[PM] Semmering-Bahntunnel: Bau schreitet voran
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28.08.2013, 18:43#21
Was ich an der ganzen Diskussion nicht verstehe ... wieso baut man in der Zwischenzeit nicht die Strecken Wien-Gloggnitz und Mürzzuschlag-Graz(-Spielfeld) für ordentliche Geschwindigkeiten (230, 200, oder von mir aus auch nur 160km/h) aus? Einen kurzen Tunnel für 230 km/h auszubauen, wenn man davor und danach keine 160 fahren kann scheint mir doch sehr sonderbar ... ?
Bei der Westbahn hat man sich die anspruchsvollen Strecken (Wien-St.Pölten) ja auch für den Schluss aufgehoben und zunächst dort begonnen, wo der Ausbau sich einfacher gestaltet, wieso bei der Südbahn nicht auch?
Bei der Westbahn hat man sich die anspruchsvollen Strecken (Wien-St.Pölten) ja auch für den Schluss aufgehoben und zunächst dort begonnen, wo der Ausbau sich einfacher gestaltet, wieso bei der Südbahn nicht auch?
28.08.2013, 20:20#22
wieso baut man in der Zwischenzeit nicht die Strecken Wien-Gloggnitz und Mürzzuschlag-Graz(-Spielfeld) für ordentliche Geschwindigkeiten (230, 200, oder von mir aus auch nur 160km/h) aus?
Zwischen Wien und Wiener Neustadt bringst du eh kaum mehr Trassen unter, wenn du dir Geschwindigkeit erhöhst, dann werden die Trassen aufgrund des Geschwindigkeitsunterschieds noch weniger. Und südlich des SBT ist die Topografie einfach ungeeignet, da könntest du gleich einen Tunnel von Gloggnitz bis Graz bauen. Außerdem ist Geschwindigkeit nicht alles, es geht auch um die Kantenfahrzeiten.
28.08.2013, 20:48#23
Die eigentliche Priorität sollte eigentlich bei aktuellen Baustellen und Langsamfahrstellen geben, denn die fressen schon einmal zwischen 7 und 10 Minuten je nach Saison, da würde sich dann schon ein schöner 30-Knoten in Graz ausgehen.
(Die technische Fahrzeit inklusive Halte beträgt übrigens nur 2:10, aber dann kommen eben noch die Fahrzeitreserven dazu)
(Die technische Fahrzeit inklusive Halte beträgt übrigens nur 2:10, aber dann kommen eben noch die Fahrzeitreserven dazu)
08.10.2013, 18:25#24
Brücke für Bahntunnel wird errichtet
In Gloggnitz (Bezirk Neunkirchen) wird derzeit eine neue Eisenbahnbrücke über die Schwarza errichtet. Damit soll ein wichtiger Schritt für das Projekt Semmering-Bahntunnel gesetzt werden, heißt es bei den ÖBB.
Der Brückeneinschub hat bereits am Montag begonnen und soll bis Mitte der Woche abgeschlossen sein. Der mehr als 1.000 Tonnen schwere Koloss wird Stück für Stück über die Schwarza geschoben. Zwei Zylinder pressen die Brückentragwerke langsam vorwärts. Die Träger bewegen sich in einer Stunde etwa sechs Meter weit. Dann werden die provisorisch errichteten Hilfsstützen wieder entfernt. Damit soll ein ungehinderter Durchfluss der Schwarza unter der Brücke sichergestellt werden.
(ÖBB)
Erst 2024 als Eisenbahnbrücke
Die Eisenbahnbrücke wird zunächst asphaltiert und als Straßenbrücke verwendet. Sie dient in den nächsten Jahren als Zufahrtsbrücke zu einem Firmengelände und wird auch für den Baustellenverkehr beim Tunnel genutzt.
Die Brücke wird ab Ende November befahrbar sein. Ihre endgültige Funktion als Eisenbahnbrücke für den Bahnverkehr übernehmen die Tragwerke voraussichtlich erst 2024, wenn der Semmering-Basis-Tunnel in Betrieb geht.
Bis tatsächlich Züge über die Brücke fahren, dauert es noch bis 2024 (ÖBB / Kommerz)
Beste Grüße
VT
08.12.2013, 03:03#25
Neues von der UNESCO:
Beste Grüße
VT
Welterbestatus der Semmeringbahn steht auf dem Prüfstand
Luise Ungerboeck aus Paris | 6. Dezember 2013, 19:07
Insbesondere wegen des Doppelstock-Viadukts "Kalte Rinne" ist der Semmering Welterbe. (Foto: ap/zak)
Die Unesco und ihre Berater prüfen, ob der Semmeringtunnel den Status der Semmeringbahn als Weltkulturerbe gefährdet
Michel Cotte schüttelt ungläubig den Kopf. Der Historiker von der Universität Nantes begutachtet eine bunte Landkarte, auf der das Unesco-Welterbe Semmeringbahn in gelbe und blaue Zonen unterteilt ist, in deren Mitte eine rote Linie verläuft, die Bahnstrecke. "Das ist sehr delikat", murmelt er, ehe er sich, Augenbrauen hochgezogen, an seine Sitznachbarin wendet.
Auch Kirsti Kovanens Blick verrät Ratlosigkeit. Die Generalsekretärin des Internationalen Rats für Denkmalpflege (Icomos) hat inzwischen in ihrem Laptop die "Retrospective Inventory" gefunden, die 2009 von Österreich und der Österreichischen Unesco-Kommission vorgenommen und von der Unesco in Sevilla akzeptiert wurde. Bei dieser Art Inventur - die Österreichische Unesco-Kommission nennt es Klarstellung - wurde das 1998 zur Welterbestätte erhobene 8737 Hektar große Gebiet entlang der historischen Gebirgsbahnstrecke kartiert und in Zonen geteilt. Kernzone (156 Hektar) ist nunmehr die historische Ghega-Bahn, während der weitaus größere Rest von 8581 Hektar zur "Pufferzone" wurde, die nun teilweise durch den Semmeringtunnel untergraben werden soll.
Dieser Umstand hat die Natur- und Landschaftsschutzorganisation Allianz für Natur (AFN) auf den Plan gerufen. Sie hatte in den 1990er-Jahren maßgeblich dazu beigetragen, der Unesco die Gebirgsbahn als Welterbe schmackhaft zu machen. Weil er Ghega-Bahn und Kulturlandschaft durch den Tunnelbau gefährdet sieht, hat AFN-Generalsekretär Christian Schuhböck am Donnerstag bei den Denkmalpflegern von Icomos in Paris Alarm geschlagen.
Rechtliches Problem
"Es scheint auch ein rechtliches Problem zu geben", sagt Kovanen, im Zivilberuf Architektin in Finnland, während sie auf das gut 200 Seiten starke Kompendium starrt, in dem Semmering-Welterbe sowie Tunnel und einhergehende Umweltprobleme aufgelistet sind. "Die offizielle Nominierung zum Welterbe 1998 ist sehr klar: Es wurden Bahn und Kulturlandschaft zum Welterbe erhoben."
Die bunte Karte mit der schmalen Kernzone und der riesigen Pufferzone ist es für sie offensichtlich nicht. "Wir können in Österreich anfragen" , sagt sie nach kurzer Nachdenkpause entschlossen, man werde ein Dossier anfordern über diese Entscheidung.
Auf die "Rote Liste der gefährdeten Welterbestätten" (siehe Wissen) könne Icomos eine gefährdete Welterbestätte nicht setzen, stellt Kovanen klar, "wir sind ja nur Berater der Unesco", und verweist auf die diplomatischen Gepflogenheiten der UN-Organisation für Bildung, Erziehung und Kultur (Unesco). Aber für Beobachtung ("Heritage at Risk") und Nachforschungen reiche der von AFN ausgelöste "Heritage-Alert" jedenfalls.
Spannend wird, wie Icomos Austria den Wandel am Semmering beurteilen wird. Der im Gremium für die Causa zuständige Experte Günter Dinhobl hat einen interessanten Hauptberuf: Er ist bei Tunnelbauer ÖBB-Infrastruktur neben Forschung für "Denkmalschutz/Welterbe" zuständig. (Luise Ungerboeck aus Paris, DER STANDARD, 7.12.2013)
Siehe dazu auch: Wiener Neustadt im Zentrum des "Study Land"
Wissen: Mahnendes Beispiel ist das Dresdner Elbtal. Die Kulturlandschaft nächst der sächsischen Hauptstadt Dresden wurde 2004 unter anderem aufgrund ihrer Landschaft, Architektur, Kunstsammlungen und "lebendigen Traditionen in Musik und bildender Kunst" in die Unesco-Welterbe-Liste aufgenommen. Bereits im Juli 2006 landete das Elbtal allerdings auf der "Roten Liste des gefährdeten Welterbes, 2009 wurde der Welterbetitel durch das Welterbe-Komitee aberkannt. Die Unesco sah den Bau der Waldschlösschenbrücke als landschaftszerstörend an.
Der Weg auf die Rote Liste ist mehrstufig und führt über den Internationalen Rat für Denkmalpflege (Icomos), das offizielle Beratungsgremium der Unesco. "Gesetzliche Regelungen oder Normen gibt es nicht", sagt Icomos-Generalsekretärin Kirsti Kovanen. "Der Status besteht durch die internationale Staatengemeinschaft, der Schutz der Welterbestätte obliegt dem Nationalstaat." Um Gefährdungen zu prüfen, holt Icomos International über den Unesco-Botschafter des Mitgliedsstaats Informationen ein - und beim nationalen Icomos-Komitee. So war es auch, als Icomos das Welterbe Wien durch den Neubau des Bahnhofs Wien-Mitte gefährdet sah. Bahnhof samt Hochhaus wurden schließlich verändert, das historische Zentrum Wiens blieb Welterbe. Aktuell prüft Icomos das Projekt Wiener Eislaufverein.
Beste Grüße
VT
10.01.2014, 10:45#26
Semmering-Basistunnel: Baustart an Schächten
Nach den Vorarbeiten für die Errichtung des Semmering-Basistunnels zwischen Niederösterreich und der Steiermark hat der Bau des ersten von drei Tunnelbaulosen begonnen. Es werden zwei mehr als 400 Meter tiefe Schächte gegraben.
Die Schächte der Tunnelbaulose im Fröschnitzgraben haben einen Durchmesser von je rund zehn Metern, teilten die ÖBB am Freitag mit.
Zwei Tunnelvortriebsmaschinen
In der Folge werden an den Füßen der Schächte Hohlräume errichtet. Von dort aus wird in Richtung Gloggnitz und Mürzzuschlag gegraben. Aufgrund geologischer Gegebenheiten kommen auf einer Länge von rund 8,6 Kilometern zwei Tunnelvortriebsmaschinen zum Einsatz. In Richtung Mürzzuschlag erfolgt der Vortrieb mittels Bagger und Sprengungen.
Den rund 623 Millionen Euro schweren Auftrag erhielt die Bietergemeinschaft Swietelsky Tunnelbau GmbH & Co KG und Implenia AG. Der Spatenstich zu den Vorarbeiten erfolgte im Frühjahr 2012. In Gloggnitz wurden bereits zwei Eisenbahnbrücken errichtet, eine Landesstraße verlegt sowie Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt.
Vorarbeiten abgeschlossen
In der Gemeinde Spital am Semmering in der Steiermark sind die Vorarbeiten schon abgeschlossen. Neben der in Zusammenarbeit mit der Gemeinde ertüchtigten Trinkwasserversorgungsanlage wurden Baustraßen errichtet und im Longsgraben die Voraussetzungen für die künftige Deponie, in der Tunnelausbruchsmaterial eingebaut werden soll, geschaffen.
Mit dem Bau der Tunnelröhren soll Ende 2016 begonnen werden. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Ende 2024 geplant.
Der 27,3 km lange Semmering-Basistunnel wurde als zweiröhriges Tunnelsystem konzipiert und soll die Bahnstrecke zwischen Wien und Graz zeitlich verkürzen.
Beste Grüße
VT
10.02.2014, 13:36#27
Semmering-Bahntunnel: Genehmigung aufgehoben
Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) hat am Montag die Genehmigung für den Semmering-Bahntunnel aufgehoben. Die Richter gaben laut ersten Informationen drei Beschwerden der Tunnelgegner gegen die Bewilligung statt.
Konkret gehe es um die Verletzung von Verfahrensvorschriften, sagte VwGH-Sprecher Heinz Kail. Unter anderem sei ein Sachverständiger eingesetzt worden, der nicht beeidet gewesen ist. „Einerseits ist ein Sachverständiger beauftragt worden, der die nach dem Gesetz erforderliche Eignung nicht hat. Andererseits ist insbesondere im Bereich der Lärmmessungen den Gegebenheiten nicht vollständig Rechnung getragen worden“, so Kail. So soll an den falschen Stellen gemessen worden sein, außerdem seien teilweise gar keine Messungen vorgenommen worden.
Baubewilligung aufgehoben - Ministerium am Zug
Der Spatenstich für den Bau des Semmering-Bahntunnels ist vor knapp zwei Jahren gefallen, seither laufen die Vorarbeiten - mehr dazu in steiermark.ORF.at. Nun sei die Baugenehmigung aber aufgehoben worden, die Mängel müssten verbessert werden, so Kail weiter.
Bauarbeiten an dem Projekt Semmering-Bahntunnel (ORF)
„An sich ist die Bewilligung aufgehoben, und das heißt, dass das Verkehrsministerium diese Mängel, die im Verfahren nun vorliegen, beseitigen oder nachholen muss und dann allenfalls - je nach den Ergebnissen - eine neue Bewilligung erteilen kann“, so Kail. Eine Stellungnahme der ÖBB gibt es vorerst nicht.
Beste Grüße
VT
11.02.2014, 09:44#28
Baustopp für Semmering-Bahntunnel
Nachdem der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) die Genehmigung für den Semmering-Bahntunnel aufgehoben hat, sind die Bauarbeiten vorerst eingestellt. Die ÖBB halten aber an dem Projekt fest. Der Tunnel soll bis 2024 fertiggestellt sein.
Der Verwaltungsgerichtshof hatte die Baubewilligung wegen Verfahrensfehler aufgehoben. Die Bauarbeiten am Semmeringbahntunnel stehen daher sowohl in der Steiermark als auch in Niederösterreich still. ÖBB-Sprecher Michael Braun ist aber zuversichtlich, dass sowohl der Zeitplan als auch die Baukosten eingehalten werden können.
„Wir gehen vorsichtig optimistisch davon aus, dass die Kosten in Höhe von 3,1 Milliarden Euro und der Fertigstellungszeitpunkt 2024 halten“, sagt Braun gegenüber noe.ORF.at. „Im Detail ist es aber abhängig davon, was im Erkenntnis des VwGH wirklich drinnen steht.“ Daher will man dieses in den nächsten Tagen prüfen, so Braun.
Kritiker fordern „Totalabsage“
Die Projektkritiker fühlen sich durch das Erkenntnis des VwGH bestärkt. Der Generalsekretär der Umweltschutzorganisation „Alliance for Nature“, Christian Schuhböck, fordert einmal mehr die „politische Totalabsage“ für den Tunnel und spricht gegenüber der Austria Presse Agentur (APA) von einem „unnötigen Prestigeprojekt“.
Diese Kritik weist ÖBB-Sprecher Braun zurück. „Der Tunnel bringt volkswirtschaftlich ganz eindeutig Vorteile für Österreich. Zusätzlich wird er der Eisenbahn helfen, auf der Südachse wettbewerbsfähig zu werden. Und zwar so sehr, wie wir es auf der Westbahnstrecke jetzt schon sind.“
Beste Grüße
VT
11.02.2014, 13:23#29
Wir gehen vorsichtig optimistisch davon aus, dass die Kosten in Höhe von 3,1 Milliarden Euro und der Fertigstellungszeitpunkt 2024 halten“,Das wäre das erste mal, dass in Österreich bei einem Großprojekt die veranschlagten Kosten halten würden. Das ist jetzt - abgesehen von der üblichen Freunderl- und Misswirtschaft - schon deshalb schwer möglich, da bei Projekten, bei denen die Geologie eine Hauptrolle spielt, zu viele Ungewissheiten eine bedeutende Rolle spielen, die im voraus nur schwer abschätzbar sind. Da helfen auch Sondierungsbohrungen wenig, denn nur 200 Meter weiter kann die Sache schon ganz anders aussehen.
26.02.2014, 09:40#30
Kritik: UVP-Novelle hilft Semmeringtunnel
ÖVP und SPÖ haben vor kurzem eine Novellierung des UVP-Gesetzes beschlossen. Laut Opposition soll damit erreicht werden, dass der Semmering-Bahn-Tunnel trotz Einwänden von Umweltschutzorganisationen und Anrainern weitergebaut werden kann.
Im März soll die Gesetzesänderung zur Umweltverträglichkeitsprüfung (kurz: UVP) in Kraft treten, sehr zum Ärger der Opposition, sie hat gegen den Beschluss gestimmt. Dass aber damit schon im März wieder am Semmering-Bahn-Tunnel weitergebaut werden kann, schließt man im Verkehrsministerium aus. Der UVP-Bescheid wurde erst vor kurzem gekippt und er bleibt auch weiterhin ungültig. Ein Weiterbau komme frühestens im Herbst in Frage.
Tunnel wird erst im Herbst weiter gebaut
Konkret bewirkt der Beschluss im Nationalrat, dass es bei UVP-Verfahren, die schon länger laufen, künftig bei Einsprüchen keine aufschiebende Wirkung mehr gibt. Das heißt: Sollte im Herbst gegen den neuen UVP-Bescheid des Verkehrsministeriums wieder Einspruch erhoben werden, kann am Semmering-Bahn-Tunnel weitergebaut werden.
Einsprüche führen also zu keiner Bauverzögerung mehr. Dass aber generell Einsprüche erhoben werden können, daran ändert auch die Gesetzesänderung nichts. Eine Anlassgesetzgebung weist man im Verkehrsministerium zurück.
Beste Grüße
VT
26.02.2014, 16:38#31
Dass aber generell Einsprüche erhoben werden können, daran ändert auch die Gesetzesänderung nichts. Eine Anlassgesetzgebung weist man im Verkehrsministerium zurück.Was soll das bitte sonst sein? Was nützt ein Einspruch, wenn fröhlich weitergebaut werden darf? Bis der Einspruch durch ist, ist das Bauwerk längst fertig, und selbst wenn dem Einspruch dann stattgegeben werden sollte, wird man es hinterher kaum wieder abreißen. Diese "Gesetzesänderung" bewirkt lediglich, dass es künftig auf UVP-Ebene nicht mehr möglich sein wird, Bauvorhaben zu verhindern (und damit jede UVP ad absurdum geführt wird).
26.02.2014, 21:35#32
Offenbar gab es bereits bisher eine Ausnahme für Straßenprojekte, die jetzt auch auf Bahnprojekte ausgeweitet wurde:
http://www.christiane-brunner.com/2014/02/reg…ergerinnenrecht-aus/
http://www.christiane-brunner.com/2014/02/reg…ergerinnenrecht-aus/ 16.03.2014, 21:41#33
Bures: „Semmering-Bahntunnel bis 2024 fertig“
Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) ist zuversichtlich, dass der Semmering-Bahntunnel wie geplant bis 2024 fertig wird. Wegen Verfahrensfehler hatte der Verwaltungsgerichtshof die Baubewilligung für den Tunnel aufgehoben.
Die Mängel seien inzwischen aber behoben und das Projekt könne nun erneut zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht werden, so Bures. Die Verkehrsministerin spricht von Nachbesserungen in Detailfragen, diese seien inzwischen vorgenommen worden: "Das heißt, es wird dann wieder die öffentliche Auflage erfolgen. Ich denke, es wird gelingen, in den nächsten Monaten wieder Klarheit zu erhalten“, so Bures.
Verkehrsministerin: „Es wird mit Hochdruck gearbeitet“
Der Verwaltungsgerichtshof hatte festgestellt, dass ein Sachverständiger eingesetzt worden ist, der nicht beeidet gewesen war, außerdem seien Lärmmessungen nicht richtig durchgeführt worden.
Wann weitergebaut werden kann, lässt Bures offen: „Das kommt darauf an, wie viele Einsprüche im Zuge der öffentliche Einsicht noch da sind. Im Haus wird jedenfalls auf Hochdruck gearbeitet, dass wir rasch weiterbauen können und die Verkehrsfreigabe und das Datum halten“, so die Verkehrsministerin. Geht es nach Bures, so soll der Tunnel 2024 fertig sein und für den Bahnverkehr freigegeben werden.
13.05.2014, 21:40#34
Semmering-Bahntunnel: Einspruchsfrist endet
Im Februar hat der Verwaltungsgerichtshof den Bescheid der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und damit die Baugenehmigung für den Semmering-
Bahntunnel aufgehoben. Am Freitag endet die Einspruchfrist für den neuen UVP-Bescheid.
Der 37,3 Kilometer lange Semmering-Bahntunnel soll die Bahnfahrt von Wien nach Graz künftig um eine halbe Stunde verkürzen. Doch derzeit stehen die Bauarbeiten still. Wie lange das noch so sein wird, das kann auf Nachfrage von noe.ORF.at beim Verkehrsministerium nicht beantwortet werden. Fest stehe derzeit nur, dass mit Freitag die Eingabefrist von Stellungnahmen zum neuen UVP-Bescheid endet.
Bauarbeiten gehen frühestens im Herbst weiter
Die UVP-Behörde des Verkehrsministeriums werde dann alle Einwendungen prüfen und in der Folge entweder einen negativen oder positiven Bescheid ausstellen. Die zuständige Behörde arbeite mit Hochdruck, heißt es. Realistisch gesehen wird frühestens im Herbst weitergebaut.
Bei der Umweltschutzorganisation „Alliance for Nature“ erwartet man einen positiven Bescheid, den man aber weiter bekämpfen werde, heißt es. Die Bedenken der Organisation bezüglich des Eingriffs in die Natur und des Wasserhaushalts seien weiter aufrecht. Deshalb werde man gegebenenfalls durch alle Instanzen gehen, sagt ein Sprecher der Organisation.
13.05.2014, 21:47#35
Da will man mal das Bahnnetz verbessern und schon kommen die "Umweltschützer", die gegen Öffis sind. Was sind das für Umweltschützer?
Außerdem gibt es ja bereits einen Autobahntunnel. Warum sollte ein Bahntunnel schlimmer sein?
Außerdem gibt es ja bereits einen Autobahntunnel. Warum sollte ein Bahntunnel schlimmer sein?
13.05.2014, 22:05#36
Da will man mal das Bahnnetz verbessern und schon kommen die "Umweltschützer", die gegen Öffis sind. Was sind das für Umweltschützer?Meine Rede. Wo waren die weltbesten "Umweltbeschützer" vorm S6-Tunnel? In meinen Augen handelt es sich wie immer um ein paar Wichtigtuer, die Aufmerksamkeit und vielleicht eine kleine Schadensersatzsumme wollen. Dass ein moderner Eisenbahntunnel, welcher die Südachse um 50 Jahre nach vorwärts schleudert, als Umweltzerstörung angesehen wird, ist lächerlich. Vor einigen Jahren kämpfte "Alliance for Nature" für den Erhalt der alten Ghegabahn, aber diese wurde sowieso schon zum Welterbe erklärt. Und die ÖBB sind schon einige Jahre daran, Teile davon instand zusetzen. Also wo ist überhaupt das Problem? Sollen sie sich in die Lobau stellen, das wäre wichtiger!
Außerdem gibt es ja bereits einen Autobahntunnel. Warum sollte ein Bahntunnel schlimmer sein?
13.05.2014, 22:14#37
Da will man mal das Bahnnetz verbessern und schon kommen die "Umweltschützer", die gegen Öffis sind. Was sind das für Umweltschützer?
Außerdem gibt es ja bereits einen Autobahntunnel. Warum sollte ein Bahntunnel schlimmer sein?
Das frag ich mich auch immer wieder...

14.05.2014, 01:23#38
Laut denen ist das Problem daß es sich um einen Tunnel in tieferer Lage als die Tunnelkette der S6 handelt, und die dadurch die Wasserreserven gefährdet sehen. Und nicht zu vergessen, die Staubbelastung während des Baues. Nur daß es einen Wasserbescheid usw für den Tunnel gibt, wollen diese Typen einfach nicht einsehen. Kommt mir schon vor wie der Protest der Grünen im 2. welche sich wehement damals gegen den U2 Bau aussprachen, da es während des Baues Staubbelastung gibt. Wir wollen zwar gute Öffis, aber bitte nix Bauen bzw. Ausbauen ist die Devise.
30.06.2014, 12:07#39
schade das dann keine Züge mehr übers Viadukt fahren 

01.07.2014, 17:44#40
Da will man mal das Bahnnetz verbessern und schon kommen die "Umweltschützer", die gegen Öffis sind. Was sind das für Umweltschützer?Aus meiner früheren Baupraxis: Du kannst die Leute in 3 Gruppen teilen: Gruppe 1: Hängt dem Florian-Prinzip an: "Heiliger St. Florian, verschon mein Haus, zünds andere an" (sind meist mehr oder weniger von den Baumaßnahmen betroffen). Gruppe 2: Scheinen unter Minderwertigkeitskomplexen zu leiden und pudeln sich auf, weil sie sich dann bedeutungsvoller vorkommen. Gruppe 3: Echte Umweltschützer, die sich Sorgen um die Natur machen, allerdings die meisten von ihnen ohne das entsprechende Fachwissen um Gefahren in der Realität beurteilen zu können. Die, die sich wirklich auskennen und tatsächliche Gefahren für die Natur erkennen und beurteilen können, sind eine sehr seltene Spezies.



