Autobuslinie 1A: Von Stadttor zu Stadttor - 2. Teil

6 Beiträge
22.08.2010, 12:32#1
Autobuslinie 1A: Von Stadttor zu Stadttor – 2. Teil

Exkurs: 1. Teil der Reportage "Autobuslinie 1A: Von Stadttor zu Stadttor" (Stubentor - Schottentor)

Schottentor - Stubentor

"Willkommen" zum 2. Teil der Reportage über die Autobuslinie 1A! "Bienvenue" zur virtuellen Fahrt durch die Wiener Innenstadt! "Welcome" beim Schottentor, besser gesagt in der Schottengasse – ziemlich genau an jener Stelle, an der im 13. Jhdt. das Stadttor errichtet wird – bei der Anfangs- / Endstation des 1A.

Foto Nr. 24092
Bild 51: Menschenansammlung in der Station Schottentor

Da zu befürchten ist, dass die Fahrgäste aber auch einige Reportage-Interessierte hier bereits länger der Dinge harren – entgegen der im 1. Teil dieser Dokumentation genannten 5 Minuten beträgt das morgendliche Hauptverkehrs-Intervall übrigens sehr wohl die im Fahrplanaushang angegebenen und auch schon in der Diskussion erörterten 6 Minuten –, folgt als bescheidener Entschuldigungs-Versuch für diese Unzulänglichkeiten der "Einsatz" eines besonderen Busses:

Foto Nr. 24093
Bild 52: Fross-Büssing W III G, Baujahr 1925

Heute Neunzigjährige können sich möglicherweise noch an diese Type auf der in ihren Kindheitstagen relativ neuen Linie I erinnern. Uns, die wir uns eventuell nicht nur für die gegenwärtige Situation, sondern auch für die Geschichte, die Entwicklung und den Fortschritt des öffentlichen Verkehrs in Wien interessieren und mitunter überhaupt erst nach Einführung der Linie 1A das Licht der Welt erblickt haben sowie technische Verbesserungen oder Errungenschaften – wie z.B. Niederflurbusse – und umweltschonendes Verantwortungsbewusstsein im Straßenverkehr heute als Selbstverständlichkeit erachten, bleibt die Möglichkeit, einen Hauch von Nostalgie z. B. im Wiener Straßenbahnmuseum (das ist allerdings ein gesondert zu betrachtender Erkundungstipp!) zu verspüren und dort u. a. das Original-Foto dieses historischen Busses genauer unter die Lupe zu nehmen.

Die beste Gelegenheit, stattdessen einen Vertreter des aktuellen Fuhrparks und speziell die montags bis samstags verkehrende Autobuslinie 1A hautnah kennenzulernen, ist und bleibt natürlich eine Fahrt mit eben dieser Linie. "Schau’n Sie sich das an!" Wer – warum auch immer – dazu keine Gelegenheit, Zeit oder Lust hat, den 1A aber trotzdem intensiver beschnuppern oder auch nur zum Ausgangspunkt der im 1.Teil dieser Reportage angetretenen Rundfahrt zurückkehren möchte, ist herzlich eingeladen, jetzt und hier seine eben begonnene Lektüre fortzusetzen.

Foto Nr. 24094
Bild 53: Liniengeschichte 1A

Foto Nr. 24095
Bild 54: Bus der Gegenwart in der Anfangs- / Endstation Schottentor

Foto Nr. 24096
Bild 55: Routenzettel der Linie 1A

Foto Nr. 24097
Bild 56: Fahrt durch die Schottengasse

Foto Nr. 24098
Bild 57: Schottengasse / Teinfaltstraße / Freyung

Foto Nr. 24099
Bild 58: Schottengasse / Teinfaltstraße / Freyung

Die zur Bezeichnung "Schottenviertel" führende Geburtsstunde schlägt im 12. Jahrhundert. Es sind ursprünglich aus Irland – Irland ist im Frühmittelalter Ausgangspunkt einer regen Missionstätigkeit und trägt zu dieser Zeit die lateinische Bezeichnung "Scotia Major" – stammende Mönche, die Herzog Heinrich II. Jasomirgott aus einem Regensburger Kloster nach Wien holt. Ihre Aufgabe ist es, ein Kloster zu gründen. Zwischen 1160 und 1200 entsteht ein mächtiges, romanisches Gotteshaus: Das Schottenstift.

Der verheerende Großbrand im Jahre 1276 – weite Teile der Stadt werden dabei eingeäschert – sowie zwei Erdbeben (1348 und 1443) sorgen für Zerstörung und in der Folge für Wiederaufbau. Erwähnt werden muss auch, dass Herzog Albrecht V. das Stift 1418 den iroschottischen Mönchen im Zuge der Melker Reform entzieht und es dem Benediktinerorden übergibt. Im 17. und 18. Jhdt. werden die Kirche und das Kloster von Grund auf neu gestaltet.

Zu erreichen ist die Schottenkirche (wie könnte es in dieser Reportage anders sein?) natürlich mit dem 1A, dessen Station Teinfaltstraße sich direkt vor dem Sakralbau befindet.

Foto Nr. 24100
Bild 59: Plan Linie 1A im Schottenviertel

Foto Nr. 24101
Bild 60: In die Station Teinfaltstraße einfahrender 1A

Foto Nr. 24102
Bild 61: Station Teinfaltstraße – im Hintergrund das Palais Kinsky

Wien-Besucher, die in diesem Bericht hoffentlich ebenfalls einige Anregungen und Tipps finden, dürfen sich nicht irritieren lassen, sollten sie uns Einheimische "Jetzt samma auf da Freyung" (Hochdeutsch: "Nun sind wir auf der Freyung") sagen hören.

Freyung wird der Platz vor der Schottenkirche – anfangs heißt er "Gegend bei den Schotten" – mit ziemlicher Sicherheit deshalb genannt, da das Stift auch als Zufluchtsstätte für Asylsuchende dient und bis zum Ende des 18. Jahrhunderts Befreiung von der landesfürstlichen Gerichtsbarkeit gewährt. Vor den Klostermauern allerdings, wo sich lange Zeit z.B. auch Marktschreier, Gaukler und Wahrsager tummeln, wird oft ein Galgen für Verräter und sonstige Verbrecher aufgestellt. Ob Hellseher – die heute ungestraft davonkommen –, wenn sie möglicherweise behaupten, dass im Jahre 2010 an dieser Stelle alle 5 Minuten ein Autobus mit dem Liniensignal 1A vorbeifährt, zu jener Zeit ebenfalls dem Galgen entgehen?

Erwiesen ist, dass im Spätmittelalter ein wöchentlicher Pferdemarkt auf der Freyung abgehalten wird. Die Existenz eines Gemüse-, Obst- und Kräutermarktes lässt sich bis ins 18. Jhdt. zurückverfolgen. Heute erfreuen sich vor allem der Ostermarkt und der Altwiener Christkindlmarkt größter Beliebtheit.

Einige weitere Anziehungspunkte, architektonische Meisterwerke, Prunkstücke und stille Zeitzeugen vergangener Epochen, die man hier mit dem 1A erreichen kann, sind zum Beispiel das Palais Kinsky, das Palais Harrach, das Palais Ferstel, der Austria-Brunnen und – man höre und staune – ein paar alte Pflastersteine.

Als Friedenssymbol und Zeichen der Völkerfreundschaft bzw. Völkerverständigung kann seit 2005 die unmittelbar neben der Haltestelle Teinfaltstraße gelegene – lediglich 390 m² große Parkanlage – bezeichnet werden: Der PaN-Garten, der nach dem Dachverband aller österreichisch-ausländischen Gesellschaften = Partner aller Nationen benannt ist.

Foto Nr. 24103
Bild 62: PaN-Garten

Foto Nr. 24104
Bild 63: Pflaster Freyung um 1200

Foto Nr. 24105
Bild 64: Fahrt über die Freyung

Foto Nr. 24106
Bild 65: Freyung – im Hintergrund Schottenkirche

Foto Nr. 24107
Bild 66: Fahrzielanzeige "Stubentor über Michaelerplatz"

Der an den Innen- und Außendisplays ersichtliche Hinweis "über Michaelerplatz" soll die Fahrgäste auf die seit 2009 geänderte Linienführung aufmerksam machen. Bis 11.4.2009 rollt der 1A von der Freyung kommend über Heidenschuß – Am Hof – Bognergasse – Tuchlauben – Graben und Jungferngasse zum Petersplatz. Ab 14.4.2009 macht die Sanierung der Fußgängerzone am Graben die Ausweichroute über den Michaelerplatz notwendig, die von Anfang bis Mitte Oktober 2009 wegen Restaurierungsarbeiten auf einem Teil dieser Umfahrung einer neuerlichen Umleitung (Heidenschuß – Am Hof – Tuchlauben – Brandstätte) weichen muss. Mit Fertigstellung der neugestalteten Fußgängerzone (November 2009) wird das Provisorium über den Michaelerplatz allerdings zur regulären Dauereinrichtung.

Foto Nr. 24108
Bild 67: Hinweis auf die geänderte Linienführung

Foto Nr. 24109
Bild 68: Fahrtroute der Linie 1A im Detail

Die erste Etappe seiner neuen Route führt den 1A durch die Strauchgasse. Gegenüber der Österreichischen Kontrollbank befindet sich die mit den Autobuslinien 2A (Fahrtrichtung Kirchengasse) und 3A (Fahrtrichtung Schwarzenbergplatz) gemeinsame Haltestelle Herrengasse. Ein kurzer Fußmarsch durch die Wallnerstraße (einst Arbeitsstätte der Tuchwalker) und schon steht man vor dem Abgang zur U3.

Foto Nr. 24110
Bild 69: Haltestellentafel Herrengasse

Foto Nr. 24111
Bild 70: Abfahrt aus der Station Herrengasse

Passagiere, die dem 1A (bzw. den Linien 2A und 3A, die sonntags ebenfalls nicht betrieben werden) treu bleiben, können an der Kreuzung Strauchgasse / Herrengasse einen letzten Blick auf das Palais Ferstel (seinerzeitige Nationalbank und Börse) – in dem sich an dieser Stelle ein 1876 eröffnetes und weit über die Grenzen bekanntes Café befindet – werfen, ehe die Busse in die Herrengasse abbiegen und die Fahrzielanzeige des 1A "Stubentor U" verkündet.

Foto Nr. 24112
Bild 71: Fahrzielanzeige "Stubentor U"

Foto Nr. 24113
Bild 72: Herrengasse 9 – Globenmuseum und Esperantomuseum

In der Herrengasse kutschieren die Fahrzeuge u. a. am Palais Niederösterreich (Landhaus), am weltweit einzigen öffentlichen Globenmuseum, am Esperantomuseum sowie am Bundesministerium für Inneres vorbei. Am Ende dieses Straßenzuges – in der dem Looshaus gegenüberliegenden Station Michaelerplatz – haben die Fahrgäste des 1A die 2. und letzte Gelegenheit, direkt in den in Richtung Kirchengasse fahrenden 2A bzw. in den zum Schwarzenbergplatz verkehrenden 3A umzusteigen.

Foto Nr. 24114
Bild 73: Station Michaelerplatz

Zwischen 1989 und 1991 legen die Archäologen am Michaelerplatz die Reste der römischen Lagervorstadt (Canabae) frei, in der zur Zeit der alten Römer die Frauen bzw. Lebensgefährtinnen und Kinder der Soldaten wohnen. Außerdem zeigt sich, dass sich hier am Schnittpunkt Kohlmarkt (einst Verkaufsmarkt der Holzkohlenhändler) / Herrengasse seit dem 1. Jhdt. n. Chr. die Kreuzung der aus Baden kommenden Bernsteinstraße mit der neben der Donau verlaufenden Limesstraße befindet.

Foto Nr. 24115
Bild 74: Ausgrabungsstätte am Michaelerplatz, Palais Herberstein und Looshaus

Als weitere Erkundungshöhepunkte am Michaelerplatz sind das Palais Herberstein, das bereits genannte Looshaus, das Große Michaelerhaus, die Michaelerkirche (ihr verdankt der Platz seinen Namen), das Kleine Michaelerhaus und natürlich der Michaelertrakt der Hofburg anzuführen. Keine Frage, dass natürlich auch der 1A während seiner Sightseeing-Tour all diese Bauwerke präsentiert:

Foto Nr. 24116
Bild 75: Station Michaelerplatz, Abfahrt

Foto Nr. 24117
Bild 76: Ausgrabungsstätte am Michaelerplatz

Foto Nr. 24118
Bild 77: Looshaus

Foto Nr. 24119
Bild 78: Blick auf die im 13. Jhdt. erbaute Michaelerkirche

Foto Nr. 24120
Bild 79: Hinweistafel am Portal der Michaelerkirche

Foto Nr. 24121
Bild 80: Detailaufnahme Großes Michaelerhaus Ecke Kohlmarkt / Michaelerplatz

Foto Nr. 24122
Bild 81: Looshaus und Großes Michaelerhaus

Foto Nr. 24123
Bild 82: Hofburg, Michaelertrakt – Michaelertor

Stopp! Bevor der 1A durch die Reitschulgasse und die Habsburgergasse fährt, ein kurzer Hinweis noch auf ein Personen-Beförderungsmittel, das ungefähr 200 Jahre lang das Stadtbild prägt: Der Tragsessel, auch "Portechaise" genannt.

Fixer Standplatz des ersten Wiener Tragsessel-Vermieters ist das Gebiet rund um das Palais Herberstein. Alleine der mit Tür und Fenstern ausgestattete Kasten, an dessen Seiten jeweils eine Stange montiert ist, wiegt schon bis zu 90 kg. Vielleicht ist das der Grund, warum die Sesselträger für ihre Grobheit und Rücksichtslosigkeit gegenüber Passanten bekannt sind und sie ab und zu „versehentlich“ umstoßen. Beförderungsbedingungen und Abgaben – pro Sessel und Monat hat der Unternehmer einen Gulden zugunsten des Armenhauses zu entrichten – werden erstmals 1703 in der Tragsesselordnung geregelt. 1781 gibt es sechs Standplätze und mehr als 100 Portechaises. 1888 wird zum letzten Mal die Einladung "Trag’ ma, Euer Gnaden?" ausgesprochen.

Foto Nr. 24124
Bild 83: Tragsessel – Reproduktion einer im Straßenbahnmuseum ausgestellten Zeichnung

Vom Tragsessel zum Löwen: So wie sich in den letzten 300 Jahren die Arbeitsbedingungen und das Benehmen der personenbefördernden Leistungserbringer aber auch die Art der Verkehrsmittel auf der einen Seite grundlegend ändern, so ändern sich auf der anderen Seite natürlich auch die Fahrzeuge im Lauf der Jahrzehnte.

Für den 1A bedeutet das die Umstellung von der letzten Hochflur-Normalbusgeneration (LU 200 M11) auf Niederflurbetrieb (NL 205 M12) per Ende August 1997. Eigentlich sollen die LU-Busse bereits beinahe sechs Jahre zuvor – mit Inbetriebnahme der U3 am 6. April 1991 – die Wiener Innenstadt ein für allemal verlassen. Allerdings sind ihre Nachfolger – die legendären Steyr Citybusse – auf dieser Linie ständig hoffnungslos überfüllt, sodass die Ablöse lediglich ein äußerst kurzfristiges Intermezzo bleibt. Busse der Type NL 243 LPG schaffen es ebenfalls auf den 1A. Erstmals sind sie am 10.5. 2002 auf dieser Linie unterwegs.

11.6.2008: Die Löwen sind los! Ab diesem Tag wird der 1A planmäßig typenrein mit den MAN-Niederflurbussen der Baureihe Lion’s City NL 273/T2 betrieben.

Foto Nr. 24125
Bild 84: Michaelerplatz / Reitschulgasse - Kleines Michaelerhaus und Stallburg

Bedenklich wäre es, würde der 1A bei seiner Streckenführung quer durch die Wiener Innenstadt nicht ständig an historisch bedeutenden Objekten vorbeifahren. Das nächste erwähnenswerte Gebäude findet sich an der Ecke Reitschulgasse / Habsburgergasse: Die Stallburg. Hinter dem Gemäuer "wohnen" Österreichs prominenteste Pferde, die Lipizzanerhengste der Spanischen Hofreitschule. Im Sommer – während die Hengste "urlauben" – besuchen sechs Mutterstuten und ihre Fohlen aus dem Gestüt Piber für wenige Wochen die Bundeshauptstadt und beziehen in der Stallburg Quartier.

Foto Nr. 24126
Bild 85: Stallburg – Informationstafel

Foto Nr. 24127
Bild 86: Lipizzaner

Anderen berühmten Pferden, die so wie schon vor mehr als 300 Jahren – egal ob tiefster Winter oder hitzerekordverdächtiger Sommer – geduldig einen heute meist mit Touristen besetzten Wagen ziehen, folgen die "1A-Löwen" beinahe auf Schritt und Tritt.

Foto Nr. 24128
Bild 87: Fahrt durch die Reitschulgasse

Foto Nr. 24129
Bild 88: Weiter geht es durch die Habsburgergasse

Foto Nr. 24130
Bild 89: Habsburgergasse

Foto Nr. 24131
Bild 90: Gemütliches Kutschieren durch die Habsburgergasse

So es die Fahrgäste wünschen und erlauben, wird – im Gegensatz zu den Pferden – zumindest den 273 PS starken Löwen eine haltestellenbedingte Verschnaufpause in der Station Habsburgergasse gegönnt. Die auf den Linien 2A (Fahrtrichtung Schwedenplatz) und 3A (Fahrtrichtung Schottenring) eingesetzten VW City IV / Kutsenits Kleinbusse (Type KB 235) halten ebenfalls an dieser Stelle und legen auf dem Streckenabschnitt von hier bis zum Stephansplatz den selben Weg wie der 1A zurück. Zu beachten ist, dass der 2A samstags allerdings nur bis Graben, Petersplatz fährt.

Foto Nr. 24132
Bild 91: Station Habsburgergasse

Zurück zu den Pferden, zurück zu historischen Verkehrsmitteln, zurück zur Konkurrenz der Tragsessel. 1693 sind die zweispännigen ersten Wiener Lohnkutschen noch schwer lenkbare, ungefederte und äußerst unkomfortable Fuhrwerke. In Paris sind derartige Gespanne, die wie die Kutscher unter dem Schutz des heiligen Fiacrus stehen, bereits seit 1650 unterwegs. In Wien dauert es noch ungefähr bis 1720, dann aber wird auch hier Fiacrus verehrt. Seitdem tragen Wagen, Gespann und Kutscher den Namen Fiaker. Fiaker: Des Touristen Freud, des Linienbuschauffeurs Geduldsprobe.....

Foto Nr. 24133
Bild 92: Weiterfahrt durch die Habsburgergasse

Foto Nr. 24134
Bild 93: Die Verfolgungsjagd geht weiter

Foto Nr. 24135
Bild 94: Habsburgergasse – Den Touristen dicht auf den Fersen

Foto Nr. 24136
Bild 95: Habsburgergasse – Auch auf Fußgänger ist zu achten

Foto Nr. 24137
Bild 96: Ankündigung der nächsten Haltestelle: Graben, Petersplatz

Foto Nr. 24138
Bild 97: Unmittelbar vor dem Graben

Rascher als man eigentlich annehmen möchte, kämpft sich der Bus durch die Habsburgergasse, überquert die Fußgängerzone Graben und bietet dabei einen Blick auf die Pestsäule (rechterhand) bzw. auf den Josefsbrunnen und – bis 31. Oktober 2010 – auf den Tagedieb (linkerhand).

Foto Nr. 24139
Bild 98: Pestsäule

Foto Nr. 24140
Bild 99: Josefsbrunnen, dahinter der Tagedieb

Foto Nr. 24141
Bild 100: "Fahrt" durch die Jungferngasse

In der lediglich nur eine Häuserbreite langen Jungferngasse, über deren Namensgebung mehrere unterschiedliche Sagen bzw. Erklärungen kursieren, erreicht der 1A nicht nur wieder seine Stammstrecke, sondern auch die Station Graben, Petersplatz, die er sich fromm und brüderlich mit den Linien 2A und 3A teilt.

Foto Nr. 24142
Bild 101: Peterskirche und Station Graben, Petersplatz

Die den Platz dominierende und dem heiligen Petrus geweihte Kirche – so wie wir sie heute kennen – wird ab 1702 aus Dankbarkeit für das Abklingen der 1679 wütenden Pest errichtet. Für Gottesdienste ist sie ab 1708 zugänglich, 1733 wird sie schließlich vollendet. Sicher ist, dass ihr ihm Jahre 1701 ein bereits baufälliges – im Mittelalter durch die Erweiterung einer romanischen und später gotisierten Kirche entstandenes – Gotteshaus und der daran anschließende Friedhof weichen. Die im Mittelalter vergrößerte Kirche gilt (laut Chronologie der Peterskirche) nicht nur als die erste Pfarre der Stadt, sondern auch als die älteste Kirche Wiens, da es sich dabei um ein in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts umgebautes Kasernengebäude des römischen Lagers Vindobona handelt.

Foto Nr. 24143
Bild 102: Station Graben, Petersplatz

Blicken wir beinahe nur 200 Jahre in die Vergangenheit, sehen wir hier – am anno 1137 erstmals urkundlich erwähnten Platz, der 1701 St. Petersfreithof, 1776 St. Peters Kirchhof, 1795 Am Peter und erst 1848 Petersplatz genannt wird – die neuen, größeren und bereits gefederten Gesellschaftswagen. Diese fahren sogar bis nach Hietzing.

1824 sind vor der Peterskirche auch schon die ersten Pferdeomnibusse anzutreffen. Der "Stadtchronik Wien" ist zu entnehmen, dass 1848 neben den Sesselträgern 680 Fiaker, 24 Einspänner, 18 Landkutschen, 70 Stadtlohnkutschen und 100 Stellwagen (Gesellschaftswagen und Pferdeomnibusse) in der Stadt registriert sind. Für den Personenverkehr von den Vorstädten bis zu den Stadttoren stehen zu diesem Zeitpunkt 700 Zeiserlwagen zur Verfügung.

Foto Nr. 24144
Bild 103: Petersplatz

Die wenigen Beispiele Torwächter, Wasserverkäufer, Türmer, Wildwerker, Henker, Tuchwalker, Kohlenhändler, Sesselträger und Fiaker zeigen, dass sich eine Fahrt mit dem 1A auch als eine Begegnung mit zum Teil in Vergessenheit geratenen Berufen gestaltet. Am heutigen Petersplatz versorgen in der Vergangenheit die Stadtölerer ihre Kundschaft mit Laternenöl und Klauenfett. Bevor es eine Straßenbeleuchtung gibt, müssen alle Personen, die nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs sind, ihren Weg – entweder mit einer Fackel, mit einem Windlicht oder mit einer Laterne – ausleuchten. 1688 werden innerhalb der Stadtmauern 2.000 mit Klauenfett betriebene Laternen aufgestellt. Darüber hinaus besteht für die Hausbesitzer die Verpflichtung, Öllampen an ihren Häusern zu montieren und dafür Sorge zu tragen, dass diese Lampen zwischen Abend- und Morgendämmerung brennen.

Foto Nr. 24145
Bild 104: Hinter der Peterskirche

Ein Halbkreis um die Peterskirche steht am Beginn der Fortsetzung der Stadtbesichtigung per Bus. Das daran anschließende Gässchen, in dem 1781 Mozart wohnt und die Entführung aus dem Serail komponiert, weist bereits 1380 namentlich darauf hin, dass hier Milch verkauft wird.

Foto Nr. 24146
Bild 105: Milchgasse / Tuchlauben

Unmittelbar nach der Milchgasse lernen die Fahrgäste ein kurzes Stück der Tuchlauben – der Name Tuchlauben erinnert an die in dieser Straße ansässigen Tuchmacher – kennen, um sogleich in die Brandstätte und somit zur nächsten Ein- und Ausstiegsmöglichkeit zu gelangen.

Foto Nr. 24147
Bild 106: Tuchlauben / Brandstätte

Foto Nr. 24148
Bild 107: Tuchmacherbrunnen

Foto Nr. 24149
Bild 108: Tuchlauben / Brandstätte

Foto Nr. 24150
Bild 109: Station Brandstätte

Foto Nr. 24151
Bild 110: Abfahrt aus der Station Brandstätte

1276: Wien steht in Flammen! Der Großteil der Stadt wird eingeäschert! Nach dem Wiederaufbau bleibt in unmittelbarer Nähe des Stephansdoms ein offener Platz zurück, die Brandstatt. Im Mittelalter ist diese Fläche ein beliebter Turnierplatz, der erst nach 1560 teilweise verbaut wird. Im Zuge der Neugestaltung des Stephansplatzes werden die sieben Häuser auf der Brandstatt 1873 abgerissen. 1875 entsteht eine Straßenverbindung vom Stephansplatz zur Tuchlauben, die weder die Feuersbrunst von 1276 noch die zerstörte und beinahe 300 Jahre lang brachliegende Fläche vor dem Stephansdom vergessen lassen soll: Die Brandstätte. Im April 1945 verwandelt auch sie sich in ein Flammenmeer und ist ein Jahr lang für den Verkehr gesperrt, ehe die verrußten Ruinen abgetragen werden und ein gefahrloses Passieren möglich ist.

Entlang dieser 165 m langen Strecke kommen der 1A und seine Kollegen 2A und 3A am Bauernmarkt – bis zum 18. Jhdt. verkaufen Bauern Obst und Gemüse – und an einem Haus (Brandstätte 3), dessen Fassade eine Schreckensszene der dramatischen Ereignisse des Jahres 1276 zeigt, vorbei.

Foto Nr. 24152
Bild 111: Hausfassade Brandstätte 3

Foto Nr. 24153
Bild 112: Station Stephansplatz, Umsteigemöglichkeit zu den Linien 2A, 3A, U1 und U3

Wie in sehr vielen Personalablösestellen aus betrieblichen Gründen notwendig und üblich, wird auch in jener – in der die Fahrerinnen und Fahrer (solange die Dienstzuteilung nach Betriebsgaragen gilt) der Garagen Leopoldau (Linie 1A) und Spetterbrücke (Linien 2A und 3A) ihre wohlverdienten Pausen einhalten – bei der Station Stephansplatz das Eintreffen der Busse mit einer nicht gerade unauffälligen Kamera beobachtet.

Foto Nr. 24154
Bild 113: Kamera am Stephansplatz

Foto Nr. 24155
Bild 114: Fahrerwechsel am Stephansplatz

Wie bereits geschildert, "gehen" der 2A und der 3A ab hier wieder ihre eigenen Wege. Für den 1A ist am Stephansplatz in wenigen Fällen Endstation: Betroffen davon sind montags bis freitags die ersten drei vom Schottentor kommenden Busse (Abfahrt Schottentor um 05.31 Uhr, 05.41 Uhr und 05.51 Uhr, Ankunft Stephansplatz um 05.39 Uhr, 05.49 Uhr und 05.59 Uhr). Der erste bis zum Stubentor verkehrende 1A verlässt montags bis samstags um 06.01 Uhr das Schottentor, erreicht um 06.09 Uhr den Stephansplatz und kommt um 06.13 Uhr an seinem Ziel an.

Foto Nr. 24156
Bild 115: Station Stephansplatz

Am Abend (Montag bis Freitag) setzt sich der letzte zum Stubentor fahrende Bus am Stephansplatz um 19.59 Uhr in Bewegung (Abfahrt Schottentor 8 Minuten zuvor, Ankunft Stubentor um 20.03 Uhr). Für Samstagabend gilt: Schottentor 19.01 Uhr, Stephansplatz 19.09 Uhr und Ankunft Stubentor 19.13 Uhr.

Foto Nr. 24157
Bild 116: Entgegenkommender, in die Rotenturmstraße einbiegender 1A (Fahrtrichtung Schottentor)

Abermals rollt der Hauptdarsteller dieser Reportage durch die Rotenturmstraße. Dieses Mal führt ihn seine Reise jedoch schon nach nur einem Häuserblock (Erzbischöfliches Palais) in die Wollzeile. Den Namen Wollzeile trägt die zum Stubentor verlaufende Straße seit 1862. 1261 heißt sie Wollezeil, 1158 wird sie Wollstrazze genannt. Ausschlaggebend dafür sind die hier tätigen Wollweber und Wollhändler.

Foto Nr. 24158
Bild 117: Rotenturmstraße / Wollzeile

Foto Nr. 24159
Bild 118: Fahrt durch die Wollzeile

Foto Nr. 24160
Bild 119: Wollzeile

Foto Nr. 24161
Bild 120: "Vom Bus gefährdete Fußgängerin" in der Wollzeile

In einer ebenfalls im 12. Jhdt. urkundlich erwähnten Seitenstraße der Wollstrazze arbeiten die Riemer und Filzer. In den Annalen der Stadt findet sich diese Seitenstraße im 14. Jhdt. unter der Bezeichnung Vilzerstraß, im 15. Jhdt. unter dem Namen Filzerstraße. 1862 wird sie in Riemergasse umbenannt. Dort, wo Wollweber, Wollhändler, Filzer und Riemer im 12. Jhdt. aufeinandertreffen, befindet sich 9 Jahrhunderte später die Autobusstation Riemergasse. Die gleichnamige Station in der parallel verlaufenden Zedlitzgasse (Fahrtrichtung Schottentor) kennen die Leser dieser Dokumentation bereits aus dem 1. Reportageteil (Stichwort: ehemaliges Handelsgericht).

Foto Nr. 24162
Bild 121: Station Riemergasse

Langsam aber sicher schließt sich der Kreis. Beginnt dieser Bericht mit einer an das Musical Cabaret angelehnten Begrüßung und der vom legendären Karl Farkas geprägten Aufforderung "Schau’n Sie sich das an!", so geht sie simpel mit dem Vorbeifahren an "seinem" 1912 gegründeten Kabarett – in dem Publikumslieblinge wie Ernst Waldbrunn, Peter Alexander, Alfred und Maxi Böhm, Christoph Fälbl, Martin Flossmann, Victor Gernot, Sigrid Hauser, Cissy Kraner, Fritz Muliar, Otto Schenk und Dolores Schmidinger (um nur einige zu nennen) auftreten und das heute unter der künstlerischen Leitung von Michael Niavarani steht – allmählich zu Ende.

Foto Nr. 24163
Bild 122: Wollzeile und das älteste noch immer bespielte deutschsprachige Kabarett

Von Stadttor zu Stadttor: Um dem Titel der Reportage über die Autobuslinie 1A auch optisch ein wenig gerecht werden zu können, empfiehlt sich hier ein genauer Blick auf die Bepflasterung. Unmittelbar vor dem U3-Abgang Dr.-Karl-Lueger-Platz der Station Stubentor sind vor den Resten der Stadtmauer die Stadttor-Grundrisse und jener des Schwarzen Turms (von diesem halten die Torwächter – allerdings noch nicht unter dem Motto "Schau’n Sie sich das an!" – Ausschau) erkennbar.

Foto Nr. 24164
Bild 123: Wollzeile, Stubentor, Schwarzer Turm

Foto Nr. 24165
Bild 124: Skizzierte Darstellung in einer Vitrine im Bereich der U-Bahnstation Stubentor

Foto Nr. 24166
Bild 125: Reproduktion einer Abbildung des Aquarells "Stubentor von Innen, 1858" in der U-Bahnstation Stubentor

An dieser Stelle sollte sinngemäß eigentlich stehen, dass der 1A nun seine Endstation Stubentor erreicht und der Leser dieses Reportageteils – wie eingangs versprochen – an den Ausgangspunkt der Rundfahrt mit dem 1A zurückkehrt. Als Untermauerung dieses Gelöbnisses sollte folgendes Bild dienen:

Foto Nr. 24167
Bild 126: Station Stubentor – Anfang- und Endstelle der Autobuslinie 1A

In Wirklichkeit ist aber alles anders. Fassadenrenovierungsarbeiten führen derzeit dazu, dass der 1A seine reguläre Endstation nicht einhalten kann. Stattdessen fährt er jetzt an der hinter einem Baugerüst versteckten und mit dem Hinweis "Aufgelassen" versehenen Haltestellentafel sowie der (nach wie vor die Wartezeit anzeigenden) Fahrgastinformationssäule vorbei, biegt – wie zur Abfahrt zum Schottentor gewohnt – in den Parkring und danach in die Zedlitzgasse ein und hält in einer bescheidenen Ersatzhaltestelle, in der es für uns nun heißt: "Endstation, bitte alle aussteigen!"

Foto Nr. 24168
Bild 127: Haltestellentafel Stubentor

Foto Nr. 24169
Bild 128: Parkring / Zedlitzgasse

Foto Nr. 24170
Bild 129: Provisorische Haltestelle Stubentor in der Zedlitzgasse

Meinen Dank richte ich speziell an die Fahrerinnen und Fahrer der Linie 1A, denen mein Fotoapparat und ich zwischen November 2009 und August 2010 immer wieder in die Quere gekommen sind, sowie an das aufmerksame und – ich gebe es zu – geduldige Publikum dieser Reportage, das ich gerne noch auf die Diskussion verweisen möchte.

Edit: Diskussionslink eingefügt
Edit2: Wortkorrektur
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von 67er (22.08.2010, 12:44)
22.08.2010, 12:37#2
Autobuslinie 1A: Von Stadttor zu Stadttor - 2. Teil
Teil 2 der hier nachzulesenden Reportage: "Autobuslinie 1A: Von Stadttor zu Stadttor" ist die Fortsetzung des Versuchs, einen ersten Eindruck über besagte Linie und deren Umgebung zu vermitteln.

Wegen ihrer "kurzen und mitunter umständlichen Streckenführung durch enge und vom Individualverkehr verstopfte Gassen", wegen "des fiakerbedingten Daherzuckelns und langsameren Vorankommens als zu Fuß", wegen "der geringen Stationsabstände" und wegen "der Gefährdung von Fußgängern auf schmalen Gehsteigen" wird sie von manchen Kritikern mitunter sehr herablassend erwähnt. Leuten, die aber bewusst auf den PKW verzichten und stattdessen vielleicht sogar aus Umweltschutzgründen mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, älteren, gebrechlichen und gehbehinderten Mitbewohnern, Schülern und Personen, die sich nicht vom Zeitdruck hetzen lassen oder keine andere Wahl als ein öffentliches Verkehrsmittel haben, ist sie sicherlich eine wertvolle Hilfe, Unterstützung und Verbesserung der Lebensqualität. Touristen und an der Stadtgeschichte Interessierten, die mit offenen Augen unterwegs sind, bietet sie auf ihrem Weg von Stadttor zu Stadttor jedoch etliche Sehenswürdigkeiten und weitaus mehr als die lediglich kurz angerissenen Informationen über historische Bauwerke, seinerzeitige Berufe und das Leben im alten Wien.

In der Hoffnung, dass es mir gelungen ist, einige interessante Details hervorzuheben, aufzuzeigen, welche linienspezifischen Besonderheiten das geduldige und freundliche Fahrpersonal meistert – wobei ich natürlich auch an alle im Hintergrund beteiligten Mitarbeiter, die für einen reibungslosen Betriebsablauf sowie einen bestens gewarteten und sauberen Fuhrpark sorgen, denke – oder zumindest den Anreiz zu schaffen, wieder einmal einen Stadtbummel durch die Innenstadt zu unternehmen und dabei den 1A hautnah zu erleben bzw. vielleicht sogar nach Wien zu reisen, leite ich diese Diskussion ein.
22.08.2010, 16:01#3
Ich gebe zu, daß ich noch nicht die Zeit hatte, mir die ganze Reportage genau anzusehen - denn so eine Reportage muß man schon genau lesen, um sie zu verinnerlichen. Bis zur Hälfte bin ich aber schon vorgedrungen und habe dabei viel neues und Wissenswertes nicht nur über eine gern genutzte Buslinie, sondern auch über das, was sich links und rechts der Fahrtroute befindet, erfahren. Garniert mit schönen Bildern ist das Lesen noch erfreulicher.

Danke Dir, 67er, für Deine Mühe beim Erstellen dieser lehrreichen Reportage!
22.08.2010, 16:18#4
Du hast dir sehr viel Mühe gegeben, vor allem bei der Zusatzinformation abseits des eigentlichen Themas. Dafür Hut ab! Was jedoch die Busfotos betrifft: Weniger ist mehr, auch die Hälfte wäre mir noch zu viel. Dazu unterscheiden sich die Bilder einfach zu wenig.
06.09.2010, 22:06#5
Besten Dank für Eure mehr als motivierenden Worte, die – wären sie Flüssiggas – sicherlich den Treibstoffbedarf der gesamten 1A-Busflotte an mindestens einem Betriebstag decken würden.

Da ich für eventuell erforderliche Korrekturen, Anregungen, Verbesserungsvorschläge und Kritik bezüglich meiner Taten immer ein offenes Ohr habe, danke ich Dir, Anti-Klumpert-Beauftragter, speziell für Deinen sehr persönlichen Hinweis. Nachdem ich mich aber bemüht habe, die Route sowie einige Besonderheiten entlang der Strecke optisch zu dokumentieren und mit der Darstellung der Busse aus den verschiedensten Perspektiven (von außen, von innen, von der Seite, von vorne, von hinten – von unten wollte ich den Fahrern und auch mir ersparen – , von oben [ich gestehe es] fehlt) für Abwechslung zu sorgen, finde ich Deine Anmerkung sehr interessant und bedauere es, dass sich die Bilder Deiner Meinung nach trotzdem zu wenig unterscheiden.

Bewusst habe ich mich für eine etwas längere Reaktionszeit entschieden, um weitere derartige Stellungnahmen abwarten zu können. Da diese bis jetzt allerdings ausgeblieben sind, werte ich Deinen Ratschlag nun als neutralen und gut gemeinten Tipp und werde ihn aber selbstverständlich – um im Busjargon zu bleiben – auf alle Fälle in den Wagenpass eintragen und somit meiner betriebsinternen Reportagenwerkstätte weiterleiten.
13.12.2010, 22:13#6
Endstation Stubentor
Die fassadenrenovierungsbedingte Haltestellenverlegung der Endstation Stubentor - auf die ich in der Reportage hingewiesen habe - ist nun auch schon wieder "Schnee von gestern".