Selbständige Tramway
42 Beiträge · Seite 2 von 3
08.06.2011, 14:38#21
*ausgrab*
Weiß zufällig jemand, unter welchen Suchbegriffen ich in der Stadtverkehrsliste das Foto vom in der Luft hängenden Ux in Kagran finden könnte oder wer das damals gepostet hat? Ich bräuchte das für ein Uni-Referat und bin bislang bei der Suche mit allen Begriffen gescheitert.
Weiß zufällig jemand, unter welchen Suchbegriffen ich in der Stadtverkehrsliste das Foto vom in der Luft hängenden Ux in Kagran finden könnte oder wer das damals gepostet hat? Ich bräuchte das für ein Uni-Referat und bin bislang bei der Suche mit allen Begriffen gescheitert.
08.06.2011, 14:51#22
ZitatOriginal von WeSt
*ausgrab*
Weiß zufällig jemand, unter welchen Suchbegriffen ich in der Stadtverkehrsliste das Foto vom in der Luft hängenden Ux in Kagran finden könnte oder wer das damals gepostet hat? Ich bräuchte das für ein Uni-Referat und bin bislang bei der Suche mit allen Begriffen gescheitert.
http://xover.mud.at/~tramway/fotokiste/show.p…iste-archiv&msg=4395(Ich hab's auf den Seiten der "Fotokiste" mit "Kagran" in allen drei Mailinglisten probiert. Komischerweise wurde mir die Suchoption "nur Mails mit Attachment" beim weiteren Zurückblättern automatisch abgeschaltet...)
Beste Grüße
VT
EDIT: Absatz ergänzt
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von VT 5081 (08.06.2011, 14:54)
08.06.2011, 15:19#23
Danke für die Suchhilfe!
Ich habe es vor ein paar Wochen mit allerhand Kombinationen rund um Kagran probiert und habe nur Beiträge über die Straßenbahnschleife gefunden.
Ich habe es vor ein paar Wochen mit allerhand Kombinationen rund um Kagran probiert und habe nur Beiträge über die Straßenbahnschleife gefunden.
08.06.2011, 20:04#24
ZitatOriginal von WeSt
Danke für die Suchhilfe!
Dafür hatte ich geglaubt, daß irgendwo dort auch noch ein Zeitungsartikel-Scan versteckt gewesen wär'. Vorläufiges Ergebnis der Nebenbei-Sucherei: Nix.

Beste Grüße
VT
09.06.2011, 08:21#25
Jaja, die beliebten "Sebstständigmacher"...
Bei der OEG gab es vor vielen Jahren auch mal einen ähnlichen Vorfall.
Dazu eine kurze Vorerklärung:
Es war während des Umbaus der Gt8 von SIMATIC auf Sibas-Steuerung.
Ein Zug war auf "Notfahrt"-Stellung des Richtungswenders in der Halle abgestellt (warum auch immer). In dieser Stellung sind die Federspeicherbremsen gelöst, die Türschleife überbrückt, die Sifa deaktiviert usw.
Unerwartet setzte sich der Zug in Bewegung und schob zwei dahinterstehende Vierachsbeiwagen durch die (kurz zuvor, und danach wohl gleich wieder) frisch gemauerte Rückwand.
Totalschaden an einem Bw und deutliche Beulen an den anderen beiden Fahrzeugen.
Danach wurde die Notfahrtschaltung dahingehend geändert, daß auf beim Umschalten auf "Notfahrt" automatisch der Höchststromschalter ("Automat") ausgeschaltet wird und nur noch per Hand (also "bewußt") wieder eingeschaltet werden kann.
Woanders begab es sich, daß ein hochmoderner Niederflurzug in einer Halle beim morgendlichen Ausrücken unter einem Fahrleitungstrenner in der Halle stehen blieb:
Der Fahrer tat, wie ihm bekannt, den Schlüsselschalter auf "Notfahrt", legte den Sollwertgeber in Fahrtstellung (Voll!) um die Bremsen zu lösen, stieg aus und schob den Zug an der Fahrertür stehend, den knappen halben Meter... und schaffte es dann zum Glück gerade noch in den Fahrerstand! Hui, das war knapp, das hätte ordentlich Bruch gegeben!
Seither, in ähnlichen Fällen, immer zuerst "Bügel runter"- dann schieben!
Hinterher ist man immer schlauer.
Bei der OEG gab es vor vielen Jahren auch mal einen ähnlichen Vorfall.
Dazu eine kurze Vorerklärung:
Es war während des Umbaus der Gt8 von SIMATIC auf Sibas-Steuerung.
Ein Zug war auf "Notfahrt"-Stellung des Richtungswenders in der Halle abgestellt (warum auch immer). In dieser Stellung sind die Federspeicherbremsen gelöst, die Türschleife überbrückt, die Sifa deaktiviert usw.
Unerwartet setzte sich der Zug in Bewegung und schob zwei dahinterstehende Vierachsbeiwagen durch die (kurz zuvor, und danach wohl gleich wieder) frisch gemauerte Rückwand.
Totalschaden an einem Bw und deutliche Beulen an den anderen beiden Fahrzeugen.
Danach wurde die Notfahrtschaltung dahingehend geändert, daß auf beim Umschalten auf "Notfahrt" automatisch der Höchststromschalter ("Automat") ausgeschaltet wird und nur noch per Hand (also "bewußt") wieder eingeschaltet werden kann.
Woanders begab es sich, daß ein hochmoderner Niederflurzug in einer Halle beim morgendlichen Ausrücken unter einem Fahrleitungstrenner in der Halle stehen blieb:
Der Fahrer tat, wie ihm bekannt, den Schlüsselschalter auf "Notfahrt", legte den Sollwertgeber in Fahrtstellung (Voll!) um die Bremsen zu lösen, stieg aus und schob den Zug an der Fahrertür stehend, den knappen halben Meter... und schaffte es dann zum Glück gerade noch in den Fahrerstand! Hui, das war knapp, das hätte ordentlich Bruch gegeben!
Seither, in ähnlichen Fällen, immer zuerst "Bügel runter"- dann schieben!
Hinterher ist man immer schlauer.

09.06.2011, 13:02#26
Thread verschoben:
Aktuelles
Historisches
Aktuelles
Historisches 09.06.2011, 15:14#27
ZitatOriginal von Der Einbügler
Der Fahrer tat, wie ihm bekannt, den Schlüsselschalter auf "Notfahrt", legte den Sollwertgeber in Fahrtstellung (Voll!) um die Bremsen zu lösen
Warum voll?
09.06.2011, 17:53#28
RE: Selbständige Tramway
ZitatOriginal von hema
Sicher "lustig" waren auch die anfänglichen Versuche auf der Wiener U-Bahn automatische Wendefahrten durchzuführen. Die Züge fuhren sehr brav und alleine in die Wendeanlage, aber ob sie auch wiederkamen, war oft ein Lotteriespiel. Das war aber weniger schlimm. "Blöd geschaut" haben sicherlich jene Fahrer, deren Zug sich ohne Problem rufen ließ, aber dann ohne Halt an ihnen vorbeifuhr. Allerdings kann ich nicht sagen, ob das im Fahrgastbetrieb vorgekommen ist, oder nur in den ersten Versuchen - jedenfalls wurden damals die automatischen Wendefahrten fürs erste einmal ausgesetzt.
Also auch wenn das jetzt uurrrralt ist, ich musste das jetzt einfach ausgraben!
Das passiert auch heute noch
Hatte man sich auf der U4 daran schon gewöhnt und entsprechend drauf eingestellt, so durften die Kollegen der U2 bei der Eröffnung in Aspern ihre gaaanz eigenen Erfahrungen sammeln ...Erst letzte Woche fuhr einer recht neuen Kollegin vor mir der Zug fast durch statt vor ihr anzuhalten, ja das hat man vom Tratschen *gg* So ganz will die Technik also auch heutzutage nicht!
lg
09.06.2011, 21:28#29
ZitatOriginal von Ferry
ZitatOriginal von Der Einbügler
Der Fahrer tat, wie ihm bekannt, den Schlüsselschalter auf "Notfahrt", legte den Sollwertgeber in Fahrtstellung (Voll!) um die Bremsen zu lösen
Warum voll?
Nicht lachen- es gab eine Zeit in der sich das Personal solche "Tricks" selber erarbeiten mußte. In der selbsttätiges Denken noch gern gesehen war. Ohne daß da vorher "aufgrund einer Regelung was festgelegt" wurde.

Tempora mutantur.

10.06.2011, 01:24#30
RE: Selbständige Tramway
ZitatOriginal von h0e
Also auch wenn das jetzt uurrrralt ist, ich musste das jetzt einfach ausgraben!
Das passiert auch heute nochHatte man sich auf der U4 daran schon gewöhnt und entsprechend drauf eingestellt, so durften die Kollegen der U2 bei der Eröffnung in Aspern ihre gaaanz eigenen Erfahrungen sammeln ...
Erst letzte Woche fuhr einer recht neuen Kollegin vor mir der Zug fast durch statt vor ihr anzuhalten, ja das hat man vom Tratschen *gg* So ganz will die Technik also auch heutzutage nicht!
lg
Was macht man dann als Fahrer in so einer Situation? Zugnotstopp?
10.06.2011, 15:09#31
RE: Selbständige Tramway
ZitatOriginal von monolith
ZitatOriginal von h0e
Erst letzte Woche fuhr einer recht neuen Kollegin vor mir der Zug fast durch statt vor ihr anzuhalten, ja das hat man vom Tratschen *gg* So ganz will die Technik also auch heutzutage nicht!
Was macht man dann als Fahrer in so einer Situation? Zugnotstopp?
Aktivierschlüssel abziehn und warten bis es - früher oder später - ne Zwangsbremsung gibt und das Werkel stehnbleibt
Entweder rechtzeitig und bahnsteiggerecht, ansonsten musst du erm halt in die Station zurückziehn oda fährst glei selbst in die nächsten Station weiter ...lg
11.06.2011, 00:39#32
Achso - haben die Fahrer eine Art Fernbedienung?
11.06.2011, 03:47#33
ZitatOriginal von monolith
Achso - haben die Fahrer eine Art Fernbedienung?
So in etwa - in Form von Schlüsselschaltern.

Beste Grüße
VT
12.09.2011, 20:13#34
Als noch der gute alte 47er fuhr, gab es einmal beim Joachmsthalerplatz folgenden Zwischenfall: Dem am mittleren Schleifengleis bereitstehenden 47er wurde ein zweiter d2-Beiwagen angehängt, der nach dem Ankuppeln etwas in die Weiche zum inneren Schleifengleis heineinragte. Prompt kam ein C[/SUB]1 am 46er, dessen Fahrer dies nicht rechtzeitig bemerkte und den Hupfer leicht touchierte, der mit der Hinerachse aus den Schienen sprang. Außer ein paar Absplitterungen erlitt der Wagen aber keinen sichtbaren Schaden - der Großraumwagen natürlich schon gar nicht. Der 47er-Schaffner verschwand kurz in der Remise und kam kurz darauf mit 3 oder 4 Werkstattarbeitern wieder raus, die den entgleisten Wagen kurzerhand wieder in die Spur hoben. Kurz drauf rollte der Zug in Richtung Flötzersteig...
14.09.2011, 10:15#35
Ich kann mich auch erinnern, dass sich manchesmal der Beiwagen der Linie 47 am Steinhof bein umkuppeln selstständig machte und Richtung Ottakring rollte.Zum Glück ging das immer harmlos aus.
21.09.2011, 21:58#36
RE: Selbständige Tramway
ZitatOriginal von hema
Eine C1-Geschichte. Um sich den Einziehvorgang etwas komfortabler zu gestalten, ist folgender (natürlich verbotene) Vorgang eingerissen. War auf C1/c1-Zügen der Beiwagenschaffner ein sogenannter Fahrer/Schaffner, also ein Bediensteter mit beiden Verwendungen, so hatte er (illegal) einen Umkehrhebel mit. Wurde ein Zug eingezogen, hüpfte der Triebwagenschaffner runter und ward nicht mehr gesehen (ihn brauchte keiner und der Dienstschluss oder die Pause rief). Der Fahrer schaltete den Fahrschalter auf "Rangieren" und legte die erste Fahrstufe ein. Am Beiwagen ging der Schaffner mit seinem Umkehrhebel zum Rangierpult und führte den Zug im Rückwärtsgang in die Halle. Das funktionierte sehr gut und war sicher auch bequemer und schneller für alle.
Warum eigentlich war die Vorgehensweise verboten, dass für das Rückwärtsfahren der Beiwagenschaffner (wenn dieser ohnehin auch als Fahrer befugt war) zum hinteren Fahrpult ging und so den Zug führte, während der Fahrer vorne blieb? Nur, um Zwischenfälle wie den beschriebenen zu vermeiden, oder gab es da auch noch weitere Gründe?
Ich als Laie könnte mir ja diese Vorgehensweise durchaus als reguläre Vorgehensweise vorstellen (vorausgesetzt natürlich dass es wirklich immer so gemacht worden wäre und eben nicht der Beiwagenschaffner aussteigt ohne dass seine Kollegen es merken
), allerdings durfte ich die Schaffner-Ära leider nurmehr als Kind erleben. Trotzdem interessieren mich solche Themen sehr. 22.09.2011, 08:37#37
RE: Selbständige Tramway
ZitatOriginal von Bujattigasse
Warum eigentlich war die Vorgehensweise verboten, dass für das Rückwärtsfahren der Beiwagenschaffner (wenn dieser ohnehin auch als Fahrer befugt war) zum hinteren Fahrpult ging und so den Zug führte, während der Fahrer vorne blieb? Nur, um Zwischenfälle wie den beschriebenen zu vermeiden, oder gab es da auch noch weitere Gründe?
Möglicherweise hatte das rechtliche Gründe - es gab eben auf jedem Zug nur einen Fahrer, der auch für das Einziehen verantworlich war. Angenommen, der Schaffner hätte beim Rangieren einen Fehler gemacht und es wär zu einem Zusammstoß mit einem anderen Zug gekommen - wer wäre dann schuld gewesen? Und wer hätte geprüft, on der Schaffner überhaupt Fahrberechtigung besitzt?
Technische Gründe für diese Bestimmung gab es m.W. nicht.
22.09.2011, 09:57#38
Laut Vorschrift darf auf jedem Zug nur ein Umkehrhebel mitgeführt werden.
22.09.2011, 12:05#39
ZitatOriginal von 95B
Laut Vorschrift darf auf jedem Zug nur ein Umkehrhebel mitgeführt werden.
Tatsächlich? Das wusste ich gar nicht. Wo steht das?
23.09.2011, 09:12#40
ZitatOriginal von Ferry
Tatsächlich? Das wusste ich gar nicht. Wo steht das?
Das weiß ich nicht auswendig. Wenn ich wieder bei meinen Unterlagen bin, werde ich nachschauen. Ich denke, dass diese Bestimmung aus der Zeit der Zweirichtungswägen stammt: Wenn man beide Fahrschalter gleichzeitig in Betrieb nimmt, kann man einiges Unheil anrichten...