4020-Diskussion (war: Zukunftsvision Anbindung FJ-Bahn an Hauptbahnhof im Zuge der U2/U5-Errichtung sinnvoll?)
72 Beiträge · Seite 4 von 4
10.02.2015, 22:23#61
In Mexico sieht man dein Käfer Beispiel sicher anders, da würde er nämlich bis nicht vor all zu länger Zeit noch produziert. Bin schon der Meinung, dass die 4020 ihren Grundzweck erfüllen (was darf man sich mehr erwarten?). Natürlich muss man auch sagen, dass die Ansprüche heute sicher andere sind, als in den 70ern.
10.02.2015, 23:51#62
Hallo Zusammen,
interessantes Thema und da ich wie schon mein Nick zeigt eher von der Eisenbahn komme, kann ich zum Neuanschaffungswahn der ÖBB auch meine Meinung so quasi als Einstiegsposting kundtun:
Seitetwa mittlerweile 20 Jahren hält die ÖBB, aus welchen Gründen auch immer nichts von der Modernisierung ihres Fahrparks, sondern von Neuanschaffung (1X16, 2016, Talente, Desiros und nun bereits die nächste Genaration von Schnellbahnkraxn, die allesamt nicht die Qualität der 4030er erreichen werden. Diese waren nämlich beim Publikum aus vielen Gründen beliebter als selbst die 4020er. Zugegeben sie sind in die jahre gekommen, aber viele Alterserscheinungen waren Hausgemacht, da die Wartung aus "Einsparungsgründen" vernachlässigt wurde. Weiteres Beispiel die 4010er (nicht unbedingt zum Nahverkehr passend) die man durch die Welchblechkraxn (Railjet) ersetzen musste.
Um jetzt zur Zukunftsvision zurückzukommen:
So visionär ist das gar nicht. Ursprünglich und das stammt aus den 1950er Jahren wurde bei der Planung des Nahverkehrskonzeptes und damit zunächst der Wiener Schnellbahn auch der bau von U-Bahn Linien entsprechend diskutiert. Das Konzept von damals, sah U-Bahnen als Vollbahnen ausgebaut vor. Eine bestehende Chance, ähnlich wie in Frankfurt oder Stuttgart, zusätzliche unterirdische Eisnebahnstrecken für den nahverkehr aber auch den Umlandverkehr zu schaffen und so ein dichtes Netz von variablen Direktverbindungen zur Verfügung zu haben.
Was soll's das rote Wien und das schwarze Niederösterreich haben dieses Konzept aus der allbekannten Uneinigkeit politisch verschleppt und schließlich ist der Vollbahnausbaucharakter dme sogenannten Sparstift zum Opfer gefallen und man hat letzlich unterirdische Straßenbahnen gebaut; - aus den seinerzeitigen Fehlern, die alte Stadtbahn zur Straßenbahn zu reduzieren, nicht gelernt.
Aber natürlich man könnte die FjB über den Handelskai bis zum Hauptbahnhof führen, oder zumindest bis zum Hafen Wien, da wärenn schon jede Menge Anschlüsse (U6, U1, U2) möglich.
Also in diesem Sinne
Liebe Grüße
Die alte Russschleuder
interessantes Thema und da ich wie schon mein Nick zeigt eher von der Eisenbahn komme, kann ich zum Neuanschaffungswahn der ÖBB auch meine Meinung so quasi als Einstiegsposting kundtun:
Seitetwa mittlerweile 20 Jahren hält die ÖBB, aus welchen Gründen auch immer nichts von der Modernisierung ihres Fahrparks, sondern von Neuanschaffung (1X16, 2016, Talente, Desiros und nun bereits die nächste Genaration von Schnellbahnkraxn, die allesamt nicht die Qualität der 4030er erreichen werden. Diese waren nämlich beim Publikum aus vielen Gründen beliebter als selbst die 4020er. Zugegeben sie sind in die jahre gekommen, aber viele Alterserscheinungen waren Hausgemacht, da die Wartung aus "Einsparungsgründen" vernachlässigt wurde. Weiteres Beispiel die 4010er (nicht unbedingt zum Nahverkehr passend) die man durch die Welchblechkraxn (Railjet) ersetzen musste.
Um jetzt zur Zukunftsvision zurückzukommen:
So visionär ist das gar nicht. Ursprünglich und das stammt aus den 1950er Jahren wurde bei der Planung des Nahverkehrskonzeptes und damit zunächst der Wiener Schnellbahn auch der bau von U-Bahn Linien entsprechend diskutiert. Das Konzept von damals, sah U-Bahnen als Vollbahnen ausgebaut vor. Eine bestehende Chance, ähnlich wie in Frankfurt oder Stuttgart, zusätzliche unterirdische Eisnebahnstrecken für den nahverkehr aber auch den Umlandverkehr zu schaffen und so ein dichtes Netz von variablen Direktverbindungen zur Verfügung zu haben.
Was soll's das rote Wien und das schwarze Niederösterreich haben dieses Konzept aus der allbekannten Uneinigkeit politisch verschleppt und schließlich ist der Vollbahnausbaucharakter dme sogenannten Sparstift zum Opfer gefallen und man hat letzlich unterirdische Straßenbahnen gebaut; - aus den seinerzeitigen Fehlern, die alte Stadtbahn zur Straßenbahn zu reduzieren, nicht gelernt.
Aber natürlich man könnte die FjB über den Handelskai bis zum Hauptbahnhof führen, oder zumindest bis zum Hafen Wien, da wärenn schon jede Menge Anschlüsse (U6, U1, U2) möglich.
Also in diesem Sinne
Liebe Grüße
Die alte Russschleuder
11.02.2015, 01:06#63
Diese waren nämlich beim Publikum aus vielen Gründen beliebter als selbst die 4020er.
Mit dem Publikum meinst du aber nicht den normalen Fahrgast oder? Besonders in der Winterzeit ist ein 4020er um Welten besser als ein 4030er in dem die Heizung immer voll aufgedreht war und es eine gefühlte Luftfeuchtigkeit von 0% hatte.
11.02.2015, 06:29#64
Es mag stimmen, daß die 4020er nicht mehr zeitgemäß sind - angesichts ihres Baujahres aber auch nicht weiter verwunderlich.
Nur wenn man sichs aussuchen kann, ob 4020 oder 4024, dann doch klar 4020. Wer mit einem Talent im Unterinntal oder auf der Pottendorferlinie unterwegs war, weiß, warum. Die noch geringeren Sitzabstände (abgesehen von der "Komfortzone") mißfallen mir ebenso.
Was den Fahrgastwechsel angeht: Sicher, im 4020 sind zwar Stufen zu überwinden, dafür aber können jeweils 2 Personen zugleich ein- und aussteigen. Im Talent ist das eher selten der Fall. Da wird idR nacheinander ein- und ausgestiegen, weil der Türbereich doch enger ist.
Ein Einsatz der 4020er über 2030 hinaus erscheint mir eher unwahrscheinlich. Meiner Meinung nach hätte man statt weiterer Railjet zur Ablöse der FV Wagen für den IC Verkehr auf der Westbahn an eine Ablöse der 4020er denken sollen. Immerhin will man die CRD Wagen ja offensichtlich los werden.
Nur wenn man sichs aussuchen kann, ob 4020 oder 4024, dann doch klar 4020. Wer mit einem Talent im Unterinntal oder auf der Pottendorferlinie unterwegs war, weiß, warum. Die noch geringeren Sitzabstände (abgesehen von der "Komfortzone") mißfallen mir ebenso.
Was den Fahrgastwechsel angeht: Sicher, im 4020 sind zwar Stufen zu überwinden, dafür aber können jeweils 2 Personen zugleich ein- und aussteigen. Im Talent ist das eher selten der Fall. Da wird idR nacheinander ein- und ausgestiegen, weil der Türbereich doch enger ist.
Ein Einsatz der 4020er über 2030 hinaus erscheint mir eher unwahrscheinlich. Meiner Meinung nach hätte man statt weiterer Railjet zur Ablöse der FV Wagen für den IC Verkehr auf der Westbahn an eine Ablöse der 4020er denken sollen. Immerhin will man die CRD Wagen ja offensichtlich los werden.
11.02.2015, 11:49#65
Da gibt's auch andere Strecken, auf denen die ÖBB kein einheitliches Fahrplanbild zusammenbringen: Laa a.d.T - Floridsdorf, Früh-HVZ, S- und R-Bahnen bunt gemischt:
S7, 27229 (4020): 1:16 bei 16 Halten, weshalb S7 und nicht S2: Netzplan
R 2403 (4024 - ?): 1:18 bei nur 15 Halten - ein R mit weniger halten langsamer als eine S-Bahn
R 2405 (Dosto): 1:05 bei 7 Halten
R 2407 (Dosto): 1:14 bei 15 Halten, aber andere 15 als R2403
R 2409 (Dosto): 1:13 bei 12 Halten
...
Alles bunt gemischt. Taktfahrplan offenbar ein Fremdwort.
Gegenstück zur S7 27229 ist wohl die S2 24334 mit 4020 aus Wolfsthal und keinen Halten zwischen Leopoldau und Wolkersdorf, sowie Wolkersdorf und Mistelbach. Für eine S-Bahn ungewöhnlich, dass so lange Strecken durchgefahren werden.
Genauso verstehe ich auf den S-Bahnen von Laa nicht den 9-minütigen planmäßigen Aufenthalt in der Megametropole "Neubau-Kreuzstetten"
Aber gewöhnen wir uns langsam an uneinheitliche Zugführungen, demnächst erwarten uns auf der Westbahn-Strecke Railjets, die wie heute nur Wien-St. Pölten-Linz-Salzburg verkehren und Railjets (IC-Ersatz), die unter anderem im Tullnerfeld, Amstetten, Attnang-Puchheim uvm. stehen bleiben.
11.02.2015, 15:30#66
Das war aber ursprünglich nicht so, sondern kam erst im Laufe der Zeit, da es nach Entfernung von Zwischenwänden in manchen Wagen gezogen hat wie in einem Vogelhäusl...
11.02.2015, 19:49#67
Genauso verstehe ich auf den S-Bahnen von Laa nicht den 9-minütigen planmäßigen Aufenthalt in der Megametropole "Neubau-Kreuzstetten"
Irgendwo muss der Laaer Zug mit dem Mistelbacher und dem Laaer Zug in die Gegenrichtung kreuzen.
11.02.2015, 23:51#68
Genauso verstehe ich auf den S-Bahnen von Laa nicht den 9-minütigen planmäßigen Aufenthalt in der Megametropole "Neubau-Kreuzstetten"
Irgendwo muss der Laaer Zug mit dem Mistelbacher und dem Laaer Zug in die Gegenrichtung kreuzen.
Wenn es Kreuzungen sind, dann verstehe ich es, aber es sind nicht immer Kreuzungen.
Ich habe dort schon öfter Züge erlebt, wo man 9 Minuten steht, ohne dass ein Gegenverkehr kommt und dann einfach weiterfährt.
Speziell am Sonntag Nachmittag ist mir das oft aufgefallen, unter der Woche verschlägt es mich eher selten in die Gegend.
12.02.2015, 10:16#69
Ja weil da logischerweise die Kreuzungen mit jenen Laaer-Zügen wegfallen die nur Mo-Fr verkehren. Verfrüht kann man den Zug dann auch nicht aus Neubau-Kreuzstetten schicken weil man sich dann sonst den 30-Minuten-Takt ab Wolkersdorf komplett zusammenhaut und der Zug dann sowieso keine freie Trasse auf der Stammstrecke hätte.
Speziell am Sonntag Nachmittag ist mir das oft aufgefallen, unter der Woche verschlägt es mich eher selten in die Gegend.
12.02.2015, 15:22#70
Ich habe dort schon öfter Züge erlebt, wo man 9 Minuten steht, ohne dass ein Gegenverkehr kommt und dann einfach weiterfährt.Ist auch auf der Südbahn bei den Schnellbahnen nach Wiener Neustadt so, wo in Mödling und Bad Vöslau mehrere Minuten Aufenthalt ist. Normalerweise überholt da der REX, wenn der aber nicht verkehrt, steht man eben so herum.
12.02.2015, 15:30#71
Der Halt kann fahrplanbedingt notwendig sein und ist daher auch einzuhalten, wenn kein Gegenzug kommt.
Genauso verstehe ich auf den S-Bahnen von Laa nicht den 9-minütigen planmäßigen Aufenthalt in der Megametropole "Neubau-Kreuzstetten"
Irgendwo muss der Laaer Zug mit dem Mistelbacher und dem Laaer Zug in die Gegenrichtung kreuzen.
Wenn es Kreuzungen sind, dann verstehe ich es, aber es sind nicht immer Kreuzungen.
Ich habe dort schon öfter Züge erlebt, wo man 9 Minuten steht, ohne dass ein Gegenverkehr kommt und dann einfach weiterfährt.

12.02.2015, 22:01#72
Naja, das hast du ja selbst zitiert: ...den 9-minütigen planmäßigen Aufenthalt in der Megametropole "Neubau-Kreuzstetten" ...
Dazu ist zu sagen, dass es nicht nur Kreuzung- oder Überholaufenthalte gibt, sondern eben fahrplanmäßige Aufenthalten mit diversen Hintergründen(Anschlüsse, Verschubbewegungen im Folgebahnhof, etc.)
Dazu ist zu sagen, dass es nicht nur Kreuzung- oder Überholaufenthalte gibt, sondern eben fahrplanmäßige Aufenthalten mit diversen Hintergründen(Anschlüsse, Verschubbewegungen im Folgebahnhof, etc.)