Konkreter Vorschlag Strategieplan 2050

53 Beiträge · Seite 1 von 3
19.05.2014, 12:15#1
Meiner Meinung nach ist die Steigerung des Radfahranteils von 6 auf 15% und mehr vollkommen unrealistisch. Hier scheinen sich wohl die Grünen durchgesetzt zu haben.

http://diepresse.com/home/panorama/wien/38049…utoverkehr-halbieren
19.05.2014, 12:35#2
Ich habe früher immer geglaubt, die Grünen sind eine Öffi-Partei. Leider sind sie dies nicht, sondern eine reine Radfahrer-Partei. :boese:
19.05.2014, 12:41#3
Da fällt mir nur dieser Spruch dazu ein. Jetzt geht es mit den Grünen wirklich in Richtung Lächerlichkeit :rolleyes: .
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19.05.2014, 13:12#4
Bitte schön, hier geht es um eine langfristige Strategie bis zum Jahr 2050, also um einen Zeitraum von mehr als 35 Jahren. Und einen Rad-Anteil von 15 % haben viele Städte schon heute, selbst das mit Wien vergleichbare München. Also was sollen eure blöden Sprüche?
19.05.2014, 13:22#5
Bitte schön, hier geht es um eine langfristige Strategie bis zum Jahr 2050, also um einen Zeitraum von mehr als 35 Jahren. Und einen Rad-Anteil von 15 % haben viele Städte schon heute, selbst das mit Wien vergleichbare München. Also was sollen eure blöden Sprüche?
Man hat den Anteil in den letzten Jahren trotz intensiver Bemühungen nicht viel über 6% gebracht. Tut mir leid, aber 15% sind Realitätsverweigerung.
19.05.2014, 13:31#6
Man hat den Anteil in den letzten Jahren trotz intensiver Bemühungen nicht viel über 6% gebracht. Tut mir leid, aber 15% sind Realitätsverweigerung.
Intensive Bemühungen? Warst du schonmal in Städten mit hohem Rad-Anteil (z.B. Kopenhagen) und hast gesehen wie es dort läuft?
19.05.2014, 14:03#7
Man hat den Anteil in den letzten Jahren trotz intensiver Bemühungen nicht viel über 6% gebracht. Tut mir leid, aber 15% sind Realitätsverweigerung.
Intensive Bemühungen? Warst du schonmal in Städten mit hohem Rad-Anteil (z.B. Kopenhagen) und hast gesehen wie es dort läuft?
Ja, ich war schon in Kopenhagen. Ist eine süße, kleine Stadt, aber nicht mit Wien vergleichbar.
19.05.2014, 14:19#8
Man hat den Anteil in den letzten Jahren trotz intensiver Bemühungen nicht viel über 6% gebracht.

Intensive Bemühungen mag stimmen, aber man kann auch sehr intensiv das Falsche tun – und genau das ist in Wien, was z. B. Radverkehr und den Straßenbahnverkehr betrifft, geschehen. Den Grünen kann man das (noch) nicht anlasten, weil dieses Sachen nur langfristig wirksam werden und dazu sind sie erstens zu kurz in der Regierung und zweitens trotzdem nur der Juniorpartner im Kampf gegen rote, autofixierte Bastionen, welche den Radverkehr nach wie vor als Freizeitvergnügen sehen (wobei ich damit weniger die SPÖ selbst als die Behörden meine, welche aus so macher guten Idee oft einen Pfusch gemacht haben). Daher ist es schon richtig, nun neue, langfristige Strategien zu entwerfen. Das einzige, was ich den Wiener Grünen neben ihrer realpositischen Grünohrigkeit vorwerfe, ist die kurzfristige und teure Prolongation des Ringradwegpfusches anstatt diesen mittelfristig zu beheben.

Und ich wiederhole: München ist mit Wien absolut vergleichbar und hat 17 % Radfahranteil am Modal Split.
19.05.2014, 14:20#9
Ich bin auch dagegen, den Radfahrer-Anteil zu erhöhen. Das Fahrrad ist für mich eher ein Freizeit-Verkehrsmittel, aber wird niemals ein Ersatz fürs Auto oder Öffentliche Verkehrsmitteln sein können. Sollen lieber die Öffis ausbauen.

Meine Reihung in der Prioritätenliste ist folgendermaßen.

1. Fußgänger

2. Öffis

3. Autos

4. Fahrräder

Das Problem bei Fahrrädern ist auch, dass sie eine eigene Verkehrsfläche benötigen. Gehsteige und Straßen gibt es überall, aber Radwege muss man erst bauen.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von 5er-Franzi (19.05.2014, 14:24)
19.05.2014, 14:29#10
Wenn ich von Stammersdorf in mein Büro im 2. mit dem Rad fahre, ist das erste, was ich im Büro machen muss, nochmals zu duschen. Ob das Ressourcen spart?
19.05.2014, 14:56#11
as Problem bei Fahrrädern ist auch, dass sie eine eigene Verkehrsfläche benötigen. Gehsteige und Straßen gibt es überall, aber Radwege muss man erst bauen.

Erstens brauchen Radfahrer nur einen Bruchteil der Fläche von Autofahren und zweitens ist in meinen Augen gerade der Bau von Radwegen der Fehler. Radwege sollten nur dort gebaut werden, wo zuviel MIV ist (etwa Gürtel oder Wiental), ansonsten gehören Radfahrer auf die Fahrbahn und dort aber zumindest gleichwertig zum MIV behandelt. In der Priorität gehören die Fahrräder auf jeden vor dem MIV.

Wenn ich von Stammersdorf in mein Büro im 2. mit dem Rad fahre, ist das erste, was ich im Büro machen muss, nochmals zu duschen. Ob das Ressourcen spart?

Erwartest du auf dieses Posting ernsthaft eine Antwort? Nur soviel: Nur weil du das so siehst, hast du keine Rechtfertigung, anderen deine Sichtweise aufdrängen zu müssen. Jeder soll das Verkehrsmittel seiner Wahl benutzen, aber die Voraussetzung ist auch die Wahlfreiheit. Und diese ist beim Radverkehr in Wien nun bedingt gegeben. Und jetzt nicht die Kilometer der Radfahranlagen zählen sondern deren Qualität beurteilen.
19.05.2014, 15:00#12
Es gibt wohl kaum ein Thema welches Wien so dermaßen polarisiert wie das Thema "Radverkehr".
Ich finde es schade, dass man die ganze Sache leider nicht mehr sachlich angehen kann, sondern immer gleich gewisse Scheuklappen-Haltungen an nimmt!
Letzte Woche war ich in Wien schon mit dem privaten PKW, mit Car2go, sehr oft mit den Öffis, zu Fuß und auch mit dem Rad unterwegs. Ich habe sehr oft den Eindruck, dass viele Menschen, die v.a. eine starke Anti-Radfahr-Position vertreten, der Meinung sind, bei Radfahren handle es sich automatisch um linkslinke Grüne Öko-Radikale, und dass sie sich deswegen in weiterer Folge jeder konstruktiven Diskussion verschließen. Ich kann versichern: Ich bin weder links-links noch besonders Öko oder Grün noch in irgendeiner Richtung radikal. Vielleicht sollte man sich einfach mal ein wenig besinnen, die politischen Farbenspiele ausklammern und sich nur mal auf die Verkehrspolitik konzentrieren, denn die betrifft uns sowieso alle.

Davon abgesehen:

Jede Verkehrsmöglichkeit kann auch zur Freizeit genutzt werden. Es gibt Leute, die laufen zu Freizeitzwecken und auch solche die in ihrer Freizeit gerne Rad fahren. Das bedeutet aber nicht, dass Fahrräder automatisch Freizeitgegenstände sind.
Fahrräder brauchen nicht zwangsweise Radwege sondern können ganz legal wie jedes andere Fahrzeug auch auf der Straße (genauer: Fahrbahn) bewegt werden. In Ballungsräumen und Gebieten mit hoher Verkehrslast macht es dann allerdings oft Sinn, diese recht schwachen Verkerhsteilnehmer von den stärkeren zu trennen.
15% Radverkehr klingt ambitioniert! Wenn diese Zahl erreicht wird, dann hoffe ich, dass der Großteil der Radfahrer aus dem Pool der MIV-Nutzer kommt, und möglichst wenig aus dem der ÖV-Nutzer.
19.05.2014, 15:00#13
Erstens brauchen Radfahrer nur einen Bruchteil der Fläche von Autofahren und zweitens ist in meinen Augen gerade der Bau von Radwegen der Fehler. Radwege sollten nur dort gebaut werden, wo zuviel MIV ist (etwa Gürtel oder Wiental), ansonsten gehören Radfahrer auf die Fahrbahn und dort aber zumindest gleichwertig zum MIV behandelt.

Das funktioniert aber nicht. In bin strikt dagegen, unterschiedlich "starke" Verkehrsteilnehmer auf einer gemeinsamen Verkehrsfläche zusammenzufassen. Egal ob das Autos und Radfahrer sind oder Radfahrer und Fußgänger. Die Praxis zeigt, und auch meine Erfahrung, dass das einfach nicht funktioniert. Ich hasse zB "Geh- und Radwege". Die Fußgänger werden durch die Fahrräder gefährdet und die Fahrräder werden durch kreuz und quer laufende Fußgänger behindert.


Zitat
In der Priorität gehören die Fahrräder auf jeden vor dem MIV.

Nein, da wie gesagt das Rad niemals ein vollwertiger Ersatz für ein Auto oder Zug sein kann und man dafür extra einen Radweg bauen muss damit ein ordentliches Fortkommen möglich ist. Bei Schlechtwetter ist vom Radfahren sowieso abzuraten. Wie gesagt, Rad fahren ist eher eine Freizeitaktivität für Donauinsel oder dergleichen.
19.05.2014, 15:09#14
Rad fahren ist eher eine Freizeitaktivität für Donauinsel oder dergleichen.

Ich respektiere deine Meinung, auch wenn ich sie zum Kotzen finde. Damit EOD.
19.05.2014, 15:12#15
Bei Schlechtwetter ist vom Radfahren sowieso abzuraten. Wie gesagt, Rad fahren ist eher eine Freizeitaktivität für Donauinsel oder dergleichen.
Abzuraten vielleicht, aber manche fahren auch bei Regen. Letzten Sommer in Schottland beobachtet: Ein alter Mann, mit langem weisen Bart, im strömenden Regen am Rad, fuhr im Niemandsland rum, um mit den Sachen die er am Gepäckträger hatte, von A nach B zu kommen. Und das, obwohl er sicher auch Autostoppen hätte können, und ihn ein paar nette Touristen (zB wir) sicher gerne mitgenommen hätten. Und auch ich verwende das Rad, um zu Orten zu kommen, zu denen ich wirklich hin muss. Und denke an China. Bevor es dort genug Autos gab, war das Rad ein vollwertiges Verkehrsmittel. Wien ≠ China, aber was in China im großen Stil (mehr oder weniger) funktioniert, könnte auch in Wien "im Modell" funktionieren. Bin jetzt kein großer Rad Verfechter, aber das Rad als Verkehrsmittel zu verwenden find ich gar nicht so schlecht. Solang es getrennte Routen zwischen Bus/Auto und Rad und Fußgänger gibt.
19.05.2014, 15:22#16
Als ich noch am Land gewohnt habe bin ich auch bei jedem Wetter mit dem Rad zum Bahnhof gefahren (1 km). Aber ich hätte niemals damit in die Arbeit fahren können, weil das Rad eben niemals ein vollwertiges Verkehrsmittel sein kann. Dazu brauche ich ein Auto oder ein öffentliches Verkehrsmittel. In der Stadt braucht man kein Rad um zum nächsten Bahnhof zu gelangen, da man ein dichtes Öffi-Netz hat. Ich würde daher niemals auf die Idee kommen mit dem Rad zu fahren. Selbst wenn es von der Strecke hier zumutbar wäre, wenn es regnet muss ich erst wieder ausweichen auf andere Verkehrsmittel.
19.05.2014, 15:33#17
Ich bin auch dagegen, den Radfahrer-Anteil zu erhöhen. Das Fahrrad ist für mich eher ein Freizeit-Verkehrsmittel, aber wird niemals ein Ersatz fürs Auto oder Öffentliche Verkehrsmitteln sein können. Sollen lieber die Öffis ausbauen.

Meine Reihung in der Prioritätenliste ist folgendermaßen.

1. Fußgänger

2. Öffis

3. Autos

4. Fahrräder

Das Problem bei Fahrrädern ist auch, dass sie eine eigene Verkehrsfläche benötigen. Gehsteige und Straßen gibt es überall, aber Radwege muss man erst bauen.

:daumenhoch:
Abgesehen davon, dass ich die Öffis an die erste Stelle stellen würde und die Autos an die letzte, geb ich dir Recht!
19.05.2014, 15:35#18
Abgesehen davon, dass ich die Öffis an die erste Stelle stellen würde und die Autos an die letzte, geb ich dir Recht!
Nein, die Fußgänger waren als erstes da, bei vor es noch andere Verkehrsmittel gab. Theoretisch müsste man Pferde noch auf Platz 2 einschieben. :D Und Öffi's sind zwar umweltfreundlicher als Autos aber sie schaden trotzdem auch der Umwelt. Also Fußgänger gehören schon auf den ersten Platz.
19.05.2014, 15:54#19
Das Problem bei Fahrrädern ist auch, dass sie eine eigene Verkehrsfläche benötigen. Gehsteige und Straßen gibt es überall, aber Radwege muss man erst bauen.
Nicht das Problem, sondern die Lösung: eigene breite Fahrstreifen für Radfahrer, so wie in Kopenhagen (auf denen auch kein Gegenverkehr ist entlang der wichtigen Achsen): das senkt die Emissionen, sowohl duftmäßig als auch lärmmäßig, benötigt pro bewegter Person weniger Raum und ist mit gutem Willen machbar.
Guter Wille beinhaltet: weniger Autoabstellflächen, konsequentes Handeln und wie bei Autostraßen gilt: je attraktiver das Angebot desto mehr fahren drauf.
19.05.2014, 16:01#20
weniger Autoabstellflächen
Na wart nur, du kommst schon noch in meine Gasse. :boese: