90A

46 Beiträge · Seite 2 von 3
14.04.2004, 21:16#21
Das Leben ist ein Vogerl - ich bin schon froh wenn nicht noch mehr Bim-Linien eingestellt werden. Neubaulinien, davon können wir sicher noch bis 2135 träumen X(
15.04.2004, 09:50#22
JA EBEN WIE GESAGT NUR GERÜCHTE!!!!!


Das BIM Linien neu gebaut werden ist genau so unwahrscheinlich, als das eine U-Bahn eingestellt wird!!


Grü
16.04.2004, 15:45#23
Zitat
Original von Chrisi
Groß genug sicher, denn DR betreibt ca. 15 Wiener Linen und um die 30 regionale. Aber dann müssten sie wahrscheinlich einen Haufen Busse von anderen Linien abziehen bzw. manche ganz einstellen, und das kann ich mir schwer vorstellen.



Seltsame Logik. Wenn ein Industriebetrieb eine neue Produktlinie ins Portfolio aufnimmt, wird ja auch eher eine neue Fabrik gebaut, als krampfhaft alte Produkte einzustellen, um mit Status Quo auszukommen.

Wenn Dr. Richard schon "unbedingt" den 13A betreiben soll (die Gerüchte werden seit der 65A-Thematik immer skuriller, da eine öffentliche Ausschreibung ja gerade den Sinn hat, nicht schon im Vorfeld "unter der Hand" etwas direkt an einen Spezifischen zu vergeben), dann würde er sich sicher rund 20 zusätzliche Busse beschaffen (2- oder mehrtürig, 12, 13.75, 15, 18, 18.75 oder 24 Meter lang, mit oder ohne Anhänger :D , etc ...) oder den Wiener Linien einfach jene ablösen, die durch den Wegfall des 13A "frei" werden - inklusive Gastankstellennutzungsoption (daher eher nicht so wahrscheinlich).

Sinn würde eine "Privatisierung" des 13A - zumindest auf dem Papier - durchaus machen, da gerade auf Linien mit großen Fahrzeugbedarf (vielen Fahrgastkilometern) - sehr vereinfacht und plakativ - der Preisunterschied zwischen "billigem" Privatunternehmen und "teuren" Wiener Linien einen viel höheren Multiplikator hat.
Gerade dort, wo hohe Kosten anfallen, wirken sich schon kleine prozentmässige Einsparungen ganz besonders stark aus.



Gast :D
16.04.2004, 16:59#24
Ich denke, dass eine "13A-Privatisierung" vor allem zu Lasten der Fahrgäste geht. Denn auch wenn DR oder irgendein anderer Privater rechtzeitig genügend Busse beschafft, dann fehlt jenem privaten Betreiber immer noch die Erfahrung.

Gerade der 13A ist ja ein Paradebeispiel für eine Linie, die tagtäglich mit Behinderungen durch ruhenden und fließenden Verkehr zu kämpfen hat und es ist meiner Meinung nach hauptsächlich der Betriebserfahrung der WL mit der Strecke 13(A) zu verdanken, dass diese Linie nicht regelmäßig einen Totalkollaps erleidet.

Apropos, da keimt gerade ein neuer Gedanke...: Ist es für Neuübernahmen von Linien durch Private eigentlich jemals vorgesehen, dass diese Privatlinien ins RBL integriert werden? (Momentan noch wurscht, aber wenn das RBL einmal funktioniert, dann relativ wichtig!)
16.04.2004, 17:29#25
Zitat
Original von 95B
Ich denke, dass eine "13A-Privatisierung" vor allem zu Lasten der Fahrgäste geht. Denn auch wenn DR oder irgendein anderer Privater rechtzeitig genügend Busse beschafft, dann fehlt jenem privaten Betreiber immer noch die Erfahrung.



Wie kommst Du auf diese Idee?

3-Minuten-Takt gibt es auch auf den Linien 33B und 93A, Mega-Staus gab es auch auf der ehemaligen Linie 37A (Blaguss, Glatzgasse - Ottakringer Straße via Gürtel) oder gibt es tagtäglich im Bereich Maxingstraße / Alt-Hietzing. Hinsichtlich vorbildlicher Einsatzplanung könnte man zB 90A/91A/92A heranziehen, die ja teilweise fast im Minutentakt abfahren und recht kompliziert (Einsatz aller Busse auf allen Linien, teilweise Rückfahrt über Autobahn, etc.) konzipiert sind.


Eine gewisse Schwäche bei den Privaten ist jedoch sicher der Bereich Disposition (via Funk und RBL).
Da ausgerechnet der 13A jedoch noch nicht in das Wiener-Linien-RBL integriert wurde, würde der Unterschied kaum bemerkbar sein - schon jetzt wird so gut wie nie, Unregelmäßigkeiten hin oder her, kurzgeführt.

Immerhin reicht der derzeitige Wiener Dr. Richard-Funk übrigens schon jetzt aus, um Rufbus zu spielen (72A) oder am Biberhaufenweg für Fahrgäste eine absolute Anschlussgarantie zu ermöglichen (Fahrer von 92A und 93A funken einander regelmäßig an, wenn Fahrgäste umsteigen wollen).


Also bei den Privaten pauschal von "fehlender Erfahrung" auszugehen, ist daher nicht ganz fair. Gerade bei einem österreichweit agierenden Imperium wie Dr. Richard (der dank Graz-Tochter Watzke vermutlich bessere RBL-Referenzen vorweisen kann, als die Wiener Linien ;) ...)
16.04.2004, 17:43#26
Zitat
Original von Gast
3-Minuten-Takt gibt es auch auf den Linien 33B und 93A, Mega-Staus gab es auch auf der ehemaligen Linie 37A (Blaguss, Glatzgasse - Ottakringer Straße via Gürtel) oder gibt es tagtäglich im Bereich Maxingstraße / Alt-Hietzing. Hinsichtlich vorbildlicher Einsatzplanung könnte man zB 90A/91A/92A heranziehen, die ja teilweise fast im Minutentakt abfahren und recht kompliziert (Einsatz aller Busse auf allen Linien, teilweise Rückfahrt über Autobahn, etc.) konzipiert sind.


Es geht nicht nur um 3 min Takt und Staus! Als täglicher Fahrgast am 13A würde ich sagen, so eine Buslinie gibts in Wien nur einmal! Vielleicht liegst an der Zahl 13, dass diese Linie so bescheiden ist? :D :D
Megastaus würde ich sagen betreffen den 13A eher wenig. Enge Gassen, rücksichtslose Autofahrer, Konvoifahrten, Zeitdruck und Fahrgäste, die glauben der letzte Bus fährt um 14 Uhr, machen den Alltag auf dieser Linie aus! Ich weiß nicht wie voll die Busse am 33B sind, aber ich glaube man kann sie mit dem 13A nicht vergleichen. Und wenn drei Busse am 13A kommen, dann sind oft alle drei gesteckt voll!

mfg ulf67
16.04.2004, 18:06#27
Zitat
Original von ulf67
Megastaus würde ich sagen betreffen den 13A eher wenig. Enge Gassen, rücksichtslose Autofahrer, Konvoifahrten, Zeitdruck und Fahrgäste, die glauben der letzte Bus fährt um 14 Uhr, machen den Alltag auf dieser Linie aus!


Schon mal mit der Linie 58B im Konvoi mit 260, anderen 5*B-Linien und 80jährigen Kamikazefahrern mit einer Horde ORFlern und / oder ORF-Besuchsschulklassen an Bord durch die schmale und schneebedeckte Maxingstraße unterwegs gewesen? :D
16.04.2004, 21:30#28
Zitat
Original von Gast
Schon mal mit der Linie 58B im Konvoi mit 260, anderen 5*B-Linien und 80jährigen Kamikazefahrern mit einer Horde ORFlern und / oder ORF-Besuchsschulklassen an Bord durch die schmale und schneebedeckte Maxingstraße unterwegs gewesen? :D


Nein! Ich fahre eigentlich nie mit den B-Linien. Ich geb zu ich hab mich schlecht ausgedrückt. Ich meinte, dass das was ich geschildert habe, sich am 13A von Betriebsbeginn bis Betriebsschluss, 7 Tage die Woche (auch Sonntags manchmal, aber nicht immer) 365 - manchmal auch 366 - Tage im Jahr abspielt!
Ich nehme an, dass es beim 58B nur in der HVZ so ist. Besonders oft geht er ja glaub ich nicht.
Auch bei anderen Linien spielt sich sowas nicht immer ab. Obwohl auch der 74A manchmal so wie der 13A ist.

mfg ulf67
17.04.2004, 13:24#29
Zitat
Original von ulf67
Obwohl auch der 74A manchmal so wie der 13A ist.


Nur manchmal? Ich finde, der verdient am ehesten den Titel "meistfrequentierteste Buslinie Österreichs".
17.04.2004, 14:27#30
Und nicht zu vergessen:

14A und 66A
17.04.2004, 15:11#31
Zitat
Original von Gast
Zitat
Original von 95B
Ich denke, dass eine "13A-Privatisierung" vor allem zu Lasten der Fahrgäste geht. Denn auch wenn DR oder irgendein anderer Privater rechtzeitig genügend Busse beschafft, dann fehlt jenem privaten Betreiber immer noch die Erfahrung.

Wie kommst Du auf diese Idee?

Ich beziehe mich ja nur auf den 13A. Natürlich kann man umgekehrt genau so sagen: Wenn die WL stark frequentierte Linien von einem Privaten übernehmen (Beispiele wurden ohnehin genannt), dann werden sich in der ersten Zeit die Fahrgastbeschwerden ebenso häufen, weil es dann den WL an der Erfahrung mit der jeweiligen Linie fehlt.

Nur muss man eines festhalten: Der 13A, Nachfolger der ehemals auch als "Grottenbahn" bezeichneten Linie 13, ist auf Grund seiner Route ein Kapitel für sich und nicht 1:1 mit einer anderen Wiener Autobuslinie vergleichbar.
17.04.2004, 20:35#32
Zitat
Original von 95B
Nur muss man eines festhalten: Der 13A, Nachfolger der ehemals auch als "Grottenbahn" bezeichneten Linie 13, ist auf Grund seiner Route ein Kapitel für sich und nicht 1:1 mit einer anderen Wiener Autobuslinie vergleichbar.


Endlich einer, der es so sieht wie ich!

Zitat
Original von mir selber
Als täglicher Fahrgast am 13A würde ich sagen, so eine Buslinie gibts in Wien nur einmal!


Allerdings hätte der 13er, wenn er heute noch existieren würde, wahrscheinlich auch grobe Probleme mit dem Verkehr!

mfg ulf67
18.04.2004, 17:59#33
Zitat
Original von ulf67
Allerdings hätte der 13er, wenn er heute noch existieren würde, wahrscheinlich auch grobe Probleme mit dem Verkehr!

In Wien ja! Anderswo nein! Denn anderswo wäre man durchaus so klug gewesen, die 13er-Strecke weitgehend vom Individualverkehr zu befreien. Allein das Auflassen einer Parkspur ermöglicht schon das Abmarkieren des Gleiskörpers für eine Fahrtrichtung. Wenn man sich früh genug (also schon Anfang der 60er-Jahre) drüber getraut hätte und die damaligen Maßstäbe (Hochjubeln des Autobusses) nicht existiert hätten, wäre der 13er ein Vorzeigeprojekt geworden, wie man aus einer altertümlichen Grottenbahn eine moderne Straßenbahn machen kann.
18.04.2004, 18:04#34
Zitat
Original von 95B
In Wien ja! Anderswo nein! Denn anderswo wäre man durchaus so klug gewesen, die 13er-Strecke weitgehend vom Individualverkehr zu befreien. Allein das Auflassen einer Parkspur ermöglicht schon das Abmarkieren des Gleiskörpers für eine Fahrtrichtung.


Allerdings ist das in den engen Gassen nicht immer so einfach! Ist der 13er eigentlich so gefahren wie der 13A, also zB nur Richtung Südbahnhof in der Neubaugasse, oder fuhr er dort in beide Richtungen?

mfg ulf67
18.04.2004, 18:12#35
Zitat
Original von ulf67
Allerdings ist das in den engen Gassen nicht immer so einfach! Ist der 13er eigentlich so gefahren wie der 13A, also zB nur Richtung Südbahnhof in der Neubaugasse, oder fuhr er dort in beide Richtungen?

Wenn du dir sämtliche Parkplätze wegdenkst, sind die meisten Gassen gar nicht so eng! Eine kleine Einbahnstraße mit Parkplätzen links und rechts könnte auch eine dreispurige Straße sein! Der 13er ist nur zwischen Alser Straße und Lerchenfelder Straße sowie zwischen Abzweigung Prinz-Eugen-Straße und Leibenfrostgasse einbahnmäßig gefahren; der Rest war zweigleisig, allerdings gab es dazwischen immer wieder kurze eingleisige Schnürstellen vor allem wegen vorstehender alter Häuser, die allerdings heute fast alle nicht mehr existieren.
18.04.2004, 20:29#36
Zitat
Original von 95B
Wenn du dir sämtliche Parkplätze wegdenkst, sind die meisten Gassen gar nicht so eng! Eine kleine Einbahnstraße mit Parkplätzen links und rechts könnte auch eine dreispurige Straße sein! Der 13er ist nur zwischen Alser Straße und Lerchenfelder Straße sowie zwischen Abzweigung Prinz-Eugen-Straße und Leibenfrostgasse einbahnmäßig gefahren; der Rest war zweigleisig, allerdings gab es dazwischen immer wieder kurze eingleisige Schnürstellen vor allem wegen vorstehender alter Häuser, die allerdings heute fast alle nicht mehr existieren


Das heißt man könnte den 13er heute Probelmlos zweigleisig fahren lassen?
Dann weg mit den Parkplätzen, weg mit den blauen Halbkreisen, her mit den blauen und roten Ovalen, her mit der Oberleitung und den Gleisen, und alles wäre um einiges besser. Ich hab nur eins vergessen: Wir sind in Wien! Da wird eine Buslinie nicht auf Tramway umgestellt! X(


PS: Danke für die Infos! Und: Wo war der 13er daheim? In Favoriten?

mfg ulf67
18.04.2004, 20:32#37
Zitat
Original von ulf67
Das heißt man könnte den 13er heute Probelmlos zweigleisig fahren lassen?

Meiner Ansicht nach schon - zumindest auf weiten Teilen. Nur im 8. Bezirk wird man um die Einbahnführung nicht herum kommen, weil es sich sonst mit den Gleisbögen nicht ausgeht.

Zitat
Original von ulf67
Wo war der 13er daheim? In Favoriten?

Korrekt! :)
18.04.2004, 22:24#38
Fehlende Erfahrung privater Betreiber
Das Problem mit der fehlenden Erfahrung wäre wahrscheinlich gar nicht so schlimm (nicht, dass ich es begrüßen würde, dass DR den 13A betreibt, meiner Meinung nach gehört der 13A sofort auf Straßenbahn umgestellt). Es würde zwar sicher in der Anfangsphase zu Schwierigkeiten kommen, aber das würde sich aber sicher nach kurzer Zeit einpendeln.

Als beispielsweise der 59A von der Spetterbrücke in die Raxstraße wechselte, brach in der ersten Woche auch das reinste Chaos aus (Wartezeiten von 30 min. zur HVZ und Konvoifahrt), offenbar weil den Lenkern der Garage Raxstraße noch die Erfahrung für diese Linie fehlte. Mittlerweile ist aber wieder alles beim Alten und die Zuverlässigkeit wieder wie früher.
19.04.2004, 13:39#39
Zitat
Original von ulf67
Nein! Ich fahre eigentlich nie mit den B-Linien.


Achso, deswegen glaubst Du ja auch , Private könnten den 13A nicht betreiben. Dir fehlt einfach die positive Erfahrung ... ;)


Zitat
Original von ulf67
Obwohl auch der 74A manchmal so wie der 13A ist.


Das könnte aber in erster Linie daran liegen, dass er ein sehr mieses Intervall hat (Spitze 6 Minuten, Tagesintervall 7 1/2 Minuten).
19.04.2004, 14:45#40
Zitat
Original von Clemens
Als beispielsweise der 59A von der Spetterbrücke in die Raxstraße wechselte, brach in der ersten Woche auch das reinste Chaos aus (Wartezeiten von 30 min. zur HVZ und Konvoifahrt), offenbar weil den Lenkern der Garage Raxstraße noch die Erfahrung für diese Linie fehlte. Mittlerweile ist aber wieder alles beim Alten und die Zuverlässigkeit wieder wie früher.

Ja - und zwar vor allem, weil am 59A die Spetter-Lenker mit der Zeit gewisse Gewohnheiten hatten, die entweder den Vorgesetzten nicht bekannt waren oder geduldet wurden, zB das eigenmächtige Kurzführen beim Bärenmühldurchgang, um einen Konvoi aufzulösen. Solche "Kniffe" und die Erfahrung mit Teilfahrzeiten und Zeitunterschieden in Folge von Kurzführungen fehlten natürlich dem neuen Personal. Meiner Erfahrung nach dauerte es allerdings mehrere Wochen, bis der Verkehr am 59A wieder halbwegs passte.

Wenn also schon bei der Linienübernahme innerhalb desselben Betriebs solche Schwierigkeiten auftauchen (herrscht eigentlich zwischen Angehörigen der verschiedenen Garagen Sprechverbot? ?(), kann man sich gut ausmalen, was los ist, wenn der Betrieb einer Linie dann an eine völlig fremde Firma vergeben wird... 8o