Strecke der U6 nach Heiligenstadt
48 Beiträge · Seite 2 von 3
21.10.2010, 11:25#21
ZitatOriginal von moszkva tér
Um WIENTAL DONAUKANALs S/W-Bilder zu datieren:
Der Benzinpreis von 7,70 öS (EUR 0,56) pro Liter Super weist auf ca. 1976/1977 hin.
Quelle: http://www.wifo.ac.at/bibliothek/archiv/MOBE/1981Heft01_010_018.pdf
Naja, die FJB hatte schon Oberleitungen - wenn die unter Strom standen, müsste es schon 1978 gewesen sein...
Aber ich fürchte, jetzt wird es langsam OT.
Zurück zu den S/W-Bildern: Beim Kahlenbergausflug wurde geschummelt, denn bei der Abzweigung wurde gerade die Weiche aus Richtung Donaukanal aufgeschnitten

21.10.2010, 11:44#22
Wenn man lang genug sucht kann man es auch datieren, es war im Juni 1979 und sehr heiß. Der Ansitz war im Wertheimsteinpark.
21.10.2010, 12:06#23
ZitatOriginal von ckschwoedi
Naja, die FJB hatte schon Oberleitungen - wenn die unter Strom standen, müsste es schon 1978 gewesen sein...
Aber ich fürchte, jetzt wird es langsam OT.
Wien - Tulln Stadt wurde im September 1978 elektrisch eröffnet. Wann in Wien die ersten Masten standen, kann ich nichtmehr genau sagen, weiter draußen wurde jedenfalls im Frühjahr 1978 begonnen.
Und nein, wir sind keineswegs OT, geht ja um Heiligenstadt.
Vielen Dank für die tollen Bilder & Filme! Das Forum wird übrigens wieder leiwander.

LG Taxiorange
21.10.2010, 12:31#24
Nachdem wir oben gesehen haben, wie die Stadtbahn in Heiligenstadt Anfang der 80-er Jahre "noch recht provisorisch" war, habe ich in meiner Fotosammlung nachgeschaut und festgestellt, dass es sich schon nach sehr wenigen Jahren allmählich in Richtung "wieder recht provisorisch" entwickelt hat. Im Juni 1988 war die Strecke wegen der Umstellung auf die U6 schon zur Gumpendorfer Straße gekürzt, und die Umstellung auf Rechtsfahren stand unmittelbar bevor.


21.10.2010, 15:33#25
Gott, da werden Erinnerungen wach 

22.10.2010, 01:36#26
ZitatOriginal von Floster
Wie lange hat es nach der Einstellung der U6 eigentlich gedauert, bis mit dem Umbau der U-Bahn-Station Heiligenstadt begonnen wurde?
ZitatOriginal von wienerlinien.at
04.08.1997 Rohbaubeginn U4-Wendeanlage Heiligenstadt, Rohbauarbeiten auf der U3-Verlängerung Simmering
Quelle: http://www.wienerlinien.at/wl/ep/contentView.…9322/contentId/15621
Zitat30.08. [1999] Umstellung des U4-Betriebs auf den ehemaligen U6-Bahnsteig in der Station "Heiligenstadt", Beginn der Rohbauarbeiten für die Errichtung der neuen Abstellhalle Michelbeuern
Quelle: http://www.wienerlinien.at/wl/ep/contentView.…9322/contentId/15622
_____
Auf den Bildern sind einige interessante Details zu erkennen:
- Die Glühbirnenbeleuchtung des alten Bahnhofs fand als Provisorium noch kurzzeitig in den neuen Stationsanlagen Verwendung.
- Auch dort gab es im Bahnsteigbereich nur einen einfachen Fahrdraht und keine Kettenfahrleitung.
- Ab kurz nach 20 Uhr war der Bahnsteig verwaist, da die Linie G bereits um diese Zeit ihren Betriebsschluss hatte. Auf dem letzten Bild sieht man links eine Tafel, die die Fahrgäste auf diesen Umstand hinweist.
22.10.2010, 11:08#27
Sehr schönes Video!!!
22.10.2010, 11:31#28
ZitatOriginal von N1_2888
[*]Ab kurz nach 20 Uhr war der Bahnsteig verwaist, da die Linie G bereits um diese Zeit ihren Betriebsschluss hatte. Auf dem letzten Bild sieht man links eine Tafel, die die Fahrgäste auf diesen Umstand hinweist.[/list]
So eine Tafel gab es m.W. auch noch im alten Bahnhof Heiligenstadt (also den mit der Schleifenanlage): Gürtelzüge nur bis ca. 20:00.
22.10.2010, 13:59#29
ZitatOriginal von Ferry
ZitatOriginal von N1_2888
[*]Ab kurz nach 20 Uhr war der Bahnsteig verwaist, da die Linie G bereits um diese Zeit ihren Betriebsschluss hatte. Auf dem letzten Bild sieht man links eine Tafel, die die Fahrgäste auf diesen Umstand hinweist.[/list]
So eine Tafel gab es m.W. auch noch im alten Bahnhof Heiligenstadt (also den mit der Schleifenanlage): Gürtelzüge nur bis ca. 20:00.
Stimmt nicht ganz, solange die Schleife existierte wurde der Verbindungsbogen ab 20 Uhr nicht befahren und die Linien G und WD verbunden betrieben (Mitnahme von Fahrgästen um die Schleife Heiligenstadt). Erst mit Betriebsaufnahme der U4 zwischen HS und FB wurde die Linie G/ eingeführt, die nur bis 20 Uhr verkehrte.
23.10.2010, 01:14#30
RE: Strecke der U6 nach Heiligenstadt
ZitatOriginal von ckschwoedi
Fahrt im E6 nach Heiligenstadt
Was bedeutet die "3/5"-Tafel (schwarz und quadratisch, weiße Schrift) bei 4:00?
23.10.2010, 02:26#31
RE: Strecke der U6 nach Heiligenstadt
ZitatOriginal von Zug fährt ab!
Was bedeutet die "3/5"-Tafel (schwarz und quadratisch, weiße Schrift) bei 4:00?
Vermutung: Ein Relikt aus den Zeiten, als auf der Stadtbahn noch E6/c6-Züge unterschiedlicher Länge unterwegs waren. Analog zu ähnlichen Tafeln aus der N1/n2-Zeit würde diese Tafel - wenn die Annahme stimmt - darauf hinweisen, dass an dieser Stelle Drei- oder Fünfwagenzüge halten sollen.
23.10.2010, 08:45#32
RE: Strecke der U6 nach Heiligenstadt
ZitatOriginal von N1_2888
ZitatOriginal von Zug fährt ab!
Was bedeutet die "3/5"-Tafel (schwarz und quadratisch, weiße Schrift) bei 4:00?
Vermutung: Ein Relikt aus den Zeiten, als auf der Stadtbahn noch E6/c6-Züge unterschiedlicher Länge unterwegs waren. Analog zu ähnlichen Tafeln aus der N1/n2-Zeit würde diese Tafel - wenn die Annahme stimmt - darauf hinweisen, dass an dieser Stelle Drei- oder Fünfwagenzüge halten sollen.
Nicht nur Vermutung, sondern so ist es. In dem Video ist weiter vorne auch noch eine Tafel mit der Ziffer 4 zu sehen, der Haltepunkt für Vierwagenzüge.
23.10.2010, 13:50#33
RE: Strecke der U6 nach Heiligenstadt
ZitatOriginal von Zug fährt ab!
ZitatOriginal von ckschwoedi
Fahrt im E6 nach Heiligenstadt
Was bedeutet die "3/5"-Tafel (schwarz und quadratisch, weiße Schrift) bei 4:00?
Ich zitiere mich selbst, ziemlich vom Anfang dieses Threads:
ZitatGab es 1996 tatsächlich noch Haltepunktstafeln für unterschiedliche Zugslängen wie bei der Stadtbahn?
Theoretisch wären diese Tafeln ja noch ziemlich lang sinnvoll gewesen, immerhin gab es an Wochenenden T-T-T-Züge.
23.10.2010, 14:58#34
RE: Strecke der U6 nach Heiligenstadt
ZitatOriginal von WeSt
Was bedeutet die "3/5"-Tafel (schwarz und quadratisch, weiße Schrift) bei 4:00?
ZitatIch zitiere mich selbst, ziemlich vom Anfang dieses Threads:
ZitatGab es 1996 tatsächlich noch Haltepunktstafeln für unterschiedliche Zugslängen wie bei der Stadtbahn?
Theoretisch wären diese Tafeln ja noch ziemlich lang sinnvoll gewesen, immerhin gab es an Wochenenden T-T-T-Züge.
Meines Wissens gab es diese Tafeln nur in Heiligenstadt und früher in der Haltestelle Friedensbrücke, weil nur dort waren sie nötig.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Revisor (23.10.2010, 15:01)
23.10.2010, 23:13#35
RE: Strecke der U6 nach Heiligenstadt
ZitatOriginal von Revisor
Meines Wissens gab es diese Tafeln nur in Heiligenstadt und früher in der Haltestelle Friedensbrücke, weil nur dort waren sie nötig.
Nötig wären sie beispielsweise auch in der Station Philadelphiabrücke gewesen, wenn die Züge am Bahnsteig gewendet haben. Dort behalf man sich dann ersatzweise mit dem Universalwerkzeug Türstörungspickerl, das auf der bahnsteigabgewandten Seite angebracht wurde (und, so glaube ich, noch heute dort pickt).
24.10.2010, 11:44#36
Hallo Leute,
mal eine ganz andere Frage: Wie wurde eigentlich die Anpassung der Stadtbahnstrecke an die Type T abgewickelt? Immerhin mussten hier ja alle Bahnsteigkanten neu gesetzt und die E6/c6 mit Trittstufenverbreiterungen ausgerüstet werden - macht man ja nun nicht gerade über Nacht?!
mal eine ganz andere Frage: Wie wurde eigentlich die Anpassung der Stadtbahnstrecke an die Type T abgewickelt? Immerhin mussten hier ja alle Bahnsteigkanten neu gesetzt und die E6/c6 mit Trittstufenverbreiterungen ausgerüstet werden - macht man ja nun nicht gerade über Nacht?!
24.10.2010, 12:23#37
ZitatOriginal von Ausnahmezustand
mal eine ganz andere Frage: Wie wurde eigentlich die Anpassung der Stadtbahnstrecke an die Type T abgewickelt? Immerhin mussten hier ja alle Bahnsteigkanten neu gesetzt und die E6/c6 mit Trittstufenverbreiterungen ausgerüstet werden - macht man ja nun nicht gerade über Nacht?!
Zunächst wurden die Gleise verschwenkt und Bahnsteige mit Holzbrettern provisorisch verbreitert (keine Ahnung, wie lange das dauerte, aber es musste ja pro Nacht nur eine Station fertig werden) und schließlich wurden (tatsächlich in einer Nacht) alle Holzbretter auf den Bahnsteigen demontiert und genug E6/c6 für den Betrieb am nächsten Tag (vermutlich Samstag oder Sonntag) mit Brettern ausgestattet.
24.10.2010, 12:55#38
ZitatOriginal von Zug fährt ab!
ZitatOriginal von Ausnahmezustand
mal eine ganz andere Frage: Wie wurde eigentlich die Anpassung der Stadtbahnstrecke an die Type T abgewickelt? Immerhin mussten hier ja alle Bahnsteigkanten neu gesetzt und die E6/c6 mit Trittstufenverbreiterungen ausgerüstet werden - macht man ja nun nicht gerade über Nacht?!
Zunächst wurden die Gleise verschwenkt und Bahnsteige mit Holzbrettern provisorisch verbreitert (keine Ahnung, wie lange das dauerte, aber es musste ja pro Nacht nur eine Station fertig werden) und schließlich wurden (tatsächlich in einer Nacht) alle Holzbretter auf den Bahnsteigen demontiert und genug E6/c6 für den Betrieb am nächsten Tag (vermutlich Samstag oder Sonntag) mit Brettern ausgestattet.
Übrigens: Zu Zeiten der N und N1 konnte man sehen, wie die Gleisachsen an den Bahnsteigen jeweils zum Bahnsteig verschwenkt waren. Unmittelbar vor der Einfahrt eines N- oder N1-Zuges in den Haltestellenbereich gab es eine leichte Links- mit einer anschließenden Rechtskurve (bei Seitenbahnsteigen). Bei der Ausfahrt umgekehrt.
Früher, zu Zeiten des Dampfbetriebes, waren nämlich bereits breitere Wagen im Einsatz, und die Gleisachsen auf der Strecke blieben zu Zeiten der N und N1 unverändert erhalten.
24.10.2010, 12:59#39
ZitatOriginal von Zug fährt ab!
Zunächst wurden die Gleise verschwenkt und Bahnsteige mit Holzbrettern provisorisch verbreitert (keine Ahnung, wie lange das dauerte, aber es musste ja pro Nacht nur eine Station fertig werden) und schließlich wurden (tatsächlich in einer Nacht) alle Holzbretter auf den Bahnsteigen demontiert und genug E6/c6 für den Betrieb am nächsten Tag (vermutlich Samstag oder Sonntag) mit Brettern ausgestattet.
Danke!
Nehme an, dass die Verbreiterungen an den Wagen also eine sehr leicht zu montierende/demontierende Konstruktion ist und man dann vermutlich die Vorbereitungen (Bohrungen etc.) schon vorher getroffen hat?
24.10.2010, 13:04#40
ZitatOriginal von Ausnahmezustand
ZitatOriginal von Zug fährt ab!
Zunächst wurden die Gleise verschwenkt und Bahnsteige mit Holzbrettern provisorisch verbreitert (keine Ahnung, wie lange das dauerte, aber es musste ja pro Nacht nur eine Station fertig werden) und schließlich wurden (tatsächlich in einer Nacht) alle Holzbretter auf den Bahnsteigen demontiert und genug E6/c6 für den Betrieb am nächsten Tag (vermutlich Samstag oder Sonntag) mit Brettern ausgestattet.
Danke!
Nehme an, dass die Verbreiterungen an den Wagen also eine sehr leicht zu montierende/demontierende Konstruktion ist und man dann vermutlich die Vorbereitungen (Bohrungen etc.) schon vorher getroffen hat?
Die Einstiege der E6/c6 waren ja ähnlich denen der E2/c5: Die Konstruktion sah das Anbringen einer ausfahrbaren letzten Trittstufe vor. Diese Trittstufen wurden aber nie montiert, da die E6/c6 ja nie im Straßenbahneinsatz waren. Statt dessen wurden dann die "Flügeln" angebracht.
