Sag zum Abschied leise Servus!

71 Beiträge · Seite 3 von 4
07.02.2005, 12:01#41
Das kommt davon, wenn man zu viele WU-Idioten ran läßt... Nicht viele Manager verstehen wirklich etwas davon eine Firma zu führen.
07.02.2005, 17:38#42
Hallo!

Seit ihr von allen guten Geistern verlassen? Wo kämen wir den da hin einen nicht Studierten auf einen Managerposten zu setzten, der könnte wo möglich mit den Finanzen wirklich umgehen!

Es ist schon bitter und erschreckend zu sehen wie offen die Allgemeinheit einblick in die Führungsstruktur der WL hat. Wenn hier Nichtangestellte sehen warum die Motivation der Mitarbeiter und die Qualität des Zugmaterials der WL immer mehr den Bach hinuntergeht ist das sehr traurig. Ich würde mir Wünschen das hier die Chefs der WL die Beiträge lesen um zu sehen was der Fahrgast/Kunde der WL von ihren Einsparungen hält. Den wir sind ja nur Querulanten die die Einsparungen nicht mittragen und die Notwendigkeit nicht sehen wollen. Wir sehen das schon nur sind wir wie ihr der Meinung sparen am rechten Ort und der ist nicht immer beim Personal. Man sollte einmal die Verwaltungskosten des Bürokratismus hochrechnen, da dürften erschreckende Zahlen herauskommen. Nur da würde man sehen das man oben auch sparen müsste und somit eigene Jobs einsparen. Nur ist das erwünscht???

MfG

StrabLi-71
07.02.2005, 18:54#43
Zitat
Nicht viele Manager verstehen wirklich etwas davon eine Firma zu führen.

Wir lernen gerade in der Schule (von einem Professor der bei ABB und Siemens Manager war): Je höher jemand im Unternehmen angesiedelt ist um so weniger Ahnung hat er was er eigentlich tut.
07.02.2005, 21:22#44
Ich höre immer von meiner BWL-Proffessorin dass, die meisten Unternehmen wegen dem mießen Mangement in Konkurs gehen .

Und dann gibt es wieder Leute die sind Arbeitslos, haben keine Ahnung vom Geschäfteführen, wissen nichteinmal was Management ist und machen einfach einen 1€ Shop auf. So etwas kann nicht gut gehen!

Und dann wundert sich die Statistik, warum immmer mehr Unternehmen schließen müssen.
Daran ist nicht nur die von allen eingebildete schlechte Wirtschaftskonjunktur schuld!

1/3 aller dieser Geschäfte schließen nach dem dritten Jahr wieder und sind hochverschuldet. Dann erst wissen die meisten Geschäftsinhaber, dass sie mit dem Privatvermögen haften. Und warum, weil sie sich vorher nicht informiert haben.
X(
07.02.2005, 23:02#45
@ D-Wagen
Also soviel ich weiß, gibt es zwei Gründe, warum ein Unternehmen in Konkurs gehen kann. 1) Mangelnde Zahlungsfähigkeit und 2) Überschuldung. Die Ursachen für beides sind aber, so würde ich einmal annehmen, zu rund 80% wo anders zu suchen. Nämlich in einer nicht ordnungsgemäßen, zeitgemäßen und aktuell per dato geführten Buchhaltung; und da, liebe Freunde, könnte ein Manager sehr wohl zeitgerecht eingreifen. Natürlich: Wenn man auf einem Empfang da, auf einer Feier dort, etc. sich weidlich bewundern lässt und froh darüber ist, in einem feschen Maßanzug auf der Titelseite eines Tagblattes abgebildet zu werden, wenn man dann weiter zulässt, dass es im einem anvertrauten Unternehmen zur Bildung einer Hausmacht einzelner Mitarbeiter kommt, die sich nicht darum scheren, was eigentlich der Unternehmenszweck ist sondern die ausschließlich eigene Interessen verfolgen, anstatt sich darum zu kümmern, dass man im eigenen Unternehmen ein Minimum an Durchblick bekommt, ja dann, werte Foristen, dann darf man sich nicht wundern, wenn man - egal ob studierter Manager oder nicht studierter Manager - eines Tages vor einem Trümmerhaufen steht.

Ein guter Manager sollte zu seinen Leuten mindestens 1 x je Woche folgende drei Sätze sagen: 1) Ich weiß es nicht. 2) Ich habe mich geirrt. 3) Ich habe einen Fehler gemacht.

Na ja, aber Menschlichkeit ist offensichtlich nicht gefragt in Mangerpositionen. Die kann man getrost irgendwelchen unfähigen Mitarbeitern überlassen, die man zur Menschlichkeit "ernannt" oder "befördert" hat.

Sorry, aber so seh ich das.

L.G.
07.02.2005, 23:15#46
RE: @ D-Wagen
@ helos:

irgendwie hab ich den eindruck, daß das unternehmen WL kaputt gemacht werden SOLL, um es dann besser filetieren zu können...

und da würde die jetzige vorgangsweise durchaus sinn machen!


ich hoffe, daß ich mich jetzt nur täusche - aber der derzeit nachhaltig verfolgte weg läßt eigentlich nur diesen schluß zu...
08.02.2005, 00:41#47
RE: @ D-Wagen
@pah
Gut gebrüllt, Löwe! Einmal bewusst weg von den Wiener Linien: Wann kann man denn in Führungsebenen Beteiligungsentscheidungen am leichtesten rechtfertigen? Natürlich dann, wenn ein Unternehmenszweig, der nachhaltig unwirtschaftlich ist, durch einen anderen Unternehmenszweig, der nachhaltig wirtschaftlich ist, gestützt wird. Der wirtschaftliche Unternehmenszweig will das aber nicht, weil er gerne die Rosinen, die der Gewinn in den eigenen Kuchen gemischt hat, selber futtern möchte. Das wird auch so sein, weil es in dem wirtschaftlichen Unternehmenszweig Interessen gibt, die das Futtern der Rosinen durch den unwirtschaftlichen Unternehmenszweig erfolgreich zu verhindern wissen. Wie schaut also die Lösung aus, damit die Rosinen des wirtschaftlichen Unternehmenszweiges doch in den Rachen des unwirtschaftlichen Unternehmenszweiges gelangen können? Na ja, man holt sich eine Beteiligung von außen, die von jenen Kräften, die das Verfüttern der Rosinen verhindern können, unabhängig sind. Die bestimmen dann ohne Skrupel und ohne Rücksicht auf irgendwelche Interessen - böse Zungen mögen behaupten, dass diese Interessen beim klassischen Gegenspieler der Unternehmensführung angesiedelt sein sollen, aber das ist ja wirklich nicht zu glauben - welcher Rachen diese Rosinen eben zum Fressen kriegt. Und wenn wir dann ein bisschen über den Tellerrand des in Rede stehenden Unternehmens hinausschauen, dann könnte uns zum Beispiel die VA-Tech auffallen, oder der Beteiligungsdschungel um die Telekom und wir könnten, wenn wir das wollen, erkennen, dass man diesen "sich Beteiligenden von außen" genau jene Unternehmensbereiche zur Beteiligung anbieten muss, die Gewinne erwirtschaften, weil diese Unternehmensbereiche dann durch das hinzugekommene neue Kapital dann noch viel mächtiger werden, und daher ja die klassischen Gegenspieler des Unternehmens in Schach halten können. Damit wäre dann gewährleistet, dass es unbeeinspruchte Anschaffer gibt, die eben bestimmen, welcher Rachen mit den Rosinen zu füttern ist; - und irgendwelche Unkenrufe kann man ja mit scheinbar günstig zu verkaufenden Vertragsformulierungen im Keim ersticken. Das lässt sich immer mal machen.
Ähhh; - wie war das mit der BA CA und der Hypo und mit einem gewissen Herrn Randa? ...und was hat diese Taktik langfristig gebracht, obwohl es kurzfristig ja ganz verlockend gewesen sein mag? ... und wie könnte dann eine Beteiligung bei den Wiener Linien aussehen?... Aber das ja nur eine rein theoretische Fragestellung, die auf einer rein akademischen Ebene erörtert werden mag; nicht wahr?
08.02.2005, 01:55#48
Zitat
Original von StrabLi-71
Seit ihr von allen guten Geistern verlassen? Wo kämen wir den da hin einen nicht Studierten auf einen Managerposten zu setzten, der könnte wo möglich mit den Finanzen wirklich umgehen!


Ach Uni-Absolventen sind nicht so schlecht - vorausgesetzt sie haben nicht nur BWL und Jus studiert :D

@helos: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Connex angreift - und wer weiß ob dann nicht gegen hohe "Auslgeichszahlungen" (äh Bestechung) auch die SPÖ plötzlich voll hinter der Privatisierung des ÖVs steht.
Dieser Beitrag wurde 2-mal editiert, zuletzt von Linie 41 (08.02.2005, 01:58)
08.02.2005, 11:50#49
Zitat

Original von pah
irgendwie hab ich den eindruck, daß das unternehmen WL kaputt gemacht werden SOLL, um es dann besser filetieren zu können...


Wenn es so ist, dann wird aber noch viel Wasser die Donau runterfließen, bis das Unternehmen geteilt wird.
08.02.2005, 17:04#50
Zitat
Original von D Wagen
Wenn es so ist, dann wird aber noch viel Wasser die Donau runterfließen, bis das Unternehmen geteilt wird.


abwarten...

ich fürchte, daß es nicht so sein wird und in ca 2 jahren werden wir es ja sehen, ob dieses unternehmen noch in der form bestehen bleiben wird. derzeit ist es ja eher so, daß bald jeder sein eigenes süppchen kocht und die "hausmachten" ihre pfründe mit allen mitteln verteidigen. zum höchsten grad bedenklich ist es dann, wenn dabei eigene mitarbeiter als bauernopfer dienen müssen!!!
08.02.2005, 23:08#51
An sich ist das normal, dass es Bauernopfer gibt, wenn Pfründe verteidigt werden. An sich wäre auch normal, dass diejenigen, die diese Pfründe verteidigen, plötzlich beginnen, sich den "Schafspelz" umzuhängen, dass ihre wahre Charakterausrichtung verhehlt wird. Sie benutzen oft auch eigene Mitarbeiter, um die große Schafherde "bei der Stange" zu halten und sie "für blöd zu verkaufen". Ein Fraund von mir ist Fahrer bei der U-Bahn und der hat mir erzählt, dass er jetzt deutlich weniger verdient als vor der sogenannten betrieblichen Umstrukturierung, dass die Vorgesetzten jetzt im Zuge von Einsparungen nur andere "Namen" für ihre Fuktionen bekommen haben, dass die aber in Summe mehr kosten sollen als vorher, und dass man versucht hat, das alles über "gedungene Motivatoren" für gut zu verkaufen. Wenn das alles tatsächlich so stimmen sollte, und ich schreibe das mit aller gebotenen Vorsicht, weil es ja eine Information aus dritter Hand ist, dann scheint es um die Strukturen wirklich sehr schlecht zu stehen. Irgendwo in diesem Forum hab ich einen Beitrag gelesen, wonach die Vorgesetzten das Personal "anflunkern" sollen (...ich vermeide bewusst das Wort "anlügen"...). Aber man muss auch feststellen, dass diese beiden Schilderungen zusammenpassen würden, wenn es denn so wäre.
Vielleicht können ja einige, die in diesem Unternehmen arbeiten bestätigen oder dementieren. Wäre interessant.
08.02.2005, 23:44#52
und das ist des pudels kern!

einerseits will man, daß die mitarbeiter den *neuen* kurs des unternehmens mittragen und andererseits wird ihnen die motivation mit allen mitteln abgenommen: weniger verdienst, deutlich mehr arbeitszeit, soziale verschlechterungen, verschlechterungen der arbeitsbedingungen u.v.m.

und dann "wundern" sich die vorgesetzten, daß sie nicht mehr auf die mitarbeiter zählen können bzw. daß die untergebenen so richtig auf "sch*** drauf" sind und ihnen das unternehmen als solches egal ist...

den "schützen ar***" wird von oben herab vor vollendete tatsachen gestellt und teilweise unter berufung auf "EU vorgaben" - welche aber in der regel nur empfehlungen sind - alles mögliche untergejubelt und erzählt, man müsse sparen und er muß das mittragen. gleichzeitig sehen aber die mitarbeiter, daß mancherorts wenig bis überhaupt nichts von der "spargesinnung" zu bemerken ist.

bewährte organisationsstrukturen werden mutwillig zerstört und dann auf den köpfen der mitarbeiter herumexperimentiert. zusätzliche aufgaben und pflichten werden z.b. den stationswarten übertragen und gleichzeitig der gehalt durch kunstgriffe reduziert...

so planlos wie jetzt agiert wird, kostet das im endeffekt ein vielfaches von den früheren (und bewährten) abläufen.

zuerst werden um nicht gerade wenig geld die expedite umgebaut und kurz danach werden die expeditoren aufgelassen. mitarbeiter werden in schulungen geschickt mit der auflage, daß sie diese für ihr fortkommen benötigen und gleichzeitig ist bekannt, daß die prüfungen derart abgehalten werden, daß die wenigsten eine chance zum bestehen haben.

da erhebt sich schon die frage, wozu sie überhaupt geschult werden - auch das kostet nicht gerade wenig. oder: KV mitarbeiter "flüchten" innerhalb kürzester zeit wieder - so eine fahrerfachschule verursacht genug finanziellen aufwand, der sich erst in einem längeren zeitraum rentiert. wenn also mitarbeiter innerhalb eines halben bis ganzen jahres das unternehmen wieder verlassen, dann haben sie erst einen bruchteil ihrer ausbildungskosten eingespielt.

usw, usw...
09.02.2005, 13:39#53
@ D-Wagen
Ich glaube, dass da gar nicht so viel Wasser die Donau hinunter fließen wird, bis es private Beteiligungen geben könnte. In wenigen Jahren, so denke ich, haben wir das. Du brauchst ja nur innerhalb der Stadtwerke auf die Energiewirtschaft hinschauen, was da passiert ist. Da schlagen sich die Verantwortlichen nun schon mit Stromlösungen herum, da gibt es anternative Anbieter und vieles mehr. Das, was das Leitungsnetz bei den Energieversorgern ist, das könnte der Fahrweg bei der Tramway sein. Die ÖBB hüpfen es uns ja vor. Und schließlich hat ja sowohl bei den einen, als auch bei den anderen alles mit Hinweisen auf EU-Normen begonnen. Und innerhalb der EU gibt es eine starke Lobby für gewisse Nahverkehrsversorger, die sogar international tätig sind. Wenn die Wiener Linien nun ihre operative Tätigkeit in eigene Geschäftsbereiche aufgeteilt haben, wo sie vorweg einmal nur "Intern" hin und herverrechnen, dann spielen sie eigentlich schon den "Ernstfall". Es ist nämlich innerhalb einer Kostenrechnung und der Strukturen gleichgültig, ob da jetzt intern oder mit einem externen Unternehmen verrechnet wird. Wenn man die Absicht hätte, die Knete so-wie-so in einem Unternehmen zu lassen, wozu dann diese interne Auteilung. Strukturverbesserungen, Straffungen von Arbeitabläufen etc. hätte man auch anders machen können; mit ein bisschen gutem Willen.
09.02.2005, 14:52#54
Na eines weiß ich sicher - wenn Connex kommt, dann steige ich unter keinen wie auch immer gearteten Umständen in eines von deren Betriebsmittel. Diese Firma bekommt keinen Groschen von mir!
09.02.2005, 15:00#55
Zitat
Original von Linie 41
Na eines weiß ich sicher - wenn Connex kommt, dann steige ich unter keinen wie auch immer gearteten Umständen in eines von deren Betriebsmittel. Diese Firma bekommt keinen Groschen von mir!


hallo???

kennst du connex? hast du ihre leistungen schon mal in anspruch genommen???


ich finde, daß connex in der BRD sehr wohl ein guter anbieter ist - attraktive fahrpläne und wagenmaterial, fahrpreise auf jeden fall gerechtfertigt und das personal ist in der regel sehr freundlich und zuvorkommend. weiters ist mir aufgefallen, daß die mitarbeiter stolz sind, connex-mitarbeiter zu sein - und das sagt wohl schon einiges aus!


also meine erfahrungen mit connex sind durchwegs sehr bis äußerst positiv bisher!

du reagierst wie viele aus der DION - wenn das "böse" wort connex fällt, dann erbleichen sie und es ist heulen und zähnknirschen im raum...
09.02.2005, 15:07#56
Ja habe ich, in England. Und der erste Eindruck ist bei mir der bleibende. Wenn sich ein Unternehmen es bei mir einmal mit dem Kundenservice verschissen hat, dann wird es gnadenlos boykottiert.
Abgesehen davon bin ich strikt gegen die Privatisierung des öffentlichen Stadtverkehrs.
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Linie 41 (09.02.2005, 15:07)
09.02.2005, 15:12#57
Zitat
Original von pah
weiters ist mir aufgefallen, daß die mitarbeiter stolz sind, connex-mitarbeiter zu sein - und das sagt wohl schon einiges aus!

Somit ist ausgeschlossen, dass WL-Mitarbeiter zu Connex wechseln, denn wer es bis zu diesem Zeitpunkt bei den WL aushält, hat jegliche Fähigkeit zum Stolz bereits verloren. ;)
09.02.2005, 15:56#58
Zitat
Original von Linie 41
Ja habe ich, in England. Und der erste Eindruck ist bei mir der bleibende. Wenn sich ein Unternehmen es bei mir einmal mit dem Kundenservice verschissen hat, dann wird es gnadenlos boykottiert.
Abgesehen davon bin ich strikt gegen die Privatisierung des öffentlichen Stadtverkehrs.


connex in england ist nicht connex deutschland!


und ich hab meine erfahrungen ausschließlich in deutschland gemacht. meinen infos zufolge gehen alle möglichen österreich-aktivitäten über die deutsche zentrale in berlin...
09.02.2005, 16:03#59
Das ist mir wurscht. Es stehen dieselben Eigentümer dahinter. Mir ist das Unternehmen einfach unsympathisch. Öffentlicher Verkehr ist Infrastruktur und Infrastruktur soll der Staat zur Verfügung stellen. Wo kommen wir denn hin, wenn nur mehr die defizitären Linien dem Staat bleiben, wenn sie nicht durch gutgehende Linien subventioniert werden können. Das führt früher oder später nur zur Reduktion des ÖV-Angebotes.
Privatisierung ist etwas für Industriebetriebe, nicht für Dienste im Sinne der Gesellschaft.
09.02.2005, 16:16#60
Zitat
Original von Linie 41
Das ist mir wurscht. Es stehen dieselben Eigentümer dahinter. Mir ist das Unternehmen einfach unsympathisch. Öffentlicher Verkehr ist Infrastruktur und Infrastruktur soll der Staat zur Verfügung stellen. Wo kommen wir denn hin, wenn nur mehr die defizitären Linien dem Staat bleiben, wenn sie nicht durch gutgehende Linien subventioniert werden können. Das führt früher oder später nur zur Reduktion des ÖV-Angebotes.
Privatisierung ist etwas für Industriebetriebe, nicht für Dienste im Sinne der Gesellschaft.


Dieser Meinung bin auch ich. Ich halte nichts davon, wenn - und sei die Reputation noch so gut - private Anbieter kommen und Dienstleistungen, die das Ureigenste einer Kommune sind, übernehmen.

Die Modeerscheinung "Privatisierung" oder "Liberalisierung" haben wir nur einem Übel zu verdanken - nämlich der EU. Es kann und darf nicht sein, dass Instanzen außerhalb des eigenen Staates bzw. der eigenen Kommune Vorschriften macht, wie Leistungen zu erbringen sind.

Da haben wir es nämlich, was EU heißt: Eigentlich ungut oder eigentlich unnötig. Wir zahlen einen horrenden Betrag für diesen unnötigen und völlig überzogenen Club und haben eigentlich nichts davon, außer, dass die EU poltert und die völlige Marktöffnung (GATS) will.

Ich bin dagegen, dass sich nichtösterreichische Betriebe in heimischen und staatlichen Unternehmen bzw. kommunalen Betrieben einkaufen dürfen. Was daraus wird, hat man damals schon bei BILLA gesehen, als die deutsche REWE diese Kette übernommen hat.

Mfg,
Liesinger