Endzeitstimmung auf Strecke 21 Teil 2
39 Beiträge · Seite 2 von 2
10.02.2009, 12:48#21
ZitatOriginal von 95B
Eventuell ist ja auch der ÖV-Anteil am Modal Split so hoch, weil in Wien nichts für den Radverkehr getan wird?
Der ist deshalb so hoch, weil das der Wert für den (morgendlichen) Berufsverkehr ist, wo auch die Schüler dazuzählen, die dank "Freifahrt" auch kurze Schulwege nicht mehr zu Fuß gehen! Am gesamten Verkehrsgeschehen ist der Anteil kleiner.
In den "flachen" Teilen Wiens ist der Radverkehrsanteil gar nicht so schlecht, im "Gebirge" wird er sich nicht so leicht steigern lassen. Machen tut man eh was, nur lauter Blödsinn halt und kaum brauchbare Möglichkeiten das Rad als echtes Verkehrsmittel (auf der Fahrbahn!) zu verwenden. Viel Geld, wenig Effekt! Außer halt viel Zores für alle, wie ma's g'wohnt san.

10.02.2009, 13:45#22
ZitatOriginal von Linie 41
Wir stehen nicht am Abgrund, . . .
Nein, gestern standen wir am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter.

10.02.2009, 13:50#23
ZitatOriginal von Revisor
ZitatOriginal von Linie 41
Wir stehen nicht am Abgrund, . . .
Nein, gestern standen wir am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter.![]()
Und ich stand SO kurz davor, genau dieses zu posten

10.02.2009, 15:27#24
ZitatOriginal von Revisor
Nein, gestern standen wir am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter.![]()
"Im Prinzip, nein...!!!

Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Linie 41 (10.02.2009, 15:28)
10.02.2009, 16:11#25
Irgendwie frage ich mich schon, wieso genau die Städte in denen der Radfahreranteil extrem hoch ist ein unglaublich konsequent ausgebautes Radwegenetz haben...
Als Beispiel kenne ich persönlich Münster in Westfalen, dort ist so ziemlich jeder mit dem Rad unterwegs. Dafür gibt es in jeder stärker befahrenen Straße einen Radweg auf jeder Straßenseite, der nur im Bereich von Bushaltestellen leicht vom Fahrbahnrand zurückschwenkt. Radfahrer gelten dort als die uneingeschränkten Herrscher dieses Bereichs, wer an der Ampel wartet oder sonstwie den Radweg überqueren will schaut erst einmal sehr genau ob irgendwo ein Radfahrer in Sicht ist. Auch die (an sich ziemlich rabiaten) Autofahrer achten bei Kreuzungen sehr auf den Radverkehr.
Gar so schlecht können Radwege wohl nicht sein.
Meine persönliche Meinung: solange Autofahrer nicht ausgeprägt Rücksicht auf Radfahrer nehmen sind Radfahrer die bei Kruzungen aufpassen auf Radwegen immer noch weit sicherer dran als auf der Fahrbahn wo man leicht mit 20cm "Sicherheitsabstand" von Autos überholt wird oder sich gar noch über Straßenbahnschienen freuen darf. Die sind einerseits eine rein praktische Gefahrenquelle (Sturzgefahr beim Abbiegen) und andererseits ist es eine unglaubliche psychische Belastung, eine Straßenbahn hinter sich picken zu haben und nicht ausweichen zu können.
Daß die Radwege in Wien überwiegend ein schlechter Scherz sind ist ein völlig anderer Kaffee.
Als Beispiel kenne ich persönlich Münster in Westfalen, dort ist so ziemlich jeder mit dem Rad unterwegs. Dafür gibt es in jeder stärker befahrenen Straße einen Radweg auf jeder Straßenseite, der nur im Bereich von Bushaltestellen leicht vom Fahrbahnrand zurückschwenkt. Radfahrer gelten dort als die uneingeschränkten Herrscher dieses Bereichs, wer an der Ampel wartet oder sonstwie den Radweg überqueren will schaut erst einmal sehr genau ob irgendwo ein Radfahrer in Sicht ist. Auch die (an sich ziemlich rabiaten) Autofahrer achten bei Kreuzungen sehr auf den Radverkehr.
Gar so schlecht können Radwege wohl nicht sein.
Meine persönliche Meinung: solange Autofahrer nicht ausgeprägt Rücksicht auf Radfahrer nehmen sind Radfahrer die bei Kruzungen aufpassen auf Radwegen immer noch weit sicherer dran als auf der Fahrbahn wo man leicht mit 20cm "Sicherheitsabstand" von Autos überholt wird oder sich gar noch über Straßenbahnschienen freuen darf. Die sind einerseits eine rein praktische Gefahrenquelle (Sturzgefahr beim Abbiegen) und andererseits ist es eine unglaubliche psychische Belastung, eine Straßenbahn hinter sich picken zu haben und nicht ausweichen zu können.
Daß die Radwege in Wien überwiegend ein schlechter Scherz sind ist ein völlig anderer Kaffee.
10.02.2009, 18:50#26
ZitatOriginal von Paul Posch
Schöne Bilder trotz des traurigen Anlaßes. Aber dennoch wäre mir dass viel - viel lieber:
Wo ist denn das Bild aufgenommen worden?
Ich finde den scharfen Knick der Oberleitung rechts unten interessant, den man am Boden (Gleise) nicht findet (vermutlich außerhalb des Bilds).
10.02.2009, 18:57#27
ZitatOriginal von ibi
Wo ist denn das Bild aufgenommen worden?
Von einem Parkdeck des Stadioncenters aus.
10.02.2009, 22:02#29
Danke!
11.02.2009, 02:22#30
ZitatOriginal von WeSt
Gar so schlecht können Radwege wohl nicht sein.
Du hast mich falsch verstanden. Der Radweg muss ein Teil der Fahrbahn sein und kein Alibi-Parcours um Schickers Radwegstatistik aufzumotzen!

Was man zumeist antrifft ist teuer, gefährlich und erfüllt wohl kaum echte Verkehrsbedürfnisse!
Zitat
Daß die Radwege in Wien überwiegend ein schlechter Scherz sind ist ein völlig anderer Kaffee.
Siehst du. Jetzt sagst du es selber!

11.02.2009, 11:39#31
ZitatDu hast mich falsch verstanden. Der Radweg muss ein Teil der Fahrbahn sein und kein Alibi-Parcours um Schickers Radwegstatistik aufzumotzen!
Jetzt verstehe ich was du meinst - ich dachte du seist ein Vertreter der Fraktion "Radwege sind per definitionem gefährlich, Radfahrer müssen unbedingt mit dem MIV auf der gleichen Fahrbahn fahren!" (das vertritt beispielsweise Gerald Svetelsky in der Stadtverkehrsliste sehr vehement).
Ich möchte aber trotzdem betonen, daß auch Gehsteigradwege gut sein können wenn sie nicht in Schlangenlinien gebaut werden. Ein rares Beispiel wie Radwege in deutschen Radstädten meistens aussehen kann man gut in der Marchfeldstraße im 20. Bezirk sehen.
Das ultimative Negativbeispiel ist dafür der Ring mit seinen gigantischen Schlangenlinien.
11.02.2009, 11:45#32
ZitatOriginal von WeSt
Das ultimative Negativbeispiel ist dafür der Ring mit seinen gigantischen Schlangenlinien.
Der sowieso. Selbst als Fußgänger sehe ich die Bodenmarkierungen nicht immer richtig und gehe am falschen Weg... als Radfahrer hab ich wenigstens eine Klingel

Die 2er-Linie ist leider auch nicht viel besser. Der Radweg ist so eng, dass man kaum vernünftig fahren kann. Außerdem ständig auf gefährliche Auto-Rechtsabbieger achten, ganz schlimm bei der Neustiftgasse. Ab der Mariahilfer Straße ist er nicht nur ein Witz, sondern zudem extrem gefährlich - die Autos rasen im Abstand von wenigen Zentimetern vorbei. Aber eine Spur opfern? Niemals!
11.02.2009, 18:23#33
ZitatAb der Mariahilfer Straße ist er nicht nur ein Witz, sondern zudem extrem gefährlich - die Autos rasen im Abstand von wenigen Zentimetern vorbei. Aber eine Spur opfern? Niemals!
Siehst du, und deswegen favorisiere ich Radwege, bei denen zwischen Radweg und Fahrbahn noch parkende Autos stehen, idealerweise mit einem gewissen Schutzstreifen damit Radfahrer keine plötzlich aufgehenden Autotüren mitnehmen.
11.02.2009, 18:42#34
ZitatOriginal von WeSt
ZitatAb der Mariahilfer Straße ist er nicht nur ein Witz, sondern zudem extrem gefährlich - die Autos rasen im Abstand von wenigen Zentimetern vorbei. Aber eine Spur opfern? Niemals!
Siehst du, und deswegen favorisiere ich Radwege, bei denen zwischen Radweg und Fahrbahn noch parkende Autos stehen, idealerweise mit einem gewissen Schutzstreifen damit Radfahrer keine plötzlich aufgehenden Autotüren mitnehmen.
Allerdings darf man dann beim Befahren eines solchen Konstrukts vor blindlings in Seitengassen abbiegenden Autofahrern Angst haben... :-/
Beste Grüße
VT
11.02.2009, 18:44#35
ZitatOriginal von VT 5081
ZitatOriginal von WeSt
ZitatAb der Mariahilfer Straße ist er nicht nur ein Witz, sondern zudem extrem gefährlich - die Autos rasen im Abstand von wenigen Zentimetern vorbei. Aber eine Spur opfern? Niemals!
Siehst du, und deswegen favorisiere ich Radwege, bei denen zwischen Radweg und Fahrbahn noch parkende Autos stehen, idealerweise mit einem gewissen Schutzstreifen damit Radfahrer keine plötzlich aufgehenden Autotüren mitnehmen.
Allerdings darf man dann beim Befahren eines solchen Konstrukts vor blindlings in Seitengassen abbiegenden Autofahrern Angst haben... :-/
Das ist allerdings der einzige Nachteil, aber den kann man zuumindest bei halbwegs übersichtlichen Kreuzungen durch erhöhte Aufmerksamkeit als Radfahrer ausgleichen.
09.04.2010, 21:57#36
Appendix: Linie A(gestrichen) bei der Stadlauer Brücke ...
10.04.2010, 10:59#37
RE: Endzeitstimmung auf Strecke 21 Teil 2
OT:
Den Fahrer kenne ich sogar. (so wie viele andere auf dieser Linie)
Und was heute auf der Schleife steht:
ZitatOriginal von 13er
Hauptsache U-Bahn-Zubringer
Den Fahrer kenne ich sogar. (so wie viele andere auf dieser Linie)
Und was heute auf der Schleife steht:
13.09.2010, 12:37#38
Das war hier mal ein schöner Beitrag! Aber eben leider ein Nachruf...
Da ist es natürlich traurig, dass das Nordbahnhofsgelände nicht erschlossen wurde: http://gruene.blog2.at/2009/06/30/keine-bim-d…-nordbahnhofgelande/
Da ist es natürlich traurig, dass das Nordbahnhofsgelände nicht erschlossen wurde: http://gruene.blog2.at/2009/06/30/keine-bim-d…-nordbahnhofgelande/
13.09.2010, 12:58#39
ZitatOriginal von Linedrive
[...]
Bevor du hier zu schreiben beginnst, solltest du dich einmal mit den Forenregeln vertraut machen.

