4020-Diskussion (war: Zukunftsvision Anbindung FJ-Bahn an Hauptbahnhof im Zuge der U2/U5-Errichtung sinnvoll?)

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05.02.2015, 17:50#21
Zitat
Wird in Penzing noch auf den Niveauunterschied zum Bahnsteig hingewiesen? Oder sind inzwischen alle Bahnsteige auf einer Höhe?

Die beiden Erdbahnsteige werden ab Oktober verschwinden und in den Sommerferien werden die anderen Bahnsteige umgebaut.
05.02.2015, 19:23#22
Das liegt NICHT an den Talenten, sondern an der Sicherungstechnik. Wenn die Gerüchte stimmen und auch ein Teil der 4020 die aktuelle PZ90 erhält, sind auch diese 4020 von der Restriktion betroffen. Selbes gilt für die 1144 und 1x16.
Die LED Lampen werden nachgerüstet weil man einerseits ja keine Glühbirnen mehr bekommt, LED sind extrem günstig sowie wartungsfrei und andererseits sind die neuen LED Scheinwerfer gigantisch. Da sieht man wirklich mal was.

PZB haben die 4020er sowieso. Es werden nur teils die i60 gegen die PZB90 getauscht :rolleyes: , nachdem es ja einen Unfall gab und die I60 mit 500 Hz Magneten nicht viel anfangen kann. Die PZB90 ist aber auf den 4020ern ein großes Problem. Auf der Stammstrecke kommst du aus der restriktiven Überwachung kaum mehr raus wenn du da einmal drin bist. Dann heißt es Vmax 40 über fast die gesamte Stammstrecke ... (ist nicht wirklich lustig).

Man hätte natürlich für die Restriktive auch die 500er und ausgewählte 1000er durch signalabhängige GPAs ersetzen können. Was aber anscheinend zu teuer war.
05.02.2015, 19:33#23
Die LED Lampen werden nachgerüstet weil man einerseits ja keine Glühbirnen mehr bekommt, LED sind extrem günstig sowie wartungsfrei und andererseits sind die neuen LED Scheinwerfer gigantisch. Da sieht man wirklich mal was.

PZB haben die 4020er sowieso. Es werden nur teils die i60 gegen die PZB90 getauscht , nachdem es ja einen Unfall gab und die I60 mit 500 Hz Magneten nicht viel anfangen kann. Die PZB90 ist aber auf den 4020ern ein großes Problem. Auf der Stammstrecke kommst du aus der restriktiven Überwachung kaum mehr raus wenn du da einmal drin bist. Dann heißt es Vmax 40 über fast die gesamte Stammstrecke ... (ist nicht wirklich lustig).

Man hätte natürlich für die Restriktive auch die 500er und ausgewählte 1000er durch signalabhängige GPAs ersetzen können. Was aber anscheinend zu teuer war.
Könntest du das vielleicht auch für eine nicht ÖBB-Techniker, der nur Öffi Benutzer ist, so übersetzen, dass man wenigstens andeutungsweise weiß worum es geht? :daumenrunter:
05.02.2015, 22:09#24
Zitat von »strb«



Und die S45 ist wirklich keine gute Vergleichsstrecke, weil die eh nur aus Haltestellen und dazwischen Kurven besteht.
Was braucht man bei kurzen Haltestellenabständen, um einigermaßen flott voran zu kommen: hohe Bechleunigung! 8o Also ist die S45 eine sehr gute Möglichkeit, das Beschleunigungsvermögen zu vergleichen. Je weniger Halte es auf einer Strecke gibt und je weniger Krümmungen, um so unbedeutender wird der Einfluss der Beschleunigung. Deine Behauptung war:


Zitat von »strb«



Ja ----> bessere Beschleunigung,
Genau das kann auf der S45 nicht belegt werden. Die 4020 haben größte Schwierigkeiten, die gemütlichen Fahrzeiten dort zu halten.

Also als Anwohner und Benützer der S45 kann ich nicht von derartigen Problemen sprechen.
Zitat von »strb«



Die 4020er sind extra für die Wiener Schnellbahn gebaut worden
Eben nicht speziell für die Wiener Schnellbahn sondern als Mischkonstrukt für den S-Bahnverkehr UND Regionalverkehr. Wenn Wikipedia stimmt, waren die Kisten bis 2006 auch in westlichen Bundesländern unterwegs. Beliebt waren sie dort ebenso wenig, wie sie für einen (modernen) S-Bahneinsatz tauglich sind. Das Wiener S-Bahnnetz mit überwiegend Mischbetrieb und allerlei Zwängen. Leistungsfähig wäre auf der Stammstrecke ein 2 min-Takt bei passender Infrastruktur: Sicherungstechnik, Bahnsteighöhe ~ Fußbodenhöhe im Untergeschoss.

Natürlich sind die 4020er speziell für die Schnellbahn Wien gebaut worden, eben weil die 4030er ein Mischprodukt waren...
Zitat von »strb«



Dem gingen Probefahrten mit einem DB 420 voraus, bei denen ermittelt wurde, dass kein Allachsantrieb nötig ist, sondern das Konzept des 4030 weiter verfolgt wurde, nur mit moderner Technik und Design.
Moderne Technik im 4020? Die letzten waren bei ihrer Lieferung schon veraltet. Da die 4030 als Referenz dienten und den Takt vorgaben (wg. Mischbetrieb), waren die 420 viel zu schnell/stark. Heute bremsen neben der Sicherungstechnik die 4020 die Leistungsfähigkeit der "S-Bahn" (das, was die ÖBB so bezeichnen). :rolleyes:

Es ist einfach unnötig und teuer die dreifache Anzahl an Motoren zu haben, die man gar nicht braucht...
Desweiteren ist die Schnellbahn nicht so heillos überlastet, dass eine höhere Leistungsfähigkeit unumgänglich wäre.
Zitat von »strb«



Die Türen reichen mehr als aus, vorallem für längere Strecken benötigt man die Sitzplätze. Und dein gepriesener Talent hat auch nicht mehr Türen...
An welcher Stelle preise ich den Talent im Punkt "Türen"? Gerade die sind ein Nachteil, auch durch die Ergänzungen zum Zustieg mobilitätseingeschränkter Personen. Der Vorteile der Talente liegt in der höheren Beschleunigung, s.o.

Die Türaufteilung im 4x24 ist so deppat wie selten wo. Man kann außerdem eigentlich nur in der Tür stehenbleiben, 0 Stehplätze. Sogar im 5047 ist das besser.
Längere Strecken sind selten der Fall bei einer S-Bahn. Die hat überwiegend lokale Beförderungsaufgaben. Schneller Fahrgastwechsel ist dabei ein Kriterium. Wie oben geschrieben: Das Wiener S-Bahnnetz ist weder Fisch noch Fleisch sondern eine bunte Mischung aus allem. Im Norden(osten) wären Wolkersdorf und Stockerau Endpunkte einer S-Bahn. Darüber hinaus ist aufgrund Fahrzeiten und Haltestellenabstand eher Regionalverkehr.

Eine Schnellbahn vereint aber, im Gegensatz zur U-Bahn, lange Eisenbahnstrecken mit innerstätischem Nahverkehr. Dadurch macht es eben keinen Sinn, sich nur auf die Stadt zu fokussieren.
Zitat von »strb«



Hochflureinstiege gehen aufgrund der Bahnsteige nicht. So war es sinnvoller, lieber vorhandene Strecken zu nutzen und so eine schnelle Erweiterung des Netzes zu erreichen. Sonst wären weder Schnellbahnzüge über die Stammstrecke hinaus noch die durchgebundenen R und REX möglich.
Schnelle Netzerweiterung? Wann und wo? Die letzten Sandbahnsteige der S7 hat man erst vor ein paar Jahren saniert. Wird in Penzing noch auf den Niveauunterschied zum Bahnsteig hingewiesen? Oder sind inzwischen alle Bahnsteige auf einer Höhe?
Wenn Hochflur nicht gewünscht ist, macht man 760 mm oder 550 mm Einstiegshöhe. Passende Fahrzeuge gibt's seit Jahren: Die durchgebundenen REX sind unter anderem deswegen nötig, da sie den stufenlosen Einstieg haben. Ohne Dostos mit Tiefeinstieg wäre die Stammstrecke für mobilitätseingeschränkte, Eltern mit Kinderwagen, ... deutlich unbrauchbarer. Also: Durchbinder WEIL die meisten S-Bahngarnituren keinen stufenlosen Einstieg haben und um die Stammstrecke irgendwie zu befüllen.

Das ist es ja genau: Ohne einstieg auf Gleisniveau/Sandbahnsteig hätte es manche Stationen/Verbindungen gar nicht gegeben.
Und die Durchbinder gibt es glaub ich schon länger als die Dostos, die sind primär zu anderen Zwecken da.

Zitat von »strb«



Die SBB hat die RABe 560 nicht vor 15, sondern vor etwa 5 Jahren umgebaut...
Vor fünf Jahren war der Umbau beendet! Der Umbau begann 2008. Das ist mehr als fünf Jahre her! Mit Vorlaufzeiten begann die Planung ~ 2006/07. Die Züge der erste Serie waren beim Umbau nicht älter als 25 Jahre (#047, Anfang 2012 umgebaut), die der 100er-Serie waren keine 20 Jahre alt.
Wenn die ÖBB heute Umbauplanungen beginnen, beginnt der Serienumbau ~ 2017. Die jüngsten 4020 wären dann 30 Jahre. Hätten die ÖBB ihre 4020 ähnlich modernisieren wollen, hätte dieser Umbau vor ~ 15 Jahren erfolgen müssen. Jetzt ist deren Restlaufzeit viel zu kurz. Wie sollen die 7020NEU gebaut werden, damit die nach Lebensende der 4020 genutzt werden können? Welchen Einfluss hat die Modernisierung der 4020 auf die Zulassung. Nicht dass aktuelle Techniken verlangt werden und die 4020 das PZ90-Problem (s.o.) erhalten.

Man könnte ja die neuen 7020 dann in R, REX verwenden, als Niederflur Einstieg.
Welchen Einfluss das auf bestehende Zulassungen hat, kann ich nicht sagen, da kenn ich mich nicht aus...
Zitat von »kami«



weil die 4020er einfach Qualitätsfahrzeuge sind, und das merkt man auch...
Deswegen im Bundesgebiet außerhalb Wiens beliebt wie Fußpilz. Dort, wo die Kisten aufgrund Fahrdynamik (wenige Halte, viel Fahren) und Raumaufteilung (Türanzahl, Sitzplätze, ...) passen, hat man sie vor ~ zehn Jahren ersetzt.
Sorry für den Herrn Rostalgiker: Die Zeit der 4020 ist rum. Damit gewinnt man im modernen Nahverkehr keinen Blumentopf.

Es gibt sehr wohl Leute die sich die 4020er zurückwünschen.
Und dass die Zeit der 4020er schon um ist, glaube ich nicht.
05.02.2015, 22:33#25

Deswegen im Bundesgebiet außerhalb Wiens beliebt wie Fußpilz. Dort, wo die Kisten aufgrund Fahrdynamik (wenige Halte, viel Fahren) und Raumaufteilung (Türanzahl, Sitzplätze, ...) passen, hat man sie vor ~ zehn Jahren ersetzt.
Sorry für den Herrn Rostalgiker: Die Zeit der 4020 ist rum. Damit gewinnt man im modernen Nahverkehr keinen Blumentopf.

"Rostalgiker"... :D Genial! :D :daumenhoch:
Und auch sonst Zustimmung! Hochflurfahrzeuge sollten im 21. Jahrhundert eigentlich nix mehr verloren haben (außer sie stehen im Museum)! ;)
05.02.2015, 23:43#26
Und dass die Zeit der 4020er schon um ist, glaube ich nicht.
Vorallem weil die paar Talent die es im Raum Wien gibt nach und nach umtationiert werden sollen sobald die "Cityjet" da sind. Also wird man ohne die 4020 nicht auskommen.
06.02.2015, 06:55#27

Deswegen im Bundesgebiet außerhalb Wiens beliebt wie Fußpilz. Dort, wo die Kisten aufgrund Fahrdynamik (wenige Halte, viel Fahren) und Raumaufteilung (Türanzahl, Sitzplätze, ...) passen, hat man sie vor ~ zehn Jahren ersetzt.
Sorry für den Herrn Rostalgiker: Die Zeit der 4020 ist rum. Damit gewinnt man im modernen Nahverkehr keinen Blumentopf.

"Rostalgiker"... :D Genial! :D :daumenhoch:
Und auch sonst Zustimmung! Hochflurfahrzeuge sollten im 21. Jahrhundert eigentlich nix mehr verloren haben (außer sie stehen im Museum)! ;)


Das ist aber auch nur dein Wunschdenken, denn es geht halt nicht anders und wäre auch totale Verschwendung, Fahrzeuge teilweise in der Hälfte ihrer Lebensdauer zu verschrotten. Oder verschrottest du dein Auto nach 2 Jahren schon, weil es ein neueres Modell gibt?
06.02.2015, 12:39#28
Die LED Lampen werden nachgerüstet weil man einerseits ja keine Glühbirnen mehr bekommt, LED sind extrem günstig sowie wartungsfrei und andererseits sind die neuen LED Scheinwerfer gigantisch. Da sieht man wirklich mal was.

PZB haben die 4020er sowieso. Es werden nur teils die i60 gegen die PZB90 getauscht :rolleyes: , nachdem es ja einen Unfall gab und die I60 mit 500 Hz Magneten nicht viel anfangen kann. Die PZB90 ist aber auf den 4020ern ein großes Problem. Auf der Stammstrecke kommst du aus der restriktiven Überwachung kaum mehr raus wenn du da einmal drin bist. Dann heißt es Vmax 40 über fast die gesamte Stammstrecke ... (ist nicht wirklich lustig).
Die LED-Scheinwerfer sind für mich laufende Instandhaltung und keine Modernisierung.

Mit der PZB meint ich das selbe selbe: Aufrüsten der vorhandenen PZB. Sind Änderungen der Hardware nötig oder ist das eine Softwaregeschichte? Wenn damit schon bei 40 km/h Schluss ist, verkommt die Stammstrecke tatsächlich zu einer besseren Straßenbahn. :( Die 4020 werden das mit ihrer genialen Beschleunigung ausgleichen. :D

Natürlich sind die 4020er speziell für die Schnellbahn Wien gebaut worden, ...
Es gab eine Zeit vor deiner Geburt. Da wurden die Kisten mindestens in Vorarlberg und Oberösterreich eingesetzt. Die Gebiete zählen selbst bei bestem Willen nicht zur Schnellbahn Wien. Wegen dieser Einsätze im Regionalverkehr (geschätzt ~ 50% des Bestandes) wurden die letzten 20 (?) Exemplare mit Tischchen an den Fenster ausgestattet.
Die noch heute üblichen Einsätze auf der FJB entsprechen nicht dem Einsatzgebiet einer typischen S-Bahn. Das ist Regionalverkehr, selbst wenn ihn die ÖBB als S-Bahn verkaufen. klingt vielleicht besser; mehr nicht!

Die Türaufteilung im 4x24 ist so deppat wie selten wo. Man kann außerdem eigentlich nur in der Tür stehenbleiben, 0 Stehplätze.
Was hat die Türaufteilung mit dem Innendesign zu tun? Wenn die ÖBB überall Sitzplätze haben wollen, dann bekommen sie das. Andere Halter haben größere Mehrzweckräume an der Tür: http://bahnsteigbilder.startbilder.de/bilder/…nes-vt-643-30027.jpg. Ich denke, auch ein E-Talent hätte die aus Strukturgründen erhalten können.

Eine Schnellbahn vereint aber, im Gegensatz zur U-Bahn, lange Eisenbahnstrecken mit innerstätischem Nahverkehr. Dadurch macht es eben keinen Sinn, sich nur auf die Stadt zu fokussieren.
Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht. Die Schnellbahn war historisch betrachtet ein städtisches Verkehrsmittel. Darüber hinaus Regionalverkehr. In den letzten 100 Jahren hat sich das vermischt. Wobei die ÖBB versuch(t)en, bestehende Strecken nahezu ohne passenden Umbau zur S-Bahn umzuzeichnen. Das bringt bis heute Probleme: Mischverkehr auf der Südbahn, hinkende Takte auf der S2Nord, da jenseits von Wolkersdorf die Kreuzungspunkte keinen glatten Takt zulassen und Mischverkehr mit Regionalverkehr, ...

Und die Durchbinder gibt es glaub ich schon länger als die Dostos, die sind primär zu anderen Zwecken da.
Richtig, die Durchbinder haben auch mehrere Zwecke.
Bezüglich der Zeitschiene, glaube ich, dass strb mal einen Blick ins Geschichtsbuch (nicht verwechseln mit Geschichtenbuch!) werfen sollte: Doppelstockwagen gibt's seit 1996, die Durchbinder im großen Stil seit 12/2003. Richtung Norden war bis dahin Wien Nord (oder gar Floridsdorf) Startpunkt der meisten Züge; im Süden war's der Südbahnhof. Richtung Norden fuhren Dostos gemischt mit Schlierenwagen; WIMRE nur gezogen. Was war also vorher da: Dostos der ÖBB oder Durchbinder?

Man könnte ja die neuen 7020 dann in R, REX verwenden, als Niederflur Einstieg.
Braucht man die? Wie viele CitySchüttler ohne Nf-Einstieg bleiben, wenn die Desiro ML kommen?
Wie sollen die Kupplungen der 7020NEU gestaltet werden, dass sie jetzt zu den 4020 passen und später normale UIC-Kupplung tragen können. Selbes Problem bei Bremsansteuerung, Elektrik, ... Technisch möglich, kostet aber immer Geld.

Vorallem weil die paar Talent die es im Raum Wien gibt nach und nach umtationiert werden sollen sobald die "Cityjet" da sind. Also wird man ohne die 4020 nicht auskommen.
Im Moment richtig. Die 100 neuen Desiro ML reichen nicht, um die 4020 zu ersetzen. Was aber nicht bedeutet, dass die 4020 in irgendeiner Weise noch zeitgemäß sind und eine umfangreiche Modernisierung rechtfertigen. Dafür wäre ~ das Jahr 200 der richtige Zeitpunkt gewesen. Den hat man seitens ÖBB verpasst.

... denn es geht halt nicht anders und wäre auch totale Verschwendung, Fahrzeuge teilweise in der Hälfte ihrer Lebensdauer zu verschrotten.
Von welchen Fahrzeugen redest du? Die 4020 sind 28...37 Jahre alt. Die Abschreibungsdauer bei Investgütern liegt bei ~ 30 Jahren (abgeleitet aus Rechnungshofbericht zur Rh 1014); die technische Lebensdauer nicht deutlich über 40 Jahren. Alle 4020 sind über ihren Lebenszenit, der Großteil schon aus der Abschreibung. Der Controller wird sich freuen, wenn du die Fahrzeuge mit neuen Abschreibungen belegst, die Werkstatt über weitere Jahrzehnte mit den Krücken, der Kunde über weitere Jahrzehnte einer besseren Straßenbahn, ... Zu letzterem zählt auch die Infrastruktur: Streckenausrüstung der Stammstrecke passt nicht zu hohen Geschwindigkeit und hoher Zugfolge, Außenäste im Mischbetrieb bzw. ungünstigen Kreuzungspunkten verhindern eigenen Takt.

Edit: Nach dem Deutschen Finanzministerium beträgt die Abschreibungsdauer sogar nur 20 Jahre: http://www.bundesfinanzministerium.de/Content…=publicationFile&v=1. Findet jemand was neueres?

Hochflurfahrzeuge sollten im 21. Jahrhundert eigentlich nix mehr verloren haben
Dem stimme ich nicht zu: In richtigen S-Bahnnetzen mit passender Infrastruktur sind Hochflurfahrzeuge sinnvoll. Man spart aufgrund der massenhaft verfügbaren Nf-Fahrzeuge zwar nicht mehr unbedingt beim Kauf, hat aber im Fahrzeug Vorteile durch ebenen Fahrzeugboden ohne größere Rampen oder gar Stufen. Podeste für Sitzgruppen sind unnötig. Diese speziell auf ein Netz zugeschnittenen Fahrzeuge sind natürlich nicht der von den ÖBB bevorzugte Universal-ET, der alle Wünsche erfüllt. Die bisher gezeigten Raum-/Sitzaufteilungen im Desiro ML sind Regionalbahn, aber keine S-Bahn.

@strb:

Mir fehlt die Antwort auf:
Und schau dir einmal das Chaos bei der DB an, überall gibt es unterschiedliche Bahnsteige, einmal steigt man hinauf, dann hinunter, usw. Und solche Nieveauunterschiede sind gefährlich, im Gegensatz zu den Stufen, auf die man eingestellt ist und die immer gleich sind.
Konkrete Beispiele bitte!
Kommt noch was oder war das DB-Chaos ähnlich sauber wie die Sache mit der Beschleunigung: Erst mal probieren und dann irgendwie rauswinden.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von kami (06.02.2015, 15:23)
06.02.2015, 13:18#29


Das ist aber auch nur dein Wunschdenken, denn es geht halt nicht anders und wäre auch totale Verschwendung, Fahrzeuge teilweise in der Hälfte ihrer Lebensdauer zu verschrotten. Oder verschrottest du dein Auto nach 2 Jahren schon, weil es ein neueres Modell gibt?

Hab kein Auto. ;) :D

Aber ernsthaft: Nein, ich würde es nicht nach 2 Jahren verschrotten, nur weil es ein neues Modell gibt. Aber ich würde es nach Möglichkeit dann so schnell wie möglich ersetzen, wenn eine bestimmte Technologie derart überholt ist, dass es nicht mehr zeitgemäß ist.
Umgelegt auf die Schienenfahrzeuge: Hochflur ist überholt, nun muss Niederflur her, schon allein wegen der Barrierefreiheit. In diesem Fall sehe ich es als wichtiger an zeigemäße Fahrzeuge anzuschaffen, als die alten nur deshalb nicht zu ersetzen, weil ihre "Lebenszeit" noch nicht "abgelaufen ist. Sie sind einfach überholt und nicht mehr zeitgemäß. Ich sehe solche nicht mehr zeitgemäßen Fahrzeuge fast schon als eine "Zumutung" oder gar "Diskriminierung" für gebrechliche oder sonst mobilitätseigeschränkte Menschen an.


Hochflurfahrzeuge sollten im 21. Jahrhundert eigentlich nix mehr verloren haben
Dem stimme ich nicht zu: In richtigen S-Bahnnetzen mit passender Infrastruktur sind Hochflurfahrzeuge sinnvoll. Man spart aufgrund der massenhaft verfügbaren Nf-Fahrzeuge zwar nicht mehr unbedingt beim Kauf, hat aber im Fahrzeug Vorteile durch ebenen Fahrzeugboden ohne größere Rampen oder gar Stufen. Podeste für Sitzgruppen sind unnötig. Diese speziell auf ein Netz zugeschnittenen Fahrzeuge sind natürlich nicht der von den ÖBB bevorzugte Universal-ET, der alle Wünsche erfüllt. Die bisher gezeigten Raum-/Sitzaufteilungen im Desiro ML sind Regionalbahn, aber keine S-Bahn.

Siehe oben. Barrierefreiheit muss im ÖV oberste Priorität haben!
06.02.2015, 14:12#30
Siehe oben. Barrierefreiheit muss im ÖV oberste Priorität haben!
Richtig! Nur schließt Hochflur die Barrierefreiheit nicht aus. Im Gegenteil, es gibt sie "gratis", Beispiele von der Chaos-DB:
Berlin hat seit 80 Jahren elektrische S-Bahnen, die an den passenden Stationen seit Ewigkeiten stufenlosen Zugang von Bahnsteig ins Fahrzeug bieten: http://bahn-galerie.de/s_bahn_galerie/S_Bahn_Berlin/Stadtb/ET_165_037-Prototyp.jpg Da war es Jahrzehnte schwerer, barrierefrei von der Straße auf den Bahnsteig zu kommen. ;) Stufen/Rampen/Podeste im Fahrzeug: Fehlanzeige. Die neueren Fahrzeuge sind sogar durchgehend befahrbar.
Selbes in Hamburg seit ~ 60 Jahren.

Unterschied zu Wien: Man hat ein S-Bahnnetz speziell ausgebaut und nicht nur versucht, vorhandene Strecken mit minimalem Aufwand als S-Bahn zu verkaufen.

In D wurden weitere S-Bahnnetze gezielt aufgebaut mit einheitlicher Bahnsteighöhe von 960 mm: fast stufenloser Einstieg bei passenden Fahrzeugen. Die Nutzungseinschränkungen für Lü-Fahrten sind nicht so kritisch, da die Netze i.d.R bestehende Bahnstrecken ergänzten. In der letzten Zeit werden Netze auf 760 mm Bahnsteighöhe (um-)gebaut oder gar Netze mit 550 mm geschaffen. Keines von denen hatte großartige Barrieren, wie wir sie in Wien täglich sehen.

Gestern wieder mind. zwei Wanderdünen auf der S45: 4020 297 gefolgt von 4020 319 - sehr zur Freude betroffener, die bis zu 30 min auf "ihr" Fahrzeug warten mussten. Noch ist der Teenager nicht betroffen. Ich hoffe, dass er in zehn Jahre keinen Kinderwagen in einen 4020 heben muss - nicht für ihn, sondern für alle anderen, die den barrierefreien Zugang genießen können!
06.02.2015, 14:24#31
Im Moment richtig. Die 100 neuen Desiro ML reichen nicht, um die 4020 zu ersetzen. Was aber nicht bedeutet, dass die 4020 in irgendeiner Weise noch zeitgemäß sind und eine umfangreiche Modernisierung rechtfertigen. Dafür wäre ~ das Jahr 200 der richtige Zeitpunkt gewesen. Den hat man seitens ÖBB verpasst.
Um diesen Satz geht es mir. Der ÖBB (auch der Stadt Wien/Land NÖ) so sollte man dies sagen. Diese (Verkehrsdienstevertrag) haben es verpasst. Die 4020 wird die nächsten 10-20 Jahre noch im Raum Wien anzutreffen sein. Warum? Weil es ganz einfach keinen Ersatz gibt. Wer soll denn diesen gegenfinanzieren? Ohne das man jetzt beleidigend rüber kommt: "Pinky oder Brain?"...haha. Die "Cityjet´s" für Wien und NÖ sind für 5! Jahre FIX im großraum Wien. Was ist danach? Dann sind keine Talent mehr da, da diese abgezogen wurden. Was soll denn dann geschehen?
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von sheldor (06.02.2015, 14:59)
06.02.2015, 15:13#32
Was soll denn dann geschehen?
Dann (= Ende des aktuellen Vertrag 2019 bzw. Abzug der Desiro ML): nichts. Denn dann ist es zu spät.
Jetzt muss etwas seitens VOR (Wien, NÖ, Burgenland) geschehen: Ausschreibung der Verkehrsdienstleistung mit Vorgaben zu Personenkilometern, Fahrzeugausstattung, .... Dann haben die interessieren EVU Zeit, Fahrzeugangebote der Hersteller zu sichten und Angebote auszuarbeiten. Der VOR hat als Besteller die Gewissheit, dass er das bekommt, was er wünscht. Allerdings muss er heute wissen, was er im Zeitraum 2020...2035 wünscht und dies ausreichend genau formulieren. Genau daran habe ich erhebliche Zweifel, eher kommt wieder GWL + Länderverträge direkt mit den ÖBB.
06.02.2015, 15:45#33
Allerdings muss er heute wissen, was er im Zeitraum 2020...2035 wünscht und dies ausreichend genau formulieren. Genau daran habe ich erhebliche Zweifel, eher kommt wieder GWL + Länderverträge direkt mit den ÖBB.
Rechne einmal nach. Bis 2035 gibt es keine 4020 mehr??? Das glaub ich kaum.

Diese wird es noch immer geben, und selbst da wären die 4020 noch immer schneller (von der Beschleunigung) als ein jeder Talent oder "Cityjet".
06.02.2015, 17:16#34

Aber ich würde es nach Möglichkeit dann so schnell wie möglich ersetzen, wenn eine bestimmte Technologie derart überholt ist, dass es nicht mehr zeitgemäß ist.

Na freilich, außer du bist Dagobert Duck höchstpersönlich. Ein normaler Kleinwagen ist gegenüber einem Tesla S schon ein ziemlicher Unterschied aber ich würde dann auch nicht gemütlich ins Börserl greifen und 100.000 € ausgeben nur weil die Technologie überholt ist aber du bist anscheinend auch so ein Freund der geplanten Obsoleszenz. Bloß nichts mehr herrichten - es gibt ja was "besseres" ...


Noch ist der Teenager nicht betroffen. Ich hoffe, dass er in zehn Jahre keinen Kinderwagen in einen 4020 heben muss - nicht für ihn, sondern für alle anderen, die den barrierefreien Zugang genießen können!

Es soll allerdings auch ein paar Leute geben denen es nichts ausmacht den Kinderwagen reinzuschupfen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass es vorallem bei den 4030 eine Vergnügen war da man den Kinderwagen nur bei der ersten Tür vom Steuerwagen reinbekommen hat weil es sich bei den anderen Türen wegen der Mittelstange nicht ausgegangen ist. Da hat man dann halt wenn man falsch gestanden ist einfach das Wagerl (mit oder ohne Inhalt :D ) einfach drüber gehoben - hat damals auch funktioniert. Das wird dann wohl für den kräftigen strb kein Problem sein. :D


Rechne einmal nach. Bis 2035 gibt es keine 4020 mehr??? Das glaub ich kaum.
Das geht sich aber mindestens drei Mal aus wenn ich daran denke wie schnell die 177 Stück der Reihen 4024 und 4124 geliefert wurden. Da würde es schon reichen wenn es erst in 10 Jahren wieder Fahrzeugbestellungen gibt.
06.02.2015, 21:15#35
Das geht sich aber mindestens drei Mal aus wenn ich daran denke wie schnell die 177 Stück der Reihen 4024 und 4124 geliefert wurden. Da würde es schon reichen wenn es erst in 10 Jahren wieder Fahrzeugbestellungen gibt.
Da hast du Recht :daumenhoch:
06.02.2015, 21:32#36
Jetzt muss ich mich auch einmal in die Diskussion einmischen:

-) Natürlich wurde der 4020 speziell für den Einsatz in Ballungsräumen, und da vor allem für den Raum Wien, also die Wiener Schnellbahn, konzipiert. Das ist auch gut an der im Vergleich zu anderen Nahverkehrsfahrzeugen großen Anzahl an Stehplätzen erkennbar. Nur weil das Fahrzeug auch anderswo eingesetzt wird/wurde, ändert das nichts daran.

-) Der Übergang von Regionalverkehr und S-Bahn-Verkehr ist ein fließender – der Regionalverkehr ist üblicherweise etwas schneller und es gibt größere Haltestellenabstände. Gerade die Überschneidung mit dem Regionalverkehr hinsichtlich des Streckennetzes ist aber ein ganz prägendes Merkmal eines S-Bahn-Systems. Ein S-Bahn-System verbindet einen Ballungsraum mit seinem (näheren) Umland und teilt sich dabei zumindest auf den Außenästen die Infrastruktur mit dem Regional- und Fernverkehr. Logischerweise müssen die Haltestelleninfrastruktur und Züge (Vollbahnzüge!) eines S-Bahn-Systems deshalb kompatibel mit der „normalen“ Vollbahn sein.
Die Berliner S-Bahn ist deshalb, auch wenn sie so heißt, keine S-Bahn im eigentlichen Sinn, sondern mehr eine „Überland-U-Bahn“. Sie ist mit der Vollbahn de facto gar nicht kompatibel; da ist es dann auch keine große Kunst immer schon niveaugleiche Einstiege zu haben!

-) Niemand, der bei Sinnen ist, kann es sich leisten Fahrzeuge vor dem Ende der Lebensdauer „wegzuwerfen“. Tut es ein Unternehmen trotzdem, muss man den Geisteszustand der Entscheidungsträger hinterfragen. Und Schienenfahrzeuge sind nun einmal für eine Lebensdauer von ungefähr 40 Jahren konzipiert. Da ist vollkommen egal, dass Niederflurtechnik jetzt „state-of-the-art“ ist, es ist einfach nicht finanzierbar Fahrzeuge auszutauschen nur weil es eine technische Weiterentwicklung gibt. (Schienenfahrzeuge werden im Regelfall nicht wegen Produktionsengpässen über viele Jahre hinweg ausgeliefert, sondern weil sie nicht innerhalb eines kürzeren Zeitraums bezahlt werden können.) Alte Fahrzeuge werden deshalb immer so lange sie zugelassen sind in Betrieb bleiben und erst wenn wieder eine HU ansteht, oder wichtige Teile kaputt geworden sind, abgestellt werden.

-) Auch die 4020 werden noch einige Jahre in Betrieb bleiben. Mag sein, dass einige durch CityJet ersetzt werden, für die Wiener S-Bahn sind diese Fahrzeuge aber mangels notwendiger Kapazität (zu viele Sitzplätze auch in der S-Bahn-Version!) nicht ideal geeignet. Der Großteil der 4020 wird dann – hoffentlich! – durch Doppelstock-S-Bahn-Züge mit hoher Passagierkapazität ersetzt werden (denn nur so kann das künftige Kapazitätsproblem auf der Wiener Schnellbahn gelöst werden).

-) Der größte Unsinn wäre es ein linienförmiges Zugbeeinflussungssystem auf der Stammstrecke zu installieren. Das kostet Unmengen und bringt rein gar nichts, schränkt die Fahrzeugdisposition aber sehr stark ein. Falls in 30 oder 40 Jahren ETCS (in den Fahrzeugen) allgegenwärtig sein sollte, kann man auch die Stammstrecke damit ausrüsten, aber unter keinen Umständen jetzt. Das technisch mögliche Intervall von 3 Minuten – das sind 20 Züge pro Stunde und entspricht zum Beispiel der U3 in der HVZ, aber bei größerer Passagierkapazität in den Fahrzeugen - ist vollkommen ausreichend. Das Problem ist, dass dieses Intervall kaum gefahren werden kann. Daran schuld ist aber nicht das Signalsystem, sondern Nadelöhre wie die S7-Einbindung und Verspätungen von den Außenästen. Diese Probleme werden auch durch eine LZB oder ETCS nicht gelöst. Und ohne die direkten Verbindungen ins Umland ist die gesamte S-Bahn sinnlos. Auch eine signalsystembedingte Geschwindigkeitsbeschränkung ist eigentlich kein Problem, weil eh kaum schneller gefahren werden kann. (Und je gleichmäßiger die Geschwindigkeiten, desto stabiler, zumindest in der Theorie, kann das Intervall gehalten werden.)
06.02.2015, 22:16#37

Zitat von »kami«


Noch ist der Teenager nicht betroffen. Ich hoffe, dass er in zehn Jahre keinen Kinderwagen in einen 4020 heben muss - nicht für ihn, sondern für alle anderen, die den barrierefreien Zugang genießen können!



Es soll allerdings auch ein paar Leute geben denen es nichts ausmacht den Kinderwagen reinzuschupfen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass es vorallem bei den 4030 eine Vergnügen war da man den Kinderwagen nur bei der ersten Tür vom Steuerwagen reinbekommen hat weil es sich bei den anderen Türen wegen der Mittelstange nicht ausgegangen ist. Da hat man dann halt wenn man falsch gestanden ist einfach das Wagerl (mit oder ohne Inhalt :D ) einfach drüber gehoben - hat damals auch funktioniert. Das wird dann wohl für den kräftigen strb kein Problem sein. :D

Ja, ich muss sagen, dass es mir nichts ausmacht, einen Kinderwagen in einen 4020 einzuladen. Auch im Ex mach ich das gerne, warum nicht? Gerade in meinem Alter (welches du ja so oft betonst) finde ich es wichtig, Leuten zu helfen, die eben z.B. Kinderwagerln mitnehmen wollen-macht mir ja nix aus...

Es gab eine Zeit vor deiner Geburt. Da wurden die Kisten mindestens in Vorarlberg und Oberösterreich eingesetzt. Die Gebiete zählen selbst bei bestem Willen nicht zur Schnellbahn Wien. Wegen dieser Einsätze im Regionalverkehr (geschätzt ~ 50% des Bestandes) wurden die letzten 20 (?) Exemplare mit Tischchen an den Fenster ausgestattet.
Die noch heute üblichen Einsätze auf der FJB entsprechen nicht dem Einsatzgebiet einer typischen S-Bahn. Das ist Regionalverkehr, selbst wenn ihn die ÖBB als S-Bahn verkaufen. klingt vielleicht besser; mehr nicht!


Ich weiß, dass 4020er auch wo anders eingesetzt wurden...
Trotzdem wurden sie extra für Wien gebaut.
Wikipedia z.B. sagt dazu:
Die Reihe 4020 ist ein elektrischer Triebwagen der ÖBB, der für den Nahverkehr und den S-Bahnbetrieb entwickelt wurde.

Die ÖBB beschafften in den Jahren 1978 bis 1987 insgesamt 120 dreiteiligen Triebwagengarnituren der Reihe 4020 für den Verkehr auf der Wiener Schnellbahn sowie den Regionalverkehr in Ballungsgebieten wie dem Tiroler Inntal und dem Großraum Linz.


Also, auch hier steht für den S-Bahnbetrieb entwickelt.
Die Broschüre zum Jubiläum "25 Jahre Schnellbahn in Wien" spicht von einem modernem Schnellbahnfahrzeug.

Also, wie man sieht, für die Schnellbahn gebaut.
Die E(1) fahren auch in Krakau, Sarajevo, etc. und wurden trotzdem nicht für dort gebaut.

Was hat die Türaufteilung mit dem Innendesign zu tun? Wenn die ÖBB überall Sitzplätze haben wollen, dann bekommen sie das. Andere Halter haben größere Mehrzweckräume an der Tür:

Die ÖBB hätten auch einen allachsgetriebenen Hochflurtriebzug von SGP bekommen, wenn sie so bestellt hätten.
Was alles hätte sein können, kann man nicht berücksichtigen. Schließlich hätte man alles irgendwie anders ausführen können...
Richtig, die Durchbinder haben auch mehrere Zwecke.

Das stimmt, primär haben sie aber den Zweck der Verbindung in die Stadt. Und es gab und gibt ja auch hochflurige Durchbinder.
Die Schnellbahn war historisch betrachtet ein städtisches Verkehrsmittel. Darüber hinaus Regionalverkehr.

Komisch, dass die Schnellbahn in den meisten Städten eine ganz andere Aufgabe hat...
Berlin hat seit 80 Jahren elektrische S-Bahnen,

Und seit 80 Jahren hat Berlin Probleme damit, dass die Schnellbahn zum Rest überhaupt nicht dazupasst. Genau so Hamburg.
Die neueren Fahrzeuge sind sogar durchgehend befahrbar.


Befahrbare Fahrzeuge :D
Nein, sind sie nicht. Die Wagen der BR 481 sind lediglich mit den 482 verbunden, und 3-4 Solche Einheiten ergeben einen Zug. Im 4020 und 4x24 hast du nur eine unpassierbare Stelle, bzw im Kurzzug gar keine.
...

Genau so ist es :daumenhoch:
06.02.2015, 23:32#38
Zitat
Also, wie man sieht, für die Schnellbahn gebaut.

Bestreitet auch niemand aber sie wurden nicht extra für die Wiener Schnellbahn gebaut sondern waren generell Schnellbahntriebwagen. Der erste Einsatz war ja am 21. März 1979 auf der Strecke Innsbruck - Telfs, wo man einen Pseudo-Schnellbahn-Taktverkehr eingeführt hat (nur waren das halt noch normale Personenzüge und keine Schnellbahnzüge).

Zitat
Das stimmt, primär haben sie aber den Zweck der Verbindung in die Stadt. Und es gab und gibt ja auch hochflurige Durchbinder.

Was sind denn niederflurige Durchbinder?! ?(
07.02.2015, 08:27#39
Ja, ich muss sagen, dass es mir nichts ausmacht, einen Kinderwagen in einen 4020 einzuladen. Auch im Ex mach ich das gerne, warum nicht? Gerade in meinem Alter (welches du ja so oft betonst) finde ich es wichtig, Leuten zu helfen, die eben z.B. Kinderwagerln mitnehmen wollen-macht mir ja nix aus...
Es geht nicht darum, ob du gerne Treppen steigst oder anderen Leuten hilfst. Die aktuelle Gesetzeslage geht dahin, dass PRM ohne fremde Hilfe mobil sind und den ÖPNV nutzen können.

Wikipedia z.B. sagt dazu:
Die Reihe 4020 ist ein elektrischer Triebwagen der ÖBB, der für den Nahverkehr und den S-Bahnbetrieb entwickelt wurde.
[..]
Die Broschüre zum Jubiläum "25 Jahre Schnellbahn in Wien" spicht von einem modernem Schnellbahnfahrzeug.
Ach du meine Fresse: Quelle = Wikipedia bzw. eine ÖBB-Selbstbeweihräucherung.

Die ÖBB hätten auch einen allachsgetriebenen Hochflurtriebzug von SGP bekommen, wenn sie so bestellt hätten.
Was alles hätte sein können, kann man nicht berücksichtigen. Schließlich hätte man alles irgendwie anders ausführen können...
Das Argument verstehe ich nicht. Die von dir zitierte Antwort bezog sich auf die Aussage:
Die Türaufteilung im 4x24 ist so deppat wie selten wo. Man kann außerdem eigentlich nur in der Tür stehenbleiben, 0 Stehplätze.
Was hat das mit Allachsantrieb zu tun? Allachsantrieb beim Talent? Etwas wirr im Kopf?
Nochmal für den Kurzmerker: Wenn die ÖBB gewollt hätte, hätten die 4x24 große Auffangräume hinter die Türen erhalten. Die Türaufteilung hat NICHTS mit den kleinen Auffangräumen oder fehlenden Mehrzweckräumen zu tun. Ordne deine Argumente!

Das stimmt, primär haben sie aber den Zweck der Verbindung in die Stadt. Und es gab und gibt ja auch hochflurige Durchbinder.
Das selbe Ausweichen, wie beim angeblichen Bahnsteighöhenchaos der DB!

Deine Aussage war:
Und die Durchbinder gibt es glaub ich schon länger als die Dostos,
Das ist verkehrt. Fakt ist, die Durchbinder erleichtern den Betrieb; ein Zweck, aus deiner (!) Sicht primär. Gleichzeitig ermöglichen sie, dass PRM die Schnellbahn überhaupt verlässlich nutzen können. In meinen Augen gleichwertig wie die Betriebsvereinfachung. Ohne die Dostos hätten die ÖBB ein großes Problem. Nochmal vier Züge je Stunde und Richtung weniger auf der Stammstrecke. Dann könnte man das Angebot fast einstellen. :D
Daher Fragen an den Teenager: Seit wann gibt es Durchbinder? Seit wann gibt es Dostos im Regionalverkehr auf der Nord-, Nordwest, und Südbahn (= heute über Durchbinder verbundene Verkehre)?
Welche "hochflurigen Durchbinder" meinst du und seit wann gibt es diese?


Und seit 80 Jahren hat Berlin Probleme damit, dass die Schnellbahn zum Rest überhaupt nicht dazupasst. Genau so Hamburg.
Dafür sind die Systeme leistungsfähiger als der Kuddelmuddel in Wien. Da hat man auch in den angrenzenden Regionalbahnen weitgehend Barrierefreiheit.
Befahrbare Fahrzeuge :D
Nein, sind sie nicht. Die Wagen der BR 481 sind lediglich mit den 482 verbunden, und 3-4 Solche Einheiten ergeben einen Zug. Im 4020 und 4x24 hast du nur eine unpassierbare Stelle, bzw im Kurzzug gar keine.
Fahre mit einem Kinderwagen oder einem Rollstuhl durch die Durchgänge innerhalb eines 4020 oder eines Talents: Unmöglich, da entweder Stufen oder zu schmal. Was sagen die gültigen Gesetze zur Barrierefreiheit?

-) Niemand, der bei Sinnen ist, kann es sich leisten Fahrzeuge vor dem Ende der Lebensdauer „wegzuwerfen“. Tut es ein Unternehmen trotzdem, muss man den Geisteszustand der Entscheidungsträger hinterfragen. Und Schienenfahrzeuge sind nun einmal für eine Lebensdauer von ungefähr 40 Jahren konzipiert. Da ist vollkommen egal, dass Niederflurtechnik jetzt „state-of-the-art“ ist, es ist einfach nicht finanzierbar Fahrzeuge auszutauschen nur weil es eine technische Weiterentwicklung gibt. (Schienenfahrzeuge werden im Regelfall nicht wegen Produktionsengpässen über viele Jahre hinweg ausgeliefert, sondern weil sie nicht innerhalb eines kürzeren Zeitraums bezahlt werden können.) Alte Fahrzeuge werden deshalb immer so lange sie zugelassen sind in Betrieb bleiben und erst wenn wieder eine HU ansteht, oder wichtige Teile kaputt geworden sind, abgestellt werden.
Richtig! Wegwerfen muss man die Teile nicht, wenn ein neuer Trend aufkommt.
Ein Blick auf die Zeiten: Die 4020 sind 28...37 Jahre alt, damit schon sehr nahe an deinen ~ 40 Jahren. Wenn man heute Fahrzeuge neu beschafft, dann nur über Ausschreibung. Vorlaufzeit zwischen Idee der Ausschreibung und Vergabe: ~ zwölf Monde, Vorlaufzeit von Auftragsvergabe bis Lieferung der ersten Fahrzeuge (Muster): ~ 24 Monde, Lieferung - Zulassung/Inbetriebnahme der Muster: sechs+x Monde. Bis die ersten neuen Fahrzeuge fahren, die jetzt maximal eine Idee sind, ist es zweites Halbjahr 2018 - optimistisch gerechnet. Danach werden die Fahrzeuge abhängig von Finanzierung geliefert; wobei der Finanzierungsplan heute zu erstellen ist (Ausschreibung beinhaltet Anzahl der Fahrzeuge und Lieferzeitraum).
Bei einer Modernisierung und 7020 mit Tiefeinstieg würde der erste so ausgestattete Zug nicht viel eher rollen, da die Ausschreibung im ähnlichen Zeitfenster abläuft.

Der Konkurrent des ÖPNV ist i.d.R. der MIV. Als die 4020 geplant wurden, bestimmten Käfer oder Golf 1 das Straßenbild. Wann hat strb den letzten Käfer im täglichen Einsatz gesehen? Die heutigen Pkw sind mit den aus den 1970ern nur schwer vergleichbar. Wenn der ÖPNV nichts vergleichbares bietet, bleibt er immer unterlegen. Wer ÖPNV stärken will, muss dafür Geld in die Hand nehmen. Lippenbekenntnisse ala ÖBB oder Dorli bringen nichts. Dieses Geld sollte nachhaltig investiert werden. Modernisierte 4020-Krücken wären das falsche Signal. Auch wenn ich mir sicher bin, dass die noch ewig um Wien herum fahren. In der sinnlos langen Nutzung von veraltetem Material sind die ÖBB leider Meister. Und wenn Geld ausgegeben wird, in solch fragwürdige Projekte wie Westbahnhof "Neu" (bei bekannten Ablaufdatum) oder RJ (mit unpassender Kapazitätsaufteilung für die Südbahn und Angebotseinschränkung: fehlendes Rad-/Mehrzweckabteil gegenüber IC).
07.02.2015, 09:30#40
Zitat von »strb«



Ja, ich muss sagen, dass es mir nichts ausmacht, einen Kinderwagen in einen 4020 einzuladen. Auch im Ex mach ich das gerne, warum nicht? Gerade in meinem Alter (welches du ja so oft betonst) finde ich es wichtig, Leuten zu helfen, die eben z.B. Kinderwagerln mitnehmen wollen-macht mir ja nix aus...
Es geht nicht darum, ob du gerne Treppen steigst oder anderen Leuten hilfst. Die aktuelle Gesetzeslage geht dahin, dass PRM ohne fremde Hilfe mobil sind und den ÖPNV nutzen können.

Das kann schon sein, trotzdem kann man das nicht sofort umsetzen. Das geht schlichtweg nicht, man kann nicht alle Züge gleichzeitig tauschen.
Zitat von »strb«



Wikipedia z.B. sagt dazu:
Die Reihe 4020 ist ein elektrischer Triebwagen der ÖBB, der für den Nahverkehr und den S-Bahnbetrieb entwickelt wurde.
[..]
Die Broschüre zum Jubiläum "25 Jahre Schnellbahn in Wien" spicht von einem modernem Schnellbahnfahrzeug.
Ach du meine Fresse: Quelle = Wikipedia bzw. eine ÖBB-Selbstbeweihräucherung.

Zitat von »strb«



Die ÖBB hätten auch einen allachsgetriebenen Hochflurtriebzug von SGP bekommen, wenn sie so bestellt hätten.
Was alles hätte sein können, kann man nicht berücksichtigen. Schließlich hätte man alles irgendwie anders ausführen können...
Das Argument verstehe ich nicht. Die von dir zitierte Antwort bezog sich auf die Aussage:


Die Türaufteilung im 4x24 ist so deppat wie selten wo. Man kann außerdem eigentlich nur in der Tür stehenbleiben, 0 Stehplätze.

Was hat das mit Allachsantrieb zu tun? Allachsantrieb beim Talent? Etwas wirr im Kopf?
Nochmal für den Kurzmerker: Wenn die ÖBB gewollt hätte, hätten die 4x24 große Auffangräume hinter die Türen erhalten. Die Türaufteilung hat NICHTS mit den kleinen Auffangräumen oder fehlenden Mehrzweckräumen zu tun. Ordne deine Argumente!

Gut, dann nehmen wirs anders herum: Die jetzigen Tatsachen haben nichts damit zu tun, was die ÖBB bekommen hätte, hätte sie es so gewollt. Genauso wie der Talent auch hätte einen Dieselmotor bekommen hätte können, genauso könnte der 4020 die von dir favorisierte Barrierefreiheit bieten. Es geht hier aber nicht um Dinge, die sein hätten können, sondern die Lage wie sie jetzt ist.
Zitat von »strb«



Das stimmt, primär haben sie aber den Zweck der Verbindung in die Stadt. Und es gab und gibt ja auch hochflurige Durchbinder.
Das selbe Ausweichen, wie beim angeblichen Bahnsteighöhenchaos der DB!
Deine Aussage war:


Zitat von »strb«



Und die Durchbinder gibt es glaub ich schon länger als die Dostos,
Das ist verkehrt. Fakt ist, die Durchbinder erleichtern den Betrieb; ein Zweck, aus deiner (!) Sicht primär. Gleichzeitig ermöglichen sie, dass PRM die Schnellbahn überhaupt verlässlich nutzen können. In meinen Augen gleichwertig wie die Betriebsvereinfachung. Ohne die Dostos hätten die ÖBB ein großes Problem. Nochmal vier Züge je Stunde und Richtung weniger auf der Stammstrecke. Dann könnte man das Angebot fast einstellen. :D
Daher Fragen an den Teenager: Seit wann gibt es Durchbinder? Seit wann gibt es Dostos im Regionalverkehr auf der Nord-, Nordwest, und Südbahn (= heute über Durchbinder verbundene Verkehre)?
Welche "hochflurigen Durchbinder" meinst du und seit wann gibt es diese?

Gut, wenn das für Dich DAS Argument ist... Für mich bringen die Bmpz-ds und -dl halt auch die Niederflurigkeit.
Die Dostos gibt es seit den 90ern. Seit wann es Durchbinder gibt, weiß ich nicht allerdings gab es auch schon davor zu mindest einzelne Züge mit z.B. Schlierenwagen (soweit ich das auf Fotos ermitteln konnte).
Hochlurige Durchbinder sind z.B. R nach Hausleiten oder früher R nach Znaim.
Zitat von »strb«



Und seit 80 Jahren hat Berlin Probleme damit, dass die Schnellbahn zum Rest überhaupt nicht dazupasst. Genau so Hamburg.
Dafür sind die Systeme leistungsfähiger als der Kuddelmuddel in Wien. Da hat man auch in den angrenzenden Regionalbahnen weitgehend Barrierefreiheit.

Um und in Wien ist mir eigentlich kein Kuddelmuddel bekannt.
Zitat von »strb«




Nein, sind sie nicht. Die Wagen der BR 481 sind lediglich mit den 482 verbunden, und 3-4 Solche Einheiten ergeben einen Zug. Im 4020 und 4x24 hast du nur eine unpassierbare Stelle, bzw im Kurzzug gar keine.
Fahre mit einem Kinderwagen oder einem Rollstuhl durch die Durchgänge innerhalb eines 4020 oder eines Talents: Unmöglich, da entweder Stufen oder zu schmal. Was sagen die gültigen Gesetze zur Barrierefreiheit?

Ja gut, wer muss auch auf die hirnrissige Idee kommen, mit dem Kinderwagerl oder Rollstuhl duch den ganzen Zug zu fahren :rolleyes:
Das geht eben nicht. Es gibt spezielle Plätze dafür, und die sind (auch wegen der Sicherheit) zu benützen. Ich kann bei der 3. Tür im Autobus auch kein Kinderwagerl abstellen und genausowenig vorne mit dem Rollstuhl einsteigen.

Der Konkurrent des ÖPNV ist i.d.R. der MIV. Als die 4020 geplant wurden, bestimmten Käfer oder Golf 1 das Straßenbild. Wann hat strb den letzten Käfer im Einsatz gesehen?.


Was hat der Golf I mit dem 4020 zu tun? Das kann man überhaupt nicht vergleichen :rolleyes: Autos haben eine viel kürzere Lebensdauer als Schienenfahrzeuge, oder nicht?

Den letzten Käfer hab ich letztes Jahr gesehen, wenn dich das interressiert.