Sag zum Abschied leise Servus!

71 Beiträge · Seite 1 von 4
19.01.2005, 19:27#1
Ein letztes Hallo an das Forum!

Wie ihr vielleicht bemerkt habt habe ich mich in der letzten Zeit im Forum rar gemacht! Dies lag an dem das ich meinen bisherigen Dienstgeber Wiener Linien nach fast 25 Jahren ade gesagt habe und nun wieder in der Privatwirtschaft mein Glück gefunden habe. Da mich mein neuer Job so ausfüllt das ich nur mehr sehr wenig Zeit habe hier zu lesen und zu schreiben habe ich mich schweren Herzens dazu endschlossen dem Forum Ade zu sagen. Mit ein Grund für meinen Abschied hier ist auch, daß ich nicht mehr auf dem laufenden bezüglich Neuerungen und Technik bei den WL sein werde.

Deshalb danke ich euch für die anregenden und sachlichen Diskussionen in diesem Forum.

Viel Spass noch mit dem Hobby Strassenbahn und dem Schreiben zu disem Thema!

MfG

XILEF
19.01.2005, 19:59#2
Hat dich die Bim nur beruflich interessiert? ?(
19.01.2005, 20:10#3
Hallo!

@hema
Ja!

MfG

XILEF
19.01.2005, 20:11#4
Na dann, viel Glück im neuen Beruf!!
19.01.2005, 20:14#5
Hallo!

Ich wünsche auch viel Glück im neuen Beruf!!!

P.S: Würde mich interessieren: Warum hast du deinen Dienst bei den WiLis aufgegeben??




Mfg U-Bahnfahrer


Edit: Rechtschreibfehler ausgebessert!
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von U-Bahnfahrer (19.01.2005, 20:14)
19.01.2005, 20:14#6
@XILEF: Tja, dann bleibt mir wohl nur, dir für deine kompetenten Aussagen in der vergangenen Zeit zu danken und dir alles Gute für deinen neuen Job zu wünschen!
19.01.2005, 20:18#7
und ich werde
der nächste sein........nach 21 DJ..........

weil es frustig ist bei einem unternehmen zu hackln, bei dem die mitarbeiter(da schließe ich alle sparten ein, besonders im fahrdienst) so belogen und betrogen werden.

und immer unter dem vorwand : die EU gibt das vor...........usw....

2007/2008 weden die WL ohnedies aufhören zu bestehn......connex und co scharren schon in den startlöchern !!

mfg.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von ustrab (19.01.2005, 20:19)
19.01.2005, 20:51#8
Wieso belogen und betrogen...??????


Mfg
19.01.2005, 21:18#9
es würde zu weit führen
aber ICH würde NIE mehr bei den WL arbeiten..........

frag mal ein paar fahrer........miese fahrbare untersätze, störungen en mass......usw....dann 3 klassen gesellschaft......die NEUEN........verdienen gleich über 1/3 weniger bei selber leistung als die älteren......

4 stunden im stück im sommer ohne klimaanlage durchfahren......dauernd der zugluft ausgesetzt im winter, bei jedem unfall wird hinterfragt, ob ma dem fahrer(lenker) nicht doch was anhängen könnte...........

so schluß mit dem frust !!!:o))
20.01.2005, 01:02#10
RE: es würde zu weit führen
Zitat
Original von ustrab
aber ICH würde NIE mehr bei den WL arbeiten..........

frag mal ein paar fahrer........miese fahrbare untersätze, störungen en mass......usw....dann 3 klassen gesellschaft......die NEUEN........verdienen gleich über 1/3 weniger bei selber leistung als die älteren......

4 stunden im stück im sommer ohne klimaanlage durchfahren......dauernd der zugluft ausgesetzt im winter, bei jedem unfall wird hinterfragt, ob ma dem fahrer(lenker) nicht doch was anhängen könnte...........

so schluß mit dem frust !!!:o))


ich kann dem nur beipflichten!

und leider hast du in _allen_ punkten recht - auch ich bin schon auf 2007 / 2008 gespannt - connex bereitet gerade eine diesbezügliche initiative vor und sucht bereits qualifizierte fachleute für den ostösterreichischen bereich... und ich kenn so manchen, der bereits eine diesbezüglich anfrage erhalten hat bzw. werden bei bewerbungen langjährige insider in evidenz genommen.

wenn connex an wien kein interesse hätte, dann würden sie wohl generell absagen...


denkts euch den rest selber!
20.01.2005, 05:07#11
Den Kassasturz beim Auslaufen des Verkehrsdienstevertrages im Jahr 2008 muss man mit Interesse (und Zittern?) erwarten. Hoffentlich gibt es da kein böses Erwachen! Im Connex-Büro in Wien hat man sicher schon längst zu rechnen begonnen.
20.01.2005, 08:34#12
Ich bin kein Insider, aber ich kenne kein anderes VU, das ein derartig unmotiviertes und frustriertes Personal hat wie die Wiener Linien. Geschäftsführung und vor allem Gewerkschaften haben einfach kein Sensorium für die Bedürfnisse der Mitarbeiter. Andererseits habe ich aber auch einen sehr hochrangigen WiLi-Mitarbeiter in einem persönlichen Gespräch jammern gehört, das es kaum möglich sein, den Kundendienstgedanken beim Personal zu verinnerlichen, und da ist sicher etwas Wahres daran.

Die Raunzerei des WiLi-Personals ist in meinen Augen nur teilweise gerechtfertigt. Viele haben den Übergang von der Beamtenmentalität zu einem kundenorientierten und wirtschaftlich geführten Unternehmen einfach nicht mitgetragen, weil sie notwendige Veränderungen als Angriff auf "wohlerworbene Rechte" empfunden haben.

Das Auslaufen des unsäglichen Verkehrsdienstevertrages sehe ich sehr positiv, denn den Wiener Linien und auch der Politik muss endlich einmal klar werden, dass die Wiener Linien im Prinzip nur ein normales VU zu sein haben und keine Hausmacht, die überall mitzubestimmen haben und nach eigenem Gutdünken agieren. Die einzige Chance ist, billiger und/oder besser zu sein als die anderen. Und das ist in vieler Hinsicht noch ein weiter Weg...
20.01.2005, 09:34#13
@schaffnerlos
also........bei mir beginnt der kundendienst bei den fahrbaren untersätzen......keine ersatzteile, kaputte, dreckige züge gehen wieder raus auf die strecke, autobusse , die bei jedem TÜV sofort aus dem verkehr gezogen würden............ die liste ist erweiterbar .......und wer soll es ausbaden???? das kleinste rad......das fahrpersonal (beamte hin oder her)!!!

soviel zur motivation.......


ps. motivieren kann man mit einer guten bezahlung zb, nicht mit schönfärberischen parolen.
ein unternehmen kann man auch daran messen, wie es mit ihren mitarbeitern umgeht.

drum rate ich einen jeden ab, sich bei den wl zu bewerben.

mfg.
20.01.2005, 14:28#14
Zitat
Original von hema
Den Kassasturz beim Auslaufen des Verkehrsdienstevertrages im Jahr 2008 muss man mit Interesse (und Zittern?) erwarten. Hoffentlich gibt es da kein böses Erwachen! Im Connex-Büro in Wien hat man sicher schon längst zu rechnen begonnen.


in der connex zentrale in berlin laufen bereits vorbereitungen - mehr kann (und will) ich dazu nicht sagen!
20.01.2005, 14:45#15
Dass Connex die Entwicklungen in Wien nicht verschlafen hat, sondern - im Gegenteil - aufmerksam beobachtet, darf niemanden wundern. Ich halte es aber sogar für möglich, dass die WL einen Einstieg von Connex im Wiener ÖPNV begrüßen, etwa mit der Aussage: "Ja, wir sind froh, dass endlich auch ein weiterer privater Anbieter neben uns, dem Parade-Privat-Unternehmen einsteigt. Wir haben ohnehin permanent zu wenig Fahrzeuge und kein Geld. Nein, Connex wird für uns sicher kein Konkurrent werden. Wir werden prächtig harmonieren und einander ergänzen... und außerdem woi ma eigentlich jo eh scho laung nimma, sehgts es des denn ned?"
20.01.2005, 15:24#16
Zitat
Original von schaffnerlos
Ich bin kein Insider, aber ich kenne kein anderes VU, das ein derartig unmotiviertes und frustriertes Personal hat wie die Wiener Linien. Geschäftsführung und vor allem Gewerkschaften haben einfach kein Sensorium für die Bedürfnisse der Mitarbeiter. Andererseits habe ich aber auch einen sehr hochrangigen WiLi-Mitarbeiter in einem persönlichen Gespräch jammern gehört, das es kaum möglich sein, den Kundendienstgedanken beim Personal zu verinnerlichen, und da ist sicher etwas Wahres daran.

Die Raunzerei des WiLi-Personals ist in meinen Augen nur teilweise gerechtfertigt. Viele haben den Übergang von der Beamtenmentalität zu einem kundenorientierten und wirtschaftlich geführten Unternehmen einfach nicht mitgetragen, weil sie notwendige Veränderungen als Angriff auf "wohlerworbene Rechte" empfunden haben.

Das Auslaufen des unsäglichen Verkehrsdienstevertrages sehe ich sehr positiv, denn den Wiener Linien und auch der Politik muss endlich einmal klar werden, dass die Wiener Linien im Prinzip nur ein normales VU zu sein haben und keine Hausmacht, die überall mitzubestimmen haben und nach eigenem Gutdünken agieren. Die einzige Chance ist, billiger und/oder besser zu sein als die anderen. Und das ist in vieler Hinsicht noch ein weiter Weg...


du verwechselt actio mit reactio!

auch ist es nur billig, das ganze auf die "beamtenmentalität" abzuschieben, denn im fahrdienst sind fast keine pragmatisierten mehr tätig - rund 75% der mitarbeiter sind im vertrag (alter vertrag bzw. kv). diese terminologie ist so typisch auf dem niveau einer "kleinformatigen tageszeitung" und zeigt recht deutlich, daß das jahrelange hinhacken und schuldzuweisungen ("typisch beamte"...) eine gehirnwäsche bei einem teil der bevölkerung bewirkt hat!

wie würdest du reagieren, wenn ständig verschlechterung bei den arbeitsbedingungen durchgedrückt werden - z.b. ergibt sich heute im fahrdienst, daß du wesentlich länger anwesend bist als du tatsächlich bezahlt bekommst... oder: es werden die fahrzeiten ohne rücksicht ob es die verkehrslage / fahrgastaufkommen / wagenmaterial / strecke zuläßt so zusammengestutzt, daß nicht mal mehr mit der wendezeit eine pünktliche abfahrt bei der jeweiligen gegenüberliegenden abfahrtsstation mehr möglich ist. und weil die (rein rechnerischen) fahrzeiten kürzer geworden sind, geht es sich zu einer zusätzlichen tour aus...

es werden unterbrecher "erfunden" - nur damit man "kostengünstig" den betrieb führen kann - 2 stunden "pause" zwischen den beiden teilen. da in der regel das erste dienstende infolge der im obigen absatz beschriebenen umstände nicht pünktlich erfolgen kann, ergibt sich dadurch oft genug, daß der bedienstete seinen unterbrecher am expedit absitzt, weil er ansonsten grad mal für 20 min heimfahren könnte...

dann hat man noch die modernen sklaven - auch kv-mitarbeiter genannt - die arbeiten um rund 1/3 weniger gehalt und zu ungünstigeren bedingungen. damit aber diese "freizügig" einsetzbar sind, werden die pläne so gestaltet, daß ALLE mitarbeiter das ausbaden dürfen (und um weniger gehalt, weil die durchrechnung abgeändert wurde!)...

und da wunderst du dich, daß grad diese "frustriert" sind? - also ich wundere mich eher darüber, daß der betrieb noch immer so recht und schlecht funktioniert und nicht schon längstens endgültig vor die hunde gegangen ist.


ich weiß zwar nicht was du beruflich machst - aber nehmen wir einmal an, du hast als "handwerkzeug" einen pc zu bedienen. und jetzt stell dir mal vor, daß dein pc mucken macht und sehr langsam ist und sich immer wieder aufhängt. dein chef hat aber befohlen, daß du jeden arbeitstag eine festgesetzte anzahl an ordnern abzuarbeiten hast - diese quantum wurde rechnerisch ermittelt und nimmt keine rücksicht, ob da jetzt eine kleine datei oder zig große dateien sich im ordner befinden.

jetzt muckt dein pc auch noch herum und du rufst den sysadmin. der kommt und schaut sich den pc an und meint nur, daß eh alles in ordnung sei - zufällig ist dein pc grad mal nicht eingefroren. dein pc spinnt noch immer herum und du bekommst ein ersatzgerät, welches aber nicht am letzten stand der technik ist (RAM, betriebssystem) und daher du dein arbeitspensum nicht erfüllen kannst, obwohl du schon auf deine essenspause verzichtet hast und den gang aufs wc aufschiebst.

irgendwann im laufe des tages kommt dein chef und "wundert" sich, weil du mit der arbeit nachhinkst. deine begründung, daß dein pc spinnt und das ersatzgerät langsamer ist interessiert ihn nicht wirklich, sondern wird als "ausrede" abgetan und er unterstellt dir, daß du absichtlich den pc manipulierst. da dein chef nicht mit einem pc arbeitet, kennt er sich auch nicht aus - erklärt dir aber, daß das alles nicht so ist...

du nimmst wieder kontakt mit dem sysadmin auf und ersuchst um ein besseres ersatzgerät - da die firma aber spart, gibts für 10 mitarbeiter genau ein ersatzgerät... der sysadmin bringt dir deinen "alten" wieder und stellt nur trocken fast, daß du bedienungsfehler machst (obwohl man deutlich die festplatte rattern hört und immer wieder schadhafte sektoren angezigt werden). dein hinweis, daß die HDD was hat, wird dahingehend abgetan, daß
1) der pc angeblich störungsfrei in der werkstatt gelaufen ist (ohne wirklich gefordert zu werden - halt "am stand") und
2) du bist "nur" bediener und hast eh keine ahnung davon!

da du aber mit deiner fixen anzahl an ordnern fertig werden mußt, verläßt du die firma einiges nach dem "normalen" arbeitsende... überstunden bekommst aber keine bezahlt, weil du ja eine zeitlang nichts gearbeitet hast, weil der PC gestanden ist bzw du ja eh ein ersatzgerät hattest...

und was diese schilderung jetzt mit den WL zu tun hat? nun, ersetze den PC durch BUS / TRAM / U-BAHN, den SYSADMIN durch die WAGENREVISION, die ORDNER durch TOUREN und die DATEIEN durch FG, VERKEHRSAUFKOMMEN usw... CHEF bleibt CHEF...

und genau das ist die jetzige situation bei den WL - viele mitarbeiter sch***** mittlerweile aufs unternehmen - den gespart wird unten, während z.b. die neue leitstelle der u-bahn in erdberg eine klinkerverkleidung verpaßt bekommt... usw, usw...


wäre fair von dir, wenn du mal auch diesen blickwinkel annehmen würdest und nicht billigerweise das agnze als "beamtenmentalität" abwertest! es gibt da ein sehr passendes sprichwort dafür - der fisch beginnt beim kopf zu stinken...


DANKE!
20.01.2005, 15:31#17
Zitat
Original von 95B
Dass Connex die Entwicklungen in Wien nicht verschlafen hat, sondern - im Gegenteil - aufmerksam beobachtet, darf niemanden wundern. Ich halte es aber sogar für möglich, dass die WL einen Einstieg von Connex im Wiener ÖPNV begrüßen, etwa mit der Aussage: "Ja, wir sind froh, dass endlich auch ein weiterer privater Anbieter neben uns, dem Parade-Privat-Unternehmen einsteigt. Wir haben ohnehin permanent zu wenig Fahrzeuge und kein Geld. Nein, Connex wird für uns sicher kein Konkurrent werden. Wir werden prächtig harmonieren und einander ergänzen... und außerdem woi ma eigentlich jo eh scho laung nimma, sehgts es des denn ned?"


connex ist derzeit ein "reizwort" in erdberg... und wird gerne als "druckmittel" angewandt.

so wie man bei kleinen kindern "den großen schwarzen mann, der dich dann holt und in den sack steckt" anwendet...

wennst in einem büro das "böse" wort fallen läßt, dann erbleichen alle und das große zittern beginnt *veg*
20.01.2005, 15:45#18
@ pah
:D :Dgut gebrüllt !!!!
schreib das als nä leserbrief in den teamgeist.............. :D :D :D
20.01.2005, 15:51#19
@pah: Danke für Deine ausführlichen Ausführungen, und ob´s Du´s glaubst oder nicht: Ich gebe Dir zum größten Teil Recht. Dass der Großteil des WiLi-Personals keine Beamten sind, weiß ich aber eh, "Beamtenmentalität" kann aber trotzdem zutreffen.

Oder - nur um ein Beispiel zu nennen - wie würdest Du es bezeichnen, wenn für einen ordinären Fahrerwechsel mitten auf der Strecke das Fahrzeug bis zu fünf(!) Minuten steht? Ich kenne keinen anderen Betrieb, egal ob in Wien, Österreich oder im Ausland, wo ein Fahrerwechsel länger als eine Minute dauert, meistens deutlich weniger.

Was das marode "Werkzeug" betrifft, so fällt das in meinem vorherigen Posting unter "kein Sensorium für die Bedürfnisse der Mitarbeiter" und da sind wir uns eh einig.

Trotzdem habe ich oft den Eindruck, dass das Personal "die da oben" für alles verantwortlich machen, die eigenen Unzulänglichkeiten sich aber nicht eingestehen will. Wenn die Wiener Linien eine (gute) Zukunft haben sollen, müssen alle an einem Strang ziehen, von der Putzfrau bis zum Bürgermeister.

EDIT: Grammatikfehler ausgebessert.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von schaffnerlos (20.01.2005, 15:52)
20.01.2005, 15:52#20
RE: @ pah
Zitat
Original von ustrab
:D :Dgut gebrüllt !!!!
schreib das als nä leserbrief in den teamgeist.............. :D :D :D


ähmmm

_ich_ bin auch nicht mehr bei dem verein... und das mit einer 94er nummer - rest maximal als PN!