Streit über Pflaster der Höhenstraße
48 Beiträge · Seite 3 von 3
23.01.2010, 12:05#41
ZitatOriginal von Taxiorange
Das verlinkte, scheinbar riesige Bild, funktioniert nicht.
Welches? Das aus Stuttgart hab' ich grad erfolgreich "angetestet".
Beste Grüße
VT
23.01.2010, 14:13#42
Jetzt hab ich's auch reingekriegt.
LG
LG
23.08.2010, 12:24#43
*ausgrabundentstaub(hust,hust)*
Heute konnte ich sehen das die Bauarbeiten auf der Höhenstraße begonen haben.
Heute konnte ich sehen das die Bauarbeiten auf der Höhenstraße begonen haben.
26.08.2010, 20:45#44
Muss dich korrigieren: Das ist die Cobenzlgasse.
08.07.2013, 13:24#46
*Thread aus aktuellem Anlaß ausgrab*
Beste Grüße
VT
Höhenstraße: Schäden bei Test-Pflasterung
Drei Jahre schwelt nun schon der Konflikt um die geplante Sanierung der Höhenstraße. Deshalb wurden 2010 zwei Teststrecken eingerichtet. Auf dem Pflaster-Probebelag sind nun erste Schäden aufgetreten, sagte Matthias Holzmüller, von der MA 28.
Die Stadt favorisiert eine durchgängige Asphaltierung, das Denkmalamt macht sich für die Reparatur der historischen Pflastersteine stark. Man fühle sich deshalb in der Argumentation bestärkt, hieß es von der MA 28. Eine endgültige Entscheidung fällt aber frühestens in einem halben Jahr.
Denn die zuletzt bis Ende Juni anberaumte Testphase wurde im Einvernehmen mit den Denkmalschützern noch einmal bis Jahresende verlängert, hieß es. Bis dahin will man noch detailliertere Ergebnisse sammeln. Liefern sollen diese die besagten je 200 Meter langen Probefahrbahnen: eine in Asphalt-, die andere in Pflasterbauweise - Höhenstraße: Testphase verlängert.
MA 28: Pflasterabschnitt zeigt „Schadensbild“
Erste Zwischenresultate gibt es aber schon. Im Pflasterabschnitt zeige sich bereits ein „Schadensbild“ - und zwar vor allem in den „Kehrungen“, also Kurven, und im Steilbereich. Dabei handle es sich um „Verschuppungen“. „Das heißt, dass sich einzelne Steine drehen oder kippen, weil die Sandfugen etwa durch Regenwasser herausgespült oder durch die Sogwirkung der Reifen herausgezogen werden“, erklärte Holzmüller.
Man habe auf dem Testabschnitt bereits Instandsetzungsmaßnahmen durchführen müssen, beispielsweise „Steine wieder reinklopfen oder Fugen nachfüllen“. Beim Asphalt-Pendant könne man hingegen lediglich die „üblichen“ Abnützungen feststellen, versicherte der MA 28-Sprecher.
Denkmalschutz lief 2010 aus
Die Höhenstraße, die unter anderem Cobenzl, Kahlen- und Leopoldsberg miteinander verbindet, stand jahrelang unter Denkmalschutz. Mit Beginn 2010 lief der Schutz automatisch aus. Das Bundesdenkmalamt hält die 14,9 Kilometer lange Straße nach wie vor für denkmalwürdig und prüft eine neuerliche Unterschutzstellung. Es geht um mehr als 100.000 Quadratmeter Fahrbahnfläche, die zwischen 1934 und 1938 großteils aus Granitkleinsteinbelag errichtet wurde.
Die Stadt steht einer Sanierung nach historischem Erscheinungsbild jedoch skeptisch gegenüber - nicht zuletzt wegen der hohen Kosten. 2010 hatte der damalige SPÖ-Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker von geschätzten 30 Millionen Euro gesprochen. Zudem sei eine Fahrbahnoberfläche aus Millionen von Steinen nicht mehr zeitgemäß, wurde in der Vergangenheit wiederholt betont.
Infolge der nun festgestellten Schäden am probeweisen Pflastermosaik sieht man sich umso mehr bestätigt. „Zahlen und Fakten stärken die Verhandlungsposition“, so Holzmüller. Dennoch wird die bereits mehrmals ausgeweitete Testphase noch einmal bis Ende des Jahres verlängert.
Beste Grüße
VT
08.07.2013, 14:30#47
Zudem sei eine Fahrbahnoberfläche aus Millionen von Steinen nicht mehr zeitgemäß, wurde in der Vergangenheit wiederholt betont.In der Gunoldstraße schon?

08.07.2015, 09:13#48
Höhenstraße: Endloser Streit um Sanierung
Das historische Pflaster der Höhenstraße müsste schon seit Jahren saniert werden. Es passiert nichts, weil Stadt und Bundesdenkmalamt über den Denkmalschutz streiten. Jetzt ist das Bundesverwaltungsgericht am Zug.
Die Pflastersteine der Höhenstraße, die in der Zwischenkriegszeit verlegt wurden, sind schützenswürdig, findet das Bundesdenkmalamt - und zwar auf einer Länge von elf Kilometern. Es handle sich um eine der wenigen noch erhaltenen Ausflugsrouten, die mit ihren Brücken, der Beleuchtung und dem Millionen Granitsteine umfassenden Pflastermosaik ein wichtiges Dokument des Straßenbaus der Zwischenkriegszeit darstelle, so die Begründung.
Die Stadt wehrt sich dagegen, die Sanierung und Erhaltung der Pflastersteine sei zu teuer. Die Straßenbauabteilung würde die Höhenstraße am liebsten asphaltieren und die Pflastersteine nur auf einer Länge von etwa drei Kilometern erhalten.
Bleibe es bei elf Kilometern, würden allein die primären Sanierungskosten rund 30 Millionen Euro ausmachen. Die Asphaltierung schaffe man mit weniger als 20 Millionen. Dazu kämen bei den anfälligeren Pflastersteinen noch rund 180.000 Euro an jährlichen Erhaltungskosten. Beim Asphalt müsste man zehn bis 15 Jahren nichts investieren, heißt es von der MA 28. Außerdem seien die Pflastersteine lauter und gefährlicher für Zweiräder.
Die Stadt brachte ihre Bedenken gegen die Entscheidung des Bundesdenkmalamts ein. Die Causa liegt jetzt beim Bundesverwaltungsgericht. Eine Entscheidung steht noch aus. „Wir sind überzeugt von der Bedeutung des Objekts“, sagt hingegen der Spezialreferent Gerd Pichler vom Bundesdenkmalamt.
Langsam drängt aber die Zeit, heißt es etwa von den zuständigen Bezirken. Der Zustand der Straße verschlechtere sich zusehends. Irgendwann müsse die Höhenstraße wegen Gefahr in Verzug gesperrt werden, sagt der Bezirksvorsteher des 19. Bezirks, Adi Tiller, gegenüber Radio Wien.
