[PM]"60 Mio. Euro bis 2023: Kärntens Bahnzukunft ist auf Schiene" oder Einstellung zweier Strecken in Kärnten
20 Beiträge
29.12.2015, 08:55#1
Hiobsbotschaft aus Kärnten, Quelle des Übels: http://www.ktn.gv.at/27987_DE-ktn.gv.at.?newsid=24716&backtrack=27987
Mir kommt das kotzen beim lesen, da verkauft man doch die endgültige Einstellung von 2 (!) Bahnstrecken als erfolg. Sind die noch ganz dicht?
Übrigens, das mit der Elektrifizierung 2016 können sie ihren Großmüttern erzählen -> Stichwort: Marchegger Ostbahn
Übrigens noch ein Bild der Kasperl:
Zitat60 Mio. Euro bis 2023: Kärntens Bahnzukunft ist auf Schiene
LH Kaiser, LR Holub und ÖBB-Vorstandsvorsitzender Kern präsentierten Kärnten-Paket für weitere Infrastrukturausbauprojekte
17.12.2015
Ein Kärnten-Paket mit rund 60 Mio. Euro für Bahninfrastrukturprojekte bis 2023 stellten heute, Donnerstag, Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesrat Rolf Holub gemeinsam mit ÖBB-Vorstandsvorsitzendem Christian Kern vor. Den Schwerpunkt dabei bilden die sehr erfolgreich laufenden S-Bahnen. Konkret sollen Strecken elektrifiziert, Bahnhöfe und Haltestellen modernisiert werden. Das Land Kärnten schafft sich für dieses Paket Investitionsfreiräume, indem es von 2016 bis 2019 seine Beiträge für den Bau der Koralmbahn in jährlicher Höhe von 7,78 Mio. Euro aussetzt. Diese Beitragszahlungen sollen dann von 2026 bis 2029 – ohne Zinsaufschläge – nachgeholt werden.
Kaiser nannte das am Dienstag bereits in der Landesregierung beschlossene Paket ein sensationelles Ergebnis. Es schaffe eine Win-win-win-Situation: Das Land bekomme Luft für Investitionen, die Beschäftigung schaffen und die Konjunktur ankurbeln. Die ÖBB könnten ihren Erfolgsrun in Kärnten fortsetzen und die Fahrgastzahlen weiter erhöhen. Die Bevölkerung profitiere durch noch mehr Qualität sowie barrierefreie Bahnhöfe und Haltestellen. „Es tut gut, einen Partner wie die ÖBB zu haben, mit dem wir gemeinsam intelligent sparen und wirtschaften können“, betonte Kaiser und dankte vor allem auch Infrastrukturminister Alois Stöger für seine Unterstützung. Der Landeshauptmann erinnerte an die Pressekonferenz mit dem Minister im heurigen Oktober, bei der dieser bis 2020 Investitionen von 2,6 Milliarden Euro für Straße und Schiene in Kärnten angekündigt habe. Hier würden jetzt nochmal 60 Mio. Euro dazukommen, für eine verbesserte Mobilität der Kärntnerinnen und Kärntner.
Mit diesem Paket gelinge es, vernünftig zu sparen und zu investieren, sagte Umwelt- und Verkehrslandesrat Holub. „Infrastruktur braucht Geld“, erklärte er. Dadurch seien die freigemachten Mittel durch die späteren Ratenzahlungen bei der Koralmbahn sinnvoll eingesetzt.
Basis des Maßnahmenpakets ist der Mobilitätsmasterplan Kärnten, der das ehrgeizige Ziel verfolgt, den Öffentlichen Verkehr bis 2035 um 50 Prozent zu erhöhen. Das Kärnten-Paket wurde bereits mit Fahrgast Kärnten diskutiert und wird in der Umsetzung auch mit den Bedürfnissen der Bevölkerung im Detail abgestimmt.
Holub hob den umwelt- und klimapolitischen Nutzen hervor, wenn Kärnten das erste Bundesland werde, dessen Bahnstrecken vollelektrifiziert werden. So werde auch die Strecke Arnoldstein – Hermagor ab 2016 elektrifiziert, zudem ist der Umbau aller Bahnhöfe zwischen Arnoldstein und Hermagor auf S-Bahn-Qualität vorgesehen. Sie werden auch alle barrierefrei gestaltet.
Die Strecke von Hermagor nach Kötschach wird auf einen verbesserten Busbetrieb umgestellt, ebenso die Strecke Rosenbach-Weizelsdorf. Die Gleise werden aber weiterhin erhalten und deren Nachnutzung mit der Region entwickelt werden, sagte Holub. So gebe es interessante und attraktive Anschlusskonzepte aus dem oberen Gailtal, das als Mobilitätsmodellregion ausgebaut werden soll, dies sei auch ein Ergebnis aus den bisherigen Arbeiten zum Mobilitätsmasterplan. Es sei immer an die gesamte Wertschöpfung zu denken. Als weiteres Beispiel erwähnte er das Lavanttal, auch hier soll es bis 2023 zu einer Verlängerung der S 3-Strecke bis nach Wolfsberg kommen. Holub dankte allen Beteiligten, insbesondere den ÖBB und der Abteilung 7 des Landes.
„Die Bahn in Kärnten ist eine Erfolgsgeschichte“, sagte ÖBB-Vorstandsvorsitzender Kern. Hier gebe es die größten Fahrgastzuwächse unter allen Bundesländern. Kärnten werde zum Bahn-Vorzeigeland. So könne man auf einen Fahrgastzuwachs in den letzten fünf Jahren auf über 50 Prozent verweisen. Die ÖBB seien auch einer der größten Investoren und Arbeitgeber in Kärnten. Das nun präsentierte 60 Mio. Euro-Paket sei „ein Aufsperrkonzept, kein Zusperrkonzept“. Es stelle einen wichtigen Schritt für Bahnfahrer in Kärnten dar, denn es werde in zukunftsfähige Lösungen investiert. Die Bahnhöfe würden attraktiver und das Reisen komfortabler, so Kern. Er dankte dem zuständigen Bundesminister Alois Stöger sowie dem Land Kärnten für die gute Partnerschaft und Zusammenarbeit, insbesondere LH Kaiser, LR Holub und LAbg. Manfred Ebner. Diese Partnerschaft solle fortgesetzt werden. Ziel sei es, durch das Paket 400.000 bis 500.000 zusätzliche Fahrgäste zu mobilisieren.
Download: Projekte des Kärnten-Paketes
Rückfragehinweis: Büro LH Kaiser/Büro LH Holub
Redaktion: Böhm/kb
Foto: LPD/fritzpress
Mir kommt das kotzen beim lesen, da verkauft man doch die endgültige Einstellung von 2 (!) Bahnstrecken als erfolg. Sind die noch ganz dicht?
Übrigens, das mit der Elektrifizierung 2016 können sie ihren Großmüttern erzählen -> Stichwort: Marchegger Ostbahn
Übrigens noch ein Bild der Kasperl:
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von lol515 (29.12.2015, 08:59)
29.12.2015, 21:39#3
[...] da verkauft man doch die endgültige Einstellung von 2 (!) Bahnstrecken als erfolg. Sind die noch ganz dicht? [...]
Grundsätzlich stimme ich Dir schon zu, wobei man aber auch sagen muss:
1. Das "Ersetzen" einer Bahn durch "moderne, komfortable Busse" (die viel näher bei den Ortszentren halten und bla bla bla), als "Verbesserung" zu bezeichnen ist wirklich nichts neues und leider auch nicht außergewöhnlich für Politiker in Österreich - vor allem auch in NÖ und diversen weiteren Bundesländern.
Auch Zynismen wie die Aussage, dass Kärnten dadurch zum "Bahn-Vorzeigeland" werde, sind keineswegs eine Kärntner Erfindung ...
Was allerdings gerade für Kärnten besonders dreist ist, ist die Aussage, dass Kärnten soundsoviele Millionen in die Bahn "investieren" werde - Was will dieses Land, das finanziell weit im Minus ist, investieren?? In Wahrheit kann da nur der Bund in Personenverkehr in Kärntnen investieren.
2. Dass es der Strecke nach Kötschach-Mauthen (die ja - auch noch im Fahrplan 2016 - täglich ganztägig, auch am relativ späten Abend, betrieben wird) an den Kragen geht, ist natürlich äußerst bitter; Aber:
Der Streckenabschnitt Weizelsdorf - Rosenbach ist in Fahrtrichtung Rosenbach bereits seit Jahren eingestellt!
(Zumindest was den Personenverkehr betrifft, ich weiß nicht, wie es dort mit Güterverkehr ausschaut.) Nur in Richtung Weizelsdorf gibt es noch genau 1 Fahrt pro Tag, Mo.-Fr., wenn Werktag. Diese besondere Kuriosität, dass eine Strecke viele Jahre lang in einer Richtung gänzlich eingestellt ist, in die andere Richtung aber noch 1 mal am Tag ein regulärer Personenzug fährt, ist dann eben leider auch Geschichte.
Und wo wir schon grade bei Weizelsdorf sind: Der Streckenabschnitt Klagenfurt - Weizelsdorf wird ja erhalten bleiben. Was mich dort aber schon seit langem stört: Während die Museumsbahn Weizelsdorf - Ferlach als solche natürlich nur Sa., So. und Feiertag fährt, ist die Zubringer-Strecke Klagenfurt - Weizelsdorf nur Mo.-Fr., wenn Werktag in Betrieb - also genau an den Tagen, an denen die Museumsbahn (als solche logischerweise) nicht fährt
Zitat
Die Gleise werden aber weiterhin erhalten und deren Nachnutzung mit der Region entwickelt werden
Ein Traum wäre natürlich eine Museumsbahn auf den eingestellten Strecken, aber spielen werden sie's nicht, weil es einfach niemanden gibt, der es zahlen kann und zahlen will.
(Aber auch wenn es nur Traum bleibt, der nie in Erfüllung gehen wird, sei erwähnt, dass für den Streckenabschnitt Rosenbach - Weizelsdorf eine Umstellung auf Museumsbahn sogar eine deutliche Aufwertung gegenüber dem - seit vielen Jahren unveränderten - Ist-Zustand wäre: Die Strecke würde dann an Sa., So. und Fei. im Sommer in beide Richtungen befahren, und die Museumsbahn Ferlach - Weizelsdorf, die dann einfach nach Rosenbach verlängert werden könnte, hätte in Rosenbach Anschluss ans restliche Bahnnetz. Was in Weizelsdorf wegen des Nur-Mo.-Fr.-Betriebs im Abschnitt Klagenfurt - Weizelsdorf ja nicht der Fall ist. Ja, das wär schon schön, seufz
)Wurde schonhier (inkl Folgebeiträge) diskutiert.
Ist mir bewusst, aber da sich mein Beitrag eher auf die eingestellten Strecken im speziellen (und nicht so auf die "S-Bahn Kärnten" im allgemeinen) bezieht, schreibe ich meine Antwort trotzdem noch hier dazu.
29.12.2015, 22:37#4
Wegen "Nachnutzung hoffe ich ja insgeheim auf eine Wiederinbetriebnahme, wenn sich die Finanzen wieder konsolidiert haben.
Besonders der Abschnitt Hermagor - Köschach kann nicht so schlecht gelaufen sein...
Ansonsten bleib ich dabei, wie schon im anderen Thread: 2 (Teil) Strecken für das bisschen Elektfizierung zu opfern ist eine bodenlose Frechheit!
Besonders der Abschnitt Hermagor - Köschach kann nicht so schlecht gelaufen sein...Ansonsten bleib ich dabei, wie schon im anderen Thread: 2 (Teil) Strecken für das bisschen Elektfizierung zu opfern ist eine bodenlose Frechheit!

30.12.2015, 09:01#5
ZitatWegen "Nachnutzung hoffe ich ja insgeheim auf eine Wiederinbetriebnahme, wenn sich die Finanzen wieder konsolidiert haben.Besonders der Abschnitt Hermagor - Köschach kann nicht so schlecht gelaufen sein...
Weihnachten war aber leider schon...
30.12.2015, 18:58#6
Jetzt mal ernsthaft, wie gut ist der Abschnitt Hermagor - Kötschach eigentlich ausgelastet? Ist bisher die einzige Strecke in Kärnten die ich noch nie benutzt habe. (intervalle war mir zu unattraktiv)
31.12.2015, 10:43#7
ZitatWegen "Nachnutzung hoffe ich ja insgeheim auf eine Wiederinbetriebnahme, wenn sich die Finanzen wieder konsolidiert haben.Besonders der Abschnitt Hermagor - Köschach kann nicht so schlecht gelaufen sein...
Weihnachten war aber leider schon...
Was denkst du dir eigentlich während du sowas schreibst? Oder bist du schon bei vorglühen für Silvester?
wie gut ist der Abschnitt Hermagor - Kötschach eigentlich ausgelastet?
Was den Verkehrsfluss von dort Richtung Villach angeht wäre die Strecke sicherlich sehr gut ausgelastet, aber:
(intervalle war mir zu unattraktiv)

31.12.2015, 11:57#8
Leider hasst du meine Frage nicht wirklich beantwortet nur weil ich die Verbindung gemieden habe (Hermagor - Kötschach) heißt eigentlich nur dass ich darauf nicht angewiesen war. Ich kenne den Streckenabschnitt Hermagor - Villach und kann sagen, dass der Zug trotz unattraktiv intervalle, immer bummvoll war. (es fährt meistens 5022 doppeltraktion)
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Linie 255 (31.12.2015, 15:16)
31.12.2015, 13:06#9
Und wie wird man diesen Ansturm dann in Zukunft bewältigen?
In eine 5022 Doppeltraktion passen doch gute 200 Personen hinein( 117 Sitzplätze), wenn diese dann auch noch doppelt gefahren sind würde ich mal sagen die Nachfrage war durchaus gegeben.
Aber ja, es wird schon seine Gründe geben warum die Relation umgestellt wird.
Vielleicht wohnt ein Politiker entlang der Gleistrasse, wollte keinen Zuglärm mehr haben:)
In eine 5022 Doppeltraktion passen doch gute 200 Personen hinein( 117 Sitzplätze), wenn diese dann auch noch doppelt gefahren sind würde ich mal sagen die Nachfrage war durchaus gegeben.
Aber ja, es wird schon seine Gründe geben warum die Relation umgestellt wird.
Vielleicht wohnt ein Politiker entlang der Gleistrasse, wollte keinen Zuglärm mehr haben:)
31.12.2015, 13:35#10
Vielleicht wohnt ein Politiker entlang der Gleistrasse, wollte keinen Zuglärm mehr haben:)
So ein Unsinn...

31.12.2015, 15:21#11
Naja, wenn der Streckenabschnitt Villach - Hermagor in der Zukunft sowieso vollelektrifiziert wird, dann würden auf diesen Streckenabschnitt höchstwahrscheinlich Talente eingesetzt, die einen größreren Volumen besitzten als die 5022. Sowieso hängt es auch davon ab in was für ein Takt der Zug in der Zukunft fahren wird.ZitatUnd wie wird man diesen Ansturm dann in Zukunft bewältigen?
In eine 5022 Doppeltraktion passen doch gute 200 Personen hinein( 117 Sitzplätze), wenn diese dann auch noch doppelt gefahren sind würde ich mal sagen die Nachfrage war durchaus gegeben.
31.12.2015, 18:15#12
Jetzt mal ernsthaft, wie gut ist der Abschnitt Hermagor - Kötschach eigentlich ausgelastet?
Inzwischen gibt's Unmut bei einigen Bürgermeistern. Immerhin interessiert man sich dort für die Bahn, in NÖ war die Einstellung vielen Bürgermeistern absolut egal (oder sie durften aus politischen Gründen nichts sagen).
http://www.kleinezeitung.at/k/kaernten/oberka…lung-der-GailtalbahnDarin ist auch zu lesen, dass der Bahnverkehr im einzustellenden Abschnitt in der morgendlichen Stoßzeit schon jetzt bis zum letzten Platz gefüllt ist.
Ist bisher die einzige Strecke in Kärnten die ich noch nie benutzt habe. (intervalle war mir zu unattraktiv)Seit Fahrplanwechsel gibt's erstmals so halbwegs einen Taktverkehr im Gailtal.
31.12.2015, 22:55#13
*umweltretter
Vielen dank für den Link
Vielen dank für den Link
Wenn dass wirklich stimmen sollte, dann gebe es noch hoffnung für die Strecke.ZitatHolubs Aussage zufolge sei zwischen dem Land Kärnten und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) die Vereinbarung noch nicht unterschrieben.
.....besonders dieser Teil des Artikels ist sehr interessant. Wenn die Strecke wirklich in einen so guten Zustand befindet, dann ist die einstellung sehr fraglich...........Zitat......andererseits aber die Gailtalbahn von Hermagor nach Kötschach-Mauthen einzustellen, obwohl sich diese in einem guten Zustand befinde: "Die Bahnhöfe Hermagor und Kötschach-Mauthen wurden erst 2010 umfassend modernisiert.........
In den Artikelteil wird wohl meine Frage beantwortet. Der Streckenteil Kötschach-Mauten - Hermagor wird wohl sehr gut genutzt.ZitatIn den morgendlichen Stoßzeiten, in denen die Züge oft bis auf den letzten Platz gefüllt waren, würde ein Bus wohl kaum ausreichen, um alleFahrgäste aufzunehmen.
01.01.2016, 00:42#14
Gut, Sulz Museumsdorf hatte auch einen neuen Bahnsteig und wurde aufgelassen-auch wenn es die Frequenz hier mehr als gerechtfertigt hat. Komplett renoviert war es trotzdem.
01.01.2016, 02:43#15
Gut das ist NÖ. Und in Pröllistan ist vieles anders. Da wird ja auch eine Bahnbrücke per Sprengstoff und Panzer um jeden Preis vernichtet damit da ja nie wieder ein Zug fährt.
27.06.2016, 16:57#16
2 (Teil) Strecken für das bisschen Elektfizierung zu opfern ist eine bodenlose Frechheit!
Man gewöhnt sich an alles.
27.06.2016, 17:13#17
2 (Teil) Strecken für das bisschen Elektfizierung zu opfern ist eine bodenlose Frechheit!Man gewöhnt sich an alles.
Und?
Das kann man ja nicht vergleichen! Bei ersterem werden ganze Täler vom Bahnverkehr abgeschnitten, bei zweiterem wird bloß das Tarifsystem geändert (an den Strecken ändert sich nix).
Mich erinnert das Theater um VOR/VVNB an die Umstellung durch die Vollinbetriebnahme des HBF, da wurde massiv geschimpft, dass der Westbahnhof nicht mehr von Fernzügen angefahren wird...
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von Schienenfreak (27.06.2016, 17:19): erweitert
27.06.2016, 20:53#18
Das kann man ja nicht vergleichen! Bei ersterem werden ganze Täler vom Bahnverkehr abgeschnitten, bei zweiterem wird bloß das Tarifsystem geändert (an den Strecken ändert sich nix).Man könnte genauso sagen (heißt nicht, dass ich das so sehe): Bei Ersterem musst du in manchen Fällen einmal zusätzlich umsteigen und hast dafür eventuell einen kürzeren Weg von Haus zu Haltestelle, jedenfalls ein gleich dichtes oder sogar noch dichteres Angebot und bei Zweiterem wird es für manche teurer, generell intransparenter und durch das Verkaufssystem entstehen zusätzliche Verspätungen.
Soll heißen: Es gibt zu jeder Maßnahme unterschiedliche Meinungen und nicht alles braucht man kritiklos hinnehmen. Gerade wenn es um öffentlichen Verkehr gibt, der derzeit mangels Autoverkehrs-Kostenwahrheit eben mit dem Auto eine große Konkurrenz hat. Viele steigen da schnell aufs Auto um. Andere bleiben zwar bei den Öffis, aber nicht alle, die bleiben, "gewöhnen sich daran", denn es gibt auch viele, die keine Alternative haben und durch Verschlechterungen eben unzufriedener werden (was sich aufs restliche Leben, ihr Umfeld, Wahlergebnisse usw auswirken kann, wenn sich da einiges an Unzufriedenheiten aufstaut). "Man gewöhnt sich an alles" ist deshalb kein Argument, weil es Kritik weder ernst nimmt, noch darauf eingeht, noch sie entkräftet.
27.06.2016, 23:16#19
Mir gehts da eher ums Prinzip: Es wird generell bei Veränderungen gesudert und dabei werden die Vorteile schnell unter dem Tisch gekehrt und aus den Nachteilen Elefanten gemacht. Aber einige Zeit danach hat man sich daran gewöhnt und sudert plötzlich nicht mehr.
Und im Vergleich zu dem was da in Kärnten abgeht, ist die VOR-Umstellung ein Kinkerlitzchen!
Und im Vergleich zu dem was da in Kärnten abgeht, ist die VOR-Umstellung ein Kinkerlitzchen!
28.06.2016, 16:24#20
Mir gehts da eher ums Prinzip: Es wird generell bei Veränderungen gesudert und dabei werden die Vorteile schnell unter dem Tisch gekehrt und aus den Nachteilen Elefanten gemacht. Aber einige Zeit danach hat man sich daran gewöhnt und sudert plötzlich nicht mehr.Die Vorteile herauszustreichen, ist völlig legitim. Nicht aber, deshalb die Nachteile unter den Tisch fallen zu lassen.
Und im Vergleich zu dem was da in Kärnten abgeht, ist die VOR-Umstellung ein Kinkerlitzchen!
Außerdem wenn dann konsequent sein: In Kärnten wird der Fahrplan insgesamt sogar verdichtet (Villach-Hermagor 6-22 Uhr Bahn-Stundentakt mit Anschlussbussen nach Kötschach und verdichteten Anschlussverkehren in Seitentäler), das Öffiangebot steigt also. So viel zum Thema Vorteile unter den Tisch kehren...
