum(da ist es üblich),Verwandte,Freunde&manche Arbeitskollegen.
Ps.:Bevor ich jemand älteren "duze",muß diese Person es mir anbieten,das gehört sich einfach so!
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von 65A (25.08.2016, 07:16)
25.08.2016, 10:01#5

Sowas nennt man in Österreich eine Unkultur und absolute Respektlosigkeit seinem Gegenüber.
Bevor ich jemand älteren "duze",muß diese Person es mir anbieten,das gehört sich einfach so!

Da hat noch einer eine echte Kultur. :daumenhoch:
25.08.2016, 10:54#6
Ps.:Bevor ich jemand älteren "duze",muß diese Person es mir anbieten,das gehört sich einfach so!
Oder du bietest es an. Hängt auch davon ab, in welchem Verhältnis man zu dem Betreffenden steht und wer älter ist.

Das ausufernde Duzen hat sicher auch mit dem immer mehr umsich greifenden Anglizismus zu tun. Im Englischen gibt es eben nunmal nur ein "you", dass für "Du"und "Sie" steht. In der IT-Branche, wo naturgemäß viel Englisch vorkommt, ist es heutzutage gang ung gäbe, sich zu duzen, und zwar ohne, dass man es sich vorher ausgemacht oder angeboten hätte. Hat einige Zeit gedauert, bis ich mich daran gewöhnt habe.
25.08.2016, 12:28#7
Man nehme mir diese Formulierung bitte nicht übel, aber in meinen Augen ist diese elendige Siezerei und das ganze Anbieten und Annehmen einfach nur noch lächerlich. Respekt einzig und allein vom Alter abhängig zu machen ist meiner Meinung nach der falsche Weg, da Alter allein auf jeden Fall kein Verdienst ist. Die meisten Sprachen kommen ohne ähnliche Konzepte aus, nur im Deutschen gilt es als Schwerstverbrechen, eine Person fälschlicherweise zu Duzen. Allein wie viel Gedanken Menschen sich darüber machen wen sie jetzt Siezen oder Duzen sollen X( . Für mich persönlich kann ich nur sagen dass ich es äußerst unangenehm finde, gesiezt zu werden, und jeder Person die dass tut sofort das Du "anbiete". Aber wie man sich durch gesiezt werden respektiert fühlen kann, entbehrt meiner Vorstellungskraft. Und wäre ich Firmenchef eines Weltkonzernes, würde ich dem Lehrling an seinem ersten Arbeitstag sagen "wir sind per du".

Was das mit "echter Kultur" zu tun hat kann mir wahrscheinlich auch keiner erklären. ?(

</OT>
25.08.2016, 12:45#8
Man nehme mir diese Formulierung bitte nicht übel, aber in meinen Augen ist diese elendige Siezerei und das ganze Anbieten und Annehmen einfach nur noch lächerlich. Respekt einzig und allein vom Alter abhängig zu machen ist meiner Meinung nach der falsche Weg, da Alter allein auf jeden Fall kein Verdienst ist.
Ich habe ja nicht gesagt, dass es nur eine Frage des Alters ist.

Zitat von Negjana
Die meisten Sprachen kommen ohne ähnliche Konzepte aus, nur im Deutschen gilt es als Schwerstverbrechen, eine Person fälschlicherweise zu Duzen.
Ich weiß jetzt nicht, was für dich die "meisten Sprachen" sind, aber zumindest das Französische kennt genauso ein "Sie" wie das Deutsche und es gilt auch in Frankreich, in der Schweiz oder in Belgien als unüblich, jemanden zu duzen, bevor man sich darüber einig ist. Und ich nehme einmal an, das gilt für die übrigen romanischen Sprachen auch. Und abgesehen davon ist das weniger eine Frage der Sprache als der (Kommunikations)Kultur des jeweiligen Landes.

Um deine Behauptung der "meisten Sprachen" zu untermauern, würde ich dich bitten, ein paar Sprachen anzuführen, die ohne "Sie" auskommen.

Zitat von Negjana
Für mich persönlich kann ich nur sagen dass ich es äußerst unangenehm finde, gesiezt zu werden, und jeder Person die dass tut sofort das Du "anbiete". Aber wie man sich durch gesiezt werden respektiert fühlen kann, entbehrt meiner Vorstellungskraft. Und wäre ich Firmenchef eines Weltkonzernes, würde ich dem Lehrling an seinem ersten Arbeitstag sagen "wir sind per du".
Und wäre ich der Lehrling, würde ich es nicht tun (oder nur sehr schwer), weil es für mich einfach ungehörig wäre.

Übrigens: auch die Professoren meiner Tochter, die eben maturiert hat, wurden von den Schülern selbstverständlich mit "Sie" angesprochen und erst nach der Matura wurde den Schülern von einigen - auch nicht von allen! - das Du-Wort angeboten. Ganz so, wie du schreibst, ist es also auch heute nicht.
25.08.2016, 12:56#9
Überhaupt gehört das "Liebe Fahrgäste" und "kann nicht fahren" abgeschafft. Das formuliert jedes Volksschulkind besser und das Ergebnis hört sich an als wolle man die Fahrgäste für dumm verkaufen.
Früher hat es jahrelang mit einer schöneren Ausdrucksweise ohne weiteres funktioniert...
Boykottierst du auch IKEA, weil man dort mir "du" angesprochen wird? Zugegeben, manchmal klingen die Formlierungen seltsam, aber das "Liebe Fahrgäste" ist da wirklich das kleinste Problem.

Wo liest Du hier einen Boykott heraus? ?(
Nirgends. Es ist nur eine Frage aus Interesse, weil er so gegen die freundlichere Formulierung gewettert hat.

Überhaupt gehört das "Liebe Fahrgäste" und "kann nicht fahren" abgeschafft. Das formuliert jedes Volksschulkind besser und das Ergebnis hört sich an als wolle man die Fahrgäste für dumm verkaufen.
Früher hat es jahrelang mit einer schöneren Ausdrucksweise ohne weiteres funktioniert...
Boykottierst du auch IKEA, weil man dort mir "du" angesprochen wird? Zugegeben, manchmal klingen die Formlierungen seltsam, aber das "Liebe Fahrgäste" ist da wirklich das kleinste Problem.
@Schienenfreak->Ich boykottiere alles,wo ich "geduzt" werde(& wehre mich ggf. mit allen Mitteln dagegen).
Sowas nennt man in Österreich eine Unkultur und absolute Respektlosigkeit seinem Gegenüber.
Ausnahmen bei mir->Im Forum(da ist es üblich),Verwandte,Freunde&manche Arbeitskollegen.
Ps.:Bevor ich jemand älteren "duze",muß diese Person es mir anbieten,das gehört sich einfach so!
Jedem das Seine... Ich bin froh, wenn es zumindest im Netz oder bei IKEA mal ein Aufweichen der altertümlichen Umgangsweisen gibt. Meinermeinung nach würde es reichen, wenn es ein Siezen nur noch bei offensichtlich höhergestellten (Vorgesetzte, Lehrer, wenn man Schüler ist) etc. geben. Außerdem ist für mich duzen nicht automatisch respekt los, es kommt nur auf den Ton an.Ich kann jedem einzelnen, egal ob per du oder per Sie, mit demselben Respekt entgegentreten.

Man nehme mir diese Formulierung bitte nicht übel, aber in meinen Augen ist diese elendige Siezerei und das ganze Anbieten und Annehmen einfach nur noch lächerlich. Respekt einzig und allein vom Alter abhängig zu machen ist meiner Meinung nach der falsche Weg, da Alter allein auf jeden Fall kein Verdienst ist. Die meisten Sprachen kommen ohne ähnliche Konzepte aus, nur im Deutschen gilt es als Schwerstverbrechen, eine Person fälschlicherweise zu Duzen. Allein wie viel Gedanken Menschen sich darüber machen wen sie jetzt Siezen oder Duzen sollen X( . Für mich persönlich kann ich nur sagen dass ich es äußerst unangenehm finde, gesiezt zu werden, und jeder Person die dass tut sofort das Du "anbiete". Aber wie man sich durch gesiezt werden respektiert fühlen kann, entbehrt meiner Vorstellungskraft. Und wäre ich Firmenchef eines Weltkonzernes, würde ich dem Lehrling an seinem ersten Arbeitstag sagen "wir sind per du".

Was das mit "echter Kultur" zu tun hat kann mir wahrscheinlich auch keiner erklären. ?(

Volle Zustimmung! :daumenhoch: :daumenhoch:
25.08.2016, 12:57#10
Ich habe ja nicht gesagt, dass es nur eine Frage des Alters ist.


Aber vielfach ist es doch in dem Land so, das Alter als Verdienst angesehen wird. Finde ich falsch so.

Um deine Behauptung der "meisten Sprachen" zu untermauern, würde ich dich bitten, ein paar Sprachen anzuführen, die ohne "Sie" auskommen.


Gut vielleicht nicht die "meiste Sprachen", aber allein der Umstand dass es Sprachen gibt die ohne auskommen, zeigt doch dass es auch ohne geht.

Und wäre ich der Lehrling, würde ich es nicht tun (oder nur sehr schwer), weil es für mich einfach ungehörig wäre.

Übrigens: auch die Professoren meiner Tochter, die eben maturiert hat, wurden von den Schülern selbstverständlich mit "Sie" angesprochen und erst nach der Matura wurde den Schülern von einigen - auch nicht von allen! - das Du-Wort angeboten. Ganz so, wie du schreibst, ist es also auch heute nicht.


Ist das leicht nicht erlaubt oder möglich, dass auch unterschiedlich gestelltes Personal in einer Firma kollegial und locker miteinander umgeht? Fühlt ihr euch besser wenn ihr gesiezt werdet? ?(

Gut dass die Zeit voranschreitet, und egal wie oft ihr "früher war alles besser" schreit, die Zeiten ändern sich.
25.08.2016, 13:11#11
Man nehme mir diese Formulierung bitte nicht übel, aber in meinen Augen ist diese elendige Siezerei und das ganze Anbieten und Annehmen einfach nur noch lächerlich. Respekt einzig und allein vom Alter abhängig zu machen ist meiner Meinung nach der falsche Weg, da Alter allein auf jeden Fall kein Verdienst ist. Die meisten Sprachen kommen ohne ähnliche Konzepte aus, nur im Deutschen gilt es als Schwerstverbrechen, eine Person fälschlicherweise zu Duzen. Allein wie viel Gedanken Menschen sich darüber machen wen sie jetzt Siezen oder Duzen sollen X( . Für mich persönlich kann ich nur sagen dass ich es äußerst unangenehm finde, gesiezt zu werden, und jeder Person die dass tut sofort das Du "anbiete". Aber wie man sich durch gesiezt werden respektiert fühlen kann, entbehrt meiner Vorstellungskraft. Und wäre ich Firmenchef eines Weltkonzernes, würde ich dem Lehrling an seinem ersten Arbeitstag sagen "wir sind per du".

Was das mit "echter Kultur" zu tun hat kann mir wahrscheinlich auch keiner erklären. ?(

Mag sein,aber ich bin da genau das Gegenteil,ich hasse es nämlich,von Fremden geduzt zu werden.
Außerdem hätte ich,würde ich jeden Kunden duzen,längst den "Blauen Brief" in der Hand.
Auch mag,um bei deinem Beispiel zu bleiben,nicht jeder Vorgesetzte per Du angeredet werden.
Bei uns ist soetwas ein Privileg,daß nur langjährige Mitarbeiter erhalten.
Auch brauche ich nicht nachdenken,ob ich jemanden duze oder sieze,denn außer manche Arbeitskollegen,Freunde&Familie sieze ich automatisch alle&verwende in Skripten,wenn angebracht,die Höflichkeitsform(zB bei Kostenvoranschlägen&co.)
Und um zum Englischen zu kommen->Du verwendest das you,jedoch sprichst Du dafür die Titelträger dememtsprechend an(zB.: Sir/Lord XY... bzw HRH,etc.)
Und ja,ich weiß,daß diese Unkultur durchaus von Facebook,Twitter&co. kommt,denn diejenigen,die in meinem Freundeskreis soetwas verwenden,schreiben ja nicht einmal mehr ganze Sätze,sondern irgentwelche Abkürzungen,die keiner versteht,genauso wie vom Fernsehen dieses depperte "deutsche Deutsch" kommt(denn zB Tomaten heißen bei mir Paradeiser und Kartoffel Erdapfel oder Grundbirn. Wenn jemand solche deutschen Begriffe in Österreich verwendet,stoßt er bei mir auf taube Ohren[=ich ignoriere diese Person]).
25.08.2016, 14:22#12
Ich habe ja nicht gesagt, dass es nur eine Frage des Alters ist.
Aber vielfach ist es doch in dem Land so, das Alter als Verdienst angesehen wird. Finde ich falsch so.
Vielleicht weniger das Alter, sondern die Erfahrung. Und die kommt üblicherweise erst mit den Jahren.

Zitat von Negjana
Um deine Behauptung der "meisten Sprachen" zu untermauern, würde ich dich bitten, ein paar Sprachen anzuführen, die ohne "Sie" auskommen.

Gut vielleicht nicht die "meiste Sprachen", aber allein der Umstand dass es Sprachen gibt die ohne auskommen, zeigt doch dass es auch ohne geht.
Noch einmal: nenne mir - abgesehen vom Englischen - europäische Sprachen oder Kulturen, in denen es keine eigene Höflichkeitsform gibt.

Zitat von Negjana
Ist das leicht nicht erlaubt oder möglich, dass auch unterschiedlich gestelltes Personal in einer Firma kollegial und locker miteinander umgeht? Fühlt ihr euch besser wenn ihr gesiezt werdet?
Und du machst höflichen und kollegialen Umgang vom Duzen abhängig? Was ist dabei anders, wenn man sich siezt?

Zitat von Negjana
Gut dass die Zeit voranschreitet, und egal wie oft ihr "früher war alles besser" schreit, die Zeiten ändern sich.
Man könnte meinen, du hast mit dem, wie es früher war, ein Problem. Frag' dich mal, warum das so ist und warum es für dich so schwierig ist, andere zu siezen. Etwa, weil es dir schwerfällt, dem anderen auf diese Art höflich entgegenzutreten?

Und auf mein Beispiel mit der Schule meiner Tochter bist du sicherheitshalber gar nicht erst eingegangen. Möglicherweise, weil es zeigt, dass es eben Fälle gibt, wo Duzen doch nicht der richtige Weg ist? ;)
25.08.2016, 15:13#13
Mag sein,aber ich bin da genau das Gegenteil,ich hasse es nämlich,von Fremden geduzt zu werden.
Außerdem hätte ich,würde ich jeden Kunden duzen,längst den "Blauen Brief" in der Hand.
Auch mag,um bei deinem Beispiel zu bleiben,nicht jeder Vorgesetzte per Du angeredet werden.
Bei uns ist soetwas ein Privileg,daß nur langjährige Mitarbeiter erhalten.
Auch brauche ich nicht nachdenken,ob ich jemanden duze oder sieze,denn außer manche Arbeitskollegen,Freunde&Familie sieze ich automatisch alle&verwende in Skripten,wenn angebracht,die Höflichkeitsform(zB bei Kostenvoranschlägen&co.)
Und um zum Englischen zu kommen->Du verwendest das you,jedoch sprichst Du dafür die Titelträger dememtsprechend an(zB.: Sir/Lord XY... bzw HRH,etc.)
Und ja,ich weiß,daß diese Unkultur durchaus von Facebook,Twitter&co. kommt,denn diejenigen,die in meinem Freundeskreis soetwas verwenden,schreiben ja nicht einmal mehr ganze Sätze,sondern irgentwelche Abkürzungen,die keiner versteht,genauso wie vom Fernsehen dieses depperte "deutsche Deutsch" kommt(denn zB Tomaten heißen bei mir Paradeiser und Kartoffel Erdapfel oder Grundbirn. Wenn jemand solche deutschen Begriffe in Österreich verwendet,stoßt er bei mir auf taube Ohren[=ich ignoriere diese Person]).


Tut mir leid falls DICH das jetzt überrascht mein Freund, aber Sprache verändert sich nunmal. Das hat sie schon immer, und wird sie auch in Zukunft sogar viel schneller tun. Genauso wie ihr euch heute über Anglizismen und "Deutsche" Wörter in unserer Sprache beschwert, haben sich Menschen früher über Sachen beschwert, welche heute völlig normal sind. In einem halben Jahrhundert wird sich niemand über die fehlende Höflichkeitsform oder zahlreiche Anglizismen, "unvollständige" Sätze, oder Tomaten beschweren, dafür über neuartigere Entwicklungen, an die wir jetzt noch gar nicht denken.

Aber meine persönliche Einstellung, nicht gesiezt werden zu wollen, werd ich ja behalten dürfen oder? Und jemanden wegen "deutschem Deutsch" zu ignorieren ist ja dann wohl ein bisschen kindisch?

Vielleicht weniger das Alter, sondern die Erfahrung. Und die kommt üblicherweise erst mit den Jahren.


Leider kommt auch scheinbar immer eine gewisse Altersarroganz mit der Erfahrung, bzw. eine Überheblichkeit denen gegenüber, die jünger sind. Es ist keine Schande, dass jüngere in manchen Fällen mehr wissen/können, auch wenn das vielfach noch so gesehen wird.

Und du machst höflichen und kollegialen Umgang vom Duzen abhängig? Was ist dabei anders, wenn man sich siezt?


Es erzeugt ein Klima von Distanz und Ferne, das für ein Zusammenarbeiten nicht hilfreich ist. Nochmal meine Frage - Fühlt ihr euch besser wenn ihr gesiezt werdet?

Man könnte meinen, du hast mit dem, wie es früher war, ein Problem. Frag' dich mal, warum das so ist und warum es für dich so schwierig ist, andere zu siezen. Etwa, weil es dir schwerfällt, dem anderen auf diese Art höflich entgegenzutreten?


Ich habe ein Problem mit Menschen die aus Prinzip sagen "Früher war alles besser." Und gewissermaßen verfallen wir gerade in diese Denkweise.

Ich frage mich, inwiefern Siezen ehrliche Höflichkeit ausdrückt. Ich kann jemanden noch so höflich ansprechen, aber mir denken "Was für ein Ar******." Ebenso kann ich jemanden duzen, und gleichzeitig höchsten Respekt vor der Person haben. Aber Respekt allein an den gewählten Worten aufzuhängen finde ich antiquitiert und schwachsinnig. Wie gesagt - Die Zeit ist auf meiner Seite.

Und auf mein Beispiel mit der Schule meiner Tochter bist du sicherheitshalber gar nicht erst eingegangen. Möglicherweise, weil es zeigt, dass es eben Fälle gibt, wo Duzen doch nicht der richtige Weg ist? ;)


Verzeihe mir, habe ich übersehen.

Natürlich wird von den meisten Lehrern (Professoren sind sie ja keine) ein Sie eingefordert - warum ist mir nicht klar. Einen Lehrer hatte ich, den jeder duzte, und der Umgang und gegenseitige Respekt war keinesfalls weniger vorhanden, sondern genauso respektvoll wie mit allen anderen Lehrern.

Und nein, ich glaube nicht dass in der Schule duzen der falsche Weg ist. Auch als Lehrer wäre ich um einen möglichst kollegialen, sachlichen, lockeren Umgang mit meinen Schülern bemüht. Ein Lehrer hat andere Möglichkeiten sich Respekt zu verdienen, als stur auf dem Siezen und dem Aufstehen zu Beginn der Stunde zu bestehen.

@admin
Vielleicht wirds Zeit den Thread abzutrennen? ;)
25.08.2016, 15:49#14
Mag sein,aber ich bin da genau das Gegenteil,ich hasse es nämlich,von Fremden geduzt zu werden.
Außerdem hätte ich,würde ich jeden Kunden duzen,längst den "Blauen Brief" in der Hand.
Auch mag,um bei deinem Beispiel zu bleiben,nicht jeder Vorgesetzte per Du angeredet werden.
Bei uns ist soetwas ein Privileg,daß nur langjährige Mitarbeiter erhalten.
Auch brauche ich nicht nachdenken,ob ich jemanden duze oder sieze,denn außer manche Arbeitskollegen,Freunde&Familie sieze ich automatisch alle&verwende in Skripten,wenn angebracht,die Höflichkeitsform(zB bei Kostenvoranschlägen&co.)
Und um zum Englischen zu kommen->Du verwendest das you,jedoch sprichst Du dafür die Titelträger dememtsprechend an(zB.: Sir/Lord XY... bzw HRH,etc.)
Und ja,ich weiß,daß diese Unkultur durchaus von Facebook,Twitter&co. kommt,denn diejenigen,die in meinem Freundeskreis soetwas verwenden,schreiben ja nicht einmal mehr ganze Sätze,sondern irgentwelche Abkürzungen,die keiner versteht,genauso wie vom Fernsehen dieses depperte "deutsche Deutsch" kommt(denn zB Tomaten heißen bei mir Paradeiser und Kartoffel Erdapfel oder Grundbirn. Wenn jemand solche deutschen Begriffe in Österreich verwendet,stoßt er bei mir auf taube Ohren[=ich ignoriere diese Person]).


Tut mir leid falls DICH das jetzt überrascht mein Freund, aber Sprache verändert sich nunmal. Das hat sie schon immer, und wird sie auch in Zukunft sogar viel schneller tun. Genauso wie ihr euch heute über Anglizismen und "Deutsche" Wörter in unserer Sprache beschwert, haben sich Menschen früher über Sachen beschwert, welche heute völlig normal sind. In einem halben Jahrhundert wird sich niemand über die fehlende Höflichkeitsform oder zahlreiche Anglizismen, "unvollständige" Sätze, oder Tomaten beschweren, dafür über neuartigere Entwicklungen, an die wir jetzt noch gar nicht denken.

Aber meine persönliche Einstellung, nicht gesiezt werden zu wollen, werd ich ja behalten dürfen oder? Und jemanden wegen "deutschem Deutsch" zu ignorieren ist ja dann wohl ein bisschen kindisch?

Vielleicht weniger das Alter, sondern die Erfahrung. Und die kommt üblicherweise erst mit den Jahren.


Leider kommt auch scheinbar immer eine gewisse Altersarroganz mit der Erfahrung, bzw. eine Überheblichkeit denen gegenüber, die jünger sind. Es ist keine Schande, dass jüngere in manchen Fällen mehr wissen/können, auch wenn das vielfach noch so gesehen wird.

Und du machst höflichen und kollegialen Umgang vom Duzen abhängig? Was ist dabei anders, wenn man sich siezt?


Es erzeugt ein Klima von Distanz und Ferne, das für ein Zusammenarbeiten nicht hilfreich ist. Nochmal meine Frage - Fühlt ihr euch besser wenn ihr gesiezt werdet?

Man könnte meinen, du hast mit dem, wie es früher war, ein Problem. Frag' dich mal, warum das so ist und warum es für dich so schwierig ist, andere zu siezen. Etwa, weil es dir schwerfällt, dem anderen auf diese Art höflich entgegenzutreten?


Ich habe ein Problem mit Menschen die aus Prinzip sagen "Früher war alles besser." Und gewissermaßen verfallen wir gerade in diese Denkweise.

Ich frage mich, inwiefern Siezen ehrliche Höflichkeit ausdrückt. Ich kann jemanden noch so höflich ansprechen, aber mir denken "Was für ein Ar******." Ebenso kann ich jemanden duzen, und gleichzeitig höchsten Respekt vor der Person haben. Aber Respekt allein an den gewählten Worten aufzuhängen finde ich antiquitiert und schwachsinnig. Wie gesagt - Die Zeit ist auf meiner Seite.

Und auf mein Beispiel mit der Schule meiner Tochter bist du sicherheitshalber gar nicht erst eingegangen. Möglicherweise, weil es zeigt, dass es eben Fälle gibt, wo Duzen doch nicht der richtige Weg ist? ;)


Verzeihe mir, habe ich übersehen.

Natürlich wird von den meisten Lehrern (Professoren sind sie ja keine) ein Sie eingefordert - warum ist mir nicht klar. Einen Lehrer hatte ich, den jeder duzte, und der Umgang und gegenseitige Respekt war keinesfalls weniger vorhanden, sondern genauso respektvoll wie mit allen anderen Lehrern.

Und nein, ich glaube nicht dass in der Schule duzen der falsche Weg ist. Auch als Lehrer wäre ich um einen möglichst kollegialen, sachlichen, lockeren Umgang mit meinen Schülern bemüht. Ein Lehrer hat andere Möglichkeiten sich Respekt zu verdienen, als stur auf dem Siezen und dem Aufstehen zu Beginn der Stunde zu bestehen.

@admin
Vielleicht wirds Zeit den Thread abzutrennen? ;)
@ Negjana: Wer sagt,daß früher alles besser war?
Nicht alles was alt war ist gut,genauso ist aber auch nicht alles neue gut ;).
Ich bin gerne offen für sinnvolles neues,nur manche alten Angewohnheiten lege ich bis zu meinem Lebensende definitiv nicht ab!
Und in Punkto Sprache gehen durch die Germanisierung und zu viel Multi-Kuli regionale Merkmale verloren.
Da ich für die Beibehaltung eben dieser bin,ignoriere ich so etwas.Auch ziehe ich es vor,im Dialekt zu sprechen(den ich übrigends auch schreiben kann)
Das mag vielleicht kindisch klingen,aber ohne Bitte/Danke sowie ganzen Sätzen gibt es bei mir gar nix.
ZB.:Jemand möchte in den Öffis meinen Sitzplatz haben->
Den gebe ich sehr gerne her,wenn ich höflich darum ersucht werde.Werde ich jedoch geduzt&oder kommt kein Bitte/Danke oder kein grammatikalisch richtiger Satz dabei heraus,so kann er mich "moscherln".(Soll schon vorgekommen sein).
Ps.: Es kann gerne jeder so handhaben wie er möchte!
25.08.2016, 15:53#15
Vielleicht weniger das Alter, sondern die Erfahrung. Und die kommt üblicherweise erst mit den Jahren.

Leider kommt auch scheinbar immer eine gewisse Altersarroganz mit der Erfahrung, bzw. eine Überheblichkeit denen gegenüber, die jünger sind. Es ist keine Schande, dass jüngere in manchen Fällen mehr wissen/können, auch wenn das vielfach noch so gesehen wird.
Meistens ist es aber umgekehrt - die Älteren haben mehr Wissen und Erfahrung. Und ich habe es schon erlebt, dass gerade das von Jungen nicht anerkannt wird. Du scheinst mir auch so jemand zu sein.

Zitat von Negjana
Und du machst höflichen und kollegialen Umgang vom Duzen abhängig? Was ist dabei anders, wenn man sich siezt?
Es erzeugt ein Klima von Distanz und Ferne, das für ein Zusammenarbeiten nicht hilfreich ist. Nochmal meine Frage - Fühlt ihr euch besser wenn ihr gesiezt werdet?
Ja, natürlich. Ich duze nur Menschen, denen ich nahestehe und die ich gut kenne bzw. die mich gut kennen. Familie, Freunde, Vereins- und einige Arbeitskollegen. Alle anderen sieze ich, gerade weil ich auf etwas Distanz Wert lege. Das hat nichts mit Ablehnung oder Ferne zu tun, das ist ganz normal. Und das ist auch in den meisten anderen Kulturen so.

Zitat von Negjana
Man könnte meinen, du hast mit dem, wie es früher war, ein Problem. Frag' dich mal, warum das so ist und warum es für dich so schwierig ist, andere zu siezen. Etwa, weil es dir schwerfällt, dem anderen auf diese Art höflich entgegenzutreten?
Ich habe ein Problem mit Menschen die aus Prinzip sagen "Früher war alles besser." Und gewissermaßen verfallen wir gerade in diese Denkweise.
Deswegen muss aber nicht automatisch alles Frühere schlecht sein.

Zitat von Negjana
Ich frage mich, inwiefern Siezen ehrliche Höflichkeit ausdrückt. Ich kann jemanden noch so höflich ansprechen, aber mir denken "Was für ein Ar******." Ebenso kann ich jemanden duzen, und gleichzeitig höchsten Respekt vor der Person haben. Aber Respekt allein an den gewählten Worten aufzuhängen finde ich antiquitiert und schwachsinnig. Wie gesagt - Die Zeit ist auf meiner Seite.
Warten wir's ab. Ich bezweifle, dass es im Deutschen je so weit sein wird, dass es keine Höflichkeitsform mehr geben wird. Wo sie dann angewendet werden wird und von wem, das wird natürlich eine andere Sache sein.

Àpropos Sprachen: die Antwort auf meine Frage nach Sprachen ohne Höflichkeitsform in Europa bist du mir jetzt schon zum zweiten Mal schuldig geblieben. Warum wohl?

Zitat von Negjana
Und auf mein Beispiel mit der Schule meiner Tochter bist du sicherheitshalber gar nicht erst eingegangen. Möglicherweise, weil es zeigt, dass es eben Fälle gibt, wo Duzen doch nicht der richtige Weg ist? ;)
Natürlich wird von den meisten Lehrern (Professoren sind sie ja keine) ein Sie eingefordert - warum ist mir nicht klar. Einen Lehrer hatte ich, den jeder duzte, und der Umgang und gegenseitige Respekt war keinesfalls weniger vorhanden, sondern genauso respektvoll wie mit allen anderen Lehrern.
Wieso behauptest du, dass Lehrer keine Professoren sind? Auf manche mag das zutreffen, aber bestimmt nicht auf alle. Kann es sein, dass du zum Pauschalieren neigst?

Und Aufgabe der Schule ist es auch, den Umgang untereinander zu vermitteln. Und da gehört das Siezen einfach dazu.

Das Duzen ist Ausdruck einer Wertschätzung, die man jemandem anderen sprachlich entgegenbringt. Wenn du jeden duzt, hast du keine Möglichkeit mehr, deine Wertschätzung auf diese Art zu zeigen. Und natürlich kann man einem Menschen auch auf andere Art zeigen, dass man ihn schätzt, aber die Sprache ist nun mal das unmittelbare Werkzeug dafür.

Ich schätze dich noch als sehr jung ein - warte ab, wie du in zwanzig, dreißig Jahren darüber denkst.
25.08.2016, 21:45#16
Normalerweise ist es in Österreich (noch?) üblich entweder nahestehende Personen (Familie, Freunde) oder Kinder mit "Du" anzureden (und auch im Internet wie Foren, Online-Games, etc.).
Alles andere wird eigentlich herablassend verwendet (Arroganter Vorgesetzter zum Untergebenen,etc.).
Ich persönlich sehe es auch als Hochachtung gegenüber den anderen an, diese Person mit "Sie" anzureden (ausnahme siehe ersten Satz).
Werde ich persönlich von einen Fremden mit "Du" angesprochen so lautet meine Standardantwort:"Per Du samm amoi übahaupt net" (Ausnahme: Ausländer, die nicht gut Deutsch können)
Also ist das "Du" eher ein Zeichen von Geringschätzung in meinen Augen.
Gut vielleicht nicht die "meiste Sprachen", aber allein der Umstand dass es Sprachen gibt die ohne auskommen, zeigt doch dass es auch ohne geht.
Ich nehme einmal an, es geht um die Englische Sprache. In der Tat kennt diese Sprache nur das "you", allerdings gibt es dort vielerorts einen andere Art, zu differenzieren-nahestehenden Personen erlaubt man die Anrede mit den Vornamen, alle anderen müssen/sollten den Nachnamen verwenden.
Und weil das Beispiel Ikea erwähnt wurde:in Schweden duzt man sich zwar auch generell, allerdings war das dort auch nicht immer so, die Schwedische Sprache kennt sehr wohl ein "Sie", nur verwendet es heute fast keiner mehr.
Es erzeugt ein Klima von Distanz und Ferne
Manchmal ist eine gewisse Distanz angenehm-ich möchte auch nicht z.Bsp. von jeden Menschen umarmt/körperlich berührt/geknuddelt werden.
Ich habe ein Problem mit Menschen die aus Prinzip sagen "Früher war alles besser."
Andere haben genau das gegenteilige Problem.
Fühlt ihr euch besser wenn ihr gesiezt werdet?
Wer ist "Ihr" und "Euch" ?
Vielleicht weniger das Alter, sondern die Erfahrung. Und die kommt üblicherweise erst mit den Jahren.
Sehe ich genau so. Klar habe ich mich als Jungspund manchmal über "die Alten Hasen" geärgert, wollte die Welt am Kopf stellen, nur Heute sehe ich das anders-sei es jetzt in privater,beruflicher,partnerschaftlicher, was-auch-immer Hinsicht hin. Oft bin ich in Fettnäpfchen gestiegen, bin enttäuscht, über den Tisch gezogen worden (nicht umsonst heißt es"Erfahrungen sammelt man immer dann unmittelbar wenn man Sie am dringendsten gebraucht hätte"), aber eben auch erfahrener.
Ich sage immer, man wird nicht älter, man entwickelt sich weiter.
Jedes Ding im Leben hat seine Zeit und mit der (zeitlichen) Distanz sieht man Dinge auch klarer: Sei es die Schul-/Ausbildungzeit, die erste Freundin (mitsamt ihren verflossenen Nachfolgerinnen), viele Freundschaften entstanden & vergingen, die vielen Jobs die ich bis jetzt gehabt habe, Dinge die ich erlebt habe, und, und, und . .
Man sollte generell sich abgewöhnen, Menschen "in Schubladen zu stecken", oft sind die wirklich interressanten Menschen auch die unscheinbarsten.
Grüsse-SchienenWolf
Edit: TippEx
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von SchienenWolf (25.08.2016, 21:52)
26.08.2016, 15:59#17
Bei einigen Beiträgen hier haben sich meine Fußnägel fast aufgerollt.

@65A:

Die (angeblich) in Österreich gesprochene und geschrieben Sprache nennt sich DEUTSCH .... aus Gründen der Höflichkeit ist man in den anderen deutschsprachigen Ländern dazu übergegangen, das Österreichische als "Sprachvariante" der deutschen Sprache zu bezeichnen. Früher galt es als Ableger oder Nebenform des bayrischen Sprachstammes!

Sei`s drum.

Der Duden war bis 1950 auch in Österreich "gültig" und ist es in der Schweiz heute noch. Also ~ 85 Mio D + 73% von ~ 8,3 Mio CH => ~ 91 Mio vs. ~ 8,5 Mio A ...

Nach Deiner eigenen Darstellung würdest also jeden, dessen Muttersprache weder deutsch noch österreichich ist, ignorieren, wenn er Kartoffel oder Tomate sagt. Schön, dann hilf diesen Leuten doch und suche ein international erhältliches Wörterbuch Englisch-Österreichisch (wahlweise auch Französisch, Russisch oder von mir aus auch Mandarin). Gibt`s aber nicht.

Außerdem gibt es große Teile Österreichs, in denen Tomate und Kartoffel die gängigen Bezeichnungen sind! Okay, zum Erdapfel gibt es im Niederländischen und im Französischen die fremdsprachigen Entsprechungen.

Mir wäre dieser Blödsinn keinen Streit wert und wegen solch einer Erbsenzählerei würde ich auch niemanden ignorieren!
Oder sollte der Oberösterreicher dann den Steirer ignorieren, weil der so anders spricht?

@Schienenwolf:

Es gibt Branchen, in denen das "Du" (samt Anrede mit dem Vornamen) von ganz oben bis ganz unten durchgängig üblich ist. Also vom CEO bis zur Putzfrau und umgekehrt. Beispielsweise Werbung und Marketing.

Für mich macht sich Respekt nicht am "Du" oder "Sie" fest. (Und ich hätte auch kein Problem damit, "Sie Ar***loch" zu sagen.) :D

Beispielsweise am IST in Maria Gugging (es wird dort allgemein englisch gesprochen) redet man sich vom Institutspräsidenten über Professoren und Verwaltungsmitarbeitern bis zum "Facility Service" mit dem Vornamen an!

@Negjana:

Da hast Du aber massiv gegen Schienbeine getreten, obwohl ich Dir zu 100% zustimme.

Das mit den so genannten Professoren an Gymnasien und HTL / HLW etc ist der — pardon — österreichischen Titelgeilheit* geschuldet.
Für mich und eigentlich alle meine Landsleute ist ein Professor ein Lehrender oder ggf. auch leitend Forschender an einer Universität/Hochschule oder gleichzustellenden Instituten oder einer Fachhochschule (sofern er nicht "nur" Dr. habil. ist).

Siehe hierzu auch den entsprechenden Wikipedia-Artikel .

In Italien werden sogar Lehrer an Grundschulen als "Professore" bezeichnet. Böse Zungen behaupten aber, dass man dort schon als Ingenieur bezeichnet wird, wenn man eine Klingel anschließen kann.
(Und bevor jetzt was von Stammtisch oder so kommt: Meine LAG hat über 20 Jahre in Italien gelebt und stimmt mir diesbezüglich zu. Außerdem hat diesen Spruch ein gebürtiger Italiener mir gegenüber geäußert!)

*) Siehe auch unter Kommerzialrat, Hofrat etc. :]

*) Den "Magister" wird man als Namenszusatz in Deutschland auch zum großen Teil erfolglos suchen, obwohl dieser erste akademische Grad prozentual von sicher nicht weniger Studienabsolventen in D als in A erlangt wurde.
Allerdings ging bis zu den "neuen" Abschlüssen / Graden (Bachelor und Master) der Trend dahin, Titel erst "ab Doktor aufwärts" zu führen.

@Ferry:

Ich widerspreche Dir nachdrücklich. Wertschätzung oder Respekt ist nicht eine Frage des "Du" oder "Sie". Siehe den blau hervorgehobenen Text weiter oben ...

Und wenn man üblicherweise jedem Menschen, der diesen Respekt nicht durch sein eigenes Verhalten selbst verwirkt hat, mit Respekt begegnet, stellt sich diese Frage erst recht nicht.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von piefke53 (26.08.2016, 16:03)
26.08.2016, 19:24#18
Bei einigen Beiträgen hier haben sich meine Fußnägel fast aufgerollt.

@65A:

Die (angeblich) in Österreich gesprochene und geschrieben Sprache nennt sich DEUTSCH .... aus Gründen der Höflichkeit ist man in den anderen deutschsprachigen Ländern dazu übergegangen, das Österreichische als "Sprachvariante" der deutschen Sprache zu bezeichnen. Früher galt es als Ableger oder Nebenform des bayrischen Sprachstammes!

Sei`s drum.

Der Duden war bis 1950 auch in Österreich "gültig" und ist es in der Schweiz heute noch. Also ~ 85 Mio D + 73% von ~ 8,3 Mio CH => ~ 91 Mio vs. ~ 8,5 Mio A ...

Nach Deiner eigenen Darstellung würdest also jeden, dessen Muttersprache weder deutsch noch österreichich ist, ignorieren, wenn er Kartoffel oder Tomate sagt. Schön, dann hilf diesen Leuten doch und suche ein international erhältliches Wörterbuch Englisch-Österreichisch (wahlweise auch Französisch, Russisch oder von mir aus auch Mandarin). Gibt`s aber nicht.

Außerdem gibt es große Teile Österreichs, in denen Tomate und Kartoffel die gängigen Bezeichnungen sind! Okay, zum Erdapfel gibt es im Niederländischen und im Französischen die fremdsprachigen Entsprechungen.

Mir wäre dieser Blödsinn keinen Streit wert und wegen solch einer Erbsenzählerei würde ich auch niemanden ignorieren!
Oder sollte der Oberösterreicher dann den Steirer ignorieren, weil der so anders spricht?

@Schienenwolf:

Es gibt Branchen, in denen das "Du" (samt Anrede mit dem Vornamen) von ganz oben bis ganz unten durchgängig üblich ist. Also vom CEO bis zur Putzfrau und umgekehrt. Beispielsweise Werbung und Marketing.

Für mich macht sich Respekt nicht am "Du" oder "Sie" fest. (Und ich hätte auch kein Problem damit, "Sie Ar***loch" zu sagen.) :D

Beispielsweise am IST in Maria Gugging (es wird dort allgemein englisch gesprochen) redet man sich vom Institutspräsidenten über Professoren und Verwaltungsmitarbeitern bis zum "Facility Service" mit dem Vornamen an!

@Negjana:

Da hast Du aber massiv gegen Schienbeine getreten, obwohl ich Dir zu 100% zustimme.

Das mit den so genannten Professoren an Gymnasien und HTL / HLW etc ist der — pardon — österreichischen Titelgeilheit* geschuldet.
Für mich und eigentlich alle meine Landsleute ist ein Professor ein Lehrender oder ggf. auch leitend Forschender an einer Universität/Hochschule oder gleichzustellenden Instituten oder einer Fachhochschule (sofern er nicht "nur" Dr. habil. ist).

Siehe hierzu auch den entsprechenden Wikipedia-Artikel .

In Italien werden sogar Lehrer an Grundschulen als "Professore" bezeichnet. Böse Zungen behaupten aber, dass man dort schon als Ingenieur bezeichnet wird, wenn man eine Klingel anschließen kann.
(Und bevor jetzt was von Stammtisch oder so kommt: Meine LAG hat über 20 Jahre in Italien gelebt und stimmt mir diesbezüglich zu. Außerdem hat diesen Spruch ein gebürtiger Italiener mir gegenüber geäußert!)

*) Siehe auch unter Kommerzialrat, Hofrat etc. :]

*) Den "Magister" wird man als Namenszusatz in Deutschland auch zum großen Teil erfolglos suchen, obwohl dieser erste akademische Grad prozentual von sicher nicht weniger Studienabsolventen in D als in A erlangt wurde.
Allerdings ging bis zu den "neuen" Abschlüssen / Graden (Bachelor und Master) der Trend dahin, Titel erst "ab Doktor aufwärts" zu führen.

@Ferry:

Ich widerspreche Dir nachdrücklich. Wertschätzung oder Respekt ist nicht eine Frage des "Du" oder "Sie". Siehe den blau hervorgehobenen Text weiter oben ...

Und wenn man üblicherweise jedem Menschen, der diesen Respekt nicht durch sein eigenes Verhalten selbst verwirkt hat, mit Respekt begegnet, stellt sich diese Frage erst recht nicht.
@piefke53->
Wenns nach mir ginge,müßte in jedem Staat/Staatsteil die jeweilige Landessprache gesprochen werden. Wer die Landessprache nicht kann hat Pech gehabt!
ZB.: In Österreich das österreichische Deutsch,in Deutschland das Deutschlsndtypische(natürlich mit den jeweiligen Begriffen in den verschiedenen Landesteilen)&in der Schweiz je nach Landesteil Rhätoromanisch,Schweizerdeutsch,Italienisch oder Französich.
Kurzfassung->Egal wo ich hinfahre,muß ich meine Sprachkenntnisse dementsprechend anpassen.
Und zu Italien: Dort herrscht eine ganz andere Mentalität: 1x aufmucken gegenüber dem Vorgesetzten& Du bist unten durch.
Und nehmen wir auch gleich Italen als Beispiel: Ich finde es extrem arrogant,wenn dort nicht Italienisch gesprochen wird.
Genauso erwarte ich mir,daß in Österreich von den Bewohnern in der Öffentlichkeit ausschließlich österreichisches Deutsch gesprochen wird. Ich weiß,daß soetwas in Wien unrealistisch ist(mit ein Grund,warum ich die Stadt demnächst zumindest wohnmäßig verlasse&nach NÖ übersiedle[jedoch nicht in den "Speckgürtel"&die nächstgelegene Ortschaft mit mehr als 1000EW ist 16km entfernt].)
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von 65A (26.08.2016, 19:43)
27.08.2016, 00:22#19
Wenns nach mir ginge,müßte in jedem Staat/Staatsteil die jeweilige Landessprache gesprochen werden. Wer die Landessprache nicht kann hat Pech gehabt!
ZB.: In Österreich das österreichische Deutsch,in Deutschland das Deutschlsndtypische(natürlich mit den jeweiligen Begriffen in den verschiedenen Landesteilen)&in der Schweiz je nach Landesteil Rhätoromanisch,Schweizerdeutsch,Italienisch oder Französich.
Kurzfassung->Egal wo ich hinfahre,muß ich meine Sprachkenntnisse dementsprechend anpassen.


Wozu dieser stumpfsinnige Lokalpatriotismus? "Wer die Landessprache nicht kann hat Pech gehabt!" Dein Ernst?

Es ist 2016! Schwul sein ist okay, "Tomate" sagen ist okay, und wenn einer einen "fremden" Dialekt spricht geht die Welt auch nicht unter!

Woher kommt solch eine Xenophobie, kann mir das jemand erklären? ?(

Werde ich persönlich von einen Fremden mit "Du" angesprochen so lautet meine Standardantwort:"Per Du samm amoi übahaupt net"


Bitte nimms mir nicht übel, aber so zu reagieren ist einfach nur lächerlich.

Manchmal ist eine gewisse Distanz angenehm-ich möchte auch nicht z.Bsp. von jeden Menschen umarmt/körperlich berührt/geknuddelt werden.


Auch das nimm mir bitte nicht übel, aber was hat Duzen mit Umarmen/Knuddeln zu tun? Seltsamer Vergleich!

Andere haben genau das gegenteilige Problem.


Womit denn bitte?

Ich sage immer, man wird nicht älter, man entwickelt sich weiter.


Meine Gedanken dazu: Mit dem Alter wird man teilweise an Erfahrung reicher, doch fährt man sich oft in seinen Denkmustern fest, versteift sich immer mehr auf seine Meinung ohne andere Meinungen zu überdenken, und verliert gewissermaßen an Fantasie und unkonventionellen Gedanken. Ich möchte hier keineswegs Menschen in Schubladen stecken, doch scheint mir der Gedanke "Früher war alles besser" eine Alterserscheinung zu sein.
27.08.2016, 09:57#20
Wenns nach mir ginge,müßte in jedem Staat/Staatsteil die jeweilige Landessprache gesprochen werden. Wer die Landessprache nicht kann hat Pech gehabt!
ZB.: In Österreich das österreichische Deutsch,in Deutschland das Deutschlsndtypische(natürlich mit den jeweiligen Begriffen in den verschiedenen Landesteilen)&in der Schweiz je nach Landesteil Rhätoromanisch,Schweizerdeutsch,Italienisch oder Französich.
Kurzfassung->Egal wo ich hinfahre,muß ich meine Sprachkenntnisse dementsprechend anpassen.


Wozu dieser stumpfsinnige Lokalpatriotismus? "Wer die Landessprache nicht kann hat Pech gehabt!" Dein Ernst?

Es ist 2016! Schwul sein ist okay, "Tomate" sagen ist okay, und wenn einer einen "fremden" Dialekt spricht geht die Welt auch nicht unter!

Woher kommt solch eine Xenophobie, kann mir das jemand erklären? ?(

Werde ich persönlich von einen Fremden mit "Du" angesprochen so lautet meine Standardantwort:"Per Du samm amoi übahaupt net"


Bitte nimms mir nicht übel, aber so zu reagieren ist einfach nur lächerlich.

Manchmal ist eine gewisse Distanz angenehm-ich möchte auch nicht z.Bsp. von jeden Menschen umarmt/körperlich berührt/geknuddelt werden.


Auch das nimm mir bitte nicht übel, aber was hat Duzen mit Umarmen/Knuddeln zu tun? Seltsamer Vergleich!

Andere haben genau das gegenteilige Problem.


Womit denn bitte?

Ich sage immer, man wird nicht älter, man entwickelt sich weiter.


Meine Gedanken dazu: Mit dem Alter wird man teilweise an Erfahrung reicher, doch fährt man sich oft in seinen Denkmustern fest, versteift sich immer mehr auf seine Meinung ohne andere Meinungen zu überdenken, und verliert gewissermaßen an Fantasie und unkonventionellen Gedanken. Ich möchte hier keineswegs Menschen in Schubladen stecken, doch scheint mir der Gedanke "Früher war alles besser" eine Alterserscheinung zu sein.
@Negjana->
Ja,das ist mein Ernst! Umgekehrt aber auch: Wenn ich ein Land mit anderer Sprache bereise&die dortige Landessprache nicht beherrsche,ist es für mich völlig gerechtfertigt,wenn er mich Ignoriert oder als Prepotenzling bezeichnet!
Noch einmal: Nicht alles war früher besser&nicht alles,was früher besser war,ist heute schlecht!
ZB.: Ich habe nichts gegen Homosexuelle,Lesben,etc.(Ich bin es zwar nicht,wenn es jedoch jemand ist,soll er es sein!). Wenn jedoch zB. jemand Nachwuchs hat,dann soll einer der beiden Elternteile zu Hause bleiben,denn alles andere ist Selbstverherrlichung der Eltern (dann gäbe es auch viel weniger sinnlose Sorgen&Probleme [für die ich in keinster Weise Mitleid habe]).Daß es hier viel zu wenig Unterstützung seitens des Staates gibt,ist mir ein Dorn im Auge!
Genauso meine Meinung zum Thema Gleichberechtigung der Frau->
Ja, Frauen sollten das gleiche Gehalt bekommen wie die Männer.
Ja,ich bin gegen die Frauenquote,denn mMn. sollte der besser geeignete den Job erhalten(egal in welcher Branche).
Ja,Frauen müßten im Sinne der Gleichberechrigung bei mir genauso zum Mlitär oder Zivildienst (Ausnahme: Schwangerschaft oder wenn sie sich zu Hause um ihre Kinder kümmert.)
Und zum Thema Lokalpatriotismus-> Ich bin nicht gewillt,im eigenen Land eine Fremdsprache zu Erlernen oder anzuwenden!. Wer hierher kommt,hat sich anzupaßen und nicht umgekehrt!!