Endzeitstimmung auf Strecke 21 Teil 2
39 Beiträge · Seite 1 von 2
06.02.2009, 02:03#1
Hier die versprochene Fortsetzung meiner kleinen 21er-Reise entlang der Engerthstraße - Stadion - Wehlistraße - Praterkai.
Pensionistenwohnheim Prater:

Der moderne Bus hat die altertümliche Straßenbahn abgelöst:

Aber die Gleise werden bereits einem neuen Zweck zugeführt:

Wenigstens benutzt noch jemand die alten Oberleitungsmasten:

900 Mio ersetzen 10 Mio Euro:

Ein flexibler umweltfreundlicher Bus nähert sich:

Und der 82A, der den 21er zwischen Praterstern und Stadion ersetzt:

Nur in Pripjiat ist es schöner:

Die Signale stehen noch und sind sogar noch aktiviert:

Und während sich vor dem Stadioncenter die Busse stapeln...

...fährt hier so schnell nichts mehr (außer man asphaltiert es und macht eine Straße draus):

Doch das kann dem 82A eigentlich egal sein, er hat schon seine Endhaltestelle erreicht:

Noch vor einem 3/4 Jahr fuhr hier alle paar Minuten eine Straßenbahn:

Ob die Stadioncenter-Betreiber den IV oder den ÖV bevorzugen? Diese Frage dürfte klärbar sein:

Zumindest erahnen kann man die Schienenlage noch:

Bloß wo sind sie?!

Ah, doch noch gefunden! Die Haltestellentafel, die sich zu beider Seite befand, wurde inzwischen übrigens auch entfernt.

Richtig nackt ohne Oberleitung:

Aber die Schleife schaut interessanter aus:

Gleich bekomme ich Grün:

Bauwüste für die U2-Station "Donaumarina":

Hier erkennt man die Parallelführung von 21er und U2 besonders deutlich:

Aber wozu eine Straßenbahn - ein Bus ist auf den Schienen mindestens genauso schnell!

Hauptsache U-Bahn-Zubringer:

Bloß wie?!

Das Licht hat er extra wegen mir eingeschaltet, um meine Kamera mit ihrem ungeputzten Objektiv aufs äußerste herauszufordern!

Ob das wirklich legal ist? Allein was scherts die Bauwirtschaft...

Falls es jemand, der dort wohnt, noch nicht bemerkt hat: Die U2 wird verlängert! Ob man mit 77A - U2 - U4 wirklich schneller am Schwedenplatz ist als mit dem 21er?

Der Bus quält sich im Schritttempo an den abgestellten Fahrzeugen vorbei:

So ein Bau-LKW ist aber auch breit:

Bald haben wir unser Ziel, die Schleife bei der Stadlauer Brücke, erreicht:

Bus ersetzt Bim, die 317te:

Stillleben:

Auch in die Gegenrichtung Busse über Busse:


Das Gefühl war im Mai 08 halt doch noch ein anderes, hier mit einem Oldtimer 11er oder A einzufahren:



"S" wie Straßenbahn? Leider nein.


Wie lange es die Schleife wohl noch geben wird? Im Moment dient sie immerhin noch als Autobusschleife:


Und das sehen wir dort nie wieder:



So wird es nun endgültig Nacht über der 21er Strecke:

R.I.P 21er!
Zur Diskussion: Endzeitstimmung auf Strecke 21 Teil 2
Pensionistenwohnheim Prater:
Der moderne Bus hat die altertümliche Straßenbahn abgelöst:
Aber die Gleise werden bereits einem neuen Zweck zugeführt:
Wenigstens benutzt noch jemand die alten Oberleitungsmasten:
900 Mio ersetzen 10 Mio Euro:
Ein flexibler umweltfreundlicher Bus nähert sich:
Und der 82A, der den 21er zwischen Praterstern und Stadion ersetzt:
Nur in Pripjiat ist es schöner:
Die Signale stehen noch und sind sogar noch aktiviert:
Und während sich vor dem Stadioncenter die Busse stapeln...
...fährt hier so schnell nichts mehr (außer man asphaltiert es und macht eine Straße draus):
Doch das kann dem 82A eigentlich egal sein, er hat schon seine Endhaltestelle erreicht:
Noch vor einem 3/4 Jahr fuhr hier alle paar Minuten eine Straßenbahn:
Ob die Stadioncenter-Betreiber den IV oder den ÖV bevorzugen? Diese Frage dürfte klärbar sein:
Zumindest erahnen kann man die Schienenlage noch:
Bloß wo sind sie?!
Ah, doch noch gefunden! Die Haltestellentafel, die sich zu beider Seite befand, wurde inzwischen übrigens auch entfernt.
Richtig nackt ohne Oberleitung:
Aber die Schleife schaut interessanter aus:
Gleich bekomme ich Grün:
Bauwüste für die U2-Station "Donaumarina":
Hier erkennt man die Parallelführung von 21er und U2 besonders deutlich:
Aber wozu eine Straßenbahn - ein Bus ist auf den Schienen mindestens genauso schnell!
Hauptsache U-Bahn-Zubringer:
Bloß wie?!
Das Licht hat er extra wegen mir eingeschaltet, um meine Kamera mit ihrem ungeputzten Objektiv aufs äußerste herauszufordern!
Ob das wirklich legal ist? Allein was scherts die Bauwirtschaft...
Falls es jemand, der dort wohnt, noch nicht bemerkt hat: Die U2 wird verlängert! Ob man mit 77A - U2 - U4 wirklich schneller am Schwedenplatz ist als mit dem 21er?
Der Bus quält sich im Schritttempo an den abgestellten Fahrzeugen vorbei:
So ein Bau-LKW ist aber auch breit:
Bald haben wir unser Ziel, die Schleife bei der Stadlauer Brücke, erreicht:
Bus ersetzt Bim, die 317te:
Stillleben:
Auch in die Gegenrichtung Busse über Busse:
Das Gefühl war im Mai 08 halt doch noch ein anderes, hier mit einem Oldtimer 11er oder A einzufahren:
"S" wie Straßenbahn? Leider nein.
Wie lange es die Schleife wohl noch geben wird? Im Moment dient sie immerhin noch als Autobusschleife:
Und das sehen wir dort nie wieder:
So wird es nun endgültig Nacht über der 21er Strecke:
R.I.P 21er!
Zur Diskussion: Endzeitstimmung auf Strecke 21 Teil 2
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von 13er (06.02.2009, 02:18)
06.02.2009, 02:05#2
Endzeitstimmung auf Strecke 21 Teil 2
Diskussion zu Endzeitstimmung auf Strecke 21 Teil 2
06.02.2009, 02:34#3
ZitatOriginal von 13er
Nur in Pripjiat ist es schöner: [...]
Dafür ist hier die Strahlenbelastung geringer.
ZitatAber die Schleife schaut interessanter aus: [...]
Gleiches gilt für den "abgeschnittenen" Mast nahe dem linken Bildrand.

Beste Grüße
VT
EDIT: Tipp-Ex
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von VT 5081 (06.02.2009, 02:35)
06.02.2009, 03:17#4
Sehr liebevoll und umfassend gestaltete Reportage, auch die Begleittexte sind sehr gut verfasst! 
Danke dafür!
Danke dafür!
06.02.2009, 06:15#5
Die Fahrverbotstafel bei der Schleife Stadlauer Brücke(ausgenommen Straßenbahn) passt wie die Faust aufs Aug 

06.02.2009, 13:30#6
Sehr schöne (bezieht sich nicht auf den Inhalt
) Reportage und gut gewählte Motive!

) Reportage und gut gewählte Motive!
07.02.2009, 13:22#7
ZitatOriginal von 171
Die Fahrverbotstafel bei der Schleife Stadlauer Brücke(ausgenommen Straßenbahn) passt wie die Faust aufs Aug
Kannst ja jeden Bus anzeigen, der dort durchfährt!

07.02.2009, 14:23#8
07.02.2009, 21:05#9
ZitatOriginal von hema
ZitatOriginal von 171
Die Fahrverbotstafel bei der Schleife Stadlauer Brücke(ausgenommen Straßenbahn) passt wie die Faust aufs Aug
Kannst ja jeden Bus anzeigen, der dort durchfährt!
Ich glaube, den Bus wird das kaum interessieren, ob er angezeigt wird, oder nicht. SCNR

08.02.2009, 21:05#10
Bezogen auf was sie zeigen, sind sie nicht schön, Deine Fotos. Wie Du es zeigst, gefällt aber ganz außerordentlich.
Cui bono?!
Es fällt noch immer schwer, die Beweggründe nachzuvollziehen, die zur Auflassung dieser Linie geführt haben.
Cui bono?!
Es fällt noch immer schwer, die Beweggründe nachzuvollziehen, die zur Auflassung dieser Linie geführt haben.
08.02.2009, 22:06#11
Bestemmverhalten sturer "Besserwisser von Rathaus' Gnaden"! 

09.02.2009, 09:38#12
ZitatOriginal von marienthaler
Es fällt noch immer schwer, die Beweggründe nachzuvollziehen, die zur Auflassung dieser Linie geführt haben.
Es fällt genau so schwer, nachvollziehbare (und stichhaltige!) Gründe für diverse U-Bahn-Verlängerungen zu finden... ob der U-Bahn-Wahn wohl ein Ende gefunden hätte, wenn uns die amerikanische Wirtschaftskrise stärker getroffen hätte?
09.02.2009, 10:50#13
ZitatOriginal von 95B
... ob der U-Bahn-Wahn wohl ein Ende gefunden hätte, wenn uns die amerikanische Wirtschaftskrise stärker getroffen hätte?
Keine Spur davon, wenn man in die neue Rathaus-Jubel-Propaganda-Postille schaut*), die jetzt grad im Postkastl war!

Die lassen uns eher Fensterkitt fressen, als dass sie ihre U-Bahn-Gier aufgeben. Und die Mehrheit des Wahlvolkes ist blöd genug und hupft das mit!

Nachdem die laufende Pro-Kopf-Belastung durch U-Bahn-Bau, Erhaltung und Betriebsabgang die gesamte Steuerleistung eines Durchschnittsverdieners locker übertrifft, ist den Leuten anscheinend alles recht. Anleihen an die Zukunft und die gigantische Belastung von Kind und Kindeskind kratzen niemand! Die armen müssen dereinst ihre ganze Wirtschaftsleistung für die Tilgung unserer Schulden aufwenden, ohne Garantie, es je zu schaffen, oder den kompletten Bankrott von Staat(en) und ihrer selbst durchstehen.
*) Braun-Allergiker aufpassen, sie grinst schon wieder/noch immer!
09.02.2009, 23:17#14
Nein hema, ich glaube nicht, dass eine so emotional und ins Persönliche gehende Diskussion uns der Beantwortung der Frage
Was mich interessieren würde ist herauzufinden, warum die Zukunft des öffentlichen Verkehrs in Wien 'Bus' und nicht 'Straßenbahn' heißt (Dass man auf die U-Bahn setzt verstehe ich auf Grund der 50%-Mitfinanzierung durch den Bund ja noch - Wer schenkt schon gerne Geld her?).
Übrigens: bei allen möglichen Verbesserungspotentalen da und dort, sehe ich Wien im internationalen Vergeleich (London! Berlin!) als eine gut verwaltete Stadt.
näher bringt.ZitatOriginal von marienthaler
Cui bono?!
Was mich interessieren würde ist herauzufinden, warum die Zukunft des öffentlichen Verkehrs in Wien 'Bus' und nicht 'Straßenbahn' heißt (Dass man auf die U-Bahn setzt verstehe ich auf Grund der 50%-Mitfinanzierung durch den Bund ja noch - Wer schenkt schon gerne Geld her?).
Übrigens: bei allen möglichen Verbesserungspotentalen da und dort, sehe ich Wien im internationalen Vergeleich (London! Berlin!) als eine gut verwaltete Stadt.
10.02.2009, 00:54#15
ZitatOriginal von marienthaler
Was mich interessieren würde ist herauzufinden, warum die Zukunft des öffentlichen Verkehrs in Wien 'Bus' und nicht 'Straßenbahn' heißt
So tragisch sehe ich die Zukunft nicht, schließlich werden mit der veränderten Trassierung der Linie 26 und der wohl auch kommenden Linie 25 auch schon in naher Zukunft neue Straßenbahnprojekte in Wien verwirklicht. Ebenso wird auch Geld in modernes Rollmaterial investiert.
Dass mehr immer geht ist mir durchaus bewusst, aber "das Ende" ist das nun wirklich nicht.
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von Nikolai (10.02.2009, 00:58)
10.02.2009, 01:53#16
ZitatOriginal von marienthaler
(Dass man auf die U-Bahn setzt verstehe ich auf Grund der 50%-Mitfinanzierung durch den Bund ja noch - Wer schenkt schon gerne Geld her?).
Diese Argumentation habe ich noch nie verstanden. Wenn der Bund das gesamte Projekt finanzieren würde, wäre das ja etwas Anderes. Aber von den 900 Mio für die U2-Verlängerung bis Stadion sind immer noch 450 von der Stadt Wien... was man damit alles (Sinnvolles!) tun hätte können.
Das ist so als wenn ich mir beim Hartlauer eine Digicam um 500 Euro kaufe, obwohl ich eigentlich keine neue gebraucht hätte, nur weil der Hartlauer sie um 200 Euro reduziert hat - ich habe mir zwar 200 Euro erspart, aber 300 habe ich trotzdem ausgegeben für etwas, das ich gar nicht brauche.
10.02.2009, 08:57#17
ZitatOriginal von marienthaler
Übrigens: bei allen möglichen Verbesserungspotentalen da und dort, sehe ich Wien im internationalen Vergeleich (London! Berlin!) als eine gut verwaltete Stadt.
Das wird bezüglich des ÖV auch durch den Modal Split bestätigt (2007: 35%)
10.02.2009, 09:27#18
ZitatOriginal von Webmaster Gerardo
Das wird bezüglich des ÖV auch durch den Modal Split bestätigt (2007: 35%)
Jedoch könnte man, anstatt sich des guten Modal Splits ständig bloß zu rühmen, Maßnahmen setzen, um das Verhältnis weiter zu verbessern. Eventuell ist ja auch der ÖV-Anteil am Modal Split so hoch, weil in Wien nichts für den Radverkehr getan wird?
10.02.2009, 09:53#19
ZitatOriginal von 95B
Jedoch könnte man, anstatt sich des guten Modal Splits ständig bloß zu rühmen, Maßnahmen setzen, um das Verhältnis weiter zu verbessern. Eventuell ist ja auch der ÖV-Anteil am Modal Split so hoch, weil in Wien nichts für den Radverkehr getan wird?
Vollste Zustimmung, aber meiner Ansicht nach sollte bei dieser Ausgangslage nicht ständig der "wir-stehen-kurz-vorm-Abgrund"-Ton eingeschlagen werden. Aber was wäre denn Wien ohne Raunzen und Jammern

10.02.2009, 10:53#20
ZitatOriginal von Webmaster Gerardo
Vollste Zustimmung, aber meiner Ansicht nach sollte bei dieser Ausgangslage nicht ständig der "wir-stehen-kurz-vorm-Abgrund"-Ton eingeschlagen werden. Aber was wäre denn Wien ohne Raunzen und Jammern
Wir stehen nicht am Abgrund, aber in Wien ist halt seit 20 Jahren nix mehr weitergegangen. Die Stadt stagniert einfach – also jetzt auf die Verkehrspolitik bezogen.