Konkreter Vorschlag Strategieplan 2050
53 Beiträge · Seite 2 von 3
19.05.2014, 16:35#21
Ui... Entspannt euch mal alle wieder...
Im Übrigen bin ich auch eher dafür die Öffis auszubauen. Überall wo ich bis jetzt war und es sehr viele Radfahrer gibt (Münster/Amsterdam), waren die Öffis eher unterdurchschnittlich. Radfahren geht also eher auf Kosten des Öffi als des Autoverkehrs. Abgesehen davon kommt Radfahren für viele nicht in Frage (Länge der Strecke, Alter, Gesundheit, etc...). Grad in Wien bin ich froh, dass ich nicht Radfahren MUSS um in einer angemessen Zeit irgendwo hinzukommen.
Im Übrigen bin ich auch eher dafür die Öffis auszubauen. Überall wo ich bis jetzt war und es sehr viele Radfahrer gibt (Münster/Amsterdam), waren die Öffis eher unterdurchschnittlich. Radfahren geht also eher auf Kosten des Öffi als des Autoverkehrs. Abgesehen davon kommt Radfahren für viele nicht in Frage (Länge der Strecke, Alter, Gesundheit, etc...). Grad in Wien bin ich froh, dass ich nicht Radfahren MUSS um in einer angemessen Zeit irgendwo hinzukommen.
19.05.2014, 17:26#22
Dieser Thread hat das Zeug zum emotional werden & zum polemisieren . . .
Folgende Einwürfe von mir:
Das Beispiel Kopenhagen:Kopenhagen ist eine Stadt, die seinerzeit ihr Straßenbahnnetz komplett stillgelegt hat (die damals dort eingesetzten Düwag Züge, die erst wenige Jahre alt waren, wurden meines Wissens nach Alexndria verkauft), wer dort ohne Auto unterwegs sein will, wird natürlich eher aufs Rad ausweichen (zumal auch die Kopenhagener Topographie eher flach ist).
Dann:wenn man mit Autofahrern spricht, werden viele zugeben, daß Autofahren in Wien nicht lustig ist, viele Autofahrer gerne auf "Öffis" umsteigen würden. Nur-es gibt Leute die auf ihre Benzindroschke angewiesen sind, Bsp. Handelsvertreter der in kurzer Zeit möglichst viele Kunden abklappern muß(vielleicht mit noch 2Koffer . . ), Handwerker mit Equipment (Installateur mit Werkzeug & einer Klomuschel am Gepäckträger . .?), Familienvater/Mutter die für die Family einkauft (Mineralwasserkiste & Fressalien . .),Leute von außerhalb, etc. . .
Wenn man also den Anteil an Radfahrern erhöhen will, wird man das nur können, wenn man vom öffentlichen Verkehr Anteil abzieht, und da werden wohl viele dann wieder auf KFZ (zurück-)umsteigen, weil das Fahrrad kein richtiges Verkehrsmittel ist (man denke an Mütter mit Kindern, Schwangere, Ältere,oder daß es in Wien fallweise regnet . . .).
Also finde ich als Anhänger des öffentlichen Verkehres den ganzen "Fahrrad-über-alles"Hype eher kontraproduktiv.
Und außerdem, unsere tolle Vizebürgermeisterin, die große Radfahrerin, kommt "standesgemäß" mit den Klapprad zu diverse polit.Veranstaltungen.
Leider steht 2 Ecken weiter der Dienstwagen mit laufenden Motor und Chauffeur, der nach der Veranstaltung dann auf seine Chefin wartet & das Klapprad dann im Kofferraum verstaut(davon gibts Aufnahmen im Internet).
Folgende Einwürfe von mir:
Das Beispiel Kopenhagen:Kopenhagen ist eine Stadt, die seinerzeit ihr Straßenbahnnetz komplett stillgelegt hat (die damals dort eingesetzten Düwag Züge, die erst wenige Jahre alt waren, wurden meines Wissens nach Alexndria verkauft), wer dort ohne Auto unterwegs sein will, wird natürlich eher aufs Rad ausweichen (zumal auch die Kopenhagener Topographie eher flach ist).
Dann:wenn man mit Autofahrern spricht, werden viele zugeben, daß Autofahren in Wien nicht lustig ist, viele Autofahrer gerne auf "Öffis" umsteigen würden. Nur-es gibt Leute die auf ihre Benzindroschke angewiesen sind, Bsp. Handelsvertreter der in kurzer Zeit möglichst viele Kunden abklappern muß(vielleicht mit noch 2Koffer . . ), Handwerker mit Equipment (Installateur mit Werkzeug & einer Klomuschel am Gepäckträger . .?), Familienvater/Mutter die für die Family einkauft (Mineralwasserkiste & Fressalien . .),Leute von außerhalb, etc. . .
Wenn man also den Anteil an Radfahrern erhöhen will, wird man das nur können, wenn man vom öffentlichen Verkehr Anteil abzieht, und da werden wohl viele dann wieder auf KFZ (zurück-)umsteigen, weil das Fahrrad kein richtiges Verkehrsmittel ist (man denke an Mütter mit Kindern, Schwangere, Ältere,oder daß es in Wien fallweise regnet . . .).
Also finde ich als Anhänger des öffentlichen Verkehres den ganzen "Fahrrad-über-alles"Hype eher kontraproduktiv.
Und außerdem, unsere tolle Vizebürgermeisterin, die große Radfahrerin, kommt "standesgemäß" mit den Klapprad zu diverse polit.Veranstaltungen.
Leider steht 2 Ecken weiter der Dienstwagen mit laufenden Motor und Chauffeur, der nach der Veranstaltung dann auf seine Chefin wartet & das Klapprad dann im Kofferraum verstaut(davon gibts Aufnahmen im Internet).
19.05.2014, 19:16#23
Inszenierung
War mir immer schon klar, dass die Vassilakuh eine Heuchlerin ist. Wasser predigen und Wein trinken.
War mir immer schon klar, dass die Vassilakuh eine Heuchlerin ist. Wasser predigen und Wein trinken. 19.05.2014, 20:18#24
19.05.2014, 20:27#25
Ich bin wirklich überrascht wie sehr Radfahrer separiert und angefeindet werden. Selbst betrachte ich mich als "intelligent mobilen" Menschen, der bedarfsbezogen auf das passende Verkehrsmittel zurückgreift und dabei ressourcenschonend kein eigenes Kraftfahrzeug besitzt. Das macht mich in Wien zum Fußgänger, Radfahrer, Öffi-Fahrer und auch Autofahrer, je nach Situation. Darüberhinaus finde ich es auch sehr legitim, verschiedene Verkehrsträger zu kombinieren - sei es Fuß-Öffi, Rad-Öffi, Rad-Auto.
Wichtig ist, dass ein umweltverträgliches und nachhaltiges Verkehrsangebot vorhanden ist, welches Menschen die Option gibt, intelligente Mobilität zu leben. Dazu sind natürlich Akzente zu setzen. Das sind beispielsweise Kurzparkzonen, wobei mein Schwerpunkt auf Beschränkung der Parkzeit liegt und nicht auf der Gebührenpflicht - alternativ eine "Parkmaut". Verpflichtung zum privaten Stellplatznachweis - und ja, es geht auch in den Innenbezirken, wenn die Rahmenbedingungen geschaffen sind. Vor allem aber ein attraktiver öffentlicher Verkehr und attraktive Radfahrmöglichkeiten. Radfahren auf der Fahrbahn oder am Geh- und Radweg gehört für mich genauso dazu wie Begegnungszonen. Jede Form von Gemeinschaft kann nur mit Rücksicht funktionieren. Im Straßenverkehr ist diese leider nicht immer ausgeprägt - das zeigt sich dann an Stresslevels, Unfallzahlen und schlägt sich natürlich auch im Modal Split nieder.
Persönlich schätze ich das Rad als Alltagsfahrzeug sehr - in Verbindung mit einem Anhänger sogar für größere Einkäufe. Die brauche ich dann nicht bis zur Wohnung tragen, weil sie mit dem Anhänger bis vor die Türe kommen. Das hat aber natürlich auch mit der intelligenten baulichen Konzeption des Wohnhauses zu tun, in dem ich lebe.
Ergo: Es gibt noch viel zu tun - baulich sowie in der Bewusstseinsbildung der Menschen. Dann sind 15% Radfahranteil genauso möglich wie 30% weniger Privat-KFZ, ohne dass jemand schwerst leidet. Und die Frage wird dann nicht mehr lauten "was ist DAS Verkehrsmittel", sondern "was unterstützt meinen Kalender heute bestmöglich". Für den Möbelhauslieferanten wird das täglich der Kleinbus sein. Weniger Privat-KFZ heißt, er kann leichter parken. Für den Einkauf kann das ein Lastenrad oder Gemeinschaftsanhänger sein. Für den Weg ins Büro das Faltrad, das bei überraschendem Regen in Bus, Bim und U-Bahn nicht größer ist als ein kleiner Koffer.
Und dass im Winter die Öffis voller sind, weil das Wetter nicht so fesch ist, wird vielleicht einmal zu einem saisonal optimierten Öffi-Angebot führen, in dem rücksichtsvolle Menschen gemeinsam darauf schauen, dass die Nutzung auch Freude macht.
In diesem Sinne: Es ist noch viel möglich in dieser schönen Stadt, und gemeinsam am allermeisten!
Wichtig ist, dass ein umweltverträgliches und nachhaltiges Verkehrsangebot vorhanden ist, welches Menschen die Option gibt, intelligente Mobilität zu leben. Dazu sind natürlich Akzente zu setzen. Das sind beispielsweise Kurzparkzonen, wobei mein Schwerpunkt auf Beschränkung der Parkzeit liegt und nicht auf der Gebührenpflicht - alternativ eine "Parkmaut". Verpflichtung zum privaten Stellplatznachweis - und ja, es geht auch in den Innenbezirken, wenn die Rahmenbedingungen geschaffen sind. Vor allem aber ein attraktiver öffentlicher Verkehr und attraktive Radfahrmöglichkeiten. Radfahren auf der Fahrbahn oder am Geh- und Radweg gehört für mich genauso dazu wie Begegnungszonen. Jede Form von Gemeinschaft kann nur mit Rücksicht funktionieren. Im Straßenverkehr ist diese leider nicht immer ausgeprägt - das zeigt sich dann an Stresslevels, Unfallzahlen und schlägt sich natürlich auch im Modal Split nieder.
Persönlich schätze ich das Rad als Alltagsfahrzeug sehr - in Verbindung mit einem Anhänger sogar für größere Einkäufe. Die brauche ich dann nicht bis zur Wohnung tragen, weil sie mit dem Anhänger bis vor die Türe kommen. Das hat aber natürlich auch mit der intelligenten baulichen Konzeption des Wohnhauses zu tun, in dem ich lebe.
Ergo: Es gibt noch viel zu tun - baulich sowie in der Bewusstseinsbildung der Menschen. Dann sind 15% Radfahranteil genauso möglich wie 30% weniger Privat-KFZ, ohne dass jemand schwerst leidet. Und die Frage wird dann nicht mehr lauten "was ist DAS Verkehrsmittel", sondern "was unterstützt meinen Kalender heute bestmöglich". Für den Möbelhauslieferanten wird das täglich der Kleinbus sein. Weniger Privat-KFZ heißt, er kann leichter parken. Für den Einkauf kann das ein Lastenrad oder Gemeinschaftsanhänger sein. Für den Weg ins Büro das Faltrad, das bei überraschendem Regen in Bus, Bim und U-Bahn nicht größer ist als ein kleiner Koffer.
Und dass im Winter die Öffis voller sind, weil das Wetter nicht so fesch ist, wird vielleicht einmal zu einem saisonal optimierten Öffi-Angebot führen, in dem rücksichtsvolle Menschen gemeinsam darauf schauen, dass die Nutzung auch Freude macht.
In diesem Sinne: Es ist noch viel möglich in dieser schönen Stadt, und gemeinsam am allermeisten!
19.05.2014, 20:31#26
Es ist nicht wirklich überraschend, dass Radfahrer außerhalb ihrer eigenen Reihen einen eher überschaubaren Fanclub haben.
- Fahr einfach mal an Tagen mit schönem Wetter etliche km (mit dem Auto) über diverse Landstraßen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du keine nebeneinander fahrenden - und damit den übrigen Verkehr behindernden - Radfahrer siehst, ist eher gering.
- Wenn Du in Berlin Radfahrer erlebt hättest, würdest Du Dir wahrscheinlich am PKW einen Kuhfänger wünschen. Rote Ampeln? Uninteressant. Fußgänger auf gemeinsam genutzten Verkehrsflächen? Uninteressant. Vorfahrt? Was ist das? Rücksicht? Fremsdprachen-Begriff.
19.05.2014, 20:45#27
Was ist das? Rücksicht? Fremsdprachen-Begriff.Und darin liegt für mich ein Haupt-Knackpunkt. Gemeinschaft kann nur mit Rücksicht funktionieren. Rücksichtslosigkeit habe ich bisher schon von allen Seiten erlebt, egal ob Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger - am seltensten noch vom Fahrpersonal von Öffentlichen Verkehrsmitteln.
Mehr Rücksicht und es ist für alle leichter. Ob diese "Umwegrentabilität" in die Köpfe der Menschen findet, das wird sich noch zeigen.
19.05.2014, 20:50#28
Ich denke es ist auch ein Problem, dass es einem Teil der Radfahrer wirklich darum geht andere einzuschränken und ihnen ihren Lebensstil aufs Aug zu drücken. Das schafft dann Abneigung unter der die restlichen, pragmatischen Radfahrer auch leiden. Das gilt übrigens auch umgekehrt für Autofahrer, Öffibenutzer, etc...
Ich finde Wien zeichnet sich gerade dadurch aus, dass doch immer ein Kompromiss gefunden wird mit dem alle gleich gut/schlecht leben können. In Kopenhagen gibts vielleicht mehr Radfahrer, aber dort leben will ich so oder so nicht.
Und ja... Es geht hauptsächlich um Rücksichtnahme. Manche Zeitgenossen machens einem da aber echt schwer. Heute vor meiner Nase in der Gußhausstraße: Radfahrerin fährt telefonierend und ohne zu schauen, bei rot über die Radfahrüberfahrt. Is übrigens ein Auto gekommen... Zum Glück ging es sich knapp aus. Genau solche Dämlichkeiten sind es die das Zusammenleben erschweren.
Ich finde Wien zeichnet sich gerade dadurch aus, dass doch immer ein Kompromiss gefunden wird mit dem alle gleich gut/schlecht leben können. In Kopenhagen gibts vielleicht mehr Radfahrer, aber dort leben will ich so oder so nicht.
Und ja... Es geht hauptsächlich um Rücksichtnahme. Manche Zeitgenossen machens einem da aber echt schwer. Heute vor meiner Nase in der Gußhausstraße: Radfahrerin fährt telefonierend und ohne zu schauen, bei rot über die Radfahrüberfahrt. Is übrigens ein Auto gekommen... Zum Glück ging es sich knapp aus. Genau solche Dämlichkeiten sind es die das Zusammenleben erschweren.
19.05.2014, 21:56#29
Und Du glaubst in Wien ist das anders?
- Wenn Du in Berlin Radfahrer erlebt hättest, würdest Du Dir wahrscheinlich am PKW einen Kuhfänger wünschen. Rote Ampeln? Uninteressant. Fußgänger auf gemeinsam genutzten Verkehrsflächen? Uninteressant. Vorfahrt? Was ist das? Rücksicht? Fremsdprachen-Begriff.
19.05.2014, 22:01#30
Es stimmt schon, dass es unter allen Verkehrsteilnehmern "schwarze Schafe" gibt. Bei den Radfahrern ist es aber ausgeprägter. Während ein böser Autofahrer zB "nur" nicht blinkt beim Spurwechsel so ist es für viele Radfahrer ein Kavaliersdelikt über die rote Ampel zu fahren. Bei manchen Fußgängern ist es noch schlimmer, die laufen einfach ohne zu schauen auf die Straße.
19.05.2014, 22:25#31
Ja, das lässt sich leider nicht wegdiskutieren. Da fehlt leider das Unrechtsbewusstsein. Aber so emotional wie die Debatte derzeit geführt wird, ändert sich das auch nicht so bald.
19.05.2014, 23:24#32
Ich habe früher immer geglaubt, die Grünen sind eine Öffi-Partei. Leider sind sie dies nicht, sondern eine reine Radfahrer-Partei.Kleiner Tipp: Man kann auch für beides sein.
Freilich. Oder ist es für dich nur dann vollwertig, wenn du damit einen Kasten vom Möbelhaus nachhause tragen kannst? Für viele Wege ist das Rad durchaus geeignet. Niemand will irgendwen dazu zwingen, das Rad benützen, aber es sollte die Möglichkeit geben, auf attraktive und sichere Art per Rad voranzukommen, weil es bezüglich Energieverbrauch, Umweltauswirkungen, Platzverbrauch, Feinstaub, Lärm, etc. eben sinnvoller als eine Autofahrt ist und zudem auch billiger als öffentliche Verkehrsmittel. Wo das Verkehrsaufkommen relativ niedrig ist und ohnehin Verkehrsberuhigung (zB 30er-Zonen) gegeben ist, braucht man auch keine eigene Radinfrastruktur. Es behauptet auch niemand, dass das Rad überall die beste Lösung ist - aber gerade in den Innenbezirken und im flachen Transdanubien gibt es großes Potenzial. Und selbst in hügeligeren und steilen Gegenden werden E-Bikes mittlerweile zu einer brauchbaren Alternative.Erstens brauchen Radfahrer nur einen Bruchteil der Fläche von Autofahren und zweitens ist in meinen Augen gerade der Bau von Radwegen der Fehler. Radwege sollten nur dort gebaut werden, wo zuviel MIV ist (etwa Gürtel oder Wiental), ansonsten gehören Radfahrer auf die Fahrbahn und dort aber zumindest gleichwertig zum MIV behandelt.
Das funktioniert aber nicht. In bin strikt dagegen, unterschiedlich "starke" Verkehrsteilnehmer auf einer gemeinsamen Verkehrsfläche zusammenzufassen. Egal ob das Autos und Radfahrer sind oder Radfahrer und Fußgänger. Die Praxis zeigt, und auch meine Erfahrung, dass das einfach nicht funktioniert. Ich hasse zB "Geh- und Radwege". Die Fußgänger werden durch die Fahrräder gefährdet und die Fahrräder werden durch kreuz und quer laufende Fußgänger behindert.
ZitatIn der Priorität gehören die Fahrräder auf jeden vor dem MIV.
Nein, da wie gesagt das Rad niemals ein vollwertiger Ersatz für ein Auto oder Zug sein kann
Dann gehört das Rad aber klar auf den zweiten Platz.Abgesehen davon, dass ich die Öffis an die erste Stelle stellen würde und die Autos an die letzte, geb ich dir Recht!Nein, die Fußgänger waren als erstes da, bei vor es noch andere Verkehrsmittel gab. Theoretisch müsste man Pferde noch auf Platz 2 einschieben.Und Öffi's sind zwar umweltfreundlicher als Autos aber sie schaden trotzdem auch der Umwelt. Also Fußgänger gehören schon auf den ersten Platz.
20.05.2014, 05:48#33
Es stimmt schon, dass es unter allen Verkehrsteilnehmern "schwarze Schafe" gibt. Bei den Radfahrern ist es aber ausgeprägter. Während ein böser Autofahrer zB "nur" nicht blinkt beim Spurwechsel so ist es für viele Radfahrer ein Kavaliersdelikt über die rote Ampel zu fahren. Bei manchen Fußgängern ist es noch schlimmer, die laufen einfach ohne zu schauen auf die Straße.
Bei den „rollenden“ Verkehrsteilnehmern nehmen sich aber gerade die so genannten „schwarzen Schafe“ unter den Radfahrern viel mehr heraus als andere, denn
- wenn es mal kracht, haben sie zwar die heftigeren Blessuren und Schäden, aber da die Richter tendenziell eigentlich immer auf der Seite der Radfahrer als die armen schwachen und ungeschützten Verkehrsteiknehmer sind, unabhängig von ihrem Verhalten vor dem Schadensereignis, kommen sie wenigstens rechtlich meistens besser weg
- ein eigenes und folgenfreies Fehlverhalten kann nicht so leicht geahndet werden wie bei einem Kraftfahrzeug-Lenker (bis runter zum Mofa), denn Fahrräder haben nun mal keine Kennzeichenschilder
Und Du glaubst in Wien ist das anders?
Etwas anders schon, wenn auch nicht sooo sehr.

Aber — wie auch bei den Übergriffen auf Öffis und deren Personal — Wien ist in den letzten paar Jahren stark am aufholen. Leider.
20.05.2014, 07:46#34
dass die Vassilakuh eine Heuchlerin ist.Ich würde mich freuen, wenn wir hier eine sachliche Diskussion führen könnten und nicht auf so primitive Beleidigungen zurückgreifen müssen.
20.05.2014, 09:24#35
InszenierungWelcher Politiker tut das nicht?War mir immer schon klar, dass die Vassilakuh eine Heuchlerin ist. Wasser predigen und Wein trinken.

20.05.2014, 10:56#36
Das Problem an dem Strategieplan ist ja nicht, dass der Radfahranteil steigen soll (auch wenn das Ausmaß der Steigerung überambitioniert ist), sondern dass der Öffi-Anteil de facto gleich bleiben soll.
20.05.2014, 11:24#37
sondern dass der Öffi-Anteil de facto gleich bleiben soll.
Weil Wien mit dem ÖV-Anteil schon ziemlich am Plafond ist. 40 % sind eh schon ein Spitzenwert. Klar, wenn man die Öffis ist noch mehr ausbaut (besonders punkto Bevorrangung), ist vielleicht noch etwas drinnen, aber dann schreit die MIV-Fraktion wieder gequält auf. Außerdem muss man dafür wesentlich mehr Geld in die Hand nehmen als für die Attraktivierung des Radverkehrs.
20.05.2014, 13:25#38
Klar, wenn man die Öffis ist noch mehr ausbaut (besonders punkto Bevorrangung), ist vielleicht noch etwas drinnen, aber dann schreit die MIV-Fraktion wieder gequält auf.
Na und? Man muss es nicht immer jedem recht machen. Das ist nämlich das große Problem hier in Österreich. In einer Großstadt gehört der öffentliche Verkehr bedingungslos forciert und der Individualverkehr zurückgedrängt. Auch wenns den notorischen Autofahrern nicht passt!
20.05.2014, 13:34#39
Und gerade diese Rhetorik ist der Grund warum du jede sinnvolle Diskussion über Verkehrsthemen in Wien vergessen kannst.Klar, wenn man die Öffis ist noch mehr ausbaut (besonders punkto Bevorrangung), ist vielleicht noch etwas drinnen, aber dann schreit die MIV-Fraktion wieder gequält auf.
Na und? Man muss es nicht immer jedem recht machen. Das ist nämlich das große Problem hier in Österreich. In einer Großstadt gehört der öffentliche Verkehr bedingungslos forciert und der Individualverkehr zurückgedrängt. Auch wenns den notorischen Autofahrern nicht passt!
20.05.2014, 21:30#40
Weil Wien mit dem ÖV-Anteil schon ziemlich am Plafond ist. 40 % sind eh schon ein Spitzenwert. Klar, wenn man die Öffis ist noch mehr ausbaut (besonders punkto Bevorrangung), ist vielleicht noch etwas drinnen, aber dann schreit die MIV-Fraktion wieder gequält auf. Außerdem muss man dafür wesentlich mehr Geld in die Hand nehmen als für die Attraktivierung des Radverkehrs.
Naja 40% ist defintiv noch nicht der Plafond. Wenn man sich Städte wie NYC oder Tokio ansieht, dann erkennt man, dass mehr als 50% gut machbar sind. Aber auch z.B. London bietet mit 44% auch einen ausgezeichneten Wert. Da ist also durchaus noch etwas drin.
Und wie schon besprochen worden ist: Städte mit hohem Radverkerhsanteil haben oft einen recht schwachen ÖV-Anteil. Das liegt einerseits in der in diesen Städten oft schwachen ÖV-Infrastruktur (z.B. Salzburg), aber u.a. auch an der recht großen Überlappung der beiden (potenziellen) Nutzergruppen. Denn genauso wie Radfahren ist der ÖV in Städten:
- günstig
- schnell
- einfach zu benutzen (sehr zugänglich)
- umweltfreundlich
Grundsätzlich spricht nichts gegen einen Radverkehrsanteil von mehr als 15%. Nur wenn dann Städte als Beispiele angeführt werden, deren ÖV-Anteil bei 20% herumgrundelt, dann würde ich nicht unbedingt sagen dass der Vergleich in jeder Hinsicht sinnvoll ist. (Bspw: München ÖV 21% RV 17% gegenüber Wien ÖV 39% RV 6%. Tokio bspw. steht mit 51% zu 14% sehr, sehr gut da!)
