S-Bahn für Kärnten
63 Beiträge · Seite 3 von 4
21.12.2015, 15:15#41
Da wird man dann ein neues Einsatzgebiet für Talente finden, die in den anderen Bundesländern frei werden. Durch die Elektrifizierung werden wohl auch einige Desiro frei. Eventuell werden dafür ein paar 5047 dran glauben?
21.12.2015, 16:19#42
Die Gailtalbahn wird zwischen Villach und Hermagor zur neuen S-Bahn-Linie S4 und elektrifiziert, dafür wird der 31 Kilometer lange Abschnitt von Hermagor nach Kötschach-Mauthen eingstellt und auf Busbetrieb umgestellt, was einen Umsteigezwang in Hermagor zur Folge haben wird.
Auch die Strecke der S3 von Klagenfurt bis Weizelsdorf wird elektrifiziert, dafür der Abschnitt Weizelsdorf-Rosenbach (1 Zug) eingestellt.
Sind die jetzt von allen guten Geistern verlassen?!
21.12.2015, 16:26#43
Weißt du auch von was du sprichst oder sind das wieder mal nur deine Parolen gegen alles was eingestellt wird? Man hat Erhebungen durchgeführt und hat sich dann zu den Ausbauten, aber auch zu den Umstellungen in jenen Gebieten entschieden, wo das S-Bahn Konzept nicht angenommen wurde. Gerade bei einem Land wie Kärnten, dass eh schon marod da steht, muss man sorgsam mit den Geldern umgehen.
21.12.2015, 17:21#44
aber auch zu den Umstellungen in jenen Gebieten entschieden, wo das S-Bahn Konzept nicht angenommen wurde.Die betroffenen Strecken waren noch nicht im S-Bahn-System und sind infrastrukturell derzeit nicht auf Höhe der Zeit. Eine Attraktivierung nach Kötschach-Mauthen wäre sicher sinnvoll, angesichts der finanziellen Hinterlassenschaften der vorigen Kärntner Landesregierung kann man das derzeit aber leider vergessen. Immerhin ist vorgesehen, die beiden einzustellenden Strecken nicht gleich abzutragen, sondern weiterhin bestehen zu lassen: http://www.ktn.gv.at/27987_DE-ktn.gv.at.?newsid=24716&backtrack=27987
21.12.2015, 18:11#45
Weißt du auch von was du sprichst oder sind das wieder mal nur deine Parolen gegen alles was eingestellt wird?
Mir gehts darum, dass man nicht ständig irgendwo eine Verbesserung schafft, aber gleichzeitig andere Gebiete einfach so vom Bahnnetz abschneidet. Und die Sache mit dem Geld ist für mich keine Ausrede, denn der ÖV müsste so wichtig sein, dass daran nicht gerüttelt werden darf, sondern dann wo anders )Manager, etc) gespart werden soll.
21.12.2015, 18:24#46
Mit der Einstellung gebe es in Kärnten überhaupt keinen ÖV mehr, weil das Bundesland somit komplett zahlungsunfähig wäreZitatUnd die Sache mit dem Geld ist für mich keine Ausrede, denn der ÖV müsste so wichtig sein, dass daran nicht gerüttelt werden darf, sondern dann wo anders )Manager, etc) gespart werden soll.

21.12.2015, 18:56#47
Schienenfreak, deine Einstellung und Ansichten in allen Ehren, aber die sind einfach fernab jeglicher Realität. Das Geld wächst nicht auf den Bäumen (auch nicht für den ÖV). Man kann davon ausgehen, dass jeder sein Ressort als das wichtigste und unverzichtbar empfindet und Kürzungen nicht versteht, dennoch muss in Kärnten definitiv gespart werden. Daher ist es für mich mehr als erfreulich, dass trotz des zwingend anzusetzenden Sparstifts auch erhebliche Verbesserungen Platz gefunden haben.
21.12.2015, 19:06#48
Zitat von BusfreundDas Geld wächst nicht auf den Bäumen (auch nicht für den ÖV).
Das ist mir natürlich klar.
Aber es gibt genug andere Bereiche, bei denen man einsparen kann, wenn man schon muss, ohne Teile des Landes von der Grundversorgung mit der Bahn abzuschneiden. 22.12.2015, 09:33#49
Schmarrn. Der ÖV muss bedarfsgerecht abgewickelt werden. Wenn für den Betrieb einer Bahnlinie oder eines Streckenteils kein oder zu wenig Bedarf da ist, dann ist die Linie bzw. der Streckenteil einzustellen und mit Fahrzeugen geringerer Kapazität - eben Busse - weiter zu betreiben. Alles andere wäre wirtschaftlicher Raub an einem finanziell ohnehin maroden Land.Weißt du auch von was du sprichst oder sind das wieder mal nur deine Parolen gegen alles was eingestellt wird?
Mir gehts darum, dass man nicht ständig irgendwo eine Verbesserung schafft, aber gleichzeitig andere Gebiete einfach so vom Bahnnetz abschneidet. Und die Sache mit dem Geld ist für mich keine Ausrede, denn der ÖV müsste so wichtig sein, dass daran nicht gerüttelt werden darf, sondern dann wo anders )Manager, etc) gespart werden soll.
Und dieses Blabla, von "Managern, etc. die man einsparen soll" oder "es muss eben woanders gespart werden" - ich kann's schon nicht mehr hören. Wie soll denn das deiner Meinung nach in der Praxis funktionieren? Willst du den "Manager" überreden, auf sein Gehalt zu verzichten, damit eine unrentable Nebenstrecke weiterhin betrieben werden kann? Wie würdest du mit einem solchen Ansinnen verfahren, wenn du selbst "Manager" wärst?
Du siehst nur das, was du sehen willst, machst dir aber keinerlei ernsthafte Gedanken, ob und wie das umgesetzt werden kann.
22.12.2015, 12:43#50
Der "Bedarf" kommt mit dem Angebot, also müsste man das Angebot verbessern, um den Bedarf zu steigern und nicht Nebenstrecken einfach "wegwerfen. Und daher bleib ich dabei: Wenn man das Land saniert dann woanders, aber nicht durch Einsparungen in der Grundversorgung.
Und zum Anderen sag ich nur: Ich bin durch und durch Sozialist und dazu steh ich.
Und zum Anderen sag ich nur: Ich bin durch und durch Sozialist und dazu steh ich.

22.12.2015, 14:50#51
Aber das Angebot richtet sich nach der Nachfrage.
Und wenn die Nachfrage nicht einmal für den Ist-Zustand gegeben ist, wer soll dann bitte das erhöhte Angebot überhaupt nützen?
Und wenn die Nachfrage nicht einmal für den Ist-Zustand gegeben ist, wer soll dann bitte das erhöhte Angebot überhaupt nützen?
22.12.2015, 17:31#52
Aber das Angebot richtet sich nach der Nachfrage.Das Angebot hat sehr wohl einen Einfluss auf die Nachfrage im öffentlichen Verkehr. Natürlich bringt nicht automatisch eine Angebotsverdichtung höhere Fahrgastzahlen mit sich. Aber je attraktiver das Angebot (auch im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern) ist -da spielt die Zeit, der Preis, der Komfort und einiges mehr eine Rolle-, desto höher ist der Anteil der Wege, die mit dem ÖV zurückgelegt werden. Bei vernachlässigter Infrastruktur mit langer Fahrzeit und unattraktiven Stationen wird viel Potenzial brach liegen gelassen, das durch Modernisierungen gewonnen werden könnte. Geld spielt da sehr wohl eine Rolle und Kärnten hat's daher gerade nicht leicht damit.
Und wenn die Nachfrage nicht einmal für den Ist-Zustand gegeben ist, wer soll dann bitte das erhöhte Angebot überhaupt nützen?
29.12.2015, 20:42#53
Dann müsste halt der Bund aushelfen, ist ja nicht so als hätte man vor kurzem ein Klimaabkommen in Paris unterzeichnet. Ja das ist natürlich nicht einfach aber Österreich hat sowieso schon ein sehr schlecht ausgebautes Nahverkehrs-Schienennetz und es immer weiter einzustellen kann es nicht sein. Positivbeispiele gibt es genug, z.b. in Oberösterreich (RegioTram Gmunden), Tirol (Stubaitalbahn), Vorarlberg (Montafonerbahn), Salzburg (Pinzgauer Lokalbahn, Salzburger Lokalbahn), Steiermark (Weiz-Gleisdorf; Übelbacher Bahn) oder Vinschgau/Schweiz (letzteres ist zwar jetzt nicht unbedingt vergleichbar, aber was solls).
Da hätte man die 60 Millionen lieber in den laufenden Betrieb investiert als in Bauprojekte, denn dem Otto-Normal-Fahrgast ist es "blunz-wurscht" ob da ein Schnürdl über dem Gleis hängt oder nicht. Auch die jetzt eingestellten Bahnstrecken werden enden wie immer: Bahn weg -> Bus (der ja immer der super tolle Nachfolger ist) da -> keiner fährt damit -> Bus weg -> Alle fahren wieder Auto (bis auf ein paar Busse am Tag für Schüler, etc...) -> Folgekosten wesentlicher höher.
Wer behauptet der Bedarf ist nicht da den lade ich herzlich ein sich in der HVZ an die B111 zu stellen und einmal Autos zu zählen.
Weiters wird der Bus auch nicht im Bahntarif fahren weswegen vor allem Österreich- und Vorteilscardbesitzer den Bus meiden werden. Anschlüsse werden in der früh nicht immer abgewartet werden können weswegen es gleich in den ersten Wochen zu massiven Einbrüchen bei den Fahrgastzahlen kommen wird. Wetten werden bereits angenommen.
Ähnlich ist es bei der Strecke nach Rosenbach. Auf dieser fährt einmal täglich um 06 Uhr in der Früh ein Zug, klar das dort die Fahrgastzahlen nicht die besten sind.
Auf beiden Strecken wäre der Bedarf da, stattdessen wird eingestellt. Kennt man ja: Gesäuse, Erzberg, Tauern, Ybbstal, Wachau, Neuberger Bahn, Arlberg, etc...
Überall dort fahren nur noch Busse und der Autoverkehr hat wieder überhand genommen oder es kommt mittlerweile sogar zu einer starken Abwanderung.
Da hätte man die 60 Millionen lieber in den laufenden Betrieb investiert als in Bauprojekte, denn dem Otto-Normal-Fahrgast ist es "blunz-wurscht" ob da ein Schnürdl über dem Gleis hängt oder nicht. Auch die jetzt eingestellten Bahnstrecken werden enden wie immer: Bahn weg -> Bus (der ja immer der super tolle Nachfolger ist) da -> keiner fährt damit -> Bus weg -> Alle fahren wieder Auto (bis auf ein paar Busse am Tag für Schüler, etc...) -> Folgekosten wesentlicher höher.
Wer behauptet der Bedarf ist nicht da den lade ich herzlich ein sich in der HVZ an die B111 zu stellen und einmal Autos zu zählen.
Weiters wird der Bus auch nicht im Bahntarif fahren weswegen vor allem Österreich- und Vorteilscardbesitzer den Bus meiden werden. Anschlüsse werden in der früh nicht immer abgewartet werden können weswegen es gleich in den ersten Wochen zu massiven Einbrüchen bei den Fahrgastzahlen kommen wird. Wetten werden bereits angenommen.
Ähnlich ist es bei der Strecke nach Rosenbach. Auf dieser fährt einmal täglich um 06 Uhr in der Früh ein Zug, klar das dort die Fahrgastzahlen nicht die besten sind.
Auf beiden Strecken wäre der Bedarf da, stattdessen wird eingestellt. Kennt man ja: Gesäuse, Erzberg, Tauern, Ybbstal, Wachau, Neuberger Bahn, Arlberg, etc...
Überall dort fahren nur noch Busse und der Autoverkehr hat wieder überhand genommen oder es kommt mittlerweile sogar zu einer starken Abwanderung.
29.12.2015, 22:18#54
Es ist immer so, zuerst beginnt man das Intervall so zu gestalten dass es für möglichst viele Leute unattraktiv ist, dann werden Züge eingespart weil eh immer weniger damit fahren. Dann fahren noch weniger damit und somit kann man mit ruhigem Gewissen den Verkehr komplett einstellen.
Und die Herren da oben glauben es bekommt keiner die Taktik mit.
Noch dazu wird auf den Nebenstrecken oft mit einem Schneckentempo gefahren weil die Strecke nicht mehr her gibt, somit ist man ewig langsam unterwegs, somit ist der Umstieg auf den Bus noch mit einer Fahrzeitersparnis als positiv zu verkaufen, ja so läuft das ab und keiner kann was dagegen machen.
Es wäre ja schon einmal toll wenn man die Vorteilscard auch für die Busse verwenden könnte, oder man entwirft eine Kombikarte dafür.
Und die Herren da oben glauben es bekommt keiner die Taktik mit.
Noch dazu wird auf den Nebenstrecken oft mit einem Schneckentempo gefahren weil die Strecke nicht mehr her gibt, somit ist man ewig langsam unterwegs, somit ist der Umstieg auf den Bus noch mit einer Fahrzeitersparnis als positiv zu verkaufen, ja so läuft das ab und keiner kann was dagegen machen.
Es wäre ja schon einmal toll wenn man die Vorteilscard auch für die Busse verwenden könnte, oder man entwirft eine Kombikarte dafür.
29.12.2015, 22:39#55
Dann müsste halt der Bund aushelfen, ist ja nicht so als hätte man vor kurzem ein Klimaabkommen in Paris unterzeichnet. Ja das ist natürlich nicht einfach aber Österreich hat sowieso schon ein sehr schlecht ausgebautes Nahverkehrs-Schienennetz und es immer weiter einzustellen kann es nicht sein. Positivbeispiele gibt es genug, z.b. in Oberösterreich (RegioTram Gmunden), Tirol (Stubaitalbahn), Vorarlberg (Montafonerbahn), Salzburg (Pinzgauer Lokalbahn, Salzburger Lokalbahn), Steiermark (Weiz-Gleisdorf; Übelbacher Bahn) oder Vinschgau/Schweiz (letzteres ist zwar jetzt nicht unbedingt vergleichbar, aber was solls).
Genau so ist es!
05.01.2016, 08:36#56
Es ist immer so, zuerst beginnt man das Intervall so zu gestalten dass es für möglichst viele Leute unattraktiv ist, dann werden Züge eingespart weil eh immer weniger damit fahren. Dann fahren noch weniger damit und somit kann man mit ruhigem Gewissen den Verkehr komplett einstellen.Den "Herren da oben" ist es völlig gleichgültig, ob du ihre Taktik mitbekommst oder nicht. Denn selbst wenn du sie mitbekommst: was willst du dagegen machen?
Und die Herren da oben glauben es bekommt keiner die Taktik mit.
05.01.2016, 18:10#57
Du hast recht, auch wenn sie wüssten dass wir es wissen bringt es auch nichts.
Finde es nur oft lustig wie offensichtlich dieses Spiel vor einigen Einstellungen gespielt wird.
Finde es nur oft lustig wie offensichtlich dieses Spiel vor einigen Einstellungen gespielt wird.
31.03.2016, 17:54#58
Weiters wird der Bus auch nicht im Bahntarif fahren weswegen vor allem Österreich- und Vorteilscardbesitzer den Bus meiden werden.Nein, in der Modellregion Oberes Gailtal wird für den Einzelfahrschein generell der Spartarif des Verkehrsverbund Kärnten gelten.
Generell wird es von 6 bis 22 Uhr einen Stundentakt auf der neuen S4 geben, jeweils mit Busanschluss nach Kötschach: http://www.fahrgast-kaernten.at/data/download…s_rohkonzept_495.pdf
28.06.2016, 07:41#59
Und wie lange dieser Busanschluss erhalten bleiben wird bzw. auch abseits der Schülerverkehre angeboten wird, wird sich dann auch noch herausstellen.
Ob Weizelsdorf-Rosenbach nicht vielleicht doch als Umleitungsstrecke brauchbar gewesen wäre bzw. die Schnellbahn nicht bis Feistritz weitergeführt hätte werden können?
Ob Weizelsdorf-Rosenbach nicht vielleicht doch als Umleitungsstrecke brauchbar gewesen wäre bzw. die Schnellbahn nicht bis Feistritz weitergeführt hätte werden können?
28.06.2016, 19:05#60
Welche Arbeiten werden eigentlich den ganzen Sommer entlang der S3 durchgeführt?
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