[ORF] Karlsplatz-Passage soll lichter werden
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13.02.2013, 17:20#41
Ich selbst bin von U4 Bahnsteig eher geteilter Meinung zu einen finde ich es sehr Abwächlungsreich zu gegensatz zu den anderen Station aber was mir bei Karlsplatz weniger gefällt ist das sie sehr dunkel und düster wirkt (Geschmackssache) besonders wen man nach oben blickt.ZitatWas ist am U4-Bahnsteig so schlimm?ZitatZitat von »Bus«
Wenns dann noch schaffen würden, den grindigen U4-Bahnsteig zu sanieren (und Landstraße ebenso), wär ich sprachlos.
13.02.2013, 18:47#42
Er ist finster, dreckig, unpassend, veraltet, wirkt ungepflegt und dank der beabsichtigen "unfertigen Baustellen"Architektur des damaligen Zeitgeistes nie modern. Wie ein süchtler-Bahnsteig.
13.02.2013, 22:55#43
Er ist finster, dreckig, unpassend, veraltet, wirkt ungepflegt und dank der beabsichtigen "unfertigen Baustellen"Architektur des damaligen Zeitgeistes nie modern. Wie ein süchtler-Bahnsteig.
Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Ich kann einfach nicht nachvollziehen wieso man das damals so geplant hat, die Station war schon schiach seit ich zurückblicken kann. Irgendwie erinnert mich das frappierend an die heute schon fast zwanghafte Verwendung von Sichtbeton, besonders bei den "neuen" U2-Stationen oder in Wien Mitte (THE MALL!) wo besagter Superbaustoff schon beginnt zu bröckeln.
Daniel
13.02.2013, 23:48#44
Bei vielen Stationen müssten auch die Bahnsteige verbreitert werden. Ob es von der Baustatik her möglich ist diese Zwischenwände mit den Hohlräumen darin schmäler zu machen ist mir nicht bekannt. Überhaupt finde ich diese Bahnsteigform extrem kleinkariert. Wenn der mittlere Bereich wenigstens in voller Bahnsteiglänge durchgängig wäre und die Zwischenwände nicht so dominant. Und wie soll man das bei Bahnsteigen wie z.b. am Schottentor machen (ein wichtiger Umsteigebahnhof mit äußerst mickrigem U-Bahnsteig) ?
Sichtbeton ist öde - aber halten einige wohl für einen ganz besonders originellen Einfall.
Sichtbeton ist öde - aber halten einige wohl für einen ganz besonders originellen Einfall.
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von Josh (14.02.2013, 00:09)
14.02.2013, 02:03#45
Bei vielen Stationen müssten auch die Bahnsteige verbreitert werden. Ob es von der Baustatik her möglich ist diese Zwischenwände mit den Hohlräumen darin schmäler zu machen ist mir nicht bekannt. Überhaupt finde ich diese Bahnsteigform extrem kleinkariert. Wenn der mittlere Bereich wenigstens in voller Bahnsteiglänge durchgängig wäre und die Zwischenwände nicht so dominant. Und wie soll man das bei Bahnsteigen wie z.b. am Schottentor machen (ein wichtiger Umsteigebahnhof mit äußerst mickrigem U-Bahnsteig) ?Sichtbeton ist auch nicht viel mehr als ein Baumaterial, und es bleibt den Architekten und Auftraggebern überlassen, ob sie daraus ein tolles oder ein fades Bauwerk formen. In Wien tendiert man offenbar eher zum Letzteren. In der Station Schottentor sähe ich die Möglichkeit, Bahnsteigtüren einzubauen, sofern man sich dazu entschlösse, die U2 typenrein zu betreiben, was mir nicht zuletzt auch aufgrund des Stadionverkehrs aufwändig zu sein scheint. Besonders unangenehm war die Situation am Schottentor, als im Zuge der U2-Verlängerung der zum Schottenring fahrende Zug dort den Gegenzug abwarten musste, wodurch ein Gedränge am Bahnsteig garantiert war. Soweit ich weiß, sind hier allerdings der Lift und die festen Stiegen erst nachträglich eingebaut worden, sodaß der ursprüngliche Bahnsteig eine passable Breite hatte. Ja, mehr Offenheit in bezug auf die Bahnsteige wäre in vielen U1-Stationen recht nett. Es wäre vielleicht auch eine Überlegung wert, die dunklen Böden in einigen U1-Stationen gegen hellere (siehe U3) zu tauschen.
Sichtbeton ist öde - aber halten einige wohl für einen ganz besonders originellen Einfall.
16.04.2013, 17:04#46
Der eine oder andere ORF-Mensch hätte vielleicht einen Stadtplan ins Osternest gelegt bekommen sollen...
Beste Grüße
VT
Bau-Endspurt bei Karlsplatzpassage
Seit Juni 2010 wird die Wiener Karlsplatzpassage umgebaut, jetzt gehen die Arbeiten in den Endspurt. Der rund 100 Meter lange Durchgangsbereich soll voraussichtlich im Juni eröffnet werden. Die Stiegenhäuser unter dem Ring sind demnächst fertig.
Im Moment werden noch die Stiegenhäuser im denkmalgeschützten Karlsplatz-Rondell unter der Ringstraße renoviert. Sie werden wieder in den Originalzustand der 1950er-Jahre zurückversetzt und sollen dadurch den Flair dieser Zeit ausstrahlen. Sie sollen in den kommenden Tagen wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein, sagte Dominik Gries von den Wiener Linien.
Demnächst sind die Stiegenhäuser im Karlsplatz-Rondell wieder zugänglich (ORF/Hubert Kickinger)
Letzte Arbeiten an Decke, Boden und Beleuchtung
Letzte Hand angelegt wird auch noch bei der Decke, der Beleuchtung und beim Steinboden, der im Ausgangsbereich des Resselparks verlegt wird. Auch am Brandschutz wird noch gearbeitet.
Noch etwas gedulden muss sich hingegen der Tiroler Künstler Ernst Caramelle, bevor er für seine „Wandmalerei“ zum Pinsel greift: Auf einer Seite der Durchgangszone zwischen Karlsplatz-Rondell und Ausgang Resselpark wird er in den kommenden Wochen beginnen, auf rund 70 Metern Länge bunte, asymmetrische Farbfelder zu malen - mehr dazu in „Wandmalerei“ für Karlsplatz-Passage.
Fertigstellung voraussichtlich im Juni
Die gegenüberliegende Wand in der Durchgangszone soll zum Teil verspiegelt werden. Die künstlerische Gestaltung wird eine der letzten Arbeiten sein, bevor die Karlsplatzpassage laut Wiener Linien voraussichtlich bis zum Juni fertig gestellt wird.
Die Renovierungsarbeiten der Karlsplatzpassage neigen sich dem Ende zu (ORF/Hubert Kickinger)
Bald zieren asymmetrische Farbfelder eine Seite der Karlsplatzpassage (KÖR/Stephan Wyckoff)
Der Neugestaltung der Passage mussten zahlreiche Geschäfte weichen. Laut Wiener Linien wurden 16 Shops abgesiedelt. Fünf davon erhielten neue Lokalflächen im unterirdischen Areal, der Rest wurde entschädigt. Täglich benutzen rund 230.000 Menschen die U-Bahn-Station am Karlsplatz, die gesamte Neugestaltung ist mit 21 Millionen Euro budgetiert - mehr dazu in Karlsplatzpassage wieder begehbar.
Beste Grüße
VT
06.08.2013, 15:38#47
Kleines Update:
Beste Grüße
VT
Karlsplatzpassage eröffnet im September
Seit drei Jahren wird die Karlsplatzpassage umgebaut. Im September soll sie fertig werden, einige Monate später als geplant. Die Wiener Linien begründen das mit zähen Verhandlungen mit unzufriedenen Lokalmietern.
Die Karlsplatzpassage hätte schon im Frühling fertig werden sollen, der Eröffnungstermin verschob sich aber in den September - mehr dazu in Bau-Endspurt bei Karlsplatzpassage. Die mehrmonatige Verzögerung erklärt der Sprecher der Wiener Linien, Daniel Ammann mit besonders langen und zähen Verhandlungen mit Geschäftsmietern über die Ablöse. „Es hat sich ein bisschen verschoben. Es gab noch einige rechtliche Vereinbarungen, die wir zu klären hatten.“
Der Durchgang ist fast fertig (ORF/Kobler)
„Insgesamt breiter und heller“
Die Sanierung, die 21 Millionen Euro kostet, ist aber weitgehend abgeschlossen, derzeit stehen in der Passage noch einige Gerüste, da und dort werden die letzten Bodenplatten verlegt und die Fliesen geputzt. Großteils ist der neue Durchgang aber schon fertig, mit mehr Platz für die Passantinnen und Passanten und weniger dunklen Ecken und Nischen. „Das ist insgesamt breiter und heller geworden, es schaut insgesamt freundlicher aus“, sagt Ammann.
(ORF/Kobler)
„Das zieht sich jetzt schon“
Die Geschäftsbetreiber sind froh, dass die Bauarbeiten jetzt bald vorbei sind. „Jetzt haben wir es überstanden. Es war sehr mühsam die letzten Jahre mit den ganzen Baustellen. Dafür sind wir jetzt auch neu. Jetzt wären wir schon froh, wenn es schon ganz fertig wäre. Das zieht sich jetzt schon“, sagt Daniel Collin, der in der Passage ein Hutgeschäft betreibt.
Es fehlt nur noch die künstlerische Gestaltung durch den Tiroler Maler Ernst Caramelle, der eine 70 Meter lange Wand bemalen wird, vor den Augen der Passanten, die sozusagen im Vorbeigehen beobachten können, wie das Kunstwerk entsteht. Der Künstler beginnt am 19. August.
Beste Grüße
VT
06.08.2013, 18:43#48
Ich hoffe ja, dass die jetzt schon gebrochenen Platten noch repariert werden.
Mir gefallen jedenfalls die Steine. Die erinnern mich etwas an eine ägyptische Grabkammer
Mir gefallen jedenfalls die Steine. Die erinnern mich etwas an eine ägyptische Grabkammer

06.08.2013, 19:28#49
Ich hoffe ja, dass die jetzt schon gebrochenen Platten noch repariert werden.Ja, werden sie. Habe ich dieser Tage schon gesehen.
Mir gefallen jedenfalls die Steine. Die erinnern mich etwas an eine ägyptische Grabkammer
06.08.2013, 20:50#50
Ich hoffe ja, dass die jetzt schon gebrochenen Platten noch repariert werden.
"Wien heute" bestätigt das ebenfalls und bietet bei der Gelegenheit auch noch andere Blicke hinter die Baustellengitter (~ 1 Woche lang abrufbar):
http://tvthek.orf.at/programs/70018-Wien-heut…ei-Karlsplatzpassage
Beste Grüße
VT
14.09.2013, 09:20#51
Nun ist es endlich so weit:
AVISO: Eröffnung der Kulturpassage Karlsplatz
Wien (OTS) - Bürgermeister Michael Häupl, Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny sowie Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer eröffnen die modern, hell und sicher gestaltete Kulturpassage Karlsplatz.
Die VertreterInnen der Medien sind herzlich eingeladen.
Bitte merken Sie vor:
Zeit: Dienstag, 17. September, 11:30 Uhr
Ort: Kulturpassage Karlsplatz, Opernpassage - Abgang U1-Bahnsteig
OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
16.09.2013, 19:29#52
17.09.2013, 10:08#53
Der neue Aufgang beim Karlsplatz dürfte erst vor kurzem fertig geworden sein: [...]
Dafür wirkt das "Interieur" eine Ebene tiefer auf mich trotz der hellen Gestaltung enger als früher (unter anderem auch, weil die Decke dort nun tiefer hängen dürfte).
"Offizielle" bebilderte Vorankündigung:
Karlsplatzpassage wird eröffnet
Nach drei Jahren Bauzeit wird heute die Karlsplatzpassage eröffnet. Die unterirdische Verbindung zwischen Oper und Resselpark ist jetzt heller und freundlicher, viele Geschäfte sind verschwunden.
Die Karlsplatzpassage mit gehört mit täglich 200.000 Passanten zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten der Stadt. Durch die Umgestaltung verschwanden die dunklen Ecken und Nischen. Auch die Drogenszene konnte verlagert werden. Der Streetwork-Stützpunkt bleibt unverändert, alle anderen offenen Angebote stehen in der sozialmedizinischen Einrichtung „jedmayer“ am Gumpendorfer Gürtel zur Verfügung.
Durchgang fast acht Meter breit
Im Verbindungsgang zwischen der Oper und dem Resselpark wurden viele Geschäfte zugesperrt, dafür ist der Gang jetzt heller und fast acht Meter breit. Dadurch soll das Sicherheitsgefühl der Passantinnen und Passanten gesteigert werden. Sämtliche Zugänge und Liftanlagen wurden neu gestaltet. Durch neue Glasflächen soll es in der Passage jetzt bessere Lichtverhältnisse geben. In der Hauptpassage wurde ein neues Ticketbüro der Wiener Linien eingerichtet. Die Opernpassage wurde nach dem Original-Erscheinungsbild der 1950er Jahre saniert.
© ORF/Rieger
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Die Karlsplatzpassage hätte schon im Frühling fertig werden sollen, der Eröffnungstermin verschob sich aber - mehr dazu in Bau-Endspurt bei Karlsplatzpassage. Die mehrmonatige Verzögerung erklärte der Sprecher der Wiener Linien, Daniel Ammann mit besonders langen und zähen Verhandlungen mit Geschäftsmietern über die Ablöse. „Es hat sich ein bisschen verschoben. Es gab noch einige rechtliche Vereinbarungen, die wir zu klären hatten.“
„Jetzt haben wir es überstanden“
Die Geschäftsbetreiber sind froh, dass die Bauarbeiten jetzt bald vorbei sind. „Jetzt haben wir es überstanden. Es war sehr mühsam die letzten Jahre mit den ganzen Baustellen. Dafür sind wir jetzt auch neu“, sagt Daniel Collin, der in der Passage ein Hutgeschäft betreibt. Der gesamte Umbau kostete etwa 21 Millionen Euro.
Beste Grüße
VT
17.09.2013, 20:49#54
Der neue Aufgang beim Karlsplatz dürfte erst vor kurzem fertig geworden sein: [...]
Dafür wirkt das "Interieur" eine Ebene tiefer auf mich trotz der hellen Gestaltung enger als früher (unter anderem auch, weil die Decke dort nun tiefer hängen dürfte).
Ich mach' hier mal kurz die Ingrid, um ein passendes Bild anzuhängen:
Ausführliche Hintergrundinformationen zum neuen "Prunkstück" am Karlsplatz gibt's von der APA:
Kulturpassage Karlsplatz in neuem Glanz eröffnet
Moderne, helle und sichere Gestaltung für Öffi-Knotenpunkt Karlsplatz
Wien (OTS) - Mit der heutigen Eröffnung der revitalisierten Kulturpassage Karlsplatz durch den Wiener Bürgermeister Michael Häupl, Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny und Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer erstrahlt nun der am stärksten frequentierte Öffi-Knotenpunkt Wiens in neuem Glanz. Die moderne, helle und freundliche Gestaltung steigert für die täglich mehr als 200.000 PassantInnen und TouristInnen den Wohlfühlfaktor und erhöht zusätzlich das Sicherheitsempfinden. Herzstück der neuen Kulturpassage bildet die 70 Meter lange Kunstinstallation des Tiroler Künstlers Ernst Caramelle.
"Am meisten profitieren die vielen tausenden NutzerInnen der Passage von der Revitalisierung. Und auch Wien als lebenswerteste Stadt der Welt wird damit weiter aufgewertet", freut sich Bürgermeister Michael Häupl über die Eröffnung. Durch die offene und transparente Gestaltung wird die Kulturpassage für die zahlreichen BenutzerInnen der öffentlichen Verkehrsmittel zum attraktiven Eingangstor in die Innenstadt.
Wichtig war bei der Neugestaltung auch die Barrierefreiheit, die nun am Verkehrsknotenpunkt gewährleistet ist. Ein erneuerter und ein zusätzlicher Aufzug erhöhen gemeinsam mit einem neuen taktilen Leitsystem die Barrierefreiheit der gesamten Passage - man gelangt nun ohne Stiegen und damit barrierefrei an die Oberfläche.
Historische Passage am Karlsplatz fit für die Zukunft
Am 25. Februar 1978 ging mit der U1 zwischen Karlsplatz und Reumannplatz das erste Wiener U-Bahn-Teilstück und somit auch die Karlsplatzpassage in Betrieb. Rund 35 Jahre nach ihrer Eröffnung wurden nun Böden, Wände und Decken erneuert und die technischen Anlagen wie Brandschutzeinrichtungen in der Passage und in den Geschäften auf den aktuellsten Stand der Technik gebracht. Auch die Stationsüberwachung und weitere Betriebs- und Aufenthaltsräume der Wiener Linien wurden im Rahmen der Revitalisierung runderneuert. Insgesamt wurden ca. 5.000 m2 Natursteinfließen [sic!] verlegt, rund 1.800 m2 Glas verbaut und rund 1.950 neue Leuchten installiert. Des Weiteren wurde der Zugang zur U1 barrierefrei gestaltet, die Aufgänge an die Oberfläche modernisiert, Rolltreppen und Lifte erneuert sowie die öffentliche WC-Anlage renoviert.
"Große Verkehrsknotenpunkte müssen für alle PassantInnen gleichermaßen gut nutzbar sein. Eine attraktive und moderne Gestaltung trägt zum Sicherheitsgefühl bei. Mit dem Kulturangebot in der Passage haben wir zudem einen Anziehungspunkt für TouristInnen geschaffen. 21 Mio. Euro haben wir in die Modernisierung der Karlsplatzpassage und damit in die städtische Infrastruktur investiert, was nicht nur ein wichtiger Impuls für die Wiener Wirtschaft ist, sondern zudem die Attraktivität der Öffis erhöht", so Vizebürgermeisterin Renate Brauner. Erfreut zeigt sie sich über die konstruktive Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen und Institutionen, sowie über das Engagement der Geschäftsleute. "Die Zeit des Umbaus war sicher eine Herausforderung, aber die Anstrengungen haben sich bezahlt gemacht. Ich danke allen und wünsche weiterhin viel Erfolg in der Kulturpassage", so Brauner.
Mehr Service und Komfort für Öffi-NutzerInnen
Den Großteil der PassantInnen in der Kulturpassage stellen die Öffi-NutzerInnen, die in eine der am Karlsplatz zusammenkommenden drei U-Bahn-Linien einsteigen oder in eine der sieben Straßenbahn- oder Buslinien wechseln. Die Kulturpassage verbindet nicht nur historische und kulturelle Plätze und Institutionen, sondern ist damit einer der größten Verkehrsknotenpunkte Wiens. "Über die Runderneuerung freuen sich ganz besonders die 73 Millionen Menschen, die jedes Jahr in der Passage unterwegs sind", so Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.
Für die Fahrgäste der Wiener Linien steht ein neues Info- und Ticketbüro, das in einem zentralen Servicezentrum zusammengefasst ist, als Auskunft- und Vorverkaufsstelle zur Verfügung. "Wer informiert ist und gut betreut wird, der fühlt sich wohl. Mit dem neuen Servicezentrum tragen wir dieser Philosophie Rechnung", so Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.
Im Herzen der Wiener Kunst- und Kulturszene
Die historische Passage am Karlsplatz liegt inmitten zahlreicher traditioneller Kunst- und Kultureinrichtungen, wie Oper, Wien Museum, Secession, Musikverein, Künstlerhaus oder Karlskirche. "Die Fähigkeit der Kunst zu verbinden, findet in der neuen Kunstpassage ihre ebenso gelungene wie buchstäbliche Umsetzung. Sie steht als verbindendes Element im Zentrum der Revitalisierung. Die Installation macht sichtbar, wie wichtig Kunst im öffentlichen Raum ist um Identität, Orientierung und Wohlbefinden zu schaffen. Passend zu diesem neu geschaffenen Ort, wurde auch seine Funktion als Orientierungspunkt und Kunstinformation neu gestaltet. Mit Ernst Caramelle hat sich die Jury für einen österreichischen Künstler von internationaler Bedeutung entschieden. Sein Werk besticht durch angenehme Transparenz und betont einmal mehr die Bedeutung des Kunstplatz Karlsplatz", so Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny. Über die neu installierten Informationsbildschirme werden NutzerInnen der Passage nun über aktuelle Ausstellungen und Veranstaltungen der umliegenden Kunst- und Kultureinrichtungen informiert. Zusätzlich wurde im Boden und in der Decke eine Kulturleitlinie installiert. Diese weist nun in Form von Leuchtstreifen in verschiedenen Farben den Weg zu den diversen Einrichtungen im Umfeld.
Ein Kunstwerk, das verbindet
Das 70 Meter lange Kunstwerk des international bekannten Tiroler Künstlers Ernst Caramelle im Durchgang Richtung Resselpark ist das zentrale Highlight der neuen Kulturpassage. Die Installation lässt den Raum in einer neuen Perspektive erscheinen und erweitert die bereits am Karlsplatz zahlreich vorhandenen Kunstwerke, wie zum Beispiel die Röhreninstallation von Peter Kogler oder das Kunstprojekt "Pi" von Ken Lum.
Charme der 50er Jahre prägt Opernpassage
Der Bereich der Opernpassage steht ganz im Zeichen der Wiederherstellung des ursprünglichen Erscheinungsbildes aus den 1950er-Jahren. Der Bodenbelag im Schachbrettmuster und der Einsatz von Glas zur Wandverkleidung bringen den Charme der damaligen Zeit zurück in die Opernpassage. Die Arbeiten wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt durchgeführt. [...]
OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
Bewegte Bilder vom ORF (~ 1 Woche abrufbar):
http://tvthek.orf.at/programs/70018-Wien-heut…stpassage-Karlsplatz
Und ergänzende "Souvenirs" aus meiner Kamera parken in der Datenbank.
Beste Grüße
VT
18.09.2013, 18:36#55
Ich finde die Karlsplatz-Passage nun sehr hell und freundlich. Eine gute Idee sind die grünen und violetten Lichtstränge an der Decke, die einem vom Zugang bei der Oper zu den Linien U4 und U2 leiten. Seltsam ist jedoch, dass der adäquate rote Lichtstrang am Boden verlegt wurde und durchgehend vom Opernzugang bis zum Resselpak führt, ohne einem zur U1 zu leiten.
Das finde ich sehr verwirrend für Ortsunkundige.
Das finde ich sehr verwirrend für Ortsunkundige. 18.09.2013, 19:04#56
Seltsam ist jedoch, dass der adäquate rote Lichtstrang am Boden verlegt wurde und durchgehend vom Opernzugang bis zum Resselpak führt, ohne einem zur U1 zu leiten.![]()
Gerade das ist angeblich keine U1-, sondern eine "Kulturleitlinie". (Und zur U1 kommt man eh schon an beiden Enden der Passage.) Als "konfliktfreie" Farbe hätte sich vielleicht noch Gelb angeboten... (Blau hätt' sicher jemanden erfolglos die S-Bahn suchen lassen. *fg*)
Beste Grüße
VT
18.09.2013, 21:07#57
Ich bin heute erstmals seit der Eröffnung quer durch die Passage gegangen. Gefällt mir gut, muss ich sagen. 
18.09.2013, 21:50#58
Die Arbeitsgemeinschaft "Kulturpassage Karlsplatz" sieht selbige offenbar als Flaniermeile - nur gehören zumindest für mich dazu auch noch abwechslungsreich dekorierte Schaufenster...
Beste Grüße
VT
Kulturpassage Karlsplatz: Die neue Flaniermeile Wiens
Fotocredit: Arge Kulturpassage Karlsplatz
Wien (OTS) - "In den 50er Jahren war das hier eine Flaniermeile - mit Geschäften und einem Espresso", schwärmt Architektin Gerda Maria Gerner von gerner gerner plus. Gemeint ist das 1955 in Betrieb genommene Rondeau der Opernpassage - ein Teil der neuen Kulturpassage Karlsplatz. Die Karlsplatzpassage und die denkmalgeschützte Opernpassage wurden bei laufendem Betrieb nach einem europaweit ausgeschriebenen Architektenwettbewerb saniert und in gestalterischer wie technischer Hinsicht optimiert. Die Arge Kulturpassage Karlsplatz - gerner gerner plus | ritter+ritter | vasko+partner - zeichnen für die Neugestaltung verantwortlich. Die Stadt suchte nach einer zündenden Idee für die Passage, die mehr als nur eine umfassende Sanierung sein sollte. Die Architekten schlugen die Mehrfachnutzung der Passage als Kunstraum vor. Die unmittelbare Nähe vieler bedeutender Kulturbauten nützend, entwarfen die Architekten das umfassende Gesamtkonzept für die stark in die Jahre gekommene Karlsplatzpassage zu einer Kulturpassage.
Einst als unterirdischer Durchgang für einen verkehrsfreien Weg zur Kärntner Straße errichtet, heute genützt als eine der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte für U-Bahnbenützer - und zukünftig auch wieder für Passanten, die einfach Lust auf regensicheres flanieren und Kultur haben. Neben der Wandmalerei von Ernst Caramelle wird die Passage mit großflächigen Videoscreens bespielt. "So verteilen sich Kunsteindrücke durch die gesamte Passage und betonen das einheitliche Konzept des Projekts", erläutern die Architekten Ritter. Der ehemals schmale Gang, der die Opernpassage mit der Hauptpassage verbindet, wurde auf fast acht Meter verbreitert. Neben dem Leitsystem für sehbeeinträchtigte und blinde Menschen zeigen die LED-Kulturleitlinien am Boden - eine Idee von Andreas Gerner - die Richtung zu den Kulturstätten Wiens wie Wien Museum, Künstlerhaus, Kunsthalle Wien oder Secession. Damit wird der Karlsplatz als Kunstplatz auch unter der Oberfläche erlebbar. Die Kulturpassage Karlsplatz ist der am stärksten frequentierte Verkehrsknotenpunkt Wiens, mit 200.000 Personen täglich. Im Vergleich: Der Hauptbahnhof Wien ist für eine tägliche Frequenz von 145.000 Fahrgästen konzipiert.
Hell und freundlich
Die denkmalgeschützte Opernpassage wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt getreu dem originalen Erscheinungsbild der 1950er-Jahre saniert. "Wir recherchierten die ursprüngliche Ausstattung der Opernpassage anhand zahlreicher historischer Fotografien - so kamen wir auch zu der Entscheidung für den Naturstein für Böden und Wände, der optisch dem ursprünglichen Bodenbelag ähnelt", erklären Gerda Maria und Andreas Gerner. Die auffälligen dicken Stützen und Wandelemente entlang der Rolltreppen in der Opernpassage wurden aufwändig saniert: Dafür wurden Fotos von den ursprünglichen Linoleumbelägen angefertigt, diese auf vorgesetzte Glaselemente gedruckt und die Stützen damit verkleidet. Alle Flächen entsprechen nun optisch dem historischen Erscheinungsbild, erfüllen aber gleichzeitig alle modernen Sicherheitsanforderungen. "Das dunkle Rot passt nun zu den Vorgaben der Denkmalpflege und gibt der Kulturpassage Karlsplatz ein wenig von dem Flair der 50er Jahre zurück. Auch die Beleuchtung konnten wir rekonstruieren, sowohl die indirekte Beleuchtung des Rondeaus als auch die großen runden Deckenleuchten", so die Architekten. Die Aufgabe der Arge war die komplette Sanierung der Passage, mehr Übersichtlichkeit, ausreichend Platz und eine helle und ansprechende Gestaltung zu schaffen. "Vor allem die Eliminierung der Angsträume war ein wesentlicher Bestandteil der Überlegungen, die gesamte Passage zu begradigen. Es gibt nun keine versteckten Ecken mehr", erläutern Martin und Alfred Ritter. Sämtliche Zugänge und Liftanlagen wurden saniert bzw. neu gestaltet. In der Hauptpassage entstand ein neues Info- und Ticketbüro der Wiener Linien.
Statische Herausforderung
Vasko+Partner zeichnete als federführender Arge-Partner als Generalkonsulent für Planungs- und Konsulentenleistungen abseits der Gestaltung und architektonischen Ausführungsplanung verantwortlich. Carl Thümecke, Projektleiter seitens Vasko+Partner, beschreibt die Herausforderungen bei dem Projekt: "Es treffen die Ansprüche eines modernen Nahverkehrsknotenpunktes mit vielen unterschiedlichen Funktionen, auf die strengen Auflagen des Denkmalschutzes. Doch das Ergebnis überzeugt auch den letzten Skeptiker." Das Team von Thümecke war bezüglich Statik gefordert: "Zur Anpassung der Rampenanlage, unter Berücksichtigung der erforderlichen Barrierefreiheit, mussten Stützen im Gangbereich ausgewechselt werden - denn die Opernpassage liegt höher als der restliche Durchgang. Darüber hinaus wurde ein neuer Aufzug gebaut, zahlreiche Nischen begradigt, der Steinboden erneuert und im Hintergrund eine Fülle von Modernisierungen an Haus- und Elektrotechnik vorgenommen - und das alles unter aufrechtem Betrieb", erklärt Thümecke.
Neben optischen Verbesserungen ging es jedoch auch um klare Strukturen: "Die Passage hat wichtige Funktionen, den Zugang zu drei U-Bahn-Linien, die Unterbringung zahlreicher technischer Betriebsräume und Anlagen der Wiener Linien, die öffentliche Infrastruktur wie Polizeistation, Ticketschalter, Infostation, Sanitäranlagen wie auch die verbleibenden Geschäftsflächen", so die Architekten Ritter.
Die gesamte neue Kulturpassage Karlsplatz ist 260 Meter lang. "Mit der Generalsanierung erhält die Passage nun auch wieder ihre einstige Attraktivität als bedeutende Erschließung für Fußgänger, die sicher, witterungsgeschützt und kreuzungsfrei nun von der Oper zum Karlsplatz gelangen", so die Arge abschließend.OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
- Kulturpassage Karlsplatz
- Auftraggeber: Wiener Linien
- Generalplaner: Arge Kulturpassage Karlsplatz - gerner gerner plus | ritter+ritter | vasko+partner
- Architektur: gerner gerner plus, ritter+ritter
- Projektsteuerung: Vasko+Partner und Wiener Linien
Beste Grüße
VT
18.09.2013, 22:49#59
Selbst wenn der Karlsplatz jetzt "schöner und heller" ist. Bevor ich dort in meiner Freizeit "flaniere", schieß ich mir doch lieber ins Knie... In einer U-Bahn Passage kann es nie so toll, frei, offen (was auch immer) , wie in einer Fußgängerzone (zB, Mariahilferstrasse
) sein. Es ist zwar schön zum Anschaun wenn man durchgeht. Aber das Wort flanieren ist doch ein bisschen hochgegriffen.
) sein. Es ist zwar schön zum Anschaun wenn man durchgeht. Aber das Wort flanieren ist doch ein bisschen hochgegriffen. 19.09.2013, 10:13#60
Selbst wenn der Karlsplatz jetzt "schöner und heller" ist. Bevor ich dort in meiner Freizeit "flaniere", schieß ich mir doch lieber ins Knie... In einer U-Bahn Passage kann es nie so toll, frei, offen (was auch immer) , wie in einer Fußgängerzone (zB, MariahilferstrasseAußerdem ist die Passage zum "Flanieren" zu kurz - selbst wenn man langsam geht (was man ja tut, wenn man flaniert), kommt man bestenfalls auf zwei bis drei Minuten. Der Vorteil ist halt, dass man wettergeschützt umsteigen bzw. vom Ring zum Karlsplatz und zurück kommen kann.) sein. Es ist zwar schön zum Anschaun wenn man durchgeht. Aber das Wort flanieren ist doch ein bisschen hochgegriffen.


















