Siezen vs. Duzen

35 Beiträge · Seite 2 von 2
27.08.2016, 20:00#21
Ich schreibe so etwas nur ungern, aber wenn Dir so viel an der Sprache liegt, dann übe!

Bei Deinen Fehlern aus den Schubladen Orthographie und Interpunktion ist da genug zu tun.
(Früher wurde von Seiten der Moderation / Administration bei Fehlerhäufungen sogar verwarnt!)

Und als nächste Übung befasse Dich einfach mal mit dem Begriff Toleranz. Da sind Deine Defizite offenbar noch umfangreicher.

Wenn ich Dich jetzt fragen würde, wie alt Du bist, bekäme ich vermutlich ohnehin keine Antwort ....
27.08.2016, 20:17#22
Ich schreibe so etwas nur ungern, aber wenn Dir so viel an der Sprache liegt, dann übe!

Bei Deinen Fehlern aus den Schubladen Orthographie und Interpunktion ist da genug zu tun.
(Früher wurde von Seiten der Moderation / Administration bei Fehlerhäufungen sogar verwarnt!)

Und als nächste Übung befasse Dich einfach mal mit dem Begriff Toleranz. Da sind Deine Defizite offenbar noch umfangreicher.

Wenn ich Dich jetzt fragen würde, wie alt Du bist, bekäme ich vermutlich ohnehin keine Antwort ....
1.) Ich kenne die Bedeutung des Begriffes Toleranz sehrwohl,bloß hört sich bei mir die Toleranz ab einem gewissen Punkt auf.
2.) Ich bin, so die Angaben bei deinem Profil ehrlich sind, 1/3 so alt wie Du.
27.08.2016, 21:07#23
Mit einer Antwort auf #2 hätte ich nicht gerechnet. ;)

Dann nimm einen gut gemeinten Rat von einem alten Mann an und nimm die Menschen samt ihrer Sprache so, wie sie sind.

Unter den Öffi- und Taxifahrern in Österreich, speziell in Wien, sind ein sehr großer Teil mit einer anderen Sprache groß geworden. Und für sehr viele war der Umzug in ein anderes Land kein Sonntags-Spaziergang.
Bei unseren Fahrern ist ein sehr hoher Anteil aus Ex-Jugoslawien und ihr Deutsch ist oft etwas "holprig". Aber man kommt normalerweise gut mit ihnen klar und sie machen ihren Job.

Wenn Du jeden Menschen ablehnst, nur weil er nicht Deinen Vorstellungen entspricht, wirst Du es im Berufsleben nicht leicht haben. Im Privatleben möglicherweise auch nicht.
27.08.2016, 21:22#24
Mit einer Antwort auf #2 hätte ich nicht gerechnet. ;)

Dann nimm einen gut gemeinten Rat von einem alten Mann an und nimm die Menschen samt ihrer Sprache so, wie sie sind.

Unter den Öffi- und Taxifahrern in Österreich, speziell in Wien, sind ein sehr großer Teil mit einer anderen Sprache groß geworden. Und für sehr viele war der Umzug in ein anderes Land kein Sonntags-Spaziergang.
Bei unseren Fahrern ist ein sehr hoher Anteil aus Ex-Jugoslawien und ihr Deutsch ist oft etwas "holprig". Aber man kommt normalerweise gut mit ihnen klar und sie machen ihren Job.

Wenn Du jeden Menschen ablehnst, nur weil er nicht Deinen Vorstellungen entspricht, wirst Du es im Berufsleben nicht leicht haben. Im Privatleben möglicherweise auch nicht.
Danke,aber bis jetzt komme ich sowohl im Beruf (ich habe das Privileg,einen meiner Traumberufe ausüben zu können), als auch im Privatleben relativ gut klar& setze nach und nach meine Träume um ;)
29.08.2016, 09:28#25
@Ferry:

Ich widerspreche Dir nachdrücklich. Wertschätzung oder Respekt ist nicht eine Frage des "Du" oder "Sie".
Für meine Generation (50+) schon. Ein "Du" am falschen Platz wirkt für mich plump, unhöflich und anbiedernd.

Ich weiß, dass es heute teilweise anders ist. Trotzdem bringen es auch jüngere Mitarbeiter problemlos fertig, mich zu siezen (und ich sieze sie selbstverständlich auch). Und per du bin ich nur mit ganz wenigen, die schon sehr lange bei uns sind, und auch da bedurfte es immer eines besonderen Grundes, damit ich ihnen das "Du" angeboten habe. Genauso, wie mir mein Chef das "Du" erst nach über fünf Jahren Zusammenarbeit anlässlich des erfolgreichen Abschlusses eines Projektes angeboten hat.
29.08.2016, 11:57#26

Für meine Generation (50+) schon. Ein "Du" am falschen Platz wirkt für mich plump, unhöflich und anbiedernd.

Ich weiß, dass es heute teilweise anders ist. Trotzdem bringen es auch jüngere Mitarbeiter problemlos fertig, mich zu siezen (und ich sieze sie selbstverständlich auch). Und per du bin ich nur mit ganz wenigen, die schon sehr lange bei uns sind, und auch da bedurfte es immer eines besonderen Grundes, damit ich ihnen das "Du" angeboten habe. Genauso, wie mir mein Chef das "Du" erst nach über fünf Jahren Zusammenarbeit anlässlich des erfolgreichen Abschlusses eines Projektes angeboten hat.
Auch "deine Generation" sollte langsam im 21. Jahrhundert angekommen sein...


Für mich macht sich Respekt nicht am "Du" oder "Sie" fest. (Und ich hätte auch kein Problem damit, "Sie Ar***loch" zu sagen.) :D
So ist es, der Ton macht die Musik!

Es ist 2016! Schwul sein ist okay, "Tomate" sagen ist okay, und wenn einer einen "fremden" Dialekt spricht geht die Welt auch nicht unter!
:daumenhoch:

Meine Gedanken dazu: Mit dem Alter wird man teilweise an Erfahrung reicher, doch fährt man sich oft in seinen Denkmustern fest, versteift sich immer mehr auf seine Meinung ohne andere Meinungen zu überdenken, und verliert gewissermaßen an Fantasie und unkonventionellen Gedanken. Ich möchte hier keineswegs Menschen in Schubladen stecken, doch scheint mir der Gedanke "Früher war alles besser" eine Alterserscheinung zu sein.
Seh ich auch so!
29.08.2016, 14:14#27
Auch "deine Generation" sollte langsam im 21. Jahrhundert angekommen sein...
Ist sie ja. Aber das bedeutet nicht, dass sie alles Neue ungefragt und vor allem ungefiltert übernimmt. Nicht alles, was neu ist, muss deswegen auch gut sein. Oder anders gesagt: nicht alles, was sich neu einbürgert, muss auch gleich 1:1 übernommen werden.

Meine Gedanken dazu: Mit dem Alter wird man teilweise an Erfahrung reicher, doch fährt man sich oft in seinen Denkmustern fest, versteift sich immer mehr auf seine Meinung ohne andere Meinungen zu überdenken, und verliert gewissermaßen an Fantasie und unkonventionellen Gedanken. Ich möchte hier keineswegs Menschen in Schubladen stecken, doch scheint mir der Gedanke "Früher war alles besser" eine Alterserscheinung zu sein.
Es ist eine Tatsache, dass ab einem gewissen Alter das Langzeitgedächnis die meisten negativen Erlebnisse "ausblendet" und man sich nur an schöne oder angenehme Begebenheiten erinnert. Davon kommt diese "Früher war alles besser!" - Einstellung. Auch ich bin nicht immer davor gefeit, wenngleich ich mir dieser Tatsache bewusst bin und versuche, die Dinge möglichst objektiv zu sehen.

Aber hier geht es ja nicht darum, dass früher alles besser war, sondern es geht um den Unterschied zwische "Sie" und "Du". Es ist (für mich) einfach ein Unterschied, ob mich jemand duzt oder siezt oder ob ich selbst duze oder sieze. Und wenn sich User 'Schienenfreak' hundertmal auf den Kopf stellt: Noch ist es in weiten Bereichen unüblich, sich ohne vorherige Vereinbarung zu duzen. Auch unsere jüngere Kollegen siezen sich untereinander, das "Du" gibt es da nur im Einzelfall. Und dass jemand Ranghöherer oder vom Dienstalter her Älterer von einem Jüngeren ungefragt geduzt wird, das gibt es schon gar nicht (auch umgekehrt nicht). Das Siezen ist einfach sprachlicher Ausdruck des Respekts vor dem anderen. Und das nicht nur im Deutschen!

Aber lassen wird das - wer nur duzen und geduzt werden will, soll auf seine Art glücklich werden. Ich jedenfalls ziehe im Umgang mit Fremden das Siezen vor (und habe auch kein Problem, dass ggf. auszusprechen!).
29.08.2016, 17:31#28
@Ferry:

Ich widerspreche Dir nachdrücklich. Wertschätzung oder Respekt ist nicht eine Frage des "Du" oder "Sie".
Für meine Generation (50+) schon. Ein "Du" am falschen Platz wirkt für mich plump, unhöflich und anbiedernd.

Ich weiß, dass es heute teilweise anders ist. Trotzdem bringen es auch jüngere Mitarbeiter problemlos fertig, mich zu siezen (und ich sieze sie selbstverständlich auch). Und per du bin ich nur mit ganz wenigen, die schon sehr lange bei uns sind, und auch da bedurfte es immer eines besonderen Grundes, damit ich ihnen das "Du" angeboten habe. Genauso, wie mir mein Chef das "Du" erst nach über fünf Jahren Zusammenarbeit anlässlich des erfolgreichen Abschlusses eines Projektes angeboten hat.


Du hättest hier nicht schreiben sollen "meine Generation", sondern "meine Person".

50+ ? Jungspund :-P Ich bin 63 und habe mit dem "Du" kein Proiblem, wenn ansonsten "der Ton" passt.
30.08.2016, 08:40#29
Du hättest hier nicht schreiben sollen "meine Generation", sondern "meine Person".
Nein, durchaus nicht. Ich kenne niemanden in meinem Alter, der sich von jedem X-Beliebigem ohne vorherige Absprache duzen lassen würde. Und es selbst tun würde.

Zitat von piefke
50+ ? Jungspund :-P Ich bin 63 und habe mit dem "Du" kein Proiblem, wenn ansonsten "der Ton" passt.
Dann bist du eine große Ausnahme. Bzw. glaube ich dir das so nicht ganz - du hättest kein Problem, wenn dich der Kassier im Supermarkt, den du noch nie gesehen hast, duzt? Oder der Poilizist, der deinen Führerschein kontrolliert? Oder der Kellner im Restaurant? Oder der Installateur, der deine Therme repariert? Aber selbst wenn: soll so sein, Ausnahmen bestätigen die Regel. Üblich ist es jedenfalls nicht.
30.08.2016, 09:14#30
Ich könnte jetzt eine steinalte Plattitüde zitieren und Dir empfehlen, Deine Glaubensfragen mit dem Geistlichen Deiner Wahl zu besprechen, aber lassen wir das.

Was glaubst Du nicht? Mein Alter? Die 53 in meinem Usernamen ist mein Geburtsjahrgang, und es gibt einige wenige User hier, die mich kennen. So what?

Schau mal über Deinen persönlichen Tellerrand hinaus.

Aktueller Job bei Postbus in Vösendorf: Kollegen untrereinander duzen sich, und auch mit der "darüberliegenden Ebene" (Disposition und Diensteinteilung) verkehren wie per "Du" + Vornamen. Klappt bestens.

Zwischendurch zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit Job bei einem Taxi- und Mietwagenunternehmen: Kollegen untereinander duzen sich, auch von anderen Unternehmen. Da mein Dienstgeber vom Typ "Ungustl" war, hätte ich mir bei dem ausnahmsweise das "Du" verbeten, aber ich habe damals im Kollegenkreis angeregt, Namensschildchen mit dem Vornamen zu tragen ... kam bei Kollegen und Fahrgästen sehr gut an. (Die duzen ohnehin oft den Taxler ... manche fragen auch vorher.)

Mein eigentlicher erlernter Beruf ist im IT-Sektor, und da duzt man sich fast generell.

Frühere Tätigkeiten im Bereich Schwerlast-Transporte und noch früher LKW-Fahrer: dito, teilweise auch mit den "Weißmützen", und es gab nie Probleme.

Und wenn man im Ausland, bevorzugt englischsprachig (USA), aber auch innerhalb Europas, seine Brötchen verdient hat, stellen sich solche Fragen erst garnicht. In NL, B, DK, CH, I, PL, CZ ist das völlig normal.
30.08.2016, 09:51#31
Ich könnte jetzt eine steinalte Plattitüde zitieren und Dir empfehlen, Deine Glaubensfragen mit dem Geistlichen Deiner Wahl zu besprechen, aber lassen wir das.
Undf ich könnte dir empfehlen, meine Postings genauer und vor allem sinnerfassend zu lesen, aber lassen wir das.

Zitat von piefke53

Aktueller Job bei Postbus in Vösendorf: Kollegen untrereinander duzen sich, und auch mit der "darüberliegenden Ebene" (Disposition und Diensteinteilung) verkehren wie per "Du" + Vornamen. Klappt bestens.

Zwischendurch zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit Job bei einem Taxi- und Mietwagenunternehmen: Kollegen untereinander duzen sich, auch von anderen Unternehmen. Da mein Dienstgeber vom Typ "Ungustl" war, hätte ich mir bei dem ausnahmsweise das "Du" verbeten, aber ich habe damals im Kollegenkreis angeregt, Namensschildchen mit dem Vornamen zu tragen ... kam bei Kollegen und Fahrgästen sehr gut an. (Die duzen ohnehin oft den Taxler ... manche fragen auch vorher.)

Mein eigentlicher erlernter Beruf ist im IT-Sektor, und da duzt man sich fast generell.

Frühere Tätigkeiten im Bereich Schwerlast-Transporte und noch früher LKW-Fahrer: dito, teilweise auch mit den "Weißmützen", und es gab nie Probleme.
Dass man sich unter Kollegen duzt, ist nichts ungewöhnliches. Das tue ich auch und habe keinerlei Probleme dabei. Du hast aber geschrieben:

Zitat von piefke53
Ich bin 63 und habe mit dem "Du" kein Proiblem, wenn ansonsten "der Ton" passt.
Daraus hätte ich verstanden, dass du generell kein Problem hast, geduzt zu werden, u.a. auch von den in meinem letzten Posting angesprochenen Personenkreis. Lies es dir vielleicht noch einmal durch und sag' mir dann, ob das so ist oder nicht.

Zitat von piefke
Und wenn man im Ausland, bevorzugt englischsprachig (USA), aber auch innerhalb Europas, seine Brötchen verdient hat, stellen sich solche Fragen erst garnicht. In NL, B, DK, CH, I, PL, CZ ist das völlig normal.
Dem kann ich entgegenhalten, dass es in anderen Ländern (z.B. F, E, I, H) eben nicht so ist. Und zumindest von der Schweiz oder Tschechien weiß ich, dass es sehr wohl ein "Sie" gibt, das unter Fremden - wohlgemerkt, vollkommen fremde Personen, keine Kollegen oder Freunde! - auch verwendet wird. Und zumindest vorläufig noch auch in D und bei uns.
30.08.2016, 10:34#32
Undf ich könnte dir empfehlen, meine Postings genauer und vor allem sinnerfassend zu lesen, aber lassen wir das.



Das mache ich, aber scheinbar magst Du manche Antworten nicht.

Zitat von piefke53
Ich bin 63 und habe mit dem "Du" kein Proiblem, wenn ansonsten "der Ton" passt.
Daraus hätte ich verstanden, dass du generell kein Problem hast, geduzt zu werden, u.a. auch von den in meinem letzten Posting angesprochenen Personenkreis. Lies es dir vielleicht noch einmal durch und sag' mir dann, ob das so ist oder nicht.


Richtig, solange man mir nicht blöd (oder auch beleidigend) daherkommt.

Und zu dem von dir aufgeführten Personenkreis:

Die als "Weißmützen" bezeichneten sind Polizeibeamte, und mit denen gab es in der Zeit im Schwerlast-Sektor nie die Frage nach Du oder Sie. Man ist locker miteinander umgegangen, und hat trotzdem das Gegenüber respektiert. Und im übrigen, vorwiegend privaten Bereich, sowohl in den 15 Jahren, die ich in Berlin gelebt habe, als auch in der Zeit davor in Norddeutschland sah es oft nicht anders aus. Hier auf dem Dorf größtenteils ebenso.

Bedienung und Inhaber meiner Stamm-Gaststätten und -Restaurants duzen mich, und ich duze sie.

Ob mich eine Kassiererin im Supermarkt duzt, ist mir relativ wurscht, aber dann muss sie damit leben, ebenfalls geduzt zu werden.

Das gleiche gilt auch für den Polizeibeamten, der mich kontrolliert. Solange die Kontrolle an sich korrekt abläuft, habe ich damit kein Problem.
30.08.2016, 10:52#33
Ich könnte jetzt eine steinalte Plattitüde zitieren und Dir empfehlen, Deine Glaubensfragen mit dem Geistlichen Deiner Wahl zu besprechen, aber lassen wir das.

Was glaubst Du nicht? Mein Alter? Die 53 in meinem Usernamen ist mein Geburtsjahrgang, und es gibt einige wenige User hier, die mich kennen. So what?

Schau mal über Deinen persönlichen Tellerrand hinaus.

Aktueller Job bei Postbus in Vösendorf: Kollegen untrereinander duzen sich, und auch mit der "darüberliegenden Ebene" (Disposition und Diensteinteilung) verkehren wie per "Du" + Vornamen. Klappt bestens.

Zwischendurch zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit Job bei einem Taxi- und Mietwagenunternehmen: Kollegen untereinander duzen sich, auch von anderen Unternehmen. Da mein Dienstgeber vom Typ "Ungustl" war, hätte ich mir bei dem ausnahmsweise das "Du" verbeten, aber ich habe damals im Kollegenkreis angeregt, Namensschildchen mit dem Vornamen zu tragen ... kam bei Kollegen und Fahrgästen sehr gut an. (Die duzen ohnehin oft den Taxler ... manche fragen auch vorher.)

Mein eigentlicher erlernter Beruf ist im IT-Sektor, und da duzt man sich fast generell.

Frühere Tätigkeiten im Bereich Schwerlast-Transporte und noch früher LKW-Fahrer: dito, teilweise auch mit den "Weißmützen", und es gab nie Probleme.

Und wenn man im Ausland, bevorzugt englischsprachig (USA), aber auch innerhalb Europas, seine Brötchen verdient hat, stellen sich solche Fragen erst garnicht. In NL, B, DK, CH, I, PL, CZ ist das völlig normal.
Ich könnte jetzt eine steinalte Plattitüde zitieren und Dir empfehlen, Deine Glaubensfragen mit dem Geistlichen Deiner Wahl zu besprechen, aber lassen wir das.
Undf ich könnte dir empfehlen, meine Postings genauer und vor allem sinnerfassend zu lesen, aber lassen wir das.

Zitat von piefke53

Aktueller Job bei Postbus in Vösendorf: Kollegen untrereinander duzen sich, und auch mit der "darüberliegenden Ebene" (Disposition und Diensteinteilung) verkehren wie per "Du" + Vornamen. Klappt bestens.

Zwischendurch zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit Job bei einem Taxi- und Mietwagenunternehmen: Kollegen untereinander duzen sich, auch von anderen Unternehmen. Da mein Dienstgeber vom Typ "Ungustl" war, hätte ich mir bei dem ausnahmsweise das "Du" verbeten, aber ich habe damals im Kollegenkreis angeregt, Namensschildchen mit dem Vornamen zu tragen ... kam bei Kollegen und Fahrgästen sehr gut an. (Die duzen ohnehin oft den Taxler ... manche fragen auch vorher.)

Mein eigentlicher erlernter Beruf ist im IT-Sektor, und da duzt man sich fast generell.

Frühere Tätigkeiten im Bereich Schwerlast-Transporte und noch früher LKW-Fahrer: dito, teilweise auch mit den "Weißmützen", und es gab nie Probleme.
Dass man sich unter Kollegen duzt, ist nichts ungewöhnliches. Das tue ich auch und habe keinerlei Probleme dabei. Du hast aber geschrieben:

Zitat von piefke53
Ich bin 63 und habe mit dem "Du" kein Proiblem, wenn ansonsten "der Ton" passt.
Daraus hätte ich verstanden, dass du generell kein Problem hast, geduzt zu werden, u.a. auch von den in meinem letzten Posting angesprochenen Personenkreis. Lies es dir vielleicht noch einmal durch und sag' mir dann, ob das so ist oder nicht.

Zitat
Und wenn man im Ausland, bevorzugt englischsprachig (USA), aber auch innerhalb Europas, seine Brötchen verdient hat, stellen sich solche Fragen erst garnicht. In NL, B, DK, CH, I, PL, CZ ist das völlig normal.
Dem kann ich entgegenhalten, dass es in anderen Ländern (z.B. F, E, I, H) eben nicht so ist. Und zumindest von der Schweiz oder Tschechien weiß ich, dass es sehr wohl ein "Sie" gibt, das unter Fremden - wohlgemerkt, vollkommen fremde Personen, keine Kollegen oder Freunde! - auch verwendet wird. Und zumindest vorläufig noch auch in D und bei uns.
Zumindest im tschechischen & italienischen gibt es die Höflichkeitsform, welche auch verwendet wird.
Vor allem in Italien hast Du, wenn Du Vorgesetzte duzt, ein sehr großes Problem, da in Italien die Hierachie nach wie vor sehr stark ausgeprägt ist.
30.08.2016, 11:09#34

Ob mich eine Kassiererin im Supermarkt duzt, ist mir relativ wurscht, aber dann muss sie damit leben, ebenfalls geduzt zu werden.

Das gleiche gilt auch für den Polizeibeamten, der mich kontrolliert. Solange die Kontrolle an sich korrekt abläuft, habe ich damit kein Problem.
Siehst du, darin unterscheiden wir uns. Mir wäre es eben nicht wurscht. Aber glücklicherweise ist es ja bei uns - auch wenn hier Manche hartnäckig das Gegenteil behaupten - noch nicht so weit, dass man wildfremde Menschen einfach duzt bzw. von ihnen geduzt wird.
30.08.2016, 11:18#35
@65A:

Warum Du für einen Zweizeiler zwei große Zitatblöcke verwendest, werde ich wohl nicht verstehen müssen.

Zumindestens in Italien kommt es auch wieder auf die Branche und auch auf die Tätigkeit an.
(Sowohl eigene Erfahrung, da ich beruflich einige male dort zu tun hatte, als auch Bestätigung meiner LAG, die gut 20 Jahre dort gelebt hat.)