Zukunftsvision Umbenennung der Linien D, 6 und 71

98 Beiträge · Seite 2 von 5
22.09.2012, 00:37#21
und kostet unnötig...

Was kostets denn? Neue Besteckung vielleicht, aber nur, wenn man meint, dort E1 einsetzen zu müssen, wozu die Wiener Linien ja niemand zwingt. Routentafeln und Fahrpläne werden sowieso geändert, wenn der 6er nach Kaiserebersdorf, Zinnergasse verlängert wird, also kann man da auch gleich das Liniensignal ändern.
22.09.2012, 09:42#22
Ich hätte kein Problem mit den Umbenennungen von D und 71, um den Ringlinien (1-4) und generell den Straßenbahnlinien (Zahlensystem) ein einheitliches System zu geben.

Ich habe da auch kein Problem damit. Es ist ja zurückblickend nicht das erste mal, dass Linien umbenannt werden und es geschieht in jeder größeren Stadt. Die beiden verbliebenen Buchstabenlinien sind in gewissem Maß ein Anachronismus aus der Zeit als Durchgangslinien grundsätzlich Buchstabenbezeichnungen trugen. Mir ist auch kein Fall bekannt, dass sich bei Umbenennungen Fahrgäste verirrt hätten oder in die Verzweiflung getrieben wurden. Die letzte Buchstabenlinie O sollte auch in das Zahlensystem eingegliedert werden, wobei ich 7 für durchaus praktikabel finde. Warum der 6er allerdings 16er heißen soll, kann ich nicht beantorten. Wollte man den 5er und 9er "unters Messer legen", wird man mit dem 5er in Schwierigkeiten kommen, da das Signal 15 ja für die Wienerbergspange vorgesehen ist,

Was den 71er betrifft, der ja in ziemlicher Dichte fährt, frage ich mich, ob es erforderlich ist, jeden Zug über den Ring zu führen. Für mich wäre es vorstellbar, nur jeden zweiten Zug als 4er über den Ring fahren zu lassen und die dazwischen liegenden Kurse als 71er über die Lothringerstraße zur Karlsplatzschleife zu führen. Auch die Endstelle Börse finde ich nicht ganz glücklich, da zwischen dieser und der Endstelle der für die Brigittenau wichtigen Linie 31 ein "Loch" von nur einer Station entsteht. Meiner Meinung nach wäre es dienlicher den 4er unter Nutzung des neu eingelegten Bogens von der Marienbrücke zum Kai bis zum Schwedenplatz zu führen.
22.09.2012, 10:16#23
Eine gewisse Konsequenz hätte die Umbenennung natürlich, schließlich hat sich die Ursprungsidee der Buchstabenlinien mittlerweile überwutzelt - nicht, weil es diese Art der Linien nicht mehr gibt, sondern, weil sich die Bezeichnung derselben mit Buchstaben im Laufe der Jahre verändert hat. Das mag man schade, traurig oder bös finden - es ist so. Mir erscheint ein Argument, nix zu ändern, weil sich sonst niemand mehr auskennt etwas schwach. Bei der Einführung des Nummernsystems im Jahr 1907 werden sich auch die Touristen und "Einfach nur Straßenbahnbenutzer" nicht gleich ausgekannt haben. Manchmal wird der Linienweg einer Linie geändert, manchmal gibt es eine komplett neue Linie, manchmal verschwindet eine Linie - Dinge ändern sich im Leben!

Ob der D-Wagen hinkünftig weiter D oder 3 oder sonstwie heißt, ist doch letztlich wurscht, solange er dort fährt, wo er sinnvoll ist - ich gestehe ja einer Straßenbahnlinie, genauer: ihrer Bezeichnung, eine gewisse sentimentale Eigenschaft zu, aber eigentlich dient sie einem anderen Zweck als dem puren Historismus (quasi "der hot imma scho so g'haßn").
Sollte also das Liniensystem am Ring mit einer neuen Straßenbahnlinie beglückt werden, dann sähe ich es als durchaus sinnvoll an, einen 3er von Nußdorf zum Südbahnhof (dann wohl Hbf, oder darf der eigentlich auch nicht umbenannt werden?)) einzuführen, ich werde aber am Franzlbahnhof auch in einen D-Wagen einsteigen, wenn ich zum Ring will.

Leute: Namen sind Schall und Rauch!!! 8-)
22.09.2012, 10:32#24
1. Was ist die Quelle für diese Infos? Wurde was internes ausgeplaudert?

2. Es sollten, wenn es wen stört, dass die Linie 6 in 16 umbenannt wird, mehrere den Fahrgastbeirat, die WL und sonstige Stellen anschreiben.

3. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis O und D neue Liniensignale bekommen, ich denke die Bezeichnung für Durchgangslinien ist mit dem Wegfall von N und J (v.a. die Kürzung des J zum Karlsplatz) nicht mehr zeitgemäß.
22.09.2012, 12:34#25
Also ich spreche mich hier auch für die Abschaffung aller Buchstabensignale aus. Die zwei Relikte, die es noch gibt, sind die Erhaltung kaum wert, und im Sinne eines einheitlichen Systems, in dem es Buchstaben nur als Zusatz zur Linienbezeichung geben sollte, wäre die Linie "3" ein Schritt in die richtige Richtung!
22.09.2012, 12:54#26
RE: Umbenennung der Linien D, 6 und 71
Liebe Mitglieder!

Wie einige von euch wissen werden bin ich seit diesem Jahr Mitglied im Fahrgastbeirat. Wir im Fahrgastbeirat haben eine kleine Arbeitsgemeinschaft erstellt die sich mit der (Um)benennung der Linien D, 6 und 71 nach Abschluss der "Ringlinien Phase 2" beschäftigt.

Was seitens der Wiener Linien geplant ist:

Der D-Wagen
soll bei seiner Streckenführung belassen werden und das Liniensignal "3" bekommen.

Der Grund warum das noch nicht gemacht worden ist der, weil man zu der Zeit der Umstellung der Ringlinien 1 und 2, im Jahre 2008, noch nicht alle Fahrzeuge der Type E2 mit LED-Anzeigen ausgerüstet waren.

Die Linie 6 soll bis zum Zentralfriedhof 3. Tor bei seiner Streckenführung belassen werden, von dort bis Kaiserebersdorf verlängert werden. Wenn das passiert ist, wollen die Wiener Linien der Linie 6 das Liniensignal 16 geben. Desweiteren wird das Wagenmaterial geändert: Die Linie 6 (oder dann 16) soll dann nur noch mehr mit B-ULFen und E1+cx Zügen betrieben werden.

Die Linie 71 soll bis "Zentralfriedhof, 3. Tor", gekürzt, und bis zur Börse verlängert werden. Dann wird auf das Liniensignal "4" umgestellt.


Alle diese Änderungen sind für das Jahr 2016 vorgesehen.

Konkrete Vorschläge werde ich bei der ersten Sitzung dieser Arbeitsgemeinschaft natürlich miteinbringen. :)
Wenn das alles "für 2016 vorgesehen" ist, dann ist's ja noch recht lang bis dahin.
Laut dem Bezirksheini aus dem 11. sollte das doch schon viel früher geschehen.
Ich hoffe nicht, dass die Wiener Linien ernsthaft glauben, dass sich durch Umbezeichnungen von Linien irgend etwas verändert.
Geplant war den 71er zur Börse zu verlängern, schließlich kam noch ein Tausch des Astes nach Kaiserebersdorf vom 71er zum 6er hinzu und inhaltlich steht da nichts neues in Deinem Post, denn Liniennummer hin oder her ein 3er und ein D sind schlichtwegs dasselbe und auch ob ein verlängerter 6er nun 6er oder 16er heißt, oder ein verlängerter 71er nun 71er oder 4er heißt wird jedem Menschen, der ihn tagtäglich benutzt egal sein.
Und diese Änderungen erst für 2016 vorzusehen verstehe ich absolut nicht, denn so was könnt' man ziemlich von heute auf morgen umsetzen und die Festsetzung eines so späten Datums gibt den selbsternannten "Gegnern" der Umstrukturierungen nur Aufwind Ihre Empörung schön für das Ende des Jahres 2015 einzuplanen ... ziemlicher Schwachsinn, man könnte fast auf die Idee kommen, die Wiener Linien wollen die genannten Umstrukturierungen keinesfalls umsetzen, wenn Sie Ihren Gegnern so viel Rückendeckung geben! :daumenrunter:
Ach ja ein konkreter Vorschlag: weniger diskutieren, mehr handeln und ein bisserl ambitioniertere Ziele als das ganze bis 2015 ruhen zu lassen und dann erst 2016 umsetzen zu "wollen".
22.09.2012, 13:02#27
Ich verstehe genauso wenig, warum man bis 2016 (!) warten will, wo doch alle Gleisverbindungen da sind und man die Änderungen wirklich von heute auf morgen umsetzen könnte.
Ob jetzt der 6er oder 71er nach Kaiserebersdorf fährt, erscheint ziemlich egal. Wichtig ist, den 71er nicht weiterhin im Nirgendwo am Schwarzenbergplatz verenden zu lassen.
Hab das einmal im derStandard.at-Forum gebracht und die Antwort bekommen, dass die Änderung wegen der Führung U1-Ersatzlinien im Sommer nicht möglich wäre. Gut, die sind Geschichte, also an die Arbeit, liebe WL!
22.09.2012, 13:19#28
2016 wirds kommen, weil dann die Bezeichnung zur Linie 16 irgendeinen Sinn hat ;)
22.09.2012, 15:30#29
Der D-Wagen[/b] soll bei seiner Streckenführung belassen werden und das Liniensignal "3" bekommen.

Was hat das für einen Sinn? - die Bevölkerung ist an den D-Wagen gewöhnt, und auch "szenefremde" Leute bringen Nußdorf automatisch mit D in Verbindung. Eine Umbenennung würde hier einmal für Verwirrung sorgen.
Die Touristen halt ich am D für vernachlässigbar - die werden auch - wie bisher - in einen D-train einsteigen, während hingegen die Mehrheit der Alltagsnutzer sich an die neue Nummer 3 gewöhnen müsste. Zudem gibts keinen Grund für eine Umbenennung, da die Strecke ja gleich bleibt.
Zudem müsste man dann genau genommen fast alle Linien sinngemäß neu durchnummerieren - die derzeitigen Überbleibsel aus Ring- und Radiallinien anno 1907 haben heute ihre Bedeutung verloren. Warum ist zB. zwischen 10 und 18 eine nicht genutzte Lücke?

Zitat
Die Linie 6 soll bis zum Zentralfriedhof 3. Tor bei seiner Streckenführung belassen werden, von dort bis Kaiserebersdorf verlängert werden. Wenn das passiert ist, wollen die Wiener Linien der Linie 6 das Liniensignal 16 geben. Desweiteren wird das Wagenmaterial geändert: Die Linie 6 (oder dann 16) soll dann nur noch mehr mit B-ULFen und E1+cx Zügen betrieben werden.

Und ich sprech mich erneut klar gegen diesen Blödsinn aus! Der 6er sammelt seine Verspätungen (die im Frühverkehr usus sind) hauptsächlich im 10. Bezirk, und würde dann mit den verspäteten, oft im Rudel fahrenden Zügen bis Kaiserebersdorf durchgezogen werden - oder, was ich eher vermute - dass dann 1,2 Züge kurzgeführt werden und in Kaiserebersdorf dann eine dementsprechende Ausdünnung und daher Verschlechterung stattfindet.

Was keiner bedenkt: wenn heute der 6er auf der Geiselberg steht, kann man immer noch über 69A und 71 ausweichen, wenn man nach Kaiserebersdorf will. Bei der neuen Linienführung wäre das dann nicht mehr möglich. - oder könnte man dann so flexibel sein und bei einer Störung des 6ers den 71er wieder verlängern??

Was das Ganze bringen soll, wer ist auf die Idee gekommen? Warum muss man das Ganze umbenennen?

Ach ja, und: ist der 6er nicht schon lange genug?

Zitat
Die Linie 71 soll bis "Zentralfriedhof, 3. Tor", gekürzt, und bis zur Börse verlängert werden. Dann wird auf das Liniensignal "4" umgestellt.


Wie ich schon woanders geschrieben habe, halte ich die Verlängerung übern Ring für Sinnlos, es gibt ja eh den D. Vielmehr braucht der 71er einen U-Bahn-Anschluß am Ende, und der wär mit der Endstelle Karlsplatz sicher auch gegeben.
Zudem würde ich den 71er nicht kürzen, sondern bei Beibehaltung der derzeitigen Strecke sogar bis zum HUMA verlängern, der derzeitige Zustand mit den Richardbussen ist unzumutbar und selbige "übersehen" gerne mal wartende Passagiere in der Landwehrstraße.

Mein Fazit: bevor man den Blödsinn macht, sollte man vielleicht die Fahrgäste des 6ers/71ers dazu fragen. Aber inkl. der HUMA-Verlängerung. Die sollte man auf jeden Fall wenigstens zur Sprache bringen. Wenns sein muss auch via Facebook oder sonst wie. Würd den FAHRGASTbeirat doch etwas näher ans Volk bringen, und man hätte sicher ein besseres Feedback.
22.09.2012, 16:58#30
Nunja, zwischen Schottentor und Volkstheater "verhungert" man öfters... da würde der 4er schon viel Sinn machen.
22.09.2012, 21:24#31
Ich kann mir ehrlich gesagt nicht ganz vorstellen, dass die Wiener Linien die Umbenennungspläne für D-Wagen und 71er wieder aus der Schublade holen. Man hat sie ja damals wegen diverser Proteste aus den Bezirken ad acta gelegt, die es sicher erneut geben würde. In der jetzigen Zeit müssten sie sich sicher auch auf diverse Facebook-Protest-Gruppen einstellen, weswegen es aus Sicht der Unternehmenskommunikation sicher nicht so wünschenswert wäre die Umbenennung durchzuziehen.

Allgemein muss man sich bei Umbenennungen die Frage stellen, ob die Nachteile durch die gestiftete Verwirrung in den meisten Fällen nicht größer sind als die Vorteile einer neuen Systematik in den Linienbezeichnungen. Wie bereits geschrieben wurde, wurde ja das ursprüngliche Wiener System der Linienbezeichnungen im Laufe der Zeit verwässert. Das Konzept "Linien 1-4 fahren über den Ring" halte ich jetzt nicht für so einen großen Wurf, als dass man es mit allen Mitteln durchsetzen müsste.

Am sinnvollsten wäre in meinen Augen noch die Umbenennung von D in 3, wenn man die Buchstabensignale endgültig eliminieren möchte. Dann müsste natürlich konsequenterweise auch der O-Wagen umbenannt werden. Andererseits sind so Relikte aus alten Zeiten doch auch eine ganz nette Sache und es stört ja im täglichen Betrieb nicht weiter. Oder glauben wirklich manche Leute, dass es sich bei der Linie D vielleicht nicht um eine normale Straßenbahnlinie sondern um eine Sonderlinie mit speziellen Betriebszeiten oder Spezialtarif handelt, weil sie mit einem Buchstaben bezeichnet ist? Ich kann das schwer einschätzen.
Gerade beim D-Wagen finde ich außerdem das Argument mit den dann veralteten Reiseführern auch nicht ganz unwichtig.

Der 71er hat für mich auch nach der Verlängerung zur Börse eher den Charakter einer Radiallinie. Da würde ich die Bezeichnung nicht ändern, da er ja auch eine Linie mit überdurchschnittlicher Bekanntheit ist ("der 71er zum Zentralfriedhof"). Generell finde ich den wichtigsten Punkt bei den Linienbezeichnungen, dass die Nummerngruppen bei den Radiallinien halbwegs passen, weil das eine recht gute Orientierungshilfe ist. Aber da wird zum Glück eh drauf geachtet, also es fährt z.B. nicht plötzlich ein 95A in Hütteldorf.

Die Umbenennung von 6 in 16 halte ich für vollkommen sinnlos, was soll das bringen? Ich erkenne keinen Vorteil.

Aber ich kann mich mit jeder Bezeichnung anfreunden, wenn nur der 71er endlich zur Börse verlängert wird! Der Fahrgastbeirat sollte mit Nachdruck auf eine rasche Umsetzung pochen, denn ich sehe nicht ganz ein, warum das jetzt erst 2016 erfolgen kann.
22.09.2012, 23:18#32
und kostet unnötig...

Was kostets denn? Neue Besteckung vielleicht, aber nur, wenn man meint, dort E1 einsetzen zu müssen, wozu die Wiener Linien ja niemand zwingt. Routentafeln und Fahrpläne werden sowieso geändert, wenn der 6er nach Kaiserebersdorf, Zinnergasse verlängert wird, also kann man da auch gleich das Liniensignal ändern.


Ein sehr kurzsichtiger Ansatz. Angenommen der D-Wagen würde mit der Verlängerung zum Hauptbahnhof auch umbenannt, würden folgende Kosten entstehen:

- Haltestelleninfo bei den neuen Stationen
- neue Aushangfahrpläne
- neue Netzpläne
- neue Stationsschilder (in 27 Stationen)
- neue Hinweisschilder (Umsteigemöglichkeiten) in zumindest 6 Stationen mit U-Bahn-Anschluss (-> 6 Stationen mit sehr vielen Schildern)
- neue Fahrpläne für alle Fahrzeuge und Haltestellen von nicht weniger als 32 (!) Linien (wenn ich mich nicht verzählt habe), darunter alle U-Bahn-Linien!

Von den genannten sind nur die ersten 3 Kostenpunkte tatsächlich notwendig, die anderen entstünden nur wegen der Umbennenung. (Und wenn man bis 2016 wartet, entstehen auch die ersten drei Punkte ein zusätzliches Mal.)
Das wären viele Tausend Euro (die Arbeitszeit nicht vergessen!) die für absolut NULL Nutzen ausgegeben würden! Beim 6er wäre der Aufwand etwas geringer, der Nutzen bleibt aber immer noch bei NULL! Ich fände es skandalös, wenn sich der Fahrgastbeirat für eine derartige "Verbrennung" von öffentlichen Geldern einsetzt!

Abgesehen davon: wer meint, dass es durch eine Umbenennung (oder damals Nicht-Umbenennung, bei anderer Streckenführung) zu keiner Verwirrung der Fahrgäste kommt, der kann in den ersten Monaten des neuen 1ers nicht damit unterwegs gewesen sein...

Sonst kann ich mich den Ausführungen von 76A durchaus anschließen. Der 6er ist jetzt schon unzuverlässig genug, das würde durch eine Verlängerung noch schlimmer. Die Intervalllhalbierung durch 6 und 18 funktioniert selten wirklich gut. Ebenso würde ich den 71er zum Karlsplatz führen und keinesfalls zur Börse, der "fehlende" U3-Anschluss ist kein Argument. (Ich behaupte es gibt de facto keine Umsteigerelation von der U3 zu einem Ziel des 71ers, das heute nicht ebenso gut (+/- 2-3 Minuten) erreicht werden kann.) Stattdessen würde der Ring zu einer "Zerstörung" jegliches sinnvollen Intervalls führen. (Und wenn es schon unbedingt an den Ring gehen muss, dann gleich ganz rundherum nur in eine Richtung. So eine Lösung hätte ich schon bei 65er, J und N viel besser gefunden.)
23.09.2012, 00:02#33

Gerade beim D-Wagen finde ich außerdem das Argument mit den dann veralteten Reiseführern auch nicht ganz unwichtig.

Ab und zu wär' ein "Update" einer solchen Lektüre nicht schlecht, denn auch Touristenattraktionen, Lokale und Beherbergungsbetriebe kommen, gehen oder ziehen um. Da kann man für die nächste Auflage ruhig auch gleich das Verkehrsnetz mit überarbeiten... (Weil's grad so schön paßt: Das hier wird sicher auch nicht mehr uneingeschränkt verwendet werden können. *g*)

Angenommen der D-Wagen würde mit der Verlängerung zum Hauptbahnhof auch umbenannt, würden folgende Kosten entstehen: [...]

- neue Aushangfahrpläne
- neue Netzpläne

Fahrplanwechsel "zur Unzeit" und diverse U-Bahn-Verlängerungen sorgen für ähnliche Effekte - wenn man's schlau anstellt, erledigt man solche Umbenennungen in einem Aufwasch mit und spart somit Extra-Kosten.

Beste Grüße
VT
23.09.2012, 00:45#34
Was den 71er betrifft, der ja in ziemlicher Dichte fährt, frage ich mich, ob es erforderlich ist, jeden Zug über den Ring zu führen. Für mich wäre es vorstellbar, nur jeden zweiten Zug als 4er über den Ring fahren zu lassen und die dazwischen liegenden Kurse als 71er über die Lothringerstraße zur Karlsplatzschleife zu führen.
Es ist eh geplant, am 71er alle 7,5 Minuten (statt derzeit 6) zu fahren, um den Ring nicht zu überlasten. Am stärker ausgelasteten Stück zwischen Simmering und Kaiserebersdorf fährt deshalb dann der öfter verkehrende 6er.

1. Was ist die Quelle für diese Infos? Wurde was internes ausgeplaudert?
[ ] Du hast den ersten Beitrag dieses Threads gelesen? :rolleyes:
23.09.2012, 08:30#35
Also versteh ich das richtig?

Zitat
Es ist eh geplant, am 71er alle 7,5 Minuten (statt derzeit 6) zu fahren, um den Ring nicht zu überlasten. Am stärker ausgelasteten Stück zwischen Simmering und Kaiserebersdorf fährt deshalb dann der öfter verkehrende 6er.

Also die Leute in Nordsimmering (Hauffgasse, Litfaßstraße) und im 3. werden durch ausgedünnte Intervalle zwangsbeglückt, und für Leute, die in Kaiserebersdorf wohnen/arbeiten, und genau dorthin müssen, wird ein Umsteigezwang geschaffen. Na toll!

Und ich bleib dabei, dass man nicht über die Köpfe der Leute entscheiden sollte und die dann die "Krot fressen" müssen. Wie gesagt - Fragt doch einfach die Alltagsfahrgäste, ob sie überhaupt eine Umstellung wollen. Schließlich fahren die damit und müssen mit den Öffis zufrieden sein. Die Öffis sollten ja schließlich für die Leute sein, und nicht damit man am Stadtplan einen Strich in dieser und jener Gasse hat!

PS: warum kann man eigentlich nicht den 71er verlängern, OHNE in Kaiserebersdorf alles umzustellen? Das Argument mit "zulange" zählt für mich nicht; der 6er wäre genauso lang wenn nicht sogar länger. Und das Argument mit der Überbelastung des Rings find ich auch eher als Ausrede als tatsächlicher Sachlage. Wieso konnten früher viel, viel mehr Linien über den Ring geführt werden? Wieso können die Linien 37, 38, 40, 41, 42, 5 und 33 eine Kreuzung passieren, und wieso sollte es da am Ring bei 4 Linien Probleme geben?
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von 76A (23.09.2012, 08:35)
23.09.2012, 11:40#36
Und das Argument mit der Überbelastung des Rings find ich auch eher als Ausrede als tatsächlicher Sachlage. Wieso konnten früher viel, viel mehr Linien über den Ring geführt werden? Wieso können die Linien 37, 38, 40, 41, 42, 5 und 33 eine Kreuzung passieren, und wieso sollte es da am Ring bei 4 Linien Probleme geben?
Da gebe ich dir recht. De facto sind früher alle Durchgangslinien ("Buchstabenlinien") so sie kein Anhängsel "2" (= Lastenstraße) oder "8" (= Gürtel) hatten über den Ring oder Teile desselben gefahren (manche hatten dann in der Gegenrichtung ein "k" für Kai) ohne dass es zu einem Verkehrsinfarkt gekommen wäre. Dazu kamen dann in der HVZ noch die verlängerten Linien 24 und 25.
23.09.2012, 12:41#37
Also die Leute in Nordsimmering (Hauffgasse, Litfaßstraße) und im 3. werden durch ausgedünnte Intervalle zwangsbeglückt, und für Leute, die in Kaiserebersdorf wohnen/arbeiten, und genau dorthin müssen, wird ein Umsteigezwang geschaffen. Na toll!

Das sehe ich ähnlich.
Vor allem wächst dort mit dem Zubauen der Aspanggründe das Fahrgastpotential stetig.
Es würde reichen, zwei Gleisverbindungen in die Lothringerstr. einzubauen und den 71er am Karlsplatz wenden zu lassen. Die Kaiserebersdorfer wären glücklich und der gesamte Nordast des 71ers immens aufgewertet. Ohne große Änderungen, Intervalldehnungen und zusätzlichen Wagenbedarf.
23.09.2012, 20:55#38
Also die Leute in Nordsimmering (Hauffgasse, Litfaßstraße) und im 3. werden durch ausgedünnte Intervalle zwangsbeglückt, und für Leute, die in Kaiserebersdorf wohnen/arbeiten, und genau dorthin müssen, wird ein Umsteigezwang geschaffen. Na toll!

Das sehe ich ähnlich.
Vor allem wächst dort mit dem Zubauen der Aspanggründe das Fahrgastpotential stetig.
Es würde reichen, zwei Gleisverbindungen in die Lothringerstr. einzubauen und den 71er am Karlsplatz wenden zu lassen. Die Kaiserebersdorfer wären glücklich und der gesamte Nordast des 71ers immens aufgewertet. Ohne große Änderungen, Intervalldehnungen und zusätzlichen Wagenbedarf.
Bin zwar auch der Meinung, dass eine Intervallausdünnung bei einer Verlängerung über den Ring nicht zwingend nötig wäre, trotzdem wären 7,5 Minuten immer noch ein brauchbares Intervall.
Eine Verlängerung zur Börse wäre trotzdem wesentlich sinnvoller als zum Karlsplatz, da 1.) zusätzlich zu U1, U2 und U4 auch die Ringlinien angebunden werden, 2.) zusätzliche umsteigefreie Relationen entstehen, 3.) keine neuen Gleisverbindungen nötig sind und 4.) der stark frequentierte Ringabschnitt Oper - Schottentor verdichtet wird. :daumenhoch:
23.09.2012, 21:30#39
1. Was ist die Quelle für diese Infos? Wurde was internes ausgeplaudert?
Es wurde nichts internes an die Öffentlichkeit gegeben! ;)

Wir wurden sogar gebeten uns bei anderen Personen umzuhören, was sie darüber denken, ob sie andere Vorschläge haben. Dank der ganzen Beitrage kann ich verschiedenste Themen in die Arbeitsgruppe miteinbringen die man zu besprechen hat.
24.09.2012, 02:57#40
Es ist eh geplant, am 71er alle 7,5 Minuten (statt derzeit 6) zu fahren, um den Ring nicht zu überlasten. Am stärker ausgelasteten Stück zwischen Simmering und Kaiserebersdorf fährt deshalb dann der öfter verkehrende 6er.
Das ist, denke ich, ein Fehler, außer man realisiert wirklich die U2-Süd über Rennweg und St. Marx. Eine Verlängerung über den Schwarzenbergplatz hinaus, attraktiviert den 71er enorm, da viele neue Verbindungen möglich werden. Ich denke, dass sich das dann auch in einem Fahrgastzuwachs im 3. Bezirk bemerkbar machen könnte, weswegen ich eine Intervallausdünnung auf 7,5 min. sehr skeptisch betrachte.

Betreffend der neuen Linienbezeichnungen, bin ich für die Umbenennungen. Konsequenterweise müssten aber auch der O, der 5er, der 9er und der 67er eine neue Linienbezeichnung erhalten. 2016 fände ich für die Umbenennungen schon recht spät und würde mir wünschen, dass diese schon mit der U2-Verlängerung in die Seestadt oder der Umbenennung der Station Südtirolerplatz erfolgen.