[PM] Einstellung von Nebenbahnen befürchtet

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30.07.2014, 11:10#161
Für mich ist der öffentliche Verkehr ein derart wichtiger Bereich, der MUSS einfach ausgebaut werden, dafür bin ich im Extremfall sogar bereit, neue Schulden zu akzeptieren
Schön, dass du bereit bist, Schulden zu akzeptieren, aber du must sie ja auch nicht abzahlen. Ich glaube, dir fehlt da etwas der Überblick.

Natürlich zahlt er sie ab, aber regt sich sicherlich auch über die hoehe Steuerlast in Österreich auf. Ich bin ja schon lang dafür, dass man auf den Fahrkarten die echten Kosten aunführt, auch wenn man sie nicht direkt bezahlt. Das sollte für alle geförderten Bereiche gelten.
30.07.2014, 11:22#162
[...]gibt sogar gute Beispiele (z.B. die S3 in Kärnten auf der Rosentalbahn). ;)
Dir ist aber schon aufgefallen, dass es dort am Wochenende keinen Verkehr und am Vormittag ein Zwei-Stunden-Loch gibt?
30.07.2014, 12:01#163
[...]gibt sogar gute Beispiele (z.B. die S3 in Kärnten auf der Rosentalbahn). ;)
Dir ist aber schon aufgefallen, dass es dort am Wochenende keinen Verkehr und am Vormittag ein Zwei-Stunden-Loch gibt?
Ja, das weiß ich. ;) Dennoch ist das für mich ein Beispiel, wie man mit Nebenbahnen umgehen muss! So wie auf der Rosentalbahn ist das Mindeste, was aus Nabenbahnen gemacht werden muss. Alles besser als enstellen.
30.07.2014, 12:03#164
Ich denke wir finanzieren alle sehr viel, was wir nicht brauchen, z.B. Autobahnen, Bundes, Landes-, Forst- und sonstige Straßen ins nirgendwo hin.
Warum werden immer nur die Betriebs-'und Infrastrukturkosten der öffenrlichen Bahn -und Busbetreiber kritisiert?
Sollten wir nicht froh sein, wen weniger attraktive Gebiete auch erschlossen sind.
Wir beschweren uns über das aussterben der Orte und in den Großstädten auch der Fußgängerzonen.
Wir fahren gerne mit dem Auto in die Einkaufszentren, nur was machen wir, wenn wir sie einmal nicht mit dem eigenen Auto und auch mit einem öffentlichen Verkehrsmittel nicht erreichen.
Ach ja es gibt ja die Nachbarschaftshilfe, ich hoffe ihr kennt alle eure Nachbaren und könnt auch auf sie verlassen.
30.07.2014, 14:58#165
Die Asfinag hängt halt ihre Pampastraßen nicht an die große Glocke. :traurig: Sehr raffiniert übrigens. So könnte es die ÖBB auch machen.
Ein aktuelles Beispiel, wie verkehrt das in Österreich läuft, ist der Semmeringtunnel, der ein tolles Infrastrukturprojekt wäre, aber nicht in den Augen der "Umweltschützer*" oder was auch immer... :boese:

@29er
Da du ein konkretes Beispiel für den Pampatakt in der Schweiz haben wolltest:
S29 :P

*=Umweltschützer sollten eigentlich eher für als gegen Schienenverkehr sein :rolleyes:
30.07.2014, 15:31#166

Da du ein konkretes Beispiel für den Pampatakt in der Schweiz haben wolltest:

Ist zwar schon recht ländlich, aber dort hat man wenigstens Winterthur in der Nähe wohin die Leute die entlang der Strecke wohnen pendeln werden und für ein entsprechendes Verkehrsaufkommen sorgen. Sowas sucht man im Wald- oder Weinviertel oder sonstigen Nebenbahnen vergeblich.

Und der Schienenfreak ist sicherlich für die Einstellung dieser Linie - dort fährt ja ein böses privates EVU welches er aus Prinzip ablehnt. :D
30.07.2014, 20:59#167

Und der Schienenfreak ist sicherlich für die Einstellung dieser Linie - dort fährt ja ein böses privates EVU welches er aus Prinzip ablehnt. :D
Tsk... :D Eher bin da ich "aus Prinzip" gegen Einstellung von Strecken (Auch wenn ich natürlich auch hier alles in den Händen des Staats sehen würde.) ;)
21.08.2014, 19:52#168
und außerdem werden demnächst wieder Schienen und Schwellen verlegt - bis zur Rübenkampagne Anfang September soll alles wieder wie vorher sein.
Woher hast du das? Da müsste jedenfalls dann eine Eisenbahnkreuzung (welcher Art auch immer) mit der im Bau befindlichen Umfahrung Mistelbach geschaffen werden, und da hege ich schon starke Zweifel.

Mittlerweile sind die Bauarbeiten so gut wie abgeschlossen. Bilder gibt es hier: http://www.bahnforum.info/smf/index.php?topic=3044.msg1613136#msg1613136
13.11.2014, 01:00#169
Die für Fahrplanwechsel genannten Streckeneinstellungen in Niederösterreich sind offenbar vom Tisch. Die Einstellung der Zayatalbahn wurde um ein Jahr auf Dezember 2015 verschoben, jene der Pulkautalbahn zwischen Pernhofen und Zellerndorf sogar auf Dezember 2016: http://landesbahn.at/
16.11.2014, 09:15#170
Mittlerweile sind die Bauarbeiten so gut wie abgeschlossen
Gottseidank sind meine Befürchtungen nicht eingetroffen. Habe den Rübenzug schon selbst bewundern können.
10.04.2015, 12:01#171
Die haben auch so gut wie aufgehört, da wegen der "Einsparung" beim Heer so gut wie alle Panzer aus der Bolfraskaserne abgezogen wurden.

Ein paar Panzer scheinen sie doch noch zu haben, denn heute werden am Nachmittag sieben Panzerhaubitze und ein Bergepanzer bei der Laderampe bei der M-City verladen. Könnte wohl einer der letzten Militärtransporte werden wenn die Strecke wirklich im Dezember einstellt werden soll.
10.06.2015, 20:47#172
Zitat von (Pressemeldung Parlamentskorrespondenz, 11.06.14)
Verkehrsausschuss setzt sich für Erhalt von Regionalbahnen ein
Nachdem das Burgenland sich Ende April bereit erklärt hat, der ÖBB die Eisenbahnstrecke Oberwart-Friedberg zum Weiterbetrieb abzukaufen, nahm sich am 10.06.15 auch der Verkehrsausschuss des Nationalrats der Regionalbahnen an. Einstimmig verabschiedeten die Abgeordneten einen abgeänderten Grünen-Antrag als Entschließung, bundesweit wirtschaftliche Lösungen zum Fortbestand von Nebenbahnen zu finden. Verkehrsminister Alois Stöger bekannte sich in dem Zusammenhang zur Stärkung der regionalen Schieneninfrastruktur mit Bundesmitteln, er sieht aber auch Bundesländer und Verkehrsverbünde gefordert, den Bahnbetrieb in ländlichen Regionen sicherzustellen. Eine Bürgerinitiative zum Erhalt der Bahnverbindung Oberwart-Friedberg wurde in diesem Themenblock miterledigt.
Deutlich sprach sich Verkehrsminister Stöger im Ausschuss für eine Stärkung der Schienen-verbindungen in den Regionen aus. Die Übernahme der Bahnstrecke Eisenbahnverbindung Oberwart-Friedberg durch das Land Burgenland zeige, betonte er, dass der Weiterbestand von Regionalbahnen vielfach von der Bereitschaft der Länder abhänge. Obwohl das Verkehrsressort regionale Privatbahnen mit 25 Mio. € pro Jahr unterstütze, bräuchten sie zum langfristigen Überleben auch die Mitwirkung der Bundesländer, etwa durch Auftragsvergaben.
Fraktionsübergreifend begrüßten die Abgeordneten die Anstrengungen auf Bundes- und Landesebene, Nebenbahnen zu erhalten. Von Investitionen in regionale Bahninfrastrukturen profitiere nicht nur die regionale Wirtschaft, hob beispielsweise Grünen-Verkehrssprecher Georg Willi hervor, gute Bahnanbindungen erleichterten der Bevölkerung auch den Umstieg von der Straße auf die Schiene. Da für den Weiterbestand der Strecke Oberwart-Friedberg mit eine späteren Ausweitung bis nach Ungarn nunmehr eine erfolgreiche Lösung gefunden sei, wie SPÖ-Mandatar Johann Hell sagte, sollten bei weiteren Regionalbahnstrecken ebenso Möglichkeiten für einen Fortbestand geprüft werden. Diese Forderung ist auch der Kern der Entschließung, die der Ausschuss auf Grundlage eines abgeänderten Grünen-Antrags fasste; einer Bürgerinitiative zu dieser Thematik wurde miterledigt.
Auf Vertagung einigte sich die Ausschussmehrheit von SPÖ und ÖVP bei den Anträgen von Grünen und NEOS zum Thema Lärmbelastung durch Schienengüterverkehr. Abgeordneter Georg Willi (G) empfiehlt als lärmmindernde Maßnahmen neben einem Lärmsanierungs-programm für Schienenfahrzeuge und Förderungen für die technische Nachrüstung von Güterwagen auch Trassenpreise, die nach Lärmemissionen gestaffelten sind. Dadurch würde sich der Einsatz lärmreduzierter Waggons auch finanziell lohnen. Zudem sei die Schienenverkehrslärm-Immissionsschutzverordnung so zu überarbeiten, dass die lärmtechnische Sanierung größeres Gewicht bekommt (1056/A(E)). Veraltete Bremstechnologien erachten die NEOS als die Hauptquelle der Lärmemissionen im Güterverkehr auf der Schiene, die es zu beheben gilt, weswegen sie einen obligatorischen Einsatz lärmarmer Klotzbremsen mit Kunststoffsohlen anregen (1102/A(E)).
Tatsächlich bilde Lärm das einzige Akzeptanzproblem des Schienenverkehrs, räumte Verkehrsminister Stöger ein, daher ergreife man vielfältige Maßnahmen um die Lärmbelastung in diesem Bereich zu reduzieren. Insgesamt stelle das Verkehrsressort in den nächsten Jahren 100 Mio. € dafür bereit. Johann Hell führte die Lärmschutzinitiativen bei der Bahn noch weiter aus, von Lärmschutzwänden entlang der Schienenstrecken bis zu leiseren Bremssystemen in den Fahrzeugen. Er bemerkte aber auch, Lärmschutz im internationalen Schienengüterverkehr sei wenig zielführend, wenn nur Österreich seine Eisenbahnen umbaut. Willi nahm diesen Faden auf und erinnerte, von der Europäischen Union gebe es Förderungen zum Umbau alter Waggons. Die Republik täte gut daran, meinte der Grünen-Abgeordnete, aus diesem 260 Mio. € schweren Fördertopf zu schöpfen
28.01.2016, 21:50#173
In Zwettl hat der Museums-Lokalbahnverein jetzt Teile des Bahnhofs gemietet, damit bei Sonderfahrten den Fahrgästen Warteraum, WCs, etc. zur Verfügung gestellt werden kann.
04.06.2016, 19:55#174
Die haben auch so gut wie aufgehört, da wegen der "Einsparung" beim Heer so gut wie alle Panzer aus der Bolfraskaserne abgezogen wurden.

Ein paar Panzer scheinen sie doch noch zu haben, denn heute werden am Nachmittag sieben Panzerhaubitze und ein Bergepanzer bei der Laderampe bei der M-City verladen. Könnte wohl einer der letzten Militärtransporte werden wenn die Strecke wirklich im Dezember einstellt werden soll.
Totgesagte leben länger, denn am vergangenen Donnerstag gab es wieder eine Bedienung der Laderampe. Diesmal wurden zwei Maschinen vom Tüpl Allentsteig aus überstellt.
04.06.2016, 21:38#175
Die haben auch so gut wie aufgehört, da wegen der "Einsparung" beim Heer so gut wie alle Panzer aus der Bolfraskaserne abgezogen wurden.

Ein paar Panzer scheinen sie doch noch zu haben, denn heute werden am Nachmittag sieben Panzerhaubitze und ein Bergepanzer bei der Laderampe bei der M-City verladen. Könnte wohl einer der letzten Militärtransporte werden wenn die Strecke wirklich im Dezember einstellt werden soll.
Totgesagte leben länger, denn am vergangenen Donnerstag gab es wieder eine Bedienung der Laderampe. Diesmal wurden zwei Maschinen vom Tüpl Allentsteig aus überstellt.
Ja, einige hundert Meter sind noch in Betrieb (als Anschlussbahn?). Der Rest der Strecke Richtung Hohenau wartet auf eine ungewisse Zukunft.
04.06.2016, 22:07#176
Gemäß Einstellungsbescheid(ausgestellt vom BMVIT am 11.12.2016) gilt die "dauernde Betriebseinstellug" auf der Lokalbahn Korneuburg<->Hohenau von Km 53,765<>Km 79,380,wobei die ÖBB beabsichtigt,den Absschnitt von Km 79,380<>Km 77,794 in ein Bahnhofgleis des Bahnhofes Hohenau umzuwidmen(um nicht mehr benötigte Waggons dort abzustellen).
Die Strecke bis Km 53,764 ist nach wie vor eine öffentliche Eisenbahn.