Zukunftsvision Expressbuslinien für Wien
87 Beiträge · Seite 4 von 5
24.07.2010, 22:48#61
ZitatOriginal von 13er
Da könnte man auch gleich bei der Straßenbahn über ein paar Stationen, wenn baulich möglich, einen eigenen Gleiskörper realisieren (gerade im 22. ist genug Platz) und spart sich auch so ein paar Minuten.
Der 26er von Kagran
bis Oberdorfstraße hat überall bis auf das kurze Stück in der Konstanziagasse (wo die Züge wirklich kaum Zeit verlieren) einen eigenen Gleiskörper. 24.07.2010, 23:27#62
ZitatOriginal von darkweasel
Der 26er von Kagranbis Oberdorfstraße hat überall bis auf das kurze Stück in der Konstanziagasse (wo die Züge wirklich kaum Zeit verlieren) einen eigenen Gleiskörper.
Danke, das weiß ich, da bin ich selbst schon gefahren

Ich meinte eine alternative Straßenbahn auf der U2-Strecke oder sonstige Neubaustrecken.
24.07.2010, 23:40#63
ZitatOriginal von 13er
Danke, das weiß ich, da bin ich selbst schon gefahren
Und das im wahrsten Sinn des Wortes!

25.07.2010, 00:43#64
Grundsatzüberlegung
Also ich hab bei der Umfrage schon auf ja geklickt, weil ich meine, dass Expressbusse gut machbar wären und funktionieren könnten, und zwar genau dort, wo man kein anderes Verkehrsmittel hat bzw. bauen möchte.
Ein grundsätzliches Konzept wäre dabei meiner Meinung nach nicht, Vororte mit U-Bah-Stationen zu verbinden oder andere Linien zu ersetzen, da macht m.M.n. ein Expressbus keinen Sinn. Speziell in Wien ist mir auch keine sinnvoll umsetzbare Variante eingefallen, wo ein Expressbus als Verstärker eines langsameren Verkehrsmittel wirklich funktionieren könnte.
Daher glaube ich, dass der Expressbus nur mit der gezielten Schaffung neuen Bedarfs auch wirklich umgesetzt werden könnte - das aber auch sollte.
Ich denke dabei an gezielt am Stadtrand errichtete, kostenlose Parkplätze mit Expressbusanbindung an das tatsächliche Stadtzentrum. (Möglicherweise sogar mit dem Anreiz eines extra verbilligten Expressbustickets).
ein paar Ideen - eher noch schwammige Hirngespinste - dazu (mit frei erfundenen Liniennamen):
70 von irgendwo am Leberberg über die Anschlussstelle Simmeringer Haide zum Ring wo die U3 nicht hinkommt. ein, zwei Haltestellen draußen, durch bis zur Kreuzung mit 1, O, Praterstraße, Hollandstraße, Schottenring.
50 vom Autobahnparkplatz Auhof in die Westeinfahrt zur U4, über den Grünenberg Richtung Wienerberg und dann runter zur U3.
30 irgendwo in Strebersdorf einen netten Parkplatz, von dort auf die Friedensbrücke, zum Handelskai, zum Praterstern, zum Ring.
20 in der Nähe einer Tangentenabfahrt relativ weit draußen - vielleicht schon bei Aderklaa - rauf auf die Tangente - nach Kaisermühlen - Reichsbrücke - Ring ... oder nach der U2-Verlängerung dann halt zuerst zur nächsten U2, zurück auf die Tangente und zur Schlachthausgasse und weiter Richtung Liesing/Inzersdorf.
Ein grundsätzliches Konzept wäre dabei meiner Meinung nach nicht, Vororte mit U-Bah-Stationen zu verbinden oder andere Linien zu ersetzen, da macht m.M.n. ein Expressbus keinen Sinn. Speziell in Wien ist mir auch keine sinnvoll umsetzbare Variante eingefallen, wo ein Expressbus als Verstärker eines langsameren Verkehrsmittel wirklich funktionieren könnte.
Daher glaube ich, dass der Expressbus nur mit der gezielten Schaffung neuen Bedarfs auch wirklich umgesetzt werden könnte - das aber auch sollte.
Ich denke dabei an gezielt am Stadtrand errichtete, kostenlose Parkplätze mit Expressbusanbindung an das tatsächliche Stadtzentrum. (Möglicherweise sogar mit dem Anreiz eines extra verbilligten Expressbustickets).
ein paar Ideen - eher noch schwammige Hirngespinste - dazu (mit frei erfundenen Liniennamen):
70 von irgendwo am Leberberg über die Anschlussstelle Simmeringer Haide zum Ring wo die U3 nicht hinkommt. ein, zwei Haltestellen draußen, durch bis zur Kreuzung mit 1, O, Praterstraße, Hollandstraße, Schottenring.
50 vom Autobahnparkplatz Auhof in die Westeinfahrt zur U4, über den Grünenberg Richtung Wienerberg und dann runter zur U3.
30 irgendwo in Strebersdorf einen netten Parkplatz, von dort auf die Friedensbrücke, zum Handelskai, zum Praterstern, zum Ring.
20 in der Nähe einer Tangentenabfahrt relativ weit draußen - vielleicht schon bei Aderklaa - rauf auf die Tangente - nach Kaisermühlen - Reichsbrücke - Ring ... oder nach der U2-Verlängerung dann halt zuerst zur nächsten U2, zurück auf die Tangente und zur Schlachthausgasse und weiter Richtung Liesing/Inzersdorf.
25.07.2010, 02:16#65
ZitatOriginal von 13er
Ich gebe dieser Dekadenz noch 5-10 Jahre, dann wird das Geld so knapp sein, dass man sich ehrlich Alternativen anschaut und nicht nur alibihalber.
So ist es. Und weil sich diese "Befürchtung" auch schon bei den Oberen, ihren Einflüsterern und Parteiensponsoren aus der Baubranche herumgesprochen hat versuchen sie (und werden es auch noch eine Zeit mit Nachdruck tun) noch möglichst viele Projekte anzureißen, um dann auch deren Fertigstellung wider jeden Sinn zu erzwingen!
Und leider gibt es genug (halb)blinde Parteigänger und Fortschrittsgläubige, die ihren Abgöttern dafür noch huldigen! ;(
25.07.2010, 19:37#66
RE: Grundsatzüberlegung
ZitatOriginal von ziptul
ein paar Ideen - eher noch schwammige Hirngespinste - dazu (mit frei erfundenen Liniennamen):
70 von irgendwo am Leberberg über die Anschlussstelle Simmeringer Haide zum Ring wo die U3 nicht hinkommt. ein, zwei Haltestellen draußen, durch bis zur Kreuzung mit 1, O, Praterstraße, Hollandstraße, Schottenring.
Sinnvoller: 71er beschleunigen und zur Börse verlängern.
Zitat30 irgendwo in Strebersdorf einen netten Parkplatz, von dort auf die Friedensbrücke, zum Handelskai, zum Praterstern, zum Ring.
Besser: 15-Minuten-Takt auf S3. Diese verbindet schon jetzt Strebersdorf mit dem Handelskai und dem Praterstern...
06.08.2010, 21:36#67
RE: Grundsatzüberlegung
ja, das mag schon sein - das Problem ist, dass die Beschleunigungsmaßnahmen eben nicht gemacht werden und nicht greifen.
Was die S3 betrifft, die bräucht dann eine ordentliche Station mit einem ordentlichen Parkplatz daneben, das Häusl in Korneuburg ist zum brechen voll und so kompliziert angelegt, dass du mit dem Sprit den du dort beim Parkplatzsuchen verbrauchst locker im Stau nach Wien rein kommst und die hälfte zurück auch wieder, in Strebersdorf möcht ich nicht wissen, obs besser ist, außerdem wennst einmal so weit bist, dann ist es auch schon wurscht, ob du jetzt im Stau stehst oder den Umweg + Parkplatzsuche + Wartezeit + immense Fahrtkosten auf dich nimmst.
deshalb m.M.n. Schnellbuslinien mit Sondertarif, so angelegt, dass sie
1. wirklich schnell sind,
2. auf kostenlosen Parkplätzen am Stadtrand enden,
dann sind die für die Umland-Pendler attraktiv, dann gibt es Fahrgastzuwachs.
So hast du das Problem, dass die Leute sich mal durchrechnen, dass sie das Auto ja nicht billiger kommt, wenn es herumsteht, sie immensen Zeitaufwand haben, wenn sie öffentlich fahren müssen und 3,40 am Tag oder 12,50 in der Woche oder 49,50 im Monat oder ein paar Hunderter im Jahr, also um das Geld einer Jahreskarte tankst selbst bei 1,25 Euro noch für gut 5.000 km.
Wenn es sein muss, würd ich sogar darüber nachdenken, ob man diese Linien nicht prinzipiell in die Innenstadt schickt und zwar auf direktestem Weg mit Halt zum Aussteigen wo nötig. Da würden sogar öffentliche Förderungen einen Sinn machen, dass die jedes Mal wenn sie das benutzen was auf ihre KFZ-Steuer gutgeschrieben kriegen oder sowas in der Art.
Noch ein PS: Mein Posting war von Anfang an nicht dafür gedacht, Schnellbuslinien um jeden Preis wo reinzuquetschen um ihrer selbst willen, sondern ich wollte die Grundidee ventilieren, den Pendlern ein Angebot zu machen, nicht in die Stadt zu fahren.
Was die S3 betrifft, die bräucht dann eine ordentliche Station mit einem ordentlichen Parkplatz daneben, das Häusl in Korneuburg ist zum brechen voll und so kompliziert angelegt, dass du mit dem Sprit den du dort beim Parkplatzsuchen verbrauchst locker im Stau nach Wien rein kommst und die hälfte zurück auch wieder, in Strebersdorf möcht ich nicht wissen, obs besser ist, außerdem wennst einmal so weit bist, dann ist es auch schon wurscht, ob du jetzt im Stau stehst oder den Umweg + Parkplatzsuche + Wartezeit + immense Fahrtkosten auf dich nimmst.
deshalb m.M.n. Schnellbuslinien mit Sondertarif, so angelegt, dass sie
1. wirklich schnell sind,
2. auf kostenlosen Parkplätzen am Stadtrand enden,
dann sind die für die Umland-Pendler attraktiv, dann gibt es Fahrgastzuwachs.
So hast du das Problem, dass die Leute sich mal durchrechnen, dass sie das Auto ja nicht billiger kommt, wenn es herumsteht, sie immensen Zeitaufwand haben, wenn sie öffentlich fahren müssen und 3,40 am Tag oder 12,50 in der Woche oder 49,50 im Monat oder ein paar Hunderter im Jahr, also um das Geld einer Jahreskarte tankst selbst bei 1,25 Euro noch für gut 5.000 km.
Wenn es sein muss, würd ich sogar darüber nachdenken, ob man diese Linien nicht prinzipiell in die Innenstadt schickt und zwar auf direktestem Weg mit Halt zum Aussteigen wo nötig. Da würden sogar öffentliche Förderungen einen Sinn machen, dass die jedes Mal wenn sie das benutzen was auf ihre KFZ-Steuer gutgeschrieben kriegen oder sowas in der Art.
Noch ein PS: Mein Posting war von Anfang an nicht dafür gedacht, Schnellbuslinien um jeden Preis wo reinzuquetschen um ihrer selbst willen, sondern ich wollte die Grundidee ventilieren, den Pendlern ein Angebot zu machen, nicht in die Stadt zu fahren.
07.08.2010, 08:30#68
RE: Grundsatzüberlegung
ZitatOriginal von ziptul
... in Strebersdorf möcht ich nicht wissen, obs besser ist, außerdem wennst einmal so weit bist, dann ist es auch schon wurscht, ob du jetzt im Stau stehst oder den Umweg + Parkplatzsuche + Wartezeit + immense Fahrtkosten auf dich nimmst.
Strebersdorf ist Kernzone 100

Von "immensen Fahrtkosten" (wenn du die Öffis meinst) ist für mich nichts zu sehen. 1,80 für die Einzelfahrt von Strebersdorf ins Stadtzentrum sind mMn eine Okkasion. Pendler können sich über Zeitkarten freuen, die günstiger sind.
Zitat
So hast du das Problem, dass die Leute sich mal durchrechnen, dass sie das Auto ja nicht billiger kommt, wenn es herumsteht, sie immensen Zeitaufwand haben, wenn sie öffentlich fahren müssen und 3,40 am Tag oder 12,50 in der Woche oder 49,50 im Monat oder ein paar Hunderter im Jahr, also um das Geld einer Jahreskarte tankst selbst bei 1,25 Euro noch für gut 5.000 km.
Ja, wenn man immer nur den Sprit rechnet, ist das Auto immer günstiger. Das Teure am Auto sind aber die Fixkosten (Steuern, Versicherung, usw.) und - gerne vernachlässigt - die Anschaffungskosten bzw. der Wertverlust.
Trotzdem halte ich Schnellbuslinien aus dem Umland für einen Schwachsinn, weil:
1) Es gibt S-Bahnen, die schnell auf den wichtigsten Pendlerstrecken in der Stadt sind (Praterstern, Wien Mitte, Meidling usw...)
2) In eine S-Bahn passen ca. 10-15 mal so viele Leute wie in einen Bus.
3) Wenn die Autos im Stau stehen, wie soll dann der Bus schneller sein?
Und gratis Parkplätze? Wenns die Umlandgemeinden bzw. das Land NÖ zahlen, von mir aus. Aber warum soll Wien die Suburbaniten, die das Geld raustragen, beschenken?
Die Autofahrer sollen aufhören, uns zu erpressen! ("Wenn ihr nicht wollt, dass ich in die Stadt fahre, einen riesengroßen Stau fabriziere und die Luft verpeste, dann will ich das und das und das, bitte gratis!")
22.07.2012, 08:58#69
Ja, wenn man immer nur den Sprit rechnet, ist das Auto immer günstiger. Das Teure am Auto sind aber die Fixkosten (Steuern, Versicherung, usw.) und - gerne vernachlässigt - die Anschaffungskosten bzw. der Wertverlust.Ja, immer dieses tolle Argument. Sorry fürs Themenausgraben, aber das braucht einen Kommentar: Solange man sich beim Stehenlassen des Autos nur die Spritkosten spart (wenn man Glück hat und nicht auch noch fürs Stehenlassen zur Kasse gebeten wird), wird man es realistischerweise nur damit vergleichen können. Steuern, Versicherung usw. ändern sich nicht, wenn ich öffentlich Fahre, Anschaffungskosten sind längst vorbei und die Differenz beim Wertverlust zwischen Herumstehen und Herumfahren ist bestenfalls etwas für Erbsenzähler, falls sie überhaupt existiert.
Nachdem es inzwischen massive Verteuerungen bei den Wiener Linien gegeben hat, habe ich das als klaren Ausdruck des politischen Willens aufgefasst, diese möglichst nicht zu benutzen und tu das auch nicht mehr. Die 8-Tage-Klimakarte (eigentlich zynisch, diese Bezeichnung) kostete zuvor pro Tag das Äquivalent von zwei Einzelfahrten und ist jetzt deutlich teurer. Bei 2 Euro für den Einzelfahrschein (wozu gibts den überhaupt noch?) darf man sich nicht wundern, dass Leute mit ihren SUVs von Döbling zur Volksoper fahren.
Schnellbuslinien, die zusätzliche P&R-Parkplätze bedienen, würden nach wie vor Sinn machen, wenn man sie mit einem Sondertarif auch für die Pendler attraktiv macht, die in der Zone 100 nicht eh schon sowieso mit Jahreskarte herumfahren. Aber wenn man nur ans Abcashen denkt, beim Parken und beim Fahren, also gleich doppelt, dann wird das nix mit der tollen Umweltpolitik und der Steigerung der Fahrgastzahlen.
24.07.2012, 00:57#70
Es gibt schon auch kilometerabhängige Kosten abseits vom Wertverlust (der ja zum Teil vom Alter abhängt) -- hauptsächlich Verschleiß. Aber ich will an dieser Stelle nicht beurteilen, wie viel die zu den Kosten eines km beitragen.Ja, wenn man immer nur den Sprit rechnet, ist das Auto immer günstiger. Das Teure am Auto sind aber die Fixkosten (Steuern, Versicherung, usw.) und - gerne vernachlässigt - die Anschaffungskosten bzw. der Wertverlust.Ja, immer dieses tolle Argument. Sorry fürs Themenausgraben, aber das braucht einen Kommentar: Solange man sich beim Stehenlassen des Autos nur die Spritkosten spart (wenn man Glück hat und nicht auch noch fürs Stehenlassen zur Kasse gebeten wird), wird man es realistischerweise nur damit vergleichen können. Steuern, Versicherung usw. ändern sich nicht, wenn ich öffentlich Fahre, Anschaffungskosten sind längst vorbei und die Differenz beim Wertverlust zwischen Herumstehen und Herumfahren ist bestenfalls etwas für Erbsenzähler, falls sie überhaupt existiert.
Nachdem es inzwischen massive Verteuerungen bei den Wiener Linien gegeben hat, habe ich das als klaren Ausdruck des politischen Willens aufgefasst, diese möglichst nicht zu benutzen und tu das auch nicht mehr. Die 8-Tage-Klimakarte (eigentlich zynisch, diese Bezeichnung) kostete zuvor pro Tag das Äquivalent von zwei Einzelfahrten und ist jetzt deutlich teurer. Bei 2 Euro für den Einzelfahrschein (wozu gibts den überhaupt noch?) darf man sich nicht wundern, dass Leute mit ihren SUVs von Döbling zur Volksoper fahren.
Schnellbuslinien, die zusätzliche P&R-Parkplätze bedienen, würden nach wie vor Sinn machen, wenn man sie mit einem Sondertarif auch für die Pendler attraktiv macht, die in der Zone 100 nicht eh schon sowieso mit Jahreskarte herumfahren. Aber wenn man nur ans Abcashen denkt, beim Parken und beim Fahren, also gleich doppelt, dann wird das nix mit der tollen Umweltpolitik und der Steigerung der Fahrgastzahlen.
Das Argument "ihr casht ab!" ist ein wahnsinnig praktisches Argument für jede Oppositionspartei in quasi jeder Steuer- oder Gebührenangelegenheit. Falls es einmal nicht anwendbar sein sollte, prüfe man, ob man die Regierenden des maßlosen Schuldenmachens bezichtigen kann.
Meiner Meinung nach sind bei der Wahl des Verkehrsmittels ohnehin nicht unbedingt die zu erwartenden Kosten, sondern auch die Bequemlichkeit und die Verfügbarkeit von guten Abstellplätzen ausschlaggebend. Macht es unangenehmer, mit dem Auto nach Wien und in Wien zu fahren und zu parken und die Leute werden auf die Öffis umsteigen. Macht es gleichzeitig bequemer und schneller, mit den Öffis nach Wien einzupendeln und die Leute werden das tun. Park+Rides alleine bringen nichts, solange sich die Autofahrer denken "Naja, jetzt wo ich schon im Auto sitze kann ich auch gleich reinfahren, dauert auch nur ein paar Minuten länger".
01.08.2012, 15:01#71
ExpressBus-Linien richtete man in Berlin nach der Einstellung der Straßenbahn im Westteil der Stadt ein, um den Fahrgästen bei weniger Fahrkomfort (Straßenzustand) die halbwegs gleiche Fahrzeit zu liefern. Und in dieser Funktion gibt es sie dort bis heute. Der Haltestellen-Abstand beträgt im Schnitt 750m, die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 22,5km/h. Wichtige Rahmenbedingungen sind dabei eine konsequente Bevorrechtigung an LSA sowie Busspuren, damit der ExpressBus überhaupt zur schnellen Alternative wird.In Berlin gab es nach Einstellung der Straßenbahn nur wenige Expressbuslinien, und selbst diese nur zeitweise. Erst in den 90er Jahren hat dieses Konzept richtig Fuß gefasst. Fast alle dieser Linien bedienen abschnittsweise alle Haltestellen. Auch bei der New Yorker U-Bahn (Stationsabstände so gering wie hier bei Bus und Straßenbahn) ist das bei den meisten Expresslinien so; manche von ihnen verkehren nur zur rush-hour in der Hauptverkehrsrichtung.
Allerdings muss man wissen, dass die ExpressBus-Linien meist Zwitter sind und abschnittsweise jede Haltestelle bedienen oder eben nur die Umsteigepunkte zu anderen Verkehrsmitteln. Bestes Beispiel ist da der X69 im Berliner Südosten.
Hamburg als ähnlich große Stadt wie Wien leidet unter der gleichen Symptomatik, das chronisch überlastete Busnetz besteht nunmehr aus Stadtbussen, MetroBussen, SchnellBussen und Eil-Bussen, wer kennt sich da noch aus. Link zum HVV Die Lösung, die derzeit in Hamburg angestrebt wird, ist ein Stadtbahn-System - zu Recht.
Meiner Meinung nach könnte man in Berlin noch mehr Expressbuslinien einführen (mit Bedienung aller Haltestellen im äußeren Bereich) - auch um die normalen Linien entlang dieser Strecken zu entlasten, die von draussen her Richtung Zentrum wirklich lange unterwegs sind.
Hamburg ist nicht ähnlich groß wie Wien - die Fläche ist mit ca. 750 qkm fast so groß wie die New Yorker Landfläche (ohne abgelegene Atlantikflächen, die administrativ zu Stadt gehören). Die Größe von Städten ist ein Thema wo überhaupt viele falsche Vorstellungen im Umlauf sind, unterstützt durch zahlreiche windschiefe irreführende Informationen, u.a. bei Wikipedia.
Die Hamburger Stadtbahnpläne sind zum Glück schon wieder Geschichte - das Wort Stadtbahn war in dem Fall eine Lüge aus taktischen Gründen, es wäre nämlich nur eine Straßenbahn gewesen. Man wollte sie dort bauen wo schon seit langem U-Bahnen geplant sind. Diese Pläne kommen aus finanziellen Gründen nur langsam voran, aber mit einer Straßenbahn auf diesen Relationen hätte man die U-Bahnpläne endgültig begraben - vielleicht schön für die Straßenbahnfans die gern langwierige Fahrten in Kauf nehmen um in ihrer geliebten Straßenbahn sitzen zu können, aber allgemein gesehen wäre das bei einer so einwohnerreichen und großflächigen Stadt nicht wünschenswert. Und die Einwohner werden auch in Hamburg nicht weniger sondern mehr.
Vielleicht gibt es im 11. Bezirk Potential für Expressbusse. Wenn jemand zum Karlsplatz will, fährt er wohl nicht mit der U-Bahn sondern mit dem 71er, mit dem man aber ziemlich lange unterwegs ist. Expressbusse sollten im äußeren Bereich (Leberberg usw.) natürlich lokal fahren, dann Express Richtung Stadtzentrum.
01.08.2012, 20:19#72
Die Größe von Städten ist ein Thema wo überhaupt viele falsche Vorstellungen im Umlauf sind, unterstützt durch zahlreiche windschiefe irreführende Informationen, u.a. bei Wikipedia.
Da geb ich dir recht! Zwar hat Hamburg zwar in etwa die selbe Einwohnerzahl, die Fläche ist aber weit größer und dadurch sind auch andere Anforderungen an die Öffis (schnelle Verbindungen über lange Strecken).
ZitatDie Hamburger Stadtbahnpläne sind zum Glück schon wieder Geschichte - das Wort Stadtbahn war in dem Fall eine Lüge aus taktischen Gründen, es wäre nämlich nur eine Straßenbahn gewesen.
Eine Wiedereinführung der Hamburger Straßenbahn wär aber auch wünschenswert, alleine um die ganzen Autobuslinien auf einem umweltfreundlichen Weg zu entlasten.
Zitatvielleicht schön für die Straßenbahnfans die gern langwierige Fahrten in Kauf nehmen um in ihrer geliebten Straßenbahn sitzen zu können, aber allgemein gesehen wäre das bei einer so einwohnerreichen und großflächigen Stadt nicht wünschenswert.
Also wenn ich etwa an die LUAS in Dublin denke, als Beispiel (die genauso eine Straßenbahn ist, aber auf eigenem Gleiskörper und U-Bahn-mäßig trassiert), dann würde eine Straßenbahn dort auch keine Nachteile bieten, dafür umso größere Vorteile, etwa dass man im Stadtbereich mit straßenbahnmäßiger Trassierung und -Haltestellenabständen ein weit attraktiveres Netz zaubern könnte als es durch Buslinien und U-Bahn jemals möglich ist (U-Bahn = lange Umsteigewege, ...)
ZitatVielleicht gibt es im 11. Bezirk Potential für Expressbusse. Wenn jemand zum Karlsplatz will, fährt er wohl nicht mit der U-Bahn sondern mit dem 71er, mit dem man aber ziemlich lange unterwegs ist. Expressbusse sollten im äußeren Bereich (Leberberg usw.) natürlich lokal fahren, dann Express Richtung Stadtzentrum.
Beschleunigungsmaßnahmen entlang des Rennwegs würden das Problem auch schon lösen. Die Einbahnführung am Leberberg lässt hier keinen 1:1 Bus"ersatz" zu, zusätzlich halte ich sowas generell für Unsinn. Wenn Straßenbahnen vorhanden sind, sollte man diese soweit wie möglich ausbauen und auch verstärken (tw. sind die Intervalle des 71ers am Leberberg eine Frechheit).
Berlin und Hamburg (aber genauso, in kleinerem Format etwa auch St. Pölten, Mödling, Baden-Stadt) haben halt das Problem, dass man die Straßenbahnen damals achtlos als Verkehrshindernis entsorgt hat, und heute, wo man sie brauchen würde, sind sie tw. nicht mehr möglich, weshalb es eben solche Expressbusse o.a. gibt. Das sehe ich aber nur als Notlösung zwecks Alternativen und nicht als zukunftsweisende Richtung.
01.08.2012, 22:07#73
Vielleicht gibt es im 11. Bezirk Potential für Expressbusse. Wenn jemand zum Karlsplatz will, fährt er wohl nicht mit der U-Bahn sondern mit dem 71er, mit dem man aber ziemlich lange unterwegs ist. Expressbusse sollten im äußeren Bereich (Leberberg usw.) natürlich lokal fahren, dann Express Richtung Stadtzentrum.Busse vom Leberberg parallel zur U-Bahn in die Innenstadt zu führen, wäre kontraproduktiv (weder wirtschaftlich, noch schnell (Stau!), noch umweltfreundlich). Aus diesem Grund hat man vor einigen Jahren ja den Busbahnhof in Wien Mitte aufgelassen und führt seitdem (fast) alle aus dem Umland kommenden Regionalbuslinien nur noch zur erstmöglichen U-Bahn-Station, wo man in die U-Bahn Richtung Zentrum umsteigen kann.
Beschleunigungsmaßnahmen entlang des Rennwegs würden das Problem auch schon lösen. (...) Wenn Straßenbahnen vorhanden sind, sollte man diese soweit wie möglich ausbauen und auch verstärken
02.08.2012, 09:47#74
Ich habe in der Vergangenheit nur für zwei Strecken ein Potential für HVZ-Expressbuslinien gesehen: den 26A zwischen Kagran und Aspern und den 66A zwischen Reumannplatz und Blumental. Mit den Verlängerungen der U2 und künftig der U1 sind auch diese Optionen obsolet. Parallel zu mehr oder weniger hochrangigen Schienenstrecken sind Expressbuslinien sinnbefreit.
02.08.2012, 11:10#75
Da stimme ich schaffnerlos zum Großteil zu. Aber auch überlegenswert wäre eine Schnellverbindung zwischen Liesing S und Alterlaa U.
02.08.2012, 12:37#76
Da stimme ich schaffnerlos zum Großteil zu. Aber auch überlegenswert wäre eine Schnellverbindung zwischen Liesing S und Alterlaa U.Verstehe ich nicht ganz. S-Bahn = Schnellverkehrsmittel nach Liesing. U-Bahn = Schnellverkehrsmittel nach Alterlaa. Beide sind in Meidling verknüpft. Wozu ein Schnellverkehrsmittel zwischen den beiden Punkten? Wer will möglichst rasch von Liesing nach Alterlaa oder umgekehrt? Bitte um die Überlegung, die hinter diesem Gedanken steht.

02.08.2012, 13:00#77
Abgesehen davon dass der Fahrzeitgewinn minimal wäre. Selbst bei meiner Überlegung von Schnellbuslinien am 26A und 66A (noch vor den 70A-Zeiten) war der zusätzliche Gedanke dahinter einfach die Kapazitätsfrage, welche sich zwischen Alterlaa und Liesing überhaupt nicht stellt. Man kann meines Erachtens nirgends innerhalb Wiens signifikante Fahrzeitverkürzungen bei entsprechender Auslastung generieren.
02.08.2012, 13:07#78
Da stimme ich schaffnerlos zum Großteil zu. Aber auch überlegenswert wäre eine Schnellverbindung zwischen Liesing S und Alterlaa U.
.... die aber aufgrund der Verkehrswegsituation nicht schneller wäre als die derzeitigen Buslinien:
-) 62A / Breitenfurter Straße : oft Stau
-) 66A: auf den Gasserln in Liesing ist kein "Schnell"bus möglich, der Bus wäre genauso schnell wie der 66A selbst, also sinnlos.
-) 60A: detto.
Zusätzlich würde der "Schnell"bus auf der Erlaaerstraße zwischen Atzgersdorfer Platz und Alterlaa U hilflos im Verkehr stecken, wie etwa der 66A auch....
Und andere Wege hast du dort nicht - höchstens die Erlaaer Straße oder die Perfektastraße.
02.08.2012, 15:18#79
Da stimme ich schaffnerlos zum Großteil zu. Aber auch überlegenswert wäre eine Schnellverbindung zwischen Liesing S und Alterlaa U.Verstehe ich nicht ganz. S-Bahn = Schnellverkehrsmittel nach Liesing. U-Bahn = Schnellverkehrsmittel nach Alterlaa. Beide sind in Meidling verknüpft. Wozu ein Schnellverkehrsmittel zwischen den beiden Punkten? Wer will möglichst rasch von Liesing nach Alterlaa oder umgekehrt? Bitte um die Überlegung, die hinter diesem Gedanken steht.
Leute die z.B. in Alterlaa wohnen, aber in Liesing ins EKZ möchten. Oder umgekehrt. Es gibt genug Potenzial für einen X66, aber wie 76A schon schilderte, auch im 23. gibt's kaum mehr Möglichkeiten, die Öffis deutlich zu beschleunigen.
02.08.2012, 16:40#80
Verstehe ich nicht ganz. S-Bahn = Schnellverkehrsmittel nach Liesing. U-Bahn = Schnellverkehrsmittel nach Alterlaa. Beide sind in Meidling verknüpft. Wozu ein Schnellverkehrsmittel zwischen den beiden Punkten? Wer will möglichst rasch von Liesing nach Alterlaa oder umgekehrt? Bitte um die Überlegung, die hinter diesem Gedanken steht.
Leute die z.B. in Alterlaa wohnen, aber in Liesing ins EKZ möchten. Oder umgekehrt. Es gibt genug Potenzial für einen X66, aber wie 76A schon schilderte, auch im 23. gibt's kaum mehr Möglichkeiten, die Öffis deutlich zu beschleunigen.
@Öffi Freund: ich möchte dich einladen, in der Früh eine Fahrt mit dem 66A anzutreten. In Alterlaa besteht enormer Fahrgastwechsel (v.a. nach Liesing). Warum?
naja, ich nenn dir ein paar Stichworte: Schulzentrum Liesing; Riverside; Höpflerbad; .....
Großflächige Wohngebiete, die von der Linie bedient werden, (Bsp Rudolf-Zeller-Gasse, Mühlbreiten), gepaart mit tausenden Schülern, noch dazu eine wichtige Querverbindung*) zwischen zwei Hauptverkehrsadern und noch dazu Zubringer zum Industriegebiet (66A->U6, 66A->60A und 66A->64A)
@Monolith: es gibt auch Leute aus Inzersdorf, die nach Liesing müssen. Beispiel: für Amtswege (Bezirksamt) oder etwa auch zum Einkaufen.
*) = für Öffi Freund: warum sind Querverbindungen zwischen zwei Hauptverkehrsmitteln wichtig? Weil zwischen der U6-Achse (Alterlaa) und der S-Bahn Achse doch 3km voneinander entfernt sind. Zudem sind beide nur für die Grobverteilung, der Autobus übernimmt hier die Feinverteilung.
PS: die Wohnblocks, etwa an der Corvinusgasse, würdest du ohne Querverbindung zw. Liesing S und Atzgersdorf S gar ned erreichen, selbes gilt etwa für die ganzen Neubauten rund um den Erlaaer Spitz (Mühlbreiten), die du ohne Querverbindung Alteraa-Liesing nicht erreichen würdest.
Zerst die Situation kennen, dann drüber schreiben, wär meine Idee

Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von 76A (02.08.2012, 16:45)