Stadtbahn - die Wiental-Donaukanal-Strecke
155 Beiträge · Seite 2 von 8
21.04.2008, 21:20#21
Wienflussbrücke

Im Jahr 1929 erhielten alle Stadtbahnwagen* einen vollkommen roten Anstrich. Da alle auf dem Foto sichtbaren Fahrzeuge aussehen, als kämen sie direkt aus der Lackiererei, würd ich sagen, dass es auch 1929 aufgenommen wurde.

Stadtbahn pur - ohne U-Bahn-Einflüsse.

Hier weisen schon die rechts zu sehenden Kabeltrassen ...

... und die Stromschienen zwischen den Gleisen auf die baldige U4-Umstellung hin.

Die beiden rechts zu erkennenden Oberleitungsmasten existieren - allerdings zweckentfremdet - heute noch.

Sämtliche Farbfotografien (einschließlich dieser) stammen aus dem Jahr 1978.
_____
EDIT: *Mit der Umlackierung aller Wagen war man erst um 1934/35 fertig. Danke an User "Zischer" vom Bahnforum für die Korrektur.

Im Jahr 1929 erhielten alle Stadtbahnwagen* einen vollkommen roten Anstrich. Da alle auf dem Foto sichtbaren Fahrzeuge aussehen, als kämen sie direkt aus der Lackiererei, würd ich sagen, dass es auch 1929 aufgenommen wurde.

Stadtbahn pur - ohne U-Bahn-Einflüsse.

Hier weisen schon die rechts zu sehenden Kabeltrassen ...

... und die Stromschienen zwischen den Gleisen auf die baldige U4-Umstellung hin.

Die beiden rechts zu erkennenden Oberleitungsmasten existieren - allerdings zweckentfremdet - heute noch.

Sämtliche Farbfotografien (einschließlich dieser) stammen aus dem Jahr 1978.
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EDIT: *Mit der Umlackierung aller Wagen war man erst um 1934/35 fertig. Danke an User "Zischer" vom Bahnforum für die Korrektur.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von N1_2888 (22.04.2008, 22:58)
21.04.2008, 22:59#22
ZitatOriginal von N1_2888
Im Jahr 1929 erhielten alle Stadtbahnwagen einen vollkommen roten Anstrich. Da alle auf dem Foto sichtbaren Fahrzeuge aussehen, als kämen sie direkt aus der Lackiererei, würd ich sagen, dass es auch 1929 aufgenommen wurde.
Muß nicht sein, der Photograph könnte auch einen Grünfilter verwendet haben:
Vergleiche die beiden Aufnahmen, auf der ersten sieht der C1 lackmäßig ziemlich dem E2 ähnlich (auch wenn der Wagen hier tatsächlich schön geputzt ist).


Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von Linie 41 (21.04.2008, 23:22)
22.04.2008, 00:32#23
Aber diesen Kontrast zwischen Rot und hellgrauem Dach hätte er wohl nur mittels Retusche erzeugen können, oder? Denn die Dächer sind ja schon nach kurzer Betriebszeit dünkler geworden, bis die Fahrzeuge wegen Bremsstaub, Witterung, Abrieb der Kohleschleifstücke, etc. schließlich von oben bis unten einheitlich grau-braun waren.
Dein Einwurf ist also sehr interessant, aber doch eher theoretischer Natur.
Denn sowas könnte wahrscheinlich nur ein Foto-Künstler wie neu aussehen lassen.
Dein Einwurf ist also sehr interessant, aber doch eher theoretischer Natur.
Denn sowas könnte wahrscheinlich nur ein Foto-Künstler wie neu aussehen lassen. 22.04.2008, 08:58#24
ZitatOriginal von Linie 41
Vergleiche die beiden Aufnahmen, auf der ersten sieht der C1 lackmäßig ziemlich dem E2 ähnlich (auch wenn der Wagen hier tatsächlich schön geputzt ist).
Auf echten S/W-Fotos schaut das Rot meistens dunkler aus als auf Farbfotos, die zu Graustufenbildern konvertiert wurden - keine Ahnung, woran das im Endeffekt liegt, es ist aber in diversen Publikationen häufig zu beobachten.
22.04.2008, 09:33#25
ZitatOriginal von 95B
Auf echten S/W-Fotos schaut das Rot meistens dunkler aus als auf Farbfotos, die zu Graustufenbildern konvertiert wurden - keine Ahnung, woran das im Endeffekt liegt, es ist aber in diversen Publikationen häufig zu beobachten.
Wie gesagt, daß ist meiner Meinung nach auf den Grünfilter zurückzuführen. Die meisten Photographen wollten eben einen glänzenden dunklen Lack. Prinzipiell ist aber natürlich die Empfindlichkeitskurve eines Films nicht linear in der Frequenz, bei der Digitalkamera hängt das eben von der Verarbeitungstechnik des Bildprozessors ab. Wenn man aber beispielsweise mit RAW-Dateien arbeitet, kann man diese Kurve überhaupt selbst einstellen und damit die Charakteristik eines bestimmten Filmtyps simulieren.


Dieser Beitrag wurde 3-mal editiert, zuletzt von Linie 41 (22.04.2008, 09:39)
22.04.2008, 13:52#26
ZitatOriginal von N1_2888
Die beiden rechts zu erkennenden Oberleitungsmasten existieren - allerdings zweckentfremdet - heute noch
Stimmt!
Es sind eh so ziemlich die letzten Gittermasten, die es überhaupt noch gibt.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von 37er-Wagen (17.11.2008, 13:34)
22.04.2008, 18:51#27
ZitatOriginal von martin8721
ZitatOriginal von N1_2888
Die beiden rechts zu erkennenden Oberleitungsmasten existieren - allerdings zweckentfremdet - heute noch
Stimmt!
Es sind eh so ziemlich die letzten Gittermasten, die es überhaupt noch gibt.
Hier sieht man einen von diesen Masten (aufgenommen am 14.3.2008)

22.04.2008, 20:22#28
@ STIB:
Danke für das Bild!
_____
Friedensbrücke

Ein Zug der Linie WD in FR Hütteldorf wechselt gerade von Rechts- auf Linksfahren. Rechts im Hintergrund ist der Bahnsteig zu sehen, der dann von 1976 bis 1978 der U4 und danach bis 1989 der Linie GD bzw. bis 1991 der U6 dienen sollte.

N1 2902 auf der Linie GW. Dieses und auch das folgende Bild ...

... stammen nicht von "blitz". Ich hab sie samt Negativen von ebay ersteigert.![pleased :]](../../assets/images/smilies/pleased.gif)

Auch wenn es die Linienangabe im Zielschildkasten suggeriert - es handelt sich hier nicht um eine Garnitur der Linie W, sondern eher um eine der Linie GW.

Die zwischen Heiligenstadt und Friedensbrücke pendelnde U4 ersetzte in diesem Bereich die Stadtbahn. Ganz links fuhr noch die Linie WG und DG nach Meidling, rechts kamen die Züge von dort als "GW" bzw."GD" wieder zurück und endeten dann schließlich jeweils in Hütteldorf und Hietzing. Links unmittelbar neben dem U-Bahn-Zug ist die im Bau befindliche Stahlrampe zu sehen, die nach der Verlängerung der U4 der einzigen hier verbleibenden Stadtbahnlinie GD dienen sollte.
_____
Betriebsbahnhof Wasserleitungswiese
Leider befinden sich in meiner Bildersammlung einige große Lücken, weswegen ich für den verbliebenen Streckenteil der Donaukanallinie auf (frühe) U-Bahn-Bilder zurückgreifen muss.

Einst gelangten hier die WD-Züge von einer Strecke im Einschnitt auf einen Bahndamm, der ihnen ermöglichte, die Rampengasse mittels Brücke zu überqueren. Der Damm wurde schon 1969 abgetragen, um an seiner Stelle die U-Bahn-Probestrecke zu errichten, die allerdings bis 1976 v.a. von den Stadtbahn-Personenzügen benutzt wurde und sogar noch mit Kettenfahrleitung ausgerüstet war.

Hilfsfahrzeuge ...
Danke für das Bild!
_____
Friedensbrücke

Ein Zug der Linie WD in FR Hütteldorf wechselt gerade von Rechts- auf Linksfahren. Rechts im Hintergrund ist der Bahnsteig zu sehen, der dann von 1976 bis 1978 der U4 und danach bis 1989 der Linie GD bzw. bis 1991 der U6 dienen sollte.

N1 2902 auf der Linie GW. Dieses und auch das folgende Bild ...

... stammen nicht von "blitz". Ich hab sie samt Negativen von ebay ersteigert.
![pleased :]](../../assets/images/smilies/pleased.gif)

Auch wenn es die Linienangabe im Zielschildkasten suggeriert - es handelt sich hier nicht um eine Garnitur der Linie W, sondern eher um eine der Linie GW.

Die zwischen Heiligenstadt und Friedensbrücke pendelnde U4 ersetzte in diesem Bereich die Stadtbahn. Ganz links fuhr noch die Linie WG und DG nach Meidling, rechts kamen die Züge von dort als "GW" bzw."GD" wieder zurück und endeten dann schließlich jeweils in Hütteldorf und Hietzing. Links unmittelbar neben dem U-Bahn-Zug ist die im Bau befindliche Stahlrampe zu sehen, die nach der Verlängerung der U4 der einzigen hier verbleibenden Stadtbahnlinie GD dienen sollte.
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Betriebsbahnhof Wasserleitungswiese
Leider befinden sich in meiner Bildersammlung einige große Lücken, weswegen ich für den verbliebenen Streckenteil der Donaukanallinie auf (frühe) U-Bahn-Bilder zurückgreifen muss.

Einst gelangten hier die WD-Züge von einer Strecke im Einschnitt auf einen Bahndamm, der ihnen ermöglichte, die Rampengasse mittels Brücke zu überqueren. Der Damm wurde schon 1969 abgetragen, um an seiner Stelle die U-Bahn-Probestrecke zu errichten, die allerdings bis 1976 v.a. von den Stadtbahn-Personenzügen benutzt wurde und sogar noch mit Kettenfahrleitung ausgerüstet war.

Hilfsfahrzeuge ...
22.04.2008, 21:32#29
ZitatOriginal von N1_2888
Friedensbrücke
Ein Zug der Linie WD in FR Hütteldorf wechselt gerade von Rechts- auf Linksfahren. Rechts im Hintergrund ist der Bahnsteig zu sehen, der dann von 1976 bis 1978 der U4 und danach bis 1989 der Linie GD bzw. bis 1991 der U6 dienen sollte.
Das war wohl das einzige Gleis, das jemals von U-Bahn auf Stadtbahnbetrieb umgebaut wurde und nicht umgekehrt.

22.04.2008, 22:36#30
ZitatOriginal von Zebrasignal
Das war wohl das einzige Gleis, das jemals von U-Bahn auf Stadtbahnbetrieb umgebaut wurde und nicht umgekehrt.
Ja, das denk ich auch. Als weitere Besonderheit wäre vielleicht noch zu erwähnen, dass die U4 mit ihren Fahrzeugen nicht nur den N1/n2, sondern auch den E6/c6 (Meidling, nördliches Bahnsteiggleis und der westliche Mittelbahnsteig von Heiligenstadt) und sogar den T (ebenfalls in Hst.) nachgefolgt ist.
_____
Dises Thema ist somit meinerseits abgeschlossen. Der nächste Stadtbahn-Thread wird sich der Gürtellinie samt dem Bahnhof Michelbeuern und dem Verbindungsbogen widmen.
23.04.2008, 01:28#31

1980-xx-xx_Huetteldorf

1980-xx-xx_Huetteldorf

1980-xx-xx_Huetteldorf

1980-xx-xx_Heiligenstadt

1980-xx-xx_Type_N1_innen
ALLE FOTOS:HARALD A. JAHN
EDIT:Weitere Fotos gibt es hier:http://www.tramway.at/h/stadtbahn.html
27.04.2008, 15:40#32
ZitatOriginal von 95B
Auf echten S/W-Fotos schaut das Rot meistens dunkler aus als auf Farbfotos, die zu Graustufenbildern konvertiert wurden - keine Ahnung, woran das im Endeffekt liegt, es ist aber in diversen Publikationen häufig zu beobachten.
Schau mal nach unter "Orthochromatischer Film"! Rot ist für den nicht erkennbar, daher wird (reines) Rot schwarz. Drum auch Rotlicht in der (klassischen) Dunkelkammer, rote Retouchierfarbe oder rote Folien zum Maskieren und rote Klebebänder für Montagen z.B. in der Reprofotographie.

15.11.2008, 23:26#33
Bilder vom Bau . . .
13.12.2008, 18:36#34
G | GD |U4 | Meidling Hauptstraße
Anbei ein Foto aus 07/2002, Bereich Stationszugang U4 Meiding Hauptstraße. Die alten Linienbezeichnungen G und GD sind noch da - nur überklebt.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von stiller (13.12.2008, 18:36)
14.12.2008, 11:14#35
RE: G | GD |U4 | Meidling Hauptstraße
ZitatOriginal von stiller
Anbei ein Foto aus 07/2002, Bereich Stationszugang U4 Meiding Hauptstraße. Die alten Linienbezeichnungen G und GD sind noch da - nur überklebt.
Das war sogar bis vor "kurzem" noch so. Erst mit dem Umbau des Stationsaufnahmegebäudes, der etwa vor zwei Jahren (?) abgeschlossen wurde, verschwanden die überklebten Tafeln.
30.12.2008, 12:47#36
Zur Wiental-Donaukanal-Linie der Stadtbahn kann ich auch ein paar Bilder beisteuern. Leider habe ich sehr spät begonnen, mich für die Stadtbahn zu interessieren. Noch gut in Erinnerung sind mir die alten N+n-Züge, bei denen es außer roten Wagen auch graue gab. Davon war ich jahrelang überzeugt. Erst heute weiß ich, daß der Bremsstaub einer Anzahl Wagen diesen Farbton verpaßt hat. Fotografiert hab ich leider erst mehr, als der Umbau zur U-Bahn bereits im Gange war.
Die Eröffnung der elektrischen Stadtbahn erfolgte in Abschnitten gemäß dem Fortschritt der Elektrifizierungsarbeiten. Zu den Bahnhofsnamen: Hütteldorf hieß früher Hütteldorf-Hacking, Landstraße hieß früher Hauptzollamt.
Bevor ich einige Bilder zeige, will eine kurze Geschichte der Linienführung der Stadtbahn vorstellen.
Um die Liste nicht zu kompliziert zu machen, habe ich auf die verschiedenen Verlängerungen in der HVZ oder an Sonn- und Feiertagen sowie abwechselnde Linienführungen der Linien G und 18G verzichtet.
Ab 04.06.1925: (noch ohne Liniensignal)
Hütteldorf – Wiental – Gürtel – Alser Straße
Ab 22.07.1925: (noch ohne Liniensignal)
Hütteldorf – Wiental – Gürtel – Heiligenstadt
Ab 07.09.1925:
WG Hütteldorf – Wiental – Gürtel – Heiligenstadt
W Hietzing – Wiental – Hauptzollamt
Ab 20.10.1925:
GD Meidling Hauptstraße – Gürtel – Donaukanal – Wiental – Hietzing
DG Hietzing – Wiental – Donaukanal – Gürtel – Meidling Hauptstraße
G Meidling Hauptstraße – Heiligenstadt (nicht ganztägig)
18G Ostbahnhof – Gürtel – Alser Straße oder Heiligenstadt
WD Hütteldorf – Wiental – Donaukanal - Heiligenstadt
Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Stadtbahnanlangen schwer getroffen und erst schrittweise wiedereröffnet. Zuletzt wurde der Abschnitt Friedensbrücke – Heiligenstadt wiedereröffnet (18.09.1954). Ab diesem Tag verkehrten die Linien wieder wie vor dem Krieg, mit Ausnahme der Linie 18G, die am 19.02.1945 ihren letzten Betriebstag hatte.
Ab 18.09.1954:
GD Meidling Hauptstraße – Gürtel – Donaukanal – Wiental – Hietzing
DG Hietzing – Wiental – Donaukanal – Gürtel – Meidling Hauptstraße
G Meidling Hauptstraße – Heiligenstadt
WD Hütteldorf – Wiental – Donaukanal - Heiligenstadt
Ab 07.05.1976:
GW Hietzing – Gürtel – Donaukanal – Wiental – Hütteldorf
WG Hütteldorf – Wiental – Donaukanal – Gürtel – Hietzing
G/ Alser Straße – Gürtel – Heiligenstadt (G durchgestrichen)
U4 Friedensbrücke – Heiligenstadt
Ab 01.04.1978:
GD Meidling Hauptstraße – Gürtel - Friedensbrücke
G Meidling Hauptstraße – Gürtel – Heiligenstadt
W Hütteldorf – Wiental – Donaukanal – Schottenring
U4 Schottenring – Heiligenstadt
Ab 12.08.1978:
GD Meidling Hauptstraße – Gürtel - Friedensbrücke
G Meidling Hauptstraße – Gürtel – Heiligenstadt
W Hütteldorf – Wiental - Karlsplatz
U4 Karlsplatz – Heiligenstadt
Ab 26.10.1980:
GD Meidling Hauptstraße – Gürtel - Friedensbrücke
G Hütteldorf – Meidling Hauptstraße – Gürtel - Heiligenstadt
U4 Meidling Haupstraße – Wiental – Heiligenstadt
Ab 31.08.1981:
GD Meidling Hauptstraße – Gürtel - Friedensbrücke
G Meidling Hauptstraße – Gürtel - Heiligenstadt
U4 Hietzing – Heiligenstadt
Im Abschnitt Hütteldorf – Hietzing gab es vier Monate lang Schienenersatzverkehr.
Am 20.12.1981 war die Umstellung beendet und die Linie U4 verkehrte auf der Gesamtstrecke Hütteldorf – Heiligenstadt.
GD Meidling Hauptstraße – Gürtel - Friedensbrücke
G Meidling Hauptstraße – Gürtel - Heiligenstadt
U4 Hütteldorf – Wiental – Donaukanal – Heiligenstadt
Am 15.04.1985 begann die nächste Etappe des U-Bahn-Baus: die Abtragung der Rampe Gumpendorfer Straße – Meidling Hauptstraße:
GD Gumpendorfer Straße – Gürtel – Friedensbrücke
G Gumpendorfer Straße – Gürtel – Heiligenstadt
U4 Hütteldorf – Wiental – Donaukanal – Heiligenstadt
Am 07.10.1989 wurde die Linie U6 eröffnet und das Linienbezeichnungssystem der Stadtbahn aufgegeben.
Mein ältestes Bild dürfte diese Aufnahme des N1 2979 in Heiligenstadt sein, das vermutlich kurz vor der Umstellung des Abschnitts Heiligenstadt – Friedensbrücke aufgenommen eurde:

Leider hab ich in der Zeit der Umstellung aus unterschiedlichen Gründen kaum fotografiert. Nur auf der Wienflußbrücke ist eine Aufnahme des N1 2873 gelungen. Auffallend war, daß die Linienbezeichnung zur Zeit der Linie W nicht mehr im Zielschildkasten angegeben war.

Im Mai 1979 hab ich wieder einige Aufnahmen gemacht: Station Margaretengürtel kurz vor Beginn der Umbauarbeiten. Die Stromschienen liegen schon bereit:

Die Station aus der anderen Richtung mit einem Zug der Linie W (leider schlechte Bildqualität):

Von der Station Meidling Hauptstraße Richtung Hietzing sieht man die Abstellgruppe für die Gürtelzüge, die hier normalerweise ihre Endstation hatten.

Mit solchen Provisorien mußten die Fahrgäste jahrelang auskommen: Station Hietzing während der Umbauarbeiten im Dezember 1980.

Die Endstation Hütteldorf-Hacking mit einem Zug zum Karlsplatz im Oktober 1978, kurz vor Beginn der Abbrucharbeiten:

Einen Monat später hatten die Raupen schon viel Arbeit getan:


Im März 1981 stand aber immer noch eine Halle:

Die Eröffnung der elektrischen Stadtbahn erfolgte in Abschnitten gemäß dem Fortschritt der Elektrifizierungsarbeiten. Zu den Bahnhofsnamen: Hütteldorf hieß früher Hütteldorf-Hacking, Landstraße hieß früher Hauptzollamt.
Bevor ich einige Bilder zeige, will eine kurze Geschichte der Linienführung der Stadtbahn vorstellen.
Um die Liste nicht zu kompliziert zu machen, habe ich auf die verschiedenen Verlängerungen in der HVZ oder an Sonn- und Feiertagen sowie abwechselnde Linienführungen der Linien G und 18G verzichtet.
Ab 04.06.1925: (noch ohne Liniensignal)
Hütteldorf – Wiental – Gürtel – Alser Straße
Ab 22.07.1925: (noch ohne Liniensignal)
Hütteldorf – Wiental – Gürtel – Heiligenstadt
Ab 07.09.1925:
WG Hütteldorf – Wiental – Gürtel – Heiligenstadt
W Hietzing – Wiental – Hauptzollamt
Ab 20.10.1925:
GD Meidling Hauptstraße – Gürtel – Donaukanal – Wiental – Hietzing
DG Hietzing – Wiental – Donaukanal – Gürtel – Meidling Hauptstraße
G Meidling Hauptstraße – Heiligenstadt (nicht ganztägig)
18G Ostbahnhof – Gürtel – Alser Straße oder Heiligenstadt
WD Hütteldorf – Wiental – Donaukanal - Heiligenstadt
Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Stadtbahnanlangen schwer getroffen und erst schrittweise wiedereröffnet. Zuletzt wurde der Abschnitt Friedensbrücke – Heiligenstadt wiedereröffnet (18.09.1954). Ab diesem Tag verkehrten die Linien wieder wie vor dem Krieg, mit Ausnahme der Linie 18G, die am 19.02.1945 ihren letzten Betriebstag hatte.
Ab 18.09.1954:
GD Meidling Hauptstraße – Gürtel – Donaukanal – Wiental – Hietzing
DG Hietzing – Wiental – Donaukanal – Gürtel – Meidling Hauptstraße
G Meidling Hauptstraße – Heiligenstadt
WD Hütteldorf – Wiental – Donaukanal - Heiligenstadt
Ab 07.05.1976:
GW Hietzing – Gürtel – Donaukanal – Wiental – Hütteldorf
WG Hütteldorf – Wiental – Donaukanal – Gürtel – Hietzing
G/ Alser Straße – Gürtel – Heiligenstadt (G durchgestrichen)
U4 Friedensbrücke – Heiligenstadt
Ab 01.04.1978:
GD Meidling Hauptstraße – Gürtel - Friedensbrücke
G Meidling Hauptstraße – Gürtel – Heiligenstadt
W Hütteldorf – Wiental – Donaukanal – Schottenring
U4 Schottenring – Heiligenstadt
Ab 12.08.1978:
GD Meidling Hauptstraße – Gürtel - Friedensbrücke
G Meidling Hauptstraße – Gürtel – Heiligenstadt
W Hütteldorf – Wiental - Karlsplatz
U4 Karlsplatz – Heiligenstadt
Ab 26.10.1980:
GD Meidling Hauptstraße – Gürtel - Friedensbrücke
G Hütteldorf – Meidling Hauptstraße – Gürtel - Heiligenstadt
U4 Meidling Haupstraße – Wiental – Heiligenstadt
Ab 31.08.1981:
GD Meidling Hauptstraße – Gürtel - Friedensbrücke
G Meidling Hauptstraße – Gürtel - Heiligenstadt
U4 Hietzing – Heiligenstadt
Im Abschnitt Hütteldorf – Hietzing gab es vier Monate lang Schienenersatzverkehr.
Am 20.12.1981 war die Umstellung beendet und die Linie U4 verkehrte auf der Gesamtstrecke Hütteldorf – Heiligenstadt.
GD Meidling Hauptstraße – Gürtel - Friedensbrücke
G Meidling Hauptstraße – Gürtel - Heiligenstadt
U4 Hütteldorf – Wiental – Donaukanal – Heiligenstadt
Am 15.04.1985 begann die nächste Etappe des U-Bahn-Baus: die Abtragung der Rampe Gumpendorfer Straße – Meidling Hauptstraße:
GD Gumpendorfer Straße – Gürtel – Friedensbrücke
G Gumpendorfer Straße – Gürtel – Heiligenstadt
U4 Hütteldorf – Wiental – Donaukanal – Heiligenstadt
Am 07.10.1989 wurde die Linie U6 eröffnet und das Linienbezeichnungssystem der Stadtbahn aufgegeben.
Mein ältestes Bild dürfte diese Aufnahme des N1 2979 in Heiligenstadt sein, das vermutlich kurz vor der Umstellung des Abschnitts Heiligenstadt – Friedensbrücke aufgenommen eurde:

Leider hab ich in der Zeit der Umstellung aus unterschiedlichen Gründen kaum fotografiert. Nur auf der Wienflußbrücke ist eine Aufnahme des N1 2873 gelungen. Auffallend war, daß die Linienbezeichnung zur Zeit der Linie W nicht mehr im Zielschildkasten angegeben war.

Im Mai 1979 hab ich wieder einige Aufnahmen gemacht: Station Margaretengürtel kurz vor Beginn der Umbauarbeiten. Die Stromschienen liegen schon bereit:

Die Station aus der anderen Richtung mit einem Zug der Linie W (leider schlechte Bildqualität):

Von der Station Meidling Hauptstraße Richtung Hietzing sieht man die Abstellgruppe für die Gürtelzüge, die hier normalerweise ihre Endstation hatten.

Mit solchen Provisorien mußten die Fahrgäste jahrelang auskommen: Station Hietzing während der Umbauarbeiten im Dezember 1980.

Die Endstation Hütteldorf-Hacking mit einem Zug zum Karlsplatz im Oktober 1978, kurz vor Beginn der Abbrucharbeiten:

Einen Monat später hatten die Raupen schon viel Arbeit getan:


Im März 1981 stand aber immer noch eine Halle:

30.12.2009, 18:44#37
Station Wien-Mitte in den letzten Jahren der Wiental-Linie / Stadtbahnstation Meidling
Zunächst ein herzliches "Servus!" meinerseits an alle Forumsmitglieder, da ich hier zum ersten Mal poste.
Ich möchte mich auch gleich bedanken für die tollen Stadtbahn-Bilder, die ihr hochgeladen habt; das weckt in mir immer nostalgische Gefühle, obwohl ich damals noch sehr klein war und die Erinnerung schon sehr verschwommen ist. Aber z.B an die alte Endstation Hütteldorf mit den hölzernen Arkaden am Bahnsteig kann ich mich noch recht gut erinnern, da man, wenn man am Hietzinger Kai mit dem Auto stadteinwärts fuhr, immer einen Blick darauf werfen konnte. Auch hatte ich in meiner Volksschulzeit noch das Vergnügen, in den letzten Jahren des N1 täglich auf der Gürtel-Linie von der Gumpendorferstraße zur Station Meidling fahren zu dürfen.
Mein besonderes Interesse fand auch die offenbar seltene Innenaufnahme von der Stadtbahn-Station Wien-Mitte. Gibt es davon noch mehr Aufnahmen? Mich würde vor allem interessieren, wie man in den letzten Jahren der Wiental-Linie in der Station Wien-Mitte von den Bahnsteigen der Stadtbahn zu den Bahnsteigen der Schnellbahn gelangen konnte. Musste man die Gleise überqueren oder gab es damals auch den Weg über die Treppe und die große Halle, die man noch bis vor Beginn der derzeitigen Bauarbeiten begehen konnte? Waren die Pfeiler im Bereich der Stadtbahn in den Siebzigerjahren auch mit den blauen Kacheln verkleidet, wie es bis vor einem Jahr auch noch im Schnellbahn-Bereich der Fall war?
Da die Station Meidling-Hauptstraße sozusagen meine Heim-Station ist, würden mich Innenaufnahmen der alten Stadtbahn-Station Meidling in der Zeit etwa von 1975 - 1978 besonders interessieren. Gibt es davon welche?
Danke schon mal für etwaige Antworten auf meine Fragen!
Beste Grüße,
scrato
Ich möchte mich auch gleich bedanken für die tollen Stadtbahn-Bilder, die ihr hochgeladen habt; das weckt in mir immer nostalgische Gefühle, obwohl ich damals noch sehr klein war und die Erinnerung schon sehr verschwommen ist. Aber z.B an die alte Endstation Hütteldorf mit den hölzernen Arkaden am Bahnsteig kann ich mich noch recht gut erinnern, da man, wenn man am Hietzinger Kai mit dem Auto stadteinwärts fuhr, immer einen Blick darauf werfen konnte. Auch hatte ich in meiner Volksschulzeit noch das Vergnügen, in den letzten Jahren des N1 täglich auf der Gürtel-Linie von der Gumpendorferstraße zur Station Meidling fahren zu dürfen.

Mein besonderes Interesse fand auch die offenbar seltene Innenaufnahme von der Stadtbahn-Station Wien-Mitte. Gibt es davon noch mehr Aufnahmen? Mich würde vor allem interessieren, wie man in den letzten Jahren der Wiental-Linie in der Station Wien-Mitte von den Bahnsteigen der Stadtbahn zu den Bahnsteigen der Schnellbahn gelangen konnte. Musste man die Gleise überqueren oder gab es damals auch den Weg über die Treppe und die große Halle, die man noch bis vor Beginn der derzeitigen Bauarbeiten begehen konnte? Waren die Pfeiler im Bereich der Stadtbahn in den Siebzigerjahren auch mit den blauen Kacheln verkleidet, wie es bis vor einem Jahr auch noch im Schnellbahn-Bereich der Fall war?
Da die Station Meidling-Hauptstraße sozusagen meine Heim-Station ist, würden mich Innenaufnahmen der alten Stadtbahn-Station Meidling in der Zeit etwa von 1975 - 1978 besonders interessieren. Gibt es davon welche?
Danke schon mal für etwaige Antworten auf meine Fragen!

Beste Grüße,
scrato
30.12.2009, 21:11#38
RE: Station Wien-Mitte in den letzten Jahren der Wiental-Linie / Stadtbahnstation Meidling
ZitatOriginal von scrato
Mich würde vor allem interessieren, wie man in den letzten Jahren der Wiental-Linie in der Station Wien-Mitte von den Bahnsteigen der Stadtbahn zu den Bahnsteigen der Schnellbahn gelangen konnte. Musste man die Gleise überqueren oder gab es damals auch den Weg über die Treppe und die große Halle, die man noch bis vor Beginn der derzeitigen Bauarbeiten begehen konnte?
Ein Überqueren der Gleise wäre wohl undenkbar gewesen. Von den beiden Seitenbahnsteigen der Stadtbahn führten Treppen und Rolltreppen in die Halle und von dort wiederum Abgänge zu den ÖBB-Bahnsteigen.
30.12.2009, 22:35#39
Türsteuerung der N1
Zu den N1 noch eine Frage. In den letzten Betriebsjahren war es üblich, dass die Türen in der jeweiligen Endstation, wenn am Stockgleis auf beiden Seiten ein Bahnsteig vorhanden war (wie z.B. in Meidling Hauptstraße) auf beiden Seiten geöffnet wurden, man konnte also durch die Wagen "durchgehen".
Wie war das technisch gelöst? Mussten die N1 dazu umgebaut werden? Soviel ich mich erinnern kann, gab es am Fahrerplatz einen Schalter zur Türbetätigung mit einer Position 0 (Türen geschlossen) und je (pro Seite) zwei Positionen: 1 = Türe beim Fahrer öffnen, 2 = alle Türen öffnen. Der Schalter ermöglichte somit in der ursprünglichen Variante ja nur das Öffnen der Türen auf einer Seite. Wie wurde das dann später schaltungsmäßig geändert?
Wie war das technisch gelöst? Mussten die N1 dazu umgebaut werden? Soviel ich mich erinnern kann, gab es am Fahrerplatz einen Schalter zur Türbetätigung mit einer Position 0 (Türen geschlossen) und je (pro Seite) zwei Positionen: 1 = Türe beim Fahrer öffnen, 2 = alle Türen öffnen. Der Schalter ermöglichte somit in der ursprünglichen Variante ja nur das Öffnen der Türen auf einer Seite. Wie wurde das dann später schaltungsmäßig geändert?
31.12.2009, 00:28#40
RE: Türsteuerung der N1
ZitatOriginal von Ferry
Zu den N1 noch eine Frage. In den letzten Betriebsjahren war es üblich, dass die Türen in der jeweiligen Endstation, wenn am Stockgleis auf beiden Seiten ein Bahnsteig vorhanden war (wie z.B. in Meidling Hauptstraße) auf beiden Seiten geöffnet wurden, man konnte also durch die Wagen "durchgehen".
Wie war das technisch gelöst? Mussten die N1 dazu umgebaut werden? Soviel ich mich erinnern kann, gab es am Fahrerplatz einen Schalter zur Türbetätigung mit einer Position 0 (Türen geschlossen) und je (pro Seite) zwei Positionen: 1 = Türe beim Fahrer öffnen, 2 = alle Türen öffnen. Der Schalter ermöglichte somit in der ursprünglichen Variante ja nur das Öffnen der Türen auf einer Seite. Wie wurde das dann später schaltungsmäßig geändert?
Ja, die N1 wurden umgebaut und erhielten neue Schalter, die zusätzlich eine Schaltstellung für beidseitiges Öffnen der Türen aufwiesen.
