Bus statt Bahn im Ybbstal & Umgebung
131 Beiträge · Seite 3 von 7
11.03.2011, 13:56#41
ZitatOriginal von umweltretter
Aus jährlich "zwei bis drei Tagen" werden ca. 4 Monate pro Jahr
Ist zwar unerfreulich, aber das kann man an die Fahrgäste klarer kommunizieren. "Wenn die Kripp gesperrt ist, fährt der Autobus 10 min früher" kann man in die Fahrplanauskunft nur schwer einpflegen.
26.03.2011, 17:34#42
ZitatOriginal von http://www.probahn.at/pdfReader.asp?link=http…F603.pdf&ThemaID=603
Versuchte Rechtsbeugung um Ybbstalbahn binnen Tagen abzubauen!
Dem Antrag des Landes NÖ fehlten die wesentlichen Grundlagen
• Ungeachtet der Rechtslage und über 11.000 Unterstützungserklärungen wurde
in Niederösterreich ein neuer Anlauf zur Zerstörung der Bahn genommen. Die
touristischen Chancen einer ganzen Region sollen zugunsten der Parteidisziplin
geopfert werden.
• Behördenleiter musste Antrag der NÖVOG vertagen
• Rechtliche Verfahren mit hohen Kosten über Jahre zu erwarten
• Angebot der Ybbstalbahn Entwicklungsgemeinschaft „Runder Tisch für Neustart der
Ybbstalbahn“
Stieß schon die reine „Alibi“ Interessentensuche wegen der kurzen Bewerbungsfrist von zwei Wochen
auf Kritik, nimmt das Land NÖ jetzt offensichtlich eine Rechtsbeugung in Kauf. Ohne je in ernsthafte
Verhandlungen zu den abgegebenen Angeboten der Ybbstalbahn Gemeinschaft und Veolia
eingetreten zu sein, wurden die Bewerbungen seitens der NÖVOG niemals einer seriösen Prüfung
unterzogen. Beteuerungen seitens des Verkehrslandesrates, Zitat: „Wir werden die Bahnen doch nicht
übernehmen um sie dann zuzusperren“ entpuppten sich als glatte Lüge.
Geht es nach dem straßenbaufreundlichen Willen es Landesverkehrsplaners Zibuschka und den
„hörigen“ ÖVP Bürgermeistern, soll eine der reizvollsten Schmalspurbahnen für immer verschwinden
und einem Radweg weichen. Gäste kommen wegen der Bahn in die Region, daher ist die
Kombination von Bahn und Rad ein Garant für die touristische Entwicklung.
Die Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG) versandte am 17.3.2011 die
Ladung zu einer behördlichen Verhandlung für den 22.3.2011 in Ybbsitz. Wegen des dazwischen
liegenden Wochenendes ist es keinem der geladenen Bürgermeister möglich, sich umfassend durch
Akteneinsicht in angemessener Vorbereitungszeit auf eine sehr umfangreiche Materie seriös
einzulesen. Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass Behörde und NÖVOG koordiniert vollendete
Tatsachen schaffen wollten. Es liege ein „Durchpeitschen im Eiltempo“ vor, für den es keinen
rechtlich zwingenden noch wirtschaftlich gebotenen Grund gäbe, so die Worte von Dr. Matthias
Göschke, dem Rechtsbeistand des Hollensteiner Bürgermeisters LAbg. Ing. Franz Gratzer und der
Ybbstalbahn Entwicklungsgemeinschaft.
In der Annahme, alles schnell ohne Widerstand durchzupeitschen, stieg die NÖVOG nur stümperhaft
vorbereitet in die Verhandlung ein und konnte entscheidende Fragen nicht oder nur ausweichend
beantworten. Aufgrund dieses Desasters blieb dem Verhandlungsleiter nicht anderes übrig, als die
Verhandlung abzubrechen und die NÖVOG aufzufordern die nötigen Unterlagen vorzulegen. Der von
der Gemeinde Hollenstein und der Ybbstalbahn Entwicklungsgemeinschaft beauftragte Rechtanwalt
Matthias Göschke zeigte schonungslos die Defizite des Antrages auf:
1. Es fehlen die Kontaminierungsuntersuchungen, die bei länger bestehenden Bahnstrecken (110
Jahre) Kosten in Millionenhöhe verursachen können.
2. Es fehlen die Maßnahmen für Abwasser- und Hochwasserschutz nach Abtragung des
Gleisdammes
3. Es ist unklar, wer ist für die Erhaltung der Wasserdurchlässe, Brückenbauwerke zuständig ist
4. Schwere Geschütze fuhr RA Göschke auf, dass die beim Eisenbahnbau enteigneten
Grundeigentümer die eigentlichen Rechtsnachfolger sind, daher das Land bzw. die NÖVOG gar
nicht Eigentümer der verhandelten Grundstücke ist, weil die Gründe nicht mehr für eine
Eisenbahn genutzt werden.
5. Es verwundert auch, dass das Einreichprojekt keine überprüfbaren Beschreibungen und Pläne
enthält.
Fazit: Mangels Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen sei der Antrag des Projektwerbers
NÖVOG abzuweisen oder dem Projektwerber eine Frist von 8 Wochen einzuräumen, die
erforderlichen Unterlagen vorzulegen. Der Behördenleiter hat schließlich eine Vertagung verfügt.
probahn ÖSTERREICH sieht in der von der NÖVOG gewählten Vorgangsweise keinen Nutzen für
die betroffene Bevölkerung. Die rechtliche Klärung der oben aufgezeigten Fragen wird mit Sicherheit
einen langen Zeitrum in Anspruch nehmen.
probahn schlägt daher als ersten Schritt eine einjährige Nachdenkphase vor, in der Verhandlungen,
mit dem Ziel zum Erhalt der Bahn in ihrer gesamten Länge, erfolgen können. Bis zum Sommer
können die Hochwasserschäden mit geringstem Mittelaufwand (ca. 90.000 EURO) und durch
freiwillige Arbeitsleistungen saniert werden und einem saisonalen Tourismusbetrieb, bereits ab Juli
2011, nichts im Wege stehen. Mit dieser Lösung wäre auch ein späterer Regelbetrieb möglich. Ein
„Runder Tisch mit dem Landeshauptmann und den Entscheidungsträgern“ sollte allen Beteiligten
helfen, das Gesicht zu wahren.
Für die Ybbstalbahn Gemeinschaft
Ing. S. Nykodem
Für probahn ÖSTERREICH
Peter Haibach
28.03.2011, 21:17#43
orf.at - Artikel
ZitatOriginal von http://noe.orf.at/stories/506755/
Nächste Runde im Streit um Ybbstalbahn
Die Wogen um die Ybbstalbahn und deren Einstellung gehen weiter hoch. Ein Verfahren, bei dem es um die Sicherheit der jetzt nicht mehr benützten Bahntrasse ging, wurde dieser Tage abgebrochen.
Dass die Schienen - wie geplant - schon im April entfernt werden können, ist fraglich.
Bürgermeister Gratzer: "Husch-Pfusch"
Zur Verhandlung mit der Landesverkehrsgesellschaft NÖVOG in Ybbsitz brachte der Hollensteiner Bürgermeister Franz Gratzer (SPÖ) einen Rechtsanwalt mit, der die Vertreter des Landes in die Enge trieb. Die Verhandlung wurde abgebrochen.
Gratzer spricht von "Husch-Pfusch". Er werde sich damit abfinden, dass ein Radweg statt der Bahn komme, sagt Gratzer, aber das Projekt müsse rechtens sein. Es gehe um Brücken und Durchlässe, für welche die nötigen Unterlagen gefehlt hätten.
Heuras: "Projekt wird fortgesetzt"
Der zuständige Landesrat Johann Heuras (ÖVP) spricht dagegen von parteipolitisch motivierter Übertreibung, das Projekt werde fortgesetzt.
Es hätten die Erfahrungen gefehlt, so Verkehrsplaner Zibuschka.
Zibuschka: "An Unterlagen wird gearbeitet"
Landesverkehrsplaner Friedrich Zibuschka erklärt die Probleme damit, dass es bis jetzt kein solches Auflassungsverfahren in Niederösterreich gegeben habe, weshalb die Erfahrungen gefehlt hätten.
An der Gesamtplanung ändere das nichts, sagt Zibuschka, es werde nur etwas länger dauern, an den nötigen Unterlagen werde gearbeitet. Eine weitere Verhandlungsrunde werde möglichwerweise gar nicht nötig sein, meint Zibuschka.
28.05.2011, 17:05#44
Radtramper Ybbstal
ZitatOriginal von http://www.n-mobil.at/?p=1556#more-1556
“Radtramper” – Radtransport im Ybbstal Sommer 2011
Von 1. Juli bis 28. August 2011 startet im Ybbstal von Lunz bis Waidhofen/Ybbs ein Probebetrieb mit einem “Radtramper” – Bus mit Radanhänger für mindestens 20 Räder.
Auf der vom Land NÖ initiierten und finanzierten Mostviertel-Linie wird es künftig ein zusätzliches Schmankerl für die Ferien geben. „Ab Juli wird es in der Sommerferienzeit an den Wochenenden sowie Feiertagen einen eigenen Bus inklusive Radanhänger für rund 20 Räder – den Radtramper – geben. Damit geben wir einen zusätzlichen Anreiz für die Wirtschaft in der Region und bieten auch für die Bürgerinnen und Bürger ein zusätzliches Service“ kündigt Verkehrslandesrat Karl Wilfing das neue Service an.
Am 22. April trafen sich daher bereits Vertreter der Ybbstaler Gemeinden und der Tourismusverbände Göstling und Lunz auf Einladung der Mobilitätszentrale um über den Fahrplan des „Radtrampers“ – eines touristischen Radmoduls auf der Mostviertel-Linie – abzustimmen. Das Mobilitätskonzept Ybbstal sieht auch die Unterstützung der Tourismusregion (z.B. MO13 Bus auf das Hochkar) vor.
Der Bus für Radfahrer fährt aus wirtschaftlichen Gründen (bei Schlechtwetterperioden sind wenig Radfahrer zu erwarten) bedarfsorientiert. Gegen telefonische Voranmeldung fährt der Bus laut Fahrplan 2 Mal am Tag in das Ybbstal und 2 Mal wieder retour nach Waidhofen an der Ybbs. In jeder der Ybbstalgemeinden von Lunz bis nach Waidhofen wird es auf Wunsch der Region jeweils eine Haltestelle geben bei der die Verladung der Fahrräder möglich ist. Der Fahrplan ist so gestaltet, dass mit der Bahn ankommende Radfahrer aus Richtung Amstetten (bzw. Richtung Wien) und Kleinreifling eine Verbindung in das Ybbstal haben – bei der Retourfahrt am Abend ist ebenfalls darauf geachtet worden, dass sowohl in Richtung Kleinreifling als auch Amstetten (und weiter nach Wien und St. Pölten) ein guter Anschluss an die Bahn gegeben ist.
Fahrplan und Haltestellenübersicht hier zum runterladen.
http://www.n-mobil.at/wp-content/uploads/2011…radmodul22042011.pdf
Kosten: zuzüglich zum Fahrtarif 2 Euro für Erwachsene und 1 Euro für Kinder.
Nähere Infos erhalten sie von der Mobilitätszentrale Mostviertel Süd bei Karin Schildberger unter der Nummer 0676 812 20 556 bzw. unter mostviertel@n-mobil.at.
22.06.2011, 21:34#45
MO12 wird nach Göstling verlängert und verkehrt auch am Wochenende
ZitatQuelle: http://www.n-mobil.at/?p=1898#more-1898
Mostviertel-Linie MO12: Verbesserung und Erweiterung im Ybbstal
Zeitgleich mit dem Radtramper am 2. Juli 2011 startet eine weitere Verbesserung auf der Mostviertel-Linie. Die Linie MO12 wird auf Wunsch der Region erweitert und mehr Kurse werden eingeführt. Ein Wochenendbetrieb startet.
Dass es in Hollenstein und St. Georgen am Reith Probleme mit der Mostviertel-Linie gibt, hatte sich bis in das Büro von Verkehrslandesrat Mag. Karl Wilfing und seinem Vorgänger Mag. Hans Heuras durchgesprochen.
Ab 2. Juli wird jetzt die Linie MO12, die bisher von Hollenstein nach St. Georgen/Reith verkehrte, auf Wunsch der Region nach Göstling/Ybbs verlängert. Von Montag bis Freitag wird ein zusätzliches 4. Kurspaar sowie ein Wochenendbetrieb mit 3 Kurspaaren eingeführt.
Den Fahrplan finden sie hier (...)
Facharztbesuche, Besuche des Solebades Göstling, Pendeln zur Arbeit, sonstige Freizeitgestaltung und die innerregionale umweltfreundliche Mobilität werden dadurch verbessert und erleichtert.
06.10.2011, 20:34#46
Behörde stellt Bescheid zur Auflassung der Ybbstalbahn zu
ZitatOriginal von http://kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/4273164.php
NÖ-Mostviertel KURIER am 03.10.2011
Behörde stellte Bescheid zur Auflassung der Ybbstalbahn zu
Ybbstal - Der seit Monaten erwartete nächste Schritt in der Wandlung der Ybbstalbahn zum Rad-Highway wurde am letzten Septembertag gesetzt. Die beim Land NÖ angesiedelte Bahnbehörde übermittelte den Gemeinden im Ybbstal den Auflassungsbescheid für die Bahnlinie.
Nachdem noch 2010 die ÖBB den Bahnbetrieb zwischen Waidhofen und Lunz eingestellt hat, obliegt es nun dem neuen Besitzer, der NÖ Verkehrsgesellschaft (NÖVOG) die Strecke aufzulassen. "Ein im Land einmaliges Ereignis. Wichtig ist, dass jetzt die nächsten Schritte gesetzt werden können", erklärt der VP-Abgeordnete Anton Kasser.
Per Bescheid wird die NÖVOG aufgefordert, bauliche Maßnahmen zur Streckenauflassung zu setzen. Alle Bahnverkehrszeichen müssen weg, Schienenrillen an Kreuzungen verfüllt und Gefahren- oder Absturzstellen abgesichert werden. Bis Jahresende, rechnet Kasser, sollten die Auflagen erfüllt sein, damit die Behörde die Trasse per Feststellungsbescheid freigibt.
Neben Planungen und Grundverhandlungen soll Anfang 2012 ein Trägerverband, der aus den Bahngemeinden besteht, gegründet werden, kündigt Kasser an. Die NÖVOG als Eigentümer soll die Bahntrasse dort einbringen. Das Land wird rund acht Millionen Euro in den Ybbtalradweg investieren.
"Klar ist, dass die mehr als 40 Kilometer lange Trasse weiter in einem Stück für die öffentliche Hand gesichert bleibt", sagt Kasser.
Rechtsmittel gegen den Bescheid haben weder die Gemeinden noch die gegen den Abbau der Schienen kämpfende Ybbstalbahn-genossenschaft (YEG). Die hatte zuletzt Ex-EU-Kommissär Franz Fischler als Fürsprecher für eine neue Lebensader durch eine moderne Bahn gewonnen. Kasser relativiert Fischlers Aussagen: "Er hat auch gesagt, dass sich die Gemeinden über die Zukunft einig sein müssen. Die Einigkeit gibt’s für den Bau des Radwegs."
Zitat(Pressemeldung Grüne NÖ, 04.10.11)
Auflassungsbescheid für Ybbstalbahn
Die ÖVP hat hart für das Ende der Ybbstalbahn gekämpft - jetzt ist es soweit: 11.000 Menschen, die für den Erhalt der Ybbstalbahn unterschrieben haben, den Landeshauptmann damit persönlich gebeten haben, die Ybbstalbahn weiterfahren zu lassen - bekommen dieser Tage einen ÖVP-Schlag ins Gesicht.
Der Bescheid, dass das Land NÖ, die Schienen offiziell rausreißen darf, ist da. Noch anlässlich des 120-jährigen Bestehens der Ybbstalbahn beschrieb LH Pröll diese Eisenbahn als "schützenswert". Er hat es sich offenbar anders überlegt. Jetzt ist ein Radweg anstelle der Eisenbahn geplant.
"Den Radweg als Bahnersatz zu feiern ist lächerlich. Eine Verhöhnung der Pendler und Pendlerinnen, der Tourismusbetriebe und der Initiativen, die für den Erhalt der Ybbstalbahn gekämpft haben", so die Grüne Verkehrssprecherin Amrita Enzinger. Die Kombination von Rad und Bahn wird vielerorts gewinnbringend für den Tourismus und die Pendler und Pendlerinnen praktiziert. "Warum wurde im Mostviertel diese Kombination nie angedacht? Warum gibt es für die ÖVP immer nur Straße oder Schiene, warum nie Straße UND Schiene? Die Verkehrspolitik des Landes Niederösterreich wird von Betonierern dominiert.
Mobilität für das 21. Jahrhundert? Nicht in Niederösterreich - hier chauffiert die ÖVP die Bevölkerung zurück in die Steinzeit", so die Grüne Abgeordnete Amrita Enzinger
Edit: Ergänzung
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von umweltretter (06.10.2011, 20:36)
06.10.2011, 21:12#47
Das ist einfach so verrückt und eine bodenlose Frechheit das hier VORHANDENE Infrastruktur zerstört wird - unter Investition von Millionen! Ich will gar nicht wissen was man tut wenn die Pendler, stöhnend unter hohen Spritpreisen, lautstark eine Bahnverbindung zurückwünschen...
Dann kostet der Neubau der Strecke wohl zwichen 1,5 und 2 Mrd Euro
Daniel
Dann kostet der Neubau der Strecke wohl zwichen 1,5 und 2 Mrd Euro

Daniel
06.10.2011, 21:44#48
ZitatOriginal von Anid
Ich will gar nicht wissen was man tut wenn die Pendler, stöhnend unter hohen Spritpreisen, lautstark eine Bahnverbindung zurückwünschen...
Keine Sorge, das wird keiner machen! Ansonsten kommt halt der "flexible" Bus zum Einsatz.
06.10.2011, 22:37#49
ZitatOriginal von Anid
Das ist einfach so verrückt und eine bodenlose Frechheit das hier VORHANDENE Infrastruktur zerstört wird - unter Investition von Millionen! Ich will gar nicht wissen was man tut wenn die Pendler, stöhnend unter hohen Spritpreisen, lautstark eine Bahnverbindung zurückwünschen...
Dann kostet der Neubau der Strecke wohl zwichen 1,5 und 2 Mrd Euro
Daniel
Wieder einmal der Beweis dafür, dass Geld immer und überall vorhanden ist, man sich halt nur überlegen muss wofür man es investiert ... oder eben "einsetzt", um in diesem Falle nicht zu sagen wofür man es vernichtet.
08.10.2011, 21:07#50
Ybbstalbahn: Trasse wird Kommunen übertragen
ZitatOriginal von http://kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/4274679.php?mobil
NÖ-Mostviertel KURIER am 07.10.2011
Trasse wird Kommunen übertragen
Verkehrslandesrat Karl Wilfing kündigt an, dass die aufgelassene Trasse der Ybbstalbahn in Gemeindebesitz kommt.
Wolfgang Atzenhofer
Mit dem Auflassungsbescheid für die Ybbstalbahn durch das Land NÖ wird im Land erstmals eine Bahnlinie offiziell abgebaut. Verkehrslandesrat Karl Wilfing, VP, steht hinter dieser Aktion. Im KURIER-Interview kündigt er an, den Gemeinden freie Hand bei der Nutzung der Bahntrasse geben.
Wolfgang Atzenhofer KURIER: Wie begründen Sie die Auflassung der Strecke?
Karl Wilfing: Wir haben eben vom Rechnungshof (RH) bestätigt bekommen, dass in entlegenen Region der öffentliche Verkehr mit Bussen wirtschaftlicher zu führen ist als mit der Bahn. Der RH nennt 2000 Tagespassagiere als untere Grenze. Auf der Ybbstalbahn (YB) hatten wir 300, davon 180 Schüler.
Ist die Bahnschließung eine reine Kostenfrage?
Die Kosten sind sicher wichtig, aber nicht allein entscheidend. Die YB hätte eine sofortigen Investitionsbedarf von 15 Millionen Euro, der Betrieb der jetzigen Buslinien ist um ein Drittel billiger als die Bahn. Aber entscheidend war, dass sich die Gemeinden in der Region für die Busse und einen Radweg entschieden haben.
Bahnbefürworter kritisieren, dass ihre Übernahmeangebote gar nicht ernst genommen worden sind.Und dass eine Kombination Rad-Bahn die beste Lösung sei?
Ich hatte mit den Aktivisten ein Gespräch. Klar ist, dass ein Regelverkehr auf der Strecke nicht mehr möglich ist. Konkrete Angebote, dass ein Betreiber die Linie rein touristisch übernehmen will, gab es aber nicht.
Wie geht es mit der Bahntrasse, die ja im Besitz der NÖVOG ist weiter?
Der Auflassungsbescheid ist noch nicht rechtskräftig. Es müssen bestimmte bauliche Auflagen erfüllt werden (Absicherungsmaßnahmen an der Strecke, Anm. Red.) werden. Noch vor Jahresende ist das erledigt und die NÖVOG bekommt einen Feststellungsbescheid.
Gibt es Anzeichen, dass die Bescheide rechtlich nicht halten könnten?
Nein, unsere Rechtsabteilung sagt, dass alles in Ordnung geht.
Wie wird der Radweg umgesetzt?
Ich will, dass das Eigentum an der Trasse an einen Trägerverband der Gemeinden übertragen wird. Sie sollen sich mit ihrem Zukunftsprojekt identifizieren und voll einbringen können. Das Land wird die Baumaßnahmen für den Radweg fördern. Soweit ich weiß soll das Projekt in vier Etappen angelegt werden.
Wie geht es mit den Mostviertelbus-Linien und der Lokalbahn in Waidhofen weiter?
An beiden Einrichtungen wird nicht gerüttelt. Klar ist, dass wir das Bussystem, aber auch die Lokalbahn einer Evaluierung unterziehen werden und nach weiteren Verbesserungen suchen werden.
11.10.2011, 21:09#51
Kampf um die Ybbstalbahn geht vor Gericht weiter
ZitatOriginal von http://www.probahn.at/pa.asp?i=688
Kampf um die Ybbstalbahn geht vor Gericht weiter
Auflassungsbescheid des Landes NÖ führt zu jahrelangem Rechtsstreit
09.10.2011; probahn Österreich
Erste Klagen wurden bereits eingebracht!
Nationales und EU-Recht wurden grob missachtet
EU-Kommissar Franz Fischler machte den Bahnbefürwortern Mut
Ybbstalbahn: Auflassungsbescheid führt zu jahrelangem Rechtsstreit
Erste Klagen wurden sind bereits erfolgt!
• Bund und Land NÖ kommen unter Druck
• Nationales und EU-Recht wurden grob missachtet
• EU-Kommissar Franz Fischler machte den Bahnbefürwortern Mut
Am 30.9.2011 wurde seitens des Landes NÖ der Auflassungsbescheid nach § 29 EisbG für die Ybbstalbahn erlassen. Sobald die Bedingungen des Bescheides erfüllt und bestätigt sind, ist die Ybbstalbahn keine Eisenbahn mehr. Damit sollen die letzten Voraussetzungen für die Abtragung der Bahnstrecke geschaffen werden.
Um die im Bescheid geforderten baulichen Rückbau-Maßnahmen „im Hinblick auf die Belange der öffentlichen Sicherheit und zur Vermeidung von Schäden an öffentlichem oder privatem Gut“ [Zitat Gesetzestext] (bei Kreuzungen, Brücken, Tunnel, Stützmauern, etc.) umzusetzen, muss NÖ jetzt einiges an Steuergeld in die Hand nehmen, um Investitionen, die von den ÖBB vor zwei, drei Jahren getätigt wurden, abzureißen. Z.B. brandneue, maßgeschneiderte Sicherungsanlagen von Eisenbahnkreuzungen (Preis ca. 300.000 € pro Anlage).
Trotz allem scheinen die Befürworter für eine attraktive Ybbstalbahn – deren konkrete Konzepte inkl. Berechnungen für eine Tourismusbahn mit parallelem Radweg liegen dem Land seit mehr als einem Jahr zur Prüfung vor – nach wie vor gute Chancen zu haben, das Vorhaben des Landes durch Klagen zu vereiteln und endlich die Durchführung eines rechtlich (auch EU-rechtlich) einwandfreien Verfahrens zu erreichen:
• Der Rechnungshof hat am 28.9.2011 (Bericht „Reihe Bund 2011/09“) bemängelt, dass die Bahnimmobilien nicht einzeln bewertet sondern in Bausch und Bogen zu einem unverhältnismäßigen Kaufpreis vom Bund auf das Land NÖ ohne Potenzialanalyse und ohne Ausschreibung übertragen wurden.
• Die für das Stilllegungsverfahren eingeräumte Frist von 2 Wochen war derart sittenwidrig, dass der Gesetzesgeber sich in der aktuellen Novelle des diesbezüglichen Gesetzes (§28 EisbG, Begutachtung 06/2011) zur Festlegung einer Frist von zumindest 3 Monaten genötigt fühlte. Damit wird die damalige grobe und vorsätzliche Missachtung „der Intention des Gesetzes“ festgehalten. Klartext: ein faires Verfahren wurde verunmöglicht.
• Das Kaufangebot von zwei Interessenten wurde nicht ausreichend geprüft, ausländische Interessenten fühlen sich diskriminiert, da ihre Trassenbestellungen abgewiesen wurden.
Erste Klagen wurden bereits rechtskonform bei Gericht eingebracht, weitere Sachverhaltsdar-stellungen zuhanden Rechnungshof und Gerichten liegen bereit. Obige Tatsachen und identifizierte Mängel im jüngsten Bescheid dürften vor Gericht stichhaltige Argumente ergeben, die sowohl eine aufschiebende Wirkung als auch umfassende Untersuchungen bis zumindest 2013 bewirken.
Der vielbeachtete Vortrag des ehem. EU-Kommissars Dr. Franz Fischler am 9.9.2011 in Opponitz hat die Bevölkerung wachgerüttelt, und die aufmunternde Ansage des Bürgermeisters Dr. Walter Weiss aus Naturns (Vinschgau, Südtirol) „Wer nicht kämpft, hat schon verloren“ dürfte die Stimmung weiter anheizen. Und erst Anfang dieser Woche hat ein renommierter Verkehrswissenschaftler bei dem Fachkongress „Salzburger Verkehrstage“ öffentlich abgeleitet, dass jene Entscheidungsträger, die heute noch Bahn-Infrastrukturen zerstören und damit einen beträchtlichen volkswirtschaftlichen Schaden verursachen, persönlich zur Verantwortung gezogen werden müssten.
Die Uhren gehen in Bayern anders: Der Freistaat hat z.B. verfügt, dass keine Regionalbahnen mehr eingestellt werden dürfen, sondern attraktiviert werden müssen!
Für probahn ÖSTERREICH
Peter Haibach
05.02.2012, 23:42#52
Pröllbock
ZitatOriginal von http://kurier.at/nachrichten/niederoesterreic…erhitzt-gemueter.php
Erdwall ersetzt Prellböcke: NÖVOG-Aktion erhitzt Gemüter
Letztes Update am 02.02.2012, 19:10
Waidhofen/Ybbs – Ein Wall aus Geröll und Erde, direkt auf den Bahngleisen, sorgt im Ybbstal für neuen Zündstoff. Direkt nach dem Endbahnhof Gstadt im Gemeindegebiet von Waidhofen/Ybbs, ließ die NÖ Verkehrsgesellschaft (NÖVOG), als neuer Bahnbesitzer, einen Erdwall als „provisorischen Prellbock“ aufschütten. Mitglieder der Ybbstalbahn-Entwicklungsgenossenschaft (YEG), die für den Erhalt der Bahnstrecke kämpfen, sprechen von einer Provokation.
„So etwas ist Geldvernichtung. Wir werden diesen Blödsinn dem Rechnungshof melden“, ist YEG-Obmann Siegfried Nykodem zornig. Der Erdkegel, der offensichtlich im Extremfall Züge, die aus Waidhofen kommend in Gstadt nicht halten können, abbremsen soll, sei eine Provokation, beklagte Nykodem. Ein zorniges Mitglied der Fahrgastorganisation Pro Bahn Österreich schaltete auch Landeshauptmann Erwin Pröll ein und bat um Stellungnahme. „Wir haben die Auflassung beim Landesgericht und bei der EU geklagt. In einem schwebenden Verfahren so zu agieren ist nicht korrekt“, beklagt Nykodem.
Eine absichtliche Provokation bestreitet NÖVOG-Sprecherin Brigitta Pongratz vehement. Die rustikale und kuriose Aktion habe vielmehr einen praktischen Grund. „Der aufgeschüttete Hügel soll bis März als Prellbock-Ersatz fungieren. Dann werden die richtigen Prellböcke, die schon bestellt sind, aufgebaut“, erklärt Pongratz. Hintergrund der Aktion: Die NÖVOG versucht, den für die Streckenauflassung notwendigen „Feststellungsbescheid“, so rasch wie möglich zu erhalten. Der geplante Radweg soll nicht behindert werden. Dafür hat die Behörde viele Sicherheitsmaßnahmen an der 50 Kilometer langen Bahntrasse gefordert. Eine war eben die Absicherung der aktiven Waidhofener Stadtbahnstrecke mit Prellböcken.
28.02.2012, 23:20#53
ZitatQuelle: http://www.noen.at/lokales/noe-uebersicht/ybb…tiert;art2540,375323
28.02.2012 | 00:00 |
Prellbock ist montiert
BAHNAUFLASSUNG / Diese Woche will Radwegverband den Hollensteiner Dorferneuerungsverein in Gremium „aufnehmen“.
VON STEFAN HACKL
YBBSTAL / Der Erdhaufen, der in Gstadt auf die Gleise gekippt wurde und der Bahnfreunde zur Weißglut trieb, ist Geschichte. In der Vorwoche entfernten Mitarbeiter der „ARGE Instandhaltung NÖ“ den unschönen Hügel und montierten zwei metallene Prellböcke.
Der Erdwall war provisorisch aufgeschüttet worden, damit die Landesverkehrsorganisation NÖVOG alle Sicherungsauflagen für die Auflassung der Ybbstalbahn erfüllt. Wie die NÖN berichtete, wurde den Gemeinden der finale Feststellungsbescheid mittlerweile zugestellt.
Die Prellböcke, die Bahnfreunde im Internet hämisch als „Pröllböcke“ bezeichnen, schließen die Citybahn vom aufgelassenen Rest der Strecke ab. Der Ybbstalradwegverband, der sich aus sechs Gemeinden zusammensetzt und einen Radweg von Waidhofen bis Lunz großteils auf den Gleisen realisieren möchte, drückt nun aufs Tempo.
Diese Woche soll in einer Verbandssitzung der Dorferneuerungsverein Hollenstein als beratendes Mitglied aufgenommen werden. Die Dorferneuerer hatten sich bereit erklärt, die Erhaltung des Radwegs im Gemeindegebiet von Hollenstein zu übernehmen. „Mit dieser Lösung erfüllen wir die Auflage des Landes, bis Ende Februar eine durchgängige Erhaltung des Radwegs zu gewährleisten“, sagt Verbandsobmann Martin Ploderer. 10 Millionen Euro hat das Land NÖ für den Radweg zugesichert.
Ende März wird der Hollen steiner Gemeinderat den Beitritt zum Radwegverband voraussichtlich erneut behandeln. Gegen den Feststellungsbescheid werde man keinesfalls berufen, so Bürgermeister Franz Gratzer. Alles andere werde in der Fraktion noch beraten. Mit Herbert Zebenholzer, der sich mit Paul Egger die Sprecherrolle in der Radweg-Arbeitsgruppe des Dorferneuerungsvereins teilt, wird sich der Ortschef diese Woche zu einem Gespräch treffen.
Wie emotional die Debatte verläuft, zeigt sich im Forum von NÖN Online. 186 Einträge - so viele wie noch bei keinem anderen Artikel auf www.noen.at - gab es zu einem aktuellen Radwegartikel. Die Ybbstalbahn-Entwicklungsgemeinschaft (YEG) setzt weiter auf eine EU-Klage.
Besprechung in Lunz: Herbert Zebenholzer, Dr. Christa Egger-Danner und Paul Egger (v.l.) mit Verbandsobmann Martin Ploderer (2.v.r.).ZVG
06.03.2012, 21:31#54
ZitatQuelle: http://www.noen.at/lokales/noe-uebersicht/ybb…Tisch;art2540,376836
06.03.2012 | 00:00 |
Bahn-Aktivsten: „Runder Tisch“
YBBSTALBAHN / Bahn-Aktivisten stecken nicht auf: Mit einem deutschen Experten entwickelten sie Plan für eine Betriebsgesellschaft und regen nochmalige Gespräche an.
VON STEFAN HACKL
YBBSTAL / Wenn die Bahn-Aktivisten von ihren Plänen reden, kommt das Wort „könnte“ oder die Floskel „vielleicht“ nur sehr selten vor. Sie sind felsenfest davon überzeugt, das Ruder noch herumreißen zu können, auch wenn Jürgen Krappen sagt, „dass es schon fünf nach zwölf ist“.
Mit dem deutschen Berater hat die „Ybbstalbahn-Entwicklungsgemeinschaft“ (YEG) an einem Betriebskonzept für eine Tourismusbahn gearbeitet. Mit dem Bahnprofi Christian Wachauer hat man sogar schon einen technischen Direktor designiert.
Der Hintergrund: YEG-Obmann Siegfried Nykodem geht davon aus, dass das Auflassungsverfahren gerichtlich aufgehoben wird. Wie berichtet, wurde der endgültige Feststellungsbescheid für die Strecken Gstadt-Ybbsitz und Gstadt-Göstling bereits ausgestellt. Die Ybbstalbahn ist damit flächenwidmungsmäßig keine Eisenbahn mehr.
Die Lage bei der Ilztalbahn in Deutschland sei ähnlich verfahren gewesen, heute fahre sie wieder, berichtet Nykodem. Das schwebt ihm auch für die Ybbstalbahn vor. „Wir wollen uns selbst finanzieren und die Steuertöpfe nicht anfassen“, sagt er.
360.000 Fahrgäste waren laut ÖBB im Jahr 2008 noch mit der Ybbstalbahn unterwegs gewesen. Auf einen Tourismusbetrieb an 30 Wochenenden umgerechnet seien das 45.000 Fahrgäste, sagt Jürgen Krappen. Die Beseitigung der Rutschungen im Ofenloch würden mit 60.000 Euro zu Buche schlagen. Dafür kämen die Vereine „Pro Ybbstalbahn“ und „Club 598“ auf. Das Stammkapital für die Betriebsgesellschaft habe man ebenfalls beieinander.
„Wir sind nicht gegen den Radweg, im Gegenteil. Bahn und Rad sind die ideale Kombination. Im Ofenloch müsste der Radweg neben der Bundesstraße verlaufen“, schlägt Wachauer vor. Bei einem „Runden Tisch“ mit den Verantwortlichen des Radwegverbands und des Landes NÖ wollen die Bahn-Aktivisten ihr Konzept vorstellen: „Wir müssen weg vom Politikum und das Beste für das Tal herausholen.“
Die Bahnfreunde müssten einsehen, dass die Bahn Geschichte sei, heißt es hingegen von Seiten des Verbands (s. oben). Die Lust auf Gespräche trübten zudem anonyme E-Mails und Faxnachrichten, in denen die Ortschefs beschimpft worden waren.
13.03.2012, 20:29#55
Für das südliche Mostviertel gibt's jetzt endlich einen Übersichtsplan für alle Bahn- und Buslinien. Derartige Pläne wären dringend flächendeckend nötig, um das Verkehrsnetz übersichtlich darstellen zu können.

Quelle: http://www.n-mobil.at/wp-content/uploads/2011/12/Unbenannt.jpg

Quelle: http://www.n-mobil.at/wp-content/uploads/2011/12/Unbenannt.jpg
16.03.2012, 23:29#57
Allerdings ändert die schönste Darstellung nichts daran, dass die meisten Linien ohnehin nur alle heiligen Zeiten fahren.
22.03.2012, 20:05#58
ZitatQuelle: http://www.noen.at/lokales/noe-uebersicht/ybb…tling;art2540,380252
Ötscherland-Express fährt bis Göstling
NEU / Dampf- und Dieselloks tuckern ab Juni auf längerer Strecke. Probebetrieb läuft ein Jahr.
VON STEFAN HACKL
YBBSTAL, KIENBERG / Der „Ötscherland-Express“, der an Samstagen und Sonntagen mit Dampf- und Dieselloks zwischen Kienberg und Lunz am See hin- und hertuckert, steht vor einer Expansion. Heuer werden die Züge erstmals bis nach Göstling fahren.
Eine entsprechende Vereinbarung hat die Landesverkehrsorganisationsgesellschaft NÖVOG mit den ehrenamtlichen Helfern der NÖLB (NÖ Lokalbahnen BetriebsgmbH) bereits getroffen. Der Probebetrieb läuft ein Jahr. „Dann werden wir sehen, wie gut das Angebot angenommen wird“, berichten Eisenstraße-Obmann Andreas Hanger und der Lunzer Bürgermeister Martin Ploderer gegenüber der NÖN.
Im Gegensatz zur Bergstrecke bietet der eben verlaufende Abschnitt nach Göstling die Möglichkeit, dass Gäste den Lokführern bei der Arbeit über die Schulter schauen können. Zudem ist am Göstlinger Bahnhof zusätzlicher Platz für das Einstellen von Fahrzeugen. Am 9. Juni nimmt der „Ötscherland-Express“ seinen Betrieb auf – vorerst aber nur zwischen Kienberg und Lunz am See. Göstling fahren die historischen Loks erstmals am 7. Juli an. Bis 30. September sind Präsident Dr. Werner Schiendl und seine Crew an den Wochenenden unterwegs.
Radwegverband: Gespräch am Freitag
Wichtige Tage stehen auch beim Projekt „Ybbstalradweg“ an. Am Freitag finden Gespräche zwischen dem Obmann des Radwegverbands, Martin Ploderer, und der Hollensteiner Gemeindeführung statt. Vor Ort soll die Trassenführung des geplanten Radwegs begutachtet werden. Erst dann will Ortschef Franz Gratzer entscheiden, ob ein Verbandsbeitritt in der kommenden Gemeinderatssitzung behandelt wird. „Wir möchten das auf der Sachebene abhandeln. Es besteht kein Grund zur Hektik“, so Gratzer.
04.04.2012, 20:53#59
ZitatQuelle: http://www.noen.at/lokales/noe-uebersicht/ybb…n%3bart2540%2c383003
03.04.2012 | 00:00 |
Kritik an der Citybahn
VERKEHR / Keine Ersatz-Triebwägen und Zug führer, die Tickets nicht ausstellen: NÖN-Test entkräftete einige der Vorwürfe.
VON STEFAN HACKL
WAIDHOFEN / In der NÖN-Redaktion häuften sich zuletzt die Anrufe: Zugführer der Citybahn Waidhofen würden keine Tickets ausstellen, weil sie keine Geräte mithätten oder darauf nicht eingeschult wären, lautete der Vorwurf. „Gerade ältere Fahrgäste wollen zahlen, müssen aber schwarz fahren“, berichtet ein Leser.
Beim NÖN-Test gab es keine Probleme
Die NÖN machte daraufhin die Probe aufs Exempel: Der junge NÖVOG-Mitarbeiter stellte bei der Abfahrt in Gstadt ohne Umschweife ein Ticket aus, wies sogar auf einen günstigeren Tarif hin – und hatte ausreichend Wechselgeld in der Kasse. Zumindest in diesem Fall lief alles problemlos.
Aber auch andere Kritikpunkte werden laut: So musste beim Schülerzug, der morgens vom Hauptbahnhof die Schüler aus Amstetten Richtung HTL Waidhofen bringt, ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden.
Der Grund: Zwei Triebwägen sind momentan defekt, die Schülerlast ist mit einem Triebwagen nicht zu bewältigen. Reservefahrzeuge fehlen, weil sie laut dem Verein „Pro Ybbstalbahn“ bereits auf anderen NÖVOG-Strecken in Niederösterreich im Einsatz seien.
Dass alles besser als zu ÖBB-Zeiten sei, davon könne keine Rede sein, heißt es vonseiten der Bahnfreunde.
Die NÖVOG stellt in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der NÖN klar: „Die Citybahn verfügt über drei Triebfahrzeuge. Eines davon steht zurzeit in der Werkstatt und wird voraussichtlich nach den Osterferien wieder zur Verfügung stehen. Kurz vor Ostern ist leider ein zweites Fahrzeug ausgefallen. Daher wurde der Schienenersatzverkehr notwendig.“
Und zur Frage nach den Ticketproblemen erklärt NÖVOG-Sprecherin Brigitta Pongratz: „Die Tickets sind beim Triebfahrzeugführer zu entwerten. Da gab es vor kurzem tatsächlich Nachschulungsbedarf bei Mitarbeitern, die neu auf dieser Strecke im Einsatz waren. Das ist erledigt. Damit sollte das Thema der Vergangenheit angehören.“
06.06.2012, 21:57#60
Die Bahnbefürworter im Ybbstal sind weiterhin aktiv und haben nun eine Website erstellt, auf der sie einen Tourismusbetrieb auf der Gesamtstrecke fordern:
http://www.schafkaes-express.at/
http://www.schafkaes-express.at/
