C1-Spezialitäten
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05.09.2009, 19:49#41
ZitatOriginal von Ottakring
Außerdem erhielten die Türen nach einigen Jahren gelbe Warnschilder "Achtung kürzere Mittelstufe" (hatten glaube ich die T2,L3 und c2 auch noch, die c3 wurden aber m.W. bereits mit durchgenden Trittbrettern und entsprechenden Spalten in den Falttüren geliefert).
Ich nehme an, daß diese Pickerln nach Unfällen angebracht werden mußten.
Kurze Mittelstufen hatten neben den C/C1 nur die T2 und die c2 bis 1070. Alle anderen Wagen wurden bereits mit durchgehender Mittelstufe und Schlitzen in den Falttüren geliefert.
16.11.2009, 20:29#42
17.11.2009, 09:08#43
Die C1 wirkten gegenüber allen anderen Wagen mit DÜWAG-(ähnlichen) Türen schlanker, weil sie sich nicht nur am Heck (Typen E, E1, F), sondern auch am Bug stark verjüngen. Und auch die Innenraumaufteilung, die stehenden Fahrgästen nicht viel Platz ließ, mag zu dem Eindruck beigetragen haben, dass der C1 weniger breit sei als andere Ein-Richtungs-Fahrzeuge.
09.12.2009, 20:15#44
Ja, tatsächlich war ja der Raum für die stehenden Fahrgäste durch die Einzelsitze deutlich schmäler als bei den Wagen mit Doppelsitzbänken. Die "Klappsitze" waren ja auch so eine Besonderheit (aber die hatten glaube ich die c2 auch noch. Auffällig ist ja auch, daß die Sitzplatzkapazität der "Großraumwagen" (22) eingentlich kleiner war als etwa die eines M (24).
31.01.2010, 14:08#45
Damit der Film zum Entwickeln gebracht werden konnte, habe ich die letzten Aufnahmen immer verschossen. Freiwillig hätte ich einen Vollwerbewagen niemals abgelichtet - leider aus heutiger Sicht.
26.02.2010, 20:40#47
Die Fahrmotoren der C1 (Type GLM 25 B) hatten eine technische Besonderheit, die es m.W. in Wien sonst nur bei den Z gab. Diese Maschinen hatten - wie bei Gleichstrom-Straßenbahnmotoren üblich - 4 Hauptpole, aber nur 3 Wendepole. Für den 4. Wendepol war kein Platz, der Raum wurde für die Treibachse benötigt (Tatzlagerantrieb!).
Wenn jetzt jemand einwendet: "aber Tatzlagerantrieb hatten doch damals fast alle Straßenbahntriebwagen" - ja, aber bei C1 und Z waren die Motoren kleiner und die Drehgestelle so kompakt gebaut, dass der Abstand zwischen Ankerwelle und Treibachse deutlich kleiner war als bei K, M & Co. Somit nahm man wahrscheinlich in Kauf, dass wegen der fehlenden 4. Wendepolspule die Kommutierung bei einer oder zwei Bürsten etwas schlechter war.
Wenn jetzt jemand einwendet: "aber Tatzlagerantrieb hatten doch damals fast alle Straßenbahntriebwagen" - ja, aber bei C1 und Z waren die Motoren kleiner und die Drehgestelle so kompakt gebaut, dass der Abstand zwischen Ankerwelle und Treibachse deutlich kleiner war als bei K, M & Co. Somit nahm man wahrscheinlich in Kauf, dass wegen der fehlenden 4. Wendepolspule die Kommutierung bei einer oder zwei Bürsten etwas schlechter war.
26.02.2010, 21:10#48
ZitatOriginal von Wattman
Die Fahrmotoren der C1 (Type GLM 25 B) hatten eine technische Besonderheit, die es m.W. in Wien sonst nur bei den Z gab. Diese Maschinen hatten - wie bei Gleichstrom-Straßenbahnmotoren üblich - 4 Hauptpole, aber nur 3 Wendepole. Für den 4. Wendepol war kein Platz, der Raum wurde für die Treibachse benötigt (Tatzlagerantrieb!).
Wenn jetzt jemand einwendet: "aber Tatzlagerantrieb hatten doch damals fast alle Straßenbahntriebwagen" - ja, aber bei C1 und Z waren die Motoren kleiner und die Drehgestelle so kompakt gebaut, dass der Abstand zwischen Ankerwelle und Treibachse deutlich kleiner war als bei K, M & Co. Somit nahm man wahrscheinlich in Kauf, dass wegen der fehlenden 4. Wendepolspule die Kommutierung bei einer oder zwei Bürsten etwas schlechter war.
Ich habe einen anderen Einwand: Die C1 hatten keinen Tatzlager- sondern Federscheibenantrieb. Jene Antriebsscheiben gaben dann auch zu größeren Problemen und einem Gerichtsverfahren Anlaß. Dieser Streit endete mit einem Vergleich.
26.02.2010, 21:35#49
ZitatOriginal von Revisor
Ich habe einen anderen Einwand: Die C1 hatten keinen Tatzlager- sondern Federscheibenantrieb. Jene Antriebsscheiben gaben dann auch zu größeren Problemen und einem Gerichtsverfahren Anlaß. Dieser Streit endete mit einem Vergleich.
Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil - bin eben noch ein Grünschnabel!

Ja natürlich, es war kein Tatzlagerantrieb, aber das mit den 3 Feldspulen stimmt. Daran kann ich mich noch aus meiner Zeit als Ferialpraktikant in der ZW erinnern.
Federscheibenantrieb - ist das nicht eine Abart des Séchéron-Lamellenantriebs und war dieser nicht für das "hechelnde" Geräusch der C1 bei schneller Fahrt verantwortlich?
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Wattman (26.02.2010, 21:36)

