Die Type Z "Amerikaner"

100 Beiträge · Seite 2 von 5
03.05.2010, 14:54#21
Zitat
Original von Revisor
Schmarrn, die sind nur 2,50 m breit, daher nicht breiter als die Z.


Doch, sechs Millimeter. :D
03.05.2010, 15:02#22
Zitat
Original von Revisor
Zitat
Original von penner16
Mir ging es nur um die 2,65 breiten Straßenbahnen, und die gibt es (eben nur bei der Lokalbahn).

Schmarrn, die sind nur 2,50 m breit, daher nicht breiter als die Z.

Was? Das ist doch das gleiche Fahrzeug wie der T von der U6! Wie kann der plötzlich 15 cm schmäler sein?
03.05.2010, 15:06#23
Zitat
Original von penner16
Was? Das ist doch das gleiche Fahrzeug wie der T von der U6! Wie kann der plötzlich 15 cm schmäler sein?

Vielleicht ist er beim Waschen eingegangen. :rolleyes:
03.05.2010, 15:08#24
Zitat
Original von Revisor
Zitat
Original von penner16
Was? Das ist doch das gleiche Fahrzeug wie der T von der U6! Wie kann der plötzlich 15 cm schmäler sein?

Vielleicht ist er beim Waschen eingegangen. :rolleyes:

><o(((°>
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von p16 (03.05.2010, 15:09)
03.05.2010, 15:11#25
Zitat
Original von penner16
Was? Das ist doch das gleiche Fahrzeug wie der T von der U6!

Aber nicht wirklich...
03.05.2010, 15:20#26
Zitat
Original von schaffnerlos
Zitat
Original von penner16
Was? Das ist doch das gleiche Fahrzeug wie der T von der U6!

Aber nicht wirklich...

Nicht gleich bezüglich Innendesign, aber Technik, Kasten, Oberbau etc. müssten doch im Prinzip gleich sein?
03.05.2010, 16:06#27
Zitat
Original von 13er
Nicht einmal wir zwei hätten nebeneinander auf die Bank vom Z gepasst :D :D :D

Persönliche Unterhaltungen bitte an anderer Stelle :achtung:
04.05.2010, 22:01#28
Zitat
Original von penner16
Nicht gleich bezüglich Innendesign, aber Technik, Kasten, Oberbau etc. müssten doch im Prinzip gleich sein?

Deswegen kann man den gleichen Wagen trotzdem auch schmäler bauen.
05.05.2010, 21:06#29
Zitat
Original von bernhard222
Die Wagen hatten ein bis heute unerreichtes Gleichgewicht von Sitz-/Stehplätzen: da sich sowohl links als auch rechts Bänke für je 2 Personen befanden, konnte ein Verhältnis von 46 Sitzplätzen : 47 Stehplätzen erreicht werden. Es war möglich, an der Endstelle die Sitzlehnen umzuklappen, um immer in Fahrtrichtung sitzen zu können.


Leider keine Meisterbilder, aber ich hoffe doch, damit den Innenraum und die umklappbaren Sitze dokumentieren zu können.

Foto Nr. 22112

Foto Nr. 22114
06.05.2010, 18:16#30
Innenansichten
Hallo 67er,

vielen Dank für die Bilder (für mich von ausreichender Qualität), die mir vieles klarer zeigen für mein Modell "Amerikaner", in meinem Standardmaßstab 1:32.

Ich habe hier im Forum "Historisches" schon einmal Details zum Z erbeten und viel Feedback von Euch bekommen, auch dafür vielen Dank.

Mein größter Wunsch wären noch mehr Details vom Drehgestell. Ein Straßenbahnmodellbauer aus Berlin hat mir erzählt, es handle sich bei den Drehgestellen um ein Einheitsfahrwerk in den USA. Weiß dazu jemand noch mehr ?

Nach meiner Information hat die TARS ihre Fahrzeuge in eigener Werkstatt selbst gebaut.
06.05.2010, 19:13#31
Hier noch eine weitere Innenansicht:
Anhänge
Type Z Innen.jpg
06.05.2010, 21:01#32
RE: Innenansichten
Zitat
Original von rene314
Mein größter Wunsch wären noch mehr Details vom Drehgestell. Ein Straßenbahnmodellbauer aus Berlin hat mir erzählt, es handle sich bei den Drehgestellen um ein Einheitsfahrwerk in den USA. Weiß dazu jemand noch mehr ?

TARS verwendete für die Neubauserie 626-685 vorhandene Drehgestelle vom Typ Brill 77E, die aber mehr oder weniger stark modifiziert und dabei zum Großteil mit Gummifederung anstelle der Stahlblattfedern ausgerüstet wurden.
06.05.2010, 21:08#33
Vom Drehgestell kann ich nur dieses Bild anbieten:
Anhänge
Type Z Drehgestell.jpg
06.05.2010, 22:06#34
Vielen Dank Paul Posch und Revisor,

was wieder beweist, dass dieses Forum sehr kompetent ist.

Das Bild vom Fahrgestell ist genau das, was ich gesucht habe. Die Antriebe sind baugleich nur um 180° gedreht und man kann alles gut erkennen.

Darf ich dies Bilder auch im Rahmen meines Konstruktions-/Bauberichtes auf http://www.kartonbau.de/wbb2/thread.php?threadid=20880&hilight=Type+Z einstellen?
07.05.2010, 12:26#35
Ich würde vielleicht noch erwähnen, daß die Höchstgeschwindigkeit erst mit Inkrafttreten der StrabVO 1957 aufgrund des Fehlens von Schienenbremsen auf 25 km/h herabgesetzt wurde, was die Beliebtheit der Fahrzeuge erheblich schmälerte und vermutlich zumindest ein Grund für die relativ frühe Ausmusterung war.
07.05.2010, 18:40#36
Ein weiterer Grund war, wie bereits auf der vorigen Seite dieses Threads angesprochen, die Unfallhäufigkeit der Wagen, die darin begründet lag, dass die Fahrer oftmals Probleme mit der Bremsung via Pedal hatten, die, laut Stadtverkehrswiki, viel Feingefühl erforderte.

Allgemein ist zu vermuten, dass man die Z, als Notlösung beschafft und danach einen ungewohnten und nicht freizügig einsetzbaren Fremdkörper im Betrieb darstellend, 1969 schlicht nicht mehr benötigt hat. Sie waren zu diesem Zeitpunkt außerdem immerhin schon 30 Jahre alt, eigentlich in Teilen noch älter, da sie 1939 als Umbau vorhandener Wagen entstanden sind. Die New Yorker Straßenbahn stand damals kurz vor der Einstellung, so dass eine Beschaffung neuer Fahrzeuge nicht sinnvoll gewesen wäre. Das, was die Wiener 1949 so erstaunte, hatte für die Amerikaner zehn Jahre früher verglichen mit den PCCs ziemlich alt ausgesehen.

Der Kauf durch die Wiener Verkehrsbetriebe gestaltete sich nicht reibungslos, wie in einem Artikel der Zeitschrift "tramway&modell" zu lesen ist (fragt mich nicht, in welcher Ausgabe - evtl. 4/99). So wurden eigentlich 45 Wagen der Serie 626 bis 685 beschafft, wovon drei von vornherein als Ersatzteilspender dienen sollten. Mit den drei dann tatsächlich gelieferten Fahrzeugen älterer Serien konnte man schließlich eher wenig anfangen. Die Sache mit den fehlenden Plänen ist ebenfalls im Zusammenhang mit dem holprigen Beschaffungsvorgang zu sehen.
Die weit verbreitete Vorstellung, hier hätten mildtätige Amerikaner notleidenden Wienern ein von Großmut gekennzeichnetes Angebot gemacht, auf das mit größter Dankbarkeit reagiert wurde, stimmt also so nicht.
07.05.2010, 19:57#37
Leider bin ich nicht so ein ordentlicher Mensch, um mir zu merken, wo ich etwas lese aber ich merke mir was ich lese. :D

Die Z, also "Amerikaner", wurden im Rahmen des Mashall-Planes, den Wiener Verkehrsbetrieben, ich sager einmal, aufgezwungen. In New York gab es keine Straßenbahn mehr und die auf Halde stehenden Fahrzeuge wurden sogar bis nach Bombay verscherbelt, nein vergoldet.

Was für ein Aufwand die Fahrzeuge in New York aufs Schiff zu verladen, bis nach Rotterdam oder Antwerpen zu schippern. Letztendlich auf dem Landtransport, auf LKWs bis nach Wien.

Für die vom Krieg betroffenen Strecken Wiens und dem verbliebenen Fuhrpark, konnten sie niemals als Ersatz gedacht worden sein. In den engen Gleiskehren waren sie nicht zu gebrauchen.

Auf den Strecken über der Donau haben die "Amerikaner" sicher gute Dienste geleistet und ich habe sie als Kind immer als sehr luxuriös in Erinnerung.
07.05.2010, 20:37#38
Zitat
Original von rene314
Die Z, also "Amerikaner", wurden im Rahmen des Mashall-Planes, den Wiener Verkehrsbetrieben, ich sager einmal, aufgezwungen. In New York gab es keine Straßenbahn mehr und die auf Halde stehenden Fahrzeuge wurden sogar bis nach Bombay verscherbelt, nein vergoldet.

Die Wiener Verkehrsbetriebe wurden von der amerikanischen Militärverwaltung informiert, daß ehemalige New Yorker Straßenbahnwagen zum Verkauf stünden. Der daraufhin nach New York entsandte Vizedirektor Dipl.-Ing Ernst Findeis besichtigte die Wagen und entschied, daß nur Wagen aus der Serie 626-685 für Wien in Frage kämen. Erst danach wurde die Finanzierung im Rahmen des Marshall-Planes vereinbart. Da für den Einsatz der für damalige Wiener Verhältnisse überbreiten Wagen nur ehemalige Dampftramwaystrecken in Betracht kamen und außerdem Adaptierungen an den Strecken durchgeführt werden mußten, entschied man, diese Wagen ausschließlich im Bereich des Bahnhofs Floridsdorf einzusetzen, wofür dann aber auch ein Umbau des Bahnhofsvorkopfs erforderlich war.

Zitat
Was für ein Aufwand die Fahrzeuge in New York aufs Schiff zu verladen, bis nach Rotterdam oder Antwerpen zu schippern. Letztendlich auf dem Landtransport, auf LKWs bis nach Wien.

Die Transporte wurden über das Speditionshaus Rohner, Gehrig & Co. abgewickelt. Der Schiffstransport führte von New York nach Rotterdam, wo die Wagen auf Eisenbahnwagen verladen wurden und auf diesen nach Rodaun kamen. Von dort wurden sie zum Teil mit Straßenbahnwagen in die HW (ehemaliger Bhf. Wienzeile) überstellt oder vermutlich auf Rollböcken zur Firma Gräf & Stift genbracht, wo die Adaptierungen erfolgten.

Zitat
Für die vom Krieg betroffenen Strecken Wiens und dem verbliebenen Fuhrpark, konnten sie niemals als Ersatz gedacht worden sein. In den engen Gleiskehren waren sie nicht zu gebrauchen.

Wie schon oben erwähnt, war das einzige Handicap der "Amerikaner" ihre außergewöhnliche Breite und damit zusammenhängend auch ihre große Mittenauslenkung. Von Beschränkungen beim Befahren von Bögen mit kleinen Radien ist hingegen nichts bekannt.
08.05.2010, 00:05#39
Zitat
Original von Revisor
... und außerdem Adaptierungen an den Strecken durchgeführt werden mußten, ...


Ich erinnere mich noch an einen Sondereinsatz des Museums-4208 am 16.9.1978 im Linienverkehr auf der Linie 132 zwischen Floridsdorf und Strebersdorf anläßlich der 900-Jahrfeier von Strebersdorf.

Als die Nachricht vom bevorstehenden Sondereinsatz bekannt wurde, schenkte ich dieser Nachricht wegen der notwendigen Adaptierungen zunächst kaum Glauben und vermutete dahinter eher den Wunsch einiger technisch inkompetenter Führungskräfte. Als dann aber einige Tage vor dem Einsatz zu meiner Überraschung in der relativ stark gekrümmten Schleife Franz Jonas Platz ein neuer, doppelter Fahrdraht in den engen Kurven auftauchte, war dies das sichere Zeichen, daß der Einsatz tatsächlich bevorstand. Man hat also extra für diesen Einsatz des Z einen neuen Fahrdraht in den engen Kurven gespannt.
08.05.2010, 05:06#40
Zur zeit gibt es den Lehrbehelf der Type Z auf Ebay zu ersteigern!

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