Geplante, realisierte und gescheiterte Hausabbrüche
128 Beiträge · Seite 6 von 7
04.05.2013, 18:05#101
Ich habe mir gedacht, das Thema würde hier noch am besten hineinpassen. Was war eigentlich vor den Ringstraßengalerien auf diesem Standort? Ist es das Haus auf den Schwarzweißfotos auf dieser Seite: http://www.wien.gv.at/kulturportal/public/ide…a1-b2af-0152aa9a7cd9 ?
04.05.2013, 18:29#102
Davor stand dort das Steyr-Haus:
http://books.google.at/books?id=sk4faeM5flgC&…CADQ&ved=0CCUQ6AEwAw
Beste Grüße
VT
http://books.google.at/books?id=sk4faeM5flgC&…CADQ&ved=0CCUQ6AEwAw
Beste Grüße
VT
06.05.2013, 09:46#103
Davor stand dort das Steyr-Haus:Genau, das wurde ja 1987 warm abgetragen.
http://books.google.at/books?id=sk4faeM5flgC&…CADQ&ved=0CCUQ6AEwAw
Beste Grüße
VT
20.10.2013, 00:06#104
Um in dem Thema mal wieder was zu sagen:
wie schon vermutet wurde von WeSt konnte ich heute bei der Währinger Straße 142 / Gentzgasse 67 lesen, dass beide Häuser abgetragen werden und durch eine Wohnhausanlage mit Geschäftslokal ersetzt werden... die letzten einstöckigen Häuser in dem Bereich sind damit Geschichte. Wer noch Fotos machen möchte: Parkverbot gilt ab Montag, 21.10, Mobilklo wurde schon aufgestellt, dürfte ruckzuck gehen...
So wie in der Michaelerstraße, der Schubert- und der Säulengasse. Momentan trifft die Abbruchwelle die Bezirke 9 und 18 ziemlich stark
wie schon vermutet wurde von WeSt konnte ich heute bei der Währinger Straße 142 / Gentzgasse 67 lesen, dass beide Häuser abgetragen werden und durch eine Wohnhausanlage mit Geschäftslokal ersetzt werden... die letzten einstöckigen Häuser in dem Bereich sind damit Geschichte. Wer noch Fotos machen möchte: Parkverbot gilt ab Montag, 21.10, Mobilklo wurde schon aufgestellt, dürfte ruckzuck gehen...
So wie in der Michaelerstraße, der Schubert- und der Säulengasse. Momentan trifft die Abbruchwelle die Bezirke 9 und 18 ziemlich stark

16.11.2013, 11:19#106
Laut einen Bericht in der "Presse" soll der Kutscherhof in der Speisinger Straße abgerissen und durch eine Wohnhausanlage ersetzt werden.
http://immobilien.diepresse.com/home/wohnen/1…gl.home_karrierenews
http://immobilien.diepresse.com/home/wohnen/1…gl.home_karrierenews
18.11.2013, 09:46#107
Laut einen Bericht in der "Presse" soll der Kutscherhof in der Speisinger Straße abgerissen und durch eine Wohnhausanlage ersetzt werden.WIE BITTE?

18.11.2013, 10:01#108
Weitere Informationen und Visualisierungen gibt es hier: Wohnen im Kutscherhof - Hermesstraße 1B, 1130 Wien
09.12.2013, 07:58#109
Passt recht gut zu den hässlichen Neubauten und sonstigen optischen Zumutungen:
Postkartenaktion gegen schlechte Baupolitik
Engagierte Architekten, Raumplaner, Landschaftsplaner und Ingenieure wollen mit "anti-idyllischen" Bildern aufrütteln.
Anti-idyllische Postkarten verschickt die „Plattform Baukultur“ ab heute an politische Entscheidungsträger. Damit will sie auf Zersiedelung und schlechte Architektur in Österreich aufmerksam machen. Die Gruppe – engagierte Architekten, Raumplaner, Landschaftsplaner und Ingenieure – will bis Ende März insgesamt 1300 „Urlaubsgrüße“ (siehe Galerie) senden, unter anderem an alle Nationalrats- und Landtagsabgeordneten.
Die Kampagne trägt den Titel „wandelbares österreich“ und soll aufrütteln. „Diese Postkarten zeigen jenes Österreich, das uns zu 80 Prozent tagtäglich umgibt“, sagt der Sprecher der Plattform, Volker Dienst, zum KURIER. Fehlende Baupolitik wirke sich dramatischer auf das Leben aus als angenommen. So gehe durch die unkontrollierte Wucherung der Siedlungsräume und durch die Versiegelung der Böden auch „Biodiversität“ (also verschiedene Pflanzen und Tiere) verloren: „Das kommt der Abholzung im Amazonas-Regenwald nahe“, meint Dienst.
Die Plattform veröffentlicht alle fünf Jahre einen Baukulturreport. Seit 2006 wurden 91 Empfehlungen für die Politik erarbeitet. Genau eine ist bisher umgesetzt worden. Deshalb wurde nun die Aktion gestartet.
Die Karten sind Themenschwerpunkten wie Verkehr oder Ortskerne gewidmet – samt Texten dazu, die zeigen sollen, dass Österreich hier wirklich ein Problem hat.
Die Organisatoren rufen auch die Bürger auf, „Unorte“ auf ihrer Homepage www.wandelbares-österreich.at bzw. auf der Facebookseite (plattform baukultur) zu veröffentlichen. Damit soll Druck auf die neue Bundesregierung für eine verantwortungsvollere, ressortübergreifende Baupolitik ausgeübt werden.
(KURIER) ERSTELLT AM 09.12.2013, 06:00
Postkartenaktion gegen schlechte Baupolitik
Engagierte Architekten, Raumplaner, Landschaftsplaner und Ingenieure wollen mit "anti-idyllischen" Bildern aufrütteln.
Anti-idyllische Postkarten verschickt die „Plattform Baukultur“ ab heute an politische Entscheidungsträger. Damit will sie auf Zersiedelung und schlechte Architektur in Österreich aufmerksam machen. Die Gruppe – engagierte Architekten, Raumplaner, Landschaftsplaner und Ingenieure – will bis Ende März insgesamt 1300 „Urlaubsgrüße“ (siehe Galerie) senden, unter anderem an alle Nationalrats- und Landtagsabgeordneten.
Die Kampagne trägt den Titel „wandelbares österreich“ und soll aufrütteln. „Diese Postkarten zeigen jenes Österreich, das uns zu 80 Prozent tagtäglich umgibt“, sagt der Sprecher der Plattform, Volker Dienst, zum KURIER. Fehlende Baupolitik wirke sich dramatischer auf das Leben aus als angenommen. So gehe durch die unkontrollierte Wucherung der Siedlungsräume und durch die Versiegelung der Böden auch „Biodiversität“ (also verschiedene Pflanzen und Tiere) verloren: „Das kommt der Abholzung im Amazonas-Regenwald nahe“, meint Dienst.
Die Plattform veröffentlicht alle fünf Jahre einen Baukulturreport. Seit 2006 wurden 91 Empfehlungen für die Politik erarbeitet. Genau eine ist bisher umgesetzt worden. Deshalb wurde nun die Aktion gestartet.
Die Karten sind Themenschwerpunkten wie Verkehr oder Ortskerne gewidmet – samt Texten dazu, die zeigen sollen, dass Österreich hier wirklich ein Problem hat.
Die Organisatoren rufen auch die Bürger auf, „Unorte“ auf ihrer Homepage www.wandelbares-österreich.at bzw. auf der Facebookseite (plattform baukultur) zu veröffentlichen. Damit soll Druck auf die neue Bundesregierung für eine verantwortungsvollere, ressortübergreifende Baupolitik ausgeübt werden.
(KURIER) ERSTELLT AM 09.12.2013, 06:00
24.05.2014, 23:49#110
Eine Straße, die sich in den letzten Jahren sehr stark verändert hat, ist die Donaufelderstraße, sehr viele der alten Vorstadthäuser, die dort früher typisch waren, mußten schon weichen.
Jetzt erwischt es ein besonderes Haus:das Jugendstilhaus auf Donaufelderstraße Nr.241, auch als "Hopf Haus" bekannt. Der Abbruchbescheid ist schon rechtskräftig, mit den Demolierungsarbeiten wurde schon begonnen.
Zustand 24.Mai; die markanten Steinköpfe über den Rundbogenfenstern im Erdgeschoß sind schon zerstört worden.
als Jung-SchienenWolf in den 1980ern den Prolotechnischen äh Polytechnischen Lehrgang in der Wintzingerodestraße besuchte, bin ich jeden Tag an diesen schönen Haus vorbeigefahren.
das Haus wurde erst vor ein paar Jahren aufwendig generalsaniert, es war dann nach der Renovierung sogar ein Wirtshaus drinnen.
Angeblich hat eine Bank oder eine Sparkassa das Haus erworben, um auf den Grundstück ein neues Gebäude zu errichten.
(warscheinlich das nächste leerstehende Bürohaus
)
was mir an solchen Häusern gefällt, sind die vielen verschiedenen Details.
benannt ist das Haus nach seinen Erbauer und ersten Bewohner, den Baumeister Hopf-in den Wandschmuck kann man die zünftigen Werkzeuge erkennen:Maurerfäustel, Zirkel, Winkelmaß
( und für alle Foren-User aus DE; auch wenn ihr da Hammer & Zirkel seht, das ist NICHT die ehemalige DDR-Botschaft
)
In den 1980ern präsentierte sich das Haus noch "altwertig"
das Markanteste an den Haus waren die Steinköpfe über den Rundbogenfenstern, die haben mich immer schon fasziniert, leider hat man mit ihrer Zerstörung als erstes begonnen
(siehe die ersten beiden Bilder des Postings)
Erbaut 1905 bis 1906 - Mutwillig Zerstört 2014, für mich ist der Abriss dieses Hauses ein kultureller Vandalenakt erster Güte.
Irgendwie habe ich den Eindruck, daß in den letzten Jahren sehr viele Alte Häuser sinnlos abgerissen wurden, meistens noch solche, die sich noch weitgehenst im Original-Zustand befunden haben.
Und mich bitte nicht falsch verstehen:eine Stadt lebt, entwickelt sich weiter, aber gerade in Wien, wo jetzt viele neue Bauflächen zur Verfügung stehen (Nordbahngründe, ehem.Süd/Ostbahnhof, Seestadt Aspern) gäbe es auch Platz für moderne, innovative Architektur, da muß man mMn nicht mit Zwang alte Häuser vernichten, um Platz für was Neues zu schaffen.
Für mich sind diese Häuser auch Kulturgut- so wie Fachwerkhäuser charakteristisch für viele deutsche Städte sind, sind die Gründerzeit/Jugendstilhäuser charakteristisch für Wien(oder andere Städte der ehem. Donaumonarchie).
Mit jeden Alten Haus, das da verschwindet, verschwindet auch ein Stück unserer Geschichte (so sehe ich das halt).
Mit nachdenklichen Grüssen diesmal-SchienenWolf
Jetzt erwischt es ein besonderes Haus:das Jugendstilhaus auf Donaufelderstraße Nr.241, auch als "Hopf Haus" bekannt. Der Abbruchbescheid ist schon rechtskräftig, mit den Demolierungsarbeiten wurde schon begonnen.
Zustand 24.Mai; die markanten Steinköpfe über den Rundbogenfenstern im Erdgeschoß sind schon zerstört worden.
als Jung-SchienenWolf in den 1980ern den
das Haus wurde erst vor ein paar Jahren aufwendig generalsaniert, es war dann nach der Renovierung sogar ein Wirtshaus drinnen.
Angeblich hat eine Bank oder eine Sparkassa das Haus erworben, um auf den Grundstück ein neues Gebäude zu errichten.(warscheinlich das nächste leerstehende Bürohaus
)
was mir an solchen Häusern gefällt, sind die vielen verschiedenen Details.
benannt ist das Haus nach seinen Erbauer und ersten Bewohner, den Baumeister Hopf-in den Wandschmuck kann man die zünftigen Werkzeuge erkennen:Maurerfäustel, Zirkel, Winkelmaß( und für alle Foren-User aus DE; auch wenn ihr da Hammer & Zirkel seht, das ist NICHT die ehemalige DDR-Botschaft
)
In den 1980ern präsentierte sich das Haus noch "altwertig"
das Markanteste an den Haus waren die Steinköpfe über den Rundbogenfenstern, die haben mich immer schon fasziniert, leider hat man mit ihrer Zerstörung als erstes begonnen (siehe die ersten beiden Bilder des Postings)
Erbaut 1905 bis 1906 - Mutwillig Zerstört 2014, für mich ist der Abriss dieses Hauses ein kultureller Vandalenakt erster Güte.Irgendwie habe ich den Eindruck, daß in den letzten Jahren sehr viele Alte Häuser sinnlos abgerissen wurden, meistens noch solche, die sich noch weitgehenst im Original-Zustand befunden haben.
Und mich bitte nicht falsch verstehen:eine Stadt lebt, entwickelt sich weiter, aber gerade in Wien, wo jetzt viele neue Bauflächen zur Verfügung stehen (Nordbahngründe, ehem.Süd/Ostbahnhof, Seestadt Aspern) gäbe es auch Platz für moderne, innovative Architektur, da muß man mMn nicht mit Zwang alte Häuser vernichten, um Platz für was Neues zu schaffen.
Für mich sind diese Häuser auch Kulturgut- so wie Fachwerkhäuser charakteristisch für viele deutsche Städte sind, sind die Gründerzeit/Jugendstilhäuser charakteristisch für Wien(oder andere Städte der ehem. Donaumonarchie).
Mit jeden Alten Haus, das da verschwindet, verschwindet auch ein Stück unserer Geschichte (so sehe ich das halt).
Mit nachdenklichen Grüssen diesmal-SchienenWolf
25.05.2014, 10:29#111
Das ist wirklich sehr, sehr traurig. Ich bin schon gespannt welches neue Haus da hinein kommt


25.05.2014, 10:49#112
Das ist wirklich sehr, sehr traurig. Ich bin schon gespannt welches neue Haus da hinein kommtVermutlich irgendein Glaspalast mit 50 leeren Büros, 4 leeren Wohnungen und einer leeren Garage. Oder es passiert das selbe wie auf den alten Kuwopa-Gründen, dass die Bau/Planungsfirma (da damals Buwog) eingeht, und aus dem Teil eine "Gstett'n" wird. Wäre in Floridsdorf/Donaustadt nicht das erste Mal![]()
. PS: Beim Wasserpark hängt auf einem alten Haus, wo einmal eine Pizzeria drinnen war ein Schild, dass dort neue Eigentumswohnungen entstehen. Da das Haus aber sehr marod ist, gehe ich davon aus, dass da bald die Abrissbirne kommen wird.
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von Bus33A (25.05.2014, 10:56)
02.06.2014, 10:38#113
Es gibt eine eigene FB-Gruppe gegen den Abriss des Hopf-Hauses...
um Deine Frage zu beantworten, was stattdessen dort hinkommt, empfehle ich diese Seite zu besuchen:
http://www.immobilien-promotion.net/referenz/…sfolder-%C3%BCbergab
der Charme der 70er Jahre.
Was es noch zu erwähnen gibt: nur wenige Hausnummern weiter sollen zwei nebeneinander liegende Gebäude (eines davon ebenfalls ein von Hopf geplantes Haus) zugunsten von Eigentumswohnungen zerstört werden,, nämlich Donaufelder Straße 217 und 219.
Die bis vor wenigen Jahren noch ländlich geprägte Donaufelder Straße wird mit 5 Stockwerken hohen Häusern zugepflastert, die vom Erscheinungsbild besser in die Seestadt passen.
um Deine Frage zu beantworten, was stattdessen dort hinkommt, empfehle ich diese Seite zu besuchen:
http://www.immobilien-promotion.net/referenz/…sfolder-%C3%BCbergab
der Charme der 70er Jahre.
Was es noch zu erwähnen gibt: nur wenige Hausnummern weiter sollen zwei nebeneinander liegende Gebäude (eines davon ebenfalls ein von Hopf geplantes Haus) zugunsten von Eigentumswohnungen zerstört werden,, nämlich Donaufelder Straße 217 und 219.
Die bis vor wenigen Jahren noch ländlich geprägte Donaufelder Straße wird mit 5 Stockwerken hohen Häusern zugepflastert, die vom Erscheinungsbild besser in die Seestadt passen.
02.06.2014, 11:10#114
Es gibt eine eigene FB-Gruppe gegen den Abriss des Hopf-Hauses...
Was es noch zu erwähnen gibt: nur wenige Hausnummern weiter sollen zwei nebeneinander liegende Gebäude (eines davon ebenfalls ein von Hopf geplantes Haus) zugunsten von Eigentumswohnungen zerstört werden,, nämlich Donaufelder Straße 217 und 219.
Danke für die Info . .
der Charme der 70er Jahre.
Und wäre es nicht so bunt, sondern GRAU - fertisch wäre ein DDR-PLATTENBAU <ironie off/>
Die bis vor wenigen Jahren noch ländlich geprägte Donaufelder Straße wird mit 5 Stockwerken hohen Häusern zugepflastert, die vom Erscheinungsbild besser in die Seestadt passen.
Grüße-SchienenWolf
02.06.2014, 14:56#115
um Deine Frage zu beantworten, was stattdessen dort hinkommt, empfehle ich diese Seite zu besuchen:Na ganz toll...
http://www.immobilien-promotion.net/referenz/…sfolder-%C3%BCbergab
Wenn ich mir die Häuser anschaue, die derzeit in Wien gebaut werden, und dafür alten Häusern weichen müssen, platzt mir sowieso der Kragen.
02.06.2014, 15:15#116
Und bei so einem Haus platzt einem auch noch zusätzlich der "Kagran"um Deine Frage zu beantworten, was stattdessen dort hinkommt, empfehle ich diese Seite zu besuchen:Na ganz toll...
http://www.immobilien-promotion.net/referenz/…sfolder-%C3%BCbergab
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Wenn ich mir die Häuser anschaue, die derzeit in Wien gebaut werden, und dafür alten Häusern weichen müssen, platzt mir sowieso der Kragen.
03.06.2014, 15:00#117
Wenn ich mir die Häuser anschaue, die derzeit in Wien gebaut werden, und dafür alten Häusern weichen müssen, platzt mir sowieso der Kragen.
I-Tüpferl-Reiterei, wenn erlaubt:
Die neuen Häuser müssen also alten Häusern weichen, sprich, sie verschwinden, um Platz für alte Häuser zu machen.
Ja, wäre eh optimal.

LG
03.06.2014, 20:04#118
Wär' aus meiner Sicht keineswegs optimal. So sehr ich auch für den Erhalt historischer Bauten bin und viele der hier erwähnten Hausabrisse sehr bedauerlich finde, würde ich es nichtsdestotrotz ablehnen, heutzutage Häuser im Stil des 19. Jahrhunderts zu bauen - das wäre lediglich Kitsch. Kunst und Künstler müssen ihre Zeit repräsentieren, meinte schon Otto Wagner sinngemäß.Wenn ich mir die Häuser anschaue, die derzeit in Wien gebaut werden, und dafür alten Häusern weichen müssen, platzt mir sowieso der Kragen.
I-Tüpferl-Reiterei, wenn erlaubt:
Die neuen Häuser müssen also alten Häusern weichen, sprich, sie verschwinden, um Platz für alte Häuser zu machen.
Ja, wäre eh optimal.
04.06.2014, 12:56#119
Hopalla...Wenn ich mir die Häuser anschaue, die derzeit in Wien gebaut werden, und dafür alten Häusern weichen müssen, platzt mir sowieso der Kragen.
I-Tüpferl-Reiterei, wenn erlaubt:
Die neuen Häuser müssen also alten Häusern weichen, sprich, sie verschwinden, um Platz für alte Häuser zu machen.
Ja, wäre eh optimal.
LG

04.06.2014, 19:40#120
Heute war SchienenWolf wieder auf der Donaufelderstraße unterwegs, zuerst einmal wegen der Häuser Donaufelderstraße Nr.217 & 219, die auch bald abgerissen werden:

Leider hat die Abriss-Firma auf beiden Häusern monströse Plakate angebracht - scheinbar will man potentielle Fotografen davon abhalten, von den Häusern noch ein paar Erinnerungsbilder zu schießen.

Das Haus Nr.217 kann man getrost als Jugendstil-Kleinod bezeichnen, obwohl stellenweise der Putz abbröckelt, macht es doch noch einen passablen, von Baufälligkeit weit entfernten Eindruck.
Auch dürfte die Fassade vor ein paar Jahren noch zumindest einmal neu gestrichen worden sein.
Anbei ein paar Architektur-Details






Ein weiteres, sehenswertes Gebäude ist das Haus Donaufelderstraße 193; dieses Gebäude ist meines wissens nach (noch?) nicht von der Spitzhacke bedroht, wirkt aber sehr gefällig und "altwertig"

und kann auch mit architektonischen Reizen aufwarten



Auf das Haus Donaufelderstraße Nr.55 wartet leider auch schon die Abriss-Birne, das Nachbar Haus hat es schon "erwischt".
Was an den Haus auffällt, ist der Vorgarten mit seinen Gusseisernen Zaun, der halt momentan verwildert ist, würde mit etwas Pflege ein wunderbares Ensemble ergeben, zumal die Donaufelderstraße an diesen Abschnitt eine Alle ist.
Oder: <träum>in den Haus siedelt sich ein Wirt an, und der Vorgarten wird zum Schanigarten, Schienenwolf schlürft ein kühles Blondes Krügerl & erfreut sich wenn ein E1 vorbeikommt<träum off>



was auch hier auffällt:das Haus erhielt erst vor wenigen Jahren neue Kunststoffenster.
Was jetzt kommt finde ich krass:Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, alten Häuser aufzustocken, Dachböden auszubauen, etc.
Aber: der dazugebaute Teil sollte halt mit den Rest des Hauses harmonieren, will damit sagen, das Farbe, Fensterteilung, Fenstergröße dazupassen sollte.
Der Architekt, der das Haus Donaufelderstraße 159 (eigentlich ein Biedermeierhaus von 1825) so umgebaut hat, war da offenbar ganz anderer Meinung:

Also zu ebener Erd´wohnt der Liebe Augustin, im Stock Luke Skywalker (oder:Alt Wien vs. Star Wars)
Zum Abschluß noch drei Bilder vom Hopf-Haus:

diesmal mit Straßenbahn davor und

irgendwie ein entzückendes Dachbodenfenster (man beachte auch die alten Dachziegel),
und ein Fassadendetail:

Grüsse-SchienenWolf
Leider hat die Abriss-Firma auf beiden Häusern monströse Plakate angebracht - scheinbar will man potentielle Fotografen davon abhalten, von den Häusern noch ein paar Erinnerungsbilder zu schießen.
Das Haus Nr.217 kann man getrost als Jugendstil-Kleinod bezeichnen, obwohl stellenweise der Putz abbröckelt, macht es doch noch einen passablen, von Baufälligkeit weit entfernten Eindruck.
Auch dürfte die Fassade vor ein paar Jahren noch zumindest einmal neu gestrichen worden sein.
Anbei ein paar Architektur-Details
Ein weiteres, sehenswertes Gebäude ist das Haus Donaufelderstraße 193; dieses Gebäude ist meines wissens nach (noch?) nicht von der Spitzhacke bedroht, wirkt aber sehr gefällig und "altwertig"
und kann auch mit architektonischen Reizen aufwarten
Auf das Haus Donaufelderstraße Nr.55 wartet leider auch schon die Abriss-Birne, das Nachbar Haus hat es schon "erwischt".
Was an den Haus auffällt, ist der Vorgarten mit seinen Gusseisernen Zaun, der halt momentan verwildert ist, würde mit etwas Pflege ein wunderbares Ensemble ergeben, zumal die Donaufelderstraße an diesen Abschnitt eine Alle ist.
Oder: <träum>in den Haus siedelt sich ein Wirt an, und der Vorgarten wird zum Schanigarten, Schienenwolf schlürft ein kühles Blondes Krügerl & erfreut sich wenn ein E1 vorbeikommt<träum off>
was auch hier auffällt:das Haus erhielt erst vor wenigen Jahren neue Kunststoffenster.
Was jetzt kommt finde ich krass:Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, alten Häuser aufzustocken, Dachböden auszubauen, etc.
Aber: der dazugebaute Teil sollte halt mit den Rest des Hauses harmonieren, will damit sagen, das Farbe, Fensterteilung, Fenstergröße dazupassen sollte.
Der Architekt, der das Haus Donaufelderstraße 159 (eigentlich ein Biedermeierhaus von 1825) so umgebaut hat, war da offenbar ganz anderer Meinung:
Also zu ebener Erd´wohnt der Liebe Augustin, im Stock Luke Skywalker (oder:Alt Wien vs. Star Wars)
Zum Abschluß noch drei Bilder vom Hopf-Haus:
diesmal mit Straßenbahn davor und
irgendwie ein entzückendes Dachbodenfenster (man beachte auch die alten Dachziegel),
und ein Fassadendetail:
Grüsse-SchienenWolf
