Sag zum Abschied leise Servus!
71 Beiträge · Seite 2 von 4
20.01.2005, 16:12#21
ZitatOriginal von schaffnerlos
@pah: Danke für Deine ausführlichen Ausführungen, und ob´s Du´s glaubst oder nicht: Ich gebe Dir zum größten Teil Recht. Dass der Großteil des WiLi-Personals keine Beamten sind, weiß ich aber eh, "Beamtenmentalität" kann aber trotzdem zutreffen.
Oder - nur um ein Beispiel zu nennen - wie würdest Du es bezeichnen, wenn für einen ordinären Fahrerwechsel mitten auf der Strecke das Fahrzeug bis zu fünf(!) Minuten steht? Ich kenne keinen anderen Betrieb, egal ob in Wien, Österreich oder im Ausland, wo ein Fahrerwechsel länger als eine Minute dauert, meistens deutlich weniger.
Was das marode "Werkzeug" betrifft, so fällt das in meinem vorherigen Posting unter "kein Sensorium für die Bedürfnisse der Mitarbeiter" und da sind wir uns eh einig.
Trotzdem habe ich oft den Eindruck, dass das Personal "die da oben" für alles verantwortlich machen, die eigenen Unzulänglichkeiten sich aber nicht eingestehen will. Wenn die Wiener Linien eine (gute) Zukunft haben sollen, müssen alle an einem Strang ziehen, von der Putzfrau bis zum Bürgermeister.
EDIT: Grammatikfehler ausgebessert.
ad 1) danke dafür, daß du mir recht gibst - aber ich will nicht recht haben, sondern mir gehts darum, daß du deinen blickwinkel auch für die "andere" seite öffnest - und das hast du offenbar getan - DANKE!
ad 2) kennst du die hintergründe für das lange stehen? oft genug ist da keiner zu faul um rauszugehen - da gibts wahrscheinlich einen einfachen grund dafür: es ist kein fahrer da!
und dafür gibts ein paar gründe: nachdem die diensteinteilung teilweise bereits zentral erfolgt, werden oft genug fahrer eingeteilt, die sich im urlaub / krankenstand / kur befinden. früher, als noch jeder bhf seine diensteinteilung hatte, kannte der diensteinteiler seine mitarbeiter PERSÖNLICH - heute ist da eine nummer...
oder: dank der tollen dienstpläne kann es passieren, daß ein mitarbeiter einen zug (planmäßig) abstellt und es einfach nicht schaffen kann, in einer bestimmten zeit wieder am expedit zu sein. da mittlerweile züge ja nicht nur am "heimatbhf" abgestellt werden, sind oft längere fahrten zumexpedit zurück angesagt (und diese werden z.b. auch nicht mehr in der verrechnung berücksichtigt - derjenige fährt "zur gaudi" quer durch wien!) - wenn jetzt z.b. eine störung infolge eines schadhaften zuges / technischen einrichtung (soll ja öfters der fall sein *veg*) auftritt, dann muß der expeditor (sofern noch vothanden und nicht durch ein RBL-expedit ferngesteuert) einen ersatzmann auftreiben...
oder: die gesetzliche pause kann infolge einer störung nicht gehalten werden -> ersatzmann auftreiben...
ad 3) wennst von oben dauert auf den kopf gesch***** bekommst - würdest du dich dann für dein unternehmen zerreissen??? oder meinst nicht, daß das ganze menschlich verständlich ist??? ok, es soll leute geben, die das brauchen, aber die sind in einer "strengen kammer" besser aufgehoben

die heutige situation resultiert davon, daß man "unten" 50 cent bei jedem einsparen will, um in der dion wie früher residieren zu können. im fahrdienst und in der wagenrevision wird reduziert nach dem motto "wir sparen, koste was es wolle" und wennst in die tintenburg schaust, dann...
aber laß ma das lieber, sonst könnten meine ausführungen gerichtsanhängig werden *g*
20.01.2005, 16:29#22
Zitatautobusse , die bei jedem TÜV sofort aus dem verkehr gezogen würden
Kann ich sofort unterschreiben, wir haben letztens am Südbahnhof einen 13A gesehen, bei dem waren die Reifen so komplett glatzert daß wir schon überlegt haben ob wir rasch 133 rufen sollen, oder zumindest das Kennzeichen und die Wagennummer notieren.
20.01.2005, 20:23#23
ZitatOriginal von pah
die heutige situation resultiert davon, daß man "unten" 50 cent bei jedem einsparen will, um in der dion wie früher residieren zu können
Vorsicht, ich antworte da jetzt bewußt provokant: Aber die ökonomische Tatsache ist, daß die Einsparung von 50 Cent "unten" sich meist in der Bilanz besser rechnet, als 2 Euro "oben" - einfach auf Grund der größeren Menge an Einsparungspotential. Das funktioniert natürlich nur, bis zu einem bestimmten Punkt. Nur irgendwann wird das System rückläufig und bricht dann zusammen.
20.01.2005, 21:53#24
ZitatOriginal von pah
ad 2) kennst du die hintergründe für das lange stehen? oft genug ist da keiner zu faul um rauszugehen - da gibts wahrscheinlich einen einfachen grund dafür: es ist kein fahrer da!
DAS würde ich ja noch verstehen. Folgende Schilderung ist zugegeben ein Extremfall, aber in milderer Form tagtäglich zu beobachten - und aus der Sicht des Fahrgastes, der es vielleicht eilig hat, nervtötend.
Fahrer stellt Motor ab, verlässt rasch den Bus und besteigt eilig die Tramway. Eine Minute vergeht, zwei Minuten vergehen, drei Minuten vergehen. Obwohl schon ungeduldig, bin ich noch nicht verärgert. Von (unverschuldeter) Verspätung bis zum Dünnschiss ist ja alles drinnen. Nach dreieinhalb Minuten schlendert vom Expedit gemütlich die Ablöse daher, umrundet ebenfalls sehr gemütlich den Bus, deponiert mit akribischer Gründlichkeit eines Beamten Tasche und Jacke im Fahrerabteil, richtet sich zumindest drei Mal seinen Sitz ein, justiert penibel den Innenspiegel, beäugelt anscheinend seinen Dienstplan, justiert penibel den Außenspiegel, schließt die Türe, öffnet die Türe, justiert penibel den Außenspiegel, schließt die Türe, startet Motor und fährt endlich - mit fünf Minuten Verspätung - ab. Das war bitteschön Provokation pur. Drei Stationen später hätte er das alles in Ruhe in der Ausgleichszeit an der Endstation machen können. Mich hat´s gejuckt, ihn zu fragen, ob er nicht noch die fünf Tibeter machen wolle.
Zitatad 3) wennst von oben dauert auf den kopf gesch***** bekommst - würdest du dich dann für dein unternehmen zerreissen???
Weisst, ich kenn das. aber die wahre Größe eines Menschens zeigt sich, wenn dieser die Sch*** nicht den unschuldigen Untergebenen oder Kunden weiterreicht, sondern anderwertig abputzt. Glaub mir, es bringt nix, außer dass sich der Ärger zur Potenz vermehrt. Mir reicht der Dreck von oben, ich brauch ihn nicht auch noch von unten provozieren.
Zitatdie heutige situation resultiert davon, daß man "unten" 50 cent bei jedem einsparen will, um in der dion wie früher residieren zu können.
Das stört mich weniger, das betrifft nur ein paar Maxln und fällt im Budget kaum auf. Sondern mich stösst so fürchterlich auf, dass um das Vermögen, was uns alleine die unnötigen U-Bahn-Verlängerungen und Autobahnringe kosten, die Tramway auf vergoldeten Schienen fahren könnte. Alleine die U2-Verlängerung und die Autobahn vom Ölhafen (ohne Donauquerung!) bis Süßenbrunn kosten 3 Milliarden Euro. Um ein Bruchteil des Geldes könntest Du aus den WiLi ein Schmuckkästchen machen (oder den Nachtbusbetrieb 500 Jahre lang finanzieren, wie ich mir kürzlich ausgerechnet habe).
So, genug gesudert...
20.01.2005, 21:57#25
ZitatOriginal von Linie 41
ZitatOriginal von pah
die heutige situation resultiert davon, daß man "unten" 50 cent bei jedem einsparen will, um in der dion wie früher residieren zu können
Vorsicht, ich antworte da jetzt bewußt provokant: Aber die ökonomische Tatsache ist, daß die Einsparung von 50 Cent "unten" sich meist in der Bilanz besser rechnet, als 2 Euro "oben" - einfach auf Grund der größeren Menge an Einsparungspotential. Das funktioniert natürlich nur, bis zu einem bestimmten Punkt. Nur irgendwann wird das System rückläufig und bricht dann zusammen.
STOP!
es geht ausschließlich darum, daß man zwar "unten" auf äußerste sparen will (und dadurch alles möglich rauspreßt aus den mitarbeitern), jedoch in der dion - zumindest sichtbar - nicht wirklich eine spargesinnung ersichtlich ist!
seit der "zerlegung" in die einzelnen "profitcenter" wird nämlich das telefonverzeichnis immer umfangreicher und die anzahl der "chefs" steigt immer mehr an.
fakt ist, daß die anzahl der mitarbeiter in der produktion (fahrdienst / wagenrevision) immer geringer wird, während die verwaltung immer mehr sich aufgebläht. und dank SAP wird dann die bürokratie in der verwaltung perfektioniert - da gabs sogar vorfälle, daß ein schadhafter zug auf der strecke stand und der rüstwagen deswegen nicht ausfuhr, weil niemand da war, der ein entsprechendes kostenkonto eröffnen konnte und die wagenrevision ohne dem nicht ausfahern wollte / konnte / durfte...
usw., usw. ...
21.01.2005, 01:24#26
vielleicht solltet ihr mal beobachten wie die einzelnen abteilungen der WL intern wirklich agieren.
das SAP wird zum eigenen vorteil beschißen bis zum geht nicht mehr, es wird versucht leistungen an fremdfirmen zum verrechnen die nachweißlich nicht erbracht wurden, wirklich arbeiten habe ich so manche die ich dort kenne schon seit jahren nicht mehr gesehen, aber mit den "hohen tieren" hat das nicht wirklich was zu tun!
paradebeispiel ist die ZW! denn dort spielen die PV eine art "firma in der firma" und daher kann sich unmöglich innerhalb der nächsten jahre etwas zum positiven ändern.
und gerade in dieser speziellen sache WOLLEN "die da oben" was ändern, aber sie dürfen/können nicht. (eben wegen diversen gewerkschaftsobergscheiterln die bei jeder änderung des "insel der seligen daseins" (zitat kurier) gleich bis zum michl h. alles in bewegung setzen)
meiner meinung nach denkt sich ein doch recht großer teil der WL dass sie noch immer in einer art geschützten werkstätte leben.
die tatsache dass ein sehr großer teil von ihnen nie in der privatwirtschaft "überleben" musste macht die sache natürlich auch nicht leichter...
darum wird das erwachen (sollte es einmal kommen) für viele einem schlag mit dem vorschlaghammer gleichen wird
meint
ulf197
das SAP wird zum eigenen vorteil beschißen bis zum geht nicht mehr, es wird versucht leistungen an fremdfirmen zum verrechnen die nachweißlich nicht erbracht wurden, wirklich arbeiten habe ich so manche die ich dort kenne schon seit jahren nicht mehr gesehen, aber mit den "hohen tieren" hat das nicht wirklich was zu tun!
paradebeispiel ist die ZW! denn dort spielen die PV eine art "firma in der firma" und daher kann sich unmöglich innerhalb der nächsten jahre etwas zum positiven ändern.
und gerade in dieser speziellen sache WOLLEN "die da oben" was ändern, aber sie dürfen/können nicht. (eben wegen diversen gewerkschaftsobergscheiterln die bei jeder änderung des "insel der seligen daseins" (zitat kurier) gleich bis zum michl h. alles in bewegung setzen)
meiner meinung nach denkt sich ein doch recht großer teil der WL dass sie noch immer in einer art geschützten werkstätte leben.
die tatsache dass ein sehr großer teil von ihnen nie in der privatwirtschaft "überleben" musste macht die sache natürlich auch nicht leichter...
darum wird das erwachen (sollte es einmal kommen) für viele einem schlag mit dem vorschlaghammer gleichen wird
meint
ulf197
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von Ulf197 (21.01.2005, 01:24)
23.01.2005, 10:56#27
Morgen beinander!
Frage an die Fahrdienstler:
Werden bei Euch Wege zwischen den Diensteilen nicht bezahlt?
Wir haben in München genau das gleiche Problem, weil laut dt. Arbeitsgerichtsurteilen die Wegezeit zwischen den Diensten sehr wohl Dienst ist, daß heißt, diese muß auch , wenn auch geringer, bezahlt werden.
Der Ulfist
Frage an die Fahrdienstler:
Werden bei Euch Wege zwischen den Diensteilen nicht bezahlt?
Wir haben in München genau das gleiche Problem, weil laut dt. Arbeitsgerichtsurteilen die Wegezeit zwischen den Diensten sehr wohl Dienst ist, daß heißt, diese muß auch , wenn auch geringer, bezahlt werden.
Der Ulfist
23.01.2005, 17:42#28
jo und nein @ulfist
es gibt eine sogenannte "unterbrecherzulage", welche aber so um die 5 eur brutto ausmacht.....
oder wie darf ich deine frage verstehen????
oder wie darf ich deine frage verstehen????
23.01.2005, 17:58#29
Servus!
Also fangen wir anders an. Bei uns sind Dienste geteilt (sog. Stoßdienste), wenn die Pause 90 Minuten überschreitet.
Bisher gab es ein sog. Wegegeld, das wurde berechnet aus der Entfernung vom Betriebshof zur Ablösestelle.
Nach Kündigung dieses Tarifvertrages wurde ein neues pauschales Wegegeld eingeführt. Dies sind täglich € 3,50 brutto.
Jetzt haben wir einen großen Streitpunkt über die Zeit vom Pausenort zur Ablösestelle. Sprich vom Sozialraum bis zur Haltestelle. Das sind je nach Lokalität zwischen einer und fünf Minuten.
Nach unserer Ansicht (ich bim Betriebsratmitglied), ist dies Arbeitszeit.
Diese ist zu bezahlen, wenn auch ohne Fahrzuschläge.
Gestützt wird diese Ansicht von den dt. Arbeitsgerichten.
Nachdem auch bei uns die Unternehmensberater ein und aus gehen, ist das Unternehmen sehr kreativ geworden, wenn es darum geht den Fahrern per Salamitaktik Geld zu streichen.
Nachdem ich auch den einen oder anderen Kollegen der WL kenne, weiß ich, daß sich bei Euch erst die Spitze des Eisberges abzeichnet.
Ihr steht erst am Anfang.
Frage beantwortet?
Der Ulfist
Also fangen wir anders an. Bei uns sind Dienste geteilt (sog. Stoßdienste), wenn die Pause 90 Minuten überschreitet.
Bisher gab es ein sog. Wegegeld, das wurde berechnet aus der Entfernung vom Betriebshof zur Ablösestelle.
Nach Kündigung dieses Tarifvertrages wurde ein neues pauschales Wegegeld eingeführt. Dies sind täglich € 3,50 brutto.
Jetzt haben wir einen großen Streitpunkt über die Zeit vom Pausenort zur Ablösestelle. Sprich vom Sozialraum bis zur Haltestelle. Das sind je nach Lokalität zwischen einer und fünf Minuten.
Nach unserer Ansicht (ich bim Betriebsratmitglied), ist dies Arbeitszeit.
Diese ist zu bezahlen, wenn auch ohne Fahrzuschläge.
Gestützt wird diese Ansicht von den dt. Arbeitsgerichten.
Nachdem auch bei uns die Unternehmensberater ein und aus gehen, ist das Unternehmen sehr kreativ geworden, wenn es darum geht den Fahrern per Salamitaktik Geld zu streichen.
Nachdem ich auch den einen oder anderen Kollegen der WL kenne, weiß ich, daß sich bei Euch erst die Spitze des Eisberges abzeichnet.
Ihr steht erst am Anfang.
Frage beantwortet?
Der Ulfist
23.01.2005, 19:04#30
alsoooooooo...........
da muß ich bißchen weiter ausholen................
wenn du einen geteilten dienst (unterbrecher bei uns genannt) hast:
dann bekommst du,
wenn folgende konstellationen zusammentreffen:
bhf-bhf.......bhf -bhf-..............gar nichts
bhf-exp......exp-bhf ..............2x die wegzeit
bhf-bhf.......exp-exp.............gar nichts
bhf-bhf........bhf-exp.............1x die wegzeit
bhf....betriebshof(heimatdienststelle)
exp: expedit.......ablösestelle
wegzeit :setzt sich aus der reinen fahrplanmäßigen zeit zusammen, die man vom heimatbahnhof zum expedit benötigt (also ohne wartezeiten bei umsteigstellen) die höhe des betrages muß ich erst nachgucken.....
klaro??? gggggg
auch bei uns sinds sehr kreativ.................!!!
aber noch kreativer sind die berliner...........die haben die gästekarten abgeschafft (für kollegen von anderen verkehrsunternehmen)..ggg
wenn du einen geteilten dienst (unterbrecher bei uns genannt) hast:
dann bekommst du,
wenn folgende konstellationen zusammentreffen:
bhf-bhf.......bhf -bhf-..............gar nichts
bhf-exp......exp-bhf ..............2x die wegzeit
bhf-bhf.......exp-exp.............gar nichts
bhf-bhf........bhf-exp.............1x die wegzeit
bhf....betriebshof(heimatdienststelle)
exp: expedit.......ablösestelle
wegzeit :setzt sich aus der reinen fahrplanmäßigen zeit zusammen, die man vom heimatbahnhof zum expedit benötigt (also ohne wartezeiten bei umsteigstellen) die höhe des betrages muß ich erst nachgucken.....
klaro??? gggggg
auch bei uns sinds sehr kreativ.................!!!
aber noch kreativer sind die berliner...........die haben die gästekarten abgeschafft (für kollegen von anderen verkehrsunternehmen)..ggg
23.01.2005, 20:31#31
Hallo!
@ustrab
Die Gästekarten haben sie auch in München abgeschafft und in Wien angeblich auch schon! Bekanntlich hat ja immer eine Hand die andere gewaschen.
@Ulfist
Etwas einfacher erklärt für dich!
In Wien ist es so das wir Fahrer einer Dienststelle zugeteilt sind! Unseren Dienst beginnen wir entweder mit einem Einschub am Bhf. oder direkt am Expedit, das zugleich Ablösestelle und Pausenraum ist. Hier werden die Pausen gehalten die NOCH zwischen ein bis drei Touren gehalten werden müssen. Ebenfalls wird der Dienst am Expedit oder durch Einziehen am Bhf. beendet. Ebenfalls werden die Unterbrecherdienste (Stossdienst) am Expedit/Bhf. begonnen oder beendet. Ablöse oder Dienstbeginn bzw. Dienstende auf der Strecke wie bei euch gibt es bei uns nicht. Auch bei uns denkt man bereits daran so wie in München bis zu vier Stunden am Zug zu verbringen. Das hat aber bis jetzt die Gewerkschaft verhindern können. Um Wettberbsfähig zu bleiben und in Zukunft zu sein werden wir uns wahrscheinlich bald damit abfinden müssen diesen Dienst zu Leisten. Ob es meinen Kolegen hier passt oder nicht du hast es richtig erkannt das wir erst die Spitze des Eisberges an Verschlechterungen zu gunsten Gewinn im Unternehemn gesehen haben, das dicke Ende ist noch unter Wasser aber es kommt schön langsam nach oben. Das Unternehmen muss sich aber auch im klaren sein die Infrastruktur für diese Art von Dienstleistung zu schaffen. Ich denke da an die Sanitären Einrichtung die ihr an den Endstellen habt. Zumindest sind diese gemauert und nicht wie bei uns DIXI Klos, wie sie innen aussehen ist ein andere Sache, daß ist scheinbar überall gleich.
Im Moment haben wir auch die Gewerkschaftsvordeung von max. 10 Stunden länge des Unterbrecherdienstes. Bin gespannt wie lange das noch gut geht mit diesen Vordeungen! Früher wren es bis zu 12 Stunden. Auch gibt es bei uns das Aushelfen! Das heisst sollte ich auf meiner Heimatdiesntstelle überzählig sein schickt mich der Diensteinteiler auf einen anderen Bhf. wo Personal fehlt. Dies wird auch mit Geld(Aushelferzulage) abgegolten. Die Zulage entspricht ebenfalls 2x der Wegzeit vom Heimatbhf. zum anderen Bhf. und zurück.
Erstaunt kann man über die Tätigkeiten im Fahrdienst nicht sein. Wien war bis jezt eine Insel der Seeligen, nun kommt das was in deutschen Unternehmen schon lange gang und gebe ist. Da wir uns ja immer dahin Orientieren wird auch bald bei uns dies Art der Dienstleistung einzug halten. Diese Ändeungen und Anpassungen wird auch die Gewerkschaft nicht verhindern können. Aus dem einfachen Grund: Arbeitsplatzsicherung und mit Zähneknirschen die Änderungen hinnehmen denn sonnst sitzen bald die billigen ausländischen Unternehmen auf unseren Fahrersitzen und wir am Arbeitsamt. Das möchte keine Gewerkschaft und keine Regierung den schliesslich und endlich geht es hier um zig tausende Wählerstimmen. Scheuklappen ablegen und in die Runde schauen das ist das was ich euch raten möchte sonst gehen wir alle unter! Geld verliert keiner gerne aber noch lieber möchte ich meinen Arbeitsplatz nicht verlieren.
Zurück zum Thema dieses Threads:
Alles gute XILEF! Ich bin der Meinung, daß du es dir verbessert hast! Nur traurig, daß immer die gehen die es auf dem Kasten haben.
MfG
StarbLi-71
@ustrab
Die Gästekarten haben sie auch in München abgeschafft und in Wien angeblich auch schon! Bekanntlich hat ja immer eine Hand die andere gewaschen.
@Ulfist
Etwas einfacher erklärt für dich!
In Wien ist es so das wir Fahrer einer Dienststelle zugeteilt sind! Unseren Dienst beginnen wir entweder mit einem Einschub am Bhf. oder direkt am Expedit, das zugleich Ablösestelle und Pausenraum ist. Hier werden die Pausen gehalten die NOCH zwischen ein bis drei Touren gehalten werden müssen. Ebenfalls wird der Dienst am Expedit oder durch Einziehen am Bhf. beendet. Ebenfalls werden die Unterbrecherdienste (Stossdienst) am Expedit/Bhf. begonnen oder beendet. Ablöse oder Dienstbeginn bzw. Dienstende auf der Strecke wie bei euch gibt es bei uns nicht. Auch bei uns denkt man bereits daran so wie in München bis zu vier Stunden am Zug zu verbringen. Das hat aber bis jetzt die Gewerkschaft verhindern können. Um Wettberbsfähig zu bleiben und in Zukunft zu sein werden wir uns wahrscheinlich bald damit abfinden müssen diesen Dienst zu Leisten. Ob es meinen Kolegen hier passt oder nicht du hast es richtig erkannt das wir erst die Spitze des Eisberges an Verschlechterungen zu gunsten Gewinn im Unternehemn gesehen haben, das dicke Ende ist noch unter Wasser aber es kommt schön langsam nach oben. Das Unternehmen muss sich aber auch im klaren sein die Infrastruktur für diese Art von Dienstleistung zu schaffen. Ich denke da an die Sanitären Einrichtung die ihr an den Endstellen habt. Zumindest sind diese gemauert und nicht wie bei uns DIXI Klos, wie sie innen aussehen ist ein andere Sache, daß ist scheinbar überall gleich.
Im Moment haben wir auch die Gewerkschaftsvordeung von max. 10 Stunden länge des Unterbrecherdienstes. Bin gespannt wie lange das noch gut geht mit diesen Vordeungen! Früher wren es bis zu 12 Stunden. Auch gibt es bei uns das Aushelfen! Das heisst sollte ich auf meiner Heimatdiesntstelle überzählig sein schickt mich der Diensteinteiler auf einen anderen Bhf. wo Personal fehlt. Dies wird auch mit Geld(Aushelferzulage) abgegolten. Die Zulage entspricht ebenfalls 2x der Wegzeit vom Heimatbhf. zum anderen Bhf. und zurück.
Erstaunt kann man über die Tätigkeiten im Fahrdienst nicht sein. Wien war bis jezt eine Insel der Seeligen, nun kommt das was in deutschen Unternehmen schon lange gang und gebe ist. Da wir uns ja immer dahin Orientieren wird auch bald bei uns dies Art der Dienstleistung einzug halten. Diese Ändeungen und Anpassungen wird auch die Gewerkschaft nicht verhindern können. Aus dem einfachen Grund: Arbeitsplatzsicherung und mit Zähneknirschen die Änderungen hinnehmen denn sonnst sitzen bald die billigen ausländischen Unternehmen auf unseren Fahrersitzen und wir am Arbeitsamt. Das möchte keine Gewerkschaft und keine Regierung den schliesslich und endlich geht es hier um zig tausende Wählerstimmen. Scheuklappen ablegen und in die Runde schauen das ist das was ich euch raten möchte sonst gehen wir alle unter! Geld verliert keiner gerne aber noch lieber möchte ich meinen Arbeitsplatz nicht verlieren.
Zurück zum Thema dieses Threads:
Alles gute XILEF! Ich bin der Meinung, daß du es dir verbessert hast! Nur traurig, daß immer die gehen die es auf dem Kasten haben.
MfG
StarbLi-71
23.01.2005, 21:59#32
Grias Eich!
Die Gästekarten sind zwar offiziell abgeschafft, natürlich aus Kostengründen und wegen dem geldwerten Vorteil, sprich Steuerrecht

Aber wenn sich ein WLer nach München verirrt, Dienstausweis zeigen genügt, jedenfalls auf Bim, Bus und U-Bahn.
Sagt keiner was. wo kammadn mia do hi, oda?
Ansonsten müßt ihr halt bei mir bimfahren
Die sog. Stoßdienste können bei uns derzeit bis zu zwölf Stunden umfassen. Die Wgezeit wird wie oben erwähnt pauschal mit €3,50 brutto vergolten.
Und die Arbeitszeit, nicht Lenkzeit, die gibts nur beim Bus, kann bis zu sechs Stunden am Stück gehen. Dann eine halbe Stunde Pause und weiter geht´s.
Das entspricht auch der EU-Arbeitszeitrichtlinie.
Hoffentlich weiß das bei Euch noch keiner!
Ansonsten darf ich erwähnen, daß ich froh wäre, in Wien Bim fahren zu können. Bei Euch ist die Welt noch halbwegs in Ordnung.
Die Frage ist, wie lange noch?
Nachdem ich weiß, daß sie bei Euch genauso spinnen, wie hier, kann ich Euch nur den Rat geben:
Verlaßt das sinkende Schiff, wenn ihr jung genug seit oder zählt die Tage bis zur Pension.
Bessa werds nimmer.
Der Ulfist
P.S. Servus Xilef (Xilef Austria?). Machs guat.
Die Gästekarten sind zwar offiziell abgeschafft, natürlich aus Kostengründen und wegen dem geldwerten Vorteil, sprich Steuerrecht

Aber wenn sich ein WLer nach München verirrt, Dienstausweis zeigen genügt, jedenfalls auf Bim, Bus und U-Bahn.
Sagt keiner was. wo kammadn mia do hi, oda?
Ansonsten müßt ihr halt bei mir bimfahren
Die sog. Stoßdienste können bei uns derzeit bis zu zwölf Stunden umfassen. Die Wgezeit wird wie oben erwähnt pauschal mit €3,50 brutto vergolten.
Und die Arbeitszeit, nicht Lenkzeit, die gibts nur beim Bus, kann bis zu sechs Stunden am Stück gehen. Dann eine halbe Stunde Pause und weiter geht´s.
Das entspricht auch der EU-Arbeitszeitrichtlinie.
Hoffentlich weiß das bei Euch noch keiner!
Ansonsten darf ich erwähnen, daß ich froh wäre, in Wien Bim fahren zu können. Bei Euch ist die Welt noch halbwegs in Ordnung.
Die Frage ist, wie lange noch?
Nachdem ich weiß, daß sie bei Euch genauso spinnen, wie hier, kann ich Euch nur den Rat geben:
Verlaßt das sinkende Schiff, wenn ihr jung genug seit oder zählt die Tage bis zur Pension.
Bessa werds nimmer.
Der Ulfist
P.S. Servus Xilef (Xilef Austria?). Machs guat.
02.02.2005, 17:31#33
ZitatOriginal von schaffnerlos
Oder - nur um ein Beispiel zu nennen - wie würdest Du es bezeichnen, wenn für einen ordinären Fahrerwechsel mitten auf der Strecke das Fahrzeug bis zu fünf(!) Minuten steht? Ich kenne keinen anderen Betrieb, egal ob in Wien, Österreich oder im Ausland, wo ein Fahrerwechsel länger als eine Minute dauert, meistens deutlich weniger.
EDIT: Grammatikfehler ausgebessert.
Das hab' ich noch nie erlebt.
mfg
Robby
02.02.2005, 17:47#34
ZitatOriginal von robby
ZitatOriginal von schaffnerlos
für einen ordinären Fahrerwechsel ... bis zu fünf(!) Minuten[/SIZE]
Das hab' ich noch nie erlebt.
Dann fahr ein paarmal mit dem 5A vom Handelskai Richtung Griegstraße. Am Friedrich-Engels-Platz ist der Fahrerwechsel.
02.02.2005, 17:50#35
Am 5A dauert er aber extrem lange. Beim 6er, 67er und O-Wagen dauert es nicht so lang. Der 5A ist mMn eine Ausnahme.
mfg ulf67
mfg ulf67
02.02.2005, 23:28#36
Auch bei der Linie D (Augasse) habe ich es nicht das erste Mal erlebt, dass die Bim 5 Minuten wegen einem simplen Fahrerwechsel gestanden ist.
02.02.2005, 23:40#37
Hab das schon lang nicht mehr erlebt, aber früher war Gersthof da auch spitze! Das Expedit ist Ecke Simonyg./Gentzg. Fahrer stieg aus, irgendwann bequemte sich der Fahrer langsam aus dem Expedit, über die Simonygasse, kam zum Zug. Hatte noch ein kurzes Plauscherl mit dem vorigen Fahrer, stieg ein. Richtete sich den Sitz minutenlang ein, den Spiegel, verteilte sein Gepäck, machte dann sehr gründlich Wagenübernahme. Dann gings langsam weiter.
06.02.2005, 22:49#38
Grüß Euch, werte Foristen!
Ich bin neu hier. Beim Lesen dieser Rubrik und bei Euren werten Meinungsäußerungen war mein Interesse geweckt. Vorab einmal eine ganz allgemeine Feststellung: Bei den Wiener Linien legt man es offensichtlich ganz bewusst darauf an, das Personal zu demotivieren. Die diversesten Bemühungen, vielleicht doch noch eine "fröhliche und zum Unternehmen stehende, stolze Mitarbeiterschar" zu erhalten, die bewirken - so habe ich den Eindruck, wenn ich mir einige Beiträge durchlese - genau das Gegenteil. Wenn man also diese Auswirkung kennt, und ich gehe davon aus, dass man die kennt, weil Führungskräfte auf allen Ebenen ja den Draht zu ihren Mitarbeitern haben sollten, dann ist die Frage gestattet, warum man so weitermacht, ohne etwas in Richtung Ehrlichkeit und Teamfähigkeit zu unternehmen. Na ja, und da gibt es eigentlich nur eine Antwort: Nämlich die, dass man das bewusst macht. Es sei denn, die Verantwortlichen bemerken wirklich nicht, was sie mit dem Motivationspegel bei den Mitarbeitern anrichten. Na ja, und da, liebe Foristen, überlasse ich es gerne Eurer Phantasie, warum sie nichts verändern, bzw. nicht bemerken (wollen).
Liebe Grüße
Ich bin neu hier. Beim Lesen dieser Rubrik und bei Euren werten Meinungsäußerungen war mein Interesse geweckt. Vorab einmal eine ganz allgemeine Feststellung: Bei den Wiener Linien legt man es offensichtlich ganz bewusst darauf an, das Personal zu demotivieren. Die diversesten Bemühungen, vielleicht doch noch eine "fröhliche und zum Unternehmen stehende, stolze Mitarbeiterschar" zu erhalten, die bewirken - so habe ich den Eindruck, wenn ich mir einige Beiträge durchlese - genau das Gegenteil. Wenn man also diese Auswirkung kennt, und ich gehe davon aus, dass man die kennt, weil Führungskräfte auf allen Ebenen ja den Draht zu ihren Mitarbeitern haben sollten, dann ist die Frage gestattet, warum man so weitermacht, ohne etwas in Richtung Ehrlichkeit und Teamfähigkeit zu unternehmen. Na ja, und da gibt es eigentlich nur eine Antwort: Nämlich die, dass man das bewusst macht. Es sei denn, die Verantwortlichen bemerken wirklich nicht, was sie mit dem Motivationspegel bei den Mitarbeitern anrichten. Na ja, und da, liebe Foristen, überlasse ich es gerne Eurer Phantasie, warum sie nichts verändern, bzw. nicht bemerken (wollen).
Liebe Grüße
07.02.2005, 10:56#39
@ helos:
zuerst mal herzlich willkommen bei uns!
ich hätte schon eine theorie - und zwar, daß die vertragsbediensteten alter ordnung dem unternehmen "zuviel" kosten und daher ist es ihnen am liebsten, wenn diese darauf sch***** und gehen. und damit habens wiedermal was "eingespart"...
nur daß gerade mit diesen mitarbeiter die erfahrung und das wissen das unternehmen ebenfalls verlassen - das wird sich sicherlich noch rächen... die "billigen" KV mitarbeiter werden - um kosten zusparen - im eilzugverfahren geschult und dann werden sie mit fahrzeugen auf die menschheit losgelassen, welche ebenfalls bereits kaputtgespart sind. das endergebnis sieht man ja schon recht deutlich: störungen, verzögerungen, ausfälle von fahrten, unfälle...
aber hauptsache wir haben gespart - nur halt an der falschen stelle!
wäre zeit, daß diese "manager" endlich daraufkommen, daß kompetenz sich nicht dadurch zeigt, indem man mitarbeiter einspart sondern vorhandene mitarbeiter sinnvoll und produktiv beschäftigt. im fahrdienst und werkstatt wurden überproportional posten gestrichen und in der verwaltung dafür zig stellen neu eingerichtet...
edit: begrüßung eingefügt
zuerst mal herzlich willkommen bei uns!
ich hätte schon eine theorie - und zwar, daß die vertragsbediensteten alter ordnung dem unternehmen "zuviel" kosten und daher ist es ihnen am liebsten, wenn diese darauf sch***** und gehen. und damit habens wiedermal was "eingespart"...
nur daß gerade mit diesen mitarbeiter die erfahrung und das wissen das unternehmen ebenfalls verlassen - das wird sich sicherlich noch rächen... die "billigen" KV mitarbeiter werden - um kosten zusparen - im eilzugverfahren geschult und dann werden sie mit fahrzeugen auf die menschheit losgelassen, welche ebenfalls bereits kaputtgespart sind. das endergebnis sieht man ja schon recht deutlich: störungen, verzögerungen, ausfälle von fahrten, unfälle...
aber hauptsache wir haben gespart - nur halt an der falschen stelle!
wäre zeit, daß diese "manager" endlich daraufkommen, daß kompetenz sich nicht dadurch zeigt, indem man mitarbeiter einspart sondern vorhandene mitarbeiter sinnvoll und produktiv beschäftigt. im fahrdienst und werkstatt wurden überproportional posten gestrichen und in der verwaltung dafür zig stellen neu eingerichtet...
edit: begrüßung eingefügt
Dieser Beitrag wurde 1-mal editiert, zuletzt von pah (07.02.2005, 10:59)
07.02.2005, 11:01#40
ZitatOriginal von pah
wäre zeit, daß diese "manager" endlich daraufkommen, daß kompetenz sich nicht dadurch zeigt, indem man mitarbeiter einspart sondern vorhandene mitarbeiter sinnvoll und produktiv beschäftigt. im fahrdienst und werkstatt wurden überproportional posten gestrichen und in der verwaltung dafür zig stellen neu eingerichtet...
Das ist es ja: Ein "Manager", der viel einsparen kann, ist ein guter Manager, kann aufsteigen und bekommt mehr bezahlt (logisch, denn es bleibt ja durch die Einsparungen mehr Geld über, das wiederum ausgegeben werden muss, damit der Anreiz zu weiteren Einsparungen gegeben bleibt). Wenn man ehrlich wäre, müsste man diese Vorgänge nicht "Einsparung" nennen, sondern schlicht "Umverteilung".
Und ob die Kompetenz und das Wissen weiter unten vernichtet werden, ist dem "Manager" weiter oben völlig egal - Hauptsache, er kann sich's richten. Er würde niemals etwas tun, das ihm keinen direkten Vorteil bringt - wozu auch, es gibt ja genug andere Dinge, mit denen er sich's richten kann.