Fotos Lassallestraße aus den 30er/40er Jahren
76 Beiträge · Seite 4 von 4
26.10.2010, 04:11#61
Seit wann gibt es eigentlich die heute gebräuchlichen, ovalen Tafeln für die Straßenbahnhaltestellen, und bis wann standen die gegossenen "Haltestelle der Straßenbahn"-Exemplare?
26.10.2010, 10:32#62
ZitatOriginal von schaffnerlos
Allerdings wäre es sehr sehr aufwändig gewesen, den bestehenden Viadukt durch eine Rampe von der Donaukanalbrücke bis unter den Praterstern zu ersetzen. Vom Umstand, dass man die U1 und U2 unterqueren müsste, einmal ganz abgesehen.
Selbst ohne Unterquerung der U-Bahn-Strecken hätte man dann eine Zahnradbahn-Schnellbahn errichten müssen auf Grund der Steilheit der Rampen.
Vielleicht einen Schnellbahn-Aufuzug ala ehem. Waggon-Aufzug beim Hauptzollamt?!

ZitatOriginal von schaffnerlos
Eine Lösung wäre gewesen, wie früher den Platz nur auf einer Brücke zu überqueren und den Bahnhof nördlich des Pratersterns zu situieren, also dort, wo einmal der Nordbahnhof stand.
Und wie hätte dann die Imobiliengesellschaft mit Gleisanschluß, kurz ÖBB, dann die Millionen für die Errichtung der Gebäude, die dort jetzt entstehen, lukrieren sollen?! ...

ZitatOriginal von schaffnerlos
In diesem Fall wären aber die Umsteigerelationen kaum so bequem ausgefallen wie sie heute existieren.
DAS spielt aber in den Planungen, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle,
siehe abrücken der U6-Strecke beim Westbahnhof,
siehe Fehlplanung U1-Anschluß zum Südbahnhof,
siehe halbherzige Lösung der Stammstrecke beim Südtirolerplatz für den neuen Hauptbahnhof.
Man hat ja regelrecht den Eindruck, der Umsteigeweg soll so lange wie möglich sein, um an recht vielen Geschäften vorbei zu müssen ...
26.10.2010, 10:42#63
ZitatOriginal von dieblaue
Seit wann gibt es eigentlich die heute gebräuchlichen, ovalen Tafeln für die Straßenbahnhaltestellen, und bis wann standen die gegossenen "Haltestelle der Straßenbahn"-Exemplare?
Oval: seit den 1920ern
Guß: bis in die 1970er
Ganz genau wissen es sicher unsere Tramway-Freaks.
Es gab dann noch "Gläserne" auf der Ringstraße und kleine rechteckige Taferln "Haltestelle" auf Holzstaffeln als Notlösung bei der Umstellung 1938 von Links- auf Rechtsverkehr, die hielten sich aber auch jahrelang.
26.10.2010, 10:54#64
ZitatOriginal von moszkva tér
ZitatOriginal von 13er
Ja, der Nordbahnhof ist auf alten Fotos wunderschön... heute stehen dort irgendwelche grauslichen (Wohn-)blöcke, für die man sich selbst im Ostblock schämen würde.
Es sind großteils Büros.
Allerdings wurden die erst in den 1990ern errichtet, davor war an der Stelle 20 Jahre lang eine Brache in Top-Lage.
Falsch, der letzte Rest des Nordbahnhofes wurde 1965 abgerissen und dann danach mit der Errichtung der beiden Wohngebäude begonnen.Der Praterstern und die Nordbahnstraße waren jahrzehntelang KEINE Toplagen ...
26.10.2010, 11:01#65
ZitatOriginal von Nordbahnbertl
Der Praterstern und die Nordbahnstraße waren jahrzehntelang KEINE Toplagen ...
Sind sie's denn heute? Der Praterstern ist doch eine einzige Verkehrshölle, wie sie im Buche steht...
26.10.2010, 11:21#66
ZitatOriginal von 13er
ZitatOriginal von Nordbahnbertl
Der Praterstern und die Nordbahnstraße waren jahrzehntelang KEINE Toplagen ...
Sind sie's denn heute? Der Praterstern ist doch eine einzige Verkehrshölle, wie sie im Buche steht...
Als Verkehrshölle würde ich den Stern nicht bezeichnen, würde aber auch nur im äußersten Notfall dort wohnen wollen. Als Bürofläche (zB das neue Gebäude am Praterstern1 - die ehemalige Agip-Tankstelle) mit idealem Öffi-Anschluß ist es eine Toplage und wird mit zunehmender Verbauung des ehemaligen Kohlenbahnhofes noch steigen im Wert.
Eine Top-Top-Lage
ist die momentan noch nicht verbaute Nordseite der Nordbahnstraße:für "Innenstadt" relativ wenig Verkehr, Straßenfront südseitig, bahnseitig S-Bahn-Strecke abgerückt, Lärmschutz, kein Heizhaus-, Werkstätten- und Verschubbetrieb und -lärm mehr und ein Öffiknoten und der Prater ist mit zwei Mal umfallen erreichbar.
Somit ist das eine der vernünftigsten Imobilienverwertungen von ÖBB-Bahngelände überhaupt, auch wenn ich Krokodilstränen weine um die Heizhausanlagen dort, die Ideal für eine Aussenstelle des Technischen Museums gewesen währen.
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von Nordbahnbertl (26.10.2010, 11:23)
26.10.2010, 11:57#67
Nicht vergessen sollte man allerdings, daß die Gegend bei Durchschnittsbürgern aufgrund der starken Verbreitung roter Lichter an Lokalen nicht übermäßig beliebt ist. Ein Studienkollege von mir wohnt nahe dem Praterstern und jammert immer wie mühsam das ist.
26.10.2010, 12:02#68
ZitatOriginal von Berlin-Karlshorst
~ snip~. Manch Ecke in Wien sieht so aus, als hätten DDR Architekten nach der Wende dort eine Anstellung gefunden.
?
Herrlich, was manche "Marmeladinger"
so von sich geben ...Also,
erstens wurde der Nordbahnhof und große Teile von Wien im größten Krieg der bisherigen Weltgeschichte beschädigt bzw ganz zestört, der bekanntlicherweise von einem gewissen A.H. angezettelt wurde, der bei uns in Wien nichts wurde (verhindeter Kunstmaler) und erst als Gefreiter im Bayrischen Heer seine GRÖFAZ-Karriere begann ...
Zweitens wurden die Bombenruinen und beschädigten Bauten natürlich schon lange vor Eurer "Wende" von unseren eigenen Architekten durch (grausliche) Zweckbauten ersetzt, über deren Optik man diskutieren kann.
Ganz sicher nicht angebracht ist eine "Nostalgie" über jeden feuchten, verschimmelten Altbau mit Basena und WC am Gang und 1 1/2 Zimmer mit Kanonenofen, ohne Bad, für eine 8-köpfige Famile, so wuchsen meine Großeltern und zeitweise meine Eltern noch auf. Daher sind die beiden Eisenbahner-Wohnhäuser in der Nordbahnstraße ein "Quantensprung" gewesen für hunderte Eisenbahnerfamilien was die Wohnqualität betrifft.
Genau so war es auch in der DDR wo dessolate Zinskasernen durch Plattenbauten ersetzt wurden, um "rasch" leistbaren, zeitgemäßen Wohnraum zu schaffen.
ZitatOriginal von Berlin-Karlshorst
Der Bahnhof sieht recht großdimensioniert aus,~snip~?
Repränsentativ war er angelegt, herrliches Stiegenhaus und Kassenhalle (siehe Anhang-Bild), prunkvolle kaiserliche Wartesäale, mit Kanzleien und zahlreichen Bediensteten-Wohnungen in den DREI "Türmen", die Gleishalle hatte allerdings nur 5 Gleise und zwei schmale Seitenbahnsteige! ...
Allerdings genügte das für den Fernverkehr, als er in den 1860er-Jahren errichtet wurde, vollauf. Arbeiter wohnten (eigentlich hausten) in unmittelbarer
Umgebung iher Arbeitsstätte, "Pendler" und somit Arbeiterzüge gab es damals nicht.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Nordbahnbertl (26.10.2010, 12:08)
26.10.2010, 12:06#69
ZitatOriginal von WeSt
Nicht vergessen sollte man allerdings, daß die Gegend bei Durchschnittsbürgern aufgrund der starken Verbreitung roter Lichter an Lokalen nicht übermäßig beliebt ist. Ein Studienkollege von mir wohnt nahe dem Praterstern und jammert immer wie mühsam das ist.
Deinen Freund stört es, andere nicht, warum auch immer ...

Das Stuwerviertel ist aber schon ein Stückerl weiter vom Stern entfernt und noch dazu auf der "anderen Seite" als die Nordbahnstraße.
26.10.2010, 12:30#70
ZitatOriginal von Nordbahnbertl
ZitatOriginal von moszkva tér
ZitatOriginal von 13er
Ja, der Nordbahnhof ist auf alten Fotos wunderschön... heute stehen dort irgendwelche grauslichen (Wohn-)blöcke, für die man sich selbst im Ostblock schämen würde.
Es sind großteils Büros.
Allerdings wurden die erst in den 1990ern errichtet, davor war an der Stelle 20 Jahre lang eine Brache in Top-Lage.
Falsch, der letzte Rest des Nordbahnhofes wurde 1965 abgerissen und dann danach mit der Errichtung der beiden Wohngebäude begonnen.Der Praterstern und die Nordbahnstraße waren jahrzehntelang KEINE Toplagen ...
Nachtrag:
User moszkva tér meint wohl die Büro-Blocks an der Lassallestraße, der auf den alten Ansichten zu sehende Nordbahnhof stand aber entlang der Nordbahnstraße.
Aber er irrt bzgl der "brachliegenden" Kohlenrutschen und Gütergleise an der Lassallestraße, es wurd halt immer weniger Kohle umgeschlagen, darum konnte man auf die Front entlang der Lassallestraße dann verzichten. Der letzte Brennstoffhändler zog erst im Sommer 2009 vom Nordbahnhof-Gelände weg, weil er von Bahnseite gekündigt wurde. Toplage war die Gegend um den Kohlenrutschen-Nordbahnhof nie, nicht einmal die U1 brachte da einen Aufschwung, sogar das Kinoceter in den neuen Gebäuden dort mußte wieder schließen wegen der schlechten Frequenz.
26.10.2010, 12:32#71
Bitte Doppel-/Dreifach-Postings vermeiden 

26.10.2010, 12:53#72
ZitatOriginal von 5er-Franzi
Bitte Doppel-/Dreifach-Postings vermeiden
Guckst Du hier. Bitte! - Danke!
26.10.2010, 16:49#73
ZitatOriginal von WeSt
Nicht vergessen sollte man allerdings, daß die Gegend bei Durchschnittsbürgern aufgrund der starken Verbreitung roter Lichter an Lokalen nicht übermäßig beliebt ist. Ein Studienkollege von mir wohnt nahe dem Praterstern und jammert immer wie mühsam das ist.
Weil er schon am 10. des Monats die ganze Familienbeihilfe angebracht hat?

26.10.2010, 17:41#74
ZitatOriginal von 13er
ZitatOriginal von WeSt
Nicht vergessen sollte man allerdings, daß die Gegend bei Durchschnittsbürgern aufgrund der starken Verbreitung roter Lichter an Lokalen nicht übermäßig beliebt ist. Ein Studienkollege von mir wohnt nahe dem Praterstern und jammert immer wie mühsam das ist.
Weil er schon am 10. des Monats die ganze Familienbeihilfe angebracht hat?
Das hast du gesagt!

27.10.2010, 10:02#75
ZitatOriginal von Nordbahnbertl
Toplage war die Gegend um den Kohlenrutschen-Nordbahnhof nie, nicht einmal die U1 brachte da einen Aufschwung, sogar das Kinoceter in den neuen Gebäuden dort mußte wieder schließen wegen der schlechten Frequenz.
Das Kino musste hauptsächlich deswegen schließen, weil ca. zur selben Zeit dutzende solcher Kinozentren in Wien und Umgebung gebaut wurden. Damals wurde behauptet, dass die drei Kinozentren in der Lassallestraße, im Donauzentrum und bei der Reichsbrücke gemeinsam mehr Sitzplätze hätten, als alle wiener Kinos vor dem Multiplexboom zusammen.
"Der Markt" hat diesen Irrsinn bereinigt, leider nicht ohne zahlreiche Kollateralschäden, auch zahlreiche "kleine" Innenstadtkinos sind verschwunden. ;(
Zur Top-Lage: Was ich meinte, ist nicht, dass es eine irre Toplage wäre, wo alle wohnen und bauen wollen, wo die Wohnungen unleistbar sind. Es ist aus stadtplanerischer Sicht eine Top-Lage: zentrumsnah, gut erschlossen, Nähe zu Erholungsgebieten. Das heißt, ein riesiges Potential für eine Stadterweiterung; für eine Brache viel zu schade.
27.10.2010, 14:00#76
ZitatOriginal von moszkva tér
Das Kino musste hauptsächlich deswegen schließen, weil ca. zur selben Zeit dutzende solcher Kinozentren in Wien und Umgebung gebaut wurden. Damals wurde behauptet, dass die drei Kinozentren in der Lassallestraße, im Donauzentrum und bei der Reichsbrücke gemeinsam mehr Sitzplätze hätten, als alle wiener Kinos vor dem Multiplexboom zusammen.
Und es hat genau das Lassallenstraßenkino erwischt, weil es als einziges auf dieser Achse keinen direkten ÖV-Anschluss hatte. [frueherwarallesbesser]Mitn Beeh und Beekah warat des ned passiert![/frueherwarallesbesser]
