Konkreter Vorschlag Pläne für den Störungsfall
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20.03.2009, 23:46#1
Nachdem meine Freundin letztens in eine 1er-Teilung hineingeraten ist habe ich mir überlegt, daß eigentlich all jene, die nicht so wie wir ÖV-Freaks quasi einen Netzplan auswendig im Kopf haben die Information bei Störungen ziemlich minimal ist. Konkretes Beispiel: 38er wird wegen einer Betriebsstörung in der Währingerstraße zum Zimmermannplatz umgeleitet. Welcher Normalfahrgast weiß, wo der Zimmermannplatz ist und wie der Zug dieses Ziel erreicht? Auch die Umgebungspläne usw. an der Haltestelle helfen einem kaum weiter. Ähnlich ist es bei über Kai umgeleiteten D-Wagen - das wissen nur Stammfahrgäste.
Mein Vorschlag daher: anstelle der "Alles ist gut"-Zettel Routenskizzen mit allen Abelnkungs- und Kurzführungsmöglichkeiten der dort verkehrenden Linien. Das würde zumindest die Anzahl der unfreiwillig scheiternden Fahrgäste verringern (echten DAFs ist eh nicht zu helfen).
Mein Vorschlag daher: anstelle der "Alles ist gut"-Zettel Routenskizzen mit allen Abelnkungs- und Kurzführungsmöglichkeiten der dort verkehrenden Linien. Das würde zumindest die Anzahl der unfreiwillig scheiternden Fahrgäste verringern (echten DAFs ist eh nicht zu helfen).
21.03.2009, 00:01#2
Ich kann mir gerade nur schwer vorstellen, wie du das meinst. Möchtest du z.B. Hst. Währinger Straße (5, 33, 37, 38) einen Plan reingeben, dass der 5er zum Schottentor abgelenkt werden kann und 37/38 zum Zimmermannplatz (incl. Skizze, wo das ist)? Oder möchtest du z.b. in der Hst. Lange Gasse (5, 33) aufhängen, dass hier auch 37 und 38 vorbeikommen könnten?
21.03.2009, 00:03#3
RE: Pläne für den Störungsfall
Ich denke, das wäre für gerade einmal geschätzte 8 % aller Fahrgäste eine Hilfe, für den Rest zu kompliziert oder unbekannt. Außerdem nutzt mir das herzlich wenig, wenn ich den Zug mit einer "unbekannten" Beschilderung einfahren sehe und dann erst auf diesem Plan nachsehen müsste.
Als Alternative schlage ich schlicht und einfach eine bessere Zielbeschilderung vor. Wenn z.B. ein Zug am Zimmermannplatz wendet, dann soll Alser Straße
am Display stehen und nicht Zimmermannplatz
. Und wenn ein Zug abgelenkt wird, dann soll die letzte reguläre Haltestelle zumindest als via angegeben werden, z.B. 38 Spitalgasse > Alser Straße
oder 38 Alser Straße
über Spitalgasse (Die Pfeil-Lösung, wie sie etwa beim Postbus verwendet wird, wird jedoch bei den Wiener Linien nicht funktionieren, weil die Zeichen < und > ja mit
und
belegt sind.). In diesem Fall sind längere Zieltexte durchaus sinnvoll.
Als Alternative schlage ich schlicht und einfach eine bessere Zielbeschilderung vor. Wenn z.B. ein Zug am Zimmermannplatz wendet, dann soll Alser Straße
oder 38 Alser Straße
über Spitalgasse (Die Pfeil-Lösung, wie sie etwa beim Postbus verwendet wird, wird jedoch bei den Wiener Linien nicht funktionieren, weil die Zeichen < und > ja mit
und
belegt sind.). In diesem Fall sind längere Zieltexte durchaus sinnvoll. 21.03.2009, 00:27#4
Meine Idee wäre gewesen, beispielsweise an allen Haltestellen der Linie 38 eine Skizze auszuhängen, die einerseits die Schleife beim Bahnhof Gürtel enthält und andererseits die Strecke Spitalgasse - Alserstraße - Zimmermannplatz. Nicht unbedingt für den Zeitpunkt, an dem bereits der umgeleitete Zug einfährt, sondern damit man sich im Voraus, wenn man beim Warten eh nichts zu tun hat, informieren kann. Beziehungsweise auch wenn man einen Zug mit unbekannter Zielanzeige sieht, kann man ja immer noch den Folgezug abwarten und sich inzwischen informieren, was es damit auf sich hat.
Noch konkreter fände ich es auch sinnvoll, an der regulären Haltestelle des 1ers am Kärntner Ring FR. Stefan-Fadinger-Platz einen Hinweis auszuhängen, daß bei Kurzführungen die Züge der Linie 1 von der Haltestelle der Linie 62 abfahren (bzw. das aufs FGI-Display zu schreiben, bei der Oper gibt es sogar die Bahnsteigbezeichnungen vom Vorwegweiser, es würde also genügen "1 Stefan-Fadinger-Platz fährt auf Bahnsteig X!"
Noch konkreter fände ich es auch sinnvoll, an der regulären Haltestelle des 1ers am Kärntner Ring FR. Stefan-Fadinger-Platz einen Hinweis auszuhängen, daß bei Kurzführungen die Züge der Linie 1 von der Haltestelle der Linie 62 abfahren (bzw. das aufs FGI-Display zu schreiben, bei der Oper gibt es sogar die Bahnsteigbezeichnungen vom Vorwegweiser, es würde also genügen "1 Stefan-Fadinger-Platz fährt auf Bahnsteig X!"
21.03.2009, 00:39#5
ZitatOriginal von WeSt
Meine Idee wäre gewesen, beispielsweise an allen Haltestellen der Linie 38 eine Skizze auszuhängen, die einerseits die Schleife beim Bahnhof Gürtel enthält und andererseits die Strecke Spitalgasse - Alserstraße - Zimmermannplatz. Nicht unbedingt für den Zeitpunkt, an dem bereits der umgeleitete Zug einfährt, sondern damit man sich im Voraus, wenn man beim Warten eh nichts zu tun hat, informieren kann.
Meine Meinung: Schaut sich keine Sau an. Die, die es sich durchlesen, sind davon entweder noch mehr verwirrt ("Ich dachte, die 38 fährt zum Schottentor?") oder sie wussten es schon vorher.
Die Menschen sind heute teilweise schon so schlecht im sinnerfassend lesen und denken, dass schon die normale Zielanzeige und das Liniensignal überfordert. Dann kommt noch dazu, dass man gerade auf den GTL-Linien eben diesen Zielanzeigen die längste Zeit überhaupt nicht mehr vertrauen konnte. Insofern kann man's den Menschen auch nicht verdenken, dass sie die gleich vollständig ignorieren: Ich würde als normaler Fahrgast auch blöd schauen, wenn ein 72er die Althanstraße entlang fährt.
Aber die Idee, die Sigischleife mit "Alser Straße U" zu kennzeichnen, halte ich für eine ausgesprochen gute! Noch dazu schmeißen die Fahrer von der Jörgerstraße kommend die FG ohnehin bei der U6 raus ("bitte alle aussteigen, dieser Zug wird kurzgeführt"). In die andere Richtung merkt man's durch das Abbiegen, dass der Zug nicht bis Hernals fährt

22.03.2009, 22:28#6
RE: Pläne für den Störungsfall
ZitatOriginal von schaffnerlos
Als Alternative schlage ich schlicht und einfach eine bessere Zielbeschilderung vor.
Die Leute lesen das nicht...
Der effektivste Weg wäre, das Fahrpersonal davon zu überzeugen, dass es sinnvoll ist, bei abweichender Linienführung die Fahrgäste mehrmals mittels Durchsagen auf die Abweichung aufmerksam zu machen. Die unerwartete (weil nicht kaidahafte) Stimme über den Innenlautsprecher hat noch die beste Chance, wahrgenommen zu werden. Andere Dinge wie Zielanzeigen, unverständliche Informationslautsprecher-Durchsagen oder kryptische VFGI-Texte haben da klar das Nachsehen.
Ein Beispiel aus letzter Zeit: Ein Richtung Engelsplatz fahrender 2er musste verspätungsbedingt zum Praterstern abgelenkt werden. Zielanzeige "Praterstern S U", VFGI-Text "Praterstern S U", Kaidaphon Heinestraße: "Der Zug fährt Praterstern." Bei der Heinestraße ist der Wagen noch gut gefüllt, jedoch muss der Fahrer aussteigen, da die Weiche nicht mitgespielt hat und auf halbem Weg stecken geblieben ist. Das Stellmanöver dauert etwas länger, in der Zwischenzeit kommt jemand daher und will mit schwerem Gepäck bei der Tür 1 einsteigen. Ich erkläre dem Beförderungsfall nicht unleise, er solle sich überlegen, ob er sein Gepäck wirklich hineinwuchten wolle, da dieser Zug über die Heinestraße zum Praterstern führe. Das bekommen nun auch einige andere Beförderungsfälle mit, ich wiederhole daher mein Sprüchlein. Da steigt der Fahrer gerade wieder ein und erkennt die Unsicherheit der Fahrgäste. Er sagt über Innenlautsprecher durch, dass sein Zug zum Praterstern geführt werde und die Fahrgäste Richtung Engelsplatz doch bitte den Folgezug benutzen möchten. Ja - und erst das hat gewirkt...
22.03.2009, 23:09#7
RE: Pläne für den Störungsfall
ZitatOriginal von 95B
Der effektivste Weg wäre, das Fahrpersonal davon zu überzeugen, dass es sinnvoll ist, bei abweichender Linienführung die Fahrgäste mehrmals mittels Durchsagen auf die Abweichung aufmerksam zu machen.
Bei allen Ablenkungen, wo ich in letzter Zeit dabei war, wurde etwas durchgesagt! "Dieser Zug wird kurzgeführt. Bitte aussteigen!" o.ä.
23.03.2009, 06:37#8
Ohne wie ein Leierkasten klingen zu wollen - aber auch für solche Umleitungen und Kurzführungen sind meines Erachtens schematische Netzpläne die beste und einfachste Informationsmöglichkeit. Aufgehängt in Zügen und an Haltestellen kann sich so jeder selbst die Routenführung der umgeleiteten Linie suchen.
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von Nikolai (23.03.2009, 06:39)
23.03.2009, 08:48#9
ZitatOriginal von Nikolai
Aufgehängt in Zügen und an Haltestellen kann sich so jeder selbst die Routenführung der umgeleiteten Linie suchen.
Die Leute lesen das nicht...
23.03.2009, 10:41#10
RE: Pläne für den Störungsfall
ZitatOriginal von schaffnerlos
. . . . dann soll die letzte reguläre Haltestelle zumindest als via angegeben werden, z.B. 38 Spitalgasse > Alser Straße. . . .
Genau so sollte es sein! In diesem Fall sollten die Zieltexte zweizeilig sein, in der ersten Zeile die letzte Haltestelle auf der regulären Linie und in der zweiten Zeile nach einem Pfeil das Fahrtziel (bei Ablenkungen und Einziehfahrten). Man könnte ja einen schönen Pfeil als Sonderzeichen designen und auf irgend eine "unnötige" Taste legen (z.B. auf %). Ab der letzten Haltestelle auf der gewohnten Strecke sollte dann nur mehr einzeilig das Fahrtziel stehen.
Z.B. ein 5er zum Schwedenplatz:
. . . . . . . . . Am Tabor
. . . . .
SchwedenplatzBei Umleitungen steht in der zweiten Zeile eine "über"-Info. Wird z.B. der 5er über den 21er umgeleitet,
steht dann:
. . . . . . . . . Praterstern
. . . . . . über Heinestraße
Fährt er über 38 und D, dann:
. . . . . . . . . Praterstern
. . .über Liechtenwerder Platz
Im gleichen Aussehen sollte es dann auch auf den FGI-Displays zu sehen sein! Das ist kurz und prägnant, mehr liest und versteht niemand. Alle weiteren Informationen können nur per Durchsage erfolgen, wer's dann nicht kapiert hat eben Pech gehabt (und wird auf den Beschwerdeweg verwiesen
).Sollten wir in (ferner?) Zukunft brauchbare Displays an den Haltestellen bekommen, bei denen nach auswärtigem Vorbild eine Extra-Zeile für Info(lauf)text vorhanden ist, kann man ja genauere Angaben durchlaufen lassen, etliche werden aber auch da nur "Bahnhof" verstehen.
23.03.2009, 12:34#11
RE: Pläne für den Störungsfall
ZitatOriginal von hema
Genau so sollte es sein! In diesem Fall sollten die Zieltexte zweizeilig sein, in der ersten Zeile die letzte Haltestelle auf der regulären Linie und in der zweiten Zeile nach einem Pfeil das Fahrtziel (bei Ablenkungen und Einziehfahrten). Man könnte ja einen schönen Pfeil als Sonderzeichen designen und auf irgend eine "unnötige" Taste legen (z.B. auf %). Ab der letzten Haltestelle auf der gewohnten Strecke sollte dann nur mehr einzeilig das Fahrtziel stehen.
Vergebliche Liebesmüh, die Leute lesen das nicht... und man kann es ihnen nicht verübeln, denn wie oft sind falsche Brosebänder und falsche Zielschilder zu sehen? Und gerade im Störungsfall stimmt die Information oft überhaupt nicht; da wird mit umgeklapptem Zielschild oder Leerfeld gefahren oder stur das momentan gar nicht erreichbare Normalziel angezeigt.
Dieser Missstand ist zuerst in den Griff zu bekommen, bevor man den Beförderungsfällen das Lesen der Zielinformation wieder beibringen will!

23.03.2009, 13:53#12
RE: Pläne für den Störungsfall
ZitatOriginal von 95B
Dieser Missstand ist zuerst in den Griff zu bekommen, bevor man den Beförderungsfällen das Lesen der Zielinformation wieder beibringen will!
Das ist sowieso klar, aber die Information am und im Zug ist jene, die noch am meisten beachtet wird - im Gegensatz zu Aushängen, RBL-Säulen usw.
Durchsagen alleine sind zu wenig; erstens, weil sie immer nur zu einem bestimmten Zeitpunkt erfolgen (im Gegensatz zur permanenten Anzeige) und zweitens, weil auch auf hörbehinderte Fahrgäste Rücksicht genommen werden muss - gerade im Störungsfall, denn im Normalbetrieb haben sie eh kaum Probleme.
23.03.2009, 14:51#13
RE: Pläne für den Störungsfall
ZitatOriginal von schaffnerlos
Das ist sowieso klar, aber die Information am und im Zug ist jene, die noch am meisten beachtet wird - im Gegensatz zu Aushängen, RBL-Säulen usw.
Blöderweise ist die Information im Zug aber auch bisweilen recht dürftig - Stichwort LED-E2. Und selbst wenn sie da wäre, würde ich mich nicht darauf verlassen, dass sie stimmt. Eine unangekündigt angezeigte Kurzführung glaube ich erst, wenn ich den Grund für die Routenänderung weiß oder die entsprechend gestellte Weiche sehe... davor kann's auch alles andere sein. Noch ein Beispiel dazu: Ein D-Wagen beim Südbahnhof fuhr mit dem Ziel Augasse weg. Sein tatsächliches Ziel war aber Nussdorf. Nur hatte der abgelöste Fahrer den ablösenden Fahrer nicht darüber informiert, dass im IBIS noch die Zielfolge der Kurzführung drinnen war. Der ablösende Fahrer warf bei der Wagenübernahme auch keinen Blick auf die Außenanzeige... und in der Fahrerkabine bemerkte er es erst, als das Kaidaphon "Augasse, Endstation" verkündete, was ihn stutzig machte. Und dann dauerte es noch etliche Haltestellen, bis Zielfolge, Ziel und Ansage wieder stimmten, weil man ja zwischen den notwendigen Bedienschritten am IBIS-Gerät auch ein bisschen fahren sollte.
23.03.2009, 18:18#14
RE: Pläne für den Störungsfall
ZitatOriginal von WeSt
Mein Vorschlag daher: anstelle der "Alles ist gut"-Zettel Routenskizzen mit allen Abelnkungs- und Kurzführungsmöglichkeiten der dort verkehrenden Linien. Das würde zumindest die Anzahl der unfreiwillig scheiternden Fahrgäste verringern (echten DAFs ist eh nicht zu helfen).
Gute Idee - alleine für die Linie 1 gibt es aber insgesamt an die 30 (!) offizielle Umleitungs- und Kurzführungsvarianten ... da musst Du die Zettel schon sehr klein drucken.

23.03.2009, 20:17#15
RE: Pläne für den Störungsfall
ZitatOriginal von hema
Bei Umleitungen steht in der zweiten Zeile eine "über"-Info. Wird z.B. der 5er über den 21er umgeleitet,
steht dann:
. . . . . . . . . Praterstern
. . . . . . über Heinestraße
Fährt er über 38 und D, dann:
. . . . . . . . . Praterstern
. . .über Liechtenwerder Platz
"Über"-Infos sind immer ein Problem, da sie auch dann angezeigt werden, wenn der Zug schon über die angegebene "Über-Haltestelle" hinaus ist. Technisch wäre es ja kein Problem nach der entsprechenden Haltestelle die Über-Info wegzulassen, nur ist es derzeit leider nicht der Fall.
23.03.2009, 20:23#16
RE: Pläne für den Störungsfall
ZitatOriginal von umweltretter
Technisch wäre es ja kein Problem nach der entsprechenden Haltestelle die Über-Info wegzulassen, nur ist es derzeit leider nicht der Fall.
Die derzeit verwendete RBL-Software schafft das nicht... da müsste man eben am laufenden Band überschildern.
27.03.2009, 13:38#17
Über-Infos bergen halt (wie beim Liechtenwerder Platz im Beispiel) das Problem, daß Fahrgäste die nur regelmäßig auf einer bestimmten Linie unterwegs sind erst einen Stadtplan zücken müßten und suchen wo sich der entsprechende Platz befindet... nicht jeder hat einen Überblick über die Geographie und die Straßennamen Wiens wie ein Taxifahrer. Die meisten Schreiber hier haben durch ihr Hobby eine ausgesprochen gute Netzkenntnis der Straßenbahn, aber ein Durchschnittsfahrgast, der jeden Tag mit dem 38er zum Schottentor und retour fährt und ab und zu noch beim Gürtel in die U6 umsteigt, aber nie mit dem 43er oder 44er unterwegs ist oder gar in der Nähe wohnt, hat keine Ahnung wo sich der Zimmermannplatz befindet.
Was die Kurführungsmöglichkeiten es 1ers betrifft: das ist wirklich ziemlich extrem, aber es muß doch irgendeine Möglichkeit geben, gestrandeten Fahrgästen zu vermitteln, über welche Alternativrouten sie an ihr Fahrziel gelangen können und wo sie bei geteilter Linienführung wieder einsteigen können!
Sonst wird es immer wieder passieren, daß Fahrgäste bei der Bellaria aus dem Zug fliegen und keine Ahnung haben, daß sie beispielsweise mit der U2 zum Karlsplatz fahren und dort in der Haltestelle der Linie 62 wieder in den 1er einsteigen könnten, oder bei einer Störung in der inneren Währingerstraße mit dem 43er und der U6 zum 40er oder 41er (Haltestelle vor der U-Bahn-Station) bzw. mit dem 43er bei der Spitalgasse wieder zum 37er oder 38er kommen und bleiben brav als DAFs stehen und warten wie die Opferlämmer bis der Betrieb wieder aufgenommen wird.
Oder ist die einzige Lösung, ständig einen möglichst aktuellen Stadtplan eingesteckt zu haben und bei jeder Störung selber Alternativrouten zu suchen?
Selbst dann findet man noch nicht unbedingt heraus, daß 40er und 41er bei Kurzführungen bei der Volksoper nicht ihre regulären Haltestellen einhalten sondern die vom 40A. Oder 37 und 38 FR 19. Bezirk bei der Spitalgasse die vom 5er und 33er. Da krankt es irgendwie an Information seitens der Wiener Linien, auch wenn es genügend Voll-DAFs gibt die diese Information dann ignorieren würden, es gibt genügend Leute denen das helfen würde.
Was die Kurführungsmöglichkeiten es 1ers betrifft: das ist wirklich ziemlich extrem, aber es muß doch irgendeine Möglichkeit geben, gestrandeten Fahrgästen zu vermitteln, über welche Alternativrouten sie an ihr Fahrziel gelangen können und wo sie bei geteilter Linienführung wieder einsteigen können!
Sonst wird es immer wieder passieren, daß Fahrgäste bei der Bellaria aus dem Zug fliegen und keine Ahnung haben, daß sie beispielsweise mit der U2 zum Karlsplatz fahren und dort in der Haltestelle der Linie 62 wieder in den 1er einsteigen könnten, oder bei einer Störung in der inneren Währingerstraße mit dem 43er und der U6 zum 40er oder 41er (Haltestelle vor der U-Bahn-Station) bzw. mit dem 43er bei der Spitalgasse wieder zum 37er oder 38er kommen und bleiben brav als DAFs stehen und warten wie die Opferlämmer bis der Betrieb wieder aufgenommen wird.
Oder ist die einzige Lösung, ständig einen möglichst aktuellen Stadtplan eingesteckt zu haben und bei jeder Störung selber Alternativrouten zu suchen?
Selbst dann findet man noch nicht unbedingt heraus, daß 40er und 41er bei Kurzführungen bei der Volksoper nicht ihre regulären Haltestellen einhalten sondern die vom 40A. Oder 37 und 38 FR 19. Bezirk bei der Spitalgasse die vom 5er und 33er. Da krankt es irgendwie an Information seitens der Wiener Linien, auch wenn es genügend Voll-DAFs gibt die diese Information dann ignorieren würden, es gibt genügend Leute denen das helfen würde.
27.03.2009, 15:25#18
Das, was auf der Anzeige drauf steht, muss auch in der Liste der Haltestellen (an der Haltestelle selbst, im Wageninneren oder im Fahrplanbuch) zu finden sein. Das sollte ein Grundprinzip sein.
Hier krankt es schon im Normalzustand, dass die Namen der Endstation oft unterschiedlich sind, zum Beispiel 'Hütteldorf' und 'Bujattigasse'. Beste Lösung: In der Haltestellenliste ggf. einen Doppelnamen verwenden, also '49 Hütteldorf' anzeigen und 'Hütteldorf, Bujattigasse' in der Liste.
Man muss verschiedene Situationen unterscheiden:
Kurzführung eines Zuges: Hier ist die letzte bzw. nächstgelegene reguläre Haltestelle anzuzeigen. Zum Beispiel '43 Alser Straße U' statt '43 Zimmermannplatz" oder 'D Kärntner Ring, Oper' statt 'D Karlsplatz, Bösendorferstraße'.
Ablenkung eínes Zuges ohne Rückkehr auf die Stammstrecke: Hier ist ebenfalls die letzte reguläre Haltestelle anzuzeigen. Wenn platzmäßig möglich bzw. sinnvoll, auch das momentane Fahrtziel. Zum Beispiel '2 Praterstern S U über Heinestraße' oder '2 Heinestraße > Praterstern S U'. Manchmal kann es sinnvoll sein, zuerst nur die letzte reguläre Haltestelle anzuzeigen und dann erst das Ablenkungsziel (zum Beispiel '6 Knöllgasse', danach '6 Stefan-Fadinger-Platz').
Ausrück- und Einziehfahrten sinngemäß.
Ablenkung mit Rückkehr auf Stammstrecke: Das ist schwierig, weil es drei relevante Informationen (nebst dem Fahrtziel) gibt: letzte noch reguläre, erste wieder reguläre Haltestelle sowie befahrene Umleitungsstrecke. Das lässt sich nicht darstellen, hier muss man sich auf das via beschränken, also beispielsweise 'D Nußdorf über Schwedenplatz U'.
Kurzführung und Weiterfahrt mit SEV: Hier ist das reguläre Endziel mit einem Vermerk auf den SEV anzuschreiben, eine ev. Weiterfahrt ist erst danach anzuzeigen. Beispiel: 'O Praterstern S U, BUS ab Hintere Zollamtsstr.' und danach "O Prater, Hauptallee'. Oder ein Spezialfall: '37 Grinzing, BUS bis Hohe Warte'.
Kurzführung bzw. Ablenkung aller Züge ohne SEV: '49 Baumgarten, Kein Betrieb bis Hütteldorf'
Hier krankt es schon im Normalzustand, dass die Namen der Endstation oft unterschiedlich sind, zum Beispiel 'Hütteldorf' und 'Bujattigasse'. Beste Lösung: In der Haltestellenliste ggf. einen Doppelnamen verwenden, also '49 Hütteldorf' anzeigen und 'Hütteldorf, Bujattigasse' in der Liste.
Man muss verschiedene Situationen unterscheiden:
Kurzführung eines Zuges: Hier ist die letzte bzw. nächstgelegene reguläre Haltestelle anzuzeigen. Zum Beispiel '43 Alser Straße U' statt '43 Zimmermannplatz" oder 'D Kärntner Ring, Oper' statt 'D Karlsplatz, Bösendorferstraße'.
Ablenkung eínes Zuges ohne Rückkehr auf die Stammstrecke: Hier ist ebenfalls die letzte reguläre Haltestelle anzuzeigen. Wenn platzmäßig möglich bzw. sinnvoll, auch das momentane Fahrtziel. Zum Beispiel '2 Praterstern S U über Heinestraße' oder '2 Heinestraße > Praterstern S U'. Manchmal kann es sinnvoll sein, zuerst nur die letzte reguläre Haltestelle anzuzeigen und dann erst das Ablenkungsziel (zum Beispiel '6 Knöllgasse', danach '6 Stefan-Fadinger-Platz').
Ausrück- und Einziehfahrten sinngemäß.
Ablenkung mit Rückkehr auf Stammstrecke: Das ist schwierig, weil es drei relevante Informationen (nebst dem Fahrtziel) gibt: letzte noch reguläre, erste wieder reguläre Haltestelle sowie befahrene Umleitungsstrecke. Das lässt sich nicht darstellen, hier muss man sich auf das via beschränken, also beispielsweise 'D Nußdorf über Schwedenplatz U'.
Kurzführung und Weiterfahrt mit SEV: Hier ist das reguläre Endziel mit einem Vermerk auf den SEV anzuschreiben, eine ev. Weiterfahrt ist erst danach anzuzeigen. Beispiel: 'O Praterstern S U, BUS ab Hintere Zollamtsstr.' und danach "O Prater, Hauptallee'. Oder ein Spezialfall: '37 Grinzing, BUS bis Hohe Warte'.
Kurzführung bzw. Ablenkung aller Züge ohne SEV: '49 Baumgarten, Kein Betrieb bis Hütteldorf' 31.05.2009, 00:41#19
ZitatDie derzeit verwendete RBL-Software schafft das nicht... da müsste man eben am laufenden Band überschildern.
Das von den WL verwendete IVU.fleet (ehemals BON) sowie das DFI-Modul IVU.realtime (ehemals BON.tip) beherrschen durchaus sich ändernde Zieltexte, nachdem ein Via-Punkt durchfahren wurde. Ich nehm mal die Linie 1 als Beispiel. Ab Stefan-Fadinger-Platz könnte Prater, Hauptallee via
Karlsplatz geschildert werden, ab Karlsplatz dann ... via
Schottentor und ab Schottentor dann nurmehr Prater, Hauptallee.Es ist einfach ein Datenpflege-Aufwand, wenn an den jeweiligen Routen das Ziel für ein bestimmtes Routenstück geändert werden muss.
ZitatMan muss verschiedene Situationen unterscheiden: [..]
Die von dir aufgeführten Betriebssituationen können jeweils vom RBL abgebildet werden. Es sind im Grunde schon definierte Anwendungsfälle, m.E. fehlt da nur die entsprechende Pflege der Anzeige-Daten.
Zum Thema Kurzwende. Die Anzeige des korrekten Ziels, also Zimmermannplatz aufm 43er oder eben Bösendorferstraße müsste einfach in der Routenbearbeitung maskiert werden, und zwar, wie von dir richtig geschrieben, eben mit
Alser Straße oder eben
Karlsplatz.Die Umleitung mit Rückkehr auf die Originalroute ist relativ simpel. Auf allen Anzeigern bis zum 1. Punkt der Umleitung steht das reguläre Ziel nebst Hinweis Umleitung ab XYZ. Alternativ läßt sich das "Umleitung ab" auch mit einem griffigen Symbol darstellen, wie es z.B. bei den Dresdner Verkehrsbetrieben mit einem Pfeil gemacht wird.
Das Problem in Wien ist leider, dass man die DFI-Anzeigen nicht mit Lauftexten versehen kann, die am Anzeiger vernünftig visualisiert werden. Sonst wäre dort bspw. der Hinweis "Linie D: Umleitung ab Börse bis Schwarzenbergplatz über
Schwedenplatz" ideal. Am Zieltext selbst müsste nicht viel geändert werden.Viele Grüße, Tatra83
31.05.2009, 00:51#20
WL-Vortrag zum Thema RBL/Störungsbeseitigung
Ein Mitarbeiter der Wiener Linien hielt in 2007 den folgenden Vortrag im Rahmen der Arbeitsgruppe ITCS in Hannover.
http://www.ag-itcs.de/download/OKT_07/Hochreiter.pdf
Viele Grüße, Tatra83
http://www.ag-itcs.de/download/OKT_07/Hochreiter.pdf
Viele Grüße, Tatra83