Stadtbahn - die Wiental-Donaukanal-Strecke

155 Beiträge · Seite 3 von 8
31.12.2009, 13:00#41
Hier wäre es auch angebracht einen eigenen Diskussionsthread zu erstellen, um nicht jedesmal alle Bilder laden zu müssen.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von 5er-Franzi (31.12.2009, 13:01)
01.01.2010, 15:08#42
Zitat
Waren die Pfeiler im Bereich der Stadtbahn in den Siebzigerjahren auch mit den blauen Kacheln verkleidet, wie es bis vor einem Jahr auch noch im Schnellbahn-Bereich der Fall war?

Mit Kacheln dieses Formats waren sie auf jeden Fall verkleidet, die Farbe wüßte ich selbst gerne. Mir steht leider nur ein SW-Foto im Buch "Untergrundbahnen der Welt" zur Verfügung.
02.01.2010, 17:45#43
War die Stadtbahn zuverlässiger als die heutige U4 bzw. U6?
02.01.2010, 20:05#44
Sie war angeblich für ihre Pünktlichkeit bekannt. Ob das nun stimmt, weiß ich nicht, denn das war vor meiner Zeit. Ich denke aber, dass die damalige Betriebsform mit ihren heute undenkbaren Abzweigungen und Überlappungen hier eine gewisse Disziplin vorausgesetzt hat. In den letzten Betriebsjahren war der gute Ruf allerdings dahin.
03.01.2010, 02:08#45
Zitat
Original von N1_2888
In den letzten Betriebsjahren war der gute Ruf allerdings dahin.


... beziehungsweise wurde der Ruf in Vor-Propaganda auf die heilige U-Bahn, die Retterin der Menschheit, geschmälert, nehme ich einmal frei nach heutiger WL-Praxis an.
03.01.2010, 07:47#46
Zitat
Original von The best is the 21er
War die Stadtbahn zuverlässiger als die heutige U4 bzw. U6?


Die Stadtbahn war ein zuverlässiges Verkehrsmittel. Jedenfalls viel schneller als die Straßenbahn. Da wir damals nichts vergleichbares und besseres zur Verfügung hatten, nahmen wir die eigentlich antiquierte Betriebsform (Zweiachser) einfach als gegeben hin. Nur ein Beispiel:
Um von der Reinlgasse zum Schwedenplatz zu fahren, bevorzugten wir damals Linie 10 und Stadtbahn anstelle von 49er und Ringlinie bzw. Fußmarsch durch die Stadt. Auch für die Strecke Reinlgasse-Erdberg hab ich 10-Stadtbahn-J-Wagen vorgezogen gegenüber 49er-J-Wagen (was nur einmaliges Umsteigen bedeutet hätte).

An Unregelmäßigkeiten erinnere ich mich nicht wirklich. Erst als die Stadtbahn schon in den letzten Zügen lag und diese Vorschriften für Langsamfahren auftauchten (wegen Häufung von Auffahrunfällen), wurde uns nervig.
Einzig Paroli bieten konnte damals nur die S-Bahn, aber die war ja auf ganz anderen Strecken unterwegs und war daher keine echte Konkurrenz.

Ob die heutige U-Bahn besser ist (zuverlässiger), kann ich schwer beurteilen, weil ich heute nur mehr alle 2-3 Monate mal einen Tag in Wien bin. Da ist meine Erfahrung zu klein, um etwas aussagen zu können über Zuverlässigkeit.
03.01.2010, 13:33#47
Sicher hatte die Stadtbahn weniger dichte Intervalle als die U-Bahn heute, und war somit natürlich weniger anfällig für Probleme. Heute reicht schon ein etwas längerer Fahrgastwechsel um den Folgezug aufzuhalten. Soweit ich weiß wurde zur HVZ auf der Stadtbahn alle 8 Minuten gefahren, d.h. auch dort wo sich zwei Linien überlappt haben gab es nie ein Intervall <4 Minuten.

In etwa den letzten zehn Jahren gab es, einerseits nach den erwähnten Unfällen, andererseits auch durch die massiven Bauarbeiten unzählige Langsamfahrstellen und der Ruf war dahin. Meine Mutter jammert heute noch manchmal über die Fahrten 1987 mit 40/41-G/GD-49 in die Neubaugasse, weil die Stadtbahn ewig durch die Gegend geschlichen ist. Ich soll als Kleinkind begeistert gewesen sein *g*
03.01.2010, 14:00#48
@WeSt: Allerdings war das 4-Minuten Intervall damals locker ausreichend, schließlich fuhr parallel der 8er und weniger los war damals sowieso.
03.01.2010, 14:08#49
Seit 1957 gab's nur noch ein Zehnminutenintervall.
03.01.2010, 14:11#50
Zitat
Original von WeSt
Sicher hatte die Stadtbahn weniger dichte Intervalle als die U-Bahn heute, und war somit natürlich weniger anfällig für Probleme.

Am 2. Mai des letzten Jahres hab ich auf der Diskussionsseite des Stadtbahn-Artikels im Stadtverkehrswiki auf Basis einer Diskussion hier im Forum eine recht ausführliche Erläuterung zur Intervallfrage geschrieben. ;) Fuhr der 18G, dann wurde dort, wo er unterwegs war, immerhin jedes zweite Vier- zu einem Zwei-Minuten-Intervall, wollte man hingegen von Heiligenstadt aus eine Fahrt mit dem WD unternehmen, so konnte die Wartezeit bis zu zehn Minuten dauern.
03.01.2010, 14:24#51
Zitat
Original von N1_2888
Zitat
Original von WeSt
Sicher hatte die Stadtbahn weniger dichte Intervalle als die U-Bahn heute, und war somit natürlich weniger anfällig für Probleme.

Am 2. Mai des letzten Jahres hab ich auf der Diskussionsseite des Stadtbahn-Artikels im Stadtverkehrswiki auf Basis einer Diskussion hier im Forum eine recht ausführliche Erläuterung zur Intervallfrage geschrieben. ;) Fuhr der 18G, dann wurde dort, wo er unterwegs war, immerhin jedes zweite Vier- zu einem Zwei-Minuten-Intervall, wollte man hingegen von Heiligenstadt aus eine Fahrt mit dem WD unternehmen, so konnte die Wartezeit bis zu zehn Minuten dauern.

Das verstehe ich jetzt nicht ganz und auch das Nachlesen deines Diskussionsbeitrages bringt keine Erklärung für deine heutige Wortmeldung. Daher noch einmal zur Klarstelleung: Das Grundintervall betrug bis Juni 1957 acht Minuten und wurde damals auf zehn Minuten verlängert. Das bedeutet, daß in Heiligenstadt vorher alle acht Minuten ein G und ebenfalls alle acht Minuten ein WD abfuhr, ab 1957 fuhren beide Linien ab HS eben alle zehn Minuten.
03.01.2010, 14:39#52
Ich wollte bloß die Spannweite der möglichen Intervalle auf der Stadtbahn aufzeigen. Wolltest du z.B. 1935 in der HVZ von der Alser Straße zum Westbahnhof fahren, so war das Intervall entsprechend dicht. Auf der anderen Seite der Skala standen Wartezeiten von bis zu zehn Minuten, so sich nicht zwei Linien überlappten, ab 1957 eben auch in der Stoßzeit. Ich hoffe, die Angelegenheit ist jetzt klarer. ;)
03.01.2010, 14:55#53
Zitat
Original von N1_2888
Ich wollte bloß die Spannweite der möglichen Intervalle auf der Stadtbahn aufzeigen. Wolltest du z.B. 1935 in der HVZ von der Alser Straße zum Westbahnhof fahren, so war das Intervall entsprechend dicht. Auf der anderen Seite der Skala standen Wartezeiten von bis zu zehn Minuten, so sich nicht zwei Linien überlappten, ab 1957 eben auch in der Stoßzeit. Ich hoffe, die Angelegenheit ist jetzt klarer. ;)


Naja, du hast explizit den WD in Heiligenstadt angeführt obwohl das auf den G ebendort auch zutraf.
03.01.2010, 15:11#54
Ja eh, ich habe den WD eben exemplarisch herangezogen. Hätt genausogut auch den G nehmen können. Was die Stadtbahn-Intervalle angeht, so weiß ich zumindest bis zur Aufgabe des Rundverkehrs einigermaßen bescheid.

Btw.: Von 1976 bis 1978 müsste die Zugfolge zwischen Nussdorfer Straße und Währinger Straße auch bisweilen dichter gewesen sein, als die von WeSt angegebene Untergrenze von vier Minuten, sofern ein G (gestrichen) zwischen WG/GW und DG/GD funkte.
03.01.2010, 15:15#55
Zitat
Original von N1_2888
Btw.: Von 1976 bis 1978 müsste die Zugfolge zwischen Nussdorfer Straße und Währinger Straße auch bisweilen dichter gewesen sein, als die von WeSt angegebene Untergrenze von vier Minuten, sofern ein G (gestrichen) zwischen WG/GW und DG/GD funkte.

Ja sicher, der ist auch alle zehn Minuten gefahren, hat also jedes zweite Fünfminutenintervall auf dem Gürtel zwischen Nußdorfer Straße und Währinger Straße halbiert.
03.01.2010, 17:15#56
Zitat
Original von N1_2888
Sie war angeblich für ihre Pünktlichkeit bekannt. Ob das nun stimmt, weiß ich nicht, denn das war vor meiner Zeit.

Meine Tante pflegte zu sagen: Nach der Stadtbahn kann man seine Uhr stellen. Und ich habe es auch selbst so erlebt: die Züge waren wirklich pünktlich; auf der Wiental-Linie (die ich regelmäßig benutzt habe), gab es durch die Linien WD und GD/DG ein eisernes Fünf-Minuten-Intervall. Ich kann mich - zumindest während der 70er-Jahre - an keinen einzigen Fall erinnern, wo dieses Intervall nicht eingehalten worden wäre.
Später gab es dann - bedingt durch fortschreitende Umstellung auf U-Bahn-Betrieb - wiederholt Signalstörungen, die unregelmäßige Intervalle - und leider auch einige Unfälle - zur Folge hatten.

Die Stadtbahn war auch im Winter das Verkehrsmittel der Wahl - man wusste, wenn auch Bim und Bus in Schnee stecken bleiben: die Stadtbahn fährt sicher. Und sie fuhr!
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Ferry (03.01.2010, 17:18)
03.01.2010, 17:45#57
Und sie war auch nur ein paar Minuten langsamer als die U41! :lampe:
03.01.2010, 20:47#58
Zitat
Original von hema
U41

Mal nicht den Teufel an die Wand! 8o
03.01.2010, 22:05#59
Wenn das kommt, mach ich einen Terroranschlag – äh "War on Terror" heißt das ja auf neuenglisch. X(
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von Linie 41 (03.01.2010, 22:06)
04.01.2010, 12:38#60
Zitat
Original von hema
U41


@ hema: Das passt ja überhaupt nicht zu Deiner in der Signatur verlautbarten Einstellung! :P

(SCNR)