50 Jahre Einstellung Linien C und F
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15.02.2010, 20:11#21
ZitatOriginal von Revisor
Ein schönes Bild.![]()
Leider nicht von mir, sondern von Herrn Leister

ZitatOriginal von Revisor
Der Beiwagen hinter dem 2389 ist entweder der 5420 oder der 5423.
Laut Bildbeschreibung handelt es sich um letzteren.
19.02.2010, 00:07#22
Warum hat man die "Bim" auf der Landstrasser Hauptstraße überhaupt stillgelegt? So parallelführend ist die ja nun wirklich nicht. Und den Schlenker über Erdberg hätte man sich doch auch schenken können? Kann wir eine Auslastung dort garnicht vorstellen.
19.02.2010, 00:14#23
ZitatOriginal von Berlin-Karlshorst
Warum hat man die "Bim" auf der Landstrasser Hauptstraße überhaupt stillgelegt? So parallelführend ist die ja nun wirklich nicht. Und den Schlenker über Erdberg hätte man sich doch auch schenken können? Kann wir eine Auslastung dort garnicht vorstellen.
Es war politisch motiviert. Die Wiener Verkehrsbetriebe wollten zumindest eine Linie weiterhin über die Landstraßer Hauptstraße führen und es war auch schon alles dazu vorbereitet, aber die Politik hat dann gesagt, die Tramway muss weg...
19.02.2010, 00:17#24
Ja das sagt mir was, es war wohl eine Umleitungsstrecke in Planung gegeben, für die nach den Bauarbeiten weiterzuführende Linie T, geh ich da richtig?
19.02.2010, 00:29#25
ZitatOriginal von Berlin-Karlshorst
Warum hat man die "Bim" auf der Landstrasser Hauptstraße überhaupt stillgelegt?
Es war auch gar nicht vorgesehen, sie endgültig einzustellen, nur temporär während der U-Bahn-Bauarbeiten. Aber dannach wollte der dritte Bezirk keine Straßenbahn mehr. Ach gut, dann eben nicht.
19.02.2010, 00:32#26
ZitatOriginal von Berlin-Karlshorst
Warum hat man die "Bim" auf der Landstrasser Hauptstraße überhaupt stillgelegt? So parallelführend ist die ja nun wirklich nicht. Und den Schlenker über Erdberg hätte man sich doch auch schenken können? Kann wir eine Auslastung dort garnicht vorstellen.
Die U3 hätte nur den Erdberger Ast des J-Wagens ersetzt und nicht die Linie T. Der Bezirkskaiser des dritten Bezirks hat aber im Jahr 1984 die U-Bahn-Bauarbeiten zum Anlass genommen, darauf hinzuwirken, dass beide Linien auf Busbetrieb umgestellt werden (74A und 75A). 1991 konnte mit der Eröffnung der U3 der 75A aufgelassen werden, während der 74A weiterhin verkehrt.
Die Führung der U3 im Bereich der Station Erdberg ist mWn darin begründet, dass dort seinerzeit billiger Baugrund für den zu errichtenden Betriebsbahnhof vorhanden war.
19.02.2010, 00:40#27
ZitatOriginal von N1_2888
Die Führung der U3 im Bereich der Station Erdberg ist mWn darin begründet, dass dort seinerzeit billiger Baugrund für den zu errichtenden Betriebsbahnhof vorhanden war.
Einerseits (und die Wiener Linien-Zentrale nicht vergessen!). Andereseits ist man in der MA18 (die für den U-Bahn-Bau zuständige Magistratsabteilung) schon dahinter gekommen, dass man mit dem U-Bahn-Bau drauf und dran ist, das Wiener Straßenbahnnetz zu zerstören. Man hat also die U-Bahn-Planungen so umgestellt, dass diese möglichst wenig Auswirkungen auf das Tramwaynetz (in diesem Fall auf die Linie 71) hat. Natürlich hat man das nie wirklich laut gesagt. Bei der U3 ist das auch ganz gut gelungen, das mit dem T war ein nicht geplanter Betriebsunfall.
19.02.2010, 00:45#28
ZitatOriginal von N1_2888
ZitatOriginal von Berlin-Karlshorst
Warum hat man die "Bim" auf der Landstrasser Hauptstraße überhaupt stillgelegt? So parallelführend ist die ja nun wirklich nicht. Und den Schlenker über Erdberg hätte man sich doch auch schenken können? Kann wir eine Auslastung dort garnicht vorstellen.
Die U3 hätte nur den Erdberger Ast des J-Wagens ersetzt und nicht die Linie T. Der Bezirkskaiser des dritten Bezirks hat aber im Jahr 1984 die U-Bahn-Bauarbeiten zum Anlass genommen, darauf hinzuwirken, dass beide Linien auf Busbetrieb umgestellt werden (74A und 75A). 1991 konnte mit der Eröffnung der U3 der 75A aufgelassen werden, während der 74A weiterhin verkehrt.
Die Führung der U3 im Bereich der Station Erdberg ist mWn darin begründet, dass dort seinerzeit billiger Baugrund für den zu errichtenden Betriebsbahnhof vorhanden war.
Wäre da nicht eine einfach abzweigende Betriebsstrecke sinnvoller gewesen, als gleich eine solche Umfahrung städtischen Ballungsgebietes?
19.02.2010, 00:47#29
ZitatOriginal von schaffnerlos
ZitatOriginal von N1_2888
Die Führung der U3 im Bereich der Station Erdberg ist mWn darin begründet, dass dort seinerzeit billiger Baugrund für den zu errichtenden Betriebsbahnhof vorhanden war.
Einerseits (und die Wiener Linien-Zentrale nicht vergessen!).
Ist man da nicht erst in Folge des U3-Baus von der Favoritenstraße nach Erdberg (*) umgezogen? Da unten war ja vorher so gut wie gar nix.
(*) Nur die Haltestelle heißt so. Das Zentrum von Erdberg befindet sich wohl wo anders, würde ich meinen. Aber Revisor als alter Erdberger kann das sicher besser beurteilen

19.02.2010, 00:54#30
ZitatOriginal von schaffnerlos
ZitatOriginal von N1_2888
Die Führung der U3 im Bereich der Station Erdberg ist mWn darin begründet, dass dort seinerzeit billiger Baugrund für den zu errichtenden Betriebsbahnhof vorhanden war.
Einerseits (und die Wiener Linien-Zentrale nicht vergessen!). Andereseits ist man in der MA18 (die für den U-Bahn-Bau zuständige Magistratsabteilung) schon dahinter gekommen, dass man mit dem U-Bahn-Bau drauf und dran ist, das Wiener Straßenbahnnetz zu zerstören. Man hat also die U-Bahn-Planungen so umgestellt, dass diese möglichst wenig Auswirkungen auf das Tramwaynetz (in diesem Fall auf die Linie 71) hat. Natürlich hat man das nie wirklich laut gesagt. Bei der U3 ist das auch ganz gut gelungen, das mit dem T war ein nicht geplanter Betriebsunfall.
Ein Unfall der aber sicher auch Fahrgäste abwarb, nun mag es sich ja mit der neuen 1 und 2 etwas besser ergänzen, da die Stehzeiten bei den Rundlinien wegfallen, aber ich habe so das Gefühl als (außenstehender-) Betrachter, dass man gezielt dem Fahrgast ein Umsteigen aufzwängt, wohl um seine sinnlos gebauten U-Bahnen voll zubekommen. Gerade diese beiden Linien waren doch sehr beliebt, ich versteh die ablehnende Haltung eines "Bezirkes" nicht, dessen Verpflichtung doch eben jenes Gemeindewohl ist. Schließlich, ist meine Meinung, erschlossen diese Linien den Bezirk besser als die heutige U-Bahn, und wenn ich mal annehmen darf, dass die Landstrasse Hpstr. das Herz des Bezirks ist, so fährt die U-Bahn ja vorbei.
19.02.2010, 00:56#31
ZitatOriginal von Berlin-Karlshorst
Wäre da nicht eine einfach abzweigende Betriebsstrecke sinnvoller gewesen, als gleich eine solche Umfahrung städtischen Ballungsgebietes?
Welches Ballungsgebiet? Zwischen St.Marx und der Litfaßstraße gab es lange Zeit praktisch nichts. Es war ja von Anfang an vorgesehen, entlang der U3 am Erdberger Mais und im Bereich der Gasometer ein Über-drüber-Stadtentwicklungsgebiet zu planen. Das dies bis dato nur ein Mega-Flop geworden ist, ist wieder ein anderes Kapitel. Ironischerweise hat sich St.Marx da besser entwickelt.
@13er: Ich denke, die U3-Verlängerung und der Umzug sind Hand in Hand geplant worden. Und ja, eigentlich hätte man die Station Schlachthausgasse "Erdberg" nennen müssen (und war ursprünglich auch so geplant gewesen), hätte den örtlichen Gegebenheit mehr entsprochen.
19.02.2010, 01:07#32
ZitatOriginal von schaffnerlos
ZitatOriginal von Berlin-Karlshorst
Wäre da nicht eine einfach abzweigende Betriebsstrecke sinnvoller gewesen, als gleich eine solche Umfahrung städtischen Ballungsgebietes?
Welches Ballungsgebiet? Zwischen St.Marx und der Litfaßstraße gab es lange Zeit praktisch nichts. Es war ja von Anfang an vorgesehen, entlang der U3 am Erdberger Mais und im Bereich der Gasometer ein Über-drüber-Stadtentwicklungsgebiet zu planen. Das dies bis dato nur ein Mega-Flop geworden ist, ist wieder ein anderes Kapitel. Ironischerweise hat sich St.Marx da besser entwickelt.
Ich meine folgendes:
Die U3 ab Wien-Mitte gleich die Landstr. Hptstr. runterfahren zu lassen, St. Marx so anzuschließen, und weiter nach Simmering, und dieses Gebiet ist mit "Ballungsgebiet" gemeint, vllt wäre es dort möglich gewesen, eine abzweigende Betriebsstrecke U-Bahnhst. Enkplatz zu bauen, welche die Gleise der Ostbahn mitnützen kann und dann zum BTF fährt, oberirdisch natürlich.
19.02.2010, 01:32#33
ZitatOriginal von Berlin-Karlshorst
[...] eine abzweigende Betriebsstrecke U-Bahnhst. Enkplatz zu bauen, welche die Gleise der Ostbahn mitnützen kann [...]
Da hätte man sich dann was hinsichtlich des zu verwendenden Radreifenprofils einfallen lassen müssen. Und ob sich U-Bahn-Stromschiene und Vollbahn-Lichtraumprofil wohl gut miteinander vertragen...?
Beste Grüße
VT
19.02.2010, 01:35#34
ZitatOriginal von VT 5081
ZitatOriginal von Berlin-Karlshorst
[...] eine abzweigende Betriebsstrecke U-Bahnhst. Enkplatz zu bauen, welche die Gleise der Ostbahn mitnützen kann [...]
Da hätte man sich dann was hinsichtlich des zu verwendenden Radreifenprofils einfallen lassen müssen. Und ob sich U-Bahn-Stromschiene und Vollbahn-Lichtraumprofil wohl gut miteinander vertragen...?
Beste Grüße
VT
Wohl eher nicht, mit mitbenützen meinte ich eher die bauliche Gegebenheit des Dammes. Insofern es möglich gewesen wäre weitere Gleise zu verlegen.
19.02.2010, 11:36#35
ZitatOriginal von schaffnerlos
Andereseits ist man in der MA18 (die für den U-Bahn-Bau zuständige Magistratsabteilung) schon dahinter gekommen, dass man mit dem U-Bahn-Bau drauf und dran ist, das Wiener Straßenbahnnetz zu zerstören.
Das wäre mir neu. Wer sagt das?
19.02.2010, 11:59#36
ZitatOriginal von Ferry
ZitatOriginal von schaffnerlos
Andereseits ist man in der MA18 (die für den U-Bahn-Bau zuständige Magistratsabteilung) schon dahinter gekommen, dass man mit dem U-Bahn-Bau drauf und dran ist, das Wiener Straßenbahnnetz zu zerstören.
Das wäre mir neu. Wer sagt das?
Wie ich schon erwähnt habe, wird das nur hinter der Hand gesagt und da wird sich keiner zu dieser Aussage bekennen, daher kann ich dir auch keine Namen nennen. Abgesehen davon, dass es eine absolute Einigkeit eh nie gibt, es kommt immer darauf an, welche Gruppe sich mehr durchsetzt. Allerdings konnte die MA18 nur die Basis für Entscheidungen liefern, bestimmt haben immer noch die Politiker.
19.02.2010, 12:06#37
ZitatOriginal von schaffnerlos
Wie ich schon erwähnt habe, wird das nur hinter der Hand gesagt und da wird sich keiner zu dieser Aussage bekennen, daher kann ich dir auch keine Namen nennen. Abgesehen davon, dass es eine absolute Einigkeit eh nie gibt, es kommt immer darauf an, welche Gruppe sich mehr durchsetzt. Allerdings konnte die MA18 nur die Basis für Entscheidungen liefern, bestimmt haben immer noch die Politiker.
Ja, eben. Wäre es auf breitere Ebene so wie du sagst, bräuchte man die U-Bahn - und speziell Stationen und Stationsabstände - ja nur so zu planen, wie es normalerweise üblich ist: als Ergänzung zum Oberflächenverkehr, und nicht als dessen Ersatz. Dann könnte - und sollte! - die Trasse auch ruhig durch dicht bebautes Gebiet führen.
Paradebeispiel für eine mißglückte Planung und Umsetzung wird hier für mich immer die U3 unter der inneren Mariahilfer Straße oder die U6 im Bereich Meidlinger Hauptstraße sein.
19.02.2010, 12:12#38
ZitatOriginal von Ferry
Paradebeispiel für eine mißglückte Planung und Umsetzung wird hier für mich immer die U3 unter der inneren Mariahilfer Straße ... sein.
Es gab durchaus die Varianten mit nur einer Station in der Mariahilfer Straße oder die Führung unter der Lindengasse. Entschieden wurde anders...
EDIT: Tippfehler
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von schaffnerlos (19.02.2010, 14:48)
19.02.2010, 14:36#39
ZitatOriginal von Ferry
ZitatOriginal von schaffnerlos
Andereseits ist man in der MA18 (die für den U-Bahn-Bau zuständige Magistratsabteilung) schon dahinter gekommen, dass man mit dem U-Bahn-Bau drauf und dran ist, das Wiener Straßenbahnnetz zu zerstören.
Das wäre mir neu. Wer sagt das?
Das ist gar nicht so neu. Es gab auch immer wieder (wohl niemals überprüfbare) Behauptungen, dass die U3 deswegen nach Ottakring fährt und nicht nach Baumgarten (was ja viel logischer wäre), um keine Straßenbahn - insb nicht den 49er - zur Gänze zu ersetzen. Das dürften - wenns wahr ist - sicher die Stadtplaner vorgeschlagen haben. Dadurch fahren immerhin 10er, 49er und 52er wie anno dazumal, wenn man von der inneren Mahü (halte ich für eine grobe Fehlentscheidung) absieht.
19.02.2010, 17:56#40
ZitatOriginal von schaffnerlos
ZitatOriginal von Ferry
Paradebeispiel für eine mißglückte Planung und Umsetzung wird hier für mich immer die U3 unter der inneren Mariahilfer Straße ... sein.
Es gab durchaus die Varianten mit nur einer Station in der Mariahilfer Straße oder die Führung unter der Lindengasse. Entschieden wurde anders...
Eine Strecke unter der Lindengasse hätte sowohl den Linien 52/58 als auch dem 49er innerhalb des Gürtels den Garaus gemacht. Es hätte also auch hier schlimmer kommen können.