Schüttgleis Autokaderstraße

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27.09.2009, 23:17#21
Hier dieselbe Stelle wie 1979 mit dem 6307 vor dem Blockheizwerk der Wohnhausanlage. Dahinter nach links abzweigend die Schlossergasse. Wo heute die vielen Mülltonnen stehen, befand sich 1981 die Abzweigeweiche. Wie man sieht, ist der Bereich dahinter, wo früher der Übergang zu den Vignolschienen war, vollkommen pflanzlich durch Bäume, Sträucher, Unkraut und Brennesseln überwuchert.
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27.09.2009, 23:27#22
Etwas näher zur ehemaligen Abzweigeweiche. Die 8t-Beschränkung bei der Einfahrt in die Schlossergasse und die Straßentafel "Autokaderstraße" stehen unverändert. Letztere ist allerdings bereits von Pflanzen fast überwachsen. 1981 befand sich dort noch eine Wiese. Wo heute die Mülltonnen stehen, befand sich am Photo vom 24.9.1981 der 6326+7506+7508.
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27.09.2009, 23:35#23
Im unmittelbaren ehm. Weichenbereich liegen heute sogar noch die Pflastersteine, sodaß man die Lage der ehm. Weiche noch sehr gut erkennen kann. Hinter der letzten, grauen Abfallbox steht, auf dem Bild jedoch nicht erkennbar, noch der Pflock zum Anbringen der Sperrkette(siehe Bild mit 6326 und Diensthütte vom 24.9.1981 weiter oben).
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27.09.2009, 23:41#24
Hier der Blick von der anderen Seite. Die beiden gelben Pföcke zum Absterren der Einfahrt in den Vignolschienenbereich stehen noch heute. Von der daran befestigten Absperrkette ist allerdings nichts mehr zu sehen. Wie man auch deutlich sieht, ist ein weiteres, unmittelbares Abschreiten des ehm. Gleises vorerst nicht möglich, da dieser Bereich von Brennesseln und dichtem Buschwerk bedeckt wird.
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27.09.2009, 23:51#25
Nach dem Umgehen des Dickichts geht es hier nun wieder ungefährt dort, wo früher das stromaufwärts führende Gleis Richtung heutigem Marchfeldkanal gelegen ist, weiter. Das Gleis ist etwa dem heutigen Fußweg entlang den Gartenzäunen gefolgt. Weiter oben ist das Photo, das etwa an derselben Stelle mit dem 6326+7063+7061 am 17.7.1981 aufgenommen worden ist.

Auf dem alten Photo ist rechts neben dem Zug vor dem Gartenzaun die Tafel "Schutt u. Müll Ablagerung verboten" zu erkennen. Auf dem heutigen Bild kann man die Überreste dieser ehem. Tafel (d.h. die Stange) noch deutlich erkennen. Unmittelbar rechts davon schließt sich am rechten Bildrand heute wieder Dickicht an, das es 1981 noch nicht gegeben hat.
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27.09.2009, 23:54#26
Hier der heutige Fußweg (ehm. Gleistrasse) etwas weiter Richtung Marchfeldkanal. Knapp nachdem der Fußweg hinter den heutigen Bäumen verschwunden ist, quert heute am Bild nicht erkennbar der Marchfeldkanal die ehemalige Gleistrasse.
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28.09.2009, 00:13#27
An derselben Stelle ein Blick in die entgegengesetzte Richtung, zurück zur Autokaderstraße und Prager Straße, mit einem Wohnblock der Wohnhausanlage im Hintergrund.
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28.09.2009, 00:44#28
Hier in der Nähe muß sich seinerzeit das Gleisende befunden haben. Auf dem Bild sieht man zwischen dem Standort des Photographen und den Siedlungshäusern den Marchfeldkanal. Heute gibt es nur einen schmalen begehbaren Weg am linken Ufer des Marchfeldkanals. Der Bereich zwischen diesem Weg und der Einzingergasse ist Dickicht. Am ehesten kann man noch auf Google Maps erahnen, wo sich seinerzeit etwa das Gleis befunden hat.
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28.09.2009, 00:53#29
Hier ein Link zu Google Maps:
http://maps.google.at/?ie=UTF8&ll=48.279827,16.380556&spn=0.004777,0.013787&t=h&z=17

Mit dem roten Strich habe ich versucht, in Google Maps die ungefähre Lage der ehm. Gleise einzuzeichnen:
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Autokaderstraße2.jpg
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Conducteur (28.09.2009, 00:54)
28.09.2009, 01:11#30
Hier noch zwei aktuelle Bilder vom ehemals stomabwärts führenden Ast. Alte Bilder mit Straßenbahn habe ich auf diesem Ast leider keine. In den letzten Betriebsjahren des Schüttgleises Autokaderstraße war dieser Ast auch kaum mehr von Schienenfahrzeugen in einer nennenswerten Länge befahrbar. Die Ausweiche jenseits der Schlossergasse sowie die Kreuzung mit dieser Gasse war bereits längere Zeit stillgelegt. Nur ein kurzes Stück, max. bis zur Kreuzung mit der Schlossergasse, war zur Abstellung von Wagen noch betriebsbereit.

Heute ist dieser Bereich von der Abzweigeweiche bis zur Kreuzung mit der Schlossergasse fast vollständig verwachsen. Nur an manchen Stellen kann man unter dem Dickicht noch Pflastersteine des ehm. Rillengleises erkennen. Bis über die Kreuzung mit der Schlossergasse verlief auf diesem Ast das Rillengleis.

Hier ein Blick auf die ehm. Kreuzung mit der Schlossergasse von jenseits der Schlossergasse zurück zur Abzweigeweiche und zur Autokaderstraße (im Hintergrund ist die Kreuzung sichtbar). Im Bereich des ehm. Gleises fehlt noch heute der Randstein des Trottoirs und am Straßenbelag bis zur Straßenmitte kann man noch die Lage der ehm. Gleiskreuzung erkennen. Der Vis-a-vis-Bereich ist leider komplett verwachsen. Neben dem Mast der Straßenbeleuchtung kann man aber noch einen alten Oberleitungsmast erkennen. Von rechts mündet die Tomaschekgasse in die Schlossergasse ein.
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28.09.2009, 01:23#31
Hier ein Blick in die Gegenrichtung. Die ehm. Kreuzung ist noch gut am Straßenbelag und den fehlenden Randsteinen des Trottoirs zu erkennen, dann jedoch verliert sich die Spur. Nach dem Trottoir ist später der sichtbare, kleine Erdwall errichtet worden. Dahinter befand sich nach einem kleinen Rechtsbogen die Einfahrtsweiche in die Ausweiche. Die Ausweiche selbst lag etwa parallel zur Straße. Davon sind aber heute keinen Spuren mehr sichtbar.

Die Gleisanlage in dieser Form gab es etwa ab der Zeit der Errichtung der Wohnhausanlage Ende der 60-er Jahre. Am Gleisplan von 1972 sind diese Gleise zu erkennen. Wo sich aber die Gleise davor, wie auf dem Gleisplan von Revisor aus dem Jahre 1959 ersichtlich, befanden, würde mich selbst sehr interessieren. Auch würde mich interessieren, wie weit Richtung Jedlesee das Gleis in seiner maximalen Ausdehnung verlief.
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IMG_7113z.jpg
28.09.2009, 10:49#32
Unter

http://www.bahnforum.info/smf/index.php?topic….msg489592#msg489592

findest du weitere Gleispläne des Schüttgleises Autokaderstraße. Allerdings nur für registrierte User.
28.09.2009, 17:37#33
Sehe ich richtig, dass am oberen der beiden aktuellen Bilder im Hintergrund (zwischen Peitschenlampe und Fahrverbot) ein ehemaliger Oberleitungsmast im Gemüse steht? Oder täuscht die Szenerie und der Mast hat eine andere Aufgabe?
28.09.2009, 17:50#34
Zitat
Original von 95B
Sehe ich richtig, dass am oberen der beiden aktuellen Bilder im Hintergrund (zwischen Peitschenlampe und Fahrverbot) ein ehemaliger Oberleitungsmast im Gemüse steht? Oder täuscht die Szenerie und der Mast hat eine andere Aufgabe?


Nein, du siehst schon richtig. Conducteur hat ja auch selbst geschrieben:

Zitat
Neben dem Mast der Straßenbeleuchtung kann man aber noch einen alten Oberleitungsmast erkennen.


Genau dieser ist damit gemeint.
29.09.2009, 08:05#35
Zitat
Original von Ferry
Nein, du siehst schon richtig. Conducteur hat ja auch selbst geschrieben:

Zitat
Neben dem Mast der Straßenbeleuchtung kann man aber noch einen alten Oberleitungsmast erkennen.


Genau dieser ist damit gemeint.

Schande über mich, das hab ich doch beim Lesen glatt nicht mitbekommen. :O
29.09.2009, 17:01#36
Zitat
Original von 95B:
Sehe ich richtig, dass am oberen der beiden aktuellen Bilder im Hintergrund (zwischen Peitschenlampe und Fahrverbot) ein ehemaliger Oberleitungsmast im Gemüse steht? Oder täuscht die Szenerie und der Mast hat eine andere Aufgabe?


Genau genommen sind Deine beiden Aussagen richtig. Es ist ein ehemaliger Oberleitungsmast. Wenn man vor ihm steht, kann man noch die Reste der Oberleitungshalterung sowie ein Stück des Drahtes, an dem die Oberleitung befestigt war, erkennen, wie es ja häufig bei alten Oberleitungshalterungen vorkommt.

Daß er überlebt hat, dürfte aber seiner zweiten, heutigen Funktion zu verdanken sein. Die Peitschenlampen sind oberirdisch verkabelt, und jenes Kabel, das die Peitschenlampen verbindet und mit Elektrizität speist, ist an dem seinerzeitigen Oberleitungsmast heute (noch?) abgespannt und wird durch diesen in die Erde geleitet.

Abgesehen von den heutigen Masten für die Straßenbeleuchtung in der Autokaderstraße, an denen seinerzeit auch die Oberleitung befestigt war, sind heute keine weiteren der seinerzeit zahlreichen Oberleitunsmasten mehr zu erkennen. Diese dürften, wo nicht mehr benötigt, vollständig inklusive Fundament entfernt worden sein, soweit man das oberflächlich beurteilen kann.
30.09.2009, 23:50#37
Herzlichen Dank an Revisor für die zahlreichen Hinweise, insbesondere für den Link auf das Bahnforum, wo es bereits vor ein paar Jahren einen ähnlichen Faden gab.

Beim dortigen Betrachten des Gleisplans des Schüttgleises bei der Magdeburgstraße (heute etwa Donaustadtstraße) sind mir Zweifel an dem von mir hier weiter oben geposteten Bild mit dem 6018 gekommen. Handelt es sich wirklich um die Autokaderstraße, oder wurde das Bild irgendwo anders wie z.B. in der Magdeburgstraße aufgenommen?

Für die Autokaderstraße spricht meines Erachtens:
  • Die Silhouette im Hintergrund spricht für den Leopoldsberg
  • Das rechte der beiden Häuser im Hintergrund sieht etwa genau so aus wie das Haus hinter der Abzweigeweiche auf dem hier oben von mir geposteten Bild mit dem 6307 beim Blockheizwerk (Schornstein, Fensteranordnung, ...)
  • Beim Bereich links von den Gleisen könnte es sich um die Felder handeln, auf denen heute die Wohnhausanlage steht


Gegen die Autokaderstraße spricht meines Erachtens:
  • Das Aussehen des 6018 mit den alten Stromkupplungen und den beiden weißen Streifen; gab es diese Ausführung noch nach 1954, als lt. Bahnforum das Schüttgleis errichtet wurde?
  • Das links im Hintergrund erscheinende, riesige, mehrstöckige Haus, das mir in diesem Bereich unbekannt ist


Erkennt jemand hier in diesem Forum, um welchen Ort es sich bei diesem Bild mit dem 6018 wirklich handelt?
01.10.2009, 11:14#38
Zitat
Original von Conducteur
Gegen die Autokaderstraße spricht meines Erachtens:
  • Das Aussehen des 6018 mit den alten Stromkupplungen und den beiden weißen Streifen; gab es diese Ausführung noch nach 1954, als lt. Bahnforum das Schüttgleis errichtet wurde?
  • Das links im Hintergrund erscheinende, riesige, mehrstöckige Haus, das mir in diesem Bereich unbekannt ist

Erkennt jemand hier in diesem Forum, um welchen Ort es sich bei diesem Bild mit dem 6018 wirklich handelt?

Leider kann ich auch keine verbindliche Aussage über den Aufnahmeort tätigen. Das Gegenargument mit der alten Bremssteckdose kann ich aber entkräftien, da die SP erst viel später Elin-Dosen erhielten, der 6018 konkret 1972. Auch bei den Anstrichen war man bei den SP nicht sehr emsig, sodaß es nach dem Krieg noch einige Zeit Wagen mit der damals schon seit langem nicht mehr üblichen braunen Lackierung gab.

Ein wichtiges Argument gegen die Autokaderstraße sind allerdings die gestückelten Fensterscheiben, insbesondere das fünffach gestückelte Stirnwandfenster. So etwas dürfte es 1954 oder danach nicht mehr gegeben haben.
01.10.2009, 20:14#39
Zitat
Ein wichtiges Argument gegen die Autokaderstraße sind allerdings die gestückelten Fensterscheiben, insbesondere das fünffach gestückelte Stirnwandfenster. So etwas dürfte es 1954 oder danach nicht mehr gegeben haben.


Habe jetzt noch weiter geforscht: Im "Bahn im Bild 33 Arbeitstriebwagen" gibt es auf Seite 75 genau so einen SP, nämlich den 6014 mit den 5 gestückelten Fenstern und den beiden weißen Streifen auf der Friedensbrücke. Lt. Angaben in diesem Buch stammt das Bild von Mag. Alfred Luft aus dem Jahre 1956. Die Nummer 6018 ist nicht so weit entfernt, hatte aber keinen Kran.

Auf der Titelseite dieses Buches oben gibt es ein Bild des 6038 auf der Simmeringer Lände von Mag. Alfred Luft vom 23.3.1958. Dieser SP hat auch die 5-gliedrigen Fensterscheiben, allerdings Scherenbügel und keine Streifen. Und auf Seite 76 gibt es den 6001 mit 5-gliedrigem Fenster Stirnwandfenster und Elindose am 4.6.1973.

Andererseits scheint bei genauem Hinsehen der in Frage stehende SP 6018 noch das Stadtwappen mit Doppeladler an der Seitenverkleidung zu haben.

Ein anderes mir immer gewichtiger erscheinendes Argument gegen die Autokaderstraße ist das große Haus ganz links. Das müßte meines Erachtens mitten auf dem Grünstreifen der ehm. Schwarzen Lacke gestanden sein. Aber auch in der Siedlung dahinter (Schwarzlackenau) gibt es kein so wuchtiges Haus. Oder dieses Haus existiert mittlerweile nicht mehr? Auf www.bahnforum.info gibt es andererseits eher schlechte Bilder von hinterstellten 132 Strich am Stapel. Die großen Häuser im Hintergrund am oberen Bild kann ich leider auch nicht lokalisieren.

Habe mir die Situation auch auf der Landkarte angesehen. Auf der gedachten, geraden Verlängerung der Autokaderstraße liegt Klosterneuburg. Wenn man doch von der Annahme Autokaderstraße ausgeht, kann es sich bei den Bergen im Hintergrund also nicht um den Leopoldsberg handeln, sondern um die Berge stromaufwärts. Das wäre plausibel. Heute kann man diesen Blick leider kaum mehr genießen, denn erstens ist alles verbaut, und wo dies noch nicht ist, wachsen große Bäume, sodaß fast alles dadurch verdeckt ist.

Die gleiche Überlegung auf die Magdeburgstraße angewandt, bedeutete, daß es sich bei den Bergen im Hintergrund nur um Kaiser Ebersdorf und die Gegend um das Schloß Neugebäude handeln könnte. Dahinter verliefe die gedachte Verlängerung etwa in Südrichtung. Die nächsten Berge dahinter wären also erst um Wiener Neustadt. Das alles erscheint mir aber eher unrealistisch zu sein. Also schließe ich die Magdeburgstraße eher aus.

Welche Stellen kämen außer Autokaderstraße oder Magdeburgstraße aber noch in Frage? Wagramer Straße? Wäre das plausibel?
01.10.2009, 20:43#40
Auf mich wirkt das Bild ein wenig wie am 360er, ohne aber genaueres sagen zu können... Wo kann es noch sein? 31er in Stammersdorf? 32er?