Konkreter Vorschlag Ampelbeeinflussung durch Straßenbahn?

32 Beiträge · Seite 2 von 2
05.02.2010, 10:22#21
Zitat
Original von 95B
62 Sonnergasse zB.


Das ist dort ganz besonders nervig, da die Ampel erstens viel zu spät auf Rot schaltet und zweitens die Rotphase selbst für einen längeren Fahrgastwechsel (den es dort praktisch eh nie gibt) zu lange ist. :evil:
05.02.2010, 11:22#22
Zitat
Original von moszkva tér
Ist das dann, wenn plötzlich für eine Sekunde oder noch kürzer das Licht ausgeht? Oder ist das nur ein schäbiger Trenner, den man gerade passiert hat?

Nein, das ist ein gewöhnlicher Trenner oder das Umpolen des Röhrenlichts. Im E1 senken die Fahrer auch kaum den Bügel, da sie dafür hinter sich greifen und nach der Bügelleine angeln müssten. Im E2 (brrrr... :D) und im Gummihund geht das bequemer mittels Schalter.
05.02.2010, 16:51#23
Zitat
Original von schaffnerlos
Findige Fahrer umgehen dies (unerlaubterweise) durch Absenken des Bügels beim Schaltkontakt.

Das habe ich noch nie beobachtet. Sicher hat es schon der eine oder andere ausprobiert, aber auf Dauer wäre das wohl jedem zu blöd.

Außerdem käme das höchstens bei einem E2 in Frage. Im E1 gibt's dreckige Finger und beim A/B riskiert sicher niemand eine Störung, falls der Bügel dann nimmer raufgeht (samt dem dann unausbleiblichen Erklärungsbedarf). Bei A1 und B1 geht es sowieso nicht.

Was eventuell geht, und auch gemacht wird, ist das Anhalten vor dem Kontakt, falls er sich in einer Haltestelle befindet. Dann bleibt so eine Ampel grün, bis der Zug die Haltestelle wieder verlässt. Aber seit längerer Zeit werden deshalb Kontakte nach Möglichkeit so weit hinten montiert, dass das nicht geht.
05.02.2010, 18:42#24
Zitat
Original von hema
Zitat
Original von schaffnerlos
Findige Fahrer umgehen dies (unerlaubterweise) durch Absenken des Bügels beim Schaltkontakt.

Außerdem käme das höchstens bei einem E2 in Frage. Im E1 gibt's dreckige Finger und beim A/B riskiert sicher niemand eine Störung, falls der Bügel dann nimmer raufgeht (samt dem dann unausbleiblichen Erklärungsbedarf).

Am 49er habe ich das logischerweise nur bei den E1 beobachtet, aber auch nur zwei Mal. Allerdings fahre ich dort nicht so oft und das ist auch schon eine Weile her.
05.02.2010, 20:10#25
Zitat
Original von hema
Bei A1 und B1 geht es sowieso nicht.


Warum? Kann man bei denen als Fahrer den Bügel nicht absenken?

mfg ulf67
05.02.2010, 22:04#26
Zitat
Original von ulf67
Warum? Kann man bei denen als Fahrer den Bügel nicht absenken?

Doch, aber das Anheben geht nur mehr bei Stillstand des Zuges.
10.02.2010, 01:40#27
Wirklich intelligente Ampelschaltungen gibt es in Wien sowieso keine. Eine rigorose Beschleunigung der Straßenbahn ist auch nicht immer eine gute Lösung. Ein gutes Beispiel dafür ist die Situation beim 4. Tor des Zentralfriedhofs, sofort wenn sich eine Straßenbahn der Kreuzung nähert schaltet die Ampel für den Verkehr auf der Simmeringer Hauptstraße auf Rot. Oft ergibt sich folgende Situation:
- 71er aus Kaiserebersdorf kommt => Rot
- 2 Autos können fahren
- Sonderzug oder Einziehfahrt aus Kaiserebersdorf kommt (Die fahren gerne im Konvoi ...) => Rot
- 3-4 Autos können fahren
- 71er aus der Gegenrichtung kommt => Rot
Besonders bitter ist dabei auch noch, dass so die Buslinien auf der Simmeringer Hauptstraße ebenfalls blockiert werden.

Für eine wirklich sinnvolle Ampelschaltung müsste das weltbeste RBL mit der Ampelschaltung verknüpft werden um ein paar Parameter festzustellen, wie:
Ist der Zug verspätet? Wenn ja, dann muss er möglichst sofort frei bekommen und der MIV angehalten werden.
Ist der Zug verfrüht? Wenn ja, dann ist keine Bevorzugung notwendig.
Ist der Zug überhaupt ein Planzug? Wenn nein, dann ist auch keine Bevorzugung notwendig.
Kommt in kürze ein Gegenzug? Wenn ja, dann kann noch kurz gewartet werden um beide Züge in einer Phase durchzuschleusen.
10.02.2010, 06:52#28
Zitat
Original von Ezekiel
Ist der Zug überhaupt ein Planzug? Wenn nein, dann ist auch keine Bevorzugung notwendig.

Einzieher, die mit Fahrgästen unterwegs sind, sollten sehr wohl bevorzugt werden, denke ich. Und das nicht nur bei Fällen wie den 49er-Einziehern, die ja sogar im Fahrplan aufscheinen.
10.02.2010, 09:20#29
Zitat
Original von Ezekiel
Für eine wirklich sinnvolle Ampelschaltung müsste das weltbeste RBL mit der Ampelschaltung verknüpft werden um ein paar Parameter festzustellen, wie:
Ist der Zug verspätet? Wenn ja, dann muss er möglichst sofort frei bekommen und der MIV angehalten werden.
Ist der Zug verfrüht? Wenn ja, dann ist keine Bevorzugung notwendig.
Ist der Zug überhaupt ein Planzug? Wenn nein, dann ist auch keine Bevorzugung notwendig.
Kommt in kürze ein Gegenzug? Wenn ja, dann kann noch kurz gewartet werden um beide Züge in einer Phase durchzuschleusen.


Ist der Zug verfrüht, sollten Verfrühungen in den Haltestellen abgebaut werden, und nicht durch Wartezeiten an den Ampeln unterwegs. Da würden zumindest die Fahrgäste einen Nutzen haben, die noch zusteigen können. Nichts deprimierenderes als wenn einem die Straßenbahn noch vor der Nase davonfährt, um dann 50 m weiter unnötig bei der Ampel zu warten. :boese:
10.02.2010, 10:11#30
Ein ähnliches Problem stellt die Kreuzung Linzer Straße/Bergmillergasse/Hüttelbergstraße dar. Der 49er schnappt sich fast immer die Freiphase (auch wenn er dafür langsamer werden muss) und der Querverkehr mit den vielen Buslinien (35B, 148, 149, 150, 151, 152 etc.) steht. Und das, obwohl in den Bussen wesentlich mehr Fahrgäste unterwegs sind. Andererseits wäre es blöd, wenn der 49er schon bei der ersten Station eine Verspätung aufreissen würde.
10.02.2010, 11:29#31
Zitat
Original von darkweasel
Einzieher, die mit Fahrgästen unterwegs sind, sollten sehr wohl bevorzugt werden, denke ich. Und das nicht nur bei Fällen wie den 49er-Einziehern, die ja sogar im Fahrplan aufscheinen.

Wenn der Zug im Fahrplan aufscheint ist er ohnehin ein Planzug. Ich meinte damit hauptsächlich Sonderzüge, LH mit Drehgestellüberstellungen, Einzieher die im Konvoi mit einem normalen Zug fahren, etc.

Zitat
Original von moszkva tér
Ist der Zug verfrüht, sollten Verfrühungen in den Haltestellen abgebaut werden, und nicht durch Wartezeiten an den Ampeln unterwegs. Da würden zumindest die Fahrgäste einen Nutzen haben, die noch zusteigen können. Nichts deprimierenderes als wenn einem die Straßenbahn noch vor der Nase davonfährt, um dann 50 m weiter unnötig bei der Ampel zu warten. :boese:

Das ist dann Sache des Fahrers und nicht die der Ampelschaltung! Es steht dem Fahrer ja frei, bereits in der vorherigen Station die Verfrühung abzubauen und erst dann auf die nächste Ampel zuzufahren.
10.02.2010, 11:32#32
Zitat
Original von schaffnerlos
Ein ähnliches Problem stellt die Kreuzung Linzer Straße/Bergmillergasse/Hüttelbergstraße dar. Der 49er schnappt sich fast immer die Freiphase (auch wenn er dafür langsamer werden muss) und der Querverkehr mit den vielen Buslinien (35B, 148, 149, 150, 151, 152 etc.) steht. Und das, obwohl in den Bussen wesentlich mehr Fahrgäste unterwegs sind. Andererseits wäre es blöd, wenn der 49er schon bei der ersten Station eine Verspätung aufreissen würde.

Die Bevorrangung bei dieser Kreuzung ist schon lang Geschichte! Richtung Hütteldorf kommt der 49er meist ohne Aufenthalt durch, weil die Ampel mit der vorigen (Rosenthalgasse) koordiniert ist. Schafft er es nicht bekommt er (meist) ein kurzes zweites Fenster im Umlauf, nach den Linksabbiegern aus der Hüttelbergstraße. Richtung Ring gibt es (derzeit) keine Beeinflussung mehr. :(


EDIT: Zitat eingefügt
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von hema (10.02.2010, 11:35)